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Cornelias 'Bulldog Blog' ...
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Montag, Mai 30, 2005
Erdarbeiten ... Erdarbeiten ...
Andreas Riedels derzeitiges Lieblingsfoto von BigJim :
'Erdferkel ...' Bei diesem lustigen Bild von BigJim mußte ich an Almas räuberischen Sandburgenbau auf Baltrum denken. Sie entdeckte eine Burg, in der gerade niemand saß, und sie beschloss : 'Das Werk ist ausbaufähig !' Wie eine hochbezahlte Arbeitskraft vertiefte sie den Grund des Ganzen um fast einen Meter. Zwischendurch vertrieb sie näherkommende Beobachter (oder Besitzer, wie Stu fürchtete :-) mit wildentschlossenem Gesicht und vorgerecktem Hals.
Ob sie nach 2 Stunden zufrieden oder
einfach erschöpft war, konnten wir nicht ausmachen ;-) Wir
beschlossen, beides anzunehmen !
Jedenfalls verstanden wir nach diesem Tiefbauunternehmen von Alma,
warum der Trecker 'Lance Bulldog' eben 'Bulldog' heißt. Allen Englischen Bulldogs, die einen Urlaub am Meer vor sich haben, wünschen wir tollen Sandspaß und Wellenbeißen und Naßmachen bei Sonne :-)
im Kunsthandwerker-Zentrum in Goslars reizvoller Altstadt entdeckten wir diese "Schöne mit Bulldog" ;-)
Dienstag, Mai 24, 2005
Die unendliche Stofftier-Vermehrung
Jetzt wird mir klar warum wir so viele Stofftiere haben ;-)
Samstag, Mai 21, 2005
Englische Bulldogs aus Polen und Tschechien
Bulldog-Urlaub in den Masuren : Wald, immer wieder andersartiger Wald, und viel Wasser, große Seen, Kanäle, Bäche, kleine Seen. Selbst an wolkenlosen Sommertagen ist es in diesen Wäldern immer kühl. Unsere Bulldogs bekamen jeden Morgen erneut einen Freudenkoller. Mimi sprang gleich vom schwankenden Moosufer mit Kopfsprung los ins Wasser, um treibende Äste zu sammeln. Einmal brachte sie unter großer Anstrengung sogar einen mittleren Stamm zu uns ans Ufer. Sie entwickelte eine Bibernatur. Sarah drehte zuerst immer ein paar Platzrunden. 'Vorsicht, der Bomber kommt!' Man konnte nur rechtzeitig beiseits springen. Nach Bulldogart rammte sie mit Kopf und Brust alles nieder. Blieb sie trotzdem einmal zwischen zwei Bäumen stecken, dann zurück und mit Anlauf einen Bogen schlagend ging es erneut los. Bootfahren dagegen war ihr ruhigeres Vergnügen. Aufrecht wie ein Zweibeiner stand sie an der Bootswand, die Arme auf die Kante gestützt und beobachtete mit ernster Miene die vielen Wasservögel. Mimi aber war im Boot kaum zu halten. Sie heulte, weil sie ins Wasser wollte und es war ihr nicht klar zu machen, daß ein Ruder kein Stock ist, den sie aus dem Wasser ziehen darf. Doch das ganz besondere Bulldogerlebnis des Urlaubs : Wir waren in den äußersten Nord-Osten Polens gefahren um Biber zu beobachten. Nach stundenlangen Irrfahrten über holperige Waldwege erreichten wir das kleine Dorf, fünf Bauernhäuser, im Herzen des Reservats. Plötzlich, zwischen Sträuchern in einem Garten, sahen wir auf einem Holztisch in majestätischer Ruhe einen wunderschönen Englischen Bulldog sitzen! Wir waren so verblüfft, daß wir nur an eine Porzellanfigur denken konnten. Doch als wir ausstiegen, sprang uns diese Statue freudig wackelnd entgegen! Die Verwunderung der Gartenbesitzerin, als sie neben ihrem Bulldog unvermittelt unsere zwei stehen sah, kann man nur Starre nennen. Sie stotterte etwas von 'Halluzinatation'! Wir waren in die tiefe Wildnis gefahren um Biber zu suchen und fanden - den einzigen Englischen Bulldog dort. Auf der Stelle verliebte er sich in Sarah, die ihm aber auch gleich ihr Hinterteil zugewandt hatte; nach ihrer Erfahrung mit unserem Bully die beste Methode, um Freundlichkeit von einem Rüden zu ernten.
