Cornelias 'Bulldog Blog' ...

Mittwoch, Juni 28, 2006

Babys .... :-)) ...

... Menschen- und Bulldog-Babys :-))


Bulldogfans Xenia und Joe Ramel haben ein Baby bekommen : "Sarah Cheyenne" :-)))

Xenia,
Dir und Joe ganz ganz herzliche Glückwünsche zur Geburt von
"Sarah Cheyenne".

Dies Foto links gefällt mir sooo sehr !!! Es scheint, als würde die kleine Sarah Dixie anlächeln; und als würde Dixie Sarah-Baby bewundern und bemuttern ! Dixie geht so wundervoll sanft und vorsichtig an den Menschen-Welpen ;-) heran - diese Liebe ist zauberhaft schön !

Dies Foto zeigt eine der innigsten Szenen zwischen Bulldog und Kind, die ich kenne :-)) Es heißt wirklich nicht umsonst : Bulldogs sind wahre Kinderfreu(n)de !


Sarah wird auch ein Bulldogfan, soviel ist jetzt schon klar :-)))

Xenias Kommentar zu den Fotos :

Kleine Anschleichstory und dann der fragende Blick (als ich Sarah weggenommen habe) "WO ist MEIN Baby!?!"
Das letzte Bild dieser Anschleich-Sequenz habe ich oben als "Blickfang" hingestellt.

Xenia schreibt :

Hallochen!
Es ist wirklich ganz erstaunlich! Yumi ist eher zurückhaltend, sie weiss halt was sich gehört. Wenn sie aber an der Kleinen riechen darf, freut sie sich wie eine Schneekönigin. Dixie hingegen kennt keine Zurückhaltung und will so nah wie möglich bei Sarah sein. Allerdings ist sie sehr vorsichtig...

Dixie hat ihn nun für sich entdeckt ;o) Im Kinderzimmer steht ein Ohrensessel. Auf ihm erzähle ich Carol ihre Gutenachtge-schichte und stille Sarah. Sie balanciert auf der Arm-lehne um von dort aus sehen zu können, was auf dem Wickeltisch geschieht... Oder wenn ich ihr den Stubenwa-gen hin schiebe, dann stellt sie die Vorder-pfoten auf den Rand und schaut hinein... Liebe Grüße Xenia

Im letzten Herbst, als Dixie noch ein Bulldog-Baby war, mailte Xenia diese wunderschöne Foto-Sequenz : Bild 1, Bild 2, Bild 3, Bild 4. Yacuma ließ Dixie in allem gewähren! :-)


Passende Baby-Kleidung für das Bulldog-Baby ;-))

Es ist wohl klar, wer hier ein Mädchen und wer ein Junge ist ;-))) Die Kleidung verrät es !

Mo(rticia) Wolf und Ceanu Kan;
Kleider machen Leute,
wie die beiden Fotos zeigen ... Bulldogs werden gerne angezogen - wohl wegen ihres humanoiden Gesichtes :-))

Und Schmuck, Tücher und Bänder machen auch "Leute" :-) Das blaue Geschirr von "MOs" Wurf-Schwesterchen "Emma Culbreth" wirkt hier wie feinster Seiden-Schmuck :-)


Sonntag, Juni 25, 2006

Der Name "Frieda" ...

... und was er bedeuten kann :-)


Ein Artikel aus der "BILD" (10. Mai 06) machte uns vor Überraschung lachen! Der ganze Bericht - in wirklich lustigem Zusammenhang - ist hier zu lesen !!!

Der Name "Frieda" scheint speziell für Hunde im Kommen zu sein. (Das liegt vielleicht auch an den Kriegs- und Terrorzeiten, in denen wir mehr und mehr leben.) Ich bin jedenfalls wiederholt auch bei Bulldogs über diesen Namen gestolpert.
Leider - aus meiner Sicht. Denn als kleiner Snob ;-) wollte ich immer sehr individuelle und aus ihrem Sprachursprung heraus bedeutungsvolle Namen für meine Bulldogs.

Wie dem auch sei, der Name "Frieda" hängt (in den germanischen Sprachen) auf den ersten Blick mit "Frieden" zusammen. Er leitet sich aber in gleichem Maße von "Freiheit/Freedom" ab. Dahinter steckt die Einsicht, daß Frieden von Freiheit nicht zu trennen ist. Wer kulturgeschichtlich und psychologisch interessiert ist, für den nun ein kleiner Exkurs:

Im uralten chinesischen Weisheitsbuch "I Ging" ist das Gegenteil von "Frieden" nicht etwa "Krieg", sondern "Stagnation". Zunächst war ich darüber erstaunt, aber nach kurzem Nachdenken ging mir die Wahrheit dieser (nach westlichem Denken ungewohnten) Polarität auf, denn Frieden ist ein dymanischer Prozess und kein statischer Zustand. Ein statischer Zustand, also eine Stagnation, ist das genaue Gegenteil eines per se dynamischen Prozesses.

