Cornelias 'Bulldog Blog' ...
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English Bulldog Netzwerk für Kenner und Freunde
Samstag, Mai 30, 2009

Frieda wird heute 4 Jahre alt :-)


"Mensch und Hund ergänzen sich hundert- und tausendfach; Mensch und Hund sind die treuesten aller Genossen." Alfred Brehm

Liebe Frieda, heute müssen wir es dir einmal ganz ausdrücklich sagen und mit Streicheln und Leckerli auch demonstrieren: du bist eine so große Freude in unserem Leben, wie wir dir gerne glauben, dass wir es in deinem sind.

Du bist im letzten Jahr sehr gelassen und geduldig geworden, das hängt wohl mit deinem stürmischem und gelegentlich ungebärdigem Sohn Kosmo zusammen. (Es heißt ja, Eltern lernen von ihren Kindern ;-). Du neigst nicht einmal mehr zu Eifersucht, wenn er sich vordrängt, groß macht und Menschen beeindrucken und von sich begeistern will. (Was ihm auch oft gelingt :-)

Andererseits bist DU die wahre Autorität für ihn, ist er doch überzeugt, was du auch immer interessant findest, es ist auch zwingend für ihn wichtig. Naja, auch für uns ist wichtig, was Du so magst oder nicht magst: zB. viel in die Natur rauslaufen - aber nicht zu viel (fr)essen ;-)

In der Kniekehle liegen, Kopf auf unseren Knöcheln und gemütlich fernsehen; so gefällt es dir. Aber wenn ein Tierprogramm im Fernsehen läuft, dann geht dein Kopf fasziniert hoch und du verfolgst das Programm mit einer solchen Intensität, daß wir es nicht wagen würden den Kanal zu wechseln :-)

Wehe aber, es erscheint eine Bulldogge auf den Bildschirm! Dann springst du sofort runter und knurrst den armen Fernseher an; es darf ja keine andere Bulldogge ins Haus, denn es könnte sein, daß du dann dein "Liebesrevier" teilen müßtest ;-) Aber keine Bange, du bist und bleibst unser liebstes Bulldog-Mädchen :-)

Als Welpe hast du auch begeistert ferngesehn. Wenn dort Vögel flogen hast du die mit dem Kopf verfolgt, als ob sie im Zimmer weiterfliegen würden, den Bildschirm verlassend :-) Und wenn ein Hund gezeigt wurde und dann vom Bildschirm verschwand, hast du ihn HINTER dem Fernseher kleffend gesucht :-) Inzwischen weisst du aber, daß es eine Fiktionskiste ist (abgesehen davon, wenn andere Bulldoggen erscheinen, siehe oben :-) Bist eben ein recht schlaues Mädel geworden :-)

Am glücklichsten machen wir dich, wenn wir mit dir und Kosmo raus in Feld und Wald gehen. Deine aufgeregte Vorfreude und dein - Nase vorn und los - bezaubert uns stets :-) Und deshalb werden wir das heute morgen gleich machen!


31. Mai 2009:
Frieda bedankt sich für alle lieben Geburtstagswünsche und ganz besonders für diese schöne Rose!

Liebe Frieda,
ich, Csöpke, und meine Mama Zsuzsa wünschen wir alles alles Gute für Deinen Geburtstag, viele viele Geschenke, Leberwurstbrot usw.

Wir lesen jeden Tag mit grossem Interesse Deine Abenteuer, bitte lass noch lange Zeit über Euch schreiben. Die schöne Blume ist für Dich, ich habe leider keine Fotos von einer Meterwurst!!! Schöne Grüsse auch für die Rest der Familie, aber sie sind heute nicht sooooo wichtig ;-) Zsuzsa und Csöpke Feldenkirchen


Donnerstag, Mai 28, 2009

Heute läßt uns Gastbloggerin Chrissi Pobst schmunzeln


Gruß vom Vatertag ;-)

Anlässlich des Herrentages hat der Schmusebully Spyke wieder einen Korken abgeschossen. Herrchen hat beim Grillen seine leeeeeere Bierflasche auf dem Boden abgestellt, na und Spyke hat ja schon immer ´nen Faibel für Flaschen :o)


"Bullmanias" passend zu weiteren Herrentagen ;0)


Dienstag, Mai 26, 2009

Heute gemeinsam mit Gastbloggerin Anke Teloudis :

Qualitätsmerkmale in der Zucht

"Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das Geschäfte macht. Kein Hund tauscht einen Knochen mit einem anderen." (Adam Smith)


Für uns beginnt Tierschutz vor der Zeugung! Deshalb muß für uns grundsätzlich ein verantwortungsvoller Züchter den vom "Kennel Club" vorgesehenen Bemühungen, den Bulldog durch Standardänderungen wieder "fit for function" zu züchten, positiv gegenüberstehen.


Minimale Qualitäts-Anforderungen

  • Die Elterntiere sollen möglichst wenig unter- oder übertypisiert sein.

    Kleine Fehler im Phänotyp spielen keine Rolle. FCI-Champion sind als Eltern zur Zeit noch eher zu vermeiden, da sie in aller Regel durch Linienengzucht genetisch geschwächt und übertypisiert sind. Außerdem sind sie in aller Regel - im Sinne einer verantwortlichen Populationsgenetik - schon viel zu oft als Deckrüden eingesetzt worden und haben den Genpool der Population dadurch verengt.

  • Der Züchter muss seine Hunde wirklich lieben !

    Ein Züchter, die seine Hunde wie ein Halter liebt, und nicht wie besonders Großzüchter sie als seine "Produkte" verkauft, der achtet bei der Zucht auf Gesundheit und gutes Wesen - statt auf Championate und Gewinn.