Um am nächsten Tag dann doch noch zu unseren Bibern zu kommen, übernachteten wir bei Frau Oberländers Nachbarn. Als wir vorsichtig anfragten, ob Mimi und Sarah mit im Zimmer schlafen könnten, kam die prompte Antwort: 'Die Hunde können im Bett schlafen, das kostet nur wenig mehr.'
Es gibt 'Bulldog-Massenproduktionen' noch und noch.
Aber es kommt noch toller.
Die Bulldogs aus Polen, die ich heute kenne, sind alles Händlerhunde. Das deutsche Tierschutzgesetz verbietet übrigens, Welpen unter 8 Wochen ohne die Mutter nach Deutschland einzuführen. Dieser ganze Hundehandel ist also nicht nur moralisch verwerflich, sondern auch kriminell.
Ansonsten weiß ich nur vom Hörensagen, daß es in Tschechien durchaus um Gesundheit bemühte Zuchtanstrengungen geben soll, die nicht nur auf aus England importierten Bulldogs basieren. (England hat es geschafft seinen Nationalhund 'kaputt zu züchten', wie der Mann auf der Straße es dort nennt. Über diese tragische Entwicklung dort ein andermal mehr.)
Gabriele Mill-Rogel aus Lippstadt hat ihren Hannibal früher schon einmal gemalt - und jetzt nahm sie ihn als Modell für eine Steinmetztarbeit! Ich bin beeindruckt von ihrem Talent.
Samstag, Mai 14, 2005
Thema : Zucht
Im Blog-Eintrag vom 11.5.05 beschrieb ich den Anlaß dieses Bulldog Blog zu starten. Heute gehe ich auf eines meiner Ziele dabei ein: 'Allgemeine Unterstützung von züchterischen Bemühungen, die der Gesundheit der Rasse dienen, ohne den von der FCI gültigen Standard dabei zu verfälschen.' (Entnommen der Satzung des Verein 'Freunde des Englischen Bulldog e.V.', §2 Der Zweck des Vereins, Ziffer 2) Ich verfolge (seit 1972) dieses Ziel aus meiner großen Liebe zu den Englischen Bulldogs heraus, und Ihr - und vor allem die Englischen Bulldogs - profitieren vielleicht ein klein wenig von dieser Info-Arbeit :-). Nebenbei sollt Ihr natürlich auch Spaß daran haben und immer wieder einmal schmunzeln können ;-). In Zeiten des Internet denke ich mit einem virtuellen Bulldog Blog mehr LiebhaberInnen des Englischen Bulldogs zu erreichen als mit traditionell hergestellten Papierwerken.
Situation der Hundezucht, besonders des Englischen Bulldogs :
Stichwort FCI (Federation Cynologique International) :
Es gibt so viele Typen des Englischen Bulldogs, wie es
menschliche Typen gibt.
Bei einem Treffen von Bulldog-Freunden und Bulldog-Freundinnen lernte ich Big Jim kennen, der mich mit seiner Vitalität wirklich sehr beeindruckte. Er lief als einziger Bulldog in der heißen Mittagssonne (29 Grad im Schatten) eine Strecke von circa 1km mit, ohne mehr zu hecheln als ich es tat :-). Er ist auch schlank gehalten und offensichtlich durchtrainiert. Das ist gerade bei einem Bulldog sehr wichtig, da sich Fett auch an Herz und Luftröhre einbettet. Big Jim kommt aus dem Zwinger 'Brave Heart', ich glaube Nähe Magdeburg. Er stammt aus einer russischen Linie und hat russische FCI-Papiere. Ich möchte ausdrücklich sagen, daß ich diesen Zwinger nicht kenne und ihn deshalb auch nicht grundsätzlich empfehle. Aber Big Jim regt an, bei einer Welpenauswahl diesen Zwinger zumindest einmal auf einen 1. Blick in Betracht zu ziehen - obwohl ich auch kranke Tiere aus diesem Zwinger kenne. Nähere Prüfungen, besonders die der Zuchtlinien der jeweiligen Elterntiere, wären bei einer Welpen-Auswahl aus diesem Zwinger deshalb natürlich sehr wichtig. (Nachtrag vom 25. 10. 07: Mit etwas über 2 Jahren entwickelte Big Jim leider doch gewisse Atmungs-Schwierigkeiten, wie ich auf Spaziergängen an seinem Atmen hören konnte. Nach allem, was ich bis heute über diesen Zwinger von den unterschiedlichsten Menschen hörte, würde ich dort keinen Welpen kaufen.)