Frieden braucht Freiheit: Will man (persönlichen oder kollektiven) Frieden haben, so kommt es darauf an den ewigen Wandlungsprozess, in dem sich alles und jeder immer befindet, (bewußt oder instiktiv) so zu gestalten, daß Frieden entsteht oder erhalten bleibt. Aber dies kann nur in äußerer wie innerer Freiheit gelingen. Gewalt, Zwänge, Fundamentalismen, Verdrängung und Dummheit, alles Erstarrungen in praktischer oder mentaler Unfreiheit, erschweren oder verhindern eine friedvolle Gestaltung des stetigen Wandlungsprozesses in jedem Geschehen.
Kollektiv betrachtet: Diktaturen stagnieren in ihren Machtsystemen und brechen deshalb irgendwann in inneren oder äußeren Kriegen, die diese Machtsysteme aufrechterhalten sollen, zusammen.
Individuell betrachtet: Wird die persönliche Entwicklung durch innere Blockaden welcher Art auch immer verweigert, stagniert der Mensch in seinen alten Mustern, so kommt es zu einem Krieg zwischen Teilen seiner selbst und/oder mit anderen. (Beispiele: "Ich hasse es, daß ich rauche!" Oder bei unbewußten Projektionen ist z.B. passives wie aktives Mobbing sehr oft die Folge.)
Allgemein betrachtet: Kommt es also zu kollektiver oder individueller Stagnation, dann bricht sich der immer vorhandene, aber unterdrückte Wandlungsdruck in Kriegen, Revolutionen - oder perönlichen Schicksalsschlägen - einen Weg. So gesehen ist Krieg (auch ein Rosenkrieg :-) die Folge verweigerter Änderungsbereitschaft, oder anders gesagt : verweigerter Weiterentwicklung = Stagnation.
Dieser Zusammenhang "Friede-Freiheit" liegt im Namen "Frieda" verborgen.

Zurück zu meinen geliebten Bulldogs : Der Extrembulldog, vom Mann auf der Straße auch als Qualzucht beschimpft, wird vom Markt verschwinden. Die Stagnation seiner Züchter auf einem alten Idealbild von Masse bis zur Unbeweglichkeit wird auch deren Verschwinden aus dem Markt bedeuten, denn der allgemeine gesellschaftliche Trend geht seit Jahren mehr und mehr "Zurück zur Natur". Aber das Verschwinden des Extrembulldogs wird nie das Verschwinden des Bulldogs bedeuten, denn es gibt einfach zu viele sehr vitale und über alles geliebte Bulldogs auf der Welt! Und ein paar davon können Sie in diesem Blog erleben :-)))
Wie Stu sagt : "Es lebe der Englische Bulldog!"

Grüße von Frieda NACH Sylt,

Grüße von Frieda (vorne im Bild) AUS Sylt :-)


Donnerstag, Juni 22, 2006

Wetter und Unwetter

Badefreuden bei Sommersonne


Murat Karakaya mailte uns zum Sommeranfang :

Unserem CEANU geht´s ein wenig besser. (Ceanu, jetzt 5 Monate alt, hat genetisch bedingt sehr kranke Gelenke. Murat wird über diese Tragödie einen eigenen Blogbeitrag schreiben.)

Wir dachten uns "wer rastet, der rostet", bevor wir vor Langeweile umkommen bewegen wir uns lieber im Wasser. Das belastet nicht den Knochen-Apparat, kühlt ab und macht vielleicht sogar Spass, weil man bestimmt noch andere Hunde kennenlernt... Gesagt, getan.

Wir waren also gestern im Grunewaldsee und haben Schwimmen gelernt. Ganz nebenbei haben wir im Wasser auch etwas für die körperliche und geistige Fitness getan. Ceanu hasst Regenwetter und Pfützen,... aber ein Badesee für Hunde,.. das ist natürlich kein Problem. Immerhin geht Herrchen (übrigens als einziger NICHTHUND und mit Shorts&Schuhen...tze Kulturbanause...) auch baden,... da kann ja nix mehr schiefgehen...

Grüsse aus Berlin, Ceanu und seine Familie Kan

Noch vier schöne Fotos über Möglichkeiten sommerlicher Abkühlungen :-))

"Diese Hitze, puhhh !!!"

Schwimmen ?

Es wird immer wieder gewarnt, daß Bulldogs wegen ihres Körper-Gewichtes nicht schwimmen könnten. Nun, manche können es, manche nicht. Big Jim kann es, wie wir unten sehen.

Aber ich warne :

Unsere Alma konnte schwimmen, das wußten wir. Deshalb ließen wir sie in den Baggersee rausschwimmen, an dessen Ufern wir mit unserem damaligen Tierarzt Hartmut Kluge (und auch heute noch Freund, wir wohnen nur jetzt woanders) grillten und sonnenbadeten.

Ich machte mir keine Gedanken, aber Hartmut sprang plötzlich auf und hechtete ins Wasser. Alma hatte offensichtlich Probleme, sie war für ihre Möglichkeiten zu weit rausgeschwommen. Hartmut hatte das irgendwie erfaßt, und er rettete sie vor dem Ertrinken... ewiger Dank!


Und nun zu :-( Unwettern )-:

Voriges Wochenende tobte nachts ein gewaltiger Gewittersturm über Ostwestfalen. Es blitzte nahezu ununterbrochen und der Donner knallte und schallte von allen Seiten gleichzeitig ohrenbetäubend über unser Haus hinweg...

Wilma hatte mit zunehmendem Alter wachsende Angst vor Gewittern. Sie verkroch sich dann zitternd in die hinterste Ecke der Waschküche unten - und das ist die Dusch-Ecke dort. Sie ließ sich dann auch nicht überreden, mit uns ins Erdgeschoß zu gehen. Also blieben wir mit ihr unten - als Kompromiss auch für sie - im Sommerschlafzimmer.
Der 1. Bulldog meines Lebens, der wundervolle "Bully" meiner Eltern, war das genaue Gegenteil von Wilma : er griff den blitzewerfenden Donnerer himmelwärtsspringend an!

