Cornelias 'Bulldog Blog' ...

Freitag, März 31, 2006

Heute erzählt Gastblogger Peter Pongratz

Wie wird man ein Bulldogmensch -

oder besser gesagt, wenn "Mann" sich einen unbewussten Kindheitstraum erfüllt :
(in fünf Akten)

Akt 1:

Der kleine Peter war ca. 8 Jahre alt und befand sich mit seinen Eltern im Sommerurlaub in den österreichischen Alpen. Wie jedes Jahr im selben Hotel mit demselben Tagesablauf, der immer mit einem Frühstück auf der wunderschönen Sonnenterrasse begann. Jeden Tag ging Peter voraus (die Morgentoilette von Eltern ist ja immer eine lange Prozedur) um den bereits fertig gedeckten Frühstückstisch zu okkupieren.

Doch an diesem Tag war etwas anders! Neue Hotelgäste waren am Vorabend angekommen und eben diese kamen nun zum Frühstück. Der erste Eindruck - bau!! Was streift mich jetzt? Zwei Bulldog´s kamen mir entgegen (leider kann ich nicht mehr sagen ob es englische oder französische waren?) Mein erster Gedanke war - vierbeinige Lokomotiven. Leider verweilten die Gäste nur für einen Tag, da ich sie am nächsten Tag nicht mehr sah bzw. hörte ;-).

Akt 2:

Als Kind und leidenschaftlicher Cartoonfan fesselten mich immer die gezeichneten Bullies. Besonders bei Tom und Jerry oder Tweety und Silvester faszinierten mich immer die beiden Bulldogs mit ihrer Kraft und ihrem Sinn für Gerechtigkeit. Da stand für mich eigentlich immer fest - ein Bulldog muß es sein!

Akt 3:

Die Jahre vergingen - Pubertät und Flegeljahre wurden gemeistert ein Mädchen gefunden - "die große Liebe" - und schon war Peter erwachsen und verheiratet.

Der Wunsch nach einem Haus für die zukünftige Familie reifte und tief in mir erwachte wieder der Traum von einem Hund (zu einem Haus gehört ein Hund) und wie jetzt natürlich alle ahnen nicht irgendein Hund sondern ein Bulldog. Doch der Hausbau erwies sich als ziemlich zeitintensiv - wie naiv man eigentlich ist - daher wurde fairer Weise der Wunsch nach dem Hausgenossen verschoben.

Akt 4:

Das Haus war fertig und siehe da im eigenen Haus kuschelt man bequemer, so kam unser Söhnchen Bernhard. Resultat - wieder weniger Zeit daher wieder ein Aufschub. 2 Jahre vergingen und ein verregnetes Wochenende im Sommer 2005 veranlasste uns zu einem Besuch der Haustiermesse in unserer Bezirkshauptstadt Wiener Neustadt in Niederösterreich. Da stand er, ein junger gestromter Bulldog mit ca. 9 -10 Monaten. Der Tag verging und der Keim ging auf, jetzt ist es soweit ein Bulldog soll Einzug halten.

In Zeiten wie diesen beginnt man zu googeln und durch Zufall fand ich den Link eines slowakischen Züchters. Die ersten Mailkontakte waren recht ansprechend und daher entschloss ich mich zu einer Fahrt in die Slowakei um mir ein Bild vor Ort zu machen. Nach ca. 3 Stunden Fahrt und einem unvorstellbar günstigen Mittagessen war ich angekommen, ich betrat die Züchterei und wer saß da völlig unbekümmert in der Gegend herum - unser Hector!

Nach einem eingehenden Gespräch mit kleinen englischen Sprachhürden war es soweit, kurz entschlossen nahm ich Hector mit. Zu Hause angekommen ging Hector gleich in den Garten und um die Ecke begegnete er dem Rest der Familie - die Freude aller war sehr groß und Bernhard hatte von nun an einen zweiten Schatten.

Akt 5:

Hector ist im Jänner dieses Jahres 1 Jahr alt geworden und hat sich nach anfänglichen Missverständnissen (Teppiche sind keine Zeitungen, der Platz unterm Drachenbaum im Wohnzimmer ist nicht der Garten) perfekt eingelebt und wärmt mir, während ich beim Schreibtisch sitze und diesen Beitrag schreibe, wie immer perfekt die Füße ;-).

