Cornelias 'Bulldog Blog' ...

Freitag, Februar 29, 2008

Zungen-Alarm ;-)

Unsere Freundin Katharina Tansley mailte:

Hallo Ihr Lieben! Ich hoffe Euch und den beiden Süßen geht's gut! Ich wollte Euch nur sensationelle Bilder von gestern Abend schicken. Wir hatten einen ernsthaften Zungenzwischenfall :o) Danach... legte sich dann noch Kitty zu uns... Und ein Bild von Ronja, das beweist, dass auch Golden Retriever manchmal merkwürdige Ansichten haben...
Liebe Grüße und Umarmung! Ina

Vom wem Chilli ihre lange Zunge geerbt hat, ist offensichtlich: von Mutter Frieda, wie wir unten sehen :-) Ihr Bruder Kosmo kommt da "zu kurz"; wie sein Vater ist er auch entsprechend rau-nasig. Aber darüber lasen wir schon etwas im letzten Beitrag.

Noch mehr Zungen-Alarm ;-)

Zum linkem Foto möchte ich etwas erzählen:

Melanie Pfersich war mit Olly zu ihrem Tierarzt Dr. Peter Söhl gefahren. Ihre Mutter Uschi begleitete sie mit Charlotte. Charlotte wollte um nichts das Auto verlassen - es stank ihr offensichtlich schon auf dem Parkplatz nach Medizin :-((. Also ließ Uschi sie im Wagen : sofort beendete Charlotte ihr Demonstrations-Zittern und leckte sich entspannt die Nase :-))!

Noch ein wichtiger Zungen-Hinweis von Doris Ehrenstein:

Manche Bulldogs rollen ihre Zungen seitlich ein, wie zu einer Längsrinne.

Dr. Bob Sept, der Tierarzt von Berta und Willie Ehrenstein (in Alaska/USA), erklärte zu seitlich hochgerollten Zungen, dass sie ein Indiz für Atemnot oder Stress seien. Der benötigte Luftstrom würde somit instinktiv beschleunigt und verstärkt! - Atemnot heißt: z.B. ein zu langes Gaumensegel, eine Nasen-Stenose oder auch ein Herzproblem, durch welches sich Wasser in der Lunge sammelt.

Also Achtung. Bei seitlich eingerollten Zungen muß oft wirklich von Zungen-ALARM gesprochen werden! Dazu das Foto eines bedauernswerten Extrembulldogs auf einer Schau.


Mittwoch, Februar 27, 2008

Die trockene Bulldog-Nase

Jede Haut - nicht nur die menschliche - trocknet mit dem Älterwerden früher oder später zunehmend aus. Menschen bekommen dadurch Falten, und der Bulldog (da er die Falten schon hat ;-)), bekommt eine vertrocknete Hornhaut-Nase.

1. Bedeutung der Erbanlagen

Wie schnell eine Haut altert, das hängt (wie auch beim Menschen) wesentlich von den Erbanlagen ab. Unsere Alma entwickelte erst mit 11 Jahren die typische trockene, blass-bräunliche Hornhaut-Nase, unsere Wilma schon mit 6 Jahren, und unser Kosmo wird sie bestimmt noch früher entwickeln, denn seine Nase ist sozusagen von Anbeginn ziemlich trocken und körnig. Friedas Nase dagegen ist ganz glatt, kaum gekörnt und glänzt wie Seide. Sie ist auch immer feucht. Frieda wird wegen ihrer glatten Nasen-Oberfläche vermulich (wie unsere Alma) lange jung aussehen :-)

Junge Hunde haben fast immer eine glatte, schwarzglänzende Feuchtnase, so wie zB der gerade 2 Jahre alt gewordene Knut von Claudia und Frank Pfersich-Schöneshöfer und die 1jährige Charlotte der Eltern Pfersich.

2. Bedeutung der Pflege

Neben der geerbten Nasenhaut-Struktur spielt die Haut-Pflege - wie beim Menschen - eine große Rolle. Diese Nasenhautpflege übernimmt beim Bulldog in erster Linie seine Zunge!

Frieda zum Beispiel hat eine fast endlos;-) lange Zunge, mit der sie sich oft und bis über die Oberkante hinaus ihr Näschen leckt, pflegt und geschmeidig hält. Da die Bulldognase (verglichen mit den Nasen anderer Rassen) zurückgesetzt ist, braucht es eine ziemlich lange Zunge (wie links bei Gloria gut erkennbar), um die Nase bis oben hin einzufeuchten. Kosmo hat die etwas kürzere Zunge seines Vaters geerbt und auch die körnige Nasenhautstruktur. Er braucht deshalb schon jetzt, mit 10 Monaten, alle paar Tage Nasenpflege mit feuchtigkeithaltender Salbe.

Geeignet ist z.B. Vaseline. Manche Bulldogger nehmen auch Melkfett oder Bepanthen-Salbe. Aber den besten Tipp hat Rafaela Schuda auf Lager - siehe weiter unten. Ein alter Hund, wie unsere Wilma in ihren letzten Jahren, bekam ihre Nase bis zu 4mal täglich eingerieben, damit nicht immer wieder Risse bis ins tiefere Fleisch hinein entstanden, die dann auch etwas bluteten.

3. Bedeutung der Umwelt

Neben der Vererbung und der Haut-Pflege spielt noch das Klima eine Rolle. Lebt ein Bulldog in sehr trockenem Klima, dann verdunstet die Feuchtigkeit der Nasenhaut schneller, als sie auf Dauer nachgeliefert werden kann.

So geht es z.B. den Bulldogs von Doris Ehrenstein im Alaska-Winter, denn ab -15 Grad Celsius ist kein einziges Wassermolekül mehr in der Luft. (Eine natürliche Gefrier-Trocknung, kann man sagen. Potty-Gänge dauern bei morgendlichen Temperaturen unter -20 Grad nur Sekunden ;-))

Doris nahm bislang einfach Olivenöl, mit einem Backpinsel aufgetragen, für die Nasenpflege von (der widerstrebenden) Berta und (dem willigen) Tierfreund Willie.

Doris mailte zu Rafaela Schuda´s Tipp : "nimm Kokos-Öl"

Hallo Rafaela, danke für den Tip - über Cornelia - für die Nasen meiner Doggies. Heute habe ich erstmals Kokos-Öl drauf getan.

Willie liebt es, er leckt und leckt. Berta wusste nicht, was es war, da es auch keinen Geruch hat, und so konnte ich sie überlisten.

Den üblichen Kopfstand (nach jeder Nasenpflege) auf dem Sofa, um den "Nasen-Belag" am Polster wieder anzuwischen, veranstaltete sie aber trotzdem. Und Willie macht ihr alles nach - hier in seinem Bett :-)

Also, ich denke es wird helfen. Aber die kleinste Dose, die ich hier bekommen konnte, ist 1000 mg. Na, da kann ich viele Nasen einreiben. Ich werde es auch zum Braten brauchen und auch für meine doch im Winter sehr trockene Haut; (nicht für meine Nase :-). Liebe Grüße, Doris

Doris schrieb diese Mail vor circa 2 Monaten. Gestern sagte sie am Telefon, dank Kokosöl behielten Berta und Willie eine geschmeidig-schwarze, feuchte "Winter-Nase"!

Last not least: Danke an Claudia Pfersich-Schöneshöfer für die Nasen-Nahaufnahmen!


Montag, Februar 25, 2008

Heute erzählt Gastbloggerin Sabine Kilgus von ihren

Erinnerungen an George

Als wir George vom Tierschutz übernommen haben, hatten wir eine eher theoretische Vorstellung von einer Englischen Bulldogge.

Mein Mann Georg konnte sich nicht erinnern, je einen Englischen Bulldog in natura gesehen zu haben, und ich konnte mich nur an zwei Begegnungen erinnern:
Da war eine Englische Bulldogge auf der Internationalen Rassehundausstellung in München - es muss irgendwann in den 80er Jahren gewesen sein - vor der ich verzückt niederkniete und die mich darauf hin sofort umwarf. Beim zweiten Mal sah ich auf dem Münchener Flughafen einen sehr eleganten Mann mit Englischem Bulldog, der mich charmant anlächelte - wohl in der Annahme, meine Begeisterung gelte (auch) ihm...

Trotz der seltenen Begegnungen "in vivo" - ich war davon überzeugt: das ist meine Rasse.

Heute ist aus dieser Überzeugung Gewissheit geworden. George hat uns zu absoluten Fans seiner Rasse gemacht.

George vereinte die bulldogtypische Eigenwilligkeit und Sturheit mit einer großen Liebe zu den Menschen. Er warf meine Vorstellungen von Hundeerziehung lässig über Bord. Ich nahm bis dato an, ich sei "hundeerfahren", hatte also ziemlich klare Vorstellungen von Hundehaltung und -Erziehung. George lehrte mich, manches zu hinterfragen und vor allem anders zu machen.

Er hatte eine starke Persönlichkeit. George gab nie auf. Wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hatte, setzte er alles daran, sich durchzusetzen. Er konnte bis zur Penetranz hartnäckig sein.

So krank er war: er hatte klare Vorstellungen davon, was ihm zustand.

In der Anfangszeit galt sein Ehrgeiz der Eroberung eines blauen Sofas. Wir konnten nicht lange durchhalten und George hatte "sein" Sofa. In den ersten Monaten genoss er dieses Sofa in vollen Zügen.