Und unser Friedachen ist wieder ganz anders. Wie gesagt, am letzten Wochende zog nachts ein schweres Unwetter übers Land. Frieda verließ unser Bett. Das ist sehr ungewöhnlich, denn normalerweise bleibt sie - still und tief schlafend wie ein Stein - bis in die späteren Morgenstunden dort liegen.
Sie setzte sich vor den Glasgiebel im Schlafzimmer und beobachtete, mit hohen Ohren den Kopf jedem Blitz nachwendend, das wilde Geschehen. Wir dachten, vielleicht muß sie mal, wenn sie schon auf ist. Also ging ich nach unten und machte ihr die Gartentür auf. Aber sie ging nur zur Matte unter dem Vordach, nahm dort Platz und beobachtete fasziniert weiter den Himmel. Sie wollte nicht mehr reinkommen, sie blieb stur sitzen, um sich nur ja keinen Blitz und Donner entgehen zu lassen...
Das gefiel mir - denn ich bin auch solch ein "Blitz-und-Donner-Anbeter" :-)))



Redaktionelles für Opera-Nutzer

Seit gestern gibt es "Opera Version 9". Leider ist sie an vielen Stellen inkompatibel zur "Opera Version 8"
Ich bin dabei alle Blog-Beiträge an diese neue Version anzupassen, damit sich die Bilder in dieser "Version 9" nicht mehr unkontrolliert über den Bildschirm verteilen. Puhhh :-(((
Das bedeutet aber auch, die an "Version 9" angepaßten Beiträge werden dann mit "Version 8" nicht mehr sinnvoll wiedergegeben.

Also : Opera-Nutzer, bitte ladet Euch auch "Version 9", damit Ihr weiterhin ein Lesevergnügen hier habt ;-)


Montag, Juni 19, 2006

Der Trend zum Zweit-Bulldog :-))


Im Blog-Beitrag vom 9. Mai 2006 erzählte ich Euch, daß Corinna und Andreas Wolf sich zu Angus einen zweiten Bulldog, "Mo" (Morticia), gekauft hatten. Corinna mailte uns 4 Wochen später voller Begeisterung :

Hi ihr Lieben!

Sicher habt ihr euch schon gefragt, wie es meinen beiden Süßen so geht. Es war absolut die richtige Entscheidung sich einen zweiten Hund anzuschaffen. Angus blüht richtig auf und Mo entwickelt sich prächtig. Ich kann gar nicht glauben, daß ich so viele Jahre immer nur einen Hund gehalten habe.

Bei uns zuhause geht es jetzt zwar nicht mehr ganz so beschaulich zu wie sonst, aber die Freude, die es einem macht den Beiden den ganzen Tag beim Spielen zuzuschauen, kann man mit Gold nicht auf-wiegen. Überhaupt hätte ich nicht gedacht, daß es soviel einfacher ist zwei statt einen Hund zu halten. Die beiden hängen sehr aneinander, sie teilen sich alles (auch unser Bett). Angus ist dank seiner guten Erziehung ein vorbildliches Beispiel für Mo, und so hat man viel weniger Probleme bei der Ausbildung der Kleinen.

Sollte sich jemand von euch mal fragen, ob ein zweiter Hund im Haushalt sinnvoll wäre, kann ich nur sagen : JA !!!!!

Viele liebe Grüße von Angus, Mo und Corinna


Der Vorstellungs-Besuch der kleinen Mo(rticia) Wolf :-))

Corinna und Andreas Wolf besuchten uns neulich, um uns (stolz :-) ihre kleine "Mo"(rticia) vorzustellen. Mo hatte noch ihre Milchzähne und ihr Babytemperament ;-) Sie tobte mit Frieda herum und rubbelte sie sogar. Angus machte eine kleine Weile mit, aber dann zog er sich zu Corinna zurück und träumte "Freihaben vom Babysitten ;-)" wie diese lachend meinte.

Frieda ließ sich den ganzen Nachmittag lang von den Milchzähnchen der Kleinen ihre Lefzen, Ohren und Beine "tackern". Sie ist ja selbst noch ein Hunde-Kind mit ihren gerade 12 Monaten - obwohl sie langsam wie ein großer Bulldog ;-) aussieht. Es war wunderschön, Frieda und Mo zuzusehen bei ihrem Spiel im Garten; besser als jedes Kino! Zwei Bulldogs ;-) sind wirklich eine Vollendung der Bulldog-Freude, dachte ich ....

Dann spazierten wir in den Alme-Auen und die Bulldogs übten sich zwischen ihren Balgereien im Wassertreten :-). Anschließend ging es dann zu kulinarischen Sommer-Genüssen .... ;-)


Donnerstag, Juni 15, 2006

Ein gesunder, schöner Bulldog-Wurf :-)

Ich habe wieder Hoffnung seit der Weltsiegerausstellung :


"Modell-Show" zur Kür der Super-Brustumfänge :-(
Die VDH/FCI Weltsiegerausstellung 2003 in Dortmund war ein tiefgreifender Schock für uns Besucher vom VdFEB. Die meisten der Ausstellungsbulldogs hatten eine extrem breite und tief hängende Vorderfront; das heißt die Brust war etwa doppelt so breit wie ein Vorderbein lang war! Auf uns wirkten diese Ausstellungsbulldogs durch ihre Fehl-Proportionierung wie eine absurde Karikatur ihrerselbst.
(Vergleiche dagegen den gezeichneten Standard-Bulldog in der Spalte rechts.)
Und zu unserem Entsetzen zeigten viele Ausstellungs-Bulldogs größere Konstitutions- und Atmungprobleme. Wir fühlten Mitleid und Wut zugleich!

Uns wurde klar : bei dieser Ausstellung ging es nicht mehr um Zucht-Qualifikationen, sondern um eine "Super-Modell-Show" zur Kür der Super-Brustumfänge :-(((

Unsere Wilma würde nur noch wenige Jahre leben - woher um Gottes willen dann einen Bulldog nehmen, für den ich nicht nach ein paar Jahren Krankenschwester sein müßte, sondern mit dem ich auch als altem Hund wunderbar lebendig meine Tage würde teilen können ???

