Cornelias 'Bulldog Blog' ...

Dienstag, Mai 30, 2006

Frieda feiert heute ihren 1. Geburtstag :-))

... und sie wird langsam richtig erwachsen !

Frieda war als Welpe ein Schalk, der es "faustdick hinter den Ohren" hatte :-)

Auf dem Foto hier sehen wir sie an ihrem 1. Abend in ihrem neuen Zuhause bei uns. Sie war 9 Wochen alt und litt im Gegensatz zu mir nicht an Jetlag ;-) Einen 1-Stunden Flug nach Washington DC, dort Pipimachen auf der Behinderten-Toillette (weil da mehr Platz für einen Hund ist) endlose Gänge in einer Tasche getragen werden, dann der 9-Stunden Flug nach Frankfurt .. all das hat sie locker, meistens an meine Füße gedrückt, verschlafen. Ihr erster Akt auf deutschem Boden war gleich hinter dem Flughafen ein "Big Business" gewesen; gut, daß sie solange damit gewartet hatte !

Der 30. Mai 2005 (Friedas Geburts-Tag) war in den USA (Friedas Geburts-Land) der "Memorial Day". An diesem Feiertag wird der Toten gedacht. Daß sie gerade an diesem Tag geboren wurde, das schien mir wie ein Gruß all meiner verstorbenen Bulldogs an mich zu sein. Ich wußte, sie war die "Richtige" :-)) für uns. Und so wie sie auf mich zukam, schien sie es auch zu wissen.

Frieda war ein durchsetztungsstarker Welpe. Wenn sie schlafen wollte (morgens immer bis in die Puppen :-) und wir sie weckten, dann grollte sie richtig frech mit uns. Ich verstand durch sie, daß das Wort "Welpe" von "Wölfchen" kommt ;-) Vor ihren Milchzähnchen hatte ich richtig Respekt!

Frieda hatte als Winzling Angst vor gar nichts! Beim Frühjahrs-Bullytreffen in Marl kläffte sie mit Piepsstimme alle erwachsenen Hunde milchzähnchenzeigend an : "Ich bin viel gefährlicher, als ich aussehe!" :-)))
Vorsichtig der Welt gegenüber wurde sie erst zur Zeit des Zahnwechsels, das heißt z.B. vor großen, lauten Geräten wie der Motorsäge im Garten. Dem Nachbarn mit der Motorsäge begegnet sie heute noch zurückhaltend, auch wenn er diese nicht dabei hat!

Und Motoradfahrer mit (Klapp-)Helmen waren ihr höchst suspekt. Die könnten Aliens oder Frieda-Fresser sein, bei dem Riesen-Klappmaul! Sogar zu Stu im Helm ging sie auf Sicherheits-Abstand.

Also machten wir Anfang April, zu Beginn der Motorradsaison, eine Desensibilisierungskur :-) mit ihr. Wir stopften Spielzeug in den Helm und legten ihn auf die Fernseh- und Spielliege. Obendrauf auf den Helm kam ein Stück Käse. Dann "vergaßen" wir den Helm. Ganz unbeobachtet, wie sie glaubte :-), näherte sich Frieda diesem Ding - und hupps war der Käse weg! Das Ding hatte sich nicht gegen den Käseraub gewehrt, also schubste sie es mal probeweise um! Das Ding blieb frieda-ergeben still. Jetzt nahm Stu den Helm und setzte ihn sich locker - mit offenem Visier - auf den Kopf. Frieda ging nicht mehr auf 5 Meter, sondern nur noch auf 1 Meter Abstand. Wir sprachen ruhig und lockend mit ihr. Sie überlegte, dann ein Entschluß: vorspringen und Stu durch das "Visierloch" energisch ablecken. Dann tänzelte sie vor Freude ganz aufgeregt herum, begeistert über ihren eigenen Mut und ihr Erfolgserlebnis, dieses Ding durchschaut:-))) zu haben.

Frieda ist außerdem aus sich selbst heraus ein ungeheuer hellhöriger Wachhund geworden. Eichhörnchen und Katzen haben jetzt nur noch eine sehr kurzfristige Aufenthaltschance in unserem Garten. Und jedes ungewöhnliche Geräusch auf der Straße oder im Feld wird uns gleich lautstark und voller gespannter Aufmerksamkeit gemeldet.

Der Gipfel der Aufregung in ihrem bisherigen Leben war das Osterfeuer. Ein haushoher (wörtlich gemeint) Berg von Holz und Stroh war mit Brandbeschleunigern getränkt. Als der auf der Bergkuppe hinter unserem Garten plötzlich kirchturmhoch (wieder wörtlich gemeint) lohte und dicker Rauch herab wehte, da tobte sie los. So laut und wild habe ich einen Bulldog noch nie bellen und warnen gehört.
Was macht man bei solch einer Gefahr ? Wir packten sie ins Auto und flohen mit ihr in die Kneipe :-)) !

Vor vier Wochen, beim Frühlingstreffen der Bulldogfreunde (VdFEB) bei Paderborn, zeigte Frieda im natur-belassenen Wald geradezu indianische Unerschrockenheit.

Über eine schwankende Seil- und Bretterbrücke stürmte sie, Balance haltend, hinweg wie der Wind. Sie ist nicht eigentlich unvorsichtig, aber sie traut sich nach kurzer Prüfung der Sachlage ziemlich viel zu! Stu und ich sind immer wieder beeindruckt!

Wir sind gerade aus Österreich zurück gekommen. Dort rannte sie steile Abhänge runter und auf Wildbäche zu, als seien das die herrlichsten Herausforderungen der Welt - darüber in einem späteren Blog-Beitrag. Ihr könnt in Stu´s Blog vom 21. + 23. Mai aber schon jetzt Bilder von dieser berauschend schönen "Alpen-Natur-Reise" :-) sehen.

Frieda hat unglaublich ausdauernd viel Power, tagelang wenn sie will. Aber typisch Bulldog, sie kann ihr Temperament (oder ihr Adrenalin :-) runterfahren bis zum "den-Tag-verdösen", wenn in Haus und Hof "nichts los ist". DIESER Zustand hält aber NICHT tagelang an ;-) Sie hält uns auf Trapp, und das ist gut!

Mit 7 Monaten war sie läufig geworden - und seitdem ist sie wie ausgewechselt : selten nur noch Trotzkopf, meist schmusig und ständig Küßchen und Pfötchen gebend... Ihr Pfötchen ist ihr "Sesam öffne dich" für Herzen ;-)) und anderes geworden, und zwar ohne daß wir ihr das beigebracht hätten!