Er hatte die Angewohnheit, Schlag 22 Uhr "ins Bett" zu gehen. Sprich: er zog sich in "sein" Zimmer auf "sein" Sofa zurück. Freunde, die auf Besuch waren, waren amüsiert und wünschten sich, ihre Kinder würden ebenso problemlos schlafen gehen.... Nur: es hielt nicht auf Dauer an. Nach einigen Monaten ging George zwar immer noch pünktlich um 22 Uhr schlafen. Wenn wir jedoch Besuch hatten und lange aufblieben, stand er zwischen 0 Uhr und 1 Uhr morgens plötzlich mit vorwurfsvoller Miene im Wohnzimmer: "Kann man die Veranstaltung jetzt bitte beenden?!"

Später opferte er sich dann - er hatte seine Schlafgewohnheiten mittlerweile vom Sofa in unser Bett verlagert - und blieb so lange auf, bis wir alle ins Bett gingen.

Auch hier mussten Rituale eingehalten werden: er stieg auf meiner Seite ein, wälzte sich über mich hinweg in die Mitte des Bettes, küsste uns beide auf die Ohren und legte sich dann in Höhe unserer Füße ab. In der Nacht robbte er dann nach oben. Morgens erwachte ich meist mit seinen Stinkepfötchen im Gesicht, er lag Rücken an Rücken mit seinem Herrchen.

Das erste Weihnachtsfest, das er mit uns verbrachte, hielt eine Überraschung für ihn bereit: Menschen stellten doch tatsächlich einen echten Baum ins Wohnzimmer und behängten ihn mit allerlei Tand. Was George aber wirklich imponierte, war die (zufällige) Tatsache, dass der Abstand vom Boden bis zur ersten Zweigreihe so groß war, dass George genau darunter passte. Er nutzte den Baum entsprechend als Inhalationsgerät: Er wanderte im Zeitlupentempo unter dem Baum herum und atmete dabei tief ein. Selbstredend besorgten wir im darauf folgenden Jahr wieder einen Baum, der "inhalationstauglich" war...

Überhaupt war er ein Frischluftfanatiker. Kaum waren im Frühling die ersten Sonnenstrahlen zu sehen, zog es ihn hinaus. Natürlich nicht zum Gassi gehen - er legte sich in die Sonne und genoss die warmen Sonnenstrahlen auf seinem Fell.

Im Hochsommer machte ich mir manchmal Sorgen um meine brutzelnde Bulldogge. Er hielt es bedeutend länger in der Sonne aus als ich selbst. Wenn er dann endlich genug hatte, schwankte er zurück in die Wohnung und ließ sich ächzend auf den kalten Steinboden fallen. Um natürlich kurze Zeit später wieder in der heißen Sonne zu liegen...

Regen hingegen behagte ihm überhaupt nicht. Als wir eines Tages auf dem Spaziergang von einem heftigen Regen überrascht wurden, suchte ich unter einem Baum Schutz. George rannte los Richtung zuhause, drehte sich dabei aber fortwährend nach mir um, als wolle er mir zurufen: Los schnell - der Baum nützt nichts! Ich rannte ihm schließlich nach, um ihn noch vor der Straße einzuholen. Am Haus angekommen, kam zufällig der Nachbar aus dem Erdgeschoß (wir wohnen im ersten Stock) aus der Wohnung. George rannte ohne zu grüßen an ihm vorbei in die Wohnung des Nachbarn. Egal welche Wohnung, Hauptsache trocken, war wohl seine Meinung.

Als er Treppen gar nicht mehr steigen konnte und ich ihn immer tragen musste (und er hasste es, getragen zu werden - es war wohl unter seiner Würde), wollte er eines Tages im Anschluss an einen Spaziergang nicht nach Hause. Ich wunderte mich sehr - schließlich gab es für ihn normalerweise nichts Schöneres, als nach Hause zu kommen.

Ich ließ ihn zeigen, was er mir mitteilen wollte: Er führte mich von Haus zu Haus in der Nachbarschaft, stellte sich vor alle Eingangstüren im Erdgeschoß und sah mich erwartungsvoll an. Ich verstand - und fühlte einen schrecklichen Stich im Herzen. Er war wohl der Meinung, sein Frauchen, das so viel für ihn tun konnte, könne ihm auch eine Wohnung ohne Treppen besorgen.

Mein kluger George. Wir wussten so wenig von ihm und seiner Vergangenheit und fanden doch eine Verständigung und Kommunikation mit ihm, die uns das Gefühl gab, wir hätten ihn von jeher bei uns gehabt.

Waren wir anfangs sehr vorsichtig, wenn es z.B. um Kinder ging, zeigte er gerade hier, zu welch differenzierten Verhaltensweisen er fähig war. Einmal hatte ich Wochenend-Besuch von einer Freundin mit ihrem fünfjährigen Sohn Yves. Yves war begeistert von George. Er ging mit uns spazieren, fütterte ihn mit Zwieback (George liebte Zwieback) und frühstückte aus Solidarität mit George ebenfalls Zwieback.

Yves als Mensch durfte, was George als Hund verwehrt blieb: Das weiße Sofa im Wohnzimmer war für George tabu. Yves saß gerne auf diesem Sofa und schaute den Kinderkanal im Fernsehen. George lag ihm dann zu Füssen. Ich fand es sehr idyllisch - Kind und Hund offensichtlich sehr zufrieden und miteinander vertraut.

Am Tag der Abreise saß Yves morgens auf dem Sofa und sah fern (er genoss in vollen Zügen, was er zuhause nicht durfte). George stand einige Meter von ihm entfernt und betrachtete ihn nachdenklich. Mir war sofort klar, dass es etwas mit dem Sofa zu tun hatte, was in Georges Hirn herumging. Nach einigen Minuten ging er dann zu Yves und legte sich ihm wieder zu Füßen, wie in den Tagen zuvor. Am selben Tag, kaum waren meine Freundin und ihr Sohn abgereist, erwischten wir George dabei, wie er es sich auf dem weißen Sofa bequem machte...

George war im Umgang mit Kindern generell sehr zartfühlend. Die kleine Tochter einer anderen Freundin mit Namen Mariel machte gerade ihre ersten wackligen Gehversuche und musste sich immer wieder festhalten, um nicht umzufallen. Fasziniert von George war sie ihm in die Küche hinterher gewackelt und beobachtete ihn quietschend vor Vergnügen beim Wassertrinken. Dabei hielt sie sich am Türrahmen fest. George hatte sein nasses Vergnügen beendet und wollte die Küche wieder verlassen. Doch da stand Mariel im Weg. An uns hätte er sich vorbeigedrängt, ohne Rücksicht auf Verluste... Vor Mariel blieb er stehen und sah sie mit einem zärtlichen Blick an. Dann gab er ihr einen sanften Kuss - quasi auf Augenhöhe - und nutzte den Moment, als Mariel mit nassem Gesicht zurückwich, um an ihr vorbei zu gehen.

Er war der Weltmeister im Ohrenküssen - man konnte jederzeit einen Ohrenküss-Anfall bei ihm auslösen, indem man sich einfach auf den Boden legte.

Meine Mutter hatte daran ein großes Vergnügen, wahrscheinlich auch deshalb, weil unser Boxer kein großer Küsser war und sich nur widerwillig dazu überreden ließ... Übernachtete meine Mutter alleine, d.h. ohne meinen Vater, bei uns, wurde George abtrünnig und schlief bei ihr im Bett. Auch wenn meine Mutter bei jeder Gelegenheit proklamierte, dass sie einen Hund im Bett nicht so toll fand - bei George machte sie eine Ausnahme und schien es sehr zu genießen. Wenn ich ihr morgens eine Tasse Kaffee ans Bett brachte, hörte ich schon weitem ihren zärtlichen Monolog und fand George dann üblicherweise im Bett auf dem Rücken liegend vor, mit meiner Mutter, die ihm zärtlich den Bauch kraulte...

Es erinnerte mich an eine Szene, die ich einmal mit meinem Dobermann (der erste "Enkel-Hund" meiner Eltern und Vorgänger von George) und meinem Vater erlebte. Auch mein Vater ist (war?) ein Mensch mit festen Grundsätzen. "Ein Hund gehört weder auf´s Sofa noch ins Bett" war seine Devise, die er bei unserem Boxer auch stringent durchzog. Eines Tages, ich war bei meinen Eltern zu Besuch, suchte ich meinen Dobermann im ganzen Haus. Ich fand ihn schließlich auf der Couch, eng an meinen Vater gekuschelt. "Der Enkel darf immer mehr als das eigene Kind" war der etwas verlegene Kommentar meines Vaters...

Entsprechend verwöhnt wurde "Enkel-Hund" George von meinen Eltern. Selbstverständlich durfte er bei meinen Eltern auf die Couch, mein Vater fand es am Schönsten, wenn George sich zu ihm legte...

Dass George so sehr verwöhnt wurde, freut uns noch heute und wir haben unser "pädagogisches Versagen" keine Minute bereut. Er hatte das alles verdient - und zeigte, wie gesagt, sehr deutlich, dass ihm dies alles zustand...

Hinweis:
Sabines Nachruf auf George, siehe Beitrag 26. Januar 2008. C.S.D.


Samstag, Februar 23, 2008

Heute läßt uns Gastbloggerin Ursula Rennett schmunzeln

Reisebericht von Martina

Moin, Moin, liebe Bulldog-Freunde. Stürmische Grüße aus Deutschlands Norden sende ich euch. Jo, ich bin Martina, ...