Mal sehen, was die ZUKUNFT bringt, neuer Nachwuchs ist unterwegs - diesmal wieder mit zwei Beinen ;-)



Dienstag, März 28, 2006

"Bullmina", ein bewegendes Jugend-Buch

Die dramatische Geschichte der mutigen Bulldoghündin Bullmina spielt in England zur Endzeit der Hundekämpfe. Es ist aber auch die Geschichte über Verantwortung und Liebe.
Das Buch gibt es nur in Englisch. Ich lasse die "Synopsis", die Zusammenfassung des Verlages, deshalb auch in Englisch stehen. Das Buch kann über Amazon Deutschland bestellt werden. Es wäre ein schönes Geschenk für etwas fortgeschrittenen Englisch-Schüler.

Lita Eitner-England's first children's novel about Bulldogs takes place in England during the 1830's. Taken away from an ideal life on the Duke of Chathamworthshire's estate, Bullmina is forced to breed champions for the greedy Fortie Billingsley. When Fortie's head trainer, Andrew Cameron is ordered to kill the Bulldog, he makes a heart-wrenching decision and sets her free.

Abandoned in London, Bullmina learns to live by her instincts. Bloody and near death, she is rescued by eleven-year old Lisette St. Germaine. Lisette falls in love with Bullmina only to have her heart broken when Bullmina is stolen by greedy thieves and forced to fight in the dogfight pits. Bullmina's triumph becomes the triumph of dogs everywhere because they will never be forced to fight in the dogfight pits again.

With rich, complex characters, Eitner-England paints a realistic picture of the miserable conditions dogs had to endure. The book is also about the decisions people make and the consequences of those decisions. Realizing that owning a dog can be expensive and time-consuming, Eitner-England has included a section at the end of the book with thoughtful questions about ownership and rescue should any of her readers decide to rescue a dog themselves.

Dies Buch schließt mit einem von Herzen kommenden Appell, keinen Hund von Hunde-Händlern oder Hinterhofzüchtern zu kaufen. Die Händler werden von "puppy mills", von Wurf-Fabriken beliefert, in denen die Hunde es so furchtbar oder sogar noch schlimmer haben, als was Bullmina bei den "Neemy Brothers" ertragen mußte.

Ja, das ganze Buch ist ein Plädoyer dafür, den Hunden mit Respekt und Verantwortung zu begegnen. Lita Eitner-England fordert im Sinne dieser so liebenswerten Geschöpfe, nicht aus eigenem Geiz oder aus Naivität heraus - als Käufer eines "Billig-Welpen" - die Raffgier eines Hundehändlers zu befriedigen und ihn damit zum Weitermachen zu ermutigen. Der Welpe ist nur deshalb billig, weil er und seine Mutter rücksichtslos als Geldmaschinen mißbraucht werden. Denn nur so ist noch ein Gewinn mit "Billig-Welpen" zu machen ...

Lita Eitner-England schließt ihr Buch mit zwei Beispielen grausam ausgebeuteter Bulldogs ab, die heute ein liebevolles Zuhause gefunden haben. Im Anhang sind Adressen von Bulldog-Rescue-Organisationen (USA) angegeben, an die auch ein Teil des Erlöses für dieses Buch fließt. Dann folgt noch als Abschluß eine kluge Liste von Fragen, die man beim Kauf eines Welpen an den Züchter stellen soll. Werden diese Fragen nicht umfassend beantwortet, so rät sie unbedingt vom Kauf Abstand zu nehmen, weil dann offensichtlich nur Geld, und nicht Tierliebe, den Verkauf diktiert.

Für die Mitglieder des "Verein der Freunde Englischer Bulldogs e.V. " wird Gabi Mill-Rogel, Schriftleiterin der Vereinszeitung "EBI" (English Bulldog Info), im nächsten "EBI" die Geschichte Bullminas, zusammengefaßt, in Deutsch erzählen.

