Cornelias 'Bulldog Blog' ...
Freitag, September 30, 2005

Heute unterhält uns Gastbloggerin Gabi Mill-Rogel

I gitt ...


Jeder Hundehalter kennt das Thema. Ja, wenn man Hundeeltern so beim Gespräch belauscht, dann dreht es sich oft und in großem Maße um die Quantität und Qualität der Verdauungsendprodukte ihrer Lieblinge. Aber Schreiben ? Schreiben will darüber wohl kaum jemand. Aber warum eigentlich ?

Es gibt so viele nette Anekdoten aus dem täglichen Leben, die der Erwähnung wert wären.

... doch während unserer Abwesenheit ...
Gehen wir doch mal von seltsamen Gerüchen in der Wohnung aus. Da sucht und sucht man, um den Ursprung dieser Stinkbomben zu finden. Manchmal werden die Häuflein ja genial versteckt und man stolpert nur ganz zufällig darüber. Hannibal war zwar schon stubenrein, als wir ihn bekamen, aber im Laufe der Jahre hatte er halt doch während unserer Abwesenheit mal die eine oder andere Magen- und Darmverstimmung. Und solange er noch nicht wirklich mit dem Klodeckel umgehen kann, bleiben ihm nur andere Alternativen.

... das Ergebnis dieser Gedankengänge ...
So haben wir schon mal Erbrochenes im Teppich eingefaltet gefunden oder einen Durchfall im Saum der Übergardine. Fein vergraben eben, so wie es draußen der Fall gewesen wäre. Die Intention war also immer nur vom besten - das Ergebnis dieser Gedankengänge leider meist verheerend. Die langen Übergardinen habe ich abgeschafft und eine Brücke hat auch den Weg in die Mülltonne gefunden. Und irgendwann wird ihr sicherlich noch die eine oder andere nachfolgen.

... "den Platz der Plätze" ...
Interessant finde ich auch, nach welchen Kriterien Hunde sich ihren geeigneten Löseplatz in der freien Natur aussuchen. Hannibal will sein Häufli immer besonders gut verstecken. Da treibt es einen bei Regen, Kälte und Schnee schon mal zur Weißglut, wenn der bisher bevorzugte Graben plötzlich so gar nicht mehr gefällt. Man stiefelt also kleine Ewigkeiten die Felder und Gräben ab, bis er endlich mitten aus dem Lauf "den Platz der Plätze" gefunden hat (der dann sogar weniger Deckung bietet, als alle anderen vorher) und mit einem Seufzen sein Geschäft erledigt. Was nicht heißen soll, dass das nun der zukünftige bevorzugte Ort ist.

Mir gefällt auch der Erfindungsreichtum unserer Lieben. Was macht ein Hund, wenn er zum Beispiel am Strand so gar keine Möglichkeit hat, sein Häufli zu verstecken ? Also Hannibal mag es zum Beispiel überhaupt nicht, wenn man ihm bei seinen geschäftlichen Tätigkeiten zusieht. Als wir das erste Mal am Meer waren, war er geradezu überwältigt von so viel "deckungsfreier" Gegend. Man sah ihm richtig an, dass es im Gehirn zu rotieren begann: "Wohin denn nun ?"

... angewöhnt, das Wasserklosett zu benutzen.
....... Seit diesem schon einige Jahre zurückliegenden einschneidenden Erlebnis hat sich Hannibal angewöhnt, das Wasserklosett zu benutzen. Er läuft also ganz weit ins Wasser, so weit, dass der Popo in Lösestellung vom Wasser bedeckt ist, dabei guckt er Richtung Meer und kann dann ganz entspannt sein Geschäft erledigen. Der einzige Nachteil dieser seiner grandiosen Erfindung ist für uns nun das Einfangen der Würstchen. Denn man möchte ja beim Strandgang auch nicht unbedingt von Würstchen überspült werden. Aber auch da wird man als Herrchen/Frauchen erfindungsreicher. Ein gegenseitiges Geben und Nehmen sozusagen.

Nun, ich denke, so könnte man noch jede Menge Sonderlichkeiten finden, aber Hannibal meldet sich und ich muß mich jetzt mal wieder auf die Suche nach dem geeigneten Ort machen.