Woher einen Bulldog nehmen, mit dem ich mich auch sommertags in der Öffentlichkeit zeigen könnte, ohne wegen seiner Atemnot als Tierquälerin beschimpft zu werden??? Das nämlich war mir oft genug mit den zwei letzten (FCI/SKC-)Rüden meiner Eltern passiert :-((( Ich hatte mich geschämt, weil diese Leute Recht hatten...

... das Risiko eines gesundheitlich beeinträchtigten Hundes ...
Aus all den Zuchten, die in Dortmund ihre Bulldogs zeigten, würde ich nie einen Welpen nehmen, denn das Risiko eines gesundheitlich beeinträchtigten Hundes wäre mir viel zu hoch! Aus dem gleichen Grund würde ich natürlich auch keinen Bulldog-Welpen aus irgendwelchen Internet-Angeboten kaufen. Und die Zucht "Floral Garden", aus der unsere gesunde, frei atmende und auch mit 10 Jahren noch gut bewegliche und lebenslustige Wilma stammte, ruhte zu dieser Zeit leider.

... 10 % "gebrauchsfähige" Bulldogs :-(
Stu meinte damals lakonisch über die Bulldogs dieser Weltsiegerschau 2003: "Circa 10 % gebrauchsfähig!" Und ein damaliger Bulldog-Freund, der sich später von unserem Bulldog verabschiedete, spottete:
"Da können die gleich Steiff-Tiere ausstellen." Ich war tieftraurig. Mein Resume dieser Schau :"Ein ACEB-Bulldog kommt für uns nicht mehr in Frage!"

Damals schienen mir die Versuche von Frau Angehrns "Pickwick" - mit Einkreuzungen anderer Bulldogartiger die Rasse zu revitalisieren - vielversprechend. Leider scheiterten ihre Mühen an dem verbissenen Widerstand speziell der Englischen Zuchtverbände und mündeten stattdessen in der Gründung einer ganz neuen Rasse. In Anbetracht des ursprünglichen Zieles dieser Anstrengungen - eben den Englischen Bulldog zu revitalisieren - war das in meinen Augen ein tragisches Ergebnis, weil es am Ziel vorbei ging.

... nach diesem Schockerlebnis "Weltausstellung Dortmund 2003" ...
Meine Hoffung zielte nach diesem Schockerlebnis "Weltausstellung Dortmund 2003" mehr und mehr auf die USA. Genährt wurde diese Hoffnung konkret durch Berta, die 2003 geboren wurde und 1 Jahr später auch durch Willie: beide wurden von unserer Freundin Doris Ehrenstein in den USA gekauft. Beide sind von wunderbarem Wesen, im Sinne des Standards sehr schön (also nicht kurzbeinig und breit wie, pointiert gesagt, überfütterte Groß-Dackel à la Dortmund), sowie springlebendig in des Wortes Sinn.

Ich wünschte mir so sehr, ein deutscher Züchter würde solch einen US-Rüden kaufen. Und das geschah: Birgit Braum beschloß ihre jahrelange Zuchtpause zu beenden und kaufte in diesem Zusammenhang einen Vetter von Berta und Willie : "Goombas (Gino) Dreamboy" (AKC).
Und jetzt kann ich seine Puppys HIER in Deutschland bewundern. :-)))

Die Mutter des Wurfes, "Butterfly", ist super vital. Sie stammt väterlicherseits (wie Wilma) aus der wunderbaren, alten "Floral Garden"- Linie. Und ihre Mutter, Ilha, ist eine Bulldoghündin aus Brasilien, welche Birgit zur Erweiterung ihrer Zuchtbasis importierte, da Ilha überhaupt keine Atemprobleme hat: langer offener und freier Hals, gute Nasen-Luftdurchgänge. Ihr Becken ist allerdings eng, und sie ist insgesamt untertypisiert. Ihre wunderbar gute Atmung und Belastbarkeit war entscheidend, sie für die Zucht einzusetzen.

Dreamboy ist allerbester Standard und hat ein breites Becken. Er stammt aus einer Zucht, in der überwiegend natürlich geworfen wird, und in der kaum Atemprobleme auftreten. Diese Verbindung von Butterfly und Dreamboy dürfte aller Wahrscheinlichkeit nach Nachtzucht mit "gebärfreudigem Becken :-)" und völlig freier Atmung hervorbringen!


Die Welpen von Butterfly und Dreamboy :-)))

Sieben kleine Zwerge, 4 Stunden alt, in "Floral Garden".

... machen Normalgeburten möglich.
Alle 7 Welpen wogen bei der Geburt zwischen 250 und 320 Gramm. Sie waren damit also eher klein, vergleicht man das mit Welpen so mancher anderer Linien, wo Welpen bei der Geburt sogar über 400 Gramm wiegen - und bei denen allein schon deshalb ein Kaiserschnitt nötig ist. Alle sieben hatten längliche Köpfe, so wie es z.B. auch auf dem Welpenfoto von Frieda (in der Spalte rechts oben) zu sehen ist. Solch optimales Geburtsgewicht und solch eine Welpen-Kopfform machen bei einer Bulldoghündin mit normal breitem Becken Normalgeburten möglich.

Sehr großköpfige Welpen haben oft "Wasserköpfe".
Schon beim ersten Anlegen saugten sich alle 7 Welpen an den Zitzen fest und "pumpten" mit den Vorderfüßchen. Riesenköpfige Welpen schaffen das oft erst nach 3 Tagen! Riesenköpfe beim kleinen Welpen ("Wasserköpfe" im Volksmund) sind gefüllt mit sehr viel Hirnwasser, das die Gehirne sozusagen mehr oder weniger "dumm" drückt. Ein sehr hohes Geburtsgewicht schadet auch den kleinen Gelenken. Solche Welpen brauchen oft wegen ihres Übergewichtes lange, bis sie auf die Beine kommen. DIESE Welpen konnten mit 1er Woche auf ihren Beinchen stehen, und mit 2 Wochen begannen sie zu laufen! Eine gesunde Entwicklung!!!

