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Cornelias 'Bulldog Blog' ...
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Mittwoch, Januar 31, 2007
Ein Bulldog gehorcht nicht, er entscheidet!Der Beitrag von Wolfgang Zeinert (siehe unten) hat mich an ein unvergessliches Erlebnis mit unserer Alma Joy erinnert. Ich schrieb es 1989 für das "Bulldog-Blatt" (heutiger Name "English Bulldog Info") des VdFEB auf.
Eine NachtübungWinter-Familientreffen in Kaarst. Meine Schwester Marcella, Schwager Gerd und Boxerhündin Vita hatten sich für eine Nachtübung beim "Int. Boxer Club", Ortsclub Neuss, angemeldet. Gasthunde seien willkommen.Klare Kiste : Alma und ich machen mit. Eine Fahrt weit raus, das Vereinshaus liegt in wildem Gelände, so recht geeignet für Abenteuer im Dunklen. Der Vorsitzende, Herr Kempfe, begrüßte uns als einzige Gäste sehr freundlich. Alma könne außer Konkurrenz gerne am Wettbewerb teilnehmen. Sie erhielt die Startnummer 8, ihre Glückszahl (geb. 18.8.81) - ein gutes Omen ? Alma war ihr Lebtag noch nie auf einem Hundeübungsplatz gewesen, und Stu's und meine Erziehungsversuche, wir schweigen lieber darüber... Aber aufregend und lustig würde es bestimmt werden ! Herr Kempfe erklärte allen die Übungen vor dem Start genau.
Als Startnummer 8 hatte ich also 40 Minuten Zeit, mit Alma die versäumte Erziehung nachzuholen! Gegen alle die schönen und starken Boxer sah Almachen wie eine Schmuseausgabe derselben aus. Frau Haines, die Posten am Start stand, streichelte Alma zärtlich.
Zuerst ging ich mit Alma etwas über die Wiesen, sie sollte sich so leer machen wie
möglich, schnüffeln, bis sie die Nase voll hatte. Wieder 'Sitz' - und Madam setzte sich und schaute mich erwartungsvoll an; ich küßte sie und juchzte, motivierte sie mit guter Laune. Und das klappte : so viel Küssen und Lachen, Alma fand es in Ordnung, dafür nur Sitz machen zu müssen. Locker an der Leine gehen : hoffnungslos, das war mir klar. In Wald und Wiesen läuft sie nie an der Leine, und in Städten zu Frustwandeln haßt sie so, daß sie wie der Teufel wegzieht, egal in welche Richtung. Ich versuchte sie also einfach nur etwas zu ermüden in ihrem Leinen-Widerstand. Dann ging's los. Marcella ging mit uns, da ich das Gelände überhaupt nicht kannte. Start: Alma setze sich auf Kommando an der Startlinie und BLIEB sitzen, bis auf 'Los'. Ich weiß wirklich nicht warum. Die 1. Aufgabe: durch einen riesigen Treckerreifen. Frau Haines meinte, ich ginge vielleicht besser zuerst durch. Der Reifenrand war schließlich genau so hoch wie die ganze Alma. Alma und ich schauten uns an, ich sagte 'Hopp', und sie kletterte halb springend rein in den Reifen, ich hinterher, klemmte in dem Ding und wäre fast damit umgekippt. Frau Haines staunte: "Ja, alles erfüllt, da muß ich volle Punktzahl geben!"
Die Reihenfolge der Übungen war unbekannt.
Es ging jetzt einen leichten Abhang runter.
Zwei Männer sprachen uns an. Einer hielt eine Riesenwurst in blutender Hand!
Alma und ich wichen einen Schritt zurück vor Schreck. Dann ich: 'AUFPASSEN !!!!' Alma kapierte, ein leises, grollendes 'Wuff' kam und eine Bürste, aber so ganz geheuer war ihr nicht zumute. Lachend kamen zwei Personen aus ihrem Versteck, ich entspannte und Alma auch. "Na, gebellt hat sie. LAUTES Bellen war nicht vorgeschrieben, volle Punktzahl!" Weiter einen steilen Abhang hoch. Marcella und ich schon wieder voll am Kichern. Dann eine Straße, 'Sitz'! Straßen sind doof, Alma blieb stehen. Nochmal 'Sitz', Alma gab nach. Wir über die Straße, ein - vergleichsweise - harmloses Bluff von gegenüber (der Schuß), Alma sah kurz mal hin, nichts Aufregen, meinte sie, wie ich. "Volle Punktzahl, dieser Bulldog hat wirklich starke Nerven!"
Ein freiliegendes Maisfeld, wir spazierten, und ich redete lockend, leise und
zärtlich mit Alma, 'Schön an der Leine gehen, du bist meine Prinzessin, meine ...'
Alma hörte voll Wonne zu und ging an lockerer Leine.