Frieda nutzt ihre Pfoten als wären sie Hände. Alles wird von ihr mit den Pfoten so präzise gewendet und gehalten, daß sie mit ihren Zähnen dann feinmechanische ;-) Arbeiten ausführen kann! Im Almsee neulich, sie stand bis zum Hals im Wasser, positionierte sie einen einzelnen Kieselsteine unter all den anderen am Grund mit den Vorderpfoten und mit Ausdauer so griffig, daß sie ihn mit einem ganz kurzen Untertauchen mit dem Maul packen und hochheben konnte.

Auch zur Kommunikation nutzt sie ihre Pfoten ständig. Sehr lustig kam diese Kommunikationsbedeutung ihrer Pfoten bei ihrem Spiel mit "Frenchie Tyson" zum Ausdruck. (-: SIE ;-) schrieb darüber im EBI :
"Mit Tyson habe ich dann geflirtet. Ich mußte ihn immer wieder mit meinen Pfoten kitzeln und klapsen. Papa sagte, ich würde ihn schlagen. Und Tysons Papa lachte, Tyson würde wohl auf Schlägen stehen! Die haben garnichts verstanden: ich habe Tyson nur leidenschaftlich gestreichelt!"

Als ich in die USA abflog um Frieda zu holen, da ermahnte mich Stu noch am Flugplatz:
"Mit einem häßlichen Hund kann ich leben, aber nicht mit einem dummen!"
Und Frieda ist SEHR klug (und schön ist sie trotzdem :-)). Sie will alles lernen, was ich so mache!

Vor ungefähr drei Wochen wollte ich Basilikum-Pflänzchen ins Hochbeet einsetzen und grub dazu kleine Pflanzlöcher; da sprang Frieda aufs Hochbeet drauf und vergrößerte meine kleinen Löcher gleich mit ihren Pfoten ganz gewaltig. Sie grub keine neuen Löcher, sondern half ;-) mir bei meinen zu mehr Erfolg - jedenfalls in ihren Augen :-)) Dann beschnitt ich die Beerensträucher. Sofort kam sie an und begann die abgeschnittenen Astenden energisch weiter zu verkürzen. Nur an die von mir schon bearbeiteten Aststumpen am Strauch ging sie ran - Gärtnerlehrling, nannte ich sie lachtend. Und zwischendurch Füßebeißen, um mich möglichst schnell zu weiteren gärtnerischen Taten aufzumuntern - oder anzutreiben : Pausen unerwünscht! :-)))

Ich bin gespannt, wie sie mir im Sommer beim Beerenpflücken helfen wird ;-) Vielleicht wie damals Alma Joy: diese ging vorsichtig mit dem Maul sogar in den stacheligen Brommbeerstrauch und pflückte sich welche! Und beim Kirschenauflesen war sie so geschickt, daß sie nie von einer der Wespen dort, die auch an den Kirschen Geschmack gefunden hatten, gestochen wurde!

Füßebeißen ist Friedas Leidenschaft.
Als ich vor ein paar Wochen mal den ganzen Tag am Computer saß und nicht wirklich zwischendurch mit ihr spielte, da wurde es plötzlich verdächtig still. Ich ging nach unten ins Erdgeschoß, und da schoß sie mir schon rasend schnell aus dem Souterain entgegen. Das sah nach Ärger aus. Ich ging runter in unser Sommerschlafzimmer (da ist es im Sommer herrlich kühl) - und meinen vier wertvollen Künstlerpuppen fehlten 5 Schuhe - sonst nichts! Haare in Ordnung, Söckchen noch an, nur 5 Schuhe fehlten. Frieda hatte - ich weiß nicht wie - einem Schühchen nach dem anderen die Schnürriemen aufgemacht und die Schuhe sorgsam ausgezogen. Dann ging es aber ganz unsorgsam weiter : allen Schühchen hatte sie die Sohlen abgerissen, mehr aber nicht. Und auf dem altem Kinderschlitten, auf dem die Puppen saßen, da saßen diese nach dem Schuheausziehen immer noch ganz ordentlich! Offensichtlich hatte Frieda sich einen nach dem anderen vorgenommen. Aufbinden, ausziehen, Sohle abbeißen, aufbinden, ausziehen ... Zweifellos alles mit Hilfe ihrer handbegabten Pfoten!

Ich dachte nur, so will sie mich erziehen : spiel mehr mit mir! Sonst spiel ich Füßebeißen mit den Puppen-MENSCHEN ! Als ich dies Doris am Telefon erzählte, lachte die gleich los :
"Das ist doch zauberhaft, was sie sich da ausgedacht hat! Ganz klare Sprache !"
Die Sohlen ließen sich wieder festkleben!!!

Frieda bei Tisch im Garten; wir hoffen auf Tischsitten, wie Wilma sie beherrschte :-)

Mit dem Fressen ist Frieda nicht gierig, aber auch kein Kostverächter. Sie sitzt geduldig am Stuhl neben mir, denn sie weiß ja :"Ich bekomme was ab!"

Bezüglich ihres Trinkgeschirrs hat sie klare Vorlieben : 1. Wahl der moderne Keramiktopf beim Kamin; 2. Wahl der alte Bauernkeramik-Topf im Fernsehzimmer; 3. Wahl der langweilige Topf in der Küche... Wenn wir ihren Wassertopf der 1. Wahl einmal nicht nachgefüllt haben, dann schiebt sie ihn mit aufforderndem Blick und mit den Pfoten vorsichtig, aber zielbewußt in unsere Richtung.
Natürlich springen wir gleich auf und entschuldigen uns für unsere Nachlässigkeit ;-)))

Frieda ist unser Traumhund: nur Schnarchen tut sie immer noch nicht. Versteht Ihr, daß ich das etwas vermisse ? :-) Nun, sie ist noch nicht ausgewachsen - vielleicht kommt das noch!