Gabi Mill-Rogel und Hannibal


Dienstag, September 27, 2005

5. NRW Bulldoggen-Treffen in Marl


Andreas Riedel hatte wieder zum großen Treffen eingeladen, und wir nahmen zum erstenmal daran teil. Toll, so viele so unterschiedliche English Bulldogs hatten wir noch nie beieinander gesehen. Ohren und Ruten in allen Spielarten, großrahmige und kleine Bulldog-Gestalten, Fellfarben von weiß bis schwarz; Bulldogs sind wirklich hochindividuelle Wesen!

Zu Beginn des Treffens kam eine sehr nette junge Frau kam auf uns zu und rief: 'Frieda' . Wir kannten sie nicht und fragten, woher sie denn Frieda kenne. 'Aus dem Internet! :-))'

Diese junge Frau und ihr Mann waren aus Siegburg (circa 250 km) angereist gekommen, um sich auch "leibhaftig:-)" über die Varianten des English Bulldog zu informieren, bevor sie sich beim Welpenkauf für einen Zwinger entscheiden. Das nenne ich eine ganz vorbildlich kluge Vorbereitung auf den ersehnten, eigenen Englischen Bulldog! (Grüße von hieraus!)

Es waren auch in etwa 10 Französische Bulldoggen beim Treffen dabei, einige Amerikanische Bulldoggen und vereinzelte Boston Terrier, Bullterrier und andere. Aber bestimmt 80% der Teilnehmer hatten einen Englischen Bulldog. Wir waren begeistert wieder "knietief" in Bulldogs zu sein. Es ergaben sich auch ein paar interessante Gesprächskontakte und - last not least - das Essen beim Griechen war gut :-) !

Die Gegend dort bei Marl widerlegte alle unsere Vorurteile über den "Ruhrpott"! Endloser Mischwald mit einem Wanderweg entlang eines wildufrigen Baches; es ist dort wunderschön zu wandern!

Danke Andy ":-):-);-)" für dieses harmonische Treffen !


Samstag, September 24, 2005

Heute erzählt Gastblogger Bernhard Lorenzen

Urlaub in Ostfriesland


Unser Urlaubsziel war dieses Jahr unsere Heimat Ostfriesland. Also Motorrad auf den Hänger, Kühlbox angeschlossen und den Bully um 02:00 Uhr einfach in sein Bett im Heck des Wagens gelegt. Vormittags um 11 kamen wir in der Nähe von Wiesmoor an.

Unsere Vermieterin lud uns zur Besichtigung der im Moor gelegenen Ferienwohnung ein. Paulchen kam natürlich mit.

Dann ging's los: im Wohnzimmer sprang er sofort auf's Sofa - wir sagten nur, das macht er sonst nicht. Im Schlafzimmer sprang er sofort auf's Bett - wir entschuldigten uns. Im Gästezimmer: ein Satz auf das Gästebett. Dann sagte die Vermieterin : 'Ihr müsst das selbst wissen, hier ist der Staubsauger.'

Paulchen fühlte sich auf dem mehrere Hektar grossen Grundstück sofort wie zuhause, denn soviel Auslauf kannte er bis dato nicht. Den ganzen Tag war er ohne Leine auf den Wiesen unterwegs. Man nannte ihn dort nur den "kleinen Moorgeist"!

Gleich am ersten Tag passierte es, dass der kleine Bulldog in den grossen Teich mit schwarzem Brackwasser lief. Sofort ging er unter, drehte dann um und lief wieder aus dem Wasser. Inzwischen war ich herbeigeeilt und alle standen um den Teich herum und freuten sich über seinen überstandenen Tauchgang. Paulchen schüttelte sich und raste im Kreis über die Wiesen. Er genoss sichtlich, im Mittelpunkt aller zu sein.

Von Wiesmoor aus führten uns Ausflüge nach Wilhelmshaven an den Südstrand von wo man mit einem Catamaran nach Helgoland fahren kann. Wilhelmshaven selbst ist hässlich und ausser dem Strand ist dort nix Berichtens-wertes zu finden. Wir fanden aber eine Eisdiele und machten es uns gemütlich.