Aus dem Mais sprang ein Mann, rief wilde Worte und rannte auf uns zu : der Überfall. Ende der Geländeübung. Stolz wie auf Wolken wandelnd gingen Alma und ich zurück. Im Vereinshaus bedankte ich mich noch einmal bei Herrn Kempfe für die Gastfreundschaft des Clubs. "Ihr könnt immer gerne wiederkommen", schmunzelte er. Alma wurde zum "Sieger nach Punkten" der Nachtübung erklärt, aber "außer Konkurrenz", da sie ja LEIDER kein Boxer sei :-)))
Montag, Januar 29, 2007
Heute erzählt Gastblogger Wolfgang Zeinert :
Vom Deutschen Boxer zur Englischen BulldoggeNachdem unser Hund Churchill sich bereits bei Euch vorgestellt hat, (Berlin-Seite: 15. 12. 2006) möchten wir als seine Besitzer dies auch tun. Unser Name ist Annemarie und Wolfgang Zeinert. Wir sind 57 bzw. 54 Jahre alt und wohnen in Berlin Heiligensee. Unser Haus steht direkt am Waldrand und so kann Churchill nach Belieben toben (wenn er denn will).
Wir empfanden, dass diese Leute für uns nicht geeignet waren und haben mit unserem Hund nur noch das gemacht, was unser Hund wollte. Bei einer Unterordnungsübung bekamen wir Besuch von Sabine und ihrer Englischen Bulldogge Enzo. Sie fragte höflich, ob sie nicht mit ihrem Hund eine Unterordnung laufen könnte. Die Boxerleute grinsten vergnügt und freuten sich schon auf das Desaster, dass sie gleich erleben wollten. Aber weit gefehlt. Sabine legte mit Enzo eine 1A Unterordnung hin. Den Boxerleuten stand der Mund offen und auch wir waren begeistert. Uns hat jedoch der Hund mit seinem Wesen und seiner Ausdruckskraft sehr gefallen und wir haben uns schon damals in diese Rasse verliebt. Im Januar 2005 verstarb unser geliebter Attila. Wir haben nicht lange überlegen müssen, ein neuer Hund muss her, eine Englische Bulldogge. Bei einem Züchter in Holland haben wir dann unseren Hund erworben Wir gaben ihm den Namen Churchill. Er ist jetzt 18 Monate alt und unsere ganze Freude.
Ich, als Herrchen, hatte anfangs meine kleinen Probleme im Umgang mit Churchill. War ich es doch gewohnt, kurze und knappe Kommandos im Umgang mit unserem Boxer zu geben. Diese Methode versagte bei Churchill völlig. Wenn ihm meine Tonlage nicht gefiel, drehte er den Kopf zur Seite und strafte mich mit Missachtung. Ich habe manchmal im Wald gestanden und auf meinen Hund gewartet, der wie in Stein gehauen dastand und mich nur musterte. Efeu hätte um meine Beine wachsen können. Nach einer Woche erkannte ich endlich, dass dies nicht der richtige Weg ist und änderte mein Verhalten. Gutmütiges und sanftes Zureden, verbunden mit einer Streicheleinheit und viel Lob haben Wunder bewirkt. Churchill macht uns soviel Freude, dass wir ernsthaft überlegen einem zweiten Bulldog ein neues Heim zu geben. Liebe Grüße an alle Bulldog-Fans von Annemarie, Wolfgang und Churchill
Samstag, Januar 27, 2006
Wintersport und Siegeswillen :-)Unten sehen wir ein Kalenderbild "JANUAR von Rudi Kuhfeld". Es läßt mich schmunzeln, mit welchem Elan der Bulldog "Husky Sibiria" überholt :-)Der VdFEB gab diesen Kalender 1989 heraus. Ich werde in diesem Jahr jeden Monat das "Monatsbild" aus diesem Kalender hier im BB zeigen, weil in diesen Karikaturen das Wesen des Bulldogs so wunderbar deutlich ge(kenn)zeichnet ist.
Unsere Alma liebte den Schnee, jedenfalls wenn er nicht ZU hoch lag. Sie zog tatsächlich einen Schlitten - allerdings nicht mit MIR ;-), sondern mit einem juchzendem Kind darauf:-))
Donnerstag, Januar 25, 2007
Heute schreibt Gastblogger Jörg KnappeOtto - ein NachrufLiebe Cornelia,hier nun, dem Bedürfnis von Christel, Marco und mir entsprechend, ein Nachruf auf unseren Bulldogfreund Otto, von dessen neuntem Geburtstag ich jüngst erzählte. (Siehe BB-Beitrag 18. November 2006.) Otto, das Bulldog-Urgestein in unserer Nachbarschaft, ging am 5. 12. 2006 zu seinen Vorfahren.
Den ersten Kontakt stellte Helga telefonisch zu den Besitzern her. Nachdem die Weichen für einen ersten Besuch gestellt waren, bekam sie noch den gut gemeinten Rat, bei Erscheinen vor Ort Hosen zu tragen. Weil sie darin aber keinen Sinn erkennen konnte, ignorierte sie diesen und trug an dem Tag Strumpfhosen. Als Otto Senior sie dann auf seine ganz spezielle Art begrüßte, wußte Helga schlagartig, daß sie dem vormals erteilten Rat besser hätte folgen sollen. Otte Senior umklammerte nämlich heftig ihre Beine und zerfetzte dabei das viel zu empfindliche Beinkleid. Den Wurf in Augenschein nehmend, fiel Helga und Ludwig der Otto Junior sofort ins Auge. Wir kennen es alle, Liebe auf den ersten Blick! Der tat es auch keinen Abbruch, daß sein Verhalten und sein Temperament, wie es die Besitzer beobachtet hatten, mit dem seines Vaters identisch zu sein schien, was sich in den Folgejahren auch vollauf bestätigte.