Rußlands Zuchten überraschen mich damit zum zweitenmal. Delius ist der '1. Russe', den ich kennen lernte. Er stammt aus Moskau und hat neben russischen Linien auch eine US-Linie in seinem Blut. Er ist ebenfalls schlank und topfit. Außerdem benimmt er sich gelegentlich wie - fast - ein ins Meer verliebter Seehund ;-). Unten steht eine Anekdote über ihn, die ihn auch noch als einen hochsensiblen Stimmungs-Erfasser ausweist ;-). Eine der Erklärungen der russischen Zuchterfolge dürfte sein, daß bis zum Ende des kalten Krieges keine, oder so gut wie keine Importe des Bulldogs aus England erfolgten, die durch ihre dortige Überzüchtung die Rasse auch in Rußland zumindest geschwächt hätten. In der UdSSR wurde im Wesentlichen mit dem alten, gesunden Bulldogtyp aus vorkommunistischer Zeit gezüchtet: und das ist heute der so wertvolle genetische Fond, aus dem die Zuchten dort noch immer schöpfen können. Ähnlich, aber nicht gleich, ist die Zuchtsituation in Tschechien und Polen. Darüber, und über sehr vitale und gleichzeitig schöne Bulldogs aus Nord- und Süd-Amerika, in einem späteren Blog-Eintrag. Ich habe übrigens gehört, auch in Italien soll es inzwischen - im Sinne der Gesundheit 'bessere' - Bulldogs geben. Möglicherweise hängt das mit dem politischen Druck gegen Qualzucht zusammen, siehe oben. Da muß ich aber selbst erst noch Genaueres erfahren. Ich möchte Euch Freunden und Freundinnen des Englischen Bulldogs zeigen, daß es gesunde und wirklich hochvitale Englische Bulldogs gibt. Man muß sie nur vorwiegend (natürlich nicht ausschließlich) außerhalb West-Mittel-Europas suchen. Und einige deutsche Bulldog-Züchter (ich hoffe es werden immer mehr) kaufen dort Zucht-Bulldogs zur Bereicherung und Revitalisierung ihres Bestandes.
Herr und Hund
Herrin und Hündin
Bisse und Küsse
Kind und Bulldog
Mittwoch, Mai 11, 2005
Ein neuer Anfang:
Frieda und das 'Bulldog-Blog'
1972 bekam ich meine erste Bulldoghündin, Ziska von der Eisenschmelz. Sie war eine schöne Wienerin, sportlich und gesund. Sie hatte Nase und eine gerade Standardrute, wie sie heute nur noch selten bei Bulldoggen zu finden sind. Sie starb bei der Entfernung einer schwer vereiterten Gebärmutter. Heute glaube ich, ich schob die Operation zu lange hinaus, und auch waren damals die Narkosemittel noch weit gefährlicher als die heutigen. Es half mir über ihren Tod hinwegzukommen, indem ich ein Jahrbuch für den Bulldog-Zuchtverein schrieb, in dem ich damals Mitglied war. Diesen Club verließ ich später, weil mir der "Krieg der Züchter" auf die Nerven ging. Das "Bulldog-Schreiben:-)" gefiel mir aber: also schrieb und gestaltete ich 25 Jahre lang für einen kleinen Bulldog-Halterverein das "Bulldog-Blatt". Aber 25 Jahre sind genug! Jetzt wage ich einen interessanten Neuanfang im Internet mit diesem "Bulldog Blog", ohne dabei irgendeinem Verein verpflichtet zu sein. Wer Spaß hat über Bulldogs zu lesen, Gesundheitstips zu erhalten oder zu geben, Fotos zu sehen, zu senden oder Beiträge zu schreiben, die/der ist willkommen, solange sie/er keinen Streit sät. Um dies zu gewährleisten, gibt es weder ein Gästebuch noch ein Forum. Eure Beiträge werden jedoch per Email gern empfangen und ggf. in das "Bulldog-Blog" eingebaut.
Zurück zu meinen Bulldogs. Nach Ziskas Tod war ich ziemlich verzweifelt und machte den typischen Fehler in solchen Situationen: ich ließ mir keine Zeit bei der Suche nach einen neuen Bulldog. Und ich hielt zu sehr am äußeren Erscheinungsbild der gestorbenen Ziska fest, denn ich wollte wieder einen weißen Bulldog haben. Das Ergebnis dieses Fehlers war, daß ich mir mit Pickwick Sarah Blue einen Angsthund holte, der vor Menschen scheute. Außerdem hatte sie einen schwer nach innen ins Fleisch gedrehten Krüppelschwanz und Augenentzündungen, die nicht zu beherrschen waren. Es war eine schwierige Zeit mit Sarah. Sie starb mit 4 Jahren an einem totalen Nierenversagen unklarer Genese in der Tierklinik Hannover.