In Hooksiel fuhren wir zum Hundestrand. Dort hängen an der Kasse sofort Tütchen für die Hinterlassenschaften der Pelzträger. Ich habe es dann doch erlebt, dass ein Labrador unter dem Applaus der Herrschaft mitten auf dem Strand ein Häufchen machte. Mein sofortiger Protest brachte ausser Beschimpfungen leider nichts. So versauen sich unverantwortliche Hundehalter die kleien Freiräume, die wir haben, immer selbst!

Es waren herrliche zwei Wochen und Paulchen war immer der Mittelpunkt und hat sich dieser Rolle immer als würdig erwiesen. Er ist wie ein kleiner englischer Lord: alles wird gewissentlich geprüft, Benehmen steht an erster Stelle, und rumrüpeln gibt es nicht! Selbst nervige Kinder werden mit viel Toleranz bedacht. Unsere Reservierung steht und im nächsten Jahr fahren wir wieder dorthin!

Best regards Börney

Mehr über Paulchen (und uns) könnt Ihr Euch ansehen - und lesen - auf unserer Homepage Boerney and Bulldog


Dienstag, September 20, 2005

Heute grüßt uns Gastbloggerin Gertrud Warner

Hallo Freunde !


Hier ist Bonzo, und ich gehöre zu Trude Warner. Erinnert Ihr Euch noch an meine Geschichten im früheren "Bulldog-Blatt"? Ich bin der, der versucht hat, hinter einer Eule herzufliegen und der gelernt hat, dass es zwar Fliegende Hunde gibt, dass Hunde aber nicht fliegen können. So'n Quatsch! Kapier'ich nicht.

Handy ... 'Nichts für Hunde !'
Und wisst Ihr, was ich auch nicht kapiere? Dass es noch keine Pfotys gibt! Jeder Mensch rennt mit einem Handy rum, da habe ich gedacht, ich probier's auch mal und habe so'n Ding mit den Pfoten bearbeitet! Kam aber nichts als Ärger dabei raus. "Nur für Menschen. "Nichts für Hunde", wurde mir gesagt.

'Dann soll man mal ein Pfoty für Hunde machen!'
Ja, dann soll man doch mal ein Pfoty für Hunde machen! Der Ururur- Grossvater von dem Menschen-Handy hiess doch Alexander Bell! Ich könnte das Ding jetzt wirklich gut gebrauchen. Meine Freundin Bella musste ins Tierheim, mein Freund Terry ist gestorben - nun habe ich keine Partner mehr für's Dämmerungsbellen. Mit einem Pfoty könnte ich doch abends immer mal in Schweppenhausen oder Lichtenau anbellen. Der kleine Max ist zwar lieb, aber noch kein richtiger BellPartner.

'Du bist wirklich ein echter English Bulldog ?'
Ach, Ihr wisst ja noch nicht, wer Max ist. Also: Trude und ich waren auf der Strasse, als uns ein Mann entgegen kam, der bei unserem Anblick stehen blieb und einen ganz kleinen Hund ängstlich auf den Arm nahm. Trude fragte: "Was ist denn das für ein Kleiner?" "Das ist Max", antwortete der Mann, "das wird mal ein grosser Dalmatiner, jetzt ist er gerade 3 Monate alt." "Dann können Sie ihn doch ruhig auf die Erde setzen" meinte Trude, "Der hat doch noch Welpenschutz". Das tat der Mann dann auch. Ach, war das schön!! Der Kleine legte seine Pfoten auf meine Schulter und liess sich abschlecken! Der Mann schaute misstrauisch zu. Dann hob ich den kleinen Max ganz vorsichtig mit meinem Maul hoch und legte ihn ganz sanft dem Mann vor die Füsse. Hat der gestaunt!

'Dann muss ich wohl mein Vorurteil aufgeben.'
"Du bist wirklich ein echter English Bulldog?", fragte er. Na klar doch, "Was dachten Sie denn? ", fragte Trude. "Ja, aber der ist doch schlank, flink und fröhlich! Sind die Bulldogs nicht fett, träge und mürrisch?" "Ganz offensichtlich nicht", antwortete Trude. "Hm", meinte der Mann, "dann muss ich wohl mein Vorurteil aufgeben."

