Cornelias 'Bulldog Blog' ...
Mittwoch, November 30, 2005

Eine wunderschöne Adventszeit

wünscht "Goomba´s Happy Miss Frieda" allen Blog-Lesern!


Das rotgrüne Ding im Bild ist eine Filzstiefel-Adventskalender-Schnur, die unsere Wilma vor Jahren von früheren Bulldog-Freunden, gefüllt mit Leckerli, geschenkt bekam. Ich kramte sie aus dem Keller hoch, und Frieda fiel gleich begeistert darüber her.

Das wird ein lustiges Foto im ersten Schnee - dachte ich da - und so ist es auch geworden. Ich wickelte Frieda die Stiefelschnur um den Leib, das fand sie toll und versuchte wild (und) entschlossen diese Stiefel zu erhaschen :-)))

Frieda wurde am "Memorial Day" (30.5.2005) geboren, und so wird sie heute ½ Jahr alt :-)))

Eine schöne Adventszeit wünschen Euch und Euren Bulldogs, Stu und Cornelia Savory.


Montag, November 28, 2005

"Ein gesalber Hintern ..." ;-)


Das Problem mit einem eng anliegenden Bulldog-Schwanz gab es schon Anfang des vorigen Jahrhunderts. Die (damals und bis heute) berühmte Bulldogzüchterin Otti Heermann schrieb seinerzeit einen Artikel über die Pflege des Bulldogs, insbesondere auch seiner Schwanz-Unterseite. Daraufhin erhielt sie diesen Brief, der einfach zum lauten Lachen animiert:


Brief an Otti Heermann

Also, das haben Sie herrlich geschrieben, so etwas muß man als Neuling doch wissen. Ich habe gleich alles befolgt: für 2 Mark Vaseline gekauft und zu salben angefangen. Wie hat sich mein Bulldog gefreut, als ich an ihm herumarbeitete.

"unterm Schwänzchen"
Sie haben tatsächlich richtig behauptet: "unterm Schwänzchen", da hat es richtig gestunken. Das war aber bestimmt schon so bei dem Vorbesitzer, das hat mein Hund nicht von mir - das ist sicher! Alles habe ich eingefettet, alle Falten und die Augen und Ohren. Acht Geschirrtücher habe ich verbraucht. Meine Frau war zu einer Einladung, da hörte ich ihr Gezeter nicht. Ich habe Ihnen doch schon mal geschrieben, daß sie von meiner Neuerwerbung nicht erbaut ist - sie liebt nur Rehpinscher.

... wie hat ihm sein gesalbter Hintern gut getan.
Ach, wie war mein Bulldog glücklich, weil ich so an ihm herum-geputzt habe. Und wie hat ihm sein gesalbter Hintern gut getan. Er ist durch alle Zimmer "schiebkarren" gefahren. Er hat mir immer wieder sein Hinterteil hingehalten, und ich habe immer wieder etwas draufgeschmiert. Warum sollte ich auch nicht - wo Sie es doch vom Club aus empfohlen haben. Der Hund war ja so lustig! Und ich habe immer lachen müssen, wie er so durch alle Zimmer "Schlitten fuhr".

Der Bulldog muß weg, oder sie läßt sich scheiden.
Aber dann kam meine Frau nach Hause. Wenn Sie wüßten, was die für einen Stunk gemacht hat. Sie schrie, ich hätte ihr das ganze Parkett versaut. Nun werden Sie einen groben Brief erhalten; denn sie hat eine Wut auf Sie - Sie hätten empfehlen müssen, diese Salberei nur in einer Waschküche zu machen. Der Bulldog muß weg oder sie läßt sich sofort scheiden. Nun wissen Sie Bescheid ...

... wie einen aussichtslosen Fall.
Aber der Bulldog bleibt - dann geht eben die Frau! Lassen Sie sich auf nichts ein, ich gebe den Bulldog nicht mehr her. Ich salbe auch weiter so - wo es dem armen Kerl doch so gut tut und es ihn so glücklich macht. Behandeln Sie meine Frau ganz kalt, wie einen aussichtslosen Fall. Als ob ein Bulldog mit einem gesalbten Hintern ein Scheidungsgrund sei? Was sollte ich denn nehmen? Es waren ja nur die Geschirrtücher in der Küchenschublade. Sollte ich vielleicht den Smoking nehmen?

