Cornelias 'Bulldog Blog' ...

Donnerstag, Dezember 27, 2007

Heute läßt uns Gastbloggerin Isabelle Borgert staunen

Mehr über Caligulas Tierliebe :-)

Caligula trauert um seinen allerliebsten Freund Horst

Hallo Rafaela und Cornelia,
... Zur Zeit versuche ich, meinem 10 Jahre alten Häschen (Horst) das Leben etwas zu erleichtern. Ich meinte es nur gut, als ich mit ihm zum Tierarzt bin, um die Zähne und die vereiterte Wurzel behandeln zu lassen; für den alten Herren war es einfach zu viel. Ich denke jeden Morgen daran, dass er tot im Stall liegt, aber er schaut noch recht klar in die Hasenwelt. Ich habe noch nie so ein würdevolles altes Tier gesehen. Er frißt zwar nicht mehr alleine, nimmt aber meinen Futterbrei vom Löffel, putzt sich und faucht Caligula an, wenn er nervig wird.
Das wäre es von uns! Liebe Grüße zum Wochenende, Isabelle

Caligula schreibt :
Heute ist mein allerbester Freund gestorben ...

Horsti war nun wirklich doll krank, aber bis zum Schluß hat er sich noch an mich gekuschelt. Er lag heute morgen so da, wie er immer geschlafen hat, nur dass er mich nicht begrüßt hat - ein Glück, wir mußten nicht mit ihm zum Tierarzt fahren...

Heute Abend wird Herrchen ihn dann im Garten beerdigen - für solange haben Frauchen und ich ihn schön in mein altes Körbchen gelegt und in seine Handtücher gekuschelt. Ich denke, er wird mir schon ganz schön fehlen. Es gibt hier noch - solange ich mich erinnern kann - andere Hasen, aber keiner ist so lieb wie mein alter Freund Horsti.
Euer trauriger Caligula

Duggy verteidigt Caligula und verprügelt Lutzi

Hallo Leute,
ich hatte ja versprochen, die Geschichte von mir und meinem Kumpel Duggy zu erzählen, wie er mich vor Kaninchen Lutzi gerettet hat. Und das kam so:

Lutzi und ich spielen so vor uns hin, als Lutzi über irgendwas sauer wird und mich verprügelt... Ich, Caligula, muß mir so etwas gefallen lassen.

Lutzi hat mir eine schöne Macke in meinen Oberschenkel gebissen, Frauchen schrie, und plötzlich schoß mein Duggy auf uns zu und hat sich den Hasen gegriffen - aber wie!!! Man, hat Lutzi von Duggy Prügel bekommen... als wenn ich nicht auf mich alleine aufpassen kann! Frauchen konnte nur noch mit dem Besen dazwischen gehen, um die Kampfhähne zu trennen. Da war selbst ich sprachlos- oder besser bell-los! Ich habe mich gleich verdrückt und mich meinem neuen Kumpel "Bolle" gewidmet! Bolle ist erst ein halbes Jahr alt und wohnt mit Duggy und den Meerschweinen in einem Gehege. Der beisst mich nicht.

Ente Duggy meint zu Caligula: "Mensch Dicki (Caligula), Dich muß man nicht nur beschützen, Dich muß man auch immer sauber machen.... die Zähne putzen, das Halsband ordnen, die Pfoten überprüfen.... wenn Du Deinen Kumpel Duggy nicht hättest....."

Der neue winzige Winzling im Haus : Puppi ;-)

"Guten Morgen, mein Name ist Puppi, klingt komisch, aber Frauchen hatte vor Schreck wohl keine andere Idee - wir sind gestern Nachmittag aus dem Ei geschlüpft und unser Vati hat uns nicht gemocht - mein Geschwisterchen ist leider von ihm totgebissen worden, und mich hat Frauchen noch rechtzeitig gefunden - nun wohne ich in der Küche - ich habe auch schon etwas gefressen - Frauchen muß mir das ja vormachen... und schreien kann ich auch gut. Viele Grüße von mir."

Isabell mailte: Der, oder die Kleine ist eine chinesische Zwergwachtel von 0,5 g, knapp Fingernagel-groß und ist mir heute in der Küche schon abhanden gekommen (wo soll man eine kleine Hummel sicher einsperren?) - ich habe sie auf der Fensterbank wiedergefunden - schon total leblos. Ich habe sie in ein Taschentuch gewickelt und alle paar Minuten nachgesehen, ob sie schon tot ist. Um zu horchen, ob sie noch piept, habe ich sie an mein Ohr gehalten (die Kleinen piepen so leise, dass man es manchmal kaum hört - und siehe da: sie reagierte trotz ausgestreckter Beinchen - schnell Bauch massiert, unter Rotlicht gehalten, und mir ist das geglückt, was immer schwer ist: Sie ist wieder putzmunter...

Hi, ich bin es - Caligula!
Nun schaut Euch mal unseren Puppi an; ist der nicht riesig geworden? Er kann schon Würmer fangen, Frauchen hat das mit ihm geübt! Wieder Mal habe ich Frauchen geholfen, ein Tierbaby groß zu ziehen: Endlich habe ich wieder Ruhe!
Lieben Gruß, Euer Caligula

Hi Leute, ich bin es - Puppi !
Frauchen liegt mit Schock auf Sofa, warum weiß keiner..... als sie meinen Stall sauber machen wollte, bin ich abgehauen. Ha, die hat vielleicht das Suchen bekommen... riesen Aufregung! Herrchen sprach wieder davon, dass man Tiere unter Kontrolle halten soll, der Hund mich gleich tot beißt..

blablabla! Dabei bin ich mit Dicki (Caligula) losgezogen - man, wir kennen uns doch von klein an. Ich habe von meinem Kumpel Duggy gelernt, dass man hinter seinem Mensch, pardon: "Hund" herlaufen muß, damit einem nichts passiert. Ich bin jedenfalls hinter Dicki her, bis wir Frauchen gefunden haben - die war vielleicht erleichtert.

Nun darf ich abends frei umherlaufen - mit Dicki spielen... Und ich kann rennen..... oben ein Bild von unserem Ausflug - Herrchen schüttelt nur noch den Kopf - hinter dem laufe ich auch her.. ist ja fast der Gockel im Haus, nicht? Cool bleiben! Dicki findet mich toll, frißt mich auch nicht auf, da jagt er lieber Wildschweine durch´s Moor - ach so: Dicki soll heute mit seinem Freund Terry wieder eine Rehfährte verfolgt haben. Herrchen hat angeordnet, entweder er lernt nun "DOWN" (soll das Kommando für den Jagdhund zum Verbleib sein) oder er muß an die Leine. Das Letztere macht Frauchen nicht mit - also Dicki: Ab, in die Hundeschule!
Schönen Abend noch, Euer Wachtelhahn Puppi

Guten Morgen Leute, unser Frauchen hat die Bastelwut gepackt... bisher dachten wir, Heu wäre zum Fressen da - nein, man kann da auch Adventskränze mit bauen... klar, dass wir beide da mithelfen! Viele Grüße von uns, Caligula und Puppi

Hi Leute, ich bin es wieder, Caligula! Ich kann nicht mehr...

... da bin ich heute mit Herrchen und Frauchen 3 Stunden gewandert, habe ein Rudel Hirsche gesehen, mehrere Wildschweinsuhlen beobachtet, bin über Bäume gesprungen, mußte Fährte aufnehmen, wurde abgelegt, wieder aufgenommen, wurde über Holzscheite geführt, habe das Kommando "Down" gelernt, hatte Sabberfäden wie ein Jagdhund, habe im Schlamm gebadet, bin in den See gesprungen und nun: Ist ja wohl mehr schlecht als recht, wenn ich auf Herrchens und Frauchens Sofa darf, um zu SCHLAFEN.............

Isabell mailte: ... So halten die beiden zusammen ein Nickerchen - bei solchen Bildern weiß ich immer, wofür sich die ganze Arbeit der Aufzucht mit der Hand lohnt.
Liebe Grüße von uns, Isabelle


Dienstag, Dezember 25, 2007

Frohe Weihnachten - Merry Christmas

Wir wünschen allen Menschen und Hunden schöne und friedliche Festtage!
Cornelia und Stuart, Frieda und Kosmo

Aus diesem Tannenbaum kommt ein kleines Kabel heraus; schließt man ein passendes Netzgerät an, dann leuchtet der Stern auf der Tannenspitze, und kleine Birnchen am ganzen Baum machen blink-blink :-)

Wem dieser Tannenbaum gefällt: Die ganze Skulptur ist circa 30 cm hoch und aus Steinmehl gefertigt. Es gibt sie bei Danbury Mint, sie muß aber in den USA bestellt und dann als Geschenk nach Europa geordert werden. Sie kostet $129 + circa $35 Versand. Die Zahlung erfolgt über Credit-Card. Der Transport dauert etwa 3 Wochen.

Doris Ehrenstein, Rafaela Schuda und wir haben diesen Tannenbaum übrigens das ganze Jahr stehen : Bulldogs sind schließlich die größten Geschenke für uns! :-)


Sonntag, Dezember 23, 2007

Happy End : die Geschichte von Wuzi

Anfang Oktober erreichte dieser Hilferuf aus Österreich den VdFEB :

Liebe Freunde der Englischen Bulldoggen,

wir, das sind vier Frauen in Gols am Neusiedlersee, die immer wieder mißhandelten oder ausgesetzten Hunden helfen ein neues Zuhause zu finden, und die bis jetzt noch für alle ein neues Herrchen oder Frauchen gefunden haben. Zum ersten Mal sind wir hilflos.