Ja. Muss er. Und ich war ja soo stolz auf mich! - So und jetzt muss ich in den Garten. Es ist Dämmerung und ich gehe - weil kein Bell-Partner und kein Pfoty da ist - auf Marderjagd. Denn der hat die Rosen und den Lavendel abgerissen, nicht ich!

Schöne Grüsse! Bleibt gesund und denkt mal über ein Pfoty nach! Euer Bonzo.



Da wir beim Thema "elektronische Kommunikation" sind:

Ein Leser (des Bulldog-Blog) aus Kanada schickte uns diesen Hunde-Blog-Witz :-)))))
In deutsch : "Ich hatte einige Zeit einen eigenen Blog, aber jetzt bin ich zurückgekehrt zu sinnlosem, ununterbrochenem Bellen!"

Also Bonzo, mit einem Pfoty würde es dir womöglich ähnlich ergehen :-)))


Samstag, September 17, 2005

Probleme mit den Augen


Heute etwas Medizinisches. Viele Hunde, auch viele Bulldogs, haben chronische Hornhaut- oder Bindehautzündungen. In den allermeisten Fällen steckt als Ursache eine mechanische Dauer-Reizung dahinter. Akute Hilfe bringen Antibiotika - aber um das Auge auf Dauer zu sanieren, muß die genaue Ursache gefunden und behoben werden.

eingerollte Lidleiste
1. So eine Dauerreizung kann eine nach innen gerollte Lidleiste (Enthropium) sein, die ein genetischer Defekt ist und operiert werden muß. Fragen Sie beim Welpenkauf den Züchter, ob solch eine Mißbildung in den Zuchtlinien des Welpen vorgekommen ist. Nicht jeder Züchter wird Ihnen ehrlich antworten! Wie dem auch sei, nach dem Produkthaftungsgesetz muß der Züchter innerhalb von 2 Jahren für die Kosten solch einer Operation aufkommen.

einzelnes Härchen
2. Auslöser kann auch ein einzelnes Härchen sein, das im inneren Lid, oder am Lidrand im Laufe eines Bulldoglebens plötzlich und zufällig erscheint. Auch solch ein einzelnes Härchen kann chronische Entzündungen hervorrufen, wenn es am Auge regelmäßig entlangreibt. Solch ein Härchen wird schnell vom Arzt übersehen. Unter einem Speziallicht kann es mit einer Spezialbrille aber gut erkannt werden. Bei unklarer Entzündungsursache empfehle ich, die inneren Augenlider unter diesem Speziallicht zu untersuchen. Einzelne Härchen können mit einer Laserbehandlung leicht entfernt werden.

Narben am Auge
3. Weiter kann Entzündungsauslöser eine Narbe am Auge sein - die sich nach einer Verletzung z.B. durch einen Zweig - auf der Hornhaut oder an der Bindehaut gebildet hat. Solch eine Narbe kann sehr oft abgeschliffen werden.

Allergien
4. Viele Hunde sind heutzutage von Allergien geplagt. Die Schleimhäute des Auges schwellen dann in der Regel sehr an und jucken. Der Hund verschlimmert den Zustand dann meist noch selbst durch kratzen und reiben mit der Pfote. Hier hilft u.a. eine Cortisongabe als Injektion und auch als Salbe.

Pöckchen im Lid
5. Abgeheilte, akute Bindehautentzündungen hinterlassen fast immer ganz kleine Pöckchen im inneren Lid, sozusagen Narbengewebe. Diese Pöckchen bilden nun einen Dauerreiz, der sich fast immer zu einer chronischen oder rezidierenden Bindehautentzündung entwickelt. Der Arzt kann diese winzigen Schleimhaut-Pöckchen unter der oben genannten Speziallampe erkennen. Die Lidleiste muß dann ausgeschabt werden, damit auf Dauer Heilung erfolgen kann. Diese Ausschabung ist eine sehr kleine und sehr kurze Behandlung unter Narkose, da sich der Hund nicht dabei bewegen darf, weil sonst das Auge selbst durch das scharfe Ausschabungsinstrument verletzt werden könnte.