Aktuell

Am Wochenende bekam Stu die Mail eines Mannes, der von einem polnischen "Züchter" von vorne bis hinten betrogen worden war.
Chris Jung hat unsere Korrespondenz mit diesem so übel betrogenen Mann anonymisiert in der Home Page des Vereins der Freunde des Englischen Bulldogs e.V. unter der Rubrik -
"Bulldog Tipps > Welpenkauf" - zusammengestellt. Den Namen des Mannes geben wir nicht bekannt, um ihn nicht auch noch eventuell gewaltätigen Racheakten dieser Betrüger auszusetzten. Denn diese kennen in aller Regel keinerlei Skrupel, ihr "Geschäft" zu schützen.
Solche und sogar noch schlimmere Betrügereien sind in der Händler-/Züchterszene leider nicht selten :-(( Ähnliche Mails erhalten wir immer wieder.

Ich nahm diesen Betrugsfall, der mich wegen seiner Dreistigkeit besonders wütend machte, am Wochenende zum Anlaß einmal grundsätzlich ein paar Tips aufzuschreiben, wie man sich als Betrogener wehren kann, oder noch besser, wie man vermeiden kann, überhaupt erst betrogen zu werden. Diese Betrugswarnung ist hier zu lesen, und sie bleibt auch in der grauen Spalte rechts, unter "Züchter", auf Dauer verlinkt.



Sonntag, März 26, 2006

"Mir fehlt die Stunde ... :-( grr ..."

Sommerzeit

Frieda war heute morgen grantig. Sie starrte dösig und unbeweglich aus dem Schlafzimmer-Fenster raus in die Noch-Dämmerung und zankte mit uns sofort los, als sie zum Pipimachen nur erst mal die Treppe nach unten in Angriff nehmen sollte. Wir wunderten uns über ihre ungewöhliche Übellaunigkeit. Weder wir noch der Tag wurden wie sonst fröhlich begrüßt! Dann fiel der Groschen: "ihr fehlt die Stunde heute!" Statt wie gewohnt 7.00 Uhr Aufstehzeit war es ihrer Meinung nach erst 6.00 Uhr : und das war grundlos gegen die Gewohnheit!!!


Freitag, März 24, 2006

Wozu noch Telefonbücher? :-)

Vorletzte Woche bekam ich diese Mail aus Duisburg:

"Hallo Doggy-Fans, wir haben eine neue @Adresse und hoffen, dass jetzt ENDLICH mal alles klappt!!!!!!! Leider haben wie noch kein Photo von unserem Angus bei euch gefunden .... (schaaaaaade). Liegt wohl an den Problemen, die uns die bits und bytes gemacht haben....

Hätte mich ja gerne mal persönlich gemeldet, aber Angus war der Meinung, dass ein Buch, in dem Nummern stehen, ja toootaaalll unnütz ist und hat es eben mal vernichtet!!!!
Viele liebe Grüsse von Familie Wolf : Andreas, Corinna und Angus !!!"

Also, liebe Wolf-Familie, das mit den Fotos holen wir jetzt ganz schnell mal nach ;-). Cornelia

Angus wurde als Welpe liebevoll "Spargel" genannt, da er von sieben Brüdern (keine einzige Schwester) der Schmalste war. Er hat sich zu einem gesunden und sportlichen Bulldog entwickelt. Jetzt heißt er "Angus", da er stark wie solch ein schottisches Rind geworden ist :-)) Er ist verschmust, aber bei Fremden zurückhaltend.


Liebe Corinna und Andreas, weiter VIEL Freude mit ihm! Kommt er zum VdFEB-Treffen?


Montag, März 21, 2006

Heute unterhält uns Gastblogger Bernhard Lorenzen

Ein kleiner Bulldog zu Besuch

Spiky ist ein 4 Monate alter, kleiner Royal-Bavarian-Bulldogrüde, der einer Freundin gehört und in der Nähe wohnt. Im Park haben Paulchen und er schon öfter miteinander gespielt. Letzten Samstag sollte ich ihn für die Dauer eines Familienfestes übernehmen.

Donnerstag und Freitag abends übten wir bei Besuch und Gegenbesuch, ob sich die zwei in ihrer gewohnten Umgebung denn vertrügen.