Er war berühmt und auch berüchtigt. Das hing damit zusammen, daß er jeden Rüden schon von weitem ordentlich anblaffte und ein riesen Getöse veranstaltete. Das wurde, weil es einfach furchteinflößend war, von vielen Hundebesitzern als Aggression mißverstanden. In Wahrheit allerdings war es nichts weiter, als Abwehrverhalten in Prävention. Als Welpe wurde er, kaum ein Hund seines Umfelds kannte die Bulldogsprache, ständig mißverstanden und oft attackiert. Weil er so häufig gebissen wurde, hat er sich klugerweise dieses Abwehrverhalten vor Schaden ausgedacht und Zeit seines Lebens erfolgreich praktiziert. Dieses Verhalten ersetzte die vordem übliche bulldogtypische Spielaufforderung, die leider so oft mißverstanden worden war.
Leider forderte auch bei Wetzensteins die Zeit ihren Tribut. Ludwig erkrankte und wurde allmählich zum Pflegefall. So lange er zu Haus war, blieb auch Otto's Welt noch in Ordnung. Aber als Ludwig vor einiger Zeit ins Pflegeheim mußte und selbst seinen Otto nicht mehr erkannte, verlor dieser plötzlich jeden Lebensmut. Wie ein alter Indianer hatte sich Otto entschlossen, zu sterben. Unbeugsam, wie er immer schon seine Entschlüsse durchsetzte, legte er sich in Herrchens verwaistes Bett, stand kaum noch auf und verweigerte auch sein sonst so geliebtes Essen. Weder Frauchen, noch Tierärztin konnten seinen Entschluß ändern. Und so schloß er selbstbestimmt, welch ein großer Liebes- und Verbundenheitsbeweis, am 5. Dezember für immer seine Augen. Die Geschichte mit der Regenbogenbrücke hat uns schon immer bewegt und so wünschen wir Otto, daß er in dem Land auf der anderen Seite angekommen ist. Dort würde er dann in bester Bulldoggesellschaft sein und irgendwann seinen Ludwig für immer wiedersehen. Wir finden dies eine wundervolle Vorstellung und leben gerne mit ihr. Christel, Marco und Jörg Knappe aus Berlin
Dienstag, Januar 23, 2007
Heute ermahnt ;-) uns Gastbloggerin Gabi Mill-RogelAch du dicker Hund ...Dicksein ist - wie wir alle wissen - keine ausgesprochene Menschendomaine, auch Hund kann Übergewicht haben. (Sollte er nicht, aber mein Hüftspeck sollte da auch nicht sein, wo er ist). Allerdings könnte es ein Hund doch einfacher haben abzunehmen, als Herrchen oder Frauchen, wenn diese wenigstens hierbei einmal konsequent sind. Bislang hatten wir aber bei Hannibal mit dem Abnehmen die gleichen Probleme wie bei uns selbst. Der gute Vorsatz war da, aber das schwache Fleisch war dem Willen immer haushoch überlegen.
Hier waren also wir gefragt und wir haben es geschafft. Hannibal hat bei seiner
stattlichen Größe nun sein Idealgewicht von 29,75 kg.
Nun, hier kamen zwei Faktoren zusammen. Zum einen haben wir ja seit Juli Familienzuwachs bekommen. Klein Connor entpuppte sich von Anfang an als "Personal-Trainer". Seit er bei uns ist, vergeht nicht ein Tag, an dem er Hannibal nicht mindestens ein, oder sogar zweimal zu einem ausgiebigen Ringkampf herausfordert, der dann gerne mal eine halbe Stunde dauern kann (und nach dem ich dann erstmal wieder die Möbel an ihren angestammten Platz zurückstelle). Zum anderen will Hannibal auf keinen Fall zuhause bleiben, wenn wir mit Connor rausgehen. Eifersucht! War er früher mit drei bis vier kurzen Gängen zufrieden, dürfen es nun schon gerne vier bis fünf mindestens 30-45minütige Gänge sein. Zum anderen gibt es das Futter auf drei kleine Mahlzeiten aufgeteilt und ich schneide die Belohnungsschmackos ins kleinere Stückchen. So kann ich öfters was geben, ohne gleich eine zusätzliche Mahlzeit daraus zu machen.
Ich kann nur allen raten, die einen Hundesenioren besitzen - erleichtert ihm das Leben, helft ihm beim Abnehmen. Es muss ja nicht unbedingt ein Welpe ins Haus, um ihm Beine zu machen - wobei selbiger in dieser Hinsicht schon wirklich gute Arbeit leistet. Sorgt für mehr Bewegung und weniger Kalorien im Napf und euer Hund wird es euch mit mehr Vitalität danken. Ob es sein Leben letztendlich verlängert? Ja, daran glaube ich. Auf jeden Fall aber dürfte er mehr Spaß in seinem Alter haben.
Ich bin neulich unterwegs von jemandem angesprochen worden, wegen Hannibal und Connor - was ansich ja nichts Ungewöhnliches ist. Aber dieser Jemand hat seit einer Woche einen Bulldogwelpen - aus Holland!!! Das arme Kerlchen wiegt mit 9 Wochen sagenhafte 9 Kilos!!! (Circa 7 kg sind für 9 Wochen alte Bulldogwelpen angemessen und gut. 9 kg bedeuten circa 28% Übergewicht!!! Wie sollen sich da "unbeschwert" die Gelenke entwickeln können???)