... das neue Familienmitglied von Rainer und Uschi Rennett aus Dellbrück in Ostwestfalen. Den schönen Bericht von Cornelia über meine Ankunft im neuen Zuhause habt ihr sicher schon gelesen, (siehe Beitrag vom 22. Januar 2008).

Und das ist nun meine erste Reise mit meinen neuen Eltern:

Bevor die Kofferraum-Klappe offen war, saß ich schon drin im Auto. Aua, mein Kopf. Aber es hätte ja sein können, dass mich meine Leute vergessen bei dem ganzen Gepäck. Nicht? Wahrscheinlich hätten sie doch eher die Koffer stehn lassen :-)

Nun ging es also Richtung Norden, immer geradeaus- oder so ungefähr. In so einem Nest in der Nähe von Cuxhaven sind wir also gelandet. Na, keine Luxusherberge, aber schön warm und die Betten waren auch o.k. Spülmaschine gibts auch nicht, aber Papa hatte ´ne tolle Idee. Ich darf alle Teller ablecken. Das mach ich gut, merkt kein Mensch:-) (das ist wirklich nur ein Scherz!)

Ein Teil "unserer Kinder" und Freunde von Papa und Mama wohnen auch dort und haben mich somit jetzt erst kennengelernt. Alle waren ganz begeistert von mir. War schon super von allen gestreichelt zu werden und jede Menge Leckerchen zu kassieren. Bestimmt hab ich ein Kilo zugenommen.

Sonntag war dann Fischmarkt in Cuxhaven. Mama sagte gleich: wenn es dort voll ist, gehen wir natürlich nicht drüber, der arme Hund wird sonst getreten. Aber es war ziemlich leer. Wir trafen nur Karnevals-Flüchtlinge, die meisten davon mit Hund. War ganz lustig. Apropos Fischmarkt: es gab alles - vom Stacheldraht bis zur Kinderwäsche, aber Fisch??? Nach langem Suchen haben wir dann 3 Fischbuden gefunden! Na, aber wie das so ist, ein Wochenende ist viel zu schnell rum. Nun sind wir wieder zu Hause, aber bald geht es wieder los!

Also, tschüs bis bald eure Martina und Anhang:-)

Anmerkung: Martina wurde von Familie Rennett als herzkranker Not-Bulldog übernommen. Die Untersuchung bei Dr. Peter Söhl, dem Medizinischen Beirat des VdFEB, ergab zu unser aller Freude, dass Martina gut auf ihre Herzmedizin eingestellt ist, und dass z.Z. kein Grund vorliegt sich Gedanken zu machen. C.S.D.

Nachtrag: Mail vom 25. Februar

Guten Tag liebe Cornelia,
vielen Dank, dass du Martinas Reisebericht so schön gesetzt hast. Ist doch ganz lustig. Am Wochenende waren wir wieder im Norden. Unsere Maus wusste schon genau Bescheid, kannte sich aus, als wenn sie schon oft dort gewesen wäre.

Überhaupt - es ist so, als wäre sie schon immer bei uns gewesen - von ganz klein an. Jeden Abend sitzt sie bei mir auf dem Sofa, hat ihr Köpfchen auf meinem Schoß und dann ist Schmusestunde. Es ist so schön, wir sind glücklich, dass wir sie haben!

Darum danken wir Dir und Deinem lieben Mann und Eduard nochmal herzlich für Eure Bemühungen für Martina und für alle Bulldogs, die in Not sind. Dafür, dass Ihr Eure Zeit und Mittel einsetzt, um zu helfen.

Deine Eltern müssen wunderbare Menschen gewesen sein, die Euch ein gutes Beispiel hinterlassen haben. Man braucht ein Herz, um Menschen und Tiere zu lieben und zu respektieren. Bei dem Gedicht von Anke Teloudis sind bei uns Tränen geflossen, aber sicher nicht nur bei uns. (Siehe vorletzten Beitrag.)

Einen schönen, sonnigen Tag wünsche ich Dir und deinem lieben Mann -
Uschi, Rainer und Martina


Donnerstag, Februar 21, 2008

Der Bulldog im vom VDH-empfohlenen Buch:

"Hundezucht" (Herausgeberin Dr. Eichelberg, 2006)

Das Überraschende an diesem Buch ist, dass es ausgerechnet der Dachverband (VDH) vieler stockkonservativer, oft kommerziell ausgerichteter Rassehundezuchtvereine empfiehlt.

Einzig der Howaward-Zuchtverein wird im Buch als derzeit wandlungsbereit in Bezug auf Zuchtmethoden genannt, die sich inzwischen als den Bestand gefährdend offenbart haben. Gemeint sind primär die Linienzucht und die Championzucht!

Die traditionelle Bulldog-Zucht nimmt in diesem VDH-Buch die beschämende Rolle ein, als Negativbeispiel (siehe links) genannt zu werden: Extremzucht bis zur Qualzucht!

In Bezug auf die generelle Gebär-Unfähigkeit bei Bulldogs (wie es links formuliert ist) muß gesagt werden, dass es außerhalb des VDH/ACEB durchaus Hündinnen gibt, die natürlich werfen können! Als Beispiel nenne ich hier die Zucht von Rafaela Schuda in der Nähe von Potsdam. In den USA finden wir die natürlich werfenden und natürlich deckenden Bulldogs auch selten, allerdings (prozentual) viel häufiger als hier.

Allgemein über das Buch:

Das Buch behandelt alle Fragen zur Zucht und zur Aufzucht. Die Kapitel über die Aufzucht sind alle sehr gut - aber zu diesem Thema gibt es auch sonst noch vergleichbar gute Literatur.

Den großen, besonderen Wert des Buches machen die Kapitel über Genetik und Zucht (Autorin Dr. Helga Eichelberg) aus. Die Ergebnisse der Populationsgenetik sind ganz außergewöhnlich aktuell und für jedermann verständlich beschrieben. Und Frau Dr. Eichelberg scheut sich nicht, daraus praktische Konsequenzen für die Hundezucht abzuleiten und zu fordern! Sie liebt Hunde, das wird völlig klar: sie kein Lobbyist der Züchter, sondern der Hunde!

Unter dem Stichwort "Züchterische Kreativität" führt Frau Dr. Eichelberg aus, dass das in früheren Zeiten angestrebte Zuchtziel, nämlich eine möglichst große Annäherung an den Standard, längst erreicht sei! Und was sei nach Erreichung dieses Zieles naheliegend gewesen? Darüber hinauszuschießen ....
Und damit landete die heutige Rassehundezucht, wie sie sagt, in der Falle der Überinterretation des Standards, das heißt in der mehr oder weniger tierquälerischen Extremzucht!

Die Devise muß also heute nicht mehr wie vor Jahrzehnten heißen: "Hin zum Standard", sondern:

"Zurück zum Standard"

Als Haupt-Hindernisse auf diesem Weg nennt Frau Dr. Eichelberg einerseits die beherrschenden kommerziellen Interessen vieler Züchter, an anderer Stelle aber auch die Hundekäufer:

Im Kapitel "Hunde, eine lange Geschichte" geht die Autorin (Eichelberg) auf Erfolge und Entgleisungen der Hundezucht ein. Als "Entgleisung heute" führt sie an: praktisch jeder kann sich einen Hund halten, auch als "Statussymbol oder zur Aufwertung fehlender Eigendominanz". Wie wahr, sehen Sie sich nur um :-((

Was können wir als Bulldog-Lobby für den Bulldog tun?

Im VdFEB sind erste Überlegungen angelaufen, wie Züchter gefördert werden können, wenn sie Bulldog-Würfe haben, :
  1. deren Vorfahren (4 Generationen) in der Ahnentafel nicht doppelt erscheinen,
  2. deren Elterntiere nach Gesundheit, gutem Wesen und weder über- noch untertypisiertem Erscheinungsbild ausgesucht wurden,
  3. deren Aufzucht- und Haltungsbedingungen vorzüglich bulldog-gerecht sind.

Ansprechpartner: Chris Jung


Dienstag, Februar 19, 2008

Menschliches Armsein - Menschliches Reichsein

Anke Teloudis schickte uns dies Gedicht:

Solche armen Menschen gibt es, gibt es wohl öfter, als wir wahrhaben wollen.

Ich zähle auch Züchter dazu, die ihre Hunde kaltherzig in Zwingern oder "Hundehäusern" halten - um Geld mit ihnen zu verdienen oder um "Anerkennung" unter Ihresgleichen zu suchen und doch nicht zu finden....

Arme Menschen, die Pflege für lästig und die Spiel für Zeitverschwendung halten.
Arme Menschen, die ihre innere Kälte und Einsamkeit der Außenwelt dartun und antun.
Arme Menschen, die Liebe auf Sattwerden reduzieren...

Diesen Armen kann man nicht helfen. Aber den armen Hunden, die unter solchen Menschen leiden, denen kann man oft helfen! Engagiert Euch im Tierschutz :-). Das macht Freude, wie ich Euch nach unseren ersten Erfahrungen mit 'Unser Bulldog in Not' versichern kann :-)

Heute wäre mein Vater 89 Jahre alt geworden.

Mein Vater (er starb im letzten November) war ein innerlich reicher Mensch. Er liebte die Bulldogs, und er spendete sein Leben lang für (Kinder und) Hunde in Not.

Sein letzter Bulldog Dewrie war ein sehr kranker Hund. Er war herzkrank, atmete äußerst schlecht, er hatte Prostata-Probleme, kranke Gelenke, ewig entzündete Zähne, Augen und Ohren.... Dewrie war wörtlich ein "armer Hund".
(Er stammte von einer damals renomierten Züchterin, die aber inzwischen die Bulldog-Zucht aufgab, da im Laufe der Jahre einfach zu viele ihrer Hunde von ihr selbst "kaputt-gezüchtet" waren.)

Bei jeder der traurigen Gedichtszeilen oben kann ich sagen, meine Eltern waren anders:

Mein Vater war 12 Jahre lang Witwer, und er pflegte und liebte seinen letzten, so kranken Hund ganz allein mit Geduld, Hingabe und Liebe. Er war - wie meine Mutter - ein Vorbild, er liebte und er konnte Verantwortung (er)tragen.


Sonntag, Februar 17, 2008

Heute spricht Gastblogger Jan Peters über :

Die kleinen Freuden des Lebens

Unsere Bulldoggen zeigen uns immer wieder, dass man sich auch über die kleinen Dinge im Leben freuen kann. Es muss nicht immer das Größte, Tollste und Beste sein.

Was nützt einer Bulldogge dass herrlichste Spielzeug, wenn Herrchen keine Zeit hat mitzuspielen? Und was nützt das schickste Halsband, wenn Frauchen nicht da ist, um Streicheleinheiten zu verteilen und zu schmusen? Ohne das Zusammensein macht alles nur halb so viel Spaß.

Zusammen wie eine Familie sein, und sich täglich aufeinander zu freuen sind die Dinge, die den Reiz der Beziehung zwischen uns und unseren Bullys ausmachen.

Wenn ich von einem stressigen Arbeitstag nach Hause komme freue ich mich immer auf das, was mich erwartet, sobald ich die Tür aufschließe. Uschi und Oskar hören meinen Schlüssel schon im Hausflur und warnen mich durch ihr lautes Gebell vor. Sobald die Tür dann nur einen Spalt offen ist kommt mir auch schon der erste Bulldoggenkopf entgegen.

Es ist jedes Mal ein Akt, sich die Schuhe auszuziehen, während 2 Bullys versuchen einen von ganzem Herzen willkommen zu heißen. Schwanzwedelnd umringen mich die Beiden, wobei Uschi sogar keine Möglichkeit auslässt um mich anzuspringen.

Nun ist es nichts Besonderes, was ich hier erzähle, da ich fest davon ausgehe, dass es bei jedem von euch genauso abläuft. Dennoch finde ich es so schön, dass ich unbedingt darüber schreiben wollte.

Uschi und Oskar kennen keine schlechten oder stressigen Tage. Genauso wenig kennen sie schlechte Laune oder Trägheit. Auch wenn sie sich nach 5 Minuten wieder auf ihre Decken oder in ihre Körbchen zurückziehen, so müssen sie erst einmal zu der Tür kommen um mich zu begrüßen. Ich versuche in diesen Momenten einfach alle Probleme und Streitigkeiten zu vergessen und es einfach zu genießen, dass Uschi und Oskar an meiner Seite sind.

Die Beiden, aber natürlich auch Sophie sind der Grund dafür, dass ich meinen stressigen Alltag, mit Vollzeitjob und Abendschule, so gut meistern kann.


Freitag, Februar 15, 2008

Heute unterhält und erfreut uns Gastblogger Klaus G. Fink

Neue kluge Sprüche ;-)

Freitag, 25. Januar 2008 : Hallo, liebe Freunde der stämmigen Schmuser...
ich bin durch Zufall über xing auf Euren Blog gestossen. Es ist immer wieder schön, Gleichgesinnte und Freunde/Liebhaber dieser tollen Hündchen zu finden. Wir sind im schönen Königstein/Taunus zuhause. Unser Liebster ist ein fünfjähriger Rüde namens OTTO, der uns, seit es ihn gibt, schon soviel Freude gemacht hat, dass man es nur schwer beschreiben kann, es sei denn, man hat selbst einen/eine.

Ich möchte noch etwas zu den Sprüchen beitragen, die man so im Bully-Alltag zu hören bekommt. Die Antworten sind teilweise wirklich bemerkenswert!!! (sie stehen unten:-)...

Montag, 28. Januar 2008 : Hallo Cornelia, ...
Otto ist ein Berliner! Die Züchterin kann ich nur empfehlen, die Welpen wurden liebevoll aufgezogen in einem guten Umfeld mit viel Freiheit und Fürsorge. Keine Massenzucht!!!

Zu den Sprüchen...

Am Anfang ist man erst mal sprachlos.

Otto ist unser erster Hund, es musste allerdings ein Bulldog sein, da ich mich schon früher, als ich noch keine Zeit für einen Hund hatte, in so ein Knautschgesicht verguckt hatte und so viel gutes über den Charakter der Bulldogs gelesen bzw. gehört hatte.

Aber nach einer Weile fällt einem dann, schon aus Ärger, das Richtige zu diesen dummen unerwünschten Kommentaren ein. Bis bald. Liebe Grüße, Klaus

Negative Sprüche:

"Puh.. ist der hässlich!" ....
aber immer noch hübscher als Sie! (dann ist Ruhe...)

"ist das ein Mops??" ....
nein, er will nur nicht erkannt werden! (Gelächter...)

"vor dem muss man ja Angst haben!!" ....
liebe Frau, ER ist der Philanthrop (Menschenfreund) von uns beiden, er hat noch nie schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht. Ich schon... also sollten Sie besser vor mir Angst haben!!
(Aha.. lächeln...oder je nachdem....ängstliches Betrachten des Zwei- statt des Vierbeiners.)

"ist das aber ein dicker Hund!!" ....
dann passt er ja besser zu Ihnen! (Wütendes Schweigen und Ruhe!!)

Aber letztendlich überwiegen die netten und schönen Kommentare!

Otto hat hier viele Freunde und Fans. Er wird von vielen Leuten beim Gassigehen mit Namen gegrüsst, wobei ich oft nicht weiss, wer das ist.

Oder auch was Lustiges:

Nachdem ich eine Weile im Cafe in der Fußgängerzone saß und viele Leute stehengeblieben waren mit Kommentaren wie:
... ist der aber süss
... darf man den streicheln
... der ist aber knuffig
... etc etc,
sagte ein dicker Mann beim Verlassen des Cafes:
"ich seh´genauso aus wie der, aber ich werde nicht so oft bekrabbelt."

Wie auch immer, es hat sich gezeigt, dass die meisten Bulldog Besitzer, die wir kennengelernt haben, einfach nette Menschen sind, die Ihre Hunde sehr lieb haben und sich ein Leben ohne Bully nicht mehr vorstellen können.

Damit Ihr wisst, von wem ich spreche, habe ich ein paar Bilder angehängt, die Ihr gerne verwenden könnt. Liebe Grüsse aus Königstein, Klaus Georg Fink


Mittwoch, Februar 13, 2008

Heute wieder Mails von Gastbloggerin Isabelle Borgert

Neues aus Caligulas aufregendem Leben

Hallo Cornelia, nun hatte es Rafaela ja geschafft mich zu überreden, Caligula die Zuchttauglichkeit bescheinigen zu lassen...

Und heute war der große Tag dafür beim Tierarzt. Ich muß dazu sagen, dass ich unseren Tierarzt als Tierarzt unserer (Polizei-) Diensthunde kennen gelernt habe - er ist ein Fachmann was Osteopathie angeht, und ich bin begeistert von seiner Einstellung.

Damals, als wir ihm sagten, dass wir uns nach dem Boxer eine Englische Bulldogge anschaffen wollten, reagierte er nur mit: "Och nö!"
Mittlerweile erzählt er jedem in stundenlangen Vorträgen, wie gesund Dicki (Caligula) ist; und Dicki hängt mit heftiger Inbrunst an seinem Doc...

Obwohl Rafaela mich noch beruhigt hat, ich bräuchte (nur für den Zuchtverband DC) keine HD-Untersuchung machen lassen, meinte er doch, das würde ihn persönlich interessieren, wie seine Hüften aussehen - und da Dicki auch artig geblieben ist, habe ich es dann doch machen lassen - ohne Narkose! Der Befund ist super! Weiter schreibt er in der Bescheinigung:
"First Caligula wirkt für diese Rasse außergewöhnlich sportlich."
So, das wäre es von uns! Ganz liebe Grüße, Isabelle

Bulldogge Caligula mailt:

Hi Leute, kennt Ihr eigentlich meine Hundekumpels? Die beste Freundin von mir ist Kessi, sie ist im Urlaub oft bei uns. Kessi ist ein Boxer! Über meinen lieben ersten Boxer, Kira, erzählt Euch mein Frauchen.

Dann kommt da noch Terry, ein Lhasa Apso-Wuschel, ein Jahr jünger als ich und der allerallerbeste Freund von mir - für den geh´ich durch´s Feuer, wenn es sein muß. Terry ist auch unser Nachbar, so können wir beide jeden Tag Spielen! Und da ist da noch meine Quasi-Cousine: Malou, dieses riesen-eselhafte Hundetier von Frauchens Schwester aus Stuttgart, ein Deerhound! Wir passen eigentlich nicht so recht zusammen, aber ich verstehe mich super mit ihr und zeige ihr, wenn sie zu Besuch ist, was man hier so Schönes machen kann!