Auto-Immunstörung
6. Selten sind dagegen Entzündungen oder Eintrübungen, die auf einer Auto-Immunstörung beruhen. Ich kenne nur einen solchen Fall. Der Bulldog wurde von inkompetenten Tierärzten (in Norddeutschland) sinnlos, das heißt erfolglos operiert, da diese versäumten, die nötigen Laboruntersuchungen zu machen, um die Entzündungsursache zu diagnostizieren. Unser Freund und Tierarzt vor Ort, Peter Söhl, den wir außerordentlich schätzen, behandelte diesen Bulldog nur einmal - und der Spuk war weg. Die lange Anreise hatte sich für Herr und Hund wirklich gelohnt!

trockene Augen
7. Besonders ältere Hunde leiden häufig an einer zu geringen Produk-tion von Tränenflüssigkeit. Ist das Auge zu trocken, dann reizt jeder Lidschlag und führt früher oder später zu Entzündungen. Hier ist Hilfe sehr leicht zu finden : mehrmals täglich künstliche Tränenflüssigkeit (oder z.B. ein harmloses Mittel wie Berberil) ins Auge geben.

Cherry Eye
8. Besonders bei jungen Hunden tritt gelegentlich das sogenannte 'Cherry-Eye' auf. Die etwa bohnengroße Nickhautdrüse tritt dann im inneren Winkel des Unterlides nach außen. Auf der hier eingelinkten und schon einmal erwähnten sehr informativen Webseite aus England ist ein Bild davon zu sehen. Ich empfehle JUNGE Hunde nicht gleich zu operieren, sondern diese Drüse einfach wieder nach innen zu drücken und abzuwarten, bis der Kopf sich voll entwickelt hat. Bei jungen Hunden kann während des Schädelwachstums der Abstand zwischen Augapfel und Schädel-Augenhöhle etwas weit sein, sodaß diese Drüse nach oben wandern kann. Sehr oft reguliert sich der Abstand zwischen dem Augapfel und dem Rand der Augenhöhle mit dem Abschluß des Schädelwachstums von ganz alleine. Geduld ist hier der beste Arzt :-).


Vom Auge zum Blick ;-)


Bulldogs haben wunderschöne große, runde Augen. Wie ein Seehund, wie ein Mensch :-)

Ich glaube diese Augen, diese Bulldogblicke, diese so ganz besonderen "Bulldogaugenblicke" sind auch ein Grund für den Fakt:


Once a Bulldog, always a Bulldog.


Dienstag, September 13, 2005

"Was kann schon an einem Tag dran sein,

der mit Aufstehen anfängt?"



Samstag, September 10, 2005

Bulldog-Hausrat rund um Türen


Damit jedermann klar wird, daß er hier bei uns einen Bulldog-Haushalt betritt, haben wir so manche Erinnerungshilfe ;-) an diesen bedeutenden Umstand an den Türen.

Türstopper - Feindvertreiber ;-)

Diesen schweren Türstopper (sieht aus wie Bronze, hat aber vermutlich nur einen Bleikern) haben wir gerade für 29,90 Euro im British Shop erworben. Der Kerl erinnert mich ein wenig an BigJim :-). A propos BigJim, sein Boss Andreas Riedel hat eine gute und witzige Sammlung solchen Hausrates (Devotionalien :-) in seiner Webseite!

Das Türstopperkissen unten hat auch einen Bleikern, damit es seine Funktion erfüllt. Doris Ehrenstein brachte es uns aus den USA vor zwei Jahren als Geschenk mit.


Türöffner - Freundbegrüßer ;-)

Die Fußmatte verdeckt einen Fleck im Teppichboden am Eingang zum Fernsehzimmer, (Wilma hatte sich hier mal erbrochen). Heute gibt es 'Oxy-Vanish', ein wirklich GANZ TOLLES Mittel um organische Flecken zu entfernen ;-)

Dabei fällt mir ein, Frieda ist inzwischen zu 99 % sauber und dicht, gottseidank :-))). Bei einem Sommerwurf-Welpen ist das ziemlich schnell hinzukriegen.

Klar, willkommenen Zutritt zum Haus haben nur Freunde, auch aus Bulldog-Sicht, und --->

Die Schlüsselanhänger rechts sind zwei von vielen in unserem Haushalt. Da schlägt halt die Sammelleiden-schaft zu ...