Am Samstag kam er dann zu uns und die zwei fingen gleich an, sich zu kabbeln. Spiky hat keine Zähne im Maul aber eine grosse Klappe! Der Bursche ist sowas von selbstbewusst, davon kann sich mein Racker noch eine Scheibe abschneiden. Die beiden spielten, bis sie nicht mehr konnten und zusammen wurde ein Topf Wasser nach dem anderen gelehrt. Und wie mit Paulchen in der Welpenzeit, haben wir doch ein Missverständnis klären müssen: darf man auf einen Teppich pinkeln, wenn man nur Kachelboden gewohnt ist?

Nachmittags nach dem Füttern, musste ich sie in getrennten Zimmern zur Ruhe bringen. Dabei fiel mir wieder auf, wie verfressen so ein Bulldog-Welpe ist: einem Staubsauger gleich hat der seine kleinen Körner des Futters in nullkommanix in sich reingeschnauft. Paulchen war vor Jahresfrist noch genauso. Jetz lässt sich mein kleiner englischer Lord lieber alles erklären, was er denn da zu sich nehmen soll. Und danach ging es wieder ab.
Es war ein total schöner Tag mit zwei Bullys, die sich prächtig verstanden.

Abends, als Annette nach Hause kam, war Paulchen dann doch etwas überrascht, dass der Besuch überhaupt nicht mehr gehen Und da zeigte er etwas, was ich bis dato nicht kannte: Eifersucht! Paulchen setzte sich plötz-lich überall hin, wo Spiky hin wollte und drängte ihn auf eine Matte ab.

Der erlösende Anruf kam abends, und nach einem Gruppenfoto holten seine Eltern unseren neuen kleinen Kumpel wieder ab. Paulchen zeigte sich dann doch sehr beruhigt und nach etlichen Leckereien konnten sich die beiden besten Kumpels der Welt es wieder in unserer Wohnung gemütlich machen.

So ein Welpe ist etwas total Schönes; aber was bin ich froh, dass mein Paulchen schon ein "richtiger Bulldog" ist!

Mehr über Paulchen: Boerney and Bulldog **** Best Regards Börney ****


Samstag, März 18, 2006

Noch mehr Schnee, Schnee, Schnee ....

Floral Garden als Snowy Garden :-)

Frieda und Mini - eine Blässe rechts, eine Blässe links :-)

Schneebälle sind beiß- und trinkbar !!!

Unsere Bulldogs lieben Schnee; es ist die Zeit
des totalen Austobens; denn so wirklich
eisekalt, wie bei Berta und Willie in Alaska,
ist es hier nie ;-)

Und hier seht ihr eine mitteleuropäische Schlittenfahrt in den österreichischen Bergen: Hector mit kleinem und großem Herrchen :-). Mehr über Hector folgt bald.

Noch ein schönes Bild von Frieda im verschneiten Altenautal, ganz nahe unserem Zuhause.

Dieser kalte Tiefschnee-Winter bringt unsere Hunde sogar in die Zeitungen. Meine Schwester fand dies in der Siegburger Tageszeitung und schickte es mir. Danke, Gunda :-))

Die US-Firma "in the company of dogs" hat ein schönes Bulldog-Modell, "Desi". Die winterliche Fleece-Ausstattung für Mensch und Bulldog, die sie hier vorführt, gefällt mir gut!


Mittwoch, März 15, 2006

Heute erzählt Gastbloggerin Yacuma (Xenia Ramel ;-)

Meine neue Gefährtin

Sooo, nun werde ich Euch wie versprochen von meiner neuen Gefährtin (Achtung, das wird von Gefahr abgeleitet *ggg*) Dixie berichten:

Ca 1 ½ Jahre nach dem Tode seines geliebten Sam, war unser Rudelführer soweit, dass er selber wieder einen "eigenen" Hund haben wollte. Da er ein grosser Schottland-Fan ist, wollte er erst einen "Scotty" (Scottish Terrier) haben, da die nicht so gross sind, er "so einen" problemlos überallhin mitnehmen könnte. Allerdings hat er mich dann mit meinem EB-Freund Spike spielen sehen, und das hat ihn überzeugt, dass eine Bulldogge besser zu mir passen würde.

Aber in der Schweiz gab es zu der Zeit keinen Wurf, also warteten wir ab. Dann kam uns der Zufall zu Hilfe. Die Bulldogge einer Internet-Bekannten aus Berlin kriegte im August ihr erstes Junges. Ein schneeweisses Einzelkind mit dem Namen "Angel"! Na wenn das nicht Schicksal war!

Nach zahllosen Emails und einigen Wochen Geduld, flogen Frauchen und ihr Herrchen dann Ende Okt. 2005 nach Berlin, um die Kleine abzuholen. Nachdem ich also (so fand ich) ziemlich lange alleine ausgeharrt hatte, kam endlich Frauchen heim und ging schnell mit mir ins Freie. Dort war auch unser Rudelführer mit diesem kleinen, weissen Etwas. Ich freute mich und beschnüffelte die Kleine schwanzwedelnd. Verstand dann aber nicht ganz, weshalb DAS mit ins Haus kam!

Naja, ich begriff schnell, dass die Kleine nun wohl zur Familie gehörte und nach einigen Tagen Maulens lagen wir dann doch im selben Korb. Sie ist ein dominantes, kleines Luder und denkt immer SIE habe das Sagen. Aber sie ist auch sehr lieb, und wenn es nicht gerade um ein Leckerchen, einen Knochen oder ein Spielzeug geht, verstehen wir uns gut.

Sie wächst schnell, und genau so schnell hat sie gelernt den Rudelführer um die Pfote zu wickeln. Aber er setzt ihr auch immer wieder Grenzen, die sie wiederum immer wieder überschreitet: "Versuchen kann man's ja, oder?"

Ich werde Euch wieder berichten, wenn die Kleine etwas grösser ist. Mal sehen wie's weitergeht.

Also bis bald!
Eure Yacuma



Sonntag, März 12, 2006

Heute erzählt Gastblogger Jan Peters

Wie eine Liebe entsteht

Ich habe schon darüber geschrieben (Beitrag 17. 2. 2006) wie wir zu Oskar gekommen sind und habe auch beschrieben, wie unser Oskar so ist. Ich finde es gut, dass man hier nicht immer nur über die Halter spricht, denn schließlich geht es ja um unsere Hunde.

Unsere Hunde sind unser ganzer Stolz und die Gewissheit, dass immer jemand da ist, der uns ständig begleitet. Wir sind sehr froh, dass Oskar der jenige ist, der uns begleitet.

Sophie und ich wohnten zur Zeit, als wir Oskar holten noch in Lübeck. Sophie begann eine Lehre zur Steuer-fachangestellten und ich lernte in der Niederlassung Lübeck bei der Deutschen Post.

Lübeck war für uns und vor allem für Oskar eine traumhafte Stadt. Jeder, der bereits in Lübeck war, ist bestimmt auch angetan gewesen. Wir wohnten auf Lübeck/Marli (St. Gertrud), ein sehr grüner Stadtteil im Nordosten der Stadt. Oskar fühlte sich sehr wohl in der Umgebung, denn unweit von uns war ein Naturschutz-gebiet, in das wir oft zum Spazierengehen fuhren.

Oskar war erst 9 Wochen alt, als wir ihn abholten und mit zu uns nahmen. Alles war ganz neu für ihn. Er war erstaunt darüber, was es doch so alles zu entdecken gab.

Wir hatten 2 Kaninchen, die Oskar natürlich super aufregend fand. Er stand davor und schaute, bis sich eines der Kaninchen hektisch bewegte, er sich erschrak und schnell weglief. Auch der Staubsauger war nie sein Freund. Todesmutig und ohne jede Angst nahm er jedes Mal aufs Neue den Kampf mit dem lauten und beängstigen Gerät auf.

Wie sich das für einen anständigen Bulldog Welpen gehört, schlief Oskar natürlich im Bett und lag jeden Abend zwischen Sophie und mir auf der Couch. Er ließ es nie zu, dass ich mal dichter an seine Sophie rückte. Nachdem morgens im Bett die Zeitung gelesen war und Oskar seinen Spaziergang beendet hatte, wurde erstmal gut gefrühstückt. Dazu gehört nach Oskar´s Ansicht ein Ei am Wochen-ende und jeden Morgen in der Woche ein belegtes Brot bzw. Brötchen.

Am Wochenende gingen wir aber nicht nur zu seinem Lieblingspark, in dem er sich immer mit anderen Hunden traf, sondern raus in die freie Natur. Er liebte es ohne Leine immer mit uns zusammen von Woche zu Woche weitere Strecken zurückzulegen.

Zum Sommer mieteten wir uns eine Garten gleich bei uns in der Nähe. Er liebte diesen Fleck Erde. Während wir schufteten und mit Graben, Sähen, Pflanzen und Hacken beschäftigt waren, lag er in der Sonne und beobachtete unser Treiben.

Am schönsten fand er die Sommerabende an denen wir grillten, denn nichts schmeckt Oskar so gut, wie eine leckere Bratwurst oder ein saftiges Steak.

Er wurde nach und nach von einem tollpatschigen kleinen Welpen zu einem dynamischen Junghund.

Viel Kraft und Lust am Spielen bekam er auch durch die Welpen-/Junghundgruppe, zu der wir 1 x wöchentlich fuhren. Zwischen Mischlingen, Rottweilern, Labradoren und allen anderen Rassen tapste der kleine Oskar langsam hinterher. Es war so witzig. Bis auf wenige Ausnahmen waren alle Welpen bereits doppelt so hoch und ungefähr 4 x so schnell wie Oskar, doch es machte ihm riesigen Spaß.

Er lernte auf spielerische Art und Weise mit uns zusammen Hindernisse zu überwinden, Ängste zu verlieren und uns vor allem zu vertrauen. Oskar zwar nicht der Schnellste in der Gruppe, aber jedoch mit Abstand der Schlauste.

Er bekam schnell heraus, dass alle Halter kleine Belohnungen für die Welpen in den Taschen hatten. So ging er von Mann zu Mann und Frau zu Frau, um sich von jedem eine Belohnung abzuholen. Er stellte sich zwischen die warmen Füße der Leute um sich aufzuwärmen und bekam für seine süße Art zusätzlich eine Belohnung.

Diese Tage in der Woche haben uns immer enger zusammen geschweißt. Ich fand die Welpenzeit mit Oskar wunderschön. Auch wenn es die einen oder anderen Probleme gab, (Haufen, Pfützen, kaputt gekaute Schränke und Tische, immer wieder Schnupfen, sehr kurze Nächte) konnte uns nichts auseinander bringen.

Ein wenig traurig war Oskar jedoch als wir im Sommer 2005 das schöne Lübeck verließen und aus beruflichen Gründen nach Berlin zogen. Alles war viel lauter und hektischer als vorher. Wieder begann eine Zeit, in der Oskar viele neue Dinge kennen lernte. Nach über einem halben Jahr in der Hauptstadt freut er sich über jede Rolltreppe, die er sieht, über jede Fahrt mit der U-Bahn, über die vielen Leute, die ihn alle bestaunen, über die Leute, die uns stets besuchen kommen und über die Tatsache trotzdem mit uns zusammen zu sein, egal an welchem Ort.

Es ist eine feste Liebe entstanden, in der Oskar, Sophie und ich, jetzt mittlerweile in Berlin, eine glückliche Dreiecksbeziehung führen.


Donnerstag, März 9, 2006

Welch ein Blick ......

Frieda ist auf diesem Bild 8 Monate alt. Man sieht den noch kindlich gewölbten Schädel.

Dies Foto, Chris Jung machte es im Auto nach einer Wanderung, ist eines meiner Lieblings-Bulldogfotos überhaupt.

Friedas Blick ist voll fragender Sanftmut und rätselhaft seelenvoll ... Je länger ich dies Bild betrachte, um so menschlicher erscheint mir dieser Blick - und er hält meinen Blick fest.