Irgendwo mußte ich mich aussprechen ...
Wenn es zur Scheidung kommt - und das tut es - müßten Sie, beste Frau Heermann, mir bezeugen, was vom Club angeordnet war. Entschuldigen Sie bitte diesen langen Brief. Irgendwo mußte ich mich aussprechen und alles klarlegen. Woran eine glückliche Ehe doch scheitern kann, man sollte es nicht für möglich halten. Aber mein Hund bleibt!!

Halten Sie fest zu mir, stehen Sie zu Ihrem Wort in der Rassehundzeitung, und stellen Sie mir jetzt schon eine Mitgliedskarte aus. Dann hat meine Frau mehr Respekt vor mir.


"Ein gesalber Hintern ..."

... und seine Folgen, wie oben beschrieben :-))), ist heutzutage weniger zu befürchten. Zum Beispiel Yacuma von Bulldogfreundin Xenia hat eine pflegeleichte, gerade Rute.

Die Korkenzieherruten werden - Gottseidank - aus den Bulldogs wieder herausgezüchtet. Diese Ruten machten "Hinternsalbungen" nötig; nicht selten auch Amputationen.

Ein nur mäßig gedrehter Korkenzieherschwanz macht selten Probleme; aber es wurden - bis vor kurzem, und in einigen Ländern auch heute noch - leider auch Bulldogs mit nach innen ins Fleisch gedrehten Korkenzieher-oder Knopf-Ruten zur Zucht eingesetzt! Die Mutter meiner 2. Hündin Sarah z.B. mußte eingeschläfert werden, weil ihre extreme Knopfrute inoperabel entzündet war. Sarah selbst hatte auch schwere Probleme mit ihrer sogenannten "Rosenrute"!

.. damit wackeln :-)
Frieda hat einen leicht gedrehten Schwanz, der aber nicht festklemmt. Sie kann etwas damit wackeln :-). Ihre Wurfschwester hatte die bessere, gerade abstehende Rute. Ich habe mich trotzdem für Frieda entschieden, da sie einen wirklich langen Hals und ziemlich viel Nase hat, und das ist für eine gute Atmung so sehr wichtig. Außerdem war sie die witzigere und klügere der beiden ;-))) Doris und Dianne meinten zudem, Frieda würde einen wunderschönen Kopf bekommen, so wie ihr Cousin Willie und ihre Cousine Berta in Alaska, sowie ihr Cousin Dreamboy, der Birgit Braum gehört und in Schweppenhausen bei Bad Kreuznach lebt. - Warten wir es ab :-) -

Den "perfekten Bulldog" gibt es genau so wenig wie den "perfekten Menschen" ;-)


Donnerstag, November 24, 2005

Familienfotos ;-)


Ich hatte ja schon vier Bulldogs - Ziska, Sarah, Alma, Wilma - vor Frieda, sie sind in der Kopfzeile des Blogs zu sehen. Alma, Wilma und jetzt Frieda hatten/hat nicht nur mich als 'Mama', sondern auch Stu als 'Papa' ;-). Stolz ließen Stu und ich mit jedem unserer neuen Bulldog-Babys ein professionelles Familienbild schießen. Man sieht dabei : wir werden alt und älter ... :-) ... Jeder unserer Bulldogs war eine Epoche unseres Lebens. Mit Frieda beginnt wieder eine eigene Epoche : Stu und ich sind Rentner : für die Kleine ist das toll!

Das Foto unten mit Alma-Baby ist von 1981. Einige Freunde nannten es etwas spöttisch (in Anspielung auf den britischen Hof und Stus Nationalität :-) das "königliche Bild". - "Es ist halt der Traditions-Stil der normalen Fotografen", meinte ich seinerzeit zu unserer Verteidigung.

Jedenfalls nahm ein Bulldogfreund dies Foto zum Anlaß eine Karikatur davon zu zeichnen. Diese beiden Bilder hängen nebeneinander und fast jeder, der das so sieht, schmunzelt ;-)

Alma lebte bis 1994. Sie wurde knapp 13 Jahre alt. Und so kauften wir 1994 unser Wilma-Baby.
Wie man auf dem Foto links sieht, wechselten wir zu einem Fotografen mit einem etwas ungezwungeren Verständnis von einem Familienbild :-).

Wilma wurde knapp 11 Jahre alt; sie starb im Februar diesen Jahres. Nun haben wir seit August unser Frieda-Baby.
Noch vor meiner Peru-Reise gingen wir mit Frieda (16 Wochen alt) zum Wilma-Fotografen. (Paderborn, Studio "Schmidt-Gottesmann")

Letzte Woche holten wir die Fotos und zwei gerahmte Bilder bei Herrn Schmidt ab. Seine Foto-Kunst entwickelte sich in den letzten Jahren zu einem noch mehr spontanen, lebendigen Stil.