Donnerstag, Mai 25, 2006

Muttertag - Vatertag :

zum Muttertag verspätet, zum Vatertag aber pünktlich ;-)

Wunderschöne Fotos von der Bulldog-Mama "Butterfly" und dem Bulldog-Papa "Dreamboy". Beide leben mit ihren Sieben Zwergen (hier 3 Wochen alt) in einem Blühenden Garten :-)

Oben sind die Sieben Zwerge unter sich. Sind die nicht allesamt himmlich ? :-)))

Papa Dreamboy ist gerade mehr an "Weibern" als an Babys interessiert. Birgit hat läufige Hündinnen da.... und Dreamboy zeigt seine stolze Kraft! ;-)))



Redaktionelles

In der rechten Spalte, unterhalb der Links zu den Inhaltsverzeichnissen, hat Stu einen Link zu seiner/unserer Webseiten-internen Suchmaschine eingebaut. Das war inzwischen notwendig, denn ich fand sogar selbst nicht mehr so einfach, wo genau ich welchen Bulldog oder welche Reiseerlebnisse beschrieben habe :-)

Also : einfach klicken auf "Suche innerhalb unserer Webseiten", in dem dann erscheinenden Eingabefeld Eure Suchbegriff(e) eintippen, "Find"-Knopf klicken, und ihr bekommt eine Liste unserer Webseiten, die diese(n) Suchbegriff(en) enthalten. Auf deren Überschriften kann man dann klicken, um direkt dorthin zu gelangen. Ignoriert die Werbung, die auch dort erscheint, das ist eben der Preis für einen kostenlosen Suchdienst ;-)


Dienstag, Mai 23, 2006

Heute erzählt Gastbloggerin Gabi Mill-Rogel

Ein Lächeln - ein Lächeln ;-)

"An Apple a day, keeps the doctor away" - wer kennt diesen Spruch nicht. Was der Apfel für den Körper, dass ist ein Lachen, ein Lächeln für die Seele. Und wer bringt einen leichter zum Lächeln oder herzhaften Lachen als das Gesicht einer Bulldogge.

Wir waren auch in der Zeit "Ante-Hannibal" keine Sauertöpfe, aber seit er in unser Leben getreten ist, merkten wir, dass wir öfters als vorher ein Lächeln auf den Lippen hatten und haben.

Es ist nicht nur sein Blick im Besonderen, der uns einfach dahinschmelzen lässt, obwohl die verschiedenen Ausdrücke von unfreiwilliger Komik, über Leidensmiene bis "ich-weiß-genau-was-ihr-meint" uns nie unberührt lassen. Auch allein die Tatsache, dass da jemand ist, der sich freut, wenn man heimkommt, der beim Fernsehen seinen Sofaplatz behauptet (auch wenn man es sich dort gerade besonders bequem gemacht hat) oder der einem mit seinen ohrenbetäubenden Schnarchgeräuschen so manche Stunde Schlaf raubt, ruft Glücksgefühle hervor. Ja, auch letzteres - und wehe, wenn nachts mal das Schnarchgeräusch aussetzt - gleich wacht man panisch auf, es könne etwas passiert sein.

Durch Hannibal haben wir auch die einfacheren Dinge des Lebens mehr schätzen gelernt. Das fängt beim Reisen an. Früher war das Motto unserer Reisen: "je weiter, desto gut". Heute richtet sich die Wahl des Reisezieles nach den Bedürfnissen unseres "Kindes" und man mag es glauben oder nicht, unsere Reisen insbesondere nach Dänemark mit langen Strandspaziergängen, Dünenwanderungen und Faulenzen im Ferienhaus-Garten haben wir immer sehr genossen.

Wir sind viel mehr an der frischen Luft, lieben mittlerweile Spaziergänge zu unchristlich früher Morgenstunde entlang der Glenne (Nebenlauf der Lippe) und kennen dank Hannibals Popularität mehr Nachbarn als früher.

Ist das "Kind" einmal krank, plagen uns natürlich große Sorgen, es könne etwas Schlimmes sein. Umso größer ist dann das Glück, wenn es nichts Gravierendes war. Allerdings ist Hannibal nun auch schon acht Jahre und machen wir uns nichts vor, Englische Bulldogs gehören nicht gerade zu den Langlebigsten. Da kommt uns heute, obwohl wir noch auf viele gesunde Jahre mit ihm hoffen, immer öfter mal der Gedanke, "was wird dann?" Dieser Gedanke erschreckt uns ungemein und wir versuchen mittlerweile jeden Tag mit ihm intensiver zu genießen, ihm noch mehr Aufmerksamkeit entgegenzubringen und freuen uns über jede glückliche Minute mit ihm.

Und jede glückliche Minute bewirkt ein neues Lächeln - und das ist es doch, was Mensch braucht.

Die Natur hat dem Menschen den Hund zur Seite gegeben, um ihm treu zu dienen, ihn zu erfreuen und wir können froh sein, so besondere Exemplare von Hunden an unserer Seite zu haben und es ihnen mit viel Liebe zu vergelten. Englische Bulldoggen sind ein "Phänomen". Ihre "Wirkung" ist schwer zu beschreiben, aber andere Bulldog-Menschen werden es uns nachempfinden können.

Ich wünsche Euch allen soviel
Spaß mit eurem Bulldog,
wie wir es haben.

Wir möchten nicht einen Augenblick davon missen.


Sonntag, Mai 21, 2006

Das Geheimnis der Petersilie

Die Petersilie ist ein wunderbares Heilkraut.

Im Mittelalter wurde die Petersilie als Abtreibungsmittel genutzt. Das Hochzeitsliedchen "Petersilie Suppenkraut wächst in unserem Garten. Unser Liesel ist die Braut, soll nicht länger warten..." erinnert noch an diese Zeit.
Seit uralten Zeiten wird Petersilie aber vor allem bei Blasenschwäche eingesetzt.

Ich lernte die Wirkung von Petersilie 1984 kennen:
Unsere Alma Joy wurde in diesem Jahr wegen eines Zwischenzehengeschwüres, das schon die Knochen anfraß, operiert. ((Auf diese Geschwüre gehe ich ein anderes Mal ein. OP´s sind nämlich nur kurzzeitige Hilfen; es gibt, wie ich damals von unserem Tierarzt Hartmut Kluge lernte, wirksamere Behandlungsmethoden.))

Alma erwachte aus der Narkose und sie war völlig ok - bis auf den überraschenden Fakt, daß sich ihre Blase unwillkürlich entleerte, sobald sie schlief. War sie wach, so meldete sie sich zum Pipimachen wie immer, aber im Schlaf hatte sie keine Kontrolle mehr darüber.