Es GIBT SIE NOCH, die KORREKTEN, von Übertypisierungen gesundheitlich unbelasteten Bulldogs. Man muß sie aber überwiegend von weit her importieren (z.B. wie beschrieben aus Brasilien oder den USA), will man HIER den Standard-Bulldog AUF DAUER erhalten!

Dabei muß natürlich beachtet werden, daß es auch in den USA und in Brasilien überzüchtete Extrembulldogs gibt. Um das zu erkennen braucht man nur im Internet zu surfen. Es gibt aber dort noch genug KORREKTE (d. h. nicht übertypisierte) Standard-Bulldogs - aber man muß sie in aller Regel jenseits von "FCI-(Super-Modell-)Shows" suchen!
In den USA ist das etwas anders, aber darüber in einem Juli-Blogbeitrag.


Anmerkung vom 28. 12. 2008: Aus heutiger Sicht würde ich keine Nachkommen von der brasilianischen Importhündin "Ilha" kaufen. Phänotypisch erschien sie mir wie ein Mischling, aber ihre gute Atmung hob das für mich auf. Heute weiß ich, dass einige ihrer Nachkommen ein bulldog-untypisches Wesen zeigen. Ich kann sie nur als "hyper", als Möbelzerreißer, bezeichenen... Und ihre unbehinderte Atmung zeigen leider nicht alle Nachkommen...



Dienstag, Juni 13, 2006

Ein Besuch im Soonwald in Rheinland-Pfalz


Wir Savorys und uns bekannte Bulldogbesitzer aus Sachsen-Anhalt trafen uns Pfingsten im Soonwald und wollten dort auch den naheliegenden Zuchtzwinger Floral Garden zu besuchen.

Wir wußten nicht, wie sehr wir dort in einem Dorf auch in Schottland !!! landen würden. In Spall wohnt Basil Wolfrhine (Untergruppe des Stuart-Clan) in einer keltischen Drachen-Burg mit schottischer Kneipe. Er hatte früher Bulldogs, heute Möpse und will auch wieder Bulldogs dazunehmen. Auf Frieda fuhr er ab - und umgekehrt :-)

Hi Xenia, besonders für Dich diese HPs (-: Basils Scottisch Rock-Pop Events und sein Zuhause in der Drachenburg mit Museum und urig-schottischer Bar. Basil ist ein COOLER Typ, toller Sänger, Piper und Bulldogfan !!

Birgit Braum hatte uns zu Basil auf Bier, Whisky und Shortbread eingeladen; danke Birgit :-)). Frieda konnte in der Bar und in der Schwertkammer frei rumlaufen, denn das Drachentor ist immer geschlossen, Gäste müssen läuten. Später schlief sie selig auf der Schottenbank zwischen mir und Stu ein :-).

Am nächsten Morgen ging es wieder zu den Bulldogs vom "Floral Garden". Die "Dreamboy-Butterfly"- Welpen waren himmlich, aber darüber im nächsten Blogbeitrag. Heute nur Fotos über Friedas erste Begegnung mit ihrem US-Vetter Dreamboy, genannt Gino. Sie und er verstanden sich auf Anhieb - Gino ist nämlich auch ein pfoten-begabter Hund (siehe Beitrag zu Friedas 1. Geburtstag vom 30. Mai 2006)
Gino-Dreamboy umgarnte Frieda (und uns auch :-) voller Charme und Aufmerksamkeit!

Auf der Rückreise besuchten wir am Rhein noch einen weiteren schönen Bulldog-Freund, Bonzo von Trude Warner. Er lebt nicht wie Gino in einem Rudel sondern ist ein Einzelhund - und entsprechend aufgeregt und wild war er über diesen "Damenbesuch". Frieda versteckte sich schließlich unter der Hecke, aber auch das hielt ihn von nichts ab ;-))

Trude Warner erzählte uns im Beitrag vom 20. September 2005 von ihm. Damals war er noch ein Junghund. Inzwischen ist er, wie Ihr auf dem im obigen Absatz verlinkten Foto sehen könnt, ein schöner, stattlicher und wilder ;-) Rüde geworden !


Samstag, Juni 10, 2006

Hunde in Österreich und ...

... ein Besuch in der Konrad Lorenz Stiftung


In Grünau im Almtal liegt das Konrad Lorenz Institut am Rande des Cumberland Wildparks. Ein Fernsehbericht über die Raben im Almtal und diesen wunderschönen, weitläufigen Park - von einem Arm der Alm durchflossen - führte zu unserer kurzfristigen Entscheidung dorthin zu fahren. Diese Reise hat sich SEHR gelohnt; aber darüber hat Frieda ja schon berichtet ;-)

Jeden Dienstagnachmittag gibt einer der Wissenschaftler des Instituts eine öffentliche Besichtigungs- und Infostunde über die Anlagen und die laufenden Forschungsprojekte. Auch über Konrad Lorenz und seine damals bahnbrechenden Arbeiten über das Verhalten von Tieren (Ethologie) wird informiert.

Über sein Verhältnis zu Hunden, speziell dem Bulldog, finden Sie einen Text im Beitrag vom 27. 5. 06.