    Sie erkennen diese Liebe daran, ob seine Hunde eine enge Bindung an ihn zeigen. Solch eine Bindung kann sich nur entwickeln, wenn mindestens 2/3 des Tages der Hund in der Züchterwohnung mitleben darf. Vermeiden Sie deshalb einen Kauf aus einer Zwingerhaltung, heute oft beschönigend Haltung in einem "Hundehaus" genannt. Wichtig ist auch, dass die Mutter ungehinderten Zugang zu ihren Welpen hat. Alles Andere ist für sie eine Quälerei! UND: Wer Ihnen einen Welpen verkaufen will, bevor er Sie überhaupt kennengelernt hat, der liebt seine Welpen nicht, denn dem ist sein Schicksal gleichgültig!

  • Die Zucht sollte nicht Haupt-Erwerbsquelle des Züchters sein !

    Regieren finanzielle Zwänge und nicht das Verantwortungsgefühl den Zuchttieren und den Welpen gegenüber Zuchtentscheidungen, dann haben Ihr Welpe - und Sie - das Nachsehen...

  • Alle relevanten Untersuchungen beider Elterntiere sollten vorliegen.

    (HD, ED, Patella, Augen , Röntgen Herz und Luftröhre) Den "perfekten" Bulldog gibt es nicht. Kennen Sie alle Daten der Elterntiere, dann haben Sie aber die Chance ggf. selbst eine Risikoentscheidung zu treffen und den Kaufvertrag zu beeinflussen.

  • Keine Linien-Zucht!

    Diese bislang seit Jahrzehnten sehr beliebte Zuchtmethode zeigt inzwischen ihre Schattenseite: Vitalitätsverlust durch die sogenannte Inzucht-Depression. Mindestens in den letzten 3 Generationen soll kein Ahne doppelt auftauchen.

  • Last not least: die hygienischen Verhältnisse

    Lassen Sie sich die Elterntiere und die Unterbringung der Welpen zeigen. Ist es dort sauber und warm? UND: Sind die Nasenfalten, Ohren, Füße der Bulldogs sauber und gepflegt?


Optimale Qualitäts-Anforderungen

  • Vorlage der elterlichen Papiere (Kopien)

    So können Sie auch die älteren Generation abzugleichen und prüfen, wie eng dort Linienzucht praktiziert wurde. Optimal ist : kein Vorfahre doppelt über 5 Generationen zurück.

  • Zuchtwertschätzung der Elterntiere

    Vorherige Würfe der Eltern, besonders des Vaters, sollten komplett - im Alter von circa 1 bis 2 Jahren - einer Bewertung (HD, Ed; usw) durch einen Arzt unterzogen worden sein. Nur so kann festgestellt werden, ob sie "Gute Gesundheits-Vererber" sind.

  • Genetisches Profil der Eltern

    Die Genetik macht Riesenfortschritte im Erkennen genetischer Defekte. Dies zu nutzen wäre wirklich optimal bei der Welpenauswahl.

  • Sozialisierung mit anderen Haustieren.

    Die frühe Bekanntschaft mit z.B. Katzen , Kleintieren, andere Hunderassen erleichtert die spätere Sozialisierung im Leben ganz allgemein.

  • Beteiligung des Vaters (anderer Rüde) an der Erziehung ab 5 Wochen.

    Auch Hundemütter verwöhnen ihre Babys oft :-) Die Rüden dagegen zeigen den Welpen Grenzen und bringen ihnen Achtung für Autorität bei. Das vereinfacht die spätere Erziehung bei Ihnen.

Wir würden uns über Kontakte mit ZüchterInnen, die sich angesprochen fühlen, freuen! (Zuchtvereine spielen dabei für uns keine Rolle!)


Sonntag, Mai 24, 2009

Zähne, Zähnchen - und Haare auf diesen ;-)


Unsere Wilma mußte einen Backenzahn gezogen bekommen, da der wegen Platzmangel quer stand und entzündet war. Dabei entdeckten wir, dass sie Haare, nein BORSTEN auf den Zähnen hatte! Da diese sie aber nicht belästigten, ließen wir sie wo sie waren... (Es gibt wohl nichts, was es nicht gibt :-))

Nun zu den Bulldogzähnen allgemein:

Der Standard (in Klammer: geplante Änderungen) verlangt:
Kiefer breit, (gestrichen: massiv) und kantig. Der Unterkiefer überragt vorn (neu: etwas) den Oberkiefer und ist (neu: ein wenig) aufgebogen. Kiefer breit und kantig, mit sechs kleinen Schneidezähnen in gerader Linie zwischen den weit auseinander stehenden Fangzähnen. Zähne gross und kräftig, bei geschlossenem Fang nicht sichtbar. Von vorne gesehen steht der Unterkiefer direkt unter dem Oberkiefer und verläuft parallel zu ihm.

Wir sehen, über die Anzahl der Zähne wird im aktuellen Standard nicht mehr gesprochen, und das hat seinen Grund : Nahezu kein Bulldog hat heutzutage alle 4x4 Prämularen (vorderen Backenzähne) voll entwickelt, weil dazu zumindest im Oberkiefer gar kein Platz mehr ist. Und sehr viele Bulldogs haben wiederum im Oberkiefer mehr als 6 kleine Schneidezähne, weil dort mehr als genug Platz ist. Wenn Ihr Bulldog sogar "zwei Reihen" obere Schneidezähne hat, ist das heutzutage "ok".

Anders im Standard von 1910 (nach dem Krieg von Otti Heermann herausgegeben) : "Die Backenzähne sollen groß und kräftig sein, die Fangzähne müssen weit auseinander stehen, die Schneidezähne zwischen den Fangzähnen sollen in einer geraden Linie stehen und alle Zähne sollen gesund und vollständig vorhanden sein."

Die unteren 6 Schneidezähnchen sollten wie mit dem Lineal gezogen in einer geraden Reihe stehen - und nicht wie ein Löffelchen gerundet stehen; das finde auch ich wichtig um den quadratischen Eindruck des typischen Bulldog-Kopfes zu erhalten. Aber "nobody is perfect" :-)

Manche Bulldogs haben mehr Vorbiß, als sein sollte, auch in Hinblick auf die Funktionsfähigkeit des Gebisses. Leider vererbt sich diese schlechte Veranlagung immer dominant!