Shannon, eine Freundin aus Alaska, die Tibet Mastiffs züchtet, mailte zu diesem Foto:

"She is beautiful!! Such a human like face!! Shanny"
Thanks, Shanny, for the compliments. How are your Tibet Mastiff Maggie and your Pomeranian Taz doing? When I met Maggie 2 years ago, I was deeply impressed by her! She is as large as she is friendly :-) Hope to see her again next winter :-)

By the way for our american friends : the pronounciaton of "Frieda" is "Free-da" ;-)


Montag, März 6, 2006

Heute spricht Gastblogger Michael Brath über Bulldogs

... nur ein gesunder Hund bringt Freude ...

Liebe Frau Deermann, ich lese Ihren Bulldog Blog mit zunehmender Begeisterung... Es ist eine sehr schöne Lektüre, und es sind interessante Berichte. Die Meinung, die Euer VdFEB vertritt, kann ich nur befürworten. Man muss in erster Linie auf die Gesundheit der Hunde achten, denn nur ein gesunder Hund bringt Freude.

Was nützt ein Hund, den man zum Spazieren-gehen tragen muß? Wir holten unseren Mini im Hochsommer bei Birgit Braum ab, er hatte mit dem Wetter keinerlei Probleme. Meine Kinder spielen und rennen bei jedem Wetter mit ihm draussen - null Probleme.

Bei der letzten Ausstellung im Januar (Nürnberg) mussten wir mit den Bulldogs nur 3 Runden laufen, alle außer Mini hatten nach der 2ten Runde schon arge Probleme. Als ich das sah dachte ich mir, für was ist so ein Hund nützlich - der Richter (VDH) war Herr Pohling (siehe auch 12.2.06).
Unser Mini gewann die Jugendklasse.

Die Problematik sehe ich in erster Linie bei den meisten Züchtern, weil sie nicht aus Liebe, sondern wegen des Geldes Hunde züchten.

Jemand wie Birgit Braum, der seine Bulldogs liebt, macht dies nicht des Geldes wegen, sondern aus Liebe und Überzeugung - das sieht man auch ihren Spitzen-Bulldogs an. Birgit Braum und ihre Freunde sind meiner Meinung nach auf dem richtigen Weg, wieder einen gesunden, freiatmigen Bulldog zu züchten, an dem man viel Freude hat und wenig Tierarztkosten.

Meiner Meinung und Erfahrung nach sortiert sich der Markt der "sogenannten Züchter" selber aus. Nicht die Masse (im doppelten Sinn :-), sondern die Qualität setzt sich über kurz oder lang immer durch. Wenn ein Markt abgegrast ist, sucht man sich eben einen neuen...

Man sieht es doch am besten an Eurem Verein - denen etwas am Wohle der Hunde liegt, die schauen nach dem Wohle und nicht nach Champion-Zuchtlinien. Ich denke und ich sehe es auch auf Ausstellungen, dass der tiefergelegte Bulldog (CSD: siehe Beiträge 13.12.05 und 28.7.05) unserem Bulldog nicht das Wasser reichen kann. Unser Mini ist genau der Richtige, er hat gut Luft und läuft jeden Tag abends 4-5 km.

Darum mein Rat an alle, die einen gesunden Bulldog wollen:
Schaut nicht auf Preise oder Auszeichnung, schaut nach dem Hund!

Morgens schläft Mini lange bis die Kinder da sind, dann wird richtig getobt.
Danach schläft er bis ich komme, dann ein langer Spaziergang, dann kurze Schlafenspause, dann Abendbrot mit Familie, dann Spielen und Couching mit mir.

Der Essensüberwacher

"Lecker Pizza, hoffentlich fällt aus Versehen etwas runter?".... Sicherlich.

Mein Sohn Marcel (11 Jahre) hat Mini auch schon in der Schule dabeigehabt, weil er ein Referat über sein Lieblingstier halten sollte, welches - was für ein Zufall :-), die Englische Bulldogge ist. (natürlich Note 1 :-)).

Schlafendes Glück ....

Glück kann man nicht kaufen, einen gesunden Bulldog schon !


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Cornelia
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, geboren 1945 in Wuppertal, hat seit 34 Jahren Englische Bulldoggen. Jetzt sollen die Bulldoggen hier ihr eigenes deutsches Weblog bekommen. Eure Bulldog -Anekdoten, -Fotos und -Tipps für's Blog sind willkommen.




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