Das "Konrad Lorenz Institut" hier in Grünau nimmt Hunde als Bestandteil der menschlichen Kultur sehr ernst : neben anderem Info-Material bekam jeder der Besucher eine Info-Schrift über das Buch "FAKTOR HUND". Diese Werbe-Info enthält soviel Wichtiges über den Wert und Sinn der Hundehaltung, daß ich sie hier zitiere (kursive Schrift). Die konkret genannten Zahlen beziehen sich auf Österreich, die allgemeinen Inhalte und Bewertungen sind aber von staatsunabhängiger Aussagekraft.


Zusammenfassung des Buches "Faktor Hund"

"Faktor Hund", eine sozio-ökonomische Bestandsaufnahme der Hundehaltung in Österreich --- Zusammenfassung des gleichnamigen Buchs von K. Kotrschal und B. Föger

  • Hunde und Menschen

ein Menschenrecht auf Hundehaltung
Menschen leben mit Hunden schon seit mindestens 14.000 Jahren zusammen viel länger als mit allen anderen Haustieren. Der Hund begleitete die frühe Ausbreitung des Homo sapiens über den gesamten Globus. Mensch und Hund durchlebten gemeinsam Steinzeit und Eiszeiten, die letzte davon vor 10.000 Jahren. Danach wurden Menschen und ihre Hunde sesshaft und gingen gemeinsam daran, andere Wildtiere zu domestizieren. Schon zu Zeiten der frühen Stadtkulturen in Mesopotamien und Indien, 5000-2000 vor Christus, war der Wolf eindeutig zum Hund gewandelt: Es gab bereits große und kleine Hunde und alle Hundetypen, die wir heute kennen.

Alle menschlichen Kulturen entstanden in Begleitung von Hunden. Daher vermutet man heute, dass dieses lange Zusammenleben auch in den sozialen Veranlagungen des Menschen Spuren hinterlassen hat. Dafür spricht, dass gerade Hunde bei Menschen als "soziale Katalysatoren" wirken. Umgekehrt verdankt der Hund dem Menschen seine Verbreitung über alle Kontinente. Aus diesem neuen Bild der einzigartigen Partnerschaft zwischen Mensch und Hund lässt sich geradezu ein Menschenrecht auf Hundehaltung ableiten: Denn ohne Hunde sind menschliche Gesellschaften unvollständig.

  • Hunde als Wirtschaftsfaktor

Verbesserung der persönlichen Lebensqualität
In praktisch allen Kulturen bedeutet der Besitz eines bestimmten Hundes - materiell wie ideell - einen Wert, der sich sogar auf den gesellschaft-lichen Status des Besitzers auswirken kann. Darüber hinaus erbringen Arbeitshunde, vor allem bei ihren traditionellen Aufgaben im landwirtschaftlichen oder jagdlichen Bereich, eine wirtschaftlich messbare Arbeitsleistung.

In unserer heutigen Gesellschaft werden die meisten Hunde jedoch als Gefährten gehalten, ohne dass eine spezielle Arbeitsleistung von ihnen verlangt wird. Der Nutzen dieser Form der Hundehaltung lässt sich nur schwer in Geld ausdrücken, sondern fällt unter das, was man mit dem modernen Begriff "Wellness" bezeichnet: ein Beitrag zur Verbesserung der persönlichen Lebensqualität. So sind es heute vor allem die mit der Hundehaltung verbundenen Aufwendungen, die den Hund zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor machen.

Nach konservativer Schätzung gibt es in Österreich rund 589.000 Hunde, für die pro Tier rund 1.000 Euro pro Jahr aufgewendet werden. Dazu kommen Einmalausgaben von mindestens 1.500 Euro. Hochgerechnet ergibt das einen jährlichen Gesamtumsatz von 680 Mio. Euro. Das sind rund 0,5% der gesamten Konsumausgaben und über 4 % der Ausgaben für Freizeitaktivitäten in Österreich - eine Wirtschaftsleistung, die nicht nur das Wohlbefinden und die Lebensqualität der Hundebesitzer steigert, sondern auch tausende Arbeitsplätze sichert.

Insgesamt leben etwa 973.000 Österreicher - statistisch gesehen also rund jeder Achte - mit einem Hund im Haushalt. Daraus ergeben sich auch viele indirekte Wirtschafts-effekte: Denn der Hundebesitz hat Auswirkungen auf zahlreiche Konsumentscheidungen, vom Autokauf über die Urlaubsplanung und das Freizeitverhalten bis hin zur gesamten Wohnsituation.

  • Hunde als Helfer

Hunde können wahre Heldentaten vollbringen
Als spezialisierte Helfer des Menschen können Hunde viele verschiedene Aufgaben übernehmen. Ihre leistungsfähigen Sinnesorgane, ihre Aufmerksamkeit, Schnelligkeit und ihr Arbeitswille machen sie zu den verlängerten Augen, Ohren und Armen "ihrer" Menschen: Einsatzhunde unterstützen Exekutivorgane, retten Menschenleben, erschnüffeln Verschüttete, finden Suchtmittel und Sprengstoff. Andere speziell ausgebildete Hunde schützen vor Einbrechern, assistieren Rollstuhlfahrern, hüten Schafe, dienen ihren Besitzern als Jagdhelfer und zunehmend auch als Sportpartner.

Solche Hunde können wahre "Heldentaten" vollbringen oder einfach nur unseren Alltag erleichtern. In Österreich stehen im professionellen Bereich (Exekutive, Heer, Rettungshunde, Jagd, Therapiehunde, Blindenführ- und Assistenzhunde, Sport) rund 11.000 dieser Spezialisten im Einsatz. Jährlich kommen etwa 2.000 Tiere neu dazu; ihre Ausbildung bewegt immerhin geschätzte 9,5 Millionen Euro pro Jahr.