Der Standard-Vorbiß dagegen behindert noch nicht das "Zupacken". Viele Bulldogger lieben besonders die Fotos, auf denen beim Standard-Vorbiß gelegentlich ein Untereckzahn erscheint, wegen des dann trotzigen Charmes des Gesichtsausdrucks ;-)

Alles über die Hundezähne ist gut HIER nachzulesen.


Freitag, Mai 22, 2009

Heute berät uns Gastbloggerin Chrissi Probst

Hund, Vitamine, Immunsystem


Jeder, der oft oder immer selbst für seine Hunde kocht, sollte wissen welche Vitamine der Hundekörper - für was - benötigt. Und man sollte wissen, welche Vitamine fett- und welche wasserlöslich sind.
Ein Mangel an Vitaminen kann für Hunde genauso schädlich sein wie ein Zuviel dieser lebensnotwendigen Wirkstoffe. Bei Fertigfutter oder abwechslungsreichem Selbstgekochtem ist aber das Risiko von Unter- oder Überdosierung praktisch null. Probleme treten, wenn keine Stoffwechselstörung vorliegt, nur bei sehr einseitiger Versorgung auf, oder bei übermäßiger oder falscher Vitaminpillen-Zugabe. (Quelle der folgenden Tabelle: IVH)

Zu den fettlöslichen Vitaminen gehören die Viatamine A, D, E und K.

  • Vitamin A hält Haut und Schleimhäute gesund, sorgt für ein gutes Sehvermögen und schützt vor Infektionen. Es ist z. B. in Kalbsleber, Möhren und Spinat enthalten.
  • Vitamin D ist für den Knochenbau unentbehrlich und kommt in rohem Hering, Lebertran und Eigelb vor. Ein Mangel an Vitamin D kann beim jungen Hund zu Rachitis führen, eine Überdosis kann jedoch ebenfalls schädlich sein.
  • Vitamin E ist unter anderem wichtig für die Fruchtbarkeit und eine normale Trächtigkeit. Es kommt in großen Mengen in Weizenkeimöl und in geringeren Mengen in Rindfleisch vor.
  • Vitamin K sorgt für eine normale Blutgerinnung und wird vom Darm des Hundes in ausreichender Menge produziert.

Zu den wasserlöslichen Vitaminen gehören alle B Vitamine sowie die Vitamine H und C.

  • Die B Vitamine: B1 ist wichtig für das Nervensystem, B2 sorgt für Wachstum und steuert den Fett- und Eiweißstoffwechsel. Beide kommen in Bierhefe, Schweine-, Rind- und Kalbsleber vor. Vitamin B6 fördert die Blutbildung und die Durchblutung der Haut. Man findet es z. B. in Ochsenherzen und Bierhefe.
  • Vitamin H führt bei Mangel daran zu Haarausfall und Hautentzündungen und ist in Rinderleber und -niere enthalten.
  • Vitamin C sorgt für ein gesundes Bindegewebe, wird aber vom Hund selber gebildet.


Immunsystem und Ernährung

Ein starkes Immunsystem ist ein wahres Schutzschild gegen Bakterien, Viren, Parasiten, Krebszellen, Umweltverschmutzung & Co.
(C.S.D.: Ein sehr guter Artikel (USA) über Stärkungen des Immunsystems : HIER!)

Es empfiehlt sich dem Futter regelmäßig frisches püriertes Obst und Gemüse beizumischen! Und Öl, da viele Vitamine nur fettlöslich sind.
Körperlicher oder psychischer Stress fährt das Immunsystem herunter. Manche Hunde sind auch leider "von Haus aus" sehr empfindlich, sei es z.B. durch Allergien oder einen allgemein geschwächten Zustand. Gerade dann ist es mehr als wichtig auf das Immunsystem ausgleichend einzuwirken und es zu stärken. Mit einem gut funktionierenden Immunsystem kann die Selbstheilungsfähigkeit des Körpers viele Krankheiten erfolgreich bekämpfen. Gerade schlechtes Futter kann den Hund schwächen und sein Immunsystem angreifen.

Wer sich für Rezepte und Tipps interessiert, der findet diese in den Beiträgen:
12. Mai 2009 und 10. Januar 2009

Hier folgen nun einige Beispiele von Heilpflanzen + Mittelchen + Zusätze, die der Gesundheit des Bulldogs förderlich sind und die das Immunsysthem stärken und oder stimulieren können. Einige wirken auch entzündungshemmend.

  • Propolispulver; Produkt der Bienen, es hilft (wie Honig) gegen fast alles ;o)
  • Hagebuttenpulver; gegen Erkältungen sehr hilfreich.
  • Spirulina; ein Algenprodukt, das den Körper entschlackt und entgiftet.
  • Aloe Vera; besonders geeignet bei Verbrennungen und anderen Hautirritationen.
  • Apfelessig; entschlackt und macht schlank.
  • Grünlippenmuschel; enthält Glukosamine und macht Gelenke wieder geschmeidig.
  • Lachsöl; ist sehr gut für das Fell.

Das Hauptorgan des Immunsystems ist der Darm. Sollten die Häufchen Eures Bulldogs nicht fest oder sonstwie nicht bestens sein :o), dann dringend über einen Futterwechsel nachdenken!

Beachtet, dass dies Thema Ernährung natürlich noch viiieeel umfassender ist; ich bin auch keine Ernährungsexpertin, aber ich finde dieses Thema sehr interessant. Ich hoffe dieser Bericht ist für Euch informativ und hilfreich.


Mittwoch, Mai 20, 2009

Früh übt sich,...


... was ein Meister werden will ;-)


Montag, Mai 18, 2009

In den 30er Jahren: Otti Heermann berichtete von ihrem

Ingo - dem Mäusejäger - vom Thüringerland


"Daß eine englische Bulldogge ein scharfer Mäusejäger ist, kommt selten vor. Mein Ingo ist ein solcher.