Aber das Tollste für mich ist: Clemenz, der Bruder von meinem lieben verstorbenen Horsti ist im Haus, da er frisch operiert wurde! ENDLICH HABE ICH IN DER WOHNUNG WIEDER JEMAND ZUM SPIELEN!!!

Jetzt wieder eine Mail von Frauchen Isabelle :-)

... Kira war mein Boxermädchen bevor ich Dicki (Caligula) bekam. Die Geschichte dazu:

Kira war ein Überbleibsel aus einer Boxerzucht! Ich fand Boxer ähnlich "schlimm" wie Bulldoggen, aber seit unserer 1. Begegnung ließ der Hund mich nicht mehr los. Ich nahm Kira einmal zum Joggen mit - daraus wurde dann ein Dauerbesuch bzw. ein "Frauchenwechsel" zu mir.

Mit Kira habe ich für die Schutzhundprüfung trainiert, nebenbei war sie - während meiner Dienstzeit in Afghanistan (2003-2004) - "Erzieherin" unserer Diensthunde (der Bundespolizei). Nachts war sie bei ihrem Ex-Frauchen, und während der Dienstzeit bei den Diensthunden untergebracht - allerdings hatte sie ein Körbchen, Spielzeug, Wärmedecke mit im Zwinger - die Diensthundeführer lächeln heute noch über so viel "Frauenkram".... Vor gut 7 Monaten ist sie gestorben, mit 8 Jahren. Mein Wunsch, Caligula mit ihr noch zusammen zu erleben, hat sich erfüllt. ... Ganz liebe Grüße, Isabelle

Bulldogge Caligula erzählt weiter:

... Hallo Leute, hier ist also mein neuer Kumpel "Ernst-August"... ein edles Kaninchen der Rasse "Castor-Rex" (Frauchen findet ihn toll; ich persönlich finde ihn ein bischen ängstlich).

Puppi (die Zwergwachtel) hat mit aller Anstrengung versucht, ihm zu zeigen, dass ich eine liebe Bulldogge bin - hat geklappt, denn er kommt langsam auf mich zu, nachdem er die ersten Tage bei uns panisch im Heu gesessen hat. Liebe Grüße, Euer Caligula Borgert

P.S : Hase Horsti war ja eigentlich ein klassisches Fleischkaninchen, Ernst-August ist eine sogenannte Fellzüchtung für Pelzmäntel - schaut Euch mal das Fell an, fast so toll wie mein Pelz...

Jetzt wieder eine Mail von Frauchen Isabelle :-)

Hallo, gestern hat es plötzlich bei Caligula und Ernst-August gefunkt! Sie haben sich von einer Minute auf die andere angefreundet und den ganzen Abend das Wohnzimmer auf den Kopf gestellt. Dazwischen immer (Zwergwachtel) Klein-Puppi.

Danke Rafaela für den Rat, Dicki (Caligula) nach Horsti´s Tod wieder ein Häschen zu besorgen... man sieht ihm die Freude richtig an. Die beiden sind nur am Spielen! Ganz liebe Grüße zum Wochenende, Isabelle

Bulldogge Caligula erzählt weiter :

Hi Leute, ich fühle mich zwar wie... ach, ich weiß nicht - Frauchen bereitet mir zwar ein schönes Sofa-Plätzchen, aber so recht komme ich heute nicht auf die Pfoten; vor allem nachts huste ich mich tot und Frauchen und ich kommen nicht zur Ruhe. Nun hat es auch noch meinen Freund Duggy erwischt - und das muß ich Euch erzählen:

Ob Duggy merkt, dass ich krank bin? Paulchen, das Hermelin-Häschen wollte doch nur an mir vorbei durch die Stalltür laufen. Jedenfalls ging Duggy zum Angriff über, und schon war eine wilde Keilerei im Gange - Frauchen mit Besen dazwischen - und Häschen humpelte von dannen.

Frauchen fiel dann beim Füttern heute Abend auf, dass Duggy auch humpelte und uns nicht wie sonst laut begrüßt hat. Eine Untersuchung von Frauchen zeigte dann eine riesige offene Wunde an Duggys Oberschenkel. Wir zum Tierarzt im Alarmstart.

Bei Vögeln kann man soetwas nicht nähen, und der Doc meinte nur, normal würde man eine echte Wildente spätestens jetzt schlachten, ... aber er kennt Frauchen und so wurde Duggy am Oberschenkel gerupft, die Wunde gereinigt, und nun muß Frauchen alle paar Stunden die Wunde ausspülen.

Gut, dass Duggy und ich uns haben, da fällt uns beiden der Trost leichter. Jedenfalls wohnt Duggy wieder bei Frauchen im Büro - und nun wünscht uns, dass wir bald gesund werden.
Liebe Grüße, Euer Caligula

Hi Leute, ich habe Stress......

... wäre mein Duggy doch so klein geblieben - man hätte einigen Ärger mit ihm weniger!!!! Er hat sich - kaum gesund - wieder geprügelt - dieses mal mit Hase Clemenz! Und der wiegt nun mal 8kg und hat meinen lieben Duggy übel verletzt - wieder offene Wunde, wieder Aufregung, wieder Theater.

Duggy macht sich da weniger draus als Frauchen und ich, denn seine Schulter sieht übel aus. Duggy tobt nun wieder durch die Wohnung (komisch, das kann er noch). Vielleicht findet er es auch toll bei uns zu wohnen? Ich weiß es nicht mehr.... jedenfalls schmeckt mir sein Krabbenwasser auch gut.

Naja, ich freue mich riesig, wenn er bei mir ist, und er sich auch, aber muß das immer alles so stressig sein? Wir wünschen Euch allen jedenfalls einen guten Rutsch-AU!-nein, besser "Kommt gut in das neue Jahr"!

Liebe Grüße auch von meinem Herrchen und Frauchen,
Euer Caligula, mit Duggy, Ares, Ganimed, Ernst-August, Lutzi, Clemenz, Puppi...... und und und!

.... Hi Leute,
Duggys Wunde hat sich - Dank enormer Pflege - schon zugezogen! Übrigens das Foto in (Herrchen) Willis Lesezimmer hat Seltenheitswert! Es ist eigentlich unsere tierfreie Zone... aber wenn man ganz lieb das Herrchen anschaut, dann scheint er doch weich zu werden!
Liebe Grüße, Caligula und Isabelle


Montag, Februar 11, 2008

Aufklärung statt Vorurteil : Fellfarbe "weiß"

Im letzten Beitrag stelle sich die kleine 'SAT1-Bulldogge Lotte' in ihrer schneeweißen Pracht vor. Dies ist ein gegebener Anlass über die genetischen Hintergründe der Fellfarbe "weiß" zu informieren :

Heute also etwas Aufklärung gegenüber dem auf Halbwissen beruhenden Vorurteil mancher Bulldogzüchter gegenüber dieser so feinen, weißen Fellfarbe.

Meine allererste Bulldoge 'Ziska v.d. Eisenschmelz' war reinweiß und eine gute Zuchthündin (damaliger Zwinger "Cincinatti" von K. Wolfsjäger). Unser Kosmo stammt über seinen Vater James in der 9. Generation von ihr ab. Eine Nachkommin von Ziska und Ahnin von Kosmo war ebenfalls reinweiß: Abigail (3. Generation), auch sie eine sehr gute Zuchthündin, die zudem uralt wurde. Ich liebe die weißen Bulldoggen, da sich für mich wundervolle Erinnerungen damit verbinden.

F. Krautwurst geht in seinem Buch "Praktische Genetik für Hundezüchter" (2002) sehr ausführlich auf die genetischen Bedingungen von Fellfarben ein. Sein Buch ist meine Haupt-Quelle über die Gen-Orte (auf der DNS) der Fellfarben.

Eine vollständige Klärung der Fellfärbungen durch die Wissenschaft gibt es noch nicht. Man weiß aber inzwischen, dass mindestens 10 Gen-Orte, mit meist mehreren Genen besetzt, und jedes Gen wiederum mit jeweils 2 Informationsträgern (Allele genannt), die Fellfarbe und deren Körper-Verteilung in komplexer Wechselwirkung bestimmen!

Es gibt einen Gen-Ort, "Locus C", mit besonderer Bedeutung für die Fellfarbe "weiß"; bitte HIER lesen!

Bei reinweißen Bulldogs mit schwarzer Nase und dunklen Augen liegt demnach am "Gen-Ort C" die Gen-Kombination "C/d" vor, die mit Albinismus nichts zu hat, denn "C/d" sagt, dass das Gen "C", und damit die Enzyme, die das farbgebende Melanin bilden, vorhanden sind. Daher die schwarze Nase und dunklen Augen -)

Diese reinweißen Bulldogs sind auch nicht taub oder sonstwie geschädigt, wie die Beschreibung des "Gen-Ort M" zeigt :

Am "Locus M" sitz ein problematisches Gen, welches für ein spezielles Weiß bei einigen Rassen verantwortlich ist, auch "Merle-Faktor" (Marmorierungsfaktor) genannt. Der Bulldog ist der Literatur nach davon nicht betroffen.