  • Hunde im Dienst der Gesellschaft

In Summe verbessern Hunde in vielfacher Weise das soziale Klima in der Gesellschaft
Hundehaltung ist nicht nur ein bedeutender Wirtschaftsfaktor; auch die gesellschaftliche Bedeutung der "ganz normalen Hunde" wird meist weit unterschätzt. Forschungsergebnisse zeigen klar, wie wichtig Hunde als Gefährten für Menschen jeden Alters sind: Der Hund ist "sozialer Schmierstoff" und "Katalysator" in Gesellschaft und Familie. Hunde sind höchst wirksam als sozialpsychologische Arznei, mit einer langen Liste von Indikationen: Sie fördern die Gesundheit ihrer Besitzer und begünstigen die emotionale, kognitive und körperliche Entwicklung von Kindern - in einem so hohen Ausmaß, dass man hundeloses Aufwachsen sogar als soziale Deprivation bezeichnen könnte.

Hunde stabilisieren und verlängern das Leben alter Menschen, helfen in sich gekehrten Personen, sich zu öffnen, und sind begnadete Co-Therapeuten in fast allen Bereichen psychologischer Betreuung. Das wussten übrigens bereits Sigmund Freud und C.G. Jung, die in schwierigen Fällen die Assistenz ihrer Hunde in Anspruch nahmen. In Summe verbessern Hunde in vielfacher Weise das soziale Klima in der Gesellschaft. Sehr vorsichtig geschätzt entlasten diese psychosozialen Wirkungen von Hunden auf Menschen - durch erhöhte Sozialkompetenz, Entfall von Reibungsverlusten in der Wirtschaft. Einsparungen bei medizinischen Behandlungen und Pflegeleistungen etc. - die Allgemeinheit um insgesamt etwa 600 Millionen Euro pro Jahr.

  • Die andere Seite: Probleme und Schäden

589.000 Hunde in Österreich stellen nicht nur einen unbestrittenen sozialen Nutzen für die Gesellschaft dar, sondern auch einen bislang unterschätzten Wirtschaftsfaktor.
Neben diesen positiven Auswirkungen verursacht Hundehaltung natürlich auch Probleme und Schäden. So schnappen, beißen und kratzen gelegentlich selbst die friedlichsten Hunde in bester Haltung, in Österreich bis zu 8.000 mal pro Jahr. Vor allem ungenügend erzogene und mangelhaft beaufsichtigte Hunde bereiten sich und ihren Haltern Probleme, wenn sie Angst und Ärger auslösen oder durch Bellen Unfrieden stiften.

Hunde können Verkehrsteilnehmer gefährden und städtische Räume verschmutzen. Wie andere Tiere sind sie potenzielle Keimträger und - wenn auch nur selten Allergieauslöser. Unbetreute Hunde landen in Tierheimen, die sich durch Spenden und Zuwendungen aus Steuerleistungen erhalten und damit letztlich der Allgemeinheit zur Last fallen.

Insgesamt belasten die von Hunden verursachten materiellen Schäden die Gesellschaft mit (in diesem Fall bewusst eher hoch) geschätzten 50 Millionen Euro pro Jahr. In einer Gesamtbilanz muss diese Summe der positiven Wirtschaftsleistung und Nutzenstiftung durch Hundehaltung von zusammengerechnet über 1,2 Milliarden Euro gegenübergestellt werden.

589.000 Hunde in Österreich stellen nicht nur einen unbestrittenen sozialen Nutzen für die Gesellschaft dar, sondern auch einen bislang unterschätzten Wirtschaftsfaktor.

  • Institut für interdisziplinäre Erforschung der Mensch-Tier-Beziehung
    Margaretenstraße 70, A 1050 Wien,
    Home Page des Instituts

    "Faktor Hund", ISBN 3-7076-0199-4
    Kurt Kotrschal & Benedikt Föger
    Czernin Verlag


Ein kurzer Kommentar zur Hundesituation in Deutschland

Die Haltung vieler Menschen bei uns - speziell in Nordwestdeutschland - ist gegenüber Hunden oft unfreundlich, angstbelastet und manchmal voller hysterischer Vorurteile - GANZ anders als ich es gerade einmal wieder in Österreich erlebte : Frieda (früher auch Wilma) wurde neugierig, natürlich und oft sogar zärtlich wahrgenommen.

Der Hund IST integraler Bestandteil der menschlichen Kultur, wie es in diesem österreichischen Buch"Faktor Hund" dokumentiert wird.
Wird dieser Fakt(or) kollektiv geleugnet, voran von einer unheilgeilen Presse, so führt das (wie oben thematisch angerissen) zu einem gesellschaftlichen Mangel, der "soziale Deprivation" genannt werden kann. Wollen wir das ???

("Deprivation" ist ein Begriff aus der Soziologie/ Psychologie und meint : Entbehrung/Verarmung mit psychischen Erkrankungen als typischen Folgen)

Vor 20 Jahren, 1986, erschien das hier abgebildete Buch "Mensch und Hund, Psychologie einer Beziehung" mit Datenbasis aus Deutschland. So wie das Titelbild des oben genannten Buches "Faktor Hund" in seiner Symbolik dem Titelbild dieses Buches von 1986 ähnlich ist, so ist es auch inhaltlich ähnlich strukturiert und kommt zu völlig vergleichbaren Ergebnissen. Dies Buch von 1986 ist allerdings eine wissenschaftliche Publikation und damit zwangsläufig tabellenbelastet und sprachlich mehr komplex als leserfreundlich. Deshalb fand es auch nur einen kleinen Leserkreis.

Gerade in der duch die so pauschalen wie dummen "Kampfhunde-Verordnungen" aufgeladenen Stimmung in Deutschland wäre ein mehr populärwissenschaftlich gehaltenes Buch (als dies von 1986) zum Thema "Hund und Gesellschaft - Hund und der Einzelne" eine nötige Aufklärung und damit ein Segen!