Es ist ein komischer Anblick, wenn Ingo stundenlang bei seinem Häuschen herumlungert, mit stierem Blick die Erde schaut, wartend bis eine Maus unter dem etwas höher liegenden gedielten Boden seines abgezäunten Schutzhauses hervor kommt. Wie oft habe ich um die Dämmerstunde von unserem Wintergarten aus hinabgeschaut und über Ingos Gebähren Tränenbächlein lachen müßen. Ich bin davon überzeugt, daß er absichtlich Reste in und neben seiner FutterschÜssel verwahrt, um damit Mäuse anzulocken!

Er ist so hundsgemein, daß er, wenn die Maus erscheint, wie eine Marmorfigur dasteht, zuläßt, daß die Maus ganz nahe an die fressbaren Dinge herankommt, sich dann mit seinem 56 Pfund schweren Körper ruckartig auf sie wirft und sie erdrückt. Hat er das Tier auf diese saubere Art zur Strecke gebracht, springt er wie ein Tempeltänzer in Ekstase um die tote Maus herum. Nie hätte ich in einer so schwerfällig aussehenden Bulldogge einen solchen Grotesktänzer vermutet.

Ich muß dann zu Ingo gehen, ihn loben, das Tier bestaunen, ein bischen mit herumspringen, Freudentöne ausstoßen, dann in die KÜche laufen, Pferdewürstchen holen und Ingo belohnen. Ich darf beliebig nicht gleich die Maus nehmen und vergraben, nein, ich muß Ingos Freude an der Sache erst abklingen lassen.

Anrühren tut er die Maus nie. Er umspringt sie nur, treibt also einen sauberen Sport. Wenn er nachts draußen in seinem Häuschen bleibt, ist natürlich der Teufel los. Das warme Bett verschmähend, begeht er jagdähnliche Heldentaten. Er läßt seine Jagdbeute nie allein. Er schläft neben den toten Mäusen bis ich am Morgen zu ihm komme und alles gebührend lobe und belohne. In den letzten Wochen war Ingo richtig abgemagert, ich sperre ihn jetzt nachts bei uns ein, denn der arme Hund muß doch auch mal richtig schlafen!

Vor einigen Tagen kam eine Bekannte, die am meisten die Heldentaten meines Ingos anzweifelte und bat mich, ihr meinen Ingo doch einmal zu leihen, denn vom Garten her waren Mäuse zu ihr in die Wohnung gekommen. Ich willigte ein und begab mich mit Ingo zu der Wohnung der Dame. Ingo zog auf Nachtquartier! Ja, leider.

Unternehmungslustig betrat er die Wohnung seiner für eine Nacht festgelegten Tätigkeit. Ich verabschiedete mich von ihm vor der Eingangstür. Am nächsten Morgen wollte ich ihn wieder abholen.

Mitten in der Nacht ging das Telefon. Ich, mit bloßen Füßen, nichts Gutes ahnend, nahm den Hörer ab. Meine Bekannte bat mich, sofort hinzukommen und Ingo abzuholen, die ganze Wohnung sei demoliert. Ein Freund ihres Mannes war auf der Durchreise gewesen und sie waren zum Abendessen fortgegangen. Zu Hause wieder angelangt, erwartete sie ein Chaos. Ich hatte nur den Mantel über mein Nachthemd gezogen, denn Eile war geboten und bin schnellstens hingefahren. An der Haustür meiner Bekannten stand drohenden Blickes der alte mürrische Hauswirt. Auf dem Treppengeländer zum ersten Stock hockten verschiedene leichtbekleidete Gestalten, es waren wohl die Übrigen Einwohner des Hauses. Die Tür zu der Parterrewohnung meiner Bekannten stand weit offen, alle Lichter brannten.

Es war ein schreckliches Durcheinander. Beschreiben kann ich es gar nicht. Da lag der Nähtisch umgekippt über der Stehlampe, der Teewagen lag mit dem Rücken noch oben, dazwischen eine Menge Scherben. Schreckensbleich stotterte meine Bekannte, sie hatte noch den Hut auf dem Kopf, daß das japanische Teeservice unersetzbar sei und daß der Nähtisch 100 Jahre alt und ein Familienerbteil wäre. Auf der hinabgezogenen Tischdecke saß mein Ingo, vor ihm lag eine tote Maus. Er machte Ansätze zum Umherhüpfen, empfand aber doch, daß es nicht der passende Augenblick dazu sei. Er kam stolz auf mich zu, wollte gelobt werden, stieß mit seinem mächtigen Kopf an, lief zu seinen toten Mäusen, an einer anderen Ecke lag noch eine.

Ich war sprachlos über soviel Dummheit meiner Bekannten, einen fremden Hund alleine zu lassen. Ein Kind weiß, daß das gefährlich ist. Ich sah auf meinen Ingo nieder. Stolz stand er vor der toten Maus, wedelte mit seinem ganzen Hinterteil, fragte mich mit seinen klugen Augen: "Die Leute sind wohl nicht zufrieden mit meiner Arbeit?"

Ich leinte meinen Mäusejäger an, zwinkerte ihm mit den Augen Pferdewürstchen zu und gemeinsam verließen wir den Platz des häßlichen Aufruhrs. Einige Kränkungen folgten mir noch bis an die Haustür, dazu die Ankündigung einer Schadensersatz-Klage!

Dann trabten wir durch die friedliche, stille Nacht nach Hause. Ich sagte Ingo, daß wir uns von nun ab nur mehr um unsere eigenen Mäuse kümmern würden, und daß er daheim sogar zwei Pferdewürstchen bekäme!!!


Anmerkung: Otti Heermann war die bedeutende deutsche Bulldog-Züchterin überhaupt. Wer mehr von ihr (und über sie) lesen möchte, der kann in die blog-interne Suchmaschine (graue Spalte oben rechts) ihren Namen eingeben und so sehr viel Interessantes und auch Lustiges von ihr hier im Blog finden.


Samstag, Mai 16, 2009

Ein Champion von 1920/1

und eine V1-Bulldogge von 1935


Gehen wir, vom letzten Beitrag aus, noch weiter in der Zeit zurück.

Der Bulldogzüchter Hans Drechsel (siehe Beitrag 11. Juni 2005) schenkte mir kurz vor seinem Tod (1902-1991) Bulldogfotos aus dem Zeitraum 20er-Jahre bis Kriegsbeginn. Gelegentlich (habe und) werde ich aus diesem Schatz etwas hier veröffentlichen.
Übrigens: Der 1. Bulldog der großen Bulldoggerin Otti Heermann (gest. 1964) stammte aus Hans Drechsels Zucht (Siehe Beitrag 11. August 2008).

"Gau-Ausstellung Sachsen und Mitte im Reichsverband für das Deutsche Hundewesen,
22. September 1935" :

Auf dieser Zuchtschau 1935 wurden nur zwei Hündinnen in der offenen Klasse gezeigt. Es war die Zeit, in der Schikanen verschiedenster Art ausgesetzt war, wer eine "ausländische" Rasse züchtete oder auch nur zu hielt, wie Otti Heermann berichtet. Hans Drechsels "Heros" erhielt ein V1.

"Heros" war noch nicht übertypisiert, heute würde man sie eher untertypisiert nennen. In diese Richtung wird sich der Bulldog nach dem neuen Standard - so in etwa - hinentwickeln.
Es wird einige Jahre, einige Hundegenerationen dauern, bis der FCI/KC-Bulldog kein "Steifftier" mehr ist. Aber ich bin hoffnungsvoll: denn ganz viele Menschen wollen es :-)

Das Copyright dieser Fotos gehört mir. Ohne meine Zustimmung dürfen sie nicht kopiert werden.


Donnerstag, Mai 14, 2009

In Deutschland prämierte Zuchtbulldogs

von 1953 und von 1962/1965


Gehen wir von den Zuchtschau-Bulldogs des letzten Beitrages 50/60 Jahre zurück.

Fotos oben: Diese Hunde sind noch vom Typ "Vorkriegsbulldog". Die Namen der Hunde und ihrer Besitzer siehe HIER.

Mit den nächsten Fotos - nur 10 Jahre später - nähern wir uns dem heutigen Bulldogtyp an. Besonders die Kiefer wurden deutlich kürzer und die Schädel breiter.

Foto links: Dieser Rüde "Ceres" erhielt 1962 von der FCI den Titel "Internationaler Schönheitschampion".

Auf dem Foto ist "Ceres" 4 Jahre alt. Der Text zum Bild: siehe HIER.

Foto rechts: "Bencher" scheint mir ein
Importrüde zu sein. Den Text dazu - aus dem
"UR" März 1965 - kann man hier lesen. Er stammt aus der Zeit des langsamen Niedergangs des CEB, Club für Englische Bulldogs (VDH), nach Otti Heermanns Tod 1964.

"Ceres" und "Bencher" sehen dem heutigen Extrembulldog schon deutlich ähnlicher als die FCI/KC-Bulldogs aus den 20ger-30ger Jahren (siehe nächten Beitrag) und aus den ersten Nachkriegsjahren. Sie sind aber noch längst nicht so "dackelbeinig und stierbrustig" verzüchtet und belastet wie dieser heute.


Bulldog-Champions 1901 und 2009

Der Standard änderte sich kaum. Aber sehr änderte sich der Zeitgeist, in dem der Standard interpretiert wurde! (Mir gefallen beide Extreme nicht...)


Wer sich für die Geschichte der Bulldogzucht in Deutschland interessiert, der findet im Blog August 2008 mehrere interessante Beiträge dazu.


Email von einem zukünftigem Multi-Champion :-)

12. Mai 2009: Liebe Frau Savory! Ich habe mich sehr über Ihre Berichterstattung über die Ausstellung in Dortmund gefreut (siehe letzten Beitrag).

Meine Zweibeiner waren sichtlich gerührt, dass Sie mich als Ihren Lieblingsrüden bezeichnet haben - nun ja, das lässt sogar mich als durch-nichts-aus-der-Fassung-zu-bringenden-Engländer nicht kalt. Dafür bekommen Sie einen herzlichen Schmatz aus der Schweiz.

Am letzten Sonntag war ich zum 1. Mal in meinem jungen Leben in Saarbrücken. Gemäss Programm hätten es gesamthaft 14 Bulldogs sein sollen, aber alleine in der Jugend-, Zwischen- und offenen Klasse Rüden sind vier schon gar nicht erschienen! In meiner Klasse war ich somit der einzige Bulldog. Das war toll, denn so war ich schnell wieder aus dem Ring und konnte mich erneut meiner neuen Freundin, einem hübschen Besucher-Bulldog-Mädchen widmen aber erst, nachdem mich meine Zweibeiner gebührend geherzt und geküsst haben, da ich Saarlandsieger geworden bin (was immer das auch heissen mag) - bin ich jetzt Doppel-Staatsbürger? Das werde ich wohl noch klären müssen.
Ich hoffe, wir sehen uns bei einer anderen Gelegenheit wieder. Bis bald, Ihr Camillo


Dienstag, Mai 12, 2009

FCI/VDH/ACEB-Europasiegerschau

Mai 2009, Dortmund

"Ohne den Hund käme der Mensch auf den Hund." (Ernst Elitz)


Die jährliche Dortmunder Europasieger-Zuchtschau ist eine der wichtigsten Marketing-Veranstaltungen für Züchter auf dem Kontinent. Deshalb fiel es auf, dass, anders als in früheren Jahren, nur 38 Bulldogs vorgestellt wurden. Aus deutscher Zucht stammten davon lediglich 7; die Bulldogs aus Osteuropa und den Niederlanden dominierten die Schau und stellten - bis auf einen schweizer Rüden in der Zwischenklasse - die Sieger.

Ein wundervoller Rüde aus schweizer Zucht.

Die englische Richterin Carol Newman (siehe Info vom 26. April 09) entschied, wie erwartet, zugunsten der extrem tiefgelagert-breiten Bulldogs. Aber - es waren davon nicht ganz so viele wie in den Vorjahren als Konkurrenten da!! Im Rahmen der hier ausgestellten Bulldogs gab es deshalb zwangsläufig auch eine Plazierungen für den (durch die geplante Standard-Änderung) künftig gewollten Bulldogtyp! Welche Bulldogs hier in "Dortmund Mai 2009" ausgestellt bzw. nicht mehr ausgestellt wurden, das deute ich als kleines, aber gutes Anfangszeichen für dessen beginnende Zukunft :-)

Drei Bulldogs gefielen mir besonders gut:

Meinen "Lieblingsrüden" :-) der Schau sehen sie oben.
Und zwei Hündinnen fielen mir als besonders zukunfts-"trächtg" ;-) auf.

Eine wundervolle Hündin aus polnischer Zucht.

Eine ebenfalls wundervolle Hündin aus holländischer Zucht.

Und das Publikum? An unserem Ring fehlte es sozusagen! So wenige am Bulldog interessierte Zuschauer habe ich auf einer der großen VDH-Zuchtschaus in Dortmund noch nie erlebt....

Ansonsten gab es viel einzukaufen; mir war es aber ab Mittag, als die Bulldogs fertig gerichtet waren, einfach zu voll in den Verkaufshallen und ich fuhr zurück zu meinen Liebsten :-)


Sonntag, Mai 10, 2009

Passend zum Muttertag:

Liebe ist rosa himmelblau ;-)


Georgina von Claudia (links) in Wintermode. Die anderen Fotos schickten uns Andre und Sonja Kämmler von ihrer Caress.

Caress´ Geburtstage sind Ereignisse in Rosa!

Und ein Foto von Caress´ einjährigem Geburtstag. Mit ihrem Körper ist besonders ihre Zunge gewachsen - die ist ja auch rosa ;-)) Und ein Starbild mit Mutter Sonia!

Diese Träume in Himmelblau habe ich beim "Iowa Schönheitswettbewerb 2009" gefunden. Lassen sich weiße Bulldogs besonders gut in Baby-Farben kleiden ? ;-)
Und weil Ballett so schön ist, zum Abschluß noch einmal "Mamas rosa Träume" ;-)

Und : ein Bulldog-Mama Video :-) Link HIER!


Freitag, Mai 8, 2009

Heute amüsiert uns Gastbloggerin Anke Teloudis

Familienplanung ;-)


Sollte man Kinder bekommen, oder lieber einen Hund ins Haus holen ? ;) oder eben umgekehrt..

Mail vom 9. Mai:

Rafaela Schuda´s Kommentar zum oberen Foto:
"Die Kinder würde ich verschenken!" ;-)

Und ihr wortloser Kommentar zu den Fotos ganz oben sind - dieses Thronbild - und die zwei unteren Fotos :


Mittwoch, Mai 6, 2009

Heute Erfahrungen von Gastbloggerin Chrissi Probst

Die Hitze und das Heiße Höschen :o)


Rüde oder Weibchen? Egal welches Geschlecht, in beiden Fällen ist ein gewisser Informationsbedarf vorhanden. Ein Rüde, der stets, ständig und überall sein Revier makieren möchte, oder ein Weibchen, die 2mal im Jahr ihre Hitze bekommt? Wir haben ja beides, den Schmusebully Spyke und die Sweet Snowy.

Ja ja, wer ein Bulldogmädchen hat, der weiß um die Läufigkeit: 2mal im Jahr wird die Hündin heiß, einige Hundemädels putzen sich so reinlich, dass es erst gar nicht so auffällt; allerdings haben unsere Bulldog-Püppis - wegen ihres Körperbaus - es nicht soo einfach sich ordentlich zu putzen; ok, und manche wollen es erst gar nicht.

Ehe wir merken, dass unsere Bulldoggirls in die "Heiße Phase" kommen, duften diese schon herrlich für die männliche Hundegattung; es dauert nicht allzu lang, da können wir erkennen, wie auf einmal das Geschlechtsteil der Hündin größer wird. Ich kann mich noch gut an Snowys 1. Hitze erinnern (da war sie so ca. 8/ 9.Monate alt). Ich bekam sogar einen Schreck, wie die kleine süße "Musch" mit einmal ungeahnte Formen annahm; aber keine Angst, diese Schwellung bildet sich nach der Läufigkeit wieder zurück.

Einige Hündinnen bluten mehr und andere weniger, jedoch wenn diese Bluttröpfchen erstmal auf unseren Heimtextilien gelandet sind, sind diese Fleckchen leider manchmal nicht mehr so einfach bis gar nicht zu entfernen (*). Auch unser Spyke würde durchdrehen, wenn er dann überall Snowys Rote Fährte lesen/schnuppern könnte, mal abgesehen davon ist es schlichtweg unhygienisch.
((*)Habe beste Erfahrungen mit "Oxy Vanish" gemacht. C.S.D.)

Im Fachhandel gibt es zwar Schutzhöschen mit den dazu gehörigen Einlegepads, damit habe ich leider nicht so gute Erfahrungen gemacht. 1.) haben unsere Bullymädels ein ganz schön dickes Popochen, und welche Größe ist denn da nur die richtige? Ich habe für Snowy Größe:S und Größe:M ausprobiert, tschja, diese Schutzhöschen sind sicherlich gar nicht so schlecht bei Hunderassen mit Langem Schwanz, aber unsere Püppis haben ja größtenteils ein Bulldogstummelchen, was den Halt dieser Hosen schon sehr schwierig macht. Und nicht zu vergessen: 2.) diese Höschen kosten zwischen 10,00 und 15,00 Euro + die dazu gehörigen Einlagen. Diese ähneln Filzstückchen, die, wie ich finde, dafür auch einen ganz schön stolzen Preis haben.

Snowy ist nicht sehr begeistert Höschen zu tragen. In ihrer 1. Hitze hat sie es 2mal geschafft, sich diese Schutzhöschen auszuziehen und hat mir auf ihre Art erklärt, wie bullyg gerne sie diese hat... sie hat nämlich die Verschlüsse zerkaut und abgeknabbert.

Aus der Not heraus nahm ich ausrangierte Shorts meiner Tochter, und das funktioniert! Nicht nur super, sondern sieht auch bullyg süß aus ;o) Nun habe ich für unsere "Hot" Sweet Snowy extra Kinder-Schlüpfer gekauft, mit extra Breiten Slipeinlagen (Binden gehen natürlich auch), mit einem Bändchen, zur Not hilft auch ein Schnürsenkel als Bulldog-Gürtelchen, so sind unsere Heimtextilien geschützt und auch vor ungewollten "Unfällen" in dieser Phase mit dem Magnetbully Spyke ist für Schutz gesorgt :o)

Und seht selbst, unsere kleine "Heiße Höschen Modeschau."

PS: Die Läufigkeit dauert ca. 21 Tage. Die Hündin ist aber nicht die ganze Zeit während ihrer Läufigkeit befruchtbar. Ich habe einiges darüber gelesen, im WWW und auch in verschiedenen Büchern, die Meinungen über diese fruchtbaren Tage gehen etwas auseinander. Dies liegt sicherlich auch daran, dass es bei jeder Hündin unterschiedlich ist. Einige Fachleute meinen diese fruchtbaren Tage liegen zwischen dem 9. und 15. Tag, und andere sagen zwischen dem 12. und 19. Tag. Wenn Ihr keinen ungewollten Nachwuchs wollt, solltet Ihr am besten während der gesamten Läufigkeit den Rüden aus dem Weg gehen lassen. Im Übrigen: nicht nur die Triebe der Nachbarrüden sind in dieser Zeit "gefährlich", die Hündinnen wollen auch ab einem gewissen Level der Hitze vom Rüden gedeckt werden, deshalb heißt es "läufig" sein :o) Also haltet eure Püppis lieber an der Leine, es soll schon vorgekommen sein, dass sich die ein oder andere Püppi zum nächstgelegenen Rüden "geschlichen" hat ;)

Schmusebullyg liebe Grüße, Chrissi


Montag, Mai 4, 2009

Von Gastblogger Stu Savory...

... heute ein paar Internet Funde ;-)


Gefunden bei StumbleUpon.


Skateboarding Bulldogge Tyson



Habe eine Bulldogge entdeckt, die Cornelia heißt! Sie lebt in Kopenhagen. Link HIER !
.

Rafaela Schuda schickte heute noch tolle Links zu :

"Bulldog on trampoline" 1. Link -- 2. Link -- 3. Link -- 4. Link, danke Rafaela :-)

Chrissi Probst schickte heute auch noch ein Link zu einem sozialkritischem Satire-Video über Hamburg, mit einem Bulldog in der Hauptrolle ;-): "Die Krönung", danke Chrissi ;-)


Samstag, Mai 2, 2009

Tagebuchnotizen von Gastbloggerin Alexandra Bombek

Urlaub im Hotel "Hundeschule Godenhof"


Samstag 27.12.08: Stanley und ich fuhren morgens los in Richtung Norden, nach Wanderup nahe Flensburg. Nach 530 km und langen 5 ½ Stunden Fahrt, haben wir dann den Godenhof erreicht.

Der "Godenhof" ist ein Hotel mit integrierter Hundeschule, die von Kafi (Karl-Friedrich Gäde) geleitet wird. Auf Stanley und mich wartete ein 10 Tage Seminar: 1Hund + 1Frauchen = 1Team. Wir bezogen unser Zimmer, packten aus, machten es uns gemütlich, und später am Tag haben wir schon zarte Kontakte zu anderen Hunden und Herrchen geknüpft. Nach dem Abendessen sind wir müde ins Bett gefallen.

Sonntag 28.12.08: Frühstück gab es ab 9 Uhr und um 10 Uhr mussten wir mit unserem Handwerkzeug antreten, dass heisst, Leine und Halsband, was als erstes kontrolliert wurde. Danach ging es auf den Hundeplatz.

Zuerst wurde geübt Ruhe in den Hund zu bringen. Dafür setzten wir uns in so eine Art Box, die vorne offen war, und der Hund wurde angebunden. Es gab Leckerchen und Streicheleinheiten um den Hund an die Box zu gewöhnen. Dann entfernte man sich vom Hund und ging dann wieder zu ihm, um die Verlustängste zu reduzieren.

Letzte Übung vor der Mittagspause war das Gehen bei "Fuß". Ab 15Uhr relaxten die Hunde entspannt auf dem Zimmer, während die Frauchen und Herrchen sich mit der Theorie auseinandersetzen mussten. Es wurden u.a. ein paar Verhaltensunterschiede zwischen Wolf und Hund aufgezählt. Vor dem Abendessen um 19Uhr sind Stanley und ich ganz locker spazieren gegangen und übten ein bisschen "bei Fuß" gehen.

Montag 29.12.08: Nach dem Frühstück sind wir um 10Uhr auf den Hundeplatz gegangen. Dort setze sich jeder mit seinem Hund wieder in seine Box, um wieder Ruhe in den Hund zu bekommen. Dabei wurde uns erklärt, wie wir die nächste Übung ausführen sollen.

Heute ging es um den Befehl "Hier". Danach ging es los, wir mussten das Ganze 2 Stunden lang, bis 12 Uhr, üben und es dem Hund richtig beibringen. Dann war bis 15.30Uhr Mittagspause. Danach ging es wieder auf den Hundeplatz. Nun wurde uns gezeigt, wie wir das "Sitz" richtig ausführen. Dabei saßen unsere Hunde in der Box, während wir Trockenübungen ohne Hund machen mussten. Danach wurde das ganze mit Hund bis 16.45 Uhr trainiert.

Zum Abschluss durften wir mit den Hunden über eine Hindernisbahn, was natürlich allen am meisten Spaß gemacht hat, Hund wie auch dem Mensch! Stanley und ich sind dann noch mit Lara und Bettina nach Wanderup zur Post gegangen, da waren wir dann noch über eine Stunde, teilweise im Dunkeln mit Taschenlampe, unterwegs. Um 19Uhr gab es Abendessen und später dann den verdienten schlaf.