Gott-sei-Dank griff Mutter Natur selbst ein und der Kleine erbrach es immer wieder und nahm auf 6,75 kg ab. Herrchen war daraufhin (und wegen Entwurmen, etc.) mit dem Kleinen beim Arzt, und der hat dieses Futter-Gemisch gleich mal gestoppt. Er hat den Mann auch bezüglich des Gewichtes von 6.75 kg beruhigt. Ich habe dem Mann auch gesagt, dass eine Gewichtszunahme von ca. 100 gr. am Tag okay sei, und er solle zusehen, dass er sich keinen dicken Rollmops heranzieht. Die Eltern des Kleinen hatte er nur von Bildern gesehen!!! Sie seien schon recht stämmig gewesen. Ich kann nur hoffen, dass er sich keine Baustelle gekauft hat.
Anmerkung zu "Abnehmpillen für den Hund" :Ein paar Tage, nachdem Gabi mir diesen Beitrag gemailt hatte, gingen Berichte über "Abnehmpillen für den Hund" durch die Presse. Ich habe einen Kommentar aus der 'FAZ' für Euch dazu; und einen Bericht aus dem 'Westfalenblatt', mit einem Bulldog als Beispiel eines "Dicken Hundes".Ich selbst würde diese Pillen niemals meinem Hund geben. Langzeitstudien fehlen, und man weiß ja schließlich auch, welche unkalkulierbaren Nebenwirkungen Eingriffe in die Stoffwechselsysteme haben können. Traditionell ist sicherer und billiger : "FDH" :-) Anmerkung zu "Hund überfüttern als Straftatbestand" :Der VdFEB berichtet über die Verurteilung eines Mannes wegen Überfütterung seines Hundes. HIER eine Kopie davon.
In seiner Ausgabe November 2006 bringt das sehr empfehlenswerte
Hundemagazin WUFF
unter dem obigen Titel ein Interview mit Thomas Schröder, dem Bundes-Geschäftsführer
des "Deutschen Tierschutzbundes" (DTSchB), dem über 800.000 Mitglieder angehören. Hier eine
kleine Zusammenfassung und auch Auszüge daraus.
Pascal Becker, Redakteur der WUFF, geht zunächst auf das Tierschutzgesetz (TSchG)
ein. Er zitiert den §11b :
WUFF fragt, was Zuchtverbände, bspw. der VDH, zum
TSchG und dem Gutachten dazu sagt.
WUFF fragt weiter, warum vom DTSchB keine Musterklage
gegen Qualzucht im Sinne des TSchG geführt wird.
Ich vertraue darauf, daß der Bulldog durch den Druck des Marktes und seiner Fans
(auch seiner Fans im VdFEB), in
kleinen Schritten, zu alter Vitalität zurückfinden wird!
Der beste Weg wäre die Gründung eines Zuchtvereines mit genau diesem erklärten Ziel -
und in dem alle Züchter an einem Strang ziehen!
Für andere Besucher des Festivals war sie potthäßlich für uns eine
Miss Germany!!!!!!!!! Berta ließ sich das Bäuchlein
kraulen, uns waren schon die Beine eingeschlafen, denn wir wollten nicht wieder
aus der Hocke aufstehen, sondern sie mindestens den ganzen Tag und Abend
dauerkraulen. Der Besitzer meinte nur: "Wenn ihr so verliebt in Berta seid,
wird Euch früher oder später eine Bulldogge finden und bei Euch bleiben."
Ja, so war es dann auch. Im Oktober 2005 zog Ernest bei uns ein und
verscheuchte sämtliche Depressionen und schlechte Laune in unserem frisch geschiedenen
Haushalt.
Prompt stand eines Tages in besagtem Käseblatt unseres Stadtteiles:
"English Bulldog Welpen von privat". Ich rief sofort an, ein Mann mit tschechischen
Akzent meldete sich. Er war sehr freundlich, meinte da wäre noch ein Rüde,
10 Wochen alt, und der Englische Bulldog seines Bruders hätte die Welpen.
Ich könnte ihn aber jetzt nicht anschauen, da er er ein paar Tage in seine Heimat
Tschechien führe. Aber er würde mir ein Foto e-mailen, und ich solle schon mal 50 Euro
auf sein Konto überweisen, dann wäre der Hund für uns reserviert.
Die Alarmglocken bimmelten da schon leise bei uns! Das Foto kam nie an,
wir wussten nur, der Hund ist braun und weiss und "sehr, sehr scheeeen",
wie der Mann meinte. Einge Tage später meldete er sich wieder und
sagte, wir könnten jetzt kommen und den Hund anschauen.
Meine Teenager Kinder waren leichenblass, mir war kotzeübel, wir wussten nur,
daß wir dieses faltige kleine arme Wesen einfach von diesem schrecklichen
Mann und Ort wegbringen mußten. Ich gab dem Mann sein Geld, nahm Ernest auf
den Arm und fuhr nach Hause.