Besonders stolz war Herr Schmidt selbst auf dieses Bild, das er (aus eigener Freude und kostenlos für uns) in schwarz-weiß-rosa zu einem Thriller ;-) machte. Nun noch ein witziges Foto von Stu mit einem Arm voll Hund und ein Foto von mir mit Frieda Daumenlutscherin ;-)

Wenn Frieda groß ist, wollen wir wieder schöne Profi-Fotos (wie unten ;-) von ihr machen lassen.


Montag, November 21, 2005

Herbst hier und Herbst in Alaska


Heute morgen, besser heute vormittag, Frieda ist von klein an eine Langschläferin ;-), schoben wir sie auf die Gartenwiese zum Pipimachen. Dort steht ein schöner großer Apfelbaum, der spät im Herbst immer noch einige rote Äpfel trägt. Unter ihm lagen drei seiner leckeren Äpfel, und eine Amsel frühstückte zufrieden an dem dicksten davon.

Frieda sah die Amsel - erwachte augenblicklich zu voller Aufmerksamkeit - sprang fast auf die Amsel drauf - diese flog verschreckt davon - und Frieda pinkelte erhobenen Hauptes auf jetzt IHREN Apfel !

Ganz anders der Herbst bei Berta und Willie in Alaska.

Heute morgen kamen zwei Bilder per Mail an. Die Zufahrt zur Straße muß schon jeden Tag mit dem Traktor, der ist mit Schneepflug-Hydraulik ausgestattet, freigeschaufelt werden, damit Doris überhaupt autofahren kann, um ins Dorf zu kommen.

Berta (Bildmitte) und Willie (vorne im Bild) tragen schon ihre Mini-Thermo-Pferdedecken, denn es ist morgens zur Zeit immer so um die -25 Grad Celsius kalt. Brrrrrrrrrr...

Liegt der Schnee im Winter richtig meterhoch (2 bis 4 Meter im Durchschnitt), dann werden den Beiden von ihrem Freund "GT" (Helfer bei Doris) Wege durch den Schnee gegraben, in denen sie ihre Runden drehen können; und auch ein größerer Pottyplatz wird schneefrei gehalten. Die beiden würden sonst bei hartem Eis-Schnee über den Zaun in den Busch hinaus laufen können; oder aber bei weichem Neuschnee komplett darin versacken :-))). Gerade mal Elche schaffen es mit ihren riesenlangen Beinen dort noch durchzustapfen. Und Luchse haben ein Fell wie Schneeschuhe zwischen den Zehen...

Willie und Berta grüßen Euch alle. Den beiden gefällt das Wetter: Schneeballwerfen ist toll, man kann die Dinger schließlich gleich verschlucken ;-)) Und deshalb wünschen sie unseren Bulldogs hier auch viel Schnee zu Weihnachten!


Samstag, November 19, 2005

Bulldogger in Herbststimmung


Herbststimmung seit wenigen Tagen :

Nebel und aufziehende Kälte; Pullover werden angezogen, und über die alte Wintergarderobe wird nachgedacht; auch über den Wintersport natürlich, sollten - hoffentlich - bald Schneeflocken fallen! Naja, noch ist es nicht soweit. Heute könnte man sich lieber gemütlich in ein Kissen kuscheln. Ein bißchen meditieren vielleicht - so zur dunkler werdenden Jahreszeit passend - über das Geheimnis des ewigen Glücks :-), das Schöne und all die lieben Bulldogfreunde in der Welt.

Da fällt mir ein nettes Buch ein : "Hunde sind die besseren Katzen"; toller Titel, der Autor gewann einen Preis für seine Idee! Der Bulldog im Buch (etwas zu gewaltig der Typ für meinen Geschmack, aber bestimmt lieb!) wird "Titan" genannt und es heißt über ihn:
"Das Furcht erregende Aussehen ist reine Tarnung. Das weiß inzwischen das ganze Viertel, und so ist die Bulldogge zum allgemeinen Lieblingshund avanciert. Mit Komplimenten macht man Titan zwar eine große Freude, doch sein Herz erobert man mit einer Kugel Vanillieis. - Wenn es doch bei uns Menschen auch so einfach wäre!"

Ich glaub, jetzt zieh ich die Schlechtwetterschuhe an und geh mit Frieda raus. Sie guckt so verdammt gut ausgeschlafen in Richtung Tür. "Dieser Hund ist wasserdicht!", sagt Stu. Frieda ist auch durch Regen nicht von Outdoor-Adventures abzuhalten. Sie ist ja auch im - von Hazards geprägten - Busch geboren!