Der abgegriffene rechte, versilberte, den ich hier in der Hand halte, ist ein sehr alter und zweifellos besonders skurriler ;-) Schlüssel-Anhänger. Ob ich will oder nicht, er erinnert mich an Genscher :-)))

<--- deshalb steht Garda (Wilma stand Modell) vor der Haustür.

Frieda-Baby fühlt sich offensichtlich von Garda beschützt ;-). Und im Wald trägt Frieda ihren Tarn-Mantel. Wer findet sie da ??? :-)))


Dienstag, September 6, 2005

Hühnergeschichten - und Neues von Frieda


'Ziska von der Eisenschmelz', meine erste Bulldoghündin, hatte noch verborgene Jagd-Instinkte in sich. Offen zutage traten diese sobald sie ein Huhn sah. Und diese heimliche Leidenschaft hatte Ziska offensichtlich an ihre Enkelin 'Anka of the Old Fashioned Corner' vererbt. Anka gehörte Birgit Braum. Birgit baute (um 1980) auf ihr ihre Zucht auf.

Ich hatte Ziska mit 11 Monaten aus dem Cinicinatti-Zwinger übernommen. Sie war von ihren Käufern zurück gegeben worden, da sie 'zu wild ist'. Die Züchterin Kari Wolfsjäger suchte deshalb ein neues Zuhause für sie und überredete mich, sie einmal 'auf Probe' mitzunehmen. Ich hatte Bedenken, denn ich arbeitete damals voll. Naja, nach zwei Tagen hätte ich mich um Nichts mehr von ihr trennen können - und sie sich nicht von mir :-) ...

Ich saß in der Liebesfalle :-)
Die Züchterin Kari Wolfsjäger wollte kein Geld für Ziska, sie wollte vielmehr 2 Würfe mit ihr machen. Ich saß in der Liebesfalle :-) und sagte ja. Also fuhr ich nun jeden Mittag nach Hause (das war sehr nah) und ging mit Ziska raus ins Grüne. Als die Firma später in ein anderes Stadtviertel umzog, zog auch ich dorthin um, damit ich wieder in der Stunde Mittagspause zu ihr nach Hause fahren und mit ihr spazieren konnte. Freund wurde - und blieb - nur noch, wer Ziskas Freund war :-)

... bis sie zu schnarchen begann.
Einmal mußte ich dienstlich ein Seminar besuchen. Ich konnte Ziska mitnehmen. Sie lag unter dem großen Tisch an meine Füße gedrückt, der Referent bemerkte sie nicht - bis sie zu schnarchen begann! Er sah in die Runde, wir alle fixierten ihn hellwach, er staunte, überlegte, schwieg. Dann plötzlich ging ein Grinsen über sein Gesicht und er fragte : 'Hat jemand einen Hund dabei?' Alle lachten so laut, daß Ziska davon erwachte - für eine kurze Unterbrechung ihres phonetischen Beitrags :-)

An Ziska und dieses Seminar erinnere ich mich hier und jetzt über das Stichwort 'Hühner':

Es blutete nicht und ich war deshalb hoffnungsvoll, daß es überlebt hatte.
Das Seminarhotel lag inmitten bäuerlich idyllischer Anwesen. In der Mittagspause spazierten wir dort herum, Ziska (wie meistens) ohne Leine. Da kamen uns andersgeartete Spaziergänger entgegen - Hühner! Ziska heulte wie ein Wolf auf und hatte innerhalb von 20 Sekunden eines davon im Maul. Das Huhn und ich waren starr vor Schreck, ich fing mich zuerst und nahm ihr das immer noch starre Huhn wieder ab. Es blutete nicht und ich war deshalb hoffnungsvoll, daß es überlebt hatte. Es hatte! Aus dem Riesenmaul befreit rannte es zeternd und flügelschlagend davon, allen anderen Hühner hinterher :-). Diesen Spazierweg vermieden Ziska und ich an den Folgetagen des Seminars - die Hühner auch, wie uns erzählt wurde :-)


Birgit Braum erzählt : "Anka, der Hühnerschreck!"