Wir hatten nur ca. 20 Minuten nach Hause. Ernest zitterte und
kuschelte sich auf dem Schoss meiner 17 jährigen Tochter Caroline. Er hatte großen
Durst und soff eine ganze Schüssel Wasser leer. Als er sich ein bißchen in der Wohnung
umgesehen hatte, brachten wir ihn in den Park und er hatte Mega-Durchfall. Na ja, die lange
Fahrt und die Aufregung, kann schon mal vorkommen. Später hustete er gelben zähen
Schleim ab, bekam eine trockene Nase und wirkte insgesamt gesundheitlich nicht
in Ordnung. Die erste Nacht möchte ich mir gar nicht mehr ins Gedächtnis zurückrufen.
Ich war nur am aufwischen von allen möglichen Körperflüssigkeiten.
Ich nahm wieder Kontakt zu dem Hunde-Dealer, ich nenne ihn jetzt so, auf und berichtete
ihm was war. Er entschuldigte sich zwar, dass der Hund so krank war. Sonst hätte sein
Bruder immer nur gesunde Tiere. (ja schon klar!) Und ob wir ihn umtauschen wollen.
Ich fragte ihn, ob er selber das mit seinem Gewissen vereinbaren könne, was er da
tut, aber er legte auf.
Ich rief die Polizei an und fragte um Rat. Diese
interessierte sich aber nicht sonderlich dafür, denn der Hund ist eine Sache
und wir könnten ja einen Prozess anstreben. Die Papiere von Ernest waren
absolut wertlos, wie uns der Tierarzt sagte, (Impfungen mit 4 Wochen) die
Adresse der Person ungültig, wie wir später herausfanden, und der Mann ging
nicht mehr an sein Handy.
Wir besuchten eine Hundeausstellung in der Münchener Olympia Halle
als Ernest 6 Monate alt war, nur so um zu gucken, wie andere Bulldogs
von "edlerem" Geblüt und Herkunft aussehen und - ob man´s glaubt oder nicht -
Ernest wurde mehr fotografiert und für seine Schönheit bewundert als die
kurzatmigen, "dicken Dinger" im Ring!!! Eine Dame zog ihre Hündin von Ernest
rabiat weg, als diese Ernest übers Gesichtchen lecken wollte und sagte: "pfui!!"
Alles klar, oder?
Kritiker werden jetzt sagen, selber Schuld was uns passiert ist, aber wir
hätten jedem(!!!) Bulldog ein liebevolles Zuhause gegeben, ob behindert,
alt oder sonst etwas. Jeder Bulli hat so viel Liebe für seine Familie im
Herzen, und die bekommt er bei uns 100000000000000000000000000000000000000000mal zurück.
Und ja - ich gehöre zu den Bulldogs, die jeden Tag ihrer Arbeit nachgehen:
Kathrin ist seit vielen Jahren die Assistentin von Uli Stein, und so heisst es für
uns 5 Tage in der Woche - ab ins Studio und zur Arbeit. Na gut, das Aufstehen fällt
mir nicht immer leicht, aber wenn nun mal die Arbeit ruft...
Ehrlich gesagt weiss ich gar nicht so genau, was Uli und Kathrin den ganzen Tag so
an ihren Computern und Zeichentischen treiben - manchmal schaue ich
Uli über die Schulter, macht mich aber
auch nicht so recht schlau, wenn sie da den ganzen Tag
nur so rumsitzen. Ich weiss nur, dass die eigentliche Arbeit hier von mir gemacht wird.
Das Melden des Postboten und der ganzen Leute von UPS, DHL und wie sie alle heissen,
die andauend an der Tür klingeln - mit anschliessendem Zer-kleinern des angefallenen
Verpackungsmaterials (eine meiner Lieblings-
Ab und zu muss ich immer wieder mal für Uli Steins Tagebuch auf
www.ulistein.de
als Fotomodell herhalten, was ich aber mit Links mache, immerhin habe ich schon
mal im Fernsehen mitgespielt ("Hier kommt Kalle"/ ZDF) und kenne mich mit sowas aus.
Mein Hauptjob wiederum ist, mir mein Kissen hinter
Kathrins Computer-Arbeitsplatz
akribisch zurecht zu rücken und dann mit gleichmässigem Schnarchen und Schnaufen für
eine friedliche und kreative Raumatmosphäre zu sorgen, was mir - glaube ich -
auch ziemlich gut gelingt. Zumindest habe ich noch keine Klagen gehört und werde
ständig mit Streicheleinheiten und leckeren Kleinigkeiten in meiner Arbeit bestätigt.
Ab 16:00 hab ich Feierabend und dann geht's täglich ans Wandern, Schwimmen,
Spielen, Kumpels treffen.... Hey - ein richtig gutes Hundeleben.
Grüsse von Emma
Sehr geehrte Damen und Herren,
Sehr geehrte
Stu und ich ließen es uns natürlich nicht entgehen, Helga wiederzusehen, und wir standen
deshalb um kurz nach 5 schon auf. Frieda kennt Helga ja noch nicht, da sie erst 1 1/2
Jahre alt ist. Aber unsere Wilma liebte es, Helga zuzulauschen ;-).
Helga war viele Jahre der Inbegriff des Bulldogs in Deutschland. Gingen wir mit Wilma
spazieren, so wurde uns manchmal zugerufen : "Oh, Sie haben ja eine Helga!"
Ich bin überzeugt, Helga hat viel Sympathie für den Bulldog in Deutschland erzeugt.
Sie war und ist gesund, und sie zeigte in jeder Sendung in immer neuen Varianten
das eigenwillige Bulldogwesen, das uns so oft lachen läßt. Helga war der beste
Komiker im "SAT1 Frühstücksfernsehen" :-).