Donnerstag, Juni 8, 2006

Meine Abenteuer in den Bergen, hi ...

Heute erzähle ich, Frieda Fay, Euch etwas Steiles!


Anfang Mai sagten mir meine Eltern, daß wir in die Alpen reisen, damit ich auf der Alm in den noch ungemähten "paradiiiisischen Blumenwiesen " rumtoben könnte. Das klang so aufregend, daß ich ausnahmsweise mal schlecht schlief, bevor es losging. Endlich dort, da rannte ich gleich ungeduldig in eine solche Wiese hinein : sie duftete sooo verführerisch nach Frühling, und sie war riesenriesengroß! Einmal sah ich nach diesem Rumtreiben in all den Blumen "geschmückt wie ein Pfingstochse" aus, sagte Mama. Sie lachte stolz und so habe ich verstanden, daß dies ein schönes Aussehen sein mußte!

Papa sagt, ich bin ein Wiesen-Champion - oder Champignon ?

Die Anfahrt war ja lang gewesen; es gab mal kurze Pausen, aber davon war nur eine nett: da kam ein Rudel Polizisten auf mich zu, und die klopften mir auf den Rücken und einer sagte sogar beeindruckt: "Du hast aber schöne Zähne!"

Am allerfreundlichsten waren die Leute in Grünau im Almtal, wo wir wohnten, weil Mama die Raben dort zum Spielen verführen wollte. Dabei spiele ICH doch viel wilder und länger mit ihr, als diese schwarzen Flieger! Also, die Wirtin vom "Kirchenwirt" wurde meine ganz besondere Freundin. Wenn sie mich sah rannte sie aus der Küche auf mich zu, ich durfte sie anspringen so viel ich wollte, sie gab mir sogar Küßchen! Mit solchen schönen rollenden Rs rief sie immer wieder:
"Was bist du ein schönes Hunderl, ein allerliebstes Weiberl bist du. Ja wo war denn mein Pupperl heute? Mein Gott, was bist Du steil ! Sooo steil !"

Und am letzten Tag im Wiesendorf erzählte meine Wirtsfreundin:
"Das ganze Dorf spricht von Frieda. Sogar die Männer. Weil sie so ein liebes Hunderl ist." Ich bellte vor Begeisterung.
Mama erklärte mir dann, daß die Berge dort so steil sind, daß es ihr den Atem verschlagen hätte. Und wenn ich "steil" wäre, dann hieße das, ich wäre atemberaubend beeindruckend! Mama und Papa nannten mich dann auch noch ständig "steil"! Naja, ich finde die Beiden auch "steil", nachdem ich weiß, was das heißt! Und dort waren sie absolut supersteil, weil sie jeden Tag mehr als 6 km mit mir liefen!!!

Es ging durch Urwald, am Bach entlang, über Bretterstege, wieder Bäche, sogar am Sumpf entlang, zweimal war ich auch im Schnee - und ich lief an einer vom Schnee ertränkten Hütte vorbei - dann wieder Wald und Blumen, um dreimal! um meinen Lieblingsee herum. Also es war wirklich viel los in diesem Tal, das kann ich euch sagen!

Ach ja, mein Lieblingssee war er, weil ich dort tauchen konnte! Kopf runter und die Wasserwelt betrachten. Stellt euch vor, einmal kam eine schnelle Welle, eigentlich war es aber keine Welle, unter Wasser auf mich zu. Ich versuchte dieses Etwas zu fangen - aber es entwichte. Immer wieder hielt ich danach Ausschau, und zweimal konnte ich es auch wieder entdecken. Ich war langsam wütend, weil es sich nicht fangen ließ.
Später tröstete Papa mich und erklärte, es wäre auch wirklich schwer, Forellen am Schwanz zu packen! Jetzt weiß ich wenigstens, wie dieses wellenartige Etwas heißt! Ich werde weitertrainieren, und irgendwann kriege ich es!

Mama war bei diesen Forellenenttäuschungen nicht dabei. Sie war nämlich schon wieder bei den Raben!
In diesen Raben- und Schweinepark durfte ich nämlich nicht mit rein. Die Wildscheinwelpen, die Wildgänse und die wilden Hirsche würden da nämlich frei rumlaufen. Das wäre zu gefährlich für mich! Die haben ja keine Ahnung dort, das wäre nur gefährlich für alle diese Wildirgendwas geworden!

Als wir Mama von diesem Wildpark abholten, da erzählte sie verwirrt, ein Ganter hätte sie angegriffen und sie sei wie vom Teufel getrieben weggerannt. Und "Gut, daß Frieda nicht dabei war, die hätte dem Ganter den Kopf abgebissen!" Habe ich doch gesagt, ICH wäre die Gefahr für all diese Wilderlinge gewesen!!

Leider hat auch ein Paradies ein Ende. Dies war eine nicht leicht zu bewältigende Erfahrung für mich!! Zurück ging es wieder durch ein anderes Land. Mama sagte : " Nur Wiesen und Wälder - statt Forste und Felder!" Irgendwie war das, als wären wir wieder in einem Paradies. Dann verstand ich noch "Böhmische Dorfer".
Schließlich kamen wir in ein kleines Städtchen mit vielen tollen Kneipen. Das ist wichtig, denn dort bekomme ich immer Leckerli ab. Das wäre hier ein berühmtes Riesenschloß mit einem Barocktheater, sagte Mama und flippte aus: "Mittelalter wie ein Rothenburg o.d. Moldau!"
Ich flippte auch aus : gaaanz viele Leute, wie ich verstand aus Japan, Amerika, Bayern, Holland, Frankreich, die anderen Namen habe ich vergessen. Also, am allerliebsten waren die Bayern und die Amerikaner zu mir. Ich wurