Cornelias 'Bulldog Blog' ...

Mittwoch, Januar 31, 2007

Ein Bulldog gehorcht nicht, er entscheidet!

Der Beitrag von Wolfgang Zeinert (siehe unten) hat mich an ein unvergessliches Erlebnis mit unserer Alma Joy erinnert. Ich schrieb es 1989 für das "Bulldog-Blatt" (heutiger Name "English Bulldog Info") des VdFEB auf.

Eine Nachtübung

Winter-Familientreffen in Kaarst. Meine Schwester Marcella, Schwager Gerd und Boxerhündin Vita hatten sich für eine Nachtübung beim "Int. Boxer Club", Ortsclub Neuss, angemeldet. Gasthunde seien willkommen.
Klare Kiste : Alma und ich machen mit.

Eine Fahrt weit raus, das Vereinshaus liegt in wildem Gelände, so recht geeignet für Abenteuer im Dunklen. Der Vorsitzende, Herr Kempfe, begrüßte uns als einzige Gäste sehr freundlich. Alma könne außer Konkurrenz gerne am Wettbewerb teilnehmen. Sie erhielt die Startnummer 8, ihre Glückszahl (geb. 18.8.81) - ein gutes Omen ?

Alma war ihr Lebtag noch nie auf einem Hundeübungsplatz gewesen, und Stu's und meine Erziehungsversuche, wir schweigen lieber darüber... Aber aufregend und lustig würde es bestimmt werden ! Herr Kempfe erklärte allen die Übungen vor dem Start genau.

Gelände - Übungen

  • Hundeführer wird von einem Passanten angeprochen und um Feuer gebeten. Der Hund geht beim Hnd.-Führer auf der linken Seite. Bleibl der Hnd.-Führer stehen, hat sich der Hund an der linken Seile zu setzen. Es kann das Kommando 'Sitz' gegeben werden. Der Hnd.-Führer überreicht dem Passanten eine Streicholzschachtel und wartet, bis dieser sich Feuer genommen hat. Wenn die Schachtel zurückgegeben worden ist, geht der Hnd.-Führer mit seinem Hund weiter mit da Kommando 'Fuß'.

  • An der Startlinie wird Grundstellung eingenommen. Auf das Kommando 'Fuß' geht der Hnd.-Führer mit seinem angeleinten Hund auf das Hindernis (LKW-Reifen) zu. Hund soll gute Leinenführigkeit zeigen. Nun durchsteigt der Hnd.-Führer mit seinem Hund diesen Reifen. Beim Durchsteigen des Reifens können Aufmunterungs-Kommandos gegeben werden.

  • Spaziergänger kommt zu dem Hnd.-Führer und wird diesen in ein Gespräch verwickeln. Der Hund soll "Sitzen". Der Spaziergänger hält in der Hand eine Wurst und versucht diese dem Hund zu geben. Wird der Hund die Wurst (trotz Verbot) annehmen???

  • Hnd.-Fürer wird mit seinem angeleinten Hund überfallen. Der Hund hat durch festes Zubeißen in den Hetzärmel diesen Überfall abzuwehren. Bleibt der Täter stehen, so hat der Hund loszulassen. Es darf einmal das Kommando 'Aus' gegeben werden.

  • Von einer Person wird aus einem Gebüsch ein Geräusch abgegeben. Hund soll verbellen.

  • Überqueren einer Straße. Vor dem Überqueren der Straße muß der Hund auf das Kommando 'Sitz' (ohne Führerhilfe) sitzen. Auf das Kommando 'Fuß' überquert der Hnd.-Führer mit seinem angeleinien Hund die Straße. Der Hund hat an der linken Seite dem Hnd.-Führer zu folgen. Hundeleine muß lose durchhängen. Nicht mit dem Hund auf der Fahrbahn stehen bleiben. Beim Überqueren der Straße wird aus dem Dunklen ein Schuß abgegeben. Der Hund muß sich gleichgültig verhalten.

  • Wiederholung eines Kommandos kostet Strafpunkte.

Gegen 19 Uhr ging's los. Die Hundeführer starteten im Abstand von 5 Minuten mit ihrem Hund. Wenige Wolken am Himmel, Sternenlicht. Eine Taschenlampe hatte jeder dabei.

Als Startnummer 8 hatte ich also 40 Minuten Zeit, mit Alma die versäumte Erziehung nachzuholen! Gegen alle die schönen und starken Boxer sah Almachen wie eine Schmuseausgabe derselben aus. Frau Haines, die Posten am Start stand, streichelte Alma zärtlich.

Zuerst ging ich mit Alma etwas über die Wiesen, sie sollte sich so leer machen wie möglich, schnüffeln, bis sie die Nase voll hatte.
Dann wurde es Ernst: 'Sitz'... nichts. Ich drückte ihr den Hintern runter, erklärte ihr, dies sei ein neues Spiel, das toll Spaß macht.

Wieder 'Sitz' - und Madam setzte sich und schaute mich erwartungsvoll an; ich küßte sie und juchzte, motivierte sie mit guter Laune. Und das klappte : so viel Küssen und Lachen, Alma fand es in Ordnung, dafür nur Sitz machen zu müssen.

Locker an der Leine gehen : hoffnungslos, das war mir klar. In Wald und Wiesen läuft sie nie an der Leine, und in Städten zu Frustwandeln haßt sie so, daß sie wie der Teufel wegzieht, egal in welche Richtung. Ich versuchte sie also einfach nur etwas zu ermüden in ihrem Leinen-Widerstand. Dann ging's los. Marcella ging mit uns, da ich das Gelände überhaupt nicht kannte.

Start: Alma setze sich auf Kommando an der Startlinie und BLIEB sitzen, bis auf 'Los'. Ich weiß wirklich nicht warum.

Die 1. Aufgabe: durch einen riesigen Treckerreifen. Frau Haines meinte, ich ginge vielleicht besser zuerst durch. Der Reifenrand war schließlich genau so hoch wie die ganze Alma. Alma und ich schauten uns an, ich sagte 'Hopp', und sie kletterte halb springend rein in den Reifen, ich hinterher, klemmte in dem Ding und wäre fast damit umgekippt. Frau Haines staunte: "Ja, alles erfüllt, da muß ich volle Punktzahl geben!"

Die Reihenfolge der Übungen war unbekannt. Es ging jetzt einen leichten Abhang runter. Zwei Männer sprachen uns an. Einer hielt eine Riesenwurst in blutender Hand!
'Sitz', Alma setzte sich, mit dem RÜCKEN in Richtung Männer und Wurst, und sah mich an. Herr Salzburger verstand die Welt nicht mehr : vor 5 Minuten noch biß ein lüsterner Boxer Wurst samt etwas Finger ab, und Alma ignorierte bloß! Er kniete nieder und wackelte verführerisch mit der Wurst herum, umsonst. Alma hätte erst dann in die Wurst gebissen, wenn ich das auch getan hätte! Das Spiel hieß schließlich : "Alles tun was Frauchen toll findet!" Herr Salzburger fassungslos: "Sie sitzt, sie nimmt die Wurst nicht, wir müssen volle Punktzahl geben - ob wir wollen oder nicht."

Marcella und ich kicherten, bis uns der Bauch wehtat. Das fand Alma irre gut - und sie ging wackelnd an lockerer leine neben uns her ... bis ein fürchterliches Heulen und Tröten direkt aus dem Busch neben uns kam, und eine menschenähnliche Figur am nächsten Ast vor uns herumbaumelte.

Alma und ich wichen einen Schritt zurück vor Schreck. Dann ich: 'AUFPASSEN !!!!' Alma kapierte, ein leises, grollendes 'Wuff' kam und eine Bürste, aber so ganz geheuer war ihr nicht zumute. Lachend kamen zwei Personen aus ihrem Versteck, ich entspannte und Alma auch. "Na, gebellt hat sie. LAUTES Bellen war nicht vorgeschrieben, volle Punktzahl!"

Weiter einen steilen Abhang hoch. Marcella und ich schon wieder voll am Kichern. Dann eine Straße, 'Sitz'! Straßen sind doof, Alma blieb stehen. Nochmal 'Sitz', Alma gab nach. Wir über die Straße, ein - vergleichsweise - harmloses Bluff von gegenüber (der Schuß), Alma sah kurz mal hin, nichts Aufregen, meinte sie, wie ich. "Volle Punktzahl, dieser Bulldog hat wirklich starke Nerven!"

Ein freiliegendes Maisfeld, wir spazierten, und ich redete lockend, leise und zärtlich mit Alma, 'Schön an der Leine gehen, du bist meine Prinzessin, meine ...' Alma hörte voll Wonne zu und ging an lockerer Leine. Aus dem Mais sprang ein Mann, rief wilde Worte und rannte auf uns zu : der Überfall.
Nun, der Mann fiel ja nicht wirklich über Frauchen her, er blieb stehen, fuchtelte dann mit dem dick gepolsterten Arm vor Almas Nase, und: Alma schnupperte nur freundlich und schwanzwackelnd daran herum. Alles ganz nett, nichts im Vergleich zu der schrecklichen Tröte im Tal, das dachte sie offensichtlich.
"0 Punkte!" Alma hätte nur gebissen, wenn ich geschlagen worden wäre, oder, wenn er in ihren Garten gesprungen wäre, aber das war schließlich nicht verabredet ...

Ende der Geländeübung. Stolz wie auf Wolken wandelnd gingen Alma und ich zurück. Im Vereinshaus bedankte ich mich noch einmal bei Herrn Kempfe für die Gastfreundschaft des Clubs. "Ihr könnt immer gerne wiederkommen", schmunzelte er.

Alma wurde zum "Sieger nach Punkten" der Nachtübung erklärt, aber "außer Konkurrenz", da sie ja LEIDER kein Boxer sei :-)))


Ein Bulldog gehorcht nicht, er entscheidet!



Montag, Januar 29, 2007

Heute erzählt Gastblogger Wolfgang Zeinert : Vom

Deutschen Boxer zur Englischen Bulldogge

Nachdem unser Hund Churchill sich bereits bei Euch vorgestellt hat, (Berlin-Seite: 15. 12. 2006) möchten wir als seine Besitzer dies auch tun. Unser Name ist Annemarie und Wolfgang Zeinert. Wir sind 57 bzw. 54 Jahre alt und wohnen in Berlin Heiligensee. Unser Haus steht direkt am Waldrand und so kann Churchill nach Belieben toben (wenn er denn will).

Vom Herbst 1993 bis zum Januar 2005 hat ein Deutscher Boxer unser Leben erfreut. Ein Prachtexemplar, durchtrainiert und 42 kg schwer.Schon früh haben wir einen Hunde- sportverein besucht. Unser Attila hat mit Vergnügen die Unterordnung und Fährten-Arbeit gemacht. Da er beim Schutzdienst nicht in diesen verdammten Ärmel beißen wollte, war er nach Aussage der altgedienten Boxerleute nicht geeignet.

Wir empfanden, dass diese Leute für uns nicht geeignet waren und haben mit unserem Hund nur noch das gemacht, was unser Hund wollte.

Bei einer Unterordnungsübung bekamen wir Besuch von Sabine und ihrer Englischen Bulldogge Enzo. Sie fragte höflich, ob sie nicht mit ihrem Hund eine Unterordnung laufen könnte. Die Boxerleute grinsten vergnügt und freuten sich schon auf das Desaster, dass sie gleich erleben wollten. Aber weit gefehlt.

Sabine legte mit Enzo eine 1A Unterordnung hin. Den Boxerleuten stand der Mund offen und auch wir waren begeistert. Uns hat jedoch der Hund mit seinem Wesen und seiner Ausdruckskraft sehr gefallen und wir haben uns schon damals in diese Rasse verliebt.

Im Januar 2005 verstarb unser geliebter Attila. Wir haben nicht lange überlegen müssen, ein neuer Hund muss her, eine Englische Bulldogge. Bei einem Züchter in Holland haben wir dann unseren Hund erworben Wir gaben ihm den Namen Churchill. Er ist jetzt 18 Monate alt und unsere ganze Freude.

Boxer haben ja ein Mienenspiel, aber das ist nichts gegenüber einer Englischen Bulldogge. Wenn unser Hund so richtig gekrault wird und er auf dem Rücken liegend alle Viere von sich streckt, lacht er uns vor Freude an.

Ich, als Herrchen, hatte anfangs meine kleinen Probleme im Umgang mit Churchill. War ich es doch gewohnt, kurze und knappe Kommandos im Umgang mit unserem Boxer zu geben. Diese Methode versagte bei Churchill völlig. Wenn ihm meine Tonlage nicht gefiel, drehte er den Kopf zur Seite und strafte mich mit Missachtung. Ich habe manchmal im Wald gestanden und auf meinen Hund gewartet, der wie in Stein gehauen dastand und mich nur musterte. Efeu hätte um meine Beine wachsen können.

Nach einer Woche erkannte ich endlich, dass dies nicht der richtige Weg ist und änderte mein Verhalten. Gutmütiges und sanftes Zureden, verbunden mit einer Streicheleinheit und viel Lob haben Wunder bewirkt. Churchill macht uns soviel Freude, dass wir ernsthaft überlegen einem zweiten Bulldog ein neues Heim zu geben.

Liebe Grüße an alle Bulldog-Fans von Annemarie, Wolfgang und Churchill


Samstag, Januar 27, 2006

Wintersport und Siegeswillen :-)

Unten sehen wir ein Kalenderbild "JANUAR von Rudi Kuhfeld". Es läßt mich schmunzeln, mit welchem Elan der Bulldog "Husky Sibiria" überholt :-)

Der VdFEB gab diesen Kalender 1989 heraus. Ich werde in diesem Jahr jeden Monat das "Monatsbild" aus diesem Kalender hier im BB zeigen, weil in diesen Karikaturen das Wesen des Bulldogs so wunderbar deutlich ge(kenn)zeichnet ist.

In diesem Januarbild (links) wird der unbedingte Siegeswillen des Bulldogs dargestellt; auch seine Fähigkeit zu Konzentration und Selbstvergessenheit in einer Situation, die ihn begeistert oder herausfordert. Neudeutsch würde man sagen, er ist im "flow".

Bild oben : Diese Zeichnung fanden Doris und ich im Museum von Nome, Alaska. Nome (kommt von "no name") liegt am Ende der Welt - auch aus Sicht eines Alaskaners :-) In dieser Zeichnung (um 1930 herum) zieht der Bulldog einen Hundeschlitten als Leithund an. Zum Leithund "per se" machen ihn wiederum sein Siegeswillen und seine starke Zielorientiertheit, wenn das Ziel ihm oder seinen Menschen wichtig ist - oder wenn er, wie gesagt, im "flow" ist.

Unsere Alma liebte den Schnee, jedenfalls wenn er nicht ZU hoch lag. Sie zog tatsächlich einen Schlitten - allerdings nicht mit MIR ;-), sondern mit einem juchzendem Kind darauf:-))


Donnerstag, Januar 25, 2007

Heute schreibt Gastblogger Jörg Knappe

Otto - ein Nachruf

Liebe Cornelia,
hier nun, dem Bedürfnis von Christel, Marco und mir entsprechend, ein Nachruf auf unseren Bulldogfreund Otto, von dessen neuntem Geburtstag ich jüngst erzählte. (Siehe BB-Beitrag 18. November 2006.) Otto, das Bulldog-Urgestein in unserer Nachbarschaft, ging am 5. 12. 2006 zu seinen Vorfahren.

Geboren wurde er bei einer Familie in Berlin am 9. September 1997. Er war in allem das Ebenbild seines Vaters, und der entsprach den Bulldogvorstellungen von Helga und Ludwig, seinen späteren Leuten, vollkommen.

Den ersten Kontakt stellte Helga telefonisch zu den Besitzern her. Nachdem die Weichen für einen ersten Besuch gestellt waren, bekam sie noch den gut gemeinten Rat, bei Erscheinen vor Ort Hosen zu tragen. Weil sie darin aber keinen Sinn erkennen konnte, ignorierte sie diesen und trug an dem Tag Strumpfhosen. Als Otto Senior sie dann auf seine ganz spezielle Art begrüßte, wußte Helga schlagartig, daß sie dem vormals erteilten Rat besser hätte folgen sollen. Otte Senior umklammerte nämlich heftig ihre Beine und zerfetzte dabei das viel zu empfindliche Beinkleid.

Den Wurf in Augenschein nehmend, fiel Helga und Ludwig der Otto Junior sofort ins Auge. Wir kennen es alle, Liebe auf den ersten Blick! Der tat es auch keinen Abbruch, daß sein Verhalten und sein Temperament, wie es die Besitzer beobachtet hatten, mit dem seines Vaters identisch zu sein schien, was sich in den Folgejahren auch vollauf bestätigte.

Otto Junior wurde also zu Otto Wetzenstein und traf es damit ungemein gut. Ludwig war das geliebte Herrchen, mit dem einfach alles ging, Helga war immer der erzieherische Part. Ihre ab und zu notwendige Drohung mit dem großen Schuhlöffel wird er sicherlich manchmal als Spaßbremse empfunden haben. Denn wenn Ludwig mal kurzzeitig abwesend war, freute sich Otto immer überschwänglich beim Wiedersehen. Helga hingegen wurde nach Abwesenheit eher mit Nichtachtung gestraft, als wäre Otto lieber noch ein Weilchen mit Herrchen alleine geblieben.

Er war berühmt und auch berüchtigt. Das hing damit zusammen, daß er jeden Rüden schon von weitem ordentlich anblaffte und ein riesen Getöse veranstaltete. Das wurde, weil es einfach furchteinflößend war, von vielen Hundebesitzern als Aggression mißverstanden. In Wahrheit allerdings war es nichts weiter, als Abwehrverhalten in Prävention. Als Welpe wurde er, kaum ein Hund seines Umfelds kannte die Bulldogsprache, ständig mißverstanden und oft attackiert. Weil er so häufig gebissen wurde, hat er sich klugerweise dieses Abwehrverhalten vor Schaden ausgedacht und Zeit seines Lebens erfolgreich praktiziert. Dieses Verhalten ersetzte die vordem übliche bulldogtypische Spielaufforderung, die leider so oft mißverstanden worden war.

So vergingen neun schöne Jahre für die Drei.

Leider forderte auch bei Wetzensteins die Zeit ihren Tribut. Ludwig erkrankte und wurde allmählich zum Pflegefall. So lange er zu Haus war, blieb auch Otto's Welt noch in Ordnung. Aber als Ludwig vor einiger Zeit ins Pflegeheim mußte und selbst seinen Otto nicht mehr erkannte, verlor dieser plötzlich jeden Lebensmut.

Wie ein alter Indianer hatte sich Otto entschlossen, zu sterben. Unbeugsam, wie er immer schon seine Entschlüsse durchsetzte, legte er sich in Herrchens verwaistes Bett, stand kaum noch auf und verweigerte auch sein sonst so geliebtes Essen. Weder Frauchen, noch Tierärztin konnten seinen Entschluß ändern. Und so schloß er selbstbestimmt, welch ein großer Liebes- und Verbundenheitsbeweis, am 5. Dezember für immer seine Augen.

Die Geschichte mit der Regenbogenbrücke hat uns schon immer bewegt und so wünschen wir Otto, daß er in dem Land auf der anderen Seite angekommen ist. Dort würde er dann in bester Bulldoggesellschaft sein und irgendwann seinen Ludwig für immer wiedersehen. Wir finden dies eine wundervolle Vorstellung und leben gerne mit ihr.

Christel, Marco und Jörg Knappe aus Berlin


Dienstag, Januar 23, 2007

Heute ermahnt ;-) uns Gastbloggerin Gabi Mill-Rogel

Ach du dicker Hund ...

Dicksein ist - wie wir alle wissen - keine ausgesprochene Menschendomaine, auch Hund kann Übergewicht haben. (Sollte er nicht, aber mein Hüftspeck sollte da auch nicht sein, wo er ist). Allerdings könnte es ein Hund doch einfacher haben abzunehmen, als Herrchen oder Frauchen, wenn diese wenigstens hierbei einmal konsequent sind. Bislang hatten wir aber bei Hannibal mit dem Abnehmen die gleichen Probleme wie bei uns selbst. Der gute Vorsatz war da, aber das schwache Fleisch war dem Willen immer haushoch überlegen.

Dabei war uns schon klar, dass wir ihm nichts Gutes tun, wenn wir seinem Übergewicht nichts entgegensetzen. Ein Hundesenior - und das ist man als Bulldogge mit über 8 Jahren nun einmal - sollte schon sein Idealgewicht haben. Hannibal brachte nun leider so einige Kilöchen zu viel auf die Waage und war dementsprechend bewegungsunfreudig. Ein Kreislauf, den Hund selbst nicht durchbrechen wird.

Hier waren also wir gefragt und wir haben es geschafft. Hannibal hat bei seiner stattlichen Größe nun sein Idealgewicht von 29,75 kg.

Ihr wollt wissen wie?

Nun, hier kamen zwei Faktoren zusammen. Zum einen haben wir ja seit Juli Familienzuwachs bekommen. Klein Connor entpuppte sich von Anfang an als "Personal-Trainer". Seit er bei uns ist, vergeht nicht ein Tag, an dem er Hannibal nicht mindestens ein, oder sogar zweimal zu einem ausgiebigen Ringkampf herausfordert, der dann gerne mal eine halbe Stunde dauern kann (und nach dem ich dann erstmal wieder die Möbel an ihren angestammten Platz zurückstelle). Zum anderen will Hannibal auf keinen Fall zuhause bleiben, wenn wir mit Connor rausgehen. Eifersucht! War er früher mit drei bis vier kurzen Gängen zufrieden, dürfen es nun schon gerne vier bis fünf mindestens 30-45minütige Gänge sein.

Zum anderen gibt es das Futter auf drei kleine Mahlzeiten aufgeteilt und ich schneide die Belohnungsschmackos ins kleinere Stückchen. So kann ich öfters was geben, ohne gleich eine zusätzliche Mahlzeit daraus zu machen.

Ich weiß, diese Erkenntnisse sind nichts Neues - jeder kennt sie, jeder redet darüber - aber wir haben sie durchgesetzt. Die gut vier überflüssigen Kilos, die an Hannibals Gelenken und Kondition zerrten, sind nun verschwunden. Er hat viel mehr Energie, läuft, springt, tobt herum - und das mit seit dem 8. Januar vollendeten 9! Lebensjahren.

Ich kann nur allen raten, die einen Hundesenioren besitzen - erleichtert ihm das Leben, helft ihm beim Abnehmen. Es muss ja nicht unbedingt ein Welpe ins Haus, um ihm Beine zu machen - wobei selbiger in dieser Hinsicht schon wirklich gute Arbeit leistet. Sorgt für mehr Bewegung und weniger Kalorien im Napf und euer Hund wird es euch mit mehr Vitalität danken. Ob es sein Leben letztendlich verlängert? Ja, daran glaube ich. Auf jeden Fall aber dürfte er mehr Spaß in seinem Alter haben.

Dicksein ist aber nicht nur für ...

... Hundesenioren ein Problem. Zu schwere Welpen entwickeln oft für ihr Leben geschädigte Gelenke!

Ich bin neulich unterwegs von jemandem angesprochen worden, wegen Hannibal und Connor - was ansich ja nichts Ungewöhnliches ist. Aber dieser Jemand hat seit einer Woche einen Bulldogwelpen - aus Holland!!! Das arme Kerlchen wiegt mit 9 Wochen sagenhafte 9 Kilos!!! (Circa 7 kg sind für 9 Wochen alte Bulldogwelpen angemessen und gut. 9 kg bedeuten circa 28% Übergewicht!!! Wie sollen sich da "unbeschwert" die Gelenke entwickeln können???)

Dieser Welpe soll laut seines Züchters 5mal täglich Futter bekommen, u.a. morgens Milch mit Zucker, Kinderbrei und Butter.

Gott-sei-Dank griff Mutter Natur selbst ein und der Kleine erbrach es immer wieder und nahm auf 6,75 kg ab. Herrchen war daraufhin (und wegen Entwurmen, etc.) mit dem Kleinen beim Arzt, und der hat dieses Futter-Gemisch gleich mal gestoppt. Er hat den Mann auch bezüglich des Gewichtes von 6.75 kg beruhigt.

Ich habe dem Mann auch gesagt, dass eine Gewichtszunahme von ca. 100 gr. am Tag okay sei, und er solle zusehen, dass er sich keinen dicken Rollmops heranzieht. Die Eltern des Kleinen hatte er nur von Bildern gesehen!!! Sie seien schon recht stämmig gewesen. Ich kann nur hoffen, dass er sich keine Baustelle gekauft hat.



Anmerkung zu "Abnehmpillen für den Hund" :

Ein paar Tage, nachdem Gabi mir diesen Beitrag gemailt hatte, gingen Berichte über "Abnehmpillen für den Hund" durch die Presse. Ich habe einen Kommentar aus der 'FAZ' für Euch dazu; und einen Bericht aus dem 'Westfalenblatt', mit einem Bulldog als Beispiel eines "Dicken Hundes".
Ich selbst würde diese Pillen niemals meinem Hund geben. Langzeitstudien fehlen, und man weiß ja schließlich auch, welche unkalkulierbaren Nebenwirkungen Eingriffe in die Stoffwechselsysteme haben können. Traditionell ist sicherer und billiger : "FDH" :-)

Anmerkung zu "Hund überfüttern als Straftatbestand" :

Der VdFEB berichtet über die Verurteilung eines Mannes wegen Überfütterung seines Hundes. HIER eine Kopie davon.

The new trend is "Bulldog light" ...

... HIER klicken ;-)


Sonntag, Januar 21, 2007

Tierschutz

Im Fokus : Qualzucht
ein WUFF-Interview mit Deutschlands 'Oberstem Tierschützer'

In seiner Ausgabe November 2006 bringt das sehr empfehlenswerte Hundemagazin WUFF unter dem obigen Titel ein Interview mit Thomas Schröder, dem Bundes-Geschäftsführer des "Deutschen Tierschutzbundes" (DTSchB), dem über 800.000 Mitglieder angehören. Hier eine kleine Zusammenfassung und auch Auszüge daraus.

Pascal Becker, Redakteur der WUFF, geht zunächst auf das Tierschutzgesetz (TSchG) ein. Er zitiert den §11b :
"Es ist verboten, Wirbeltiere zu züchten, wenn der Züchter damit rechnen muß, daß bei der nachzucht aufgrund vererbter Merkmale Körperteile oder Organe für den artgemäßen Gebrauch fehlen oder untauglich sind oder umgestaltet sind und hierdurch Schmerzen, Leiden oder Schäden auftreten."

P. Becker führt aus, da die Gesetzes-Formulierungen sehr ungenau, dehn- und deutbar sind, liess u. A. das zuständige Bundesministerium ein Gutachten dazu verfassen, in dem konkrete Beispiele genannt werden, welche Rassenmerkmale unter diese Formulierungen fallen würden. Der DTSchB unterstützte seinerseits die Forderung nach solch einem Gutachten.

WUFF fragt, was Zuchtverbände, bspw. der VDH, zum TSchG und dem Gutachten dazu sagt.

  • Antwort Th. Schröder:
    "... Durch das Gutachten wurde den Zuchtverbänden ermöglicht, gezielter auf Veränderungen bestimmter Merkmale im Standard der Rassen sowie auf Eliminierung von Krankheiten, die gehäuft bei bestimmten Rassen auftreten, hinzuarbeiten. Leider halten bestimmte (VDH-)Zuchtvereine wider besseres Wissen an tierschutzrelevanten Zuchtzielen fest..."
    Andererseits gäbe es aber auch einige Rassen, wie z.B. Retriever und Chow, in deren VDH-Verbänden Konsequenzen aus diesem Gutachten eingeleitet wurden. Gesundheitliche Verbesserung bei diesen Rassen würden sich langsam einstellen.

  • Meine Bemerkung dazu:
    Wie jeder Besucher einer VDH-Ausstellung selbst feststellen kann, gehören die Bulldogs, die dort gezeigt werden, fast mehrheitlich in diese tierschutzrelevante Kategorie : Atemnot, Beweglichkeitseinschränkungen, Kreislaufschwäche... Wir kennen dies Elend durch Merkmalübertreibung ja zu Genüge....

WUFF fragt weiter, warum vom DTSchB keine Musterklage gegen Qualzucht im Sinne des TSchG geführt wird.

  • Th. Schröder führt aus,
    daß es im TSchG keine Möglichkeit der Verbandsklage gibt. Das TSchG gibt dem Amtstierarzt nur die Möglichkeit, im konkreten Einzelfall einzugreifen und einen bestimmten Hund für die Zucht zu verbieten. Da ein solches Vorgehen aber oft langwierige Gerichtsverhandlungen nach sich zieht, schrecken viele Amtstierärzte vor einem solchen Schritt zurück.
    Im konkreten Einzelfall hat der DTSchB nur die Möglichkeit eine Strafanzeige zu erstatten. Und das ist in der Regel wenig erfolgversprechend, da die nötigen Beweisunterlagen, tierärztlichen Befunde und interne Informationen dem DTSchB nicht vorliegen. Die Beweislast im Verfahren liegt beim Kläger : er muß das "Krankseins" des Hundes, um den es geht, beweisen.

  • Meine Bemerkung dazu:
    Wäre es umgekehrt, müßte der Züchter des "Gesundsein" des Zucht-Hundes, um den es im Verfahren geht, beweisen, dann wäre viel gewonnen.

  • Th. Schröder weist weiter darauf hin,
    daß weder das TSchG noch das Gutachten die Möglichkeit eröffnet, die Zucht einzelner Rassen zu verbieten.

  • Meine Bemerkung dazu:
    Solch pauschale Verbote wären völlig überzogen, es gibt schließlich gesunde und unversehrte Bulldogs, Möpse usw. Allerdings wäre ein "Zucht-AUS" für den Extrembulldog, wie er heute meist auf FCI/VDH/ACEB-Austellungen präsentiert wird, in meinem Sinne und auch in dem von Tierschützern und von Tierärzten.
    Der beste Weg zur Sanierung der betroffenen Rassen wären konkrete, gesetzliche Zuchtauflagen.
    Gottseidank verliert dieser FCI/VDH/ACEB-Extrembulldog meiner Beobachtung nach stetig weiter an Bedeutung. Entsprechend wird auch dessen Welpenaufkommen von Jahr zu Jahr geringer, 2005 waren es nur noch 81 Welpen. Heute werden die meisten Bulldogs bei Händlern aus Osteuropa gekauft - oder bei "Züchtern" aus der Grauzone zwischen Hundehandel und Hundezucht. Es ist bitter, daß westeuropäische FCI-Bulldogzüchter so oft "schlechte Qualität" bei hohen Preisen anbieten. Das treibt die Menschen ja geradezu in den Hundehändlermarkt aus Osteuropa : diese Bulldogs sind zwar in aller Regel auch nicht gesund und es gibt hohe Tierarztkosten, dafür aber sind sie zunächst in der Anschaffung wesentlich billiger....

Ich vertraue darauf, daß der Bulldog durch den Druck des Marktes und seiner Fans (auch seiner Fans im VdFEB), in kleinen Schritten, zu alter Vitalität zurückfinden wird! Der beste Weg wäre die Gründung eines Zuchtvereines mit genau diesem erklärten Ziel - und in dem alle Züchter an einem Strang ziehen!



Freitag, Januar 19, 2007

Heute erzählt Gastbloggerin Sue Klette über

Ernest´s traurige Welpenzeit

Also, es begann vor vielen Jahren, immer wenn meine Kinder und ich eine "Englische" sahen, mussten wir sie einfach anfassen. Im September 2004 trafen wir auf dem bekannten Münchener Tollwood-Festival einen Künstler, der eine Bulldog-Hündin namens Berta besaß. Berta war schon 8 Jahre alt und hatte einen durch einen Verkehrsunfall deformierten Brustkorb und einen extremen Unterkiefervorbiß. Die Zunge hatte sie nicht so recht unter Kontrolle, die hing seitlich heraus.

Für andere Besucher des Festivals war sie potthäßlich für uns eine Miss Germany!!!!!!!!! Berta ließ sich das Bäuchlein kraulen, uns waren schon die Beine eingeschlafen, denn wir wollten nicht wieder aus der Hocke aufstehen, sondern sie mindestens den ganzen Tag und Abend dauerkraulen. Der Besitzer meinte nur: "Wenn ihr so verliebt in Berta seid, wird Euch früher oder später eine Bulldogge finden und bei Euch bleiben."

Ja, so war es dann auch. Im Oktober 2005 zog Ernest bei uns ein und verscheuchte sämtliche Depressionen und schlechte Laune in unserem frisch geschiedenen Haushalt.

Ich durchforstete seit der Begegnung mit Berta ständig die örtlichen Käseblätter, ob nicht irgendwo in der Nähe eine Englische Bulldogge in Not oder aus einer Hobbyzucht zu finden war. Uns waren Papiere nicht wichtig, auch ein behindertes oder ein älteres Tier hätten wir zu uns geholt. Wir hatten uns so sehr in den Charakter und diese unbeschreibliche Schönheit der Englichen Bulldogge verliebt.

Prompt stand eines Tages in besagtem Käseblatt unseres Stadtteiles: "English Bulldog Welpen von privat". Ich rief sofort an, ein Mann mit tschechischen Akzent meldete sich. Er war sehr freundlich, meinte da wäre noch ein Rüde, 10 Wochen alt, und der Englische Bulldog seines Bruders hätte die Welpen. Ich könnte ihn aber jetzt nicht anschauen, da er er ein paar Tage in seine Heimat Tschechien führe. Aber er würde mir ein Foto e-mailen, und ich solle schon mal 50 Euro auf sein Konto überweisen, dann wäre der Hund für uns reserviert.

Die Alarmglocken bimmelten da schon leise bei uns! Das Foto kam nie an, wir wussten nur, der Hund ist braun und weiss und "sehr, sehr scheeeen", wie der Mann meinte. Einge Tage später meldete er sich wieder und sagte, wir könnten jetzt kommen und den Hund anschauen.

Als wir dort ankamen, standen einige Leute um ein Auto herum und holten sich Rottweiler-Welpen, Chi Hua Hua Welpen, Prager Rattler Welpen heraus. Sofort war klar, der holt sich die Welpen auf Bestellung in Tschechien und verkauft die Hunde in Deutschland. Wir gingen zum Auto und da saß er, Ernest mein tapferer Bulldog Bubi, 400 km gereist und völlig verstört. Nie im Leben hätte ich da gesagt: "Das ist Betrug, den nehm ich nicht!!!!!" Ich stellte noch ein paar Fragen bzgl. Futter, Entwurmung, Impfungen usw. Der Mann händigte uns einen tschechischen Impfpass aus und ein Schreiben, in dem stand : Wenn der Hund innerhalb von 14 Tagen stirbt, kriegen wir einen neuen.

Meine Teenager Kinder waren leichenblass, mir war kotzeübel, wir wussten nur, daß wir dieses faltige kleine arme Wesen einfach von diesem schrecklichen Mann und Ort wegbringen mußten. Ich gab dem Mann sein Geld, nahm Ernest auf den Arm und fuhr nach Hause.

Wir hatten nur ca. 20 Minuten nach Hause. Ernest zitterte und kuschelte sich auf dem Schoss meiner 17 jährigen Tochter Caroline. Er hatte großen Durst und soff eine ganze Schüssel Wasser leer. Als er sich ein bißchen in der Wohnung umgesehen hatte, brachten wir ihn in den Park und er hatte Mega-Durchfall. Na ja, die lange Fahrt und die Aufregung, kann schon mal vorkommen. Später hustete er gelben zähen Schleim ab, bekam eine trockene Nase und wirkte insgesamt gesundheitlich nicht in Ordnung. Die erste Nacht möchte ich mir gar nicht mehr ins Gedächtnis zurückrufen. Ich war nur am aufwischen von allen möglichen Körperflüssigkeiten.

Ich fuhr morgens sofort zum Tierarzt. Ernest hatte hohes Fieber, eitrigen Schnupfen, Husten, musste sich dauern übergeben und hatte Durchfall. Wasserfall-Durchfall konnte man das schon nicht mehr nennen. Also erst einmal volles Antibiotika Programm. In den ersten Wochen, als Ernest bei uns war, habe ich unseren Tierarzt gut kennengelernt. Ich sah ihn öfter als meine Freundinnen.

Ich nahm wieder Kontakt zu dem Hunde-Dealer, ich nenne ihn jetzt so, auf und berichtete ihm was war. Er entschuldigte sich zwar, dass der Hund so krank war. Sonst hätte sein Bruder immer nur gesunde Tiere. (ja schon klar!) Und ob wir ihn umtauschen wollen. Ich fragte ihn, ob er selber das mit seinem Gewissen vereinbaren könne, was er da tut, aber er legte auf.

Ich rief die Polizei an und fragte um Rat. Diese interessierte sich aber nicht sonderlich dafür, denn der Hund ist eine Sache und wir könnten ja einen Prozess anstreben. Die Papiere von Ernest waren absolut wertlos, wie uns der Tierarzt sagte, (Impfungen mit 4 Wochen) die Adresse der Person ungültig, wie wir später herausfanden, und der Mann ging nicht mehr an sein Handy.

Inzwischen ist Ernest längst ein kräftiger, gesunder, frisch kastrierter, 16 Monate alter Super-Bulldog und unser ganzer Stolz!

Wir besuchten eine Hundeausstellung in der Münchener Olympia Halle als Ernest 6 Monate alt war, nur so um zu gucken, wie andere Bulldogs von "edlerem" Geblüt und Herkunft aussehen und - ob man´s glaubt oder nicht - Ernest wurde mehr fotografiert und für seine Schönheit bewundert als die kurzatmigen, "dicken Dinger" im Ring!!! Eine Dame zog ihre Hündin von Ernest rabiat weg, als diese Ernest übers Gesichtchen lecken wollte und sagte: "pfui!!" Alles klar, oder?

Kritiker werden jetzt sagen, selber Schuld was uns passiert ist, aber wir hätten jedem(!!!) Bulldog ein liebevolles Zuhause gegeben, ob behindert, alt oder sonst etwas. Jeder Bulli hat so viel Liebe für seine Familie im Herzen, und die bekommt er bei uns 100000000000000000000000000000000000000000mal zurück.


Hinweis für die Münchener Blog-Leser

Am Sonntag, 4. Februar, findet das 2. Münchener Bulldog-Treffen statt. Alles Nähere findet Ihr in der München-Seite, siehe Link in der grauen Spalte rechts.


Mittwoch, Januar 17, 2007

Heute Notizen von Gastbloggerin Kathrin Gawlik´s

"Emma"

Hallo!

Ich bin Bulldogdame Emma, 4 Jahre alt und nach schlimmen Erfahrungen in meinen ersten Jahren seit zwei Jahren überglücklich mit meiner neuen Besitzerin Kathrin - das Beste, was ich mir für mein kleines Hundeleben je erträumen konnte.

Und ja - ich gehöre zu den Bulldogs, die jeden Tag ihrer Arbeit nachgehen: Kathrin ist seit vielen Jahren die Assistentin von Uli Stein, und so heisst es für uns 5 Tage in der Woche - ab ins Studio und zur Arbeit. Na gut, das Aufstehen fällt mir nicht immer leicht, aber wenn nun mal die Arbeit ruft...

Ehrlich gesagt weiss ich gar nicht so genau, was Uli und Kathrin den ganzen Tag so an ihren Computern und Zeichentischen treiben - manchmal schaue ich Uli über die Schulter, macht mich aber auch nicht so recht schlau, wenn sie da den ganzen Tag nur so rumsitzen. Ich weiss nur, dass die eigentliche Arbeit hier von mir gemacht wird.

Erste morgendliche Pflicht ist die Inspektion des Frühstückszimmers sobald Uli Stein es verlassen und sich hinüber ins Studio begeben hat. Sorgfältige Kontrolle, ob irgendetwas vom Frühstück herunter gefallen ist und die Aufgabe es umgehend zu entsorgen, bevor es vielleicht irreparable Flecken auf dem Teppichboden macht. Dann geht es mit den Arbeiten nahtlos weiter:

Das Melden des Postboten und der ganzen Leute von UPS, DHL und wie sie alle heissen, die andauend an der Tür klingeln - mit anschliessendem Zer-kleinern des angefallenen Verpackungsmaterials (eine meiner Lieblings- tätigkeiten). Von den ganzen Nachbarskatzen, Eichhörnchen und Vögeln, die ständig über das Anwesen stromern und die korrekterweise auch gemeldet werden müssen, will ich gar nicht erst reden.

Ab und zu muss ich immer wieder mal für Uli Steins Tagebuch auf www.ulistein.de als Fotomodell herhalten, was ich aber mit Links mache, immerhin habe ich schon mal im Fernsehen mitgespielt ("Hier kommt Kalle"/ ZDF) und kenne mich mit sowas aus.

Mein Hauptjob wiederum ist, mir mein Kissen hinter Kathrins Computer-Arbeitsplatz akribisch zurecht zu rücken und dann mit gleichmässigem Schnarchen und Schnaufen für eine friedliche und kreative Raumatmosphäre zu sorgen, was mir - glaube ich - auch ziemlich gut gelingt. Zumindest habe ich noch keine Klagen gehört und werde ständig mit Streicheleinheiten und leckeren Kleinigkeiten in meiner Arbeit bestätigt.

Ab 16:00 hab ich Feierabend und dann geht's täglich ans Wandern, Schwimmen, Spielen, Kumpels treffen.... Hey - ein richtig gutes Hundeleben. Grüsse von Emma


Anmerkung : Am 5. Oktober 2006 war Emma übrigens schon mal hier im Blog zu bewundern ! C.S.D.


Montag, Januar 15, 2007

Bulldogge Helga von SAT1 :-)

Diese Email erreichte letzten Donnerstag den VdFEB:

Sehr geehrte Damen und Herren,
meine fast 12 jährige Bulldog Hündin Helga ist seit 2 Jahren in Rente. Dennoch gibt es Morgen ein Wiedersehen im sat1 Frühstücksfernsehen. Termin 12.01.2007 von 5:30 bis 10uhr auf sat1. Vielleicht schalten sie ein? Viel Spaß. Stefan Pulvermüller

Wie kam es zu diesem so freundlichen Hinweis? Gabi Mill-Rogel, Schriftleiterin des VdFEB, hatte vor einigen Monaten Kontakt zu SAT1 aufgenommen mit der Bitte, eine Mail an den Besitzer von "Helga" weiterzuleiten. Sie (und wir) wollte gerne wissen, wie es Helga inzwischen geht. Helgas Herrchen Stefan Pulvermüller antwortete Gabi sehr freundlich :

Sehr geehrte
Gabi Mill-Rogel,
mir wurde eine Email weitergeleitet, welche Sie zu Sat1 geschickt hatten. Ich bin der Kameramann und das Herrchen von Helga. Meine Hündin ist nun 11 Jahre und 4 Monate alt, ziemlich alt für eine Bulldogge. Erstaunlicherweise geht es ihr sehr gut. Abgesehen davon, dass sie ziemlich faul geworden ist (wenn sie es nicht schon immer war) und auch morgens manchmal etwas langsam aus ihrem Korb herauskommt...
Auch wenn ich schon ein paar Mal gefragt wurde, ob ich Helga nicht wieder mit in die Morgensendung bringen könnte, so ist es doch besser, wenn sie jetzt ihre Ruhe hat. Es war immer sehr aufregend im Studio. Das möchte ich Helga nicht mehr antun. Dennoch war es eine schöne Zeit mit guten Erinnerungen.
Viele Grüße aus Berlin, Stefan Pulvermüller

Stu und ich ließen es uns natürlich nicht entgehen, Helga wiederzusehen, und wir standen deshalb um kurz nach 5 schon auf. Frieda kennt Helga ja noch nicht, da sie erst 1 1/2 Jahre alt ist. Aber unsere Wilma liebte es, Helga zuzulauschen ;-).

Frieda war jedesmal fasziniert und sprang vor die Mattscheibe, wenn Helga dort erschien. Sie wollte Helga begrüßen, jedenfalls benahm sie sich genau so :-)

Links sehen wir Stefan Pulvermüller, Helgas Herrchen, einmal VOR der Kamera :-) Vielen Dank, Stefan, für diesen Tipp. Seit Helga nicht mehr mit dabei ist, sehen wir das "SAT1 Frühstücksfernsehen" nämlich nur noch selten.

Helga war viele Jahre der Inbegriff des Bulldogs in Deutschland. Gingen wir mit Wilma spazieren, so wurde uns manchmal zugerufen : "Oh, Sie haben ja eine Helga!"

Ich bin überzeugt, Helga hat viel Sympathie für den Bulldog in Deutschland erzeugt. Sie war und ist gesund, und sie zeigte in jeder Sendung in immer neuen Varianten das eigenwillige Bulldogwesen, das uns so oft lachen läßt. Helga war der beste Komiker im "SAT1 Frühstücksfernsehen" :-).

Helga hatte viele Überraschungen und Rollen drauf : vom Schmuseteddy - über den Trotzkopf und die Schlafmütze - bis hin zur Stinkbombe. Ihr angeborenes, liebenswürdiges Selbstbewußtsein und auch ihre Geduld waren vorbildlich. Sie sorgte dafür, daß die Sendungen Einlagen bekamen, die das Leben selber schrieb :-)) Ich habe ihr Ausscheiden aus der "Szene" sehr bedauert und mich jetzt riesig gefreut, sie im TV noch einmal wiederzusehen.

Helga machte in dieser Review-Show einen tollen Eindruck mit ihren schon fast 12 Jahren : sie wirkte etwas müder, etwas grauer um die Nase, aber immer noch schön und voll des alten Charmes :-)))


Nachtrag 15.1.2007 : Mail von Stefan Pulvermüller

Liebe Cornelia Savory-Deermann,
vielen Dank für ihre nette Mail. Habe mich sehr gefreut und natürlich gleich den Blog angeklickt. Ihr Bericht hat mich schon etwas berührt, die Fotos waren auch eine gute Idee.

Die ganze Aktion mit Helga hatte sich kurzfristig ergeben. Eine Anfrage, ob ich nicht einen kleinen Bericht mit Helga und der Moderatorin machen könne und dann den Abend vorher nochmals die Anfrage, ob ich nicht vielleicht sogar Helga mit ins Studio bringen könne (denn zufällig arbeitete ich vergangene Woche im Frühdienst). Ich hatte erst etwas Bedenken, ob es für Helga nicht zu anstrengend werden würde.

Letztendlich mußte ich mich eines Besseren belehren lassen, denn Helga hatte offensichtlich Spaß am Freitag. Sie saß ohne Bestechungs-Leckerlies auf dem Sofa oder bewegte sich ruhig im Studio umher. Während der Nachrichten bellte sie nicht, was sie früher gern mal tat.

Es kamen viele Faxe und positive Resonanz, was mich natürlich sehr freute. Erstaunlich, wieviele Zuschauer noch Helga kennen, obwohl sie seit fast zwei Jahren nicht mehr auf dem Screen war.

Anbei sende ich ihnen ein paar Fotos vom letzten Urlaub im September 2006 aus Dänemark (Helgas Heimat). Jedes Jahr fahre ich mindestens einmal an die Nordsee, mache zuvor einen Stopover bei Helgas Züchterin, die sich natürlich freut, dann ihren Schützling sehen zu können. Helga ist aus ihrem Wurf die letzte Hinterbliebene, sie hat ja auch ein gutes Alter erreicht.

Helga kann gut schwimmen, und wenn es nicht zu stürmisch und wellig ist, geht Helga gern auch ins Meer.

HIER : Spuren von Helga

Vielen Dank noch einmal für ihren Blog. Weiterhin viel Erfolg und Gruß an Frieda von Helga.
Stefan Pulvermüller


Samstag, Januar 13, 2007

Ein Bild von Frieda

Udalrike Hamelmann, Freundin und Lieblingsmalerin,

schuf ein Ölbild von unserer Frieda : Frieda als dunkler Kern von Gold und Licht.

Hier im Bild sehen Udalrike und ich in ihren Laptop, der uns aus einer völlig im Deckel versteckten Mini-Webcam fotographierte. Und HIER ein Selbst-Portrait von Stu - im Gespräch mit diesem Computer ;-)

Wir hatten viel Spaß an diesem herrlichen Nachmittag, auch Frieda, denn Hovawart Carlos und sie verstehen sich prima! Und der Spaziergang rund um Udalrike und Lothars Anwesen war wieder einmal inspirierend schön! Wir sammelten Schlehen, und Frieda bestand auf einer Kostproben davon. Aber SOFORT spuckte sie diese saure Schlehe mit so angewidertem wie überraschtem Gesicht wieder aus :-) Wir legten die Schlehen dann in Cognac ein. Davon bekommt Frieda aber keine Kostprobe ;-)

Schon 1989 kaufte ich mein erstes Bild von Udalrike, und inzwischen habe ich eine kleine Sammlung ihrer so sinnlichen wie magischen Farben-Zauberei zuhause.

So klar und sicher in weite Dimensionen reichend - und dabei von spielerischer Intensität getragen, wie ihre Bilder es sind, so ist Udalrike auch als Mensch. Ich empfehle jedem von Euch sich ihre Webseite HIER anzusehen. Ein Atelierbesuch ist nach Absprache auch immer möglich - und ein Erlebnis!

Frieda Friedensstern

hat Udalrike dies Bild genannt. Friedas Gesicht läßt gleichzeitig an ein Kind und an eine Alte denken. In beider Hinsicht strahlt es Liebe, Sanftmut sowie Entschlossenheit aus. So erleben wir unsere Kleine ja auch :-)) Udalrike hat unsere Gefühle für Frieda in Friedas Gesicht eingefangen!

Friedas Kopf und ihre Pfoten schauen aus einem Blattgold-Gestirn heraus. Kreis und Quadrat, archetypische Symbole für den Himmel und die Erde, umgeben sie wie eine Aura :-))) Der dunklere längliche "Fleck" rechts unten im Bild ist der "Schatten" von Friedas weißem Blitzabzeichen rechts in ihrem Gesicht. In diesem "Blitzschatten" hat Udalrike alle Farben eingebracht, die sie für´s Malen von Friedas Fell benutzte. Das finde ich eine wunderbare Idee: Die Projektion von Friedas innerer Lichtnatur, die sich in ihrem weißen "Blitzabzeichen" zeigt, nach außen in den Schaffensprozess des alltäglichen "Hier und Jetzt".

Stu und ich haben uns dieses wundervolle Bild gegenseitig zu Weihnachten geschenkt. Es hängt über Fotos von Frieda als Glanzlicht :-)
Ike, ganz großen Dank für´s Schaffen dieses so besonderen "Friedensstern"s!


Donnerstag, Januar 11, 2007

Baby Piet :-)

Ganz herzlichen Glückwunsch zur Geburt ihres Sohnes PIET SÖHL wünschen wir Monika Kraus und Peter Söhl. Wer es nicht weiß : Peter ist unser Freund und Tierarzt sowie der Medizinische Beirat des Verein der Freunde Englischer Bulldogs e.V.

Unser Geschenk für Piet war natürlich :-) ein Stoff-BULLDOG, ungefähr in seiner Größe.

Frieda war ÄUSSERST interessiert an Baby Piet : sein Tragebettchen stand auf einem Stuhl, und Frieda versuchte reinzuspringen! Mutter Moni lachte
nur und hob das Bettchen auf den
Tisch; Frieda meckerte unten über diesen Baby-Entzug herum, aber
dann konzentrierte sich sich auf Kuchenkrümel, die rein zufällig vom Tisch herunterfielen. Baby Piet durchschlief das alles, ein nervenstarkes Kerlchen - könnte Tierarzt werden :-)


Dienstag, Januar 9, 2007

Heute informiert uns Gastblogger Jan Peters

Berlin: Sightseeing für Vierbeiner, Teil I

Berlin hat viel zu bieten, wenn es um unsere Vierbeiner geht! Wer denkt, dass Berlin für Hunde nicht geeignet ist, der wird in diesem Beitrag eines Besseren belehrt. Berlin bietet viel Abwechslung für Vierbeiner und Halter. Ich werde Euch in 2 Teilen meiner Sightseeing-Tour durch Berlin Geschäfte und Orte vorstellen, um die Ihr bei einem Besuch in der Hauptstadt (siehe auch Fußnote *) nicht drum rum kommen werdet ;-)

"Doggy Bag - Bäckerei & Friseursalon für Ihren Vierbeiner"

Die Bäckerei Doggy Bag ist ein absolutes MUSS für jeden Hundeliebhaber. Dagmar von Stuckrad backt die unterschiedlichsten Varianten und Formen von gesunden und magenfreundlichen Leckereien (ohne Konservierungsstoffe) für Hunde.

Die Backwaren sind natürlich jeden Tag frisch zubereitet. Von Muffins (mit Hähnchenherzen), Schokolade, Burger, Pizzen, bis hin zu Geburtstagstorten (auf Vorbestellung) gibt es alles, was das Hundeherz höher schlagen lässt.

Auch Accessoires gibt es zu erwerben. Ob Leinen, selbst angefertigte Halstücher oder Schlafplätze. Es gibt nichts, was es nicht gibt. Öffnungszeiten: Di.-Fr. 10-18 Uhr Sbd. 10-14 Uhr, Karl-Marx-Platz 12, Neukölln Bei Fragen zu Produkten oder bei Bestellungen ruft Ihr einfach unter der 030 / 689 749 66 an. Weitere Infos gibt es HIER im Netz. Und der Stadtplanlink zu "Doggy Bag" ist HIER !

"Washdog - Der Hundewaschsalon"

"Washdog" ist ein völlig verrückter Waschsalon für Hunde. Alleine die Internetpräsents ist eine Empfehlung wert.

Jeder kennt das Problem seinen Vierbeiner in der Badewanne abspülen zu müssen. Danach ist das Badezimmer meist dreckig und nass und die Wanne voll Haare und Schmutz. Um diesem Problem zu entgehen, kann man seinen Hund in Berlin (Prenzlauer Berg) professionell waschen. Um alle Angebote von "Washdog" nutzen zu können, braucht man eine Servicekarte. Diese kann man dann mit einem Guthaben aufladen und 24 Stunden am Tag selber nutzen. Zur Pflege des Lieblings gibt es vor Ort verschiedene Shampoos, Parfüms und Lotionen. In einer Waschkabine kann man dann seinen Vierbeiner in Ruhe waschen, kämmen, trocknen und pflegen. Das Guthaben auf der Karte wird nur weniger, wenn man den Hund wäscht oder föhnt. So gibt es keine zeitlichen Einschränkungen.

Wir haben die Waschkabine mit Oskar getestet, der sehr begeistert von diesem Vergnügen war. Die Karten gibt es Mo.-Sbd. 10-14 Uhr, Bornholmer Straße 14, Prenzlauer Berg. Hat man eine Karte, kann man den Salon rund um die Uhr selber nutzen.
Der Stadtplanlink zu "Washdog" ist HIER !

"Susi Wau" - Hundemode nach Maß

Das Geschäft Susi Wau bietet Halsbänder als außergewöhnliche Schmuckstücke, Einzelanfertigungen aus feinstem Leder in Kombination mit außergewöhnlichen Materialien. Die Ausfertigung wird nach Kundenwunsch in verschiedenen Farben und individuellen Motiven in Handarbeit vorgenommen.

Exklusive Einzelanfertigungen auch von Mänteln, Hundetaschen, Geschirren, Kissen und Hundebettchen sind möglich. Wer seinen Hund mit einem Einzelstück um den Hals sehen möchte, ist bei "Susi Wau" genau richtig. Auch wir mussten für Yanka sofort ein Halsband mitnehmen. Die gelernte Bühnenbildnerin Susanne Müller fertigt alle Dinge auch nach Kundenwunsch an. Wer gerne ein Halsband oder ähnliches bestellen möchte, sollte sich telefonisch mit Frau Müller in Verbindung setzen unter 030 / 215 81 24 .

Das Besondere: In einem Extraraum werden Collagen, Skulpturen und Gemälde verschiedener Künstler (Jenny Löbert oder Dörthe Brümmer) ausgestellt. Die Ausstellungen wechseln alle 8 Wochen und sollen vor allem junge Künstler zeigen.
Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 14-19 Uhr Hornstraße 1, Kreuzberg Weitere Infos HIER im Netz.
Und der Stadtplanlink zu "Susi Wau" ist HIER !

Dies sind die ersten 3 Empfehlungen für Eure Tour durch Berlin. Im nächsten Teil werde ich euch zeigen, wo man seinen Vierbeiner frisiert, wo die schönsten Gegenden sind, um mit seinem Vierbeiner spazieren zu gehen und weitere nützliche Tipps.

* : Wer von Euch Berlin über einen Sonntag besucht, der sollte sich das Bulldog-Treffen dort ansehen, besser noch mitmachen :-) Siehe dazu den Link in der grauen Spalte rechts: "Bulldog-Treff Berlin". C.S.D.


Sonntag, Januar 7, 2007

Heute erzählt Gastbloggerin Doris Ehrenstein :

Willie´s vermasselter Auftritt ;-)

Willie schreibt am 5. Dezember 2006

Guten Morgen Frieda, Cornelia und Stu,
ja, es war mal wieder soweit: Heute Morgen, es war noch dunkel, legte Doris dicke Decken ins Auto, Berta und ich wurden mit Avocado-Oel eingesprueht, Nasen eingerieben und dann ins Auto gesetzt. Wir fuhren los.

Doris sagte, wir müssen jetzt 1 1/2 bis 2 Stunden fahren, es ist glatt und kalt : -20 Grad! Das war uns egal. Wir lagen warm im Auto, und kaum waren wir auf der Hauptstrasse, machte Doris das Radio an und wir begannen zu schnarchen. Wir übertönten das Radio, bis es schließlich abgeschaltet wurde. So ein Krach am frühen Morgen!

Wo ging es hin, ich ahnte Schreckliches. Und ich hatte Recht : ins Dog Studio! Es ging um die nächsten Kalender 2008 und 2009.

Am Studio angekommen wurden wir schon herzlichst begrüßt. "Der Willie ist aber gross geworden! Und wie schön er aussieht." Alle guckten diesmal mich zuerst an, dann streichelten sie Berta. Randi (die Fotografin) sagte: "Dieses Mal fangen wir mit Willie an." Berta kam in den Kennel, da sie dauernd herumlief und alles beschnuffelte.

Ich wurde zwischen zwei Pumpkins gesetzt, die Scheinwerfer gingen an, und ich war auf und davon. Nach längerem Fangenspielen gaben Randi und die beiden Helfer auf, ich hatte gewonnen. Ich schüttelte die Stoffenten, dann kaute ich auf einer Plastikkuh, und Randi sagte: "Er soll sich erst etwas ausruhen, ich glaube er ist unter Stress und das darf nicht sein." So, dachte ich, sie versteht was von Bulldogs und legte mich auf den Boden und schnarchte.

"Also, fotografieren wir erst Berta." Berta kam an die Reihe, und ihr glaubt es kaum, sie tat alles was man ihr sagte. Ich war sauer, wir wollten doch so richtig toben bei den tollen Spielsachen.

Randi meinte: "Berta sieht einmalig aus, wir nennen sie "Little Princess." Berta genoss es. Dann gab es eine große Schüssel Doggie-Bisquits, ich schoss direkt darauf los, sie waren aber aus Plastik. Nun war ich endgültig beleidigt. Ich dachte mir, ich werde aber auch überhaupt nichts tun, was sie zu mir sagen. Und ich hielt Wort.

Berta war inzwischen fertig, 4 ganze Filmrollen wurden verbraucht. Genüsslich legte sie sich aufs Sofa. Nun sagte Randy: "Wir machen einen neuen Versuch mit Willie." Ich dachte, versuch's mal!!!

Sie setzte mich wieder auf so ein doofes Bettuch mit Herzen und Blumen, und als sie näher kam, um mich zurecht zu rücken, da habe ich ihr erstmal so richtig ins Gesicht genießt. Anschließend machte ich "Shake", damit sie nicht böse war. Aber Randi war unermüdlich, sie setzte mich doch wieder auf dieses fürchterliche Bettuch. Da habe ich mich rumgedreht und an die Wand geguckt. Sollte sie doch meinen Rücken fotografieren.

Sie meinte nach fast 5 Stunden fotografieren, Requisiten hin- und herräumen : "Hören wir für heute auf." Sie packte die Kamera ein und knipste die Scheinwerfer aus. Da habe ich mich rumgedreht und mich langgestreckt genüsslich auf das Bettuch gelegt.

Randi meinte : "Bulldogs sind was besonderes, ich soll tun was sie wollen, alle anderen Hunde tun was ich will."

Da sie aber unbedingt Bilder von mir machen will, muss ich im Januar wiederkommen, aber zu AUSSEN-AUFNAHMEN IM SCHNEE. Das gefällt mir schon besser. Ich werde mich auch dann ordentlich benehmen. Also, Ihr werdet von mir hören, wie der nächste Termin abläuft. Ich bin nun müde und will schlafen und schnarchen. Berta auch!
Liebe Grüße, Euer Willie

Willie schreibt am 6. Januar 2007

Guten Morgen Frieda, Cornelia und Stu,
jetzt ist es mir zu kalt für Außenaufnahmen! Doris sagt, es sind -41 Grad Celsius. Ich renne nur so schnell ich kann zwei Meter zum Pipimachen raus. Und sofort wieder rein. Die bunten Vögel beobachte ich lieber drinnen vom Sessel aus. Ich wandere dazu von Sessel zu Sessel.

Bei Euch ist es nicht so kalt, sagt Doris. Frieda, du kannst noch Eichhörnchen draußen jagen, das ist toll! Hier haben wir Erdhörnchen, und die bauen sich Tunnel und Höhlen mitten im Schnee. Ich glaube die machen das, weil es ihnen draußen auch zu kalt ist. Unter dem Schnee kann ich sie nicht mehr beobachten. Nur im Sommer kann ich das. Dafür habe ich jetzt so viele Vögel hier wie sonst nie, Doris sagt 50! Ich glaube, sie füttert die Vögel für mich!

Sonst ist es jetzt langweilig hier, so nur im Haus. Deshalb habe ich mir ein neues Ballspiel überlegt. Mit meinen Pfoten schupse ich den Ball weg. Dann springe ich mit allen 4en hoch und werfe mich drauf, um ihn zu erwischen. Doris sagt, ich bin geschickt wie eine Katze! Ich denke aber, ich bin geschickt wie ein Tiger!!
Liebe Grüße, Euer Willie



Ein Nachtrag : Leserbrief an Willie und Willie´s Antwort

8.1.2007 : Hallo Willi,

wir lesen Deine Beiträge in Cornelias Bulldogblog mit allergrößtem Spaß. Natürlich sind wir im Besitz des 07er Kalenders, wo sich Deine Berta so toll präsentiert. Du hast schon recht, wenn Du Dir ein Leben als Star nicht antun willst. Der Trubel ist eben nicht jedermann's Sache, das wird Doris schon noch einsehen. Allerdings, das was Berta im Modelbuisness ist, bist Du natürlich bereits in der schreibenden Zunft. Jeder hat eben so seine Talente, mach bloß mit dem Schreiben weiter, so haben wir immer viel Freude.

Du und Deine Berta leben aber in einer eisigen Gegend, gut daß Deine Leute Dir ein so molliges und trautes Heim bereiten, so kann Euch der kalte Winter in Alaska nichts anhaben und du hast in dieser Phase Gelegenheit, Deine ornithologischen Studien fortzusetzen.

Mach´s gut und grüße Berta und Deine Leute recht lieb, Familie Knappe aus Spandau


8.1.2007 :
Hallo Familie Knappe,
Hallo meine begeisterten Leser,

gerade habe ich mit Berta Rennrunden durch alle drei Etagen erledigt. Das war anstrengend. Nicht das Laufen, aber Berta von der Heizung wegzukriegen, da mußte ich mir was einfallen lassen!

Nun kann ich mich entspannt dem Schreibem widmen. Ich habe Euch zwei Fotos meiner neuesten Beobachtungsobjekte geschickt. Eine Elchkuh mit ihrem Welpen kommt seit gestern immer wieder vor mein Fenster. Die würde ich sooo gern beschnuppern. Aber bei der Kälte riskiere ich, daß meine Nase zufriert! Es ist schlimm genug, daß Berta und ich kein "IN-house" (Toilette) haben wie Doris. Berta rennt wie der Teufel raus zum "Big Business", um schnell wieder an die Heizung zu kommen. Aber ich entscheide mich bei heute minus 50 Grad für Verstopfung!