Dienstag 30.12.08: Um 10Uhr auf dem Hundeplatz angekommen, fingen wir mit dem Befehl "Platz" an... wir mussten lange und viel üben, da es das Wichtigste überhaupt ist!!!

Um kurz nach 12Uhr fuhren Stanley und ich zur Abwechslung mal nach Flensburg, weil das Wetter so wunderschön war! Dort machten wir einen Stadtbummel und sind in einem Cafe gewesen. Und endlich auch am Meer, Flensburger Förde!!! Um 15.30Uhr war wieder Treffpunkt auf dem Hundeplatz, wir mussten alle Übungen die wir bisher gelernt haben, wiederholen... wiederholen... wiederholen. Nach dem Abendessen gab es für Frauchen und Herrchen noch theoretischen Unterricht, und lernten folgendes über die Hundenase: "Was eine Hundenase nicht gerochen hat, das hat der Hund auch nicht gesehen!"

Mittwoch 31.12.08: Um 10Uhr war wieder Training angesagt, wir haben zuerst ein paar Wiederholungen gemacht und dann den Befehl "Sitz in der Bewegung" gelernt.

Als um 12 Uhr der Unterricht zu Ende war, haben Stanley, Lara, Bettina und ich uns auf den Weg nach Borkum gemacht um am Strand etwas spazieren zu gehen. Danach sind wir noch nach Flensburg gefahren und haben da in einem Cafe etwas Warmes getrunken. Dann ging es wieder zurück zum Godenhof wo wir uns langsam auf den Abend vorbereiteten. Es gab wieder Abendessen und dann wurde in das neue Jahr gefeiert. Mit Champagner und einen Mittanachtsbüffet machte das jede Menge Spaß!

Donnerstag 01.01.09: Stanley und ich sind ganz früh aufgestanden, da das Wetter so herrlich war, es war noch ganz ruhig auf dem Godenhof.

Wir ließen das Frühstück ausfallen und machten uns auf den Weg nach Kappeln. Dann ging´s weiter nach Damp, wo wir am Strand spazieren gegangen sind. Als dann das Wetter immer schlechter wurde sind wir wieder zurück gefahren. Wir haben es uns noch eine Stunde auf dem Zimmer gemütlich gemacht, bevor wir wieder auf den Hundeplatz gingen wo wir wieder 2 Stunden "Hier", "Sitz" und vor allem "Platz" geübt haben. Abends gab es dann den Wikingerabend! Mit deftigen Wildspeisen (Wildschwein) und jede Menge Skipper (Hausschnaps).

Freitag 02.01.09: Ein wunderschöner sonniger Tag hat begonnen und um Punkt 10Uhr standen wir auf dem Hundeplatz und es wurde noch mal kräftig und ausdauernd trainiert!

Um 12.15Uhr war dann Mittagspause und Bettina und ich sind mal ohne die Hunde nach Flensburg gefahren um ein bisschen zu shoppen. Um 15.30Uhr versammelten wir uns wieder auf dem Hundeplatz, alles wurde noch einmal wiederholt und dann mussten wir alle einzeln mit unseren Hunden auf den Platz und zeigen ob sich die viele Arbeit auch gelohnt hat. Und es hat sich gelohnt!!! Ich war sehr überrascht was Stanley so gelernt hat und das der Abschlusstest so gut gelaufen ist. Auch bei den anderen war eine sehr gute Verbesserung zu sehen. Bestanden haben wir den Test natürlich alle!!! Heute war dann auch kurz vor 17Uhr auch schon Feierabend, um 19Uhr trafen wir uns zum Abendessen und es gab danach wie jeden Abend nette Gespräche bei jeder Menge Skipper!!!

Samstag 03.01.09: So heute nach dem Frühstück ging es mal nicht auf den Hundeplatz, sondern wie fuhren nach Husum. Dort gingen wir mit den Hunden spazieren,voran Kafi mit Chico, dahinter dann wir.

Als Übung mussten wir hier und da anhalten und mit den Hunden das "Sitz" üben. Aufsehen erregten wir, als wir am Stadtbrunnen alle unsere Hunde in "Platz" brachten und sie dann da liegen ließen. Die Leute fanden das toll und es war auch toll soviel Anerkennung dafür zu bekommen. Sogar Fotos machten die Leute. Anschließend fuhren wir gemeinsam noch an den Nordstrand, wo wir am Deich entlang, in ein Cafe gingen, was natürlich zur Übung beigetragen hat. Viele Hunde auf engstem Raum und dann ganz lieb und brav im "Platz"! Um etwa 14Uhr erreichten wir die Autos und machten uns auf den Weg zurück zum Godenhof. Ich packte schon mal langsam meine Sachen und machte mich zum Abschluß-Gala-Dinner fertig.

Dann gab es leckeres Essen und wir bekamen unsere Urkunden überreicht und den Hundeführerschein, für den wir Blut und Wasser geschwitzt haben. Wir haben den Abend langsam ausklingen lassen. Stanley und ich gingen ins Bett, da wir morgens früh fahren wollten.

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Cornelia Savory-Deermann Cornelia Savory-Deermann

Cornelia
Savory-Deermann
, geboren 1945 in Wuppertal, hat seit inzwischen 37 Jahren Englische Bulldoggen und ist Gründungs- und Ehrenmitglied des "Verein der Freunde Englischer Bulldogs e.V.".

Jetzt sollen die Bulldogs zusätzlich hier ihr eigenes deutsches Weblog bekommen. Jeder Leser kann Blog-Beiträge an Cornelia schicken, Eure Bulldog-Anekdoten, -Fotos und -Tipps für's Blog sind willkommen. Der jeweilige Autor behält sein Copyright an Bildern und Text, gibt aber Cornelia ein einmaliges, unwiderrufbares Nutzungsrecht für eine Veröffentlichung in diesem Blog.


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