Heute nachmittag bekommt Frieda noch Bulldog-Besuch, dann geht es wieder raus ... ein toller Tag ist dies für sie!

Ein schönes Wochenende wünschen Euch die Bulldogger Stu und Cornelia Savory ;-)


Dienstag, November 15, 2005

Heute erzählt Gast-Bloggerin Yacuma (Xenia) Ramel

Wie ich Mama wurde ...


Hallochen, ich bin's wieder mal, Eure Yumi!

Es gibt wieder eine Menge zu berichten seit dem letzten Mal. Ist ja auch schon eine Weile her! Dieses Jahr ist wirklich viel Menge passiert. Ich fange mal im Frühling an:

Stellt Euch vor, im März - es lag noch Schnee - durfte ich wieder mal zu meiner geliebten Züchterin in Urlaub. Weshalb mein Frauchen das lachend als "Liebes-Urlaub" bezeichnete, habe ich erst viel später begriffen. Ich werde Euch hier keine pikanten Details liefern; eine Dame genießt und sie schweigt! ;o) Meinen Liebsten kannte ich ja schon, von vorherigen Ferienaufenthalten. Er heißt "Goldengrove Charlie Chan" Und ist ein schöner (fast) weißer Bulldogmann. Wir verlebten eine tolle Woche und hatten viel Spaß. Auch mit meiner Schwägerin "Chelsea".

In den folgenden zwei Wochen hatte ich das starke Gefühl, dass Frauchen mich dauernd beobachtete. Das wurde fast lästig! Dauernd schaute sie sich meine Zitzen an und telefonierte mit meiner Züchterin. Nach drei Wochen gingen wir nochmals bei dieser vorbei, und beide schienen zufrieden zu sein. In der nächsten Zeit telefonierten die Beiden dauernd, und Frauchen interessierte sich immer mehr für meinen Bauch und meine Zitzen. Das wurde mir langsam fast peinlich! Besonders als sie auch noch Fotos davon machte! Also bitte! Schon mal was von Intim-Sphäre gehört!?! Aber es stimmte: ich wurde immer dicker und schwerfälliger. Gehen wurde anstrengend und ich hörte Frauchen lachend sagen "Wenn wir ihr eine Schnur anbinden, hält man sie für einen Ballon"! So ´ne Frechheit!!!

Und dauernd rätselte sie mit ihren Freundinnen "wie viel wohl drin sind"? WO DRIN BITTE??? Aber es stimmte schon, in mir drin schien sich tatsächlich was zu rühren. Frauchen tastete häufig meinen Bauch ab und schien sehr aufgeregt. Als ich schon fast nicht mehr gehen oder liegen konnte, durfte ich wieder zur "Tante Evelyn" meiner Züchterin in Urlaub. Das tat mir gut, dort fühlte ich mich wohl. Ich hörte wie sie meiner "Mama" erzählte, ich hätte jetzt 90cm Bauchumfang!!! Hilfe! Meine Figur kriege ich doch nie mehr hin!!! OK. Ab heute keine Leckerchen mehr! Ich sah aus wie ein Wal, oder ein Nilpferd; und genau so "leichtfüßig" fühlte ich mich auch!

Aber dies sollte -Gottlob- bald ein Ende haben!

Am Mittwoch dem 4. Mai brachte mich meine Züchterin am Morgen, nachdem ich einfach immer unruhiger ge-worden war zum "Onkel Müller", dem Tierarzt. Ich verspürte einen Pieks und was dann kam weiß ich nicht mehr. Auf jeden Fall fühlte ich mich viel leichter am Abend, als ich endlich wieder erwachte. Ich spürte ein Ziehen am Bauch, aber es war erträglich. Tante Evelyn ließ mich in den Garten, das war auch notwendig! Als ich endlich wieder in meine Kiste zurück durfte, brachte sie mir 4 kleine, gefleckte Fellbälle die sich auch gleich an meinen Zitzen zu schaffen machten. Erst mochte ich das nicht besonders, aber mit der Zeit merkte ich, dass mich dies erleichterte und ließ sie ohne zu Murren gewähren. Ich war also stolze Mama von drei Mädchen und einem Jungen geworden. Ich (und auch die Menschen um uns) fanden meinen Nachwuchs ausgesprochen hübsch. Sie waren auch groß und kräftig! Hatte ich das nicht prima gemacht?