Unser damaliger wundervoller Tierarzt Hartmut Kluge (wir wohnten zu der Zeit in seiner Nähe) meinte, solche Blasenlähmungen gäbe es in seltenen Fällen als Nachwirkung einer Narkose. Wir warteten ein paar Tage auf eine Selbstheilung, die setzte aber leider nicht ein.

Hartmut war ein Freund der Naturheilkunde und riet uns, ihr direkt nach dem Einschlafen Petroselinum D6 in die Lefze zu träufeln. Auf meine Frage, was das für ein Mittel sei, meinte er lachend: "homöopathische Petersilie". Vermutlich habe ich dumm geguckt - aber ich folgte seinem Rat sofort. Mit durchschlagender Wirkung!!! Nur einmal beim Einschlafen gegeben, und die Blasenlähmung war SOFORT fort - auf Nimmerwiedersehen.

Nach diese Erfahrung kaufte ich mir Bücher über die Hömöopathie; für Hunde das Buch:
"Unsere Hunde gesund durch Homöopathie" von H.G.Wolff (siehe bei Büchertipps in der Spalte rechts). Und hier fand ich auch Hartmut Kluges so erfolgreiche Therapie empfohlen.

Meine nächste Erfahrung mit Petersilie als Blasenmittel machte ich erst wieder 2005: Berta und Willie von Doris Ehrenstein hatten sich zuhause in Alaska eine Blasenentzündung geholt; kein Wunder bei morgendlichen Temperaturen von bis zu -30 Grad Celsius, grrrr! Da gefriert der Pipistrahl ja fast in der Luft ;-) Nach der Antibiotika Behandlung war bei Berta alles vorbei, bei Willie aber noch nicht. Wie damals Alma Joy hielt er nachts nicht dicht. Eine erneute Untersuchung zeigte aber, daß keinerlei Entzündungsprozess mehr vorlag. Ich erzählte Doris von Alma Joy und der Petersilie :-)).

In den USA gibt es keine homöopathischen Mittel zu kaufen; also gab Doris ihrem Willie kurzerhand jeden Abend eine ziemliche Menge kleingehackte frische Petersilie aus dem Supermarkt ins Futter. Sie wirkte, wenn auch langsamer. Willie blieb zunächst ungefähr jede 2. Nacht sauber, und nach ein bis zwei Wochen war das Problem (als mein Päckchen mit Petrosinum D6 endlich bei Doris ankam) schon komplett erledigt!

Inzwischen habe ich mir ein weiteres Buch zum Thema gekauft: "Homöopathie für Hunde" von A.H.Westerhuis (siehe bei Büchertipps in der Spalte rechts). Auch hier wird Petersilie als das Mittel der Wahl in Fällen von Blasenschwäche oder Reizblase empfohlen.

Eine Lähmung der Blasenwandmuskulatur kann dieser Quelle nach also auch durch Harnzurückhaltung ausgelöst werden. Rüden halten oft Harn zurück, um immer genug Vorrat zum Markieren parat zu haben :-). Petersilie stärkt speziell die Muskulatur der Blasenwand. Das erklärt auch, warum gerade junge Rüden oft eine Blasentzündung zeigen: die Blasenmuskulatur ist noch relativ schwach entwickelt (wie alle Muskulatur) und beim geschlechtstypischen Einhalten von Restharn kann das eben zu den beschriebenen kleinen Schwächen :-) führen.

Wird ein Welpe nur schwer sauber (siehe letzten Blog-Beitrag), so sollte man es einfach auch mal mit (homöopathischer) Petersilie versuchen :-) !


Donnerstag, Mai 18, 2006

Probleme mit dem Sauberwerden ???

Ich lese immer wieder einmal, daß speziell Bulldogs viel mehr Zeit als andere Rassen bräuchten, um sauber zu werden. Mich ärgert diese Generalisierung des Phänomens.

Deshalb habe ich mich sehr gefreut, daß in dem neu erschienen Büchlein : "Bulldog, A Kennel Club Book" ausdrücklich drin steht, daß ein Bulldog leicht zur Sauberkeit zu erziehen sei, weil er sehr klug ist. Nebenbei, dies ist ein wirklich sehr zu empfehlender kleiner Bulldog-Führer aus den USA. Alle Kapitel, von Wesentests bis zur Welpenauswahl, vom Aktivbleiben bis zu Gesundheitsproblemen, alle Themen sind konsequent bulldogbezogen behandelt. Es wird auch ausführlich dargelegt, welche Eigenschaften ein Bulldog-Besitzer haben sollte, um mit dieser besonderen Rasse glücklich zu werden. Alles ist einfach und trotzdem solide dargestellt. Ein auch optisch gut gestaltetes Büchlein, das ich mir in Deutsch wünschen würde!

Zurück zum Thema :
Es ist bestimmt wahr, daß manche Bulldogs erstaunlich spät sauber werden. Dies kann an der Dickköpfigkeit oder an der Sensibilität eines einzelnen Bulldogs liegen. Es mag vielleicht in einer speziellen Zuchtlinie verankert sein, oder durch die Haltung, eine individuelle Blasenschwäche oder eine verschleppte Blasenentzündung verursacht sein. Im Einzelfall kann auch eine Lernschwäche durch Riesenköpfigkeit nicht ausgeschlossen werden. Aber die Ausrede : "Es liegt an der Rasse!" gilt nicht!!!

Als ich mit Doris Ehrenstein über dieses Thema telefonierte, da meinte sie sozusagen augenzwinkerd : "Scheint bei Bulldogs wirklich häufiger vorzukommen. Naja, die sind eben mehr Mensch als Hund. Kinder brauchen auch länger :-))!" Lachen ;-)))

Rekordverdächtig ist Doris Ehrensteins "Alaska-Willie I" (Bild) gewesen : er kam mit 8 Wochen zuverlässig stubenrein zu ihr!!!

Bei Rüden fällt das Pinkeln auch immer in die Kategorie "Markieren". Deshalb ist bei Rüden die Stubenreinheit etwas schwieriger zu erreichen - jedenfalls meistens.

Zum Beispiel brauchte der eigensinnige ;-) Dackel meiner Schwester ein halbes Jahr, bis er zuverlässig stubenrein war. Ich hielt sein "im Haus Pinkeln" für eine klare Demonstration seines Selbstbestimmungswillens :-) und seines Markierungswunsches. Bei den Bulldogs dürfte der Dickkopf ähnlich ausgeprägt sein.