Das war mein Lagebericht aus Alaska. Liebe Grüße, Euer Willie


Freitag, Januar 5, 2007

Heute Mails von Gastbloggerin Sue Klette

Ernest, oder der Schrecken einer Kastration

20.11.2006: Liebe Familie Savory, Sie haben doch so viel Erfahrung mit Bullis, vielleicht haben Sie einen Tip für mich: Mein Ernest ist 16 Monate alt und nicht kastriert. Das kam für mich nie in Frage. Doch jetzt ist er völlig Testosteron und Libido gesteuert.....

21.11.2006: Hallo Cornelia, vielen Dank für diese schnelle und gute Antwort!! Ich denke, ich lasse Ernest kastrieren, habe meinen Tierarzt heute angerufen und mich noch einmal genau erkundigt. Er ist auch Ihrer Meinung, was mich irgendwie beruhigt! Er will ihn noch einmal vorher untersuchen, Herz usw. Kostenpunkt hier in München zwischen 200.- und 350 Euro je nach Dauer und Aufwand. Heftig, aber ich denke an das Leben - danach-. Wird schon werden!!!

23.11.2006: Hallo Cornelia, waren heute beim Tierarzt zur Voruntersuchung. Herz, Lunge, Ohren alles ok. Nur beim finalen Griff an die noch prächtigen Hoden gab es einen kurzen bösen Knurrer von Ernest zu hören. Der Tierarzt war aber drauf gefasst und schneller als der Hund. Montag um 10 Uhr ist es soweit. Ich versuche ruhig zu bleiben und den Ernest nicht mißtrauisch oder ängstlich zu machen. Nehme mir frei, damit ich 2 Tage bei ihm bin. Meine Kinder sind ja auch noch da. Wird schon, Sie haben mir Mut gemacht, vielen Dank noch einmal dafür!!! Liebe Grüße Sue und Ernest

24.11.2006: ... Bitte einmal fest Daumen drücken, damit alles gut geht. Wir verwöhnen Ernest das Wochenende noch mit schönen Spaziergängen und gutem Fressi! Ganz liebe Grüße und allen Familienmitgliedern, auch den pelzigen, ein fröhliches Wochende, Ihre Sue

27.11.2006: Hallo Cornelia, Ernest wurde heute um 10:00 kastriert. Es war gaaaaanz scheußlich!!!! Gott sei Dank wachsen die Dinger nicht nach, nochmal würde ich nicht durchstehen!!! Es ist gut gegangen, hat kaum geblutet, sagt der Tierarzt. Die Hoden waren allerdings ziemlich die größten, die er bei Bulldoggen je hatte. Respekt Ernest!

Was ich so schlimm fand war, dass ihm so schlecht auf die Beruhigungsspritze war, mußte mehrmals erbrechen. Die Vene so schwierig zu finden war und es ewig dauerte bis die Infusion lief. Und natürlich der Anblick des operierten schlaffen Ernest mit heraushängender Zunge. Weißt du wie arg die Hunde jammern, wenn sie aufwachen? Herzzerreissend über Stunden ging das. Er darf nicht hinlecken wegen der Infektionsgefahr, und ich dachte er kommt da eh nicht hin, denkste. Leider muss er, wenn er es nicht läßt, einen Trichter tragen. Er beäugt ihn schon so komisch, er liegt im Wohnzimmer.

Ansonsten haben wir ihn gerade vom 2. Stockwerk hinunter getragen und er hatte so gezittert, dass wir dachten das wird nix. Aber der Druck aufs volle Bläschen war stärker. Er setzt sich dauernd hin, als ob er merkt, da hinten stimmt was nicht. Heimwärts hat er die Treppen ohne Mühe dann alleine geschafft. Ganze Familie war schweißgebadet aber glücklich, dass es geklappt hat. Vielleicht bin ich aber auch empfindlich und für dich hört sich das nicht schlimm an, mir jedenfalls war den ganzen Tag flau im Magen, und Ernest hat wahrscheinlich auch morgen kein Fell mehr vor lauter Streicheln und Liebhaben, bis er wach war.

Ich hoffe, er schläft heute ruhig und ist morgen wieder munter. Mittwoch wird er noch einmal angeschaut, Antibios für ein paar Tage habe ich bekommen. Heute hat er nicht gesoffen und gefressen, aber so war ihm auch nicht übel danach.... Ganz liebe Grüße Deine Sue

28.11.2006: ... Heute sieht die Welt wieder schöner aus. Er hat morgens gesoffen und gefressen, alles drinbehalten und draussen problemlos Pipi gemacht. Allerdings kriegt er manchmal so einen Rennanfall. Der Popo wird eingekniffen und dann setzt er sich plötzlich einfach hin, auch draußen. Vielleicht zwickt die Naht? Bin gespannt, wann er das erste Häufchen macht, glaube er verdrückt es. Mein Gott, wie mit einem Baby gell? Was für Sorgen einem da daherkommen. Ein Streichler für Frieda von uns.

29.11.2006: Hallo Cornelia, ... Heute gehen wir noch mal zur Kontrolle zum Vet. Du hast schon Recht gehabt, heute hat er, glaube ich, alles vergessen. Waren morgens schon ein schönes Stück im Olympiapark spazieren und 3 Häufchen sind ja eine gute "Ausbeute". Er setzt sich auch nicht mehr draussen hin, läuft wieder normal....
Ganz liebe Grüße und einen sonnigen Tag! Deine Sue

15.12.2006: Liebe Cornelia, ... Heute hat ein nicht kastrierter Golden Retriever Ernest bestiegen (er versuchte es zumindest), und Ernest hat nichts gemacht, nur gewarnt. Die Frau sagte zu mir auf bayerisch: "I lass mein net kastriern, der werd bloß recht fett." Ich sagte nur (ein wenig erhaben) : "Dafür benimmt sich meiner gut !" Hi, hi, die hat blöd geguckt.
Alles Liebe für heute, Deine Sue


Hinweis für Münchener Bulldogger/innen :

Münchener Bulldogs treffen sich !

Am nächsten Sonntag, übermorgen dem 7. Januar, findet das 1. Treffen für die "Bulldogs in München" statt. Ernest und ich freuen uns gewaltig darauf!
Näheres findet Ihr im Link "Bulldog-Treffen München" in der grauen Spalte rechts.


Mittwoch, Januar 3, 2007

Frieda und der Widder

Am Silvestermorgen spazierten wir wieder einmal im Naturschutzgebiet und Tierpark von Bad Willebadessen. Frieda und ein Wildschwein schnieften sich gegenseitig an, ein Hirsch nahm vor ihr Reißaus, und ein prächtiger Widder schmuste mit ihr!

Der Widderkuß : ein glückliches Omen für´s neue Jahr ;-)))

In der Silvesternacht
war Frieda zunächst von den Knallern irritiert und wollte diese im Garten verbellen und verjagen. Dann aber explodierten diese Knaller als Lichtsterne im Himmel über uns. Sie sah mich fragend an, welche Reaktion denn NUN angebracht sei. Ich lachte und munterte sie auf, sich mitzufreuen.

Und dann sah sie sich mit uns gemeinsam - hinter dem Glasgiebel des Schlafzimmers vor der Kälte geschützt - fasziniert und bewegungslos diese wundervoll bunte Lichterfülle mit weit geöffneten Augen fast eine Stunde lang an.

Sie war schwer beeindruckt, das zeigte sie uns deutlich :-)


Montag, Januar 1, 2007

Bulldog - Briefmarken

Frieda wünscht Euch allen für 2007 soviel "Schwein zu haben," wie sie selbst am Silvester-Morgen! Und allen den Bulldoggern, denen ich vergessen haben sollte Neujahrswünsche zu schicken, hier nun mein Gruß mit der Bulldog-Spezial-Post :-)

"Happy New Year"

Eine absolut tolle Webseite über Bulldog-Briefmarken :

Eine Sammlung von 61 Bulldog-Briefmarken - herausgegeben von Ländern weltweit - sind hier zum Kauf angeboten. Das Herausgeberland, Datum und sonstige Besonderheiten sind zu jeder Marke angegeben (in Englisch). Der Briefmarkensatz oben ist allerdings nicht dabei.

Die angebotenen Briefmarken-Schätze findet Ihr HIER !

Eine kleine Auswahl davon :

Die Engländer haben den Bulldog - so wie ihre Muttersprache - weltweit bekannt gemacht.

Doris, danke für den Link :-)

Die Bulldog-Blog-Beiträge werden monatlich archiviert. Die Vormonate erreichen Sie vom Blog-Index oder von den Inhaltsverzeichnissen aus - alles in der grauen Spalte rechts.
Hier die Bulldog-Blog Beiträge vom Dezember 2006.

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Cornelia Savory-Deermann

Cornelia
Savory-Deermann
, geboren 1945 in Wuppertal, hat seit 34 Jahren Englische Bulldoggen. Jetzt sollen die Bulldoggen hier ihr eigenes deutsches Weblog bekommen. Eure Bulldog -Anekdoten, -Fotos und -Tipps für's Blog sind willkommen.


"Frieda Fay Happy Day"







English Bulldog (AKC) :
Goomba´s
Happy Miss Frieda

Fotos von oben nach unten :
5 Wochen,
10 Wochen,
6 Monate,
8 Monate,
10 Monate
13 Monate
16 Monate
19 Monate alt.


Cornelia´s Bulldogs aus Künstler-Sicht


"Guardsman Casa Canis", 1975, Zeichnerin:
Gunda Deermann

"Floral Garden Quality Wilma Queen", 1995, Malerin: Maggie M. Roe

"Goombas Happy Miss Frieda", 2006, Malerin:
Udalrike Hamelmann


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Cornelia Savory-Deermann


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