Unser neuer Schützling mit dem Namen WUZI ist ein 14 Monate alter Bulldog und ist ein Scheidungshund. Sein Herrchen ist mit ihm zu den Eltern nach Hause gezogen, wo aber bereits zwei Hunde leben, und Wuzi wurde daher für einige Monate in den Keller gesperrt, bis die Nachbarn es bemerkten und Anzeige erstattet haben.

Wuzi ist etwas abgemagert und sehr traurig, hat auch eine sehr gerötete Haut und stumpfes Fell. Er wird jetzt zwar tierärztlich betreut und bekommt einmal in der Woche ein medizinisches Bad, aber er braucht dringend ein neues Zuhause und ein Herrchen und Frauchen, die Zeit mit ihm verbringen und ihn einfach lieb haben.

Wir haben schon viel versucht, aber wenn wir die Rasse nennen, lehnt jeder sofort ab.

Wir haben in der Anlage einen Aushang mit einem Foto von WUZI beigefügt und möchten nun höflichst bei Ihnen nachfragen, ob die Möglichkeit besteht in Ihrem Klub unser Schreiben auszuhängen und zu fragen, ob jemand ein neues zu Hause für unseren kleinen Liebling hat. Wir haben selber schon 9 Hunde, 5 Katzen, 2 Esel und einen kleinen Girlitz und können Wuzi leider nicht mehr nehmen, vor allem auch nicht da wir überhaupt keine Erfahrung mit dieser Rasse haben.
Auf eine Antwort freuen sich Monika, Michi, Nina und Edith


Der Aushang, der dann auch sofort beim VdFEB unter "Nothunde" veröffentlicht wurde :

Meine Familie hat mich liebevoll WUZI getauft. Mittlerweile bin ich 14 Monate alt und Herrchen und Frauerl haben sich leider getrennt. Aus diesem Grund wohne ich derzeit bei den Eltern von Herrchen.

In diesem Haus leben bereits zwei Hunde und es ist für mich sehr wenig Platz. Auf Wunsch von meinem Herrchen, bin ich jetzt auf der Suche nach einem neuen Zuhause. Ich bin stubenrein, kinderlieb und gehe sehr gerne spazieren. Eine Familie, die viel Zeit für mich hat, oder mit mir sogar eine Hundeschule besucht, wäre eine tolle Sache.

Wenn Du einen Platz in Deinem Herzen, bzw. in Deinem Zuhause (ganz schön wäre ja ein Haus mit Garten) für mich hast, wende Dich bitte an eine der folgenden Freundinnen von mir, die mir bei meiner Suche helfen.


Eduard kümmerte sich jetzt auch um die Vermittlung

Als Kontaktadresse des VdFEB wurde für diesem Hilfeaufruf aus Österreich Eduard Jegodka mit seiner seiner privaten Hilfsstelle Unser Bulldog in Not genannt. In kurzer Zeit gingen bei Eduard über 20 Anrufe von wirklich ernstzunehmenden Interessenten an Wuzi ein; einer davon kam sogar aus Südtirol.

Eduard telefonierte nun mehrfach mit den österreicherischen Tierschützerinnen Monika, Michi, Nina und Edith wegen der Übergabe von Wuzi zunächst an ihn - aber Wuzi war nach Aussage der ihn behandelnden Tierärztin noch viel zu schwach, um eine Tollwutimpfung zu überstehen, die für seinen Transport nach Deutschland notwendig gewesen wäre. So hieß es für alle zu warten, bis Wuzi etwas mehr Kraft gefunden haben würde.

Wuzis Helferinnen Monika, Michi, Nina und Edith bemühten sich inzwischen weiter um eine Unterbringung von Wuzi in ihrer Nähe. Und sie hatten nach weiteren 4 Wochen Erfolg!

Edith an Eduard:

Lieber Eduard, ... Wir haben kommenden Samstag einen Termin in Illmitz bei unserm Wuzi und werden für unseren Besuch bei der Familie Wegleitner noch viele Hunde-Spielsachen und Leckerli einkaufen.

Laut einer Kollegin von der Mutter von Nina, die in Neusiedl beim Merkur arbeitet und die Familie kennt, wo WUZI ist, geht es ihm ganz super. Sein Lieblingsplatz ist das Sofa im Wohnzimmer und da wird er auch so oft als möglich geknuddelt. Es soll auch einen großen Garten geben, und die Familie hat auch Pferde, viele Grundstücke und Koppeln. Das heißt viel Auslauf und Tageslicht für unseren Schützling, der ja lange im dunklen Keller eingesperrt war. Vom Erzählen her hört es sich toll an. Wir werden das aber natürlich auch am kommenden Samstag überprüfen. Ich werde dann auch einige Fotos machen und sie Dir per E-Mail senden. Liebe Grüße, Edith, Michi, Nina und Monika

Nach dem Wochenende wieder Edith an Eduard:

Lieber Eduard, wir waren am vergangenen Wochenende bei Wuzi. Er heißt aber jetzt Bruno, da die neuen Besitzer, Herrchen, Frauchen und ein Sohn mit ca. 18 Jahren, schon einen Wuzi hatten, und mit dem Namen immer wieder an ihren verstorbenen Hund denken würden.

Es geht Bruno sehr gut. Die Haut ist schon viel besser und auch das Fell, wie man auf den Fotos sieht, ist auch schon sehr schön nachgewachsen. Er bekommt aber nach wie vor wöchentlich seine medizinischen Bäder.

Auch mit dem Gewicht geht es etwas bergauf. Im Gegenteil, jetzt muss er beim Fressen schon etwas zurückgehalten werden. Seinen Schlafplatz hat er im Wohnzimmer auf einem eigenen Hundebett, er darf aber auch auf das Sofa und auf die Küchenbank.

Es gibt einen schönen großen Garten, also auch jede Menge Auslauf. Gassi gehen stehen jeden Tag 2x auf der Tagesordnung und Knuddeln ohne Ende. Mit den vier Katzen, die ebenfalls im gemeinsamen Haushalt leben, gibt es absolut keine Probleme.

Worüber wir uns auch sehr gefreut haben, ist das Angebot von Familie Wegleitner, Bruno jederzeit besuchen zu dürfen. Das werden wir sicher in Anspruch nehmen.

Ich glaube die Familie Wegleitner hat Bruno schon in ihr Herz geschlossen und würden ihn um keinen Preis mehr hergeben, und wir freuen uns, dass Bruno in unserer Nähe ein neues Zu Haus gefunden hat.
Liebe Grüße aus Gols - Michi, Nina, Monika und Edith

Darüber freuen wir uns alle ! Dank an Euch 4 Frauen !!



Freitag, Dezember 21, 2007

Heute mit Gedanken von Gastblogger Eduard Jegodka

Die Angst vor Hunden - oder Gelassenheit finden

Episode 1 : Am Warnemünder Strand

Im Anschluß an unser schönes Treffen in Petersdorf am Plauer See (siehe BB-Beitrag vom 13. 11.) fuhr ich mit Eduard, Kathrin und Higgings und mit meinen Beiden noch nach Warnemünde an die Ostsee. Für alle 3 Bulldogs war es die erste Begegnung mit dem Meer.

Ich war sehr gespannt und erwartete, dass wenigstens einer der Drei die heranrollenden Wellen anspringen würde - Wilma hatte ihre 1. Welle sogar gebissen, als diese sich nicht zurückzog sondern angriffslustig mit erhobenem Wellenkamm auf zurannte. Aber weit gefehlt: alle Drei Bulldogs waren so begeistert damit beschäftigt ihre Laufkraft im weichen Sand zu erproben, dass sie die ruhige See links liegen ließen.

Der weite Strand vor Warnemünde war voll, fast übervoll von Sonntagsnachmittags-Spaziergämgern, die die warme Oktobersonne genießen wollten. Und viele dieser lässigen Strandwanderer hatten ihre spielenden Hunde mit. Unsere Drei genossen es Kontakte zu schließen, gestreichelt zu werden, Gas zu geben und sich voll ihrer Kraft hinzugeben. Die Stimmung unter den Menschen war gelassen - so viel Gelassenheit hatte ich lange nicht mehr erlebt! Gelassen auch gerade gegenüber der ungebändigten Lebensfreude unserer Drei.

Ihr staunt bestimmt über diese Episode : Ein kleines Kind baute mit seinen Eltern eine Sandburg, die schon Mövenfedern auf ihren Türmen zierten. Frieda voran, die die Bulldg-Jungs begeistert hinterher, jagten wie die Raubritter in diese Burg hinein; ich rief noch "Halt", aber mein Ruf bremste nur, aber stoppte nicht mehr. Und die jungen Leute mit dem Kind in der Burg? Sie lachten! Sie lachten Frieda und ihre Rasselbande an, streichelten alle Drei - und als wir weiterzogen reparierten sie uns nachwinkend ihre Burg!