Auch der Besuch von oder bei Hündinnen läßt Rüden häufig ihre gute Erziehung vergessen. Dann ist dies "im Haus Pinkeln" eine sexuelle Wunsch-Demonstration.

Alle meine 5 Bulldog-Hündinnen waren mit spätestens 16 Wochen stubenrein (Wilma sogar schon mit 12 Wochen), und sie waren aus ganz verschiedenen Zwingern : Ziska (v.d. Eisenschmelz), Sarah (Pickwick), Alma (Pickwick), Wilma (Floral Garden), Frieda (Goomba).

Und in unserem Bulldog-Freundeskreis gibt es meines Wissens nur 2 Rüden, die circa 6 Monate bis zu zuverlässiger Stubenreinheit brauchten. Aber, wie gesagt, Rüden sind in der Regel etwas schwerer sauber zu bekommen. ((Wie ist das bei Menschen-Jungs ? ;-))

Dies alles belegt aus meiner Sicht, daß ein verzögertes Sauberwerden NICHT die Rasse an sich betrifft, wie leider manchmal speziell Züchter behaupten. Es gibt gewiß bestimmte Zwinger und Zuchtlinien, auf die dieses Problem zutrifft, aber eben längs nicht auf alle!


Dienstag, Mai 16, 2006

"JT"; Willie und Berta sind sein Fan-Club :-)

"JT" ist Doris Ehrensteins "Handyman", das heißt er sorgt für Haus und Hof - und spielt mit Willie und Berta. Im Winter schaufelt er ihnen immer wieder Labyrinthe frei durch den Schnee im Hof, damit sie eine "Rennbahn" haben und nicht sofort bis über die Ohren im Schnee versacken. Willie und Berta LIEBEN ihn, himmeln ihn geradezu an, und umgekehrt !
Nach allem was ich weiß ist JT mit Gold nicht aufzuwiegen :-))

JT spricht mit den Bulldogs - ganz vernünftig redet er mit ihnen. Die folgende Episode wurde Doris von der Pferde-Ranch-Nachbarin ihres Choco-Laden :-) erzählt. Doris erzählte sie mir dann lachend am Telefon weiter. Diese Nachbarin bekam die Szene hinter ihrer Hecke zur Koppel zufällig mit :

"Berta, Doris hat gesagt wir gehen zum Fluß. Und wenn Doris das sagt, dann meint sie es auch so. Jetzt bist du ein gutes Mädchen und gehst weiter mit... Am Fluß kannst Du fein mit Steinen spielen... Da ist es wunderbar still um das 'Big Buisiness' zu machen.... Berta, du bist doch ein vernünfiges Mädchen, du weißt, daß wir Doris gehorchen müssen.... Und ein Dickkopf nützt dir auch nichts... wir gehen jetzt weiter ..."

Die Nachbarin wunderte sich über diese freundlichen Worte und sah über die Hecke herüber : JT hatte Berta auf den Arm genommen und trug sie zum Fluß !

Ein intimes Gespräch zwischen Willie und JT :

Im Winter hatte Willie (vermutlich vor Langweile : bei 2m hohem Schnee und -20 Grad läuft das Leben mehr häuslich ab :-) einen Sexrausch. JT ging mit dem hocherregten Willie raus in den Tiefschnee - wohl in der Hoffnung, daß die Kälte ihr Übriges täte.

Doris hörte durch die offene Hoftür JT´s tiefe und sanfte Stimme :

"Willie, sowas gehört sich nicht! Du kannst die Berta doch nicht einfach immer überfallen. Und so läuft man auch nicht rum! Stell Dir vor, ich würde so mit offener Hose im Dorf einer Frau nachrennen! Willie, das tut man einfach nicht. Du bist so ein kluger Bulldog, das kannst Du doch bestimmt begreifen... Willie, jetzt setzen wir uns beide mal in den Schnee. Das hilft oft... "

Doris verschluckte sich fast vor Lachen, als sie mir dies erzählte.
OK, mehr über einen angenehmeren und langanhaltenderen Umgang mit einem unerwünschten Sexrausch könnt Ihr im Beitrag 3. 2. 2006 lesen :-)

Die Fotos oben sind von Mitte April, jetzt ist Mitte Mai und es liegt nur noch wenig Schnee hier in Alaska, dafür aber viel Schneematsch - und morgens immer Glatteis ... Jedenfalls war das 1. Sonnenbad auf der Terrasse für Berta und Willie möglich :-) Die beiden sind ganz ausgelassen - und wieder ausgelastet ;-) bei diesem Frühlingswetter! Das nur hinter der Scheibe sitzen und Erdhörnchen beobachten ist endlich vorbei !!!


Sonntag, Mai 14, 2006

Ein Affen-Theater :-)))

Ich denke immer wieder einmal mit großer Liebe an meine erste Bulldoghündin Ziska. Zuletzt erzählte ich am 3. 2. 2006 von ihr. Heute eine meiner lustigsten Ziska-Erlebnisse : ihre einzige Begegnung mit einem Affen. Die verlief aber ganz anders ;-), als hier gezeigt!

Samstagvormittag, ein Bummel durch Bielefelds Innenstadt. Vor einem Delikatessenladen fällt mir ein, daß ich keine Milch mehr zuhause habe. Ich drücke meinem mich begleitendem Kollegen Ziskas Leine in die Hand und springe schnell in das Geschäft hinein. Als ich wieder herauskomme steht ein riesiger Pulk von Menschen vor der Tür, Ziska und mein Kollege in der Mitte.

Während ich im Geschäft war, kam ein Paar mit einem Affen an der Leine vorbei. Ziska knurrte sofort dies unbekannte Wesen mit steifer Bürste kräftig an. Der Affe erschrak fürchterlich, sprang seinem Herrn auf die Schulter, wollte sich in dessen Haaren festhalten - und hielt ein Toupet in den Händen!

Sein Herr schrie auf, warf seiner Frau den armen Affen mitsamt Toupet an die Brust, bedeckte fluchend seine Hauptesblöße mit den Händen und rannte weg. Übrig blieb die lachende Menge mit meiner verblüfften Ziska mittendrin. Die Frau des Entblößten hatte sich inzwischen still und heimlich mit dem Affen davon gemacht. Und Ziska freute sich über ihren Erfolg und alle die Aufmerksamkeiten, die sie erhielt! Sie tänzelte dann mit uns weiter die Straße entlang ...