Helga hatte viele Überraschungen und Rollen drauf : vom Schmuseteddy - über den
Trotzkopf und die Schlafmütze - bis hin zur Stinkbombe. Ihr
angeborenes, liebenswürdiges Selbstbewußtsein und auch ihre Geduld waren vorbildlich.
Sie sorgte dafür, daß die Sendungen Einlagen bekamen, die das Leben selber schrieb :-))
Ich habe ihr Ausscheiden aus der "Szene" sehr bedauert und mich jetzt riesig gefreut,
sie im TV noch einmal wiederzusehen.
Helga machte in dieser Review-Show einen tollen Eindruck mit ihren schon
fast 12 Jahren : sie wirkte etwas müder,
etwas grauer um die Nase, aber immer noch schön und voll des alten Charmes :-)))
Letztendlich mußte ich mich eines Besseren belehren lassen, denn
Helga hatte offensichtlich Spaß am Freitag.
Sie saß ohne Bestechungs-Leckerlies auf dem Sofa oder bewegte sich
ruhig im Studio umher.
Während der Nachrichten bellte sie nicht, was sie früher gern mal tat.
Es kamen viele Faxe und positive Resonanz, was mich natürlich sehr
freute. Erstaunlich, wieviele Zuschauer noch Helga kennen,
obwohl sie seit
fast zwei Jahren nicht mehr auf dem Screen war.
Helga kann gut schwimmen, und wenn es nicht zu stürmisch und wellig
ist, geht Helga gern auch ins Meer.
Vielen Dank noch einmal für ihren Blog.
Weiterhin viel Erfolg und Gruß an Frieda von Helga.
Wir hatten viel Spaß an diesem herrlichen Nachmittag, auch Frieda, denn Hovawart Carlos
und sie verstehen sich prima! Und der
Spaziergang rund um Udalrike und Lothars Anwesen war wieder einmal
inspirierend schön!
Wir sammelten Schlehen, und Frieda bestand auf einer Kostproben davon. Aber
SOFORT spuckte sie diese saure Schlehe mit so angewidertem wie überraschtem
Gesicht wieder aus :-) Wir legten die Schlehen dann in Cognac ein.
Davon bekommt Frieda aber keine Kostprobe ;-)
Schon 1989 kaufte ich mein erstes Bild
von Udalrike, und inzwischen habe ich eine kleine
Sammlung ihrer so sinnlichen wie magischen Farben-Zauberei zuhause.
So klar und sicher in weite Dimensionen reichend - und dabei von spielerischer
Intensität getragen, wie ihre Bilder es sind, so ist
Udalrike auch als Mensch.
Ich empfehle jedem von Euch sich ihre Webseite
HIER anzusehen. Ein Atelierbesuch ist nach Absprache auch immer
möglich - und ein Erlebnis!
hat Udalrike dies Bild genannt.
Friedas Gesicht läßt gleichzeitig an ein Kind und an eine Alte denken. In beider
Hinsicht strahlt es Liebe, Sanftmut sowie Entschlossenheit aus. So erleben wir
unsere Kleine ja auch :-)) Udalrike hat unsere Gefühle für Frieda in Friedas Gesicht
eingefangen!
Friedas Kopf und ihre Pfoten schauen aus einem Blattgold-Gestirn heraus.
Kreis und Quadrat, archetypische Symbole für den Himmel und die Erde, umgeben sie
wie eine Aura :-)))
Der dunklere längliche "Fleck" rechts unten im Bild ist der "Schatten" von Friedas
weißem Blitzabzeichen rechts in ihrem Gesicht. In diesem "Blitzschatten"
hat Udalrike alle
Farben eingebracht, die sie für´s Malen von Friedas Fell benutzte. Das finde ich eine
wunderbare Idee: Die Projektion von Friedas innerer Lichtnatur, die sich in ihrem weißen
"Blitzabzeichen" zeigt, nach außen in den Schaffensprozess des
alltäglichen "Hier und Jetzt".
Stu und ich haben uns dieses wundervolle Bild gegenseitig zu Weihnachten geschenkt.
Es hängt über
Fotos von Frieda als Glanzlicht :-)
Auch Accessoires gibt es zu erwerben. Ob Leinen, selbst angefertigte
Halstücher oder Schlafplätze. Es gibt nichts, was es nicht gibt.
Öffnungszeiten: Di.-Fr. 10-18 Uhr Sbd. 10-14 Uhr, Karl-Marx-Platz 12,
Neukölln
Bei Fragen zu Produkten oder bei Bestellungen ruft Ihr einfach
unter der 030 / 689 749 66 an. Weitere Infos gibt es
HIER im Netz.
Und der Stadtplanlink zu "Doggy Bag" ist
HIER !
Wir haben die Waschkabine mit Oskar getestet, der sehr begeistert von
diesem Vergnügen war.
Die Karten gibt es Mo.-Sbd. 10-14 Uhr, Bornholmer Straße 14, Prenzlauer
Berg. Hat man eine Karte, kann man den Salon rund um die Uhr selber nutzen.
Das Besondere: In einem Extraraum werden Collagen, Skulpturen und
Gemälde verschiedener Künstler (Jenny Löbert oder
Dörthe Brümmer)
ausgestellt. Die Ausstellungen wechseln alle 8 Wochen und sollen vor
allem junge Künstler zeigen.