Geduld, Toleranz, Anteilnahme, Lächeln, Streicheln - Eduard fand mit dem Wort "Gelassenheit" den völlig passenden Ausdruck der allgemeinen Sonntags-Stimmung am Warnemünder Strand und in Warnemünde selbst! Danke, Ihr Menschen dort, für diese Erfahrung :-)

Es gibt aber auch ganz andere Erfahrungen ....

Episode 2 : Im Teutoburger Wald

Heute war so ein typischer Oktober-Sonntag und ich wollte mit meinem Jungrüden Higgins, der inzwischen 6 Monate alt ist, in den nahegelegenen Wald, um dort einen schönen Spaziergang zu machen.

Da unser Bulldog gut erzogen ist, lasse ich Higgins im Wald frei laufen, da er immer neben mir hermarschiert. So kann man entspannt wandern, seinen Gedanken freien Lauf lassen und die meditative Kraft des Waldes spüren. "Nehmen Sie diesen Kampfhund an die Leine!!" höre ich eine Frau laut rufen. Zwei Damen und drei kleine Kinder kommen mir auf dem Waldweg entgegen. "So was dürfte gar nicht rumlaufen, so ein Scheiß Kampfhund." legte die andere Dame noch nach.

Ich hatte Higgins zwischenzeitlich an die Leine genommen, um die Situation nicht eskalieren zu lassen. Mit einer rationalen Diskussion über die gesellschaftliche Stellung des Hundes und des Kampfhundes im Speziellen war aufgrund des anscheinend fehlenden intellektuellen Backgrounds nicht zu denken. Also erklärte ich nur knapp, das er seine Ausbildung an der Kampfhundeschule noch nicht beendet hat, und ging so an der Gruppe vorbei.

Liegt es in der subjektiven Angstbereitschaft eines jeden Menschen, einen Hund als Kampfhund zu sehen, oder haben die Medien und der Gesetzgeber ebenfalls dazu beigetragen ? Ich denke sie haben, und zwar massiv.

Bestimmte Teile der Medien puschen jeden Vorfall, an dem ein angeblicher "Kampfhund" beteiligt ist, auf und berichten reißerisch darüber. So hat sich die Aufmerksamkeit gegenüber solcher Vorfällen zu einer gewissen Hysterie in Teilen unserer Bevölkerung entwickelt und auch die Politik hat unter dem Druck der Regenbogenpresse mit heißer Nadel die Gesetzgebung in eine fatal falsche Richtung verfasst. Die Landeshundeverordnungen wurde entgegen dem gesunden Menschenverstand und einer Vielzahl von wissenschaftlichen Stellungnahmen und Gutachten erstellt und haben so zu einer weiteren Verunsicherung der Bevölkerung (speziell in NW-Deutschland) geführt.

Angst verlieren - Gelassenheit finden

Soweit die Analen der Menschheit reichen, ist der Hund an unserer Seite. Wir brauchen weder sein Vertrauen noch seine Freundschaft zu erwerben - er wird als unser Freund geboren und glaubt schon an uns, wenn seine Augen noch geschlossen sind.

Was ist" Gelassenheit" ?
Ein Ziel in meiner Ausbildung zum Kampfsportler ist das Erreichen eines gestärkten Selbstvertrauens, durch das man in angespannten Situationen mehr Gelassenheit ausstrahlt. Hat man einen gewissen Grad der mentalen Schulung erreicht, kann man diese Ausstrahlung in alle Teilbereiche des Lebens integrieren. Das Selbstvertrauen erziele ich, in dem ich mich immer wieder Situationen stelle, diese löse und diese positive Erfahrung dann verinnerliche.

Gelassenheit, oder wie ich sie nenne, die innere Ruhe, ist die Fähigkeit, die Fassung und eine unvoreingenommene Haltung zu bewahren. Dem gegenüber steht die Aufgeregtheit oder Angst, die innere Unruhe, die den Geist hemmt und den klaren Blick trübt. Die selbstbeherrschte Gelassenheit (Besonnenheit), die besonders in schwierigen und heiklen Situationen den Verstand die Oberhand behalten lässt, bezeichnet den rationalen Aspekt von innerer Ruhe.

Leider ist aus meiner Erfahrung festzustellen, das sich vielmals Unsicherheit und Hektik des Hundebesitzers in einer Stresssituation auf den Hund übertragen. Ist z.B. der Hundeführer sehr aggressiv, stellt sich automatisch dieses Verhalten auch bei seinem Hund ein.

Oftmals sind Hundebesitzer durch die Wahl der Hunderasse einfach überfordert und so stellt sich beim Spaziergang eine ständige Aufgeregtheit ein. Ich kann eine Begegnung mit einem gestressten Hundeführer und seinem für mich unberechenbaren Hund nur entschärfen, in dem ich meinerseits gelassen reagiere, Ruhe bewahre und Besonnenheit ausstrahle.

Wie kann ich einem Menschen in seiner Hundeangst helfen?

Oft beruhigt schon ein Lächeln. Oder es hilft nach einem früheren Gebissenwerden zu fragen und ggf. Mitgefühl zu zeigen. Manchmal hilft es aber auch einen dreisten Angsthasen in den Spiegel der Ironie blicken zu lassen.

Das Wichtigste ist aber selbst in seiner inneren Ruhe zu bleiben. So wie sich Angst und Wut überträgt, so überträgt sich auch Gelassenheit. Seid stärker in Eurer positiven Energie als Euer Gegenüber in seiner negativen.


Mittwoch, Dezember 19, 2007

Bulldogs züchten ohne Zwingerhaltung

Früher dachte ich immer, ein Züchter, der eine größere Zucht betreibt, kommt nicht ohne Zwinger aus. Diese Zwingerbulldogs taten mir sehr leid, sie waren die Opfer der Züchterei für mich - aber ich glaubte dies Opfer sei notwendig. Heute sehe ich das anders! Was brachte mich zum Umdenken?

Zum Umdenken brachte mich Friedas (und Bertas, Willies, Ginos) Züchterin Dianne Benham. Hierzu eine Mail (Ende November 2007) von Doris Ehrenstein an Rafaela Schuda, Züchterin 'vom Georgshof':

Hallo Rafaela,
Cornelia sagte mir, dass Du evtl. mit Gino (Dream Boy) Deine
Wilma decken willst. Sicherlich weißt Du, dass Gino Bertas Halbbruder ist. Beide haben den gleichen Vater und Großvater. Ich kenne diese beiden Hunde, und die sind außerordentlich lieb und auch schön. Diese beiden Bilder habe ich gemacht, als ich mit Cornelia bei Dianne war um Frieda abzuholen. Also keine Profi Fotos.

Ich selbst mag Dianne sehr, aber sie ist gesundheitlich nicht mehr gut drauf und so züchtet sie auch kaum noch. Sie hat alle ihre Hunde im Haus, und sie liebt sie sehr. Sie sagte einmal zu mir (das ist fast 7 Jahre her) "Ein Bulldogbaby vergißt niemals seine erste Menschen-Mama!"

Sie züchtet seit 34 Jahren und das sehr erfolgreich. Ihre Hunde werden alt (Macho ist 11 oder 12 Jahre alt, ich weiss es nicht mehr so genau). Sie hat 5 Rüden im Haus, 1 schläft mit ihr im Bett, 2 auf der Couch im Wohnzimmer und zwei im Gästezimmer. Ich weiß nicht wie sie es macht, dass sie keine Beißerei hat. Ihre beiden Töchter wohnen nicht weit entfernt und da leben ihre beiden Hündinnen, und natürlich auch die Enkelkinder.

Ich bin mit Dianne einkaufen gefahren, d.h. wir beide und 5 Bulldogs im Auto. Absolut kein Problem. Dianne ist 1/4 Indianerin, vielleicht geht sie anders mit den Hunden um als ich. Ich wäre zu ängstlich alle Bulldogs zuammen zu lassen. Aber Dianne sagt, die kennen sich von klein an, es passiert nichts.

Ich würde jederzeit wieder einen Bulldog von Dianne kaufen. Und Dream Boy wäre ohne mich niemals aus USA nach Deutschland gekommen. Er hat eine so große Seele. Aber er braucht sehr viel Zuwendung und Liebe.

So für heute wär's das. Solltest Du irgendwelche Fragen haben, so email sie mir.
Ganz liebe Grüße,
Doris mit Frau Berta und Herrn Willie

Was ich von Dianne Benham lernte:

Man muß als Züchter nicht alle seine Bulldogs im eigenen Kontrollbereich - sprich im Zwinger - halten! Man kann sie, wenn man sie wirklich liebt und sie bulldoggerecht halten will, in vertrauenswürdige Familien geben und einen Vertrag über Zuchtmiete mit diesen abschließen.

Unsere Frieda wurde eine Tagestour von Dianne entfernt bei den Menschen ihrer Mutter geboren. Sie kam zusammen mit ihren 2 Geschwistern erst mit 5 Wochen (nach dem Abstillen) zu Dianne, wo dann ihr Großvater Macho ganz rührend die weiter Erziehung übernahm :-) Leider lehnen manche Züchter solche oder ähnliche Zuchtmiete-Regelung kategorisch ab. Sie könnten: "ja betrogen werden, und die Hündin könnte zB kastriert werden." Dann lieber Zwingerhaltung :-((

Solch ein Betrug ist Dianne übrigens tatsächlich einmal passiert. Aber sie ärgerte sich nur kurz: "Hauptsache der Hündin geht es gut, und das tut es bei diesen Leuten. Alles andere ist dagegen unbedeutend." So spricht eine Züchterin, die - aus Liebe zum Bulldog - Bulldogs züchtet!


Montag, Dezember 17, 2007

Heute ein Plädoyer von Gastblogger Eduard Jegodka

Unser English Bulldog ist kein Hund für die

Zwingerhaltung !

nicht pauschal ein Urteil abgeben,...
Wenn man sich generell Gedanken über die Haltung von Hunden in Zwingern oder Zwingeranlagen macht, so kann man hier nicht pauschal ein Urteil abgeben, so wie es in den meisten Foren zu lesen ist. Es gibt sicherlich Hunderassen, ich denke da z.B. an Meutehund wie den Beagle oder Schlittenhunde wie den Husky, die sich in einer Zwingeranlage mit großer Auslauffläche in Ihrem Hunderudel sehr wohlfühlen, da es für sie die absolut artgerechte Haltungsform ist.

Der Gesetzgeber hat im Bundestierschutzgesetz die "Anforderungen an die Zwingerhaltung" - als Mindestanforderungen - für das Halten von Hunden reglementiert und so formaljuristisch legalisiert. Hierbei wird jedoch einfach ausgeklammert, dass nicht alle Hunderassen mit den gleichen Wesensmerkmalen ausgestattet sind. Wo man bei den oben genannten Beispielen sicherlich die Haltung in einer großzügigen Zwingeranlage durchaus befürworten kann, gibt es andere Hunderassen, wo der Zwinger nichts mit artgerechter Hundehaltung zu tun hat und kategorisch abgelehnt werden muss.

Zwingerhaltung verbinde ich immer mit Menschen, die Hunde nicht als Haustiere halten, sondern diese als Nutz- oder Gebrauchstiere sehen. Bei vielen Bulldog-Züchtern hat das Umdenken noch nicht begonnen und sie halten die bedauernswerten Zuchthunde ebenfalls in Zwingern. Hierzu gehören vor allem die Züchter, die von ihrer Bulldogzucht zu leben versuchen.

... soll kein enger Verbund zwischen Mensch und Hund aufgebaut werden
In den genannten Beispielen soll kein enger Familienverbund zwischen Mensch und Hund aufgebaut werden, weil diese Tiere ja für diese Menschen (Bauern, Jäger, Züchter etc.) arbeiten. Manchen Zwingerhaltern ist ihr Hund aber auch nur zu anstrengend oder zu schmutzig. Ich frage mich dann nur, warum ein Vierbeiner dann überhaupt angeschafft wurde, wenn es an Fachkompetenz oder an geeignetem Reinigungs-Material, oder an Reinigungs-Willen, oder einfach an Zeit fehlt.

Der Bulldog braucht zum Überleben und Glücklichsein das Leben in einem Menschenrudel.
Eine der Hunderassen, die niemals einen Zwinger von innen sehen dürfen, ist unser English Bulldog. Ich habe noch keinen Hund kennen gelernt, der so menschenbezogen ist und den man schon als "menschlich" bezeichnen kann. Der English Bulldog ist ein sozialer Hund, der es zum Überleben und Glücklichsein braucht, in einem Menschenrudel zu leben und dort auf seinem Platz zu stehen. Wird ein solcher Hund aus der familiären Gemeinschaft, aus seinem Rudel, ausgestoßen, bedeutet das für ihn, dass er ein unerwünschtes Verhalten an den Tag gelegt hat und er damit bestraft wird. Er leidet unsäglich in so einer Situation, und er entwickelt Störungen!

Wenn es tatsächlich Menschen gibt, die einen English Bulldog nicht als Haustier, sondern als Zucht-Gebrauchstier halten, kann ich das nicht nachvollziehen. Ich würde so einer Person jeden Bulldog-Sachverstand absprechen. Der English Bulldog muss als voll integriertes Familienmitglied mit an unserem Leben teilhaben und so auch in jedem Fall unseren Wohnraum teilen und nicht in einem Zwinger dahinvegetieren.

... eher unter einer Brücke schlafen, als unseren Bulldog aus dem Haus zu weisen
Unser Higgins (aus der Zucht Wellington Bulldogs) ist in unserem Patchwork - Rudel (Mensch, Hund, Katze, Vögel) wie selbstverständlich hineingewachsen und so ein vollwertiges Familienmitglied. Er kann bei uns durch die Betten toben und auch darin schlafen. Wir nehmen ihn mit in den Urlaub, statt ihn in einer Hundepension abzugeben und ermöglichen ihm so umfangreiche Sozialkontakte. Wir würden eher unter einer Brücke schlafen, als unseren Bulldog aus dem Haus zu weisen und ihn der Qual der Zwingerhaltung auszusetzen.

Um meinerseits Bulldogs zu helfen, das heißt oft sie vor einer Zwingerhaltung zu bewahren, habe ich eine private Pflege- und Vermittlungsstelle für Bulldogs in Not eingerichtet.


Ein Beispiel der Folgen von Zwingerhaltung eines Bulldogs

Angus fand als Welpe keinen Käufer, und so kam er in die Zwingerhaltung seiner Züchterin. Es war zwar ein "Luxuszwinger" mit Auslauffläche, aber eben doch ein Zwinger mit der Konsequenz, dass Angus Mangel an menschlichem Kontakt erlitt und auf menschliche Lebensbedingungen ganz allgemein unsozialisiert blieb.

Als Corinna und Andreas Angus bei einem Züchter-Besuch kennenlernten, beschlossen sie ihn (inzwischen 9 Monate alt) trotz seiner Ängste vor dem dortigen Wohnhaus (und vor vielem anderem) letztendlich doch zu kaufen und ihm zu helfen, da er sich sehr an Andreas anlehnte.

Angus war natürlich nicht stubenrein; es dauerte viele Monate, ihm dies beizubringen. Aber die Hundefans Corinna und Andreas nahmen das mit Geduld hin, denn Angus hatte schließlich eine Geschichte, wie sie so mancher Not-Bulldog hat...

Das wirklich Schlimme, wie wir Bulldogger es auch auf Treffen erlebten, war seine Angst vor Menschen! Er lief vor Jedermann fort : näher als 3 Meter ließ er niemanden an sich herankommen. Er rannte - weggeduckt - sofort zu Corinna und versuchte sich hinter ihr zu verstecken. Wir Bulldogger hielten ihn zunächst nur für scheu, da sich dies Verhalten aber über viele Monate hinweg nicht änderte, mußten wir es schließlich als Angst begreifen.

Um Angus zu helfen kauften sich Corinna und Andreas einen weiblichen Welpen dazu. Und wirklich, diese Hündin half Angus durch ihr Vorbild sehr, die Angst vor Menschen abzubauen.

Heute, 2 1/2 Jahre später, ist er zwar immer noch scheu, aber er läßt sich von mir und von anderen streicheln...

Angus verdankt es dem geduldigem und ideenreichem Training, der jahrzehntelangen Hundeerfahrung sowie der Liebe von Corinna und Andreas, noch in ein für ihn als Bulldog angemessenes Leben hineingefunden zu haben :-)

Es ist nicht auszuschließen, daß bei Angus´ Angst auch ein genetischer Faktor mitspielt. Aber wie dem auch sei, die frühe Zwingerhaltung - auch wenn diese im Sinne der gesetzlichen Mindest-Anforderungen (siehe oben) sehr gut war - spielt meines Erachtens in jedem Fall eine Rolle.


Samstag, Dezember 15, 2007

Mutter und Sohn :-)

Kosmo ist ein Traum-Sohn, würde man als Menschenmutter sagen. Er folgt mit seinen 7 Monaten seiner Mama noch auf Schritt und Tritt, geht nur an Dinge ran, die sie geprüft und gut befunden hat, und er schmust hingebungsvoll mit ihr. Und Frieda ist eine Traum-Mutter, geduldig und liebevoll; oft leckt sie ihn sauber, als sei er noch ihr Baby :-)

Schnuppert Frieda an einem Grashalm, dann kommt Kosmo angesaust und muß exakt denselben Grashalm untersuchen, keinen einzigen daneben beachtet er - er nimmt es genau! Und macht Mutter Frieda beim Spaziergang einen Haufen, dann hockt er sich unmittelbar daneben und macht sogleich auch einen. Wie auf Kommando.

Springt Frieda aufs Sofa um mit uns Menschen zu schmusen oder einfach nur in Körperkontakt zu sein, dann springt er wie um sein Leben noch über sie weg, um nur ja zuerst an unserem Gesicht zu sein und küßt los, als wolle er uns verschlucken. Er scheint so zu rufen:
"ES GIBT MICH! ES GIBT MICH JETZT!!!"

Und Frieda : sie hat fast unendliche Geduld mit ihm; sie gibt nach und läßt ihn sich zwischen uns und sie drücken. Wenn ihr aber sein sie Wegdrängeln doch einmal zu bunt wird, das geschieht so circa einmal am Tag, dann bellt sie allerdings so schrill, gereizt und entschlossen los, dass sogar er erschreckt und ernsteren Maßnahmen ihrerseits ausweicht :-)

Sind Stu und ich anderseits beschäftigt, dann halten die beiden fast immer untereinander Körperkontakt. Sie lieben sich sehr :-)

Frieda gönnt ihrem Sohn jedes Futter - sogar ihr eigenes. Er bekommt sein Futter in der Küche und Frieda zeitgleich im Flur. Zwischen beiden schließen wir die Babytür, denn er frißt wie ein Bagger seinen Topf in Sekunden leer, Frieda aber leert langsam und bedächtig ihren Topf nicht in Sekunden, sondern in Minuten. Lassen wir die Babytür zwischen beiden einmal offen, dann überläßt Langsamesserin Frieda ihrem Schnellfresser Sohn ihr halbes Futter einfach so....

Jeden Abend bekommen beide Bulldogs ihren Rappel und toben lange durchs Wohnzimmer. Sie jagen sich um Tisch und Sessel, werfen sich aufeinander, rempeln, balgen - und das alles sehr lautstark knurrend, brummend, gellend, bellend, grunzend ... mir fehlen die lautmalerischen Worte dies Spiel zu beschreiben. Aber ihr Bulldogger kennt das :-)

Nichtbulldogger befürchten bei diesen wilden Spielen gelegentlich den nahenden Welt- oder zumindest Wohnzimmeruntergang und sind erstaunt, dass Hunde sich so wild und zugleich so ritualisiert ungefährlich austoben können :-)

Nachts dann schlafen die beiden mit uns im Bett : Frieda in meinem Arm oder in Stus Kniekehle, Kosmo ringelt sich dagegen gerne zum Einschlafen auf dem Kopfkissen um meinen oder Stus Kopf herum. Das wird ihm dann aber nach kurzer Zeit zu eng und er sucht eine freie Stelle, wo er selig auf dem Rücken ausgestreckt losträumt. Übrigens schnarcht er nur leise, und Frieda nach wie vor gar nicht. Selige Ruhe :-), meist :

Neulich sprang Kosmo mitten in der Nacht ziemlich rücksichtslos;-) auf meinen Bauch und schlug mit seiner Pfote zu allem Überfluß auch noch auf meine Nase. Als ich hochschreckte rannte er zur Treppe und wartete dort, bis ich (um seine Not ahnend) nachkam. Beide rannten wir dann zur Terrassentür runter und er raus - kaum 1 Meter auf dem Rasen kam der dicke Haufen auch schon... Ich lobte ihn überschwenglich, dass er mich rigoros geweckt hatte! Zufrieden gingen wir beide wieder ins Bett!

Frieda neigt zu Tiefschlaf in der Morgenfrühe und will dann um nichts in der Welt gestört werden. Kosmo ist eher ein Frühaufsteher wie wir. Diese 3 Fotos zeigen, wie ER wach wird, aber SIE sich nicht rührt - und das, bis es unten in der Küche aktiv wird ;-)

Es ist eine unbeschreiblich große Freude für Stu und mich diese zwei Bulldogs, Mutter und Sohn, um uns zu haben, sie beobachten zu können und ihre Lebensfreude zu erfahren. Auch für Frieda ist es eine Bereicherung ihres Lebens Kosmo als stets fröhlichen, liebevollen Gesellen immer um sich zu haben. Die Beiden sind ein starkes Gespann :-))

Am Rande: Am 8. Dezember hob Kosmo zum 1. Mal sein Beinchen. Und am gleichen Tag wurde Schwester Käthchen zu Beebos Freude läufig!



Donnerstag, Dezember 13, 2007

Heute schreibt Gastbloggerin Doris Ehrenstein begeistert:

Eine ganz vitale, 13jährige Bulldoghündin !

Hallo Cornelia, heute Neuigkeiten aus Talkeetna, Alaska! Ich erfuhr, das seit Oktober in meiner Nachbarschaft eine ältere Dame mit 2 Bulldogs wohnt.

Zunächst war ich skeptisch und hielt dies für ein Gerücht. Ich ging jedoch der Sache nach und Du wirst es nicht glauben, ich erfuhr den Namen dieser Dame. Kurz, ich rief an und sie sagte, "ja ich habe eine 13 Jahre alte Englische Bulldoghündin (die nicht sabbert) und einen 2 1/2 jährigen Amerikanischen Bulldog."

Ich war ganz aufgeregt, ich wollte die alte "Hundedame" sehen. Bei dem Telefongespräch (nur über Bulldogs) verabredeten wir uns und ich durfte am nächsten Tag zur Besichtigung kommen. Mit Cookies und mit Fotos von Berta und Willie machte ich mich auf den Weg. Ich ging zur Haustüre und vor mir stand eine Englische Bulldogge.

Für mich war es nach über "40 Hunde-Erfahrungsjahren" das erste Mal, dass ich einen solch vitalen, immer noch springlebendigen alten Bulldog sah. Im Haus begrüßte sie mich stürmich, gab Pfötchen, holte ihr Spielzeug (Quietsch-Plüsch-Tier) und nahm meine Cookies.

Audrey, so heißt die Dame, liebt ihre Beebe, so heißt der Bulldog, sehr und pflegt sie außerordentlich gut. Alte Hunde riechen oft, besonders aus dem Mund. Jedoch Beebe nicht. Die Falten sind nicht feucht, und die Ohren sind sauber. Ihre Augen sind immer noch wunderbar klar und strahlen. Ich war beeindruckt.

Audrey holte alte Bilder und die Ahnentafel.

Mit 2 1/2 Jahren hatte Beebe einen Wurf. Es war eine Normalgeburt (9 Welpen: 5 Boys und 4 Girls), d.h. 2 Welpen wurden bei Audrey geboren, und da es nicht weiter ging bekam Audrey es mit der Angst, nahm Beebe und die beiden Welpen und fuhr zum Tierarzt. Dies alles ereignete sich auf dem Land (Texas), und nach einer schrecklich angsterfüllten Stunde war sie endlich beim Tierarzt angekommen. Und sie traute ihren Augen nicht, 2 weitere Welpen waren im Auto geboren. Die restlichlichen, es waren noch 5, kamen dann in aller Ruhe beim Tierarzt normal zur Welt.

Als sie meine Fotos von Berta und Willie sah, meinte sie, "die beiden sind wunderschön! Aber ich wollte keinen Show Dog und auch nicht züchten - vielleicht einen Wurf?! - den Deckrüden damals schlug mir Beebes Züchterin vor." ... "Für mich kam nur ein Kamerad infrage, d.h. ich wollte ein PET, und ich habe eine wundervolle Beebe, die in 13 Jahren nie krank war."

Die Fotos, die ich von den Welpen gesehen habe, begeisterten mich und auch die beiden Rüden, die Audrey behalten hat, waren extrem schön (auf den Fotos 2 und 3 Jahre alt). Ich hätte sie beide gekauft. Leider sind beide früh (mit 4 und 5 Jahren) an Krebs gestorben. Auf weiteren Fotos habe ich 4 andere von Beebes Welpen als Erwachsene gesehen. Kaum zu glauben, dass diese Hündin so schöne Nachkommen hat.

Nun noch mal zu Beebe, dem Anlass meines Besuches bei Audrey. Sie ist ein so vitaler Bulldog, sie läuft, nein rennt durch den Schnee, freut sich ihres Lebens, geht die Treppen rauf und runter, kein Humpeln, nichts. Sie hatte nie im Leben Atemprobleme, wie Audrey erzählt. Beebe ist auch klug und hört immer noch scharf. Sagt Audrey zu ihr "hol die Kissen", dann läuft sie los und holt alle Kissen von Sofa und baut sich damit ihre Höhle, d.h. sie setzt sich auf dem Boden mitten in die Kissen hinein.

Ein Spaziergang von 20 - 30 Minuten gehört zu Beebes und Audreys Tagesordnung, allerdings darf die Temperatur nicht unter -15 Grad sein.

Für mich ist das alles ein Phänomen. Beebe ist alles andere als schön, nichts stimmt (im Sinne des Standards) bei ihr. Ihr Kopf ist zu kein, die Ohren viel zu gross (Fledermaus) und die Beine zu dünn. Beinahe hätte ich vergessen, dass doch etwas korrekt ist : es ist der kurze Schwanz! Sie kann ihn anheben, damit wackeln, und er ist gerade.

Ich sah mir die Ahnentafel (AKC Papiere) genau an und zählte 20 Champions. Sie hat extrem gute Gene in sich - und diese weiter vererbt.

Ich wünsche mir, meine Bulldogs würden dieses Alter von Beebe erreichen!
Liebe Grüße, Deine Doris



Dienstag, Dezember 11, 2007

Heute freut sich Gastbloggerin Nadja Schulze

Egon und Dicker, oder 2 Brüder finden sich :-)

Wie im Beitrag vom 26. Oktober zu lesen war, fand Not-Bulldog "Dicker" durch die Initiative seiner Züchterin Rafaela Schuda und die aktive Hilfe von Eduard Jegodka ein neues Zuhause bei uns im Erzgebirge. Julia, Bruder Egons Frauchen, las darüber im Blog und nahm Kontakt zu uns auf, zumal sie in der Nähe wohnt.

Nachdem wir ziemlich erstaunt waren, dass ganz in unserer Nähe ein Bruder von unserem Dicken lebt, haben wir uns mächtig gefreut, dass wir uns so schnell treffen konnten.