An einem schönen Sonntag im Juli durfte ich mit Herrchen und Frauchen zum Opa ins "Hühnerfeld" fahren. Ich liebe Opa's Hühner sehr, denn er hat so schöne große bunte "Russische Orloff's". Opa sah mir das wohl an meinem Gesicht an, daß ich doch so gerne dieses Federvieh mal aus nächster Nähe betrachten möchte. Leider war es mir nie möglich, diese Biester an den Zaun zu locken. Ich konnte noch so herzhaft bellen - jedesmal, wenn die mich gesehen hatten, nahmen sie Reissaus.

... prompt ist auch die Lederleine gerissen ...
Aber heute muß ich wohl besonders traurig ausgesehen haben, denn Opa nahm mich ganz stolz an die Leine und ging mit mir in den großen Hühnerauslauf. Da habe ich mal meine ganze Kraft präsentiert, prompt ist auch die Lederleine gerissen, und ich hatte jetzt die ganzen Hühner für mich allein. Das war eine herrliche Hetzjagd. Das Federvieh war so erschrocken, daß es wie verrückt im Auslauf herumgeflogen ist. Ich natürlich hinterher. Die in den Stall, ich ebenfalls ( ich frage mich heute noch, wie ich durch das kleine Loch gepaßt habe!). Die Hühner wieder aus dem Stall, ich durch das Loch hinterher. Opa und Frauchen hatten keine Chance mich zu erwischen, denn die passten zum Glück nicht durch das Loch.

... er brach unter mir zusammen!
Jetzt hatte ich ein ganz besonders hübsches Exemplar zum Schmusen erwischt. Aber es muß meinem Gewicht nicht ganz gewachsen gewesen sein, denn es brach unter mir zusammen! Nun erst konnte mich Frauchen am Halsband fassen und mich aus dem Hühnergehege bringen. Dem Opa ist fast das Herz stehen geblieben, denn ich hatte seinen besten Zuchthahn erwischt, der sich völlig geschockt in die hinterste Ecke verkroch.

Ich wäre aber trotzdem sehr nützlich, ...
Herrchen und Oma haben sich fast totgelacht über dieses Naturschau-spiel. Es muß ja auch ulkig ausgesehen haben, wie Frauchen und Opa mir nachgerannt sind und Opa sich den Hosenboden aufgerissen hat. Seit diesem Tag darf ich nur noch am Zaun entlang jagen. Opa meint, die wären zu kostbar, da es seltene Ausstellungs-Exemplare sind. Ich wäre aber trotzdem sehr nützlich, denn das Unkraut auf dem Weg am Zaun kommt erst gar nicht zum Wachsen. Durch meine Hin- und Herraserei pflüge ich die ganze Strecke. Als ich wieder zu Hause war, habe ich mich gleich schlafen gelegt und bin erst 14 Stunden später wieder aufgestanden. Es gibt nichts schöneres als ein Bulldog zu sein! Eure Anka


A propos : "Ziska war ein wilder Welpe" ... Frieda auch !

Frieda ist verspielt bis in die Zähne ;-).
Ihr Bulldogfreunde kennt das, mit offenem Maul 'Rempeln spielen' ...

Gestern abend sprang mein Friedalein mir mit weit aufgerissenem Maul auf den Bauch, als ich abends im Bett lag. Und mit diesen Milchzähnen kann das sozusagen ins Auge gehen, denn die sind verdammt fein und spitz. Ich kam mit einem blauen Auge davon :-). Die beiden Vorderzähnchen kommen zur Zeit neu, und Stu fand einen ihrer Milch-Backenzähne im Bett :-).

Stu und ich lieben Frieda schon über alles.

Eigentlich wollten wir wieder einen hellen Bulldog haben. Nun, es kam anders. Und jetzt wissen wir, WIE GUT das für uns war, denn unser rot-gestromtes Friedalein erinnert uns in keinem Augen-BLICK an Wilma. Sie sieht einfach zu anders aus als Wilma. So war es leicht für uns, sie gleich und nur ALS FRIEDA zu lieben.

Frieda ist jetzt 14 Wochen alt und wiegt gut 10 kg. Sie kann nun, aufrecht stehend, locker über den Badewannenrand schauen und versuchte sogar zu uns reinzuspringen! Vor 4 Wochen erreichte sie aufgerichtet, nur mit der Nasenspitze, knapp die Wannenoberkante.