Heute vor 34 Jahren wurde meine weiße und wunderschöne "Ziska v.d. Eisenschmelz" in Wien geboren.
Ich liebe "Ziska Line, Sonnenschein" heute noch wie damals. Liebe endet nicht :-)


Donnerstag, Mai 11, 2006

1 Jahr "Bulldog-Blog"

Am 11. 5. 2005 erschien das "BB" neu in der Cyberwelt.

Das "Bulldog-Blog" hat durchschnittlich 50 bis 60 Besucher täglich - in den Spitzen sind es doppelt so viele - bis zu 130 an manchen Tagen. Sie kommen aus aller Welt, vorzugsweise aber natürlich aus dem deutschsprachigen Raum. Doch gibt es auch Stammleser in den USA.

In diesem einen Jahr erschienen 129 Beiträge insgesamt (~ 2,5 pro Woche), davon 47 von 14 Gastbloggern; das heißt 82 von mir selbst. Diese 129 Beiträge verteilen sich (11. Mai 2005 - 11. Mai 2006) auf 10/11 Beiträge pro Monat. Die einzelnen Monate können vom Blog-Archiv aus (rechte Spalte) aufgerufen werden.
Ich möchte hier auch noch einmal auf die verschiedenen Inhaltsverzeichnisse hinweisen :
es gibt das chronologische - das nach wichtigen Themen sortierte - und eines speziell über die Gastblogger-Beiträge. Ihr erreicht sie vom Blog Index (rechte Spalte) aus.

Euch Gastbloggern - Andreas Riedel, Bernhard Lorenzen, Christoph Jung, Doris Ehrenstein, Gabi Mill-Rogel, Gertrud Warner, Jan Peters, Jutta Nolte, Karin Wettstein, Michael Brath, Peter Pongratz, Steffi Schmuck, Stuart Savory und (last not least ;-) Xenia Ramel -
vielen Dank! Ihr habt toll mitgeholfen, das "Bulldog-Blog" lebendig, abwechslungsreich und interessant werden zu lassen.

Mir selbst macht die Gestaltung des Bulldog-Blogs mehr und mehr Freude. Und aus der Informationstechnik habe ich dabei Einiges von Stu dazugelernt. Vielen Dank Stu :-)

Das "Bulldog-Blog" hat in diesem Jahr auch Möchtegern-Nachahmer gefunden, die ihre Blogs aber nicht wie ein Blog, sondern nur wie ein Forum nutzen. Nun, jeder so gut wie er kann ;-)

Extra scharfer Bulldog-Senf : unser Bulldog-Blog ;-)

Noch einmal die Erklärung, was ein "Blog" überhaupt ist. Sein Namens-Ursprung ist "Web Log". Ein "Log" ist ein Schiffstagebuch; ein "Web Log" ist also ein im Internet angelegtes Tagebuch. Indem findige Leute das Blank in "Web Log" einfach versetzten, schufen sie den Begriff "We blog"; das heißt "wir schreiben Internet-Tagebuch". Das "we" fiel irgendwann weg, und so blieb als internationaler Begriff für Web-Tagebücher das Wort "Blog".

Es gab viele positive Rückmeldungen und auch die unterschiedlichsten Fragen (Emails und Telefonate) von Lesern des "Bulldog-Blog". Hier nur ein Beispiel :
"Sehr geehrte Frau Savory-Deermann, seit geraumer Zeit interessiere ich mich für eine Englische Bulldogge und bin in diesem Zuge auch auf Ihren sehr informativen "Bulldog-Blog" aufmerksam geworden. Vorab ein großes Lob für Ihre engagierte und professionelle Arbeit in diesem Bereich! .... "

Unter all den Rückmeldungen gab es nur eine negative, und das war gleich eine persönliche Beleidigungs-Mail von einem ACEB-Mitglied. In Vorschul-Deutsch kam so in etwa die Botschaft über, ich hätte keine Ahnung von nichts ;-) Nun, das sagt mir, daß unsere Kritik hier ins Schwarze traf. Züchterich läßt diese Beleidigungs-Mail aber leider vermuten, daß zumindest bei einigen Mitgliedern im ACEB (dem z.Z. größten deutschen Bulldog-Zuchtverein) eine Erstarrung im "weiter so" mit den Extrembulldogs :-((( vorherrscht.
Glücklicherweise gibt es Züchter-Alternativen.

Das für mich größte und aufregendste Ereignis in diesen Jahr war unser Welpe "Frieda Fay" (Goombas Happy Miss Freda, AKC), den ich (9 Wochen alt) aus den USA abholte. Deshalb habe ich das Bild unten und ein weiteres passendes Foto für heute herausgesucht :

Heute ist Frieda eine wilde Elfmonatige. Sie hat den etwas längeren Hals und längeren Rücken, wie ich es erträumt habe : Kondition und Beweglichkeit bei herrlichstem Bulldog-Wesen :-))

Gemeinsam mit Euch Lesern und Gastbloggern wünsche ich mir weiterhin ein schönes, humorvolles und informatives "Bulldog-Tagebuch". Cornelia Savory-Deermann


Dienstag, Mai 9, 2006

Zuwachs bei Familie Wolf :-)

Die Entscheidung fiel beim Bulldogtreffen !

"Angus" taute beim Treffen mit all den anderen Bulldogs (siehe letzter Blog-Beitrag) zu großem Charme auf ! Sein Frauchen Corinna Wolf meinte : "Ich glaube, ihm fehlt ein Zweit-Bulldog!" Wir anderen stimmten zu, ja befürworteten diese Idee : Angus braucht zum Rundum-Glücklichsein die Gesellschaft seiner Art.

Das Treffen ist gerade eine Woche her, und schon haben Corinna und Andreas Wolf ihren Zweit-Bulldog!