Die Kleinen wuchsen schnell und begannen schon bald zu Krabbeln. Ich war froh, dass Tante Evelyn sie mir manchmal weg-nahm. So konnte ich ein Wenig verschnaufen. Wenn mal eines der Kleinen ein Würstchen in die Kiste machte, gab ich ihr schnell zu verstehen, dass ICH DAS ganz bestimmt NICHT WEGMACHEN werde! Tante Evelyn schien dafür Verständnis zu haben. Eben, wie gesagt, die Kleinen wuchsen kräftig, ich hatte auch genügend Milch. Nur "Farewell", der Rüde, machte uns etwas Sorgen. Er schien nicht genug Kraft zu haben, um richtig zu saugen. Also wurde noch mit dem Fläschchen nachgeholfen. Er holte schnell auf, als alle zu Fressen begannen.

Sie wurden schnell groß und unternehmungslustig. So durften sie auch bald raus in den Garten, wenn das Wetter es erlaubte. Am Anfang noch etwas schüchtern, lernten sie die Nachmittage in der warmen Juni-Sonne bald zu schätzen. Meine Babys, von links nach rechts, heißen "Funny Faye", "Follow Me", "Farewell" und "Fantastic Fame".

Im Juli war es dann soweit, ich durfte nach Hause zu meiner Familie und musste meine Kinder bei Tante Evelyn zurücklassen. Am Anfang fühlte ich mich schon noch etwas verloren, ohne sie und meine liebe Züchterin. Zumal meine Familie in der Zwischenzeit umgezogen war. Ich gewöhnte mich aber rasch wieder ein und war froh wieder die erste Geige zu spielen. Leider vernahmen wir schon bald, dass es meiner Züchterin sehr schlecht gehe und die Kleinen waren relativ schnell vermittelt. Meine Mama war etwas traurig, dass sie sie nicht mehr gesehen hatte und auch nicht genau wusste wo die Kleinen waren.

Die Besitzerin meiner leiblichen Mama, die für Welpenvermitt-lung zuständig ist, hat uns dann aber mit dem Besitzer von Faye in Kontakt gebracht. Er wohnt gleich im Nachbar-Ort und wir haben die beiden schon ein paar Mal ge-troffen. Sie ist groß, schlank und sehr wild! Als dann im Oktober unsere Clubshow stattfand, war zu unserer Freude auch noch eine weitere meiner Töchter dort anwesend. "Follow Me", die jetzt Scarlett heißt, ist auch zu einer hübschen jungen Hündin herangewachsen. Allerdings ist sie "bulldog-typischer". Nicht so schlank und lang wie Faye. Es wird ihr nachgesagt, sie sähe mir ähnlich.

Interessant war, dass sich die beiden Mädchen gar nicht zu mögen schienen und sich dauernd anzickten. Das hatte vielleicht aber auch damit zu tun, dass es ein langer Tag gewesen war. Scarlett war Dritte in der Baby-Klasse! Bravo! Ich war sehr stolz auf sie! Leider haben wir von Scarletts Besitzern erfahren, dass sie eine großes Geschwulst an der Brust hat. Sie wird dies wohl in der nächsten Zeit einem Tierarzt vorführen. Wir drücken ihr alle Daumen und Pfoten, dass sie bald wieder gesund wird. So, das war's für heute. Das nächste Mal erzähle ich Euch mein neuestes Abenteuer.

Frauchens Herrchen hat sich nämlich entschlossen, dass er jetzt auch reif für eine Bulldogge ist. Also hat er sich ein weißes Bulldog-Mädchen geholt.

ANGEL von den Black & White Bulldogs, alias DIXIE, wohnt nun schon seit zwei Wochen bei uns. Und ich sage Euch: Es geht rund!!!!! Dies aber beim nächsten Mal!

Bis bald, Eure Yacuma


Samstag, November 12, 2005

Hunde in Peru und in Bolivien


Hunde sieht man in Peru und Bolivien fast so viele wie Menschen. Sie laufen alle frei herum, und sie gehören so offensichtlich zu jeder Indianerfamilie, wie auch Kinder es tun.

Trotz dieser Unzahl von Hunden sahen Doris Ehrenstein und ich auf der ganzen Reise nur 4mal einen Haufen auf einer Straße liegen. Die Indianer (der Anteil der Indianer an der Gesamtbevölkerung liegt z.B. in Bolivien bei 80 %) halten Haus und Hof sowie ihre Dörfer ganz sauber. Der Abfall liegt dann immer außerhalb des Dorfes oder der Vorstadt an den Straßen herum, sofern es dort (noch :-( keine Müllabfuhr gibt. Beispielhaft, dieses Sauberhalten der Straßen von Hundekot, dachte ich laut!