Frieda ist ein kleines Tigerchen, oder ein "bunter Hund", wie es hier im Dorf heißt :-)


Samstag, September 3, 2005

"Von der Seele des Hundes"


Dieses Buch mit dem Untertitel 'Wesen, Psychologie und Verhaltensweisen des Hundes' erschien vor 20 Jahren in der ersten Auflage. Und bis heute gilt es als eines der besten Hundebücher überhaupt. Ihr könnt es über Amazon bestellen. Unter der gelinkten Adresse findet Ihr auch mehrere Rezensionen. Dies Buch erhielt bei Amazon fast durchgängig die bestmögliche Benotung von 5 Sternen. Ich empfehle es Euch!

Ich möchte hier im 'Bulldog Blog' nur auf dieses Buch im Zusammenhang mit dem English Bulldog eingehen.
In '2. Teil : Über Konstitutions- und Verhaltenstyp' gelten ihm nämlich 2 eigene Kapitel:

- 'Interessantes Beispiel Englische Bulldogge'
- 'Kreuzungsversuche zwischen Englischer Bulldogge und Bassethound'.

'Um die komplizierten Verschachtelungen sichtbar zu machen, die in einer Hunderasse vereinigt sein können, eignet sich ganz besonders die Englische Bulldogge. Wie wir bereits bei den Kreuzungstieren gesehen haben, können ganz gegensätzliche Verhaltensweisen in einem Hund vollständig oder teilweise vereinigt sein. Dies ist generell bei Kreuzungstieren gegensätzlicher Rassen der Fall, jedoch läßt sich dort nicht eine bestimmte "Mixtur" planmäßig erzeugen. Bei der Bulldogge wurde aber erreicht, daß eine derart komplizierte Verschachte- lung dauerhaft, d. h. ein Rassemerkmal ist.'

Aldington geht dann genauer auf diese Spannbreite der Bulldogeigenschaften ein : einerseits ist er ein bis zur Exstase erregbarer Hund, andererseits ist er aber genauso zu völliger Passivität fähig. Er beschreibt dann u.a. auch Versuche, die zeigten, wie plötzlich der eine in den anderen Zustand umschlagen kann.

Hier eine Anmerkung von mir :
Vielfach wird von Bulldogkennern gesagt, 'Der Bulldog ist kein "Hund-Hund", sondern ein "Mensch-Hund"'. Da er so überaus menschenbezogen ist, bildet eben oft sein familiäres Zusammenleben, seine Alltags-Kooperation mit den Menschen (oder deren Fehlen) seine ganz persönliche innere Balance (oder deren Fehlen) zwischen diesen polar in ihm angelegten Reaktionenmöglichkeiten. Das macht ihn so überaus individuell, wie es Hunde 'normalerweise' nicht sind, wohl aber Menschen.

Bulldogbesitzer müssen kooperieren, Hundebesitzer müssen kommandieren -
könnte man überspitzt sagen.

Aldingtons Kapitel über die Ergebnisse der Kreuzungsversuche (English Bulldog x Bassethound) ist gerade heute von aktuellem Interesse, da mehr und mehr Bulldog-Mischlinge gezüchtet werden : zum einen um den 'ursprünglichen' Bulldog zurückzugewinnen und zum anderen, weil Ersatz für die als Kampfhunde deklarierten Bullterrier usw. gesucht wird, die ja ebenfalls aus Kreuzungen mit dem Bulldog enststanden sind. Ich zitiere hier nur den einleitenden Satz dieses Kapitels: 'In diesem Versuch (English Bulldog x Bassethound) kommen ganz unvermutete Hintergründe, die in den beiden Rassen verborgen sind, zutage.' ...



Nach so viel Text nun ein paar besonders schöne Fotos

Unser 'Shooting Star ;-)' ist Henry Tetzlaff aus Nordenham am Jadebusen


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Cornelia Savory-Deermann

Cornelia
Savory-Deermann
, geboren 1945 in Wuppertal, hat seit 33 Jahren Englische Bulldoggen. Jetzt sollen die Bulldoggen hier ihr eigenes deutsches Weblog bekommen. Eure Bulldog -Anekdoten, -Fotos und -Tipps für's Blog sind willkommen.


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