Bei diesen "marmorierten" Hunden wird ein Haar, welches durch "Locus C" als Farbhaar angelegt ist, durch dieses Merle-Gen wieder entfärbt, und zwar zu einer Zeit der fötalen Entwicklung, in der sich auch das "Neuralrohr" und damit der Gehörsinn entwickelt. Dieses Gen am "Lokus M" führt dann leider oft zu Gehörschäden. Das passiert aber nicht immer und nicht bei allen marmorierten Rassen. Warum das so ist, das weiß man noch nicht.
Ich vermute inzwischen, dieses "manchmal ja - manchmal nein" hängt mit den Gen-Regulatoren zusammen, die auf der DNS zwischen den Genen sitzen und diese, je nach Botenstoff aus dem Körper selbst oder aus der Umwelt, "ein- oder ausschalten". Bei diesen Gen-Regulator-Prozessen steht die Forschung noch am Anfang.

Man kann genetisch entfärbte weiße Fellpartien gut von naturweißen Fellpartien unterscheiden :
Naturweiße Felle oder Fellpartien sind in sich durchgehend weiß. Durch das Merle-Gen entfärbte Felle oder Fellpartien zeigen dagegen mehr oder weniger viele einzelne weiße Haare innerhalb von Farbpartien.

Ein weißer Hund (;-) ist somit auf Grund seiner Fellfarbe nicht krankheitsverdächtig!!!
Ein Hund mit genetisch gebleichtem, weiß marmoriertem Fell kann es dagegen sein.
Züchter, die den Unterschied zwischen diesen beiden "Weiß" nicht kennen oder erkennen, von denen würde ich die Finger beim Welpenkauf lassen : Das ist so, als würden Friseure den Unterschied zwischen Naturblondinen und per Chemie blondierten "Blondinen" nicht kennen...


Reinweiß kommt selten vor ...

... weiß mit Markierungen, Forellenflecken usw. sehen wir beim Bulldog dagegen häufig. Was steckt genetisch hinter den Fellfärbungen?

  1. "Gen-Locus A" : Mehrere Gene an diesem "Gen-Ort A" bewirken sogenannte "Wildfärbungen", welche eine Tarnung für die jeweiligen Umwelt erzeugt.
  2. "Gen-Locus B" : An diesem "Gen-Ort B" sitzt ein einzelnes Gen, welches dominant die Fellfarbe schwarz und rezessiv die Fellfarbe braun erzeugt.
  3. "Gen-Locus C" : siehe oben.
  4. "Gen-Locus D" : Die Gene an diesem Gen-Ort sind verantwortlich für die Intensität von Pigmentierungen.
  5. "Gen-Locus E" : Die Gene an diesem Gen-Ort bewirken starke Ausdehnungen pigmentierter Fellzonen und eine dunkle Maske.
  6. "Gen-Locus G" : An diesem "Gen-Ort G" sitzt ein einzelnes Gen, welches dominant ein progressives Ergrauen bewirkt.
  7. "Gen-Locus M" : siehe oben.
  8. "Gen-Locus P" : An diesem "Gen-Ort P" sitzt ein einzelnes Gen, welches eine "rosa Augenausdünnung" bewirken kann.
  9. "Gen-Locus S" : Die Gene dieses "Gen-Ortes S" bewirken Scheckungen.
    Sie erzeugen die weißen Fellbereiche, die nicht mit den Albinos oder dem durch den Merle-Faktor ausgelösten Depigmentierungen im Zusammenhang stehen.
  10. "Gen-Locus T" : An diesem "Gen-Ort T" sitzt ein einzelnes Gen, welches, wenn dominant, für die sogenannten Tüpfelungen (Forellenflecke) verantwortlich ist.


Ganz schön komplex, ...

... was uns die Wissenschaft inzwischen über Spielregeln der Vererbung mitteilen kann ;-) - wie wir an diesem einen Beispiel über Fellfarben schon erkennen können.

Mit Mendel (1822-1884) und seiner Grundlagen-Forschung kommt man nur bei Merkmalen weiter, die ausschließlich durch ein einzelnes Gen bestimmt werden. Und auch dann nur, wenn das "Aus- und Einschalten" dieses Gens keiner Gen-Regulation durch den Körper selbst oder durch die Umwelt unterliegt. Und diese beiden Vorraussetzung bestehen nur bei verschwindend wenigen Merkmalen.

Züchter, die heute noch behaupten, allein mit den Mendelschen Grundregeln und der Linien-Inzucht Gesundheit erzüchten zu können, ja die kommen mir vor wie Kinder, die sagen, mit den 4 Grundrechenarten (+-x:) eine Rakete zum Mond schießen zu können.

Ich unterstütze nachdrücklich die Aufklärungsarbeit des VDH und der "Gesellschaft für Kynologische Forschung" bezüglich der Notwendigkeit, die neuen Erkenntnisse der Populationsgenetik zu nutzen, um die Hunderassen nicht weiter "kaputt zu züchten." Haupthindernis auf diesem Weg sind die kommerziellen Interessen so vieler Züchter, auch innerhalb des VDH ...


Samstag, Februar 9, 2008

Wieder ein Bulldog - "Lotte" - bei SAT1

Wir erinnern uns sicher alle an Helga, die SAT1-Bulldogge beim Frühstücksfernsehen. Im Beitrag vom 15. Januar 2007 berichtete ihr Besitzer, Stefan Pulvermüller, kurz über ihr Rentnerin-Leben :-). Helga wurde stolze 12 Jahre alt.

Stefan Pulvermüller hat jetzt wieder eine Bulldogge, die vollkommen niedliche kleine Hündin "Lotte"; (ein historisch passender Name zum Wohnort Berlin ;-).

Stefan Pulvermüller mailte mir Fotos und schrieb:

Donnerstag, 24. Januar 2008 : "Sehr geehrte Frau Savory,
Sie erinnern sich an meine Bulldogge Helga vom sat1 Frühstücksfernsehen? Morgen (Freitag, 25.01.2008) können Sie meine neue Bulldogge Lotte sehen (5:30-10 Uhr), sie ist jetzt ca 16 Wochen alt. Ich habe sie ebenfalls aus Dänemark, von der selben Züchterin wie ihre Vorgängerin.
Viele Grüße aus Berlin, Stefan Pulvermüller"

Natürlich sah ich mir Lotte an, nahm auch alles auf. Frieda wollte Lotte auf dem Bildschirm immer wieder abküssen - noch immer ist sie eine liebevolle Mama ;-)

Einmal sagte die Moderatorin begeistert und mit Lotte schmusend: "Wurde jemals ein süßerer Welpe geboren?" Nein, niemals (außer meinen Beiden ;-))), gab ich der Moderatorin Recht!

Lotte ist eine Himmelswolke, sanft knabberte sie am Anhänger der Moderatorin, alles an Lotte erscheint mir sanft und geduldig: ihr Blick, ihre Bewegungen, ihr Lächeln! Ihr wißt ja, ich kann Bulldogs lächeln sehen:-))

Ich mailte sofort Stefan zurück und fragte, ob wir alle Lotte "beim Wachsen zusehen" können. Seine Antwort:

Freitag, 25. Januar 2008 : "Sehr geehrte Cornelia Savory,
schnell ein paar Details zu meiner Bulldogge Lotte: sie wurde im Oktober 2007 geboren und stammt von der gleichen Züchterin wie Helga (Mrs. Vendelboe) aus Dänemark.
Da Lotte noch ein Puppy ist, möchte ich mit ihr erst einmal die Welpenschule besuchen. Alles weitere wird sich ergeben. Ich bin mir aber sicher, dass es nicht das letzte mal war, daß Lotte im Frühstücksfernsehen zugegen war. Die Reaktionen jedenfalls waren positiv.
Vielen Dank nochmals für Ihre Mail.
Ein schönes Wochenende wünschen Stefan Pulvermüller und Lotte"

Lieber Stefan Pulvermüller: wir wünschen ein wundervolles Leben für und mit Lotte!

Ach ja: und dann natürlich noch ein Prost (mit Sekt) auf die TV-Karriere :-)))


Donnerstag, Februar 7, 2008

Heute erfreut uns Gastbloggerin Melanie Pfersich

Schneemann Olly

Im Allgemeinen ist Olly, wie viele seiner Artgenossen und Freunde, ein Langschläfer. Am Wochenende kommt man auf Rekordzeiten von 13:00 Uhr, es sei denn, man holt Olly vorher gewaltsam aus den Federn. Liegt jedoch Schnee, ist alles anders.

Als ob Olly den Schnee vom Bett aus riechen könnte, steht er, sobald der erste Schnee fällt, früh morgens auf und setzt sich ans Fenster, Wochenende hin oder her. Er möchte am liebsten schon um 5:30 Uhr vor die Tür. Direkt vor der Haustür wird die Zunge in den Schnee gesteckt und da bleibt sie dann auch beim Gang quer über die Einfahrt. So, als ob Olly den ganzen Platz mit seiner Zunge freilecken wollte.

Der erste Schnee und Spielgruppe im Hundekurs - was für ein Wochenende, wie für Olly gemacht - liegt seine optimale Betriebstemperatur doch ohnehin bei 11°C abwärts.

Unsere damalige Spielgruppe war außerhalb, eine eingezäunte Weide am Waldrand. Mit dem Pkw bei Schnee und Eis nicht immer ganz einfach zu erreichen. Aber Olly kannte den Weg und auf halber Strecke umkehren hätte ich ihm nicht erklären können.