Wir sahen übrigens keinen einzigen verwahrlosten oder halbverhungerten Hund, wohl aber waren sie alle sehr schlank. (Aber dicke Menschen sahen wir auch nicht!) Kinder hielten oft einen Welpen wie eine lebendige Puppe zärtlich an sich gedrückt. Das Meerschweinchen dagegen, beliebtes Kuscheltier hier, wird dort nur als Familien-Speisevorrat in einer Küchen- oder Hofecke gefüttert und gehalten. Meerschweinchen kommen dann gehäutet, aber ansonsten komplett in den Ofen ... Sollen wie Kaninchen schmecken - und sich noch schneller als diese vermehren ... praktische Nahrungssicherung ...

Die Hunde suchten sich Futter auf den Märkten und in den Straßen; nie waren sie aggressiv oder aufdringlich. Nun, wir bekamen so viel Fleisch - oft riesige Steaks - in den Hotels zu essen, daß Doris und ich die Tellerreste unserer Mitreisenden erbaten und am nächsten Tag Hunde damit fütterten. Sie nahmen alles sehr sanft und vorsichtig an. Die Kinder machten dann manchmal ihre Augen staunend riesenweit auf und wir gaben ihnen auch. Sie lächelten und teilten mit ihrem Welpen auf ihrem Schoß.

In Arequipa, der 2400 m hoch in einem fruchtbaren Tal gelegenen "Weißen Stadt" (das meint die Stadt der Weißen), sahen wir dann einen schönen, schneeweißen Bulldogrüden!

Wir standen auf der berühmten Brücke, die vom Erbauer des Pariser Eiffelturmes gebaut wurde, und sahen über die Häuser im grünen Flußtal unter uns, die "typisch für die hiesige obere Mittelschicht sind", wie unser hochkompetenter Reiseführer Egbert Ronnefeld ausführte. Wie alle Häuser dort in Peru hatten sie ein mehr oder weniger bewohntes Dach, von dem aus die Hunde oft ihre Straße überwachen :-) Und ich sah so über diese Hausdächer hinweg, da kam aus einer dieser Dachterrassentüren ein weißer Bulldog heraus. Doris sah ihn gleichzeitig. Er spazierte gemütlich herum und legte sich dann - mit dem Kopf zu uns hin, in die Sonne.

Leider hatte ich nur eine Kamera mit kleinem Teleobjektiv dabei - ich versuchte damit mein Bestes... Ihr werdet den Bulldog - weiß in gleißender Sonne - auf dem oben verlinkten Foto kaum finden. Mit bloßem Auge aber war er gut zu sehen, sogar sein Geschlecht ;-). Man erkennt auf der Ausschnittvergrößerung unten seine dunkle Nase und den Schatten seines rechten Ohres. Wären Doris und ich ohne Gruppe dort gewesen, wir hätten im Haus unter dieser Dachterrasse geschellt - und als "Ausweis" Fotos von Frieda, Berta und Willie gezeigt ;-)

Als unsere Gruppe nach ein paar Minuten weiterging - nachdem wir jeden begeistert auf den Bulldog aufmerksam gemacht hatten und von der wenig charmanten deutschen Reiseleiterin vor Ort hören mußten : "Ich dachte zuerst, das sei ein Schwein!" (Sie bekam kein Trinkgeld von uns!), da erhob sich auch der Bulldog und ging die Treppe wieder ins Haus hinunter. Ich hatte das Gefühl, er hatte sich Doris und mir nur zeigen wollen ...

Ein dem Bulldog sehr ähnliches Tier, (Doris fühlte sich stark an Willie erinnert :-), einen Seelöwen-Mann, hatten wir schon am Tag vorher erblickt : bei einem Schiffsausflug zu den streng geschützten Islas Ballestras im Pazifik. Er umwarb eine zierliche Seelöwin abseits der Herde. Herde, das meint 1000e von Seelöwen !!, die in vielen Durchbrüchen, Domen, Bänken und Tunneln der Inselfelsen ruhten und so laut brüllten, daß sie die tosende Brandung noch gewaltig übertönten. ... So, genug abgeschweift zu anderen Tieren :-)

Noch einmal zurück zum Thema "Hund" :