Diesmal suchte ich mit mehr Verstand einen Welpen aus: Pickwick Alma Joy. Schon als Welpe zeigte sie ein Gemüt, das durch nichts zu erschüttern war, und hatte auch so viel Intelligenz wie Nase :-). Ihr farbliches Aussehen überließ ich dem Zufall. Und der Zufall schenkte ihr einen weißen Kopf: eine Resonanz zu meiner geliebten Ziska. Alma wurde knapp 13 Jahre alt. Sie hatte zwar Zeit ihres Lebens Zwischenzehengeschwüre, die aber mit homöopatischen Mitteln (Staphylokokkus forte von HEEL) zu kontrollieren waren. Im Alter hatte sie Arthritis - aber wer hat das nicht? Alma Joy war (wie ihr Name übersetzt heißt) die Seelenfreude pur. Ich werde immer einmal wieder Geschichten über sie in diesen Blog einstreuen.
Nach Almas Tod träumte ich von einer uni-hellbraunen Hündin, die auf mich zulief
und sich vor Freude vor mir auf den Rücken warf. Es war ein Vorabbild (oder was
auch immer) von
Floral Garden Quality Wilma Queen, ich fand sie bei Birgit Braum.
Und sie ist die 7-urfache Enkelin meiner Ziska. Sie war die gesündeste meiner
Bulldoggen: außer ein paar Härchen direkt oberhalb der Schneidezähnchen
(wirklich :-) und in einem Augenlid hatte sie nur noch Altersarthritis
(gleichzeitig mit mir :-). Sie starb mit fast 11 Jahren an Milzblutungen.
Eine Not-OP konnte sie nicht mehr retten. Sehr sehr viele Hunde sterben an
Milz/Leber-Tumoren oder anderen Milzproblemen. Inzwischen gibt es erste
medizinische Einschätzungen, daß dieses Phänomen mit einer Überimpfung
der Hunde in Zusammenhang steht.
Wilma war einfach nur Liebe, ich werde auch von ihr immer wieder einmal
etwas erzählen.
Wir haben unsere Welpenwahl nie von einem bestimmten Züchter, sondern immer nur
von der augenblicklichen Qualität einer Zucht abhängig gemacht. Deshalb werde ich
unsere neue Bulldoghündin "Goombas Happy Miss Frieda" aus Pensylvania,
USA, holen. Meine Nichte Laura (13 Jahre alt) malte mir ein wundervolles
Bild zu diesem noch bevorstehenden Ereignis, das sie "Frieda-Air" nannte.
Es ist rührend und hilft, wie Familie, Freunde und sogar Fremde Anteil
an der Trauer um einen gestorbenen Hund nehmen. Catrin, die Tochter von
Bulldogfreundin Jutta Nolte (stolze Besitzerin der
'störrischen Emma-Bella-Lola'),
überraschte mich mit einer
Der Tod von Wilma weckte die Erinnerung an alle meine früheren Bulldogs. Das ist eine Hilfe für mich bei der Trauerarbeit. Zum Abschluß des heutigen "Bulldog-Blog" eine kleine Episode, die ich 1977 über Ziska schrieb:
Das Fressen von Funden auf Straßen ist Verboten! Ziska wußte das ganz genau. Das halbe Kotelett, das da eines Morgens an ihrem Wiesenrand lag, roch aber so wunderbar; sie geriet in Konflikte. Haben wollte sie es, aber Streit mit mir liebte sie wiederum gar nicht. Ich war ebenfalls uneins mit mir, das Kotelett sah wirklich noch ganz frisch aus und ich gönnte es ihr. Also entschlossen wir uns beide, nach kurzem Blickwechsel, es zunächst einmal zu ignorieren. Ich ging zum Haus zurück und beobachtete Ziska dabei heimlich. Anstatt wie jeden Morgen in den angrenzenden Wald zu laufen, stellte sie sich auf den höchsten Buckel in der Wiese und verfolgte mich von diesem Aussichtspunkt aus mit ihren Blicken, bis ich hinter der Haustür für sie nicht mehr sichtbar war. Dann: reine Luft, ran ans Kotelett. Ich ließ ihr eine angemessene Zeit, bis ich sie zurückholte. Kaum sah sie mich kommen, hockte sie sich augenblicklich hin und und vollführte ein "Schaupinkeln". Glücklich hopste sie mir dann entgegen. Sie war überzeugt, mich glänzend hinter´s Licht geführt zu haben. Und ich hatte Gesicht gewahrt, ein Verbot war ein Verbot geblieben. Bei der heute wenig hundefreundlichen Stimmung in der Gesellschaft ganz allgemein würde ich das Fressen eines solchen Koteletts am Wiesenrand nicht mehr stillschweigend :-) genehmigen.
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Cornelia Buchtipps
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