Neu war, dass wir heute einer Spielgruppe zugeteilt wurden, die wir noch nicht kannten. Zuvor wurde nur unsere "Sozialverträglichkeit" in Einzelstunden auf die Probe gestellt. (Als ob das ein Bulldog nötig hätte). Wir waren die ersten, vor dem Zaun hatten wir uns in Warteposition gebracht. Einer nach dem anderen kam angerutscht. Als die anderen 4-Beiner aus den Autos sprangen, mussten Olly und ich feststellen, dass wir offensichtlich nicht ganz in der richtigen Gruppe waren. Eine Langnase nach der anderen stellte sich neben uns auf.

Als das Gelände endlich geöffnet wurde, merkte man erst, wie hoch der Schnee wirklich lag. Und schon ging es los. Ich erhielt meine erste Abfuhr. Ohne ein "Guten Tag" oder Vorstellen der Teilnehmer (die Übrigen kannten sich offensichtlich bereits) wurde ich angebrüllt "Wo ist Olly´s Geschirr? Warum hat der ein Halsband an? So kommt er nicht auf den Platz." - Schluck, hier hätte ich die Veranstaltung abbrechen müssen. - Da ich Olly den Spaß nicht verderben wollte, sind wir geblieben.

Und Olly rannte mit Geschirr und Halsband über den Platz. Behutsam führte man nun die Langnasen an Olly heran. "Die kennen 'Sowas' nicht, die denken bestimmt Olly knurrt und zieht die Nase hoch." Ich glaube, die Hunde haben sich da weniger Gedanken gemacht, die wollten Olly gleich integrieren und mit ihm spielen, was nicht so einfach war. Die Langnasen, allesamt hoch gewachsen, flitzten durch den Schnee, als sei da nichts. Mit ihren schlanken, hohen Körpern rannten sie mit Stöcken spielend durch den Schnee und Olly immer tapfer hinterher. Der Schnee ging bei den übrigen Hunden gerade mal bis zum Knie, Olly steckte an manchen Stellen bis zum Hals im Schnee. Da er aber unbedingt mithalten wollte, musste er mit ganzer Kraft und vollem Körpereinsatz gegen die Schneemassen angehen, die nach allen Seiten wegflogen. Die kleinen Tunnelgänge, die Olly mit seinem Körper in den Schnee schob, wurden von den 2-Beinern begeistert als Trampelpfad genutzt.

Nach 20 Minuten sah man Olly von hinten nicht mehr an, ob er ein Männchen oder ein Weibchen ist. Er war fix und fertig. Er wurde belächelt mit den Worten "Na, wohl keine Kondition der Kleine, was?" Unverschämt, dachte ich, hatte Olly in den 20 Minuten doch mehr geleistet als alle anderen.

Später hat Olly in einer anderen Hundeschule eine Gruppe gefunden, die zu ihm passte und wo er der Größte war. Heute besteht seine Gruppe in der Schule aus seinen "Geschwistern" Charlotte und Knut. Und alle drei sind glücklich dabei.


Dienstag, Februar 5, 2008

Ein besonders schöner Tag ...

... war der 31. Januar 2008 für uns !

Die Post brachte einen Brief, indem sich eine uns unangenehme Bulldoggerin erfreulicher-weise von uns verabschiedete. Und der Postbote brachte gleichzeitig ein weiches kleines Päckchen, welches Kosmo sofort mopste und löcherte:

Bevor er sein Werk vollbrachte jagte Stu es ihm wieder ab, und ich konnte diesen herrlichen kleinen Bulldog (links) auspacken und - für Kosmo unerreichbar - sicher oben im Bücherregal unterbringen!

Danke Martina, ganz großen Dank für dieses niedliche Geschenk!

Da Eduard das gleiche Geschenk von Euch bekam leite ich mal haarscharf ab, dass dies Geschenk mit Wilson zusammenhängt, den Ihr als Nothund übernommen habt. Oder waren das die "Wichteleien" von Dir und Andreas : für das Westfalentreffen gedacht, (siehe Beitrag vom 14. Januar 08), an dem Ihr wegen Grippe aber dann leider nicht teilnehmen konntet?

In einem Herzchen am Ohr dieses Bulldogs ist ein Zitat von Churchill aufgedruckt. Programmatisch für unseren Bulldog, könnte man schmunzeln :-)

Wer mehr über Wilson und sein nun glückliches Leben bei Martina Hüttemann und Andreas Schönbeck lesen möchte, der möge in die Suchmaschine des Blogs "Wilson" eingeben.

Eine halbe Stunde nach dem Briefträger kam ein Bote des Blumenladens im Dorf und überreichte mir diesen wirklich prächtigen Blumenstrauß!

Juhu...:-)). Dieser Gruß kam von Mecki und Flöckchen der Familie Geurtsen. Danke, danke, Leo und Tanja!!! Der Tag wurde ja immer schöner!

Wer mehr über Mecki und Flöckchen und deren nun glückliches Leben bei Leo und Tanja Geurtsen lesen möchte, der möge deren Namen in die Suchmaschine des Blogs eingeben.

Nun beschlossen Stu und ich mit Frieda und Kosmo nach Paderborn zu fahren, Stu aus gegebenem Anlaß neue Schuhe und auch neue Hausschuhe zu kaufen und dann essen zu gehen.

Nachmittags in der Stadt : 3 weitere schöne Erlebnisse!

  • Wir gingen zunächst in den Schuhladen und Stu meinte zur Verkäuferin - die gevierteilten Straßenschuhe vorzeigend und auf Komo weisend: "Wir haben den Schuldigen gleich mitgebracht!"

    Kosmo hatte aber nur Augen und Nase für die Schuhregale. Sein Blick wurde feucht vor Glück: er war im Paradies gelandet! Solch eine Auswahl der verführerichsten Schuhe - dafür läßt man jeden Metzgerladen links liegen! Er strich mit der Nase an den Schuhenregalen entlang, probierte diesen und jenen Schuh mal kurz mit einem Zahn-Tasten aus.... Stu und ich lachten, die Verkäuferin lachte, zwei Kundinnen lachten.... Und Kosmo lachte erst recht :-))

  • Dann ging es ins Cafe Central, und hier hatte Frieda ihren Auftritt:

    Während Stu seinen Mantel auszog stellte sich Frieda, hinter Stu´s Rücken, hoch an den Nachbartisch, an dem zwei Damen saßen, und versuchte blitzschnell mit ihrer langen Zunge das Plätzchen aus einer Kaffee-Untertasse dort zu ergattern! Die ältere der Damen lachte auf und kommentierte diesem Überfall von Frieda mit der unerwarteten Bemerkung: "Was für einen entzückenden Vorbiß hat Ihr Hund!" Und sie gab Frieda das von dieser so begehrte Plätzchen! Wir bedankten uns und lachten mit...

  • Unser Rückweg zum Parkhaus führte durch eine Fußgängerpassage. Ich gab Stu Kosmos Leine (Friedas Leine hatte er schon in der Hand), da ich nur schnell für eine Kleinigkeit in einen der Läden dort wollte.

    Als ich wieder aus dem Lädchen heraus kam sah ich, wie Kosmo an die rechte, und Frieda an die linke Straßenseite gelaufen waren. Dabei hatten sich ihre langen Laufleinen umeinander - und um Stu herum - verwickelt. Jetzt kam eine Dame mit drei dicken Paketen an - und sie sah diese "Straßensperre" nicht. Stu wollte sie warnen und rief (als Freud´sche Fehlleistung;-): "Ich bin verwirrt!" Darauf stoppte die Dame erstaunt, erkannte die Situation und begann laut zu lachen... Was sollten Stu und ich machen? Wir lachten auch ....

Gestern war der 4. Februar, Rosen-Montag 2008!

Ein Karnevalsgruß an Euch alle und ein 'Prost!' von Isabelle und Caligula Borgert :-))


Sonntag, Februar 3, 2008

Heute begeistert uns Gastbloggerin Katharina Tansley

Der Versuch einer komplexen Beschreibung

Cornelia bat mich einmal aufzuschreiben, was Chillis Wesen ausmacht - ich fürchte, es wird eine längere Abhandlung werden :o)

Ich habe sofort meinen Mann Rob gefragt, was unbedingt erwähnt sein muss, und meine Mutter und meinen Vater, die ja auch sehr , sehr viel Zeit mit Chilli verbringen. Ich wollte eben alles sehen und benennen.

Rob antwortete mir wie aus der Pistole geschossen: "attention receiver and giver, loves cuddling and being near people, anpassungsfähig, sensible, loves children, loves people, has great awareness to peoples moods and feelings, confident amongst other animals, independent but reliant. For a start?"

"Chilli ist ein Sonnenschein" sagte mein Vater, meine Mutter hatte eine große Liste fertig liegen, als ich nach Hause kam.

Für mich - mhm - sie ist wie mein Fleisch und Blut. Sie steht mir näher als so mancher, der mein Fleisch und Blut ist.

Ich liebe Sie sehr, darüber hinaus bin ich froh, dass sie so ein wundervolles Wesen hat und kneife mich manchmal, weil ich denke - wo ist der Haken :o) ? So, da man mir erlaubte, eine Lobdudelei auf Chilli loszulassen, watch out - here it comes :o)

  • Sie ist liebevoll und zärtlich.
  • Sie liebt es Körperkontakt zu haben, gestreichelt zu werden , kleine Küsse zu verteilen und das erstreckt sich auf Zweibeiner, aber auch auf andere Hunde und Katzen.
  • Sie ist freundlich, stürmisch und aufgeschlossen zu Fremden.
  • Sie ist sensibel und vorsichtig.