Wir überflogen die (spätestens seit Däniken) berühmten Linien in der Hochebene bei Nasca in einer kleinen Cessna - in einer Höhe von 300 Metern. Anders als aus der Luft waren diese riesenweiten, in den Boden gescharrten Tier-Umrisse wirklich nicht erkennbar. Äußerst rätelhaft! Jedenfalls stellte ich zu meiner Freude fest, daß nicht nur Kondor, Spinne, Wal, Affe usw. dort (von wem und warum auch immer) verewigt waren, sondern auch ein Hund! Dieser Hund sieht dem Schatten eines gewöhnlichen Indianerhundes durchaus ähnlich. Licht und Schattenwurf zu signifikanten Tagen, wie z.B. der Sonnenwende, waren den Früh-Amerikanischen Kulturen wichtigstes Planungselement auch ihrer Tempel. Und übrigens galt auch bei den frühen Indianern der Pazifik-Küste - wie z. B. auch bei den Ägyptern und Griechen - der Hund als Begleiter des Menschen ins Jenseits.

Zum Abschluß am Rande:
Doris und ich waren in Peru und im Hochland Boliviens mit Studiosus-Reisen unterwegs. Will man mehr als eine Besichtigungstour, nämlich eine richtige Studienreise mit umfassend kompetenter Reiseführung in Bezug auf Geschichte, aktuelle Politik, Kunst, Astronomie, Botanik, Zoologie, Geologie und noch mehr erleben, dann empfehle ich unbedingt "Studiosus". Ich werde in der nächsten Zeit einen bebilderten Reisebericht schreiben, der dann von www.savory.de aus unter dem Link Reisen aufgerufen werden kann.


Mittwoch, November 9, 2005

Bulldog - Babys


Frieda ist in den 3 Wochen, die ich in Südamerika war, nicht nur gewachsen, sie hat sich auch etwas verändert. (Unter anderem ist ihr Bäuchlein dicker geworden ;-). Ich staune immer wieder, wie sehr sich besonders der Kopf der Bulldog-Babys im ihrem ersten Lebensjahr ausprägt. Zwei Fotos von Doris´Berta, eines als Baby und das andere mit einem Jahr, zeigt diese Entwicklung sehr deutlich!


Dixie ist endlich da! :-)))

Für Bulldogfreundin Xenia Ramel hat jetzt zum zweiten Mal das "Abenteuer Bulldog-Baby" begonnen. Sie mailt:

Hallo Cornelia!
Es freut mich riesig zu lesen, dass Du wohlbehalten wieder zu Hause angekommen bist! Kann mir vorstellen, dass das ein tolles Abenteuer war! Abenteuer haben wir auch hier...

Dixie ist ein Teufelsbraten! Sie ist sowas von frech, dass sie sogar meinen (sehr dominan-ten) Mann anknurrt, wenn er mit ihr schimpft... Naja, das legt sich jetzt langsam. Sie ist ein dominantes kleines Persönchen, das immer die erste Geige spielen will. Man merkt, dass sie keine Geschwister hatte und nie eins "auf den Deckel" gekriegt hat... Trotzdem ist sie ein liebenswürdiger kleiner Hund, der einem immer wieder zum Lachen bringt.

Yumi gewöhnt sich langsam an sie und scheint sie auch sehr zu mögen. Sie lässt sich von ihr (fast) alles gefallen. Manchmal hängt ihr die Kleine knurrend an der Wamme und sie sitzt nur mit Leidensmiene da und "sagt" nichts...

Oder Dixie klaut ihr Essen... auch das scheint Yumi nicht zu stören. Sie ist viel zu gutmütig!
Liebe Grüße, Xenia


Meine Antwort : Frieda war genau solch ein Drachen !!!

Hallo Xenia,

Frieda war genau so - da bei uns keine Yumi da war, hing sie mir an der Wamme :-)))))

Jetzt ist sie schon ruhiger geworden - nur: weckt keine schlafenden Hunde !!!! Wenn Frieda abends selig schlummert (BISLANG schnarcht sie nicht :-) und noch mal raus soll, dann knurrt und schnappt sie empört herum! :-))) Wir lachen dann, und DAS macht sie richtig wach und sofort vernünftig, manchmal sogar gleich liebevoll. Knurren geht dann unmittelbar in Schmusen über. Mademoiselle möchte nicht beim Träumen gestört werden... (Es ist wunderbar, dass jeder Bulldog seine ganz eigene, individuelle Persönlichkeit hat!)