Dies sind die ersten 3 Empfehlungen für Eure Tour durch Berlin. Im
nächsten Teil werde ich euch zeigen, wo man seinen Vierbeiner frisiert,
wo die schönsten Gegenden sind, um mit seinem Vierbeiner spazieren zu
gehen und weitere nützliche Tipps.
* : Wer von Euch Berlin über einen Sonntag besucht, der
sollte sich das Bulldog-Treffen dort ansehen, besser noch mitmachen :-)
Siehe dazu den Link in der grauen Spalte rechts: "Bulldog-Treff Berlin". C.S.D.
Wo ging es hin, ich ahnte Schreckliches. Und ich hatte Recht : ins Dog Studio!
Es ging um die nächsten Kalender 2008 und 2009. Am Studio angekommen wurden wir schon
herzlichst begrüßt. "Der Willie ist aber gross geworden!
Und wie schön er aussieht." Alle guckten diesmal mich
zuerst an, dann streichelten sie Berta. Randi (die Fotografin) sagte: "Dieses Mal
fangen wir mit Willie an." Berta kam in den Kennel, da sie dauernd herumlief
und alles beschnuffelte.
Ich wurde zwischen zwei Pumpkins gesetzt, die Scheinwerfer gingen an, und
ich war auf und davon. Nach
längerem Fangenspielen gaben Randi und die beiden Helfer auf, ich hatte gewonnen.
Ich schüttelte die Stoffenten, dann kaute ich auf einer Plastikkuh, und Randi sagte:
"Er soll sich erst etwas ausruhen, ich glaube er ist unter
Stress und das darf nicht sein." So, dachte ich, sie versteht
was von Bulldogs und legte mich auf den Boden und schnarchte.
"Also, fotografieren wir erst Berta." Berta kam an die Reihe,
und ihr glaubt es kaum, sie tat alles was man ihr sagte.
Ich war sauer, wir wollten doch so richtig toben bei den
tollen Spielsachen.
Randi meinte: "Berta sieht einmalig aus, wir nennen sie
"Little Princess." Berta genoss es. Dann gab es eine große
Schüssel Doggie-Bisquits, ich schoss direkt darauf los,
sie waren aber aus Plastik. Nun war ich endgültig beleidigt.
Ich dachte mir, ich werde aber auch überhaupt nichts
tun, was sie zu mir sagen. Und ich hielt Wort.
Sie setzte mich wieder
auf so ein doofes Bettuch mit Herzen und Blumen, und
als sie näher kam, um mich zurecht zu rücken, da habe ich
ihr erstmal so richtig ins Gesicht genießt. Anschließend
machte ich "Shake", damit sie nicht böse war. Aber
Randi war unermüdlich, sie setzte mich doch wieder auf
dieses fürchterliche Bettuch. Da habe ich mich rumgedreht
und an die Wand geguckt. Sollte sie doch meinen Rücken
fotografieren.
Sie meinte nach fast 5 Stunden fotografieren, Requisiten hin-
und herräumen : "Hören wir für heute auf." Sie packte
die Kamera ein und knipste die Scheinwerfer aus. Da habe
ich mich rumgedreht und mich langgestreckt genüsslich
auf das Bettuch gelegt.
Da sie aber unbedingt Bilder von mir machen will, muss
ich im Januar wiederkommen, aber zu AUSSEN-AUFNAHMEN IM SCHNEE. Das gefällt mir
schon besser. Ich werde mich auch dann ordentlich benehmen.
Also, Ihr werdet von mir hören, wie der nächste Termin
abläuft.
Ich bin nun müde und will schlafen und schnarchen.
Berta auch!
Bei Euch ist es nicht so kalt, sagt Doris. Frieda, du kannst noch Eichhörnchen draußen
jagen, das ist toll! Hier haben wir Erdhörnchen, und die bauen sich Tunnel und Höhlen
mitten im Schnee. Ich glaube die machen das, weil es ihnen draußen auch zu kalt ist.
Unter dem Schnee kann ich sie nicht mehr beobachten. Nur im Sommer kann ich das.
Dafür habe ich jetzt so viele Vögel hier
wie sonst nie, Doris sagt 50! Ich glaube, sie füttert die Vögel für mich!
Sonst ist es jetzt langweilig hier, so nur im Haus. Deshalb habe
ich mir ein neues Ballspiel überlegt. Mit meinen Pfoten schupse ich den Ball weg.
Dann springe ich mit allen 4en hoch und werfe mich drauf, um ihn zu erwischen.
Doris sagt, ich bin geschickt wie eine Katze! Ich denke aber, ich bin geschickt wie ein Tiger!!
wir lesen Deine Beiträge in Cornelias Bulldogblog mit allergrößtem Spaß. Natürlich sind
wir im Besitz des 07er Kalenders, wo sich Deine Berta so toll präsentiert. Du hast schon
recht, wenn Du Dir ein Leben als Star nicht antun willst. Der Trubel ist eben nicht
jedermann's Sache, das wird Doris schon noch einsehen. Allerdings, das was Berta im
Modelbuisness ist, bist Du natürlich bereits in der schreibenden Zunft.
Jeder hat eben so seine Talente, mach bloß mit dem Schreiben weiter, so haben wir
immer viel Freude.