Chilli hat ein sehr feines Gespür für Stimmungen, das sich mit zunehmendem Alter auszuprägen scheint. Sie nimmt durchaus wahr, in welcher Stimmung ihre Menschen sind, fröhlich oder traurig. Sie spürt auch, wenn jemand Angst hat, so geschehen Weihnachten:

Polly, knapp 3 Jahre alt, fand Chilli toll, aber hatte eben auch Angst, sobald sie von Mamas Arm runter sollte. Chilli hat sich diesem Mädchen nicht aufgedrängt, sondern einfach Abstand gehalten. Und das entgegen ihrem normalem Verhalten - Kindern nähert sie sich auf dem Bauch robbend und bietet sofort den Bauch dar - um, so nehme ich an, zu zeigen: "hey ich bin ganz klein und harmlos, und am besten wäre es, wenn Du mich schnell streichelst." Diese Taktik funktionierte bei Polly nicht. Nächstes mal aber sicher ;o) Ähnliches Verhalten legt Chilli übrigens auch bei älteren Menschen an den Tag.

  • Nun haltet mich für verrückt, aber sie kann sehen, wer sie streicheln möchte und wer kein Interesse hat. Kommt uns jemand entgegen, der in Kategorie 1 fällt, dann stürmt se wie irre in diese Richtung - Kategorie 2 wird nicht einmal angesehen!
  • Sie ist extrem nachsichtig und vorsichtig mit Kleineren und Schwächeren. Das äußert sich in langsamen Begreifen, dass es den meisten kleinen Hunden weh tut, wenn man sich auf sie setzt oder stellt, bei großen es aber ok ist.

Sie ist mutig und temperamentvoll. Zeigt mir eine Bulldogge, die schneller ist als ein Golden Retriever oder Labrador - Eine, die genauso schnell ist, kenne ich : Chilli kann locker mithalten und erstaunt uns immer wieder mit ihrem Tempo. Ich habe mal gelesen, eine Englische Bulldogge kann nur ihre eigene Höhe hochspringen. Vielleicht hätte man Chilli das sagen müssen, bevor sie auf Stuhl und Tisch springt.

Mut- oder nennen wir es lieber Waghalsigkeit?
Manchmal hilft einfach nur wegsehen, wenn der Hund eine 1,50 Böschung hinunter springt, oder beschießt, die Stecke von Couch zu Sessel kann man doch auch springend zurück legen... Oder ihr erstes Mal im See! So schnell konnten wir gar nicht gucken, wie Chilli 2-3 Meter auf den See hinaus schwamm! Robert hatte sofort Jacke und Handy abgelegt, für den Fall der Fälle - denn wir wussten ja nicht, ob sie auch wirklich schwimmen konnte - sie konnte sich offenbar zumindest über Wasser halten.
Sie tut alles mit Leidenschaft.

  • Sie ist nicht ängstlich. Selbst wenn das Eine oder Andere vorübergehend beunruhigend ist, wie der Staubsauger, unbekannte Geräusche, oder Silvester, Knaller und Raketen. Das wird bemerkt, von uns als harmlos deklariert, und dann ist gut.
  • Sie wird wachsam! Manches mal bellt sie und schlägt Alarm, wenn ihr etwas spanisch vorkommt. Eines Tages schob unser Nachbar ein paar Rollen Dämmwolle auf einer Schubkarre durch den Garten, was sie durch die Terrassentür sah. Chilli wurde richtig böse, und schlug Alarm. Ich bin sicher, sollte ich einmal in Schwierigkeiten sein, würde sie heldenhaft zur Attacke trompeten.
  • Sie ist flexibel und gelassen : Gartenfest mit 20 Hunden, Kneipenbesuch, Landleben oder Stadtwohnung - wo ihr seid, da bin ich auch - Und zwar völlig gelassen. (Nach einer ersten Phase von "Toll- wo geht's zur Tanzfläche!")
  • Sie ist souverän. Zum Beispiel mit anderen Hunden. Ein einziges Mal hatten wir uns kurz gesorgt, beim Bulldogtreffen im Herbst geriet Gloria ihr irgendwie in die Quere, die Süße. Und Chilli war vielleicht giftig! Und auch im Hausrudel hatte sich Chilli auf einmal mit der Rudelchefin Ronja am Gefieder! Heute schreiben wir das ganze der Läufigkeit zu, die sich da anbahnte. Chilli hatte nie wieder Stress mit einem anderen Hund.
  • Sie kann teilen - Menschen mit anderen Hunden - und sie wartet, bis sie mit dem Leckerlie dran ist. Wobei sie natürlich auf ihre charmante Art sicherstellt, dass man sie nicht übersieht :o)
  • Sie hat Humor :o) Chilli ist sehr geschwätzig! Sie hat die verschiedensten Lautäußerungen drauf. Von leisem Brummen zu lautstarkem Grummeln. Zu jeder Gelegenheit das passende Geräusch. Knurren hören habe ich sie noch nie - und weinen hören auch nur sehr selten. Manchmal gibt es auch ein ungeduldiges Piepsen. Was ich aber eher mit "Oh Mann jetzt lass uns doch endlich dies oder das machen" übersetze.

Ein anderes Beispiel für Chillis Humor. Ich erzähle Euch sicher nichts Neues, manchmal hat man mit den verschiedensten Wohlgerüchen zu kämpfen. Ein sehr entspannter Hund auf der Couch, an einem netten Nachmittag, kann schon mal die Heizkosten-Rechnung nach oben treiben, einfach weil man es bei geschlossenem Fenster kaum aushält.

Gut, wir harren auf der Couch aus, und versuchen es mit wedelnden Handbewegungen. Tritt aber nun mal der umgekehrte Fall ein, was ja durchaus mal vorkommen kann, ist Chillis Reaktion erstaunlich. Aus dem tiefsten Schlaf heraus hebt sie den Kopf, blickt den Verursacher vorwurfsvoll an und springt von der Couch! Was wohl ein Hundeverhaltensforscher dazu sagen würde?!

  • Sie ist eigensinnig, und es gibt Dinge die sie gar nicht mag! Dazu gehören Regen und Wind, würde ich sie nicht so manches mal mit sanfter Gewalt nach draußen bugsieren - sie würde sich schlicht weigern eine Pfote in solch ein Wetter zu setzen!
    Sonst - fällt mir nichts ein, wo Chilli streiken würde.

Sie kann sehr hartnäckig sein, wenn sie etwas möchte. Ist zum Beispiel die Zweier Couch schon belegt durch uns, oder 2 Golden Retriever Mädels, dann prüft und schaut sie so lange, bis sie den richtigen Einsprungwinkel gefunden hat und quetscht sich irgendwie rein bzw. rauf, schmatz sehr zufrieden- und schläft.

Oder das andere Beispiel:

Ich sage immer, sie hört spitze, wenn sie uns hört. Manches mal tritt aber auch der Fall ein, dass irgend etwas anderes... spielende Hunde, oder ein Mensch, der ganz toll aussieht, ihre Aufmerksamkeit schlagartig zu 100% von uns abzieht - dann sind wir machtlos! Sie ist dann einfach weg - gut - vielleicht finden wir da auch noch ne Lösung ;o) Nicht um ihr den Spaß zu verderben, sondern... sie im Zweifel zu schützen.

All das, was Chillis Wesen heute ausmacht, ist das Ergebnis mehrerer Dinge. Ihre Eltern, Frieda und James sind bezaubernde liebevolle Wesen. Die ersten Wochen nach der Geburt. Die gute Aufzucht einer liebenden Mama, und die liebevolle Zuwendung von Cornelia, die so viel Zeit im Welpenzimmer verbrachte.

Ihre ersten Wochen und Monate hier, wo sie Liebe, Spaß und Sicherheit bekam. Kontakte mit anderen Hunden...

Chilli wurde auf der Sonnenseite des Lebens geboren. Von ihrer ersten Minute an wurde sie mit Liebe durchtränkt. Kein Zweifel, keine Angst, keine Unsicherheit hatte so eine Chance sich zu manifestieren. Ich sehe das so sehr im Vergleich zu den jungen Straßenhunden aus Griechenland, die meine Eltern immer wieder mal in Pflege haben. Sie wollen vertrauen, Liebe annehmen und alles richtig machen, und trauen sich oft nicht und haben Angst. Umso schöner, dass das Sonnenkind Chilli ihnen so oftmals sagt: "hey - ist alles ok - entspann Dich."

Jetzt habe ich soviel geschrieben, und trotzdem gibt es noch so viel zu erzählen... gar nicht einfach den eigenen Hund zu charakterisieren... Vielleicht probiert Ihr es auch einmal?


Freitag, Februar 1, 2008

Willi von Christoph und Varinia Jung ist gestorben.

Ein Nachruf

Wurde auf Bitte von Christoph Jung gelöscht.

Die Bulldog-Blog-Beiträge werden monatlich archiviert. Die Vormonate erreichen Sie vom Blog-Index oder von den Inhaltsverzeichnissen aus - alles in der grauen Spalte rechts.
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Cornelia Savory-Deermann Cornelia Savory-Deermann

Cornelia
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, geboren 1945 in Wuppertal, hat seit 34 Jahren Englische Bulldoggen und ist Gründungsmitglied des "Verein der Freunde Englischer Bulldogs e.V.". Jetzt sollen die Bulldogs zusätzlich hier ihr eigenes deutsches Weblog bekommen. Eure Bulldog -Anekdoten, -Fotos und -Tipps für's Blog sind willkommen.


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