Wie der Zufall so spielt : aus einem Zufallswurf bei Wetzlar konnten die beiden eine gute, 10 Wochen alte Hündin abholen! Die Geschichte dieses Wurfes ist nicht ohne Komik. Freunde mit einem Rüden von Birgit Braum besuchten in ihrer Nachbarschaft eine russische Aussiedler-Familie. Die hatten aus Sibirien eine Bulldog-Hündin mitgebracht. Diese Hündin und der besagte Nachbars-Bulldogrüde vergnügten sich im Winter unbeaufsichtigt im Garten; und das mit Erfolg! Daß sie trächtig war, merkten die Hündinnenbesitzer erst kurz vorm Werfen :-))

Von den 7 Welpen ist nur eine Kleine nicht in Ordnung, sie hat eine sehr schlechte Atmung und sie ist auch nicht verkauft! Die Papiere der Mutterhündin liegen hier nicht vor; diese selbst ist zwar (im Phänotyp) völlig ok, aber in Welpen erscheinen die Ahnen (Genotyp) wieder! (Siehe Blog-Beitrag "Kleiner Ausflug in die Kunst des Züchtens", vom 6. April 2006)

"Mo", wie die kleine "Wolf" heißt, ist sehr gesund und quicklebendig. Sie hat einen "guten Erbteil" erwischt : den normalgroßen, noch etwas gestreckten Welpenkopf mit deutlich Nase :-)) Und dieser Kopf ist auch schon ein typischer Bulldog-Dickkopf :-))

Corinna Wolf mailte :

Hi ihr Lieben! Als erstes danke für das wunderschöne Wochenende in Bad Wünnenberg. Es hat uns wirklich gut gefallen.

Soooo und jetzt das Neueste : Angus hat eine kleine Schwester bekommen. Die kleine heißt Mo (Mortischa) und ist eine 10 Wochen alte Bulldog Prinzessin. Angus hat sich wie verrückt gefreut, als wir die Kleine zu ihm ins Auto packten (natürlich war er beim Kauf dabei). Er hat sich sofort um die Kleine gekümmert. Mo wurde während der ganzen Autofahrt abgeschleckt und umsorgt von Angus. Zur Belohnung besetzte Mo Angus´ Lieblings-Sessel, klaute ihm den Kauknochen und übernahm nach 24 Stunden die Herrschaft. Tja, und was tat Angus? Er läßt sie gewähren. Die Kleine hat bei ihm die absolute Narrenfreiheit. Manchmal glauben wir sogar, dass er die Kleine den ganzen Tag verliebt angrinst. Seit Mo bei uns ist schläft Angus jeden Abend mit einem Lächeln im Gesicht ein und wir auch!

Bis bald Andreas, Corinna, Angus und Mo


Welpenauslieferung - per Post - der lustigsten Art :-)

Zum Abschluß heute ein Link (von Doris und Klaus aus den USA) zu einer Art und Weise, wie man Bulldog-Puppies AUCH anliefern kann ;-))); SUPER HERZIG!


Sonntag, Mai 7, 2006

Treffen der Freunde des Englischen Bulldogs

am Wochende zum 1. Mai in Bad Wünnenberg im Sauerland, und

Frieda meint : "Party machen, Party machen... ;-))"

Gabi und ich dekorierten noch die Halle, da ging die Party mit Rumbalgen für Frieda, Big Jim und Tyson schon los! Frieda war nach einer weiteren Stunde umgeben von vielen Rüden - und sie versuchte sie allesamt zu becirzen :-) Und kein Rüde grollte !

Über die von bestem Essen und lockerer Laune begleitete Mitgliederversammlung wird in der Vereinszeitung "EBI" (English Bulldog Info) berichtet werden.

Hier nur das wichtigste Ergebnis der Versammlung : warnen und noch mal warnen vor Hundehändlern und so herzlosen wie verlogenen Züchtern, die sich meist "Hobbyzüchter" nennen und doch nur das Geld im Sinn haben. (Die Geschichte von Steffi - letzter Blog-Beitrag - ist so tragisch wie typisch!)

Auch von hier noch einmal ein Dank an Chris Jung, der Stu und mir - als Gründungsmitgliedern - für 25 Jahre Arbeit im VdFEB, im Namen des VdFEB, Wein und ein sehr schönes Holzbild von uns überreichte. Die Überraschung ist Euch, liebe Freunde, gelungen! DANKE :-)) Chris sprach auch Doris Ehrenstein und meinem Vater Dr. Bernhard Deermann seinen Dank dafür aus, diesen Verein vor 26 Jahren gegründet zu haben.
Sonst noch: der einzige "böse Hund" des Treffens war in diesem Jahr nur eine Maske :-))).

Nachmittags besuchten 2 Bulldogs unseren Medizinischen Beirat Peter Söhl in seiner Klinik in Lichtenau; sie wurden dort allerbestens behandelt und versorgt. Peter war beim Abendessen unser Gast. Er erklärte danach die großartigen therapeutischen Möglichkeiten, die der "Chirurgische Laser" zur Regeneration sogar tumoriger Zellen bietet. Leider haben hier in Deutschland noch nicht viele Tierärzte dieses Gerät, wohl auch darum, weil es sehr teuer ist.

Zurück zum Nachmittag: der Himmel gab ein Sonnenfenster frei! Auf in die Natur !

Die 3 wilden "Jugendlichen" (oben) waren nicht zu halten in ihrem Temperament !


Das abendliche Festessen im Bad Wünnenberger Hotel Jagdhaus hielt wieder alle Versprechungen. Das sagten auch unsere "Neuen", wie z. B. Sandra König :-) !

Und die Stars des Abends könnt Ihr auf diesem Bild unten bewundern! Gabi und Günter hatten den Riesenbulldog mitgebracht, und Wolfgang wuchtete ihn hoch ;-)

Frieda wollte den Abend überhaupt nicht enden lassen. Sie tollte besonders mit "Frenchie Tyson" herum, der mit ihrem jugendlichen Temperament begeistert mithielt. Als wir Mitternacht dann doch gingen, büchste sie uns aus und rannte zurück zur Hoteltür. Sie baute sich dort wie eine "Große" auf und bockte ganz gewaltig, weil sie noch nicht ins Bett wollte :-)) Wir lachten und meinten:
"Wir haben einen Party-Hund!"

Als wir am nächsten Morgen zum Frühstück wieder zum "Jagdhaus" fuhren, machte sie vor Glück eine Faßrolle auf dem Boden :-).

Dann ab bei vollem Sonnenschein in den Abenteuerwald - in dem nicht nur unsere Bulldogs viel Spaß hatten ;-)


Noch eine ganz besondere Freude machte mir Corinna Wolf. Sie hatte die Ruhe der Mitglieder-Versammlung genutzt um ein zu Hause begonnenes Bild von Frieda fertig zu zeichnen. Abends beim Feiern schenkte sie mir das Blatt. Corinna, noch einmal VIELEN Dank dafür :-) !