Mach´s gut und grüße Berta und Deine Leute recht lieb, Familie Knappe aus Spandau
gerade habe ich mit Berta Rennrunden durch alle drei Etagen erledigt. Das
war anstrengend. Nicht das Laufen, aber Berta von der Heizung wegzukriegen,
da mußte ich mir was einfallen lassen!
Nun kann ich mich entspannt dem Schreibem widmen. Ich habe Euch zwei Fotos meiner
neuesten Beobachtungsobjekte geschickt. Eine
Elchkuh mit ihrem Welpen kommt seit gestern
immer wieder vor mein Fenster. Die würde ich sooo gern beschnuppern. Aber
bei der Kälte riskiere ich, daß meine Nase zufriert! Es ist schlimm
genug, daß Berta und ich kein "IN-house" (Toilette) haben wie Doris. Berta rennt
wie der Teufel raus zum "Big Business", um schnell wieder an die Heizung zu kommen.
Aber ich entscheide mich bei heute minus 50 Grad für Verstopfung!
Das war mein Lagebericht aus Alaska. Liebe Grüße, Euer Willie
23.11.2006: Hallo Cornelia,
waren heute beim Tierarzt zur Voruntersuchung. Herz, Lunge, Ohren alles ok. Nur
beim finalen Griff an die noch prächtigen
Hoden gab es einen kurzen bösen Knurrer von Ernest zu hören. Der Tierarzt war
aber drauf gefasst und schneller als der Hund.
Montag um 10 Uhr ist es soweit. Ich versuche ruhig zu bleiben und den
Ernest nicht mißtrauisch oder ängstlich zu machen.
Nehme mir frei, damit ich 2 Tage bei ihm bin.
Meine Kinder sind ja auch noch da. Wird schon, Sie haben mir Mut gemacht, vielen Dank
noch einmal dafür!!! Liebe Grüße Sue und Ernest
24.11.2006: ... Bitte einmal fest Daumen drücken, damit alles gut geht.
Wir verwöhnen Ernest das Wochenende
noch mit schönen Spaziergängen und gutem Fressi!
Ganz liebe Grüße und allen Familienmitgliedern, auch den pelzigen, ein fröhliches
Wochende, Ihre Sue
Was ich so schlimm fand war, dass ihm so schlecht auf die Beruhigungsspritze war,
mußte mehrmals erbrechen. Die Vene so schwierig zu finden war und es ewig dauerte
bis die Infusion lief. Und natürlich der Anblick des operierten schlaffen Ernest
mit heraushängender Zunge. Weißt du wie arg die Hunde jammern, wenn sie aufwachen?
Herzzerreissend über Stunden ging das. Er darf nicht hinlecken wegen der
Infektionsgefahr, und ich dachte er kommt da eh nicht hin, denkste. Leider muss
er, wenn er es nicht läßt, einen Trichter tragen. Er beäugt ihn schon so komisch,
er liegt im Wohnzimmer.
Ansonsten haben wir ihn gerade vom 2. Stockwerk hinunter getragen und er hatte so
gezittert, dass wir dachten das wird nix. Aber der Druck aufs volle Bläschen war
stärker. Er setzt sich dauernd hin, als ob er merkt, da hinten stimmt was nicht.
Heimwärts hat er die Treppen ohne Mühe dann alleine geschafft. Ganze Familie war
schweißgebadet aber glücklich, dass es geklappt hat. Vielleicht bin ich aber auch
empfindlich und für dich hört sich das nicht schlimm an, mir jedenfalls war den
ganzen Tag flau im Magen, und Ernest hat wahrscheinlich auch morgen kein Fell mehr
vor lauter Streicheln und Liebhaben, bis er wach war.
Ich hoffe, er schläft heute
ruhig und ist morgen wieder munter. Mittwoch wird er noch einmal angeschaut,
Antibios für ein paar Tage habe ich bekommen. Heute hat er nicht gesoffen und
gefressen, aber so war ihm auch nicht übel danach.... Ganz liebe Grüße Deine Sue
29.11.2006: Hallo Cornelia, ...
Heute gehen wir noch mal zur Kontrolle zum Vet. Du hast schon Recht gehabt,
heute hat er, glaube ich, alles vergessen. Waren morgens schon ein schönes Stück im
Olympiapark spazieren und 3 Häufchen sind ja eine gute "Ausbeute". Er setzt sich
auch nicht mehr draussen hin, läuft wieder normal....
15.12.2006: Liebe Cornelia, ...
Heute hat ein nicht kastrierter Golden Retriever Ernest bestiegen (er
versuchte es zumindest), und Ernest hat nichts gemacht, nur gewarnt. Die Frau sagte
zu mir auf bayerisch: "I lass mein net kastriern, der werd bloß recht fett."
Ich sagte nur (ein wenig erhaben) : "Dafür benimmt sich meiner gut !"
Hi, hi, die hat blöd geguckt.
Am nächsten Sonntag, übermorgen dem 7. Januar, findet das 1. Treffen für
die "Bulldogs in München" statt. Ernest und ich freuen uns gewaltig darauf!
Und dann sah sie sich mit uns gemeinsam - hinter dem Glasgiebel des Schlafzimmers vor
der Kälte geschützt - fasziniert und bewegungslos diese wundervoll
bunte
Lichterfülle
mit weit geöffneten Augen fast eine Stunde lang an.
Doris, danke für den Link :-)
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