Stu meint jedenfalls, jetzt verstehe er endlich die Redensart : "Man soll keine schlafenden Hunde wecken!"
Liebe Grüße, Cornelia


Sonntag, November 6, 2005

Wiedersehensfreude und überhaupt ... :-)


Liebe Freunde und Freundinnen,

meine Studienreise nach Peru und ins bolivianische Hochland hat mir solche Schönheit, Wildheit, Weite und extreme Höhe (ich war high-high :-) - und darin eingebettet von Geheimnissen umgebene Kulturen - nahegebracht ... man muß es erleben, Worte erfassen es nicht ...

Um alles zu verarbeiten machte ich anschließend noch 3 Tage Urlaub in der Karibik, auf einer Insel der Kleinen Antillen: Kajaking durch Mangrovenwälder, Schnorcheln in einem der intaktesten Tauchgebiete der Erde, ein Segelturn bei Sonnenuntergang ...

Ich bin sehr dankbar, alles dies erlebt zu haben. Und um mich vollends als Goldmarie ;-) fühlen zu können, setzte mich die KLM für den langen Rückflug (aus mir unbekannten Gründen, vielleicht weil ich ein Vielflieger-Konto dort habe ?) in die 1. Klasse (Wold Business Class); mein Erstaunen konnte ich dann gleich mit einem mir angebotenen Champagner begießen... :-) - jedenfalls kam ich perfekt ausgeschlafen und glücklich in Düsseldorf an!

Stu und Frieda warteten in der Halle auf mich - und Frieda verlor vor Freude ihren Verstand und ihren Blaseninhalt. Sie riß mir die Brille vom Kopf - und beinahe die Ohren ab - alles vor sie überwältigender Begeisterung.

Im Auto ging die Begrüßung weiter, bis sie auf meinem Schoß kurz einschlief. Wirklich nur kurz, denn Begrüßen ist einfach toll und jede Fortsetzung wert!

Auch zuhause wurde ich weiter von Frieda umwirbelt und abgeleckt (das letzte tat meinen Mückenstichen vom letzten Abend in der Karibik sehr gut :-) Stu, Frieda und ich tobten noch bis zur Erschöpfung (nicht Friedas! :-) auf dem Teppich herum. Und Friedachen schlief dann im Bett endlich an meinen Hals angedrückt ein.

Und ich sah natürlich;-) AUCH auf dieser Reise, mitten in Peru, einen schönen English Bulldog - ich glaube inzwischen, daß ich "magnetisch" auf Bulldogs wirke :-). Mehr darüber, sobald die Fotos entwickelt sind.

Eure dankbar-glückliche Cornelia


Mittwoch, November 2, 2005

Heute wartet auch (Gastblogger) Stu Savory...

Warten auf Frauchen :-)



Dienstag, November 1, 2005

Heute erzählt Gastblogger Bernhard Lorenzen

Markiere deines Bulldogs Revier nicht!


Letzten Dienstag hatte ich einen Termin bei einem Kunden in Esslingen um etwas zu erledigen. Beim Ankleiden setzte sich Paulchen wie selbstverständlich vor die Haustüre, um ja mitgenommen zu werden. Nach Esslingen geht es für uns durch den Schurwald und ich wollte die reichlich verbleibende Zeit noch zu einem kleinen Spaziergang mit Paulchen nutzen.

Wie immer hielt ich an einem Wandererparkplatz. Dort lies ich meinen Bully raus und verspürte selbst den Drang, eine Stange Wasser abzuschlagen. Also stellte ich mich zwischen ein paar Büsche, von aussen nicht einsehbar und verrichtete mein kleines Geschäft. Derweil kam Paulchen mir von vorne entgegen und schaute zu seinem Herrchen. Ich sagte nur, er solle weggehen und sein eigenes Plätzchen suchen. Er verliess mich auch und ging um das Gebüsch herum. Während ich meine Kleidung wieder ordnete, spürte ich Paulchen links von meinem linken Bein, sich anlehnend. Bewegungsunfähig wie ich in diesem Moment war, spürte ich dann, dass sich mein linker Fuss erwärmte. Der Bulldog stand nämlich neben seinem Herrchen und markierte wie dieser dasselbe Gebüsch - nur dass er dabei auf meinen Schuh pinkelte!!

Ich konnte mich kaum mehr halten vor lachen und habe nur gedacht, wenn das jemand gesehen hätte.....

Und die Moral von der Geschicht? Markiere deines Bulldogs Revier nicht!

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, geboren 1945 in Wuppertal, hat seit 33 Jahren Englische Bulldoggen. Jetzt sollen die Bulldoggen hier ihr eigenes deutsches Weblog bekommen. Eure Bulldog -Anekdoten, -Fotos und -Tipps für's Blog sind willkommen.


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