Donnerstag, Mai 4, 2006

Heute warnt Gastbloggerin Steffi Schmuck

Vorsicht beim Welpenkauf

Hallo Cornelia, mit meinem Bericht möchte ich unerfahrene Hundeliebhaber vor einem überstürztem Welpenkauf warnen.

Nachdem meine Zwillinge Tim und Luca ihren 4. Geburtstag feierten, beschloss ich, dass es nun an der Zeit war, mir meinen sehnlichsten Wunsch zu erfüllen. Endlich einen eigenen Hund, und ein Englischer Bulldog sollte es sein.

Zusammen mit meinem Mann surften wir im Internet, und stießen so, wie es uns damals erschien, auf eine seriöse Züchterin. Nach telefonischer Anfrage waren auch zur Zeit Welpen im Alter von 14 Wochen zum Verkauf. Gesagt, getan......, also setzten wir uns ins Auto und fuhren ca. 80 km Richtung Koblenz.

... die Mutterhündin war nicht da ...
Ben wurde uns im Wohnzimmer der Dame präsentiert, und wir verliebten uns auf der ersten Blick in ihn. Die Zwingeranlage wurde uns nicht gezeigt, auch nicht die Mutterhündin.

... der Impfpaß war nicht aufzufinden ...
Als wir Ben 2 Tage später abholten, war der Impfpass nicht auffindbar und sollte nachge-schickt werden. 3 Wochen vergingen, ein Impfpass kam auch nach mehreren Telefonaten nicht bei. Da ich mit Ben in die Welpenspielstunde wollte, ließ ich ihn von unserem jetzigen Tierart impfen.

Ben benötigte bereits jetzt zwei künstliche Hüften.
Wir hatten Ben im November 2004 geholt. Im Januar 2005 fiel mir auf, dass Ben nie vor mir, sonder nur hinter mir hertrottete. Meine Tierärztin wusste auch keinen Rat und überwieß uns zu Dr. Hoehner nach Kreuznach. Ben war da gerade 6 Monate alt. Der Röntgen-Befund war niederschmetternd, Ben benötigte bereits jetzt zwei künstliche Hüften oder eine Femurkopfresektion. Dr. Hoehner meinte damals, wenn wir uns viel Leid ersparen wollten, sollten wir Ben zurück geben, was für mich jedoch auch in den weiteren schwierigen Monaten nie in Frage kam.

Mein Telefonat mit der Züchterin endete damit, dass ich schwere Schuldzuweisungen bekam, ich hätte Ben falsch gefüttert. Der Schweregrad der HD war jedoch eindeutig vererbt, und in den Papieren von Ben stand, dass die Eltern HD frei waren.

Unser mittlerweile eingeschalteter Rechtsanwalt empfahl uns Ben nochmals in der Giesener Tierklinik vorzustellen, da Ben mittlerweile auch vorne hinkte. Bei der Untersuchung in Giesen knirschten bereits die Hüftgelenke. Die Untersuchung ergab, daß wir zuerst die Knie und Schultern operieren müßten, bevor die Hüftgelenke gemacht werden könnten. Vom Rechtsanwalt der Angeklagten wurde uns der Vorschlag gemacht uns einen neuen Welpen zu holen, der Vorschlag wurde von unserer Seite natürlich abgelehnt.

Ben lag nur noch am Boden und jammerte,...
Mit Ben war mittlerweile nicht mehr gut "Kirschen essen", er wurde zusehendes agressiver und ich kam mit der Dosierung der Schmerzmittel nicht mehr nach. Also schnappte ich mir den Hund und ging zum Dominanztraining. Am Schluß lag Ben nur noch am Boden und jammerte, für eine Wegstrecke von nur 250 Metern benötigten wir gut und gerne 20 Minuten. Mein Sohn Tim sagte dann immer: "Mamma, ich glaube Ben hat Heimweh, er vermißt bestimmt seine Mamma".

Am Tag, als Ben eingeschläfert wurde, sagte ich zu meinen Jungs, daß ich Ben zu seiner Mamma bringe, weil Mammis so gut trösten können, wenn man krank ist. Tim und Luca drückten Ben nochmal ganz fest und sagten zu Ben er solle uns nicht vergessen.
Ben starb am 01.07.2005 im Alter von nur 11 Monaten.

Nach weiteren Recherchen im Internet fanden wir immer mehr Geschädigte. Komischerweise hatten unsere Hunde alle die selbe Mutter, obwohl wohl keine Hündin zwei Würfe im Abstand von nur 7 Wochen werfen kann.

Eine Sammelklage einreichen war leider nicht möglich, da viele der geschädigten Hundehalter keinen privaten Recht-schutz hatten. Jedoch machten einige eine Zeugenaussage beim Polizeipräsidium am jeweiligen Wohnort. Sobald der Prozess beendet ist, schalte ich den Tierschutz ein. Weiterhin sind viele Welpen- Besitzer der Meinung, dass die Welpen billig aus Polen importiert sind.
Dr. Hoehner empfahl uns damals Frau Birgit Braum als verantwortungsvolle Züchterin, und so kam Tigger zu uns. Er ist ein Bruder von Angus und Mini, die sich im März-Blog vorstellten.

Heute wissen wir, dass wir unter den gegebenen Umständen nie hätten Ben kaufen sollen, aber so was weiß man erst, wenn man mal bei einem Züchter wie Frau Braum war und sieht, wie es eigentlich sein soll.
Frau Braum stand uns auch in der schweren Zeit mit Ben bei, obwohl sie es nicht hätte tun müssen. Dafür und für die stets liebevolle Betreuung bei kleinen Problemchen sind wir ihr sehr dankbar. (Einen ganz dicken Kuß hiermit an Frau Braum.)

Übrigens viele liebe Grüße auch an Frieda, ich finde sie sieht ganz herzig aus.
Viele liebe Grüße Steffi


Mittwoch, Mai 3, 2006

Heute zeigt uns Gastblogger Andreas Riedel :

Eine Foto-Sequenz von Big Jim

Im Augenblick komme ich nicht zum Schreiben. Als Trost :-) deshalb eine Bildserie von Big Jim im morgendlichen Wald.

Viele Grüße an Euch alle - bis bald - Andreas

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, geboren 1945 in Wuppertal, hat seit 34 Jahren Englische Bulldoggen. Jetzt sollen die Bulldoggen hier ihr eigenes deutsches Weblog bekommen. Eure Bulldog -Anekdoten, -Fotos und -Tipps für's Blog sind willkommen.




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