Havelland-2000

Dieses Jahr ging es nach Havelland, aber nicht alles ging gut. Es goß in Strömen, Joe (im Bild dritte von links) verlor seinen Zündschlüssel tief unterm Gullydeckel, Alex´s Kette riß, und Norbert (im Bild ganz links) hatte mehrmals Pech. Bekanntlich, wer den Schaden hat, muß sich um den Spott nicht sorgen, und so schrieb seine Ehefrau beiliegende Anekdote:-

Mein Mann war blau ! Aber nur auf die linke Seite ;-) von Helmi Fischer. (im Bild vorn rechts).

Wir renovierten zu Hause, unter anderem war ein Carport mit angrenzender Pergola in Arbeit. Die Baggerarbeiten waren bereits weit fortgeschritten, aber einige Ecken mußten doch noch mit der Spitzhacke nachgearbeitet werden. Mein Göttergatte erklärte sich großzügigerweise nach der Arbeit bereit, mir zu helfen... Er stakste also im Gelände herum, verstauchte sich den linken Knöchel und haute sich mit der Breitseite der Spitzhacke vors linke Schienbein ...

Ich bedankte mich für seine Hilfsbereitschaft und erklärte ihm, da unsere Motorrad-Tour demnächst anstünde, solle er sich doch lieber auf die Inspektion unserer Motorräder konzentrieren - das wäre doch dringlicher...

Die Tour zu Fronleichnam hatte es natürlich wieder in sich. Wir fuhren mit vier Motorrädern und sind - selbstverständlich - bei strömendem Regen gestartet. Auf halbem Wege in der Nähe von Isenbüttel fuhr Norbert hinter einem Müllwagen her, der alle Naselang anhielt, um die Tonnen zu leeren. Um es mit Norberts Worten zu sagen: "Müllwagen waren bei mir nicht als gefährliche Fahrzeuge gespeichert, eher Trecker, die unvorhergesehen ohne Blinken abbiegen, etc."

Als dieser Müllwagen nun langsam weiterfuhr, meinte mein Göttergatte, er müsse, während er langsam hinterher rollte, auf der Karte auf seinem Tank nach der Route sehen. Der Müllwagen hielt - mein Gatte erst nicht - dann doch - und schon fuhr das Moped nicht mehr in der Vertikalen, sondern in der Horizontalen auf den Sturzbügeln ... Norbert krachte natürlich mit der linken Hüfte auf den Asphalt, der glatt, naß, mit Blütenstaub bedeckt und daher ungeeignet für starke Bremsvorgänge war...

Gott sein Dank ist nichts weiter passiert außer ein paar Prellungen, die dazu führten, daß wir an unserem Zielort Rühstädt (Europas größtes Storchendorf mit ca. 40-50 Storchenpaaren) unsere Touren im Auto von Freunden unternahmen. Wir besuchten u.a. den Tempelgarten in Neuruppin, Sanssouci in Postdam, die kleine Dorfkirche in Ribbeck wo wir auch den Urenkel des Herrn Ribbeck auf Ribbeck im Havelland kennenlernten und wir sahen uns das Lügenmuseum auf Schloß Gantikow an, welches nicht unbedingt jedermanns Geschmack ist. Und wir haben uns auch noch einen vertrockneten, nicht verwesten Ritter angesehen, den Ritter von Kalebuz, dem es zum Verhängnis wurde, daß er so gern "das Recht der ersten Nacht" in Anspruch nahm...

Der Tag der Abreise nahte und wir bestiegen wieder unsere Mopeds. Kaum losgefahren, hatte mein Göttergatte das Vergnügen eines Wespenstiches - wo sonst, als am linken Wangenknochen... Die Rückfahrt verlief regenreich durch Ost-Harz und Solling, weitere Attacken auf die linke Körperhälfte meines Gatten blieben aus - es bot sich allerdings auch nicht mehr so viel an - und gewisse Teile sollten doch verschont bleiben ! ;-)))

Übrigens war Kirschen-Zeit ! Es gab überall Kirschen und Kirschkern-Weitspucken war einer unserer beliebtesten Wettspiele...


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