Am Telefon wurden vorher schon alle möglichen Schandtaten ausgewertet, die unsere beiden Brüder so angerichtet haben ;-). Dann war es endlich soweit - Sonntagmorgen ab ins Auto und los ging es....

aber nicht weit dann fiel die Lenkung vom Auto aus. Also wieder zurück und ab ins Zweitauto, dort blinkerte arg bedrohlich die Benzinlampe - schnell noch an die Tankstelle - leider Fehlanzeige - sonntags geschlossen. Dann eben den Umweg über die nächste Kleinstadt und endlich fahrtüchtig. Mit einiger Verspätung ging es dann aber endlich Richtung Freiberg.

Die Aufregung vor dem ersten Beschnuppern war für uns alle groß und dann - dann war es endlich soweit. Dicker trifft auf Egon - und als wenn es für die beiden ganz alltäglich wäre wurde sich kurz beschnuppert und dann ging es ab zum Spielen in den Wald. Unserem Sohn konnten wir nur schwer begreiflich machen, dass er nicht ständig mit zwischen den beiden rumquirlen konnte, auch er hatte nämlich einen riesigen Spaß mit den vierbeinigen Freunden.

Dann gab` s die größte Herausforderung für unseren Dicken - der erste Besuch in einem Gasthaus.

Stillsitzen neben dem Tisch - das war ein gewaltiger Kraftakt. Die anderen Gäste müssen gedacht haben wir hätten Minischweine unterm Tisch - ein ständigen Grunzen, Jaulen und Schmatzen begleitete unsere Kaffeepause - denn ohne Leckerli war an ein Stillsitzen nicht zu denken und keine Unterhaltung möglich gewesen.... Wir hatten dabei aber trotzdem Spaß und haben uns gefreut, dass die beiden Brüder sich gleich gut verstanden haben und wir auf diesem Weg etwas mehr über unseren Dicken erfahren haben und feststellen konnten, dass er seinen Namen zurecht trägt.

Auf dem Rückweg zu den Autos haben wir uns dann fest vorgenommen, uns auf jeden Fall bald wieder zu treffen. Und vielen Dank noch mal an Dich, Julia!

Julia schrieb über unsere Begegnung an Rafaela:

Hallo Rafaela,
gestern gab es denn endlich das langersehnte Treffen mit Nadja und ihrer Familie. Es ist wirklich erstaunlich, wie unterschiedlich die beiden aussehen, vor allem wie sich der Dicke verändert hat. Er ist viel ruhiger als Egon, hat deutlich helleres Fell und kommt auch vom Ganzen eher nach Wilma, so wie Egon eher nach Beebob kommt.

Dicker hat überhaupt keine Schwierigkeiten beim Atmen, selbst als die beiden ewig durch die Gegend gesprungen sind, hat er nicht einmal hörbar geatmet. Er hat es jetzt wirklich gut getroffen.

Nadja und ihr Mann sind sehr nett, wir konnten uns wirklich gut unterhalten. Und der Sohn ist auch klasse. Er hatte überhaupt keine Angst vor Egon, gab also keine Probleme. Egon und sein Bruder haben sich sehr gut verstanden, es blieb ruhig, auch als Egon angefangen hatte, sich an den Dicken zu klammern... Ich denke wir werden uns jetzt öfter sehen. Nadja ist sehr liebevoll zum Dicken, ich denke die verwöhnen ihn sehr.

Für die Hunde war es bestimmt ein schöner Tag, gestern nachmittag hat Egon dann schön tief geschlafen und geträumt... Es war wirklich erstaunlich, wie sehr sich die beiden unterscheiden, als Welpen sahen sie sich ja so ähnlich... Ganz liebe Grüße, Julia

Liebe Cornelia, ansonsten geht es unserem Dicken gut, er genießt es sichtlich von allen geliebt zu werden. Habe jetzt auch den Test gemacht, unsere beiden mal allein im Auto zu lassen. Der Dicke hat sich zwar nach vorn auf den Fahrersitz gekämpft, aber dann saß er still wie ein Mäuschen. Sind also wieder ein Stück weiter :-))
Viele liebe Grüße, Nadja



Sonntag, Dezember 9, 2007

Heute antwortet Gastblogger(in Elsa) Emmanuel Müller

Ball ist nicht gleich Ball

7. Dezember: Liebe Lollo, mit besonderer Freude habe ich heute morgen deinen Beitrag im Bulldog-Blog gelesen. Ständig wird sich ja in Menschenkreisen darüber beschwert, dass wir Bullis so starrköpfig sind. Von den wahren Hintergründen dieser voreiligen und völlig unkorrekten Behauptung redet aber keiner.

Ich danke dir, dass du den Mut hattest gerade jetzt - wo die Menschen sich ja in Frage stellen sollen, über sich und ihre Handlungen nachdenken und gute Vorsätze fassen usw. - uns Leser auf eine Ungerechtigkeit aufmerksam zu machen.

Es ist natürlich die Rede von der menschlichen Unkonsequenz gegenüber uns treuen Geschöpfen.

Wie oft haben sie uns hoffnungsvoll angegrinzt und einen bunten, quietschenden Ball in der ausgestreckten Hand gehalten ? Wie oft sind wir aus schönen Träumen plötzlich aufgeweckt worden, damit sie uns diesen Ball zeigen konnten, den sie dann dummerweise weg geworfen haben, und den wir dann, noch ganz schläfrig, für Frauchen oder Herrchen zurückholen mussten ? Natürlich haben wir die Lektion verstanden.

Wenn die dann aber eines Tages auf die schier wahnsinnige Idee kommen, sich einen kleinen Tannenbaum ins Haus zu holen, und dem dann auch noch zahlreiche solcher Bälle an die Äste hängen, darf man nicht mehr zeigen was man gelernt hat ? Dabei ist das doch pure Verschwendung. Haben die denn nicht verstanden, dass Bäume nicht spielen ? Bald werden die noch Steine auffordern ihnen hinterher zu rollen.

Also, mir hat ja mal ein alter Bulldog erzählt, er habe Menschen gesehen, die Hühnereier in einer Wiese versteckt haben, um später ihren eignen Kindern glaubhaft versichern zu können ein Hase (!) hätte die gebracht.
Naja, man muss auf alles gefasst sein. Deine Elsa


"Liebe Elsa, Du hast völlig recht!!!"
So antwortete am nächsten Tag Petra Kellner, Lollos Frauchen:

"Lollo holt mir natürlich die Bälle vom Baum - jeden Tag einen! Und pfiffig wie sie ist, tauscht sie jedesmal eine Kugel gegen einen selbstgebackenen Thunfischkeks! Das bedeutet: Lollo hat "meinen" Übungs-Weihnachtsbaum für sie - zu "ihrem" Hunde-Adventskalender umfunktioniert.

(Und ich hab´meine kleinen bunten Bälle wieder). Wie sagte ihre Züchterin Frau Braum: "Klasse, 24 Bälle! Da Lollo ja zählen kann, ist der Baum dann am 24. leer. Und dann gibt´s ja wohl ein Weihnachtsgeschenk!" Lollo hat mir außerdem gezeigt, dass die "angeblich unkaputtbaren" "Bälle" in ca 20 Sekunden "geknackt" werden können.

Liebe Elsa, glaube mir, auch wir Menschen sind lernfähig. Ich habe Lollo schon mein Großes Ehrenwort gegeben: ich werde eure Intelligenz hoffentlich nieeeeee mehr unterschätzen und mir so ein dummes Zeug auch nicht mehr einfallen lassen (aber vielleicht etwas anderes ;-)).

Und zu Weihnachten bekommen wir Menschen einen Tannenbaum, den wir auf einen Tisch stellen, und auf die Erde neben dem Tisch wird der Lollo-Baum gestellt. Dann aber nicht mit bunten Bällen, sondern mit Kaustangen und Hundkeksen geschmückt. Ganz fest versprochen. Foto folgt am 24. Dezember!
Dir und deinen Menschen liebe Grüße, Petra"


Mail an Cornelia: ... Ich weiss nicht, dieser Hund (Elsa) inspiriert mich ständig zu Kommentaren über alles und jeden. Das kommt womöglich davon, dass ein Bulldog-Blick nie "leer" scheint...




Stichwort "Kamerun" : Vorsicht Betrüger !

Abends am 8.12.07:
In dieser Woche erschien in der Internetseite des "Hamburger Abendblattes" eine Anzeige, in der unter dem Namen von Rafaela Schudas hervorragender Familienzucht Englischer Bulldogs - vom Georgshof - versucht wird, an Geld zu kommen. Sogar der genaue Text wurde von ihrer Web-Seite übernommen. Diese Anzeige kommt mit höchster Wahrscheinlichkeit von betrügerischen Trittbrettfahrern (oder Neidern?) der guten züchterischen Leistungen von Rafaela.

In Anbetracht des Preises von 300 Euro pro Welpe gehe ich davon aus, dass es sich hier um Händlerhunde aus Polen oder Rußland handelt. Also nicht darauf hereinfallen!
Auch in der Hundehändler-Szene gilt, was Elsa oben sagt: "Man muß auf alles gefaßt sein!"

Morgens am 9.12.07
Eine Freundin von Rafaela antwortete auf diese Anzeige im "Abendblatt" und erhielt die Antwort, die Bulldogs kämen aus Kamerun .... Diese 'Tierfreund-Antwort' ist einfach ekelhaft verlogen, wenn man weiß (siehe unten), dass es schlichte Bauernfängerei ist!

Stu googelte die Absenderadresse dieser Antwort und wurde fündig! Die englische Seite fraudwatchers (Betrugs-Wächter) nennt u.A. diese email-Adresse als Betrügern zugehörig, die weltweit Hunde aller Rassen aus Kamerun anbieten. Dort ist (danke!) auch eine Liste weiterer Betrüger-Emailadressen und Webseiten aufgeführt!
Wenn die Leute gezahlt haben, gibt es keinen Hund und auch sonst nichts mehr davon zu hören. Hätte man seine Kreditkarten-Nummer angegeben, kann man sich vorstellen, was dann geschehen wäre...

Betrugsopfer und auch ein Bulldog-Züchter, von dessen Webseite Welpenfotos gestohlen wurden, beschreiben auf dieser Seite ihren Ärger mit diesen Betrügern!
Ein Tipp für Welpensucher : Speichern Sie sich diese "Fraudwatchers"-Webadresse!



Freitag, Dezember 7, 2007

Heute erzählt Gastbloggerin (Lollo) Petra Kellner :-)

Lollos Übungs-Weihnachtsbaum

Hallo ihr Lieben,
zunächst einmal möchte ich mich vorstellen. Mein Name ist Floral Garden Lollobrigida, ich werde aber nur Lollo gerufen (außer: ich habe etwas ausgefressen) und wohne seit Ende September bei meiner Fanilie. Das sind meine Menscheneltern Petra und Max, deren Kinder Maximiliane und Quirin und dem "Schnackel" (Schnauzer-Dackel) Leo. Leo ist 11,5 Jahre alt und blind, hat mir aber schon ganz schön viel Blödsinn beigebracht (sagt Mama Petra).

Gestern war meine Pflegeschwester Sally da. Die kommt immer, wenn deren Eltern etwas vorhaben oder beruflich unterwegs sind. Mal bleibt sie in paar Stunden - mal 1 Woche. Gestern kam sie mit ihrem Papa Akki, und der blieb auch bei uns. Weil ihre Mama sie "zu Petra ausquartiert" hatte. Sie wollte nämlich Kekse backen, und im letzten Jahr hatte Akki seine Finger dauernd in den Menschenkeksen und Sally dauernd die Schnautze in den Hundekeksen. Da haben sie die Rote Karte bekommen. Ich habe mich jedenfalls riesig gefreut und wir haben erst einmal im Garten ordentlich getobt. Petra meinte, ein Schlammschwein wäre ausgesprochen sauber gegen mich. EGAL.

In der Zwischenzeit haben Petra und Akki Weihnahtsdeko aufgehängt - Lichterketten und so. Sieht auch alles gut aus, nur dann meinte Petra, sie dekoriere jetzt den LOLLO-ÜBUNGS-WEIHNACHTSBAUM.

Ihr müsst wissen: Die Menschen stellen sich nämlich Weihnachten einen Tannenbaum in die Wohnung; mit ganz vielen Lichtern und gaaanz vielen Bällen darin. Und die darf man dann nicht pflücken und damit spielen! Kann mir einer sagen, was der Quatsch soll? Das ganze Jahr dürfen wir mit Bällen über die Felder toben. Und die Bälle im Weinachtsbaum glänzen auch so schön, und jetzt darf ich nicht mal einen vom Baum holen, geschweige denn damit durch die Wohnung toben.

Petra hat also einen kleinen Baum geschmückt - mit "unkaputtbaren" kleinen Kugeln und Lichtern. Die hat sie dann auch noch angemacht und schon war es um mich geschehen: Ich musste unbedingt so ein Ball vom Baum holen. Obwohl sie die ganze Zeit beim Schmücken -"Nein Lollo" gesagt hat. Ja, ja, sie hat mich vorgewarnt und auch gesagt, dass sie die Kugeln gezählt hat: 24 Stück, und ich solle es ja nicht riskieren, eine zu klauen. Habe ich aber trotzdem versucht, während Akki die Sally und den Leo mit dem Lollo-Baum fotografiert hat.

Und dann kam das UNWORT über Petras Lippen: hat sie erst 2-mal zu mir gesagt und das sind 4 Sachen gleichzeitig: nämlich PFUI.

P - Pfoten weg
F - friss da ja nicht
U - untersteh´ dich
I - ich mach Hundesuppe aus dir (tut sie doch nicht, hat mich viiiiiiel zu lieb.)

Und dann habe ich - damit sie sich wieder über mich freut - auch ein paar Fotos von mir machen lassen - allerdings nur gegen Leckerlies - bin ja nicht blöd.

Nachdem Sally und Akki wieder nach Hause gefahren sind, mussten Leo und ich erst einmal von dem Tag erholen. Mal sehen, ob ich es morgen schaffe, unbemerkt so einen kleinen Ball zu klauen. Es reizt mich ja doch sehr!!!
Euch wünsche ich eine schöne Adventszeit, Eure Lollo



Mittwoch, Dezember 5, 2007

Verdeckte Erbanlagen

Sabrina Schmidt stellte in ihrem Beitrag vom 21. April ihren kleinen "Boss", den Sohn ihres wundervollen Fero vor. Und im letzten Beitrag schrieb sie über seine gefährliche Herzgefäß-Operation. Ein zusätzliches Herzgeräusch wurde bei ihm schon mit 3 Monaten festgestellt.

Um diese Störung genauer zu diagnostizieren, fuhren Sabrina und Stefan mit ihrem Boss zu Peter Söhl, dem Medizinischen Beirat vom VdFEB.

Peter diagnostizierte eine verengte Herzarterie und riet, falls sich dies nicht in der nächsten Zeit auswachsen würde, zu einer OP in der Uni Gießen. Dieser Gefäßdefekt wuchs sich nicht aus, und so überwies Peter Boss an diese Klinik: "weil die Tierärzte dort die ganze Ausrüstung dafür haben und auch solche Spezial-OP´s häufig machen, d.h. darin erfahren sind." Der Termin wurde dann von der Uni wegen eines Maschinendefekts einmal verschoben, und jetzt wurde die Zeit für Boss auch richtig knapp. Gut, wir konnten in letzten Beitrag lesen, dass alles gut ging.

Boss stammt aus einem Wurf von 6 Welpen. Einer der Welpen ist ein Zwitter: er hatte Hoden, Eierstöcke, Penis und Scheide. Nachdem er operiert wurde, ist er nun etwas mehr ein Rüde als eine Hündin. Ein 2. Welpe aus diesem Wurf hat, wie auf dem Foto zu sehen ist, ein vorquellendes Auge. Da es kein Tumor war, kann man hier einen zu hohen Hirnwasserdruck (wodurch auch immer bedingt) vermuten. Und Boss hat eine lebensbedrohliche Herzgefäß-Anomalie mitbekommen.

"Fero Masahora", der Vater des Wurfes, ist 7 Jahre alt und kerngesund. Die Mutter des Wurfes, Heidi, ist noch jung, freiatmend und bewegt sich gut. Sie ist eine schöne, falbenfarbene Erscheinung: blendender Phänotyp, so wie Fero auch. Aber der jeweilige Genotyp???

Bei Fero und Heidi passten - laienhaft formuliert - die Zuchtlinien nicht zueinander. Das heißt, verdeckte (rezessive), defekte Erbanlagen im Genotyp trafen aufeinander, bzw. konnten dominieren. Dadurch wurden sie im Phänotyp dieser kranken Welpen sichtbar.

Das Risiko solcher tragischer Zucht-Ergebnisse ist logischerweise höher, wenn die Elterntiere Linienzuchten entstammen, da die Genvielfalt, das heißt die Gen-Auswahlmöglichkeit für die DNA-Verbindungen bei der Befruchtung, durch Linienzucht minimiert wird.

Phänotyp: Das äußere Erscheinungsbild eines Tieres.
Genotyp: Die Gesamtheit aller Erbanlagen eines Tieres.

Zum Abschluß noch eine Anmerkung: Die Fellfarbe "weiß" wird von Laien (auch Züchtern) oft für solche Defekte verantwortlich gemacht. Das ist eine dumme Verallgemeinerung und stimmt nicht! Auf die tatsächlichen Zusammenhänge zwischen Fellfarbe und genetisch damit verbundenen Eigenschaften bzw. Defekten werde ich in einem späteren Beitrag eingehen.



Montag, Dezember 3, 2007

Heute ein Bericht von Gastbloggerin Sabrina Schmidt

Operation gegen den "frühen Herztod"

21. November 07 : Hallo Cornelia, hallo Stu,
hoffe es geht Euch gut. Bei uns geht es jetzt auch wieder besser. Ich habe Dir (Cornelia) ja versprochen über Boss´s OP zu berichten :

Es hätte eigentlich jeden Tag sein können, dass er umfällt.
Am 11.11. 2007 habe ich Boss in die Uni-Klinik Gießen gebracht. Dort wurde erstmal sein Blut untersucht, ob er für die OP stark genug ist. Die ganze Voruntersuchung hat ca. 1 Stunde gedauert. Die Ärztin hat mir ganz genau erklärt, was Boss hat und wie die OP verläuft. Ich habe natürlich gleich nachgefragt, ob bei der OP etwas passieren kann. Die Ärztin war sich eigentlich ziemlich sicher, dass es gut ausgehen wird. Sie sagte zu mir, dass ich mir keine Sorgen machen soll, ich bekomme jeden Tag einen Anruf und werde auf dem Laufenden gehalten. Da war ich ja erstmal beruhigt.

Am 12.11. (um 11.00 Uhr) rief mich dann die Ärztin an, die Boss operierte. Sie klang sehr komisch am Telefon, da habe ich richtig Angst bekommen. Sie sagte zu mir, dass es höchste Eisenbahn war, dass Boss operiert wird. Es hätte eigentlich jeden Tag sein können, dass er umfällt.

Sie hat mir auch nochmal erklärt, was genau Boss hat (aber ich war so aufgeregt, dass ich es natürlich nicht wirklich realisiert habe.) Ich habe nur noch mitbekommen, als Sie meinte, dass es durchaus passieren kann, dass Boss stirbt. Es war wohl eine Chance von nur 5%, dass Boss es schafft.

Es war wohl eine Chance von nur 5%, dass Boss es schafft.
Sein Überleben lag jetzt wohl mehr oder weniger in den Händen der operierenden Ärztin. Wenn die nur eine Sekunde zu langsam wäre, und wenn Boss´s Herz nicht mit genug Sauerstoff versorgt wird, dann war es das. Die Ärztin wollte mich sofort anrufen, wenn die OP vorbei ist. Ich war mit meinen Nerven am Ende. (Und ich hatte noch eine fünfstündige Autofahrt zu Boss nach Gießen vor mir). Ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass sie mich anruft und mir sagt, was mit Boss ist. Um 17.00 Uhr dann entlich klingelte das Handy, die Uni Klinik war dran. Ich habe die Stimme von Frau Henrich (die Ärztin) gehört und wußte, Boss hat es geschafft. Sie sagte mir, dass sie die OP nicht so ausführen konnten, wie sie es geplant hatten, dass hätte er dann wohl nicht überlebt...

Die nächsten zwölf Stunden waren nun entscheidend, ob er überlebt.
Sie erklärte mir, dass sie bei Boss eine Druckreduktion vorgenommen haben. Mehr konnten Sie leider nicht machen. Das Herz ist wohl schlimmer betroffen als gedacht. Die nächsten zwölf Stunden waren nun entscheidend, ob er überlebt. Er mußte auf der Intensivstation bleiben. Ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen, mußte immer dran denken, ob er es schafft oder nicht.

Am nächsten Tag kam dann der Anruf von Frau Henrich. Sie sagte mir, dass es Boss gut geht, er hat alles überstanden. Dann fragte Sie mich noch (mit total gut gelaunter Stimme), wann ich Boss dann wieder abholen möchte. Daruf sagte ich, wenn es geht am Samstag. Da lachte Sie nur und meinte, nein Frau Schmidt, Sie können Boss morgen (Mittwoch) abholen. Ich war total baff, dass Boss schon wieder so fit war.

... dass er es wirklich richtig gut hatte in der Klinik.
Ich bin also Mittwoch früh sofort nach Gießen gefahren, um endlich meinen kleinen Rabauken abzuholen. Ich war so glücklich als ich ihn gesehen habe. Boss war in der Uni schon sehr bekannt geworden (er hat alle um den Finger gewickelt), die Schwestern fanden es alle schade, dass Boss schon wieder nach Hause fährt. Da wußte ich aber, dass er es wirklich richtig gut hatte in der Klinik. Die haben sich alle um ihn gekümmert und mit ihm gespielt. Echt super.

Boss muß jetzt für immer Tabletten nehmen. Ist zwar nicht so schön, aber Hauptsache er lebt. Peter Söhl hat einen Befund von der Uni zugeschickt bekommen, wenn Du magst kannst Du dir den gerne durchlesen. Peter kann Dir dann auch bestimmt alles erklären, ich habe es leider nicht behalten, ich hatte immer nur einen Gedanken im Kopf.

Die OP hat uns ca. 2500 Euro gekostet. Aber die Uni Gießen ist wirklich sehr zu empfehlen, die machen dort richtig gute Arbeit. Wir waren sehr zufrieden.

Im März 2008 muss Boss nochmal zur Untersuchung nach Gießen und dann nach einem Jahr nochmal. Gut, das soll´s erstmal gewesen sein. Grüßt schön, Eure Sabrina


Anmerkung : Über die Vorgeschichte dieser OP berichte ich im nächsten Beitrag. C.S.D.


Samstag, Dezember 1, 2007

Bulldog-Allerlei

Heute eine Sammlung von Bulldog-Merkwürdigkeiten und schönen Bulldog-Auffälligkeiten, die einige unserer Bulldog-Freunde entdeckten.

Bernd Schuda entdeckte dieses Trafohäuschen in der Nähe von Berlin. Da war ein Fan dran!

Ein Bekannter von Birgit Braum hat ein ganz besonders Hobby: er modelliert Bulldogköpfe, die dann zu Puppen, ganz individuell beschneidert :-),-weiterverarbeitet werden!

Diese Spardose links entdeckte Georg Kilgus. Hier die Ansicht von vorne. Der Bulldog heißt "Ole Puffer" und stammt diesem Namen nach aus Skandinavien. Er gehört in die Kategorie "Zigarrenraucher"; mehr dazu im Beitrag vom 24. November 2006.

Das Bild des toll minimalistisch gezeichneten Bulldogs (oben rechts) hängt bei Rob Tansley in seiner Berliner Wohnung.

Dieses Foto erschien gestern, 30.11.07, in der FAZ :
Untertitel : "Auch dafür könnte man das Geld (des Jackpots) gut gebrauchen: Richie trägt hier ein Halsband, das 500 000 britische Pfund wert ist. Bei Harrod´s in London war am Donnerstag mal wieder Hunde-Modenschau, und dieses mit Diamanten und einem Goldknochen verzierte Band gehörte zu den schönsten Entwürfen."

So extrem teuer das Halsband, so extrem gezüchtet der Hund. Man beachte nur die Stummelbeine, die Spreizfüße, den Senkrücken ... Das Halsband gefällt mir viel besser ;-)
4.12.07. Nachtrag:
Ina Tansley schickte uns einen Link (RTL), in dem steht, dass dieser Extrem-Bulldog nach der Modenschau tot umfiel! Ursache bislang ungeklärt. Tragisch und sehr sehr traurig...

Der Riesenbulldog links (wäre er aus Fleisch und Blut, wöge er bestimmt 40 kg!) stammt aus dem Nachlass meines kürzlich verstorbenen Vaters. Er ist - so in etwa - der gleiche Typ Bulldog wie Bully, (geb. 1971) der 1. Bulldog meiner Eltern.

Ich nenne diesen Riesenkerl "Georg", denn er ist auch - so in etwa - der Typ Bulldog von Rafaela Schudas Zucht vom Georgshof. Hier könnt Ihr "Georg" mit Beebob vergleichen, dem Lebensgefährten;-) von Frieda´s Käthchen.

Ich schenke Rafaela diesen "Riesenkerl Georg" als Talisman. Er wird gut als Topdog oben über ihrer Treppe aussehen :-) Meinen Vater würde es freuen, dass sein Riesenbulldog zu Rafaela kommt, denn es macht glücklich zu erleben, wie Rafaela ihre Bulldogs liebt und pflegt - und jeden einzelnen von ihnen als individuelle Persönlichkeit mit individuellem Charme wertschätzt.

Diese Fußbank sah ich auf dem diesjährigen Zonta-Weihnachts-Basar in Paderborn.

Aus diesem und sehr ähnlichen Stoffen gibt es auch Kissen aller Größen, Windstopper-Rollen usw., die man gelegentlich in kleineren Einrichtungsläden finden kann. Der Bulldog ist immer der gleiche - nur manchmal gespiegelt (wie man am oben verlinkten Kissen-Bild erkennen kann) und in verschiedenen Fellfarben.

Dieses Kissen links ist eine witzige Variante vom Typ "Princess and King" :-)

Typ "Top Dog" ist diese Skulptur (Fotos verlinkt). Ich fand sie im Alaska in einem Trödelmarkt für $1 ! Mir gefallen die Details ;-)
Blick von vorne, Blick von rechts, Blick von links, Blick von hinten.

Und da dies der Weihnachtsmann-Monat ist, noch meine Lieblingspostkarte von diesem legendären Mann :-)).
Übrigens: die Karte steht NICHT auf dem Kopf ;-)

Zum Abschluß dieses Beitrags das letzte Kalenderbild - Dezember 1989 - der Serie "Rudi Kuhfeld zeichnete für den VdFEB".


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, geboren 1945 in Wuppertal, hat seit 34 Jahren Englische Bulldoggen und ist Gründungsmitglied des "Verein der Freunde Englischer Bulldogs e.V.". Jetzt sollen die Bulldogs zusätzlich hier ihr eigenes deutsches Weblog bekommen. Eure Bulldog -Anekdoten, -Fotos und -Tipps für's Blog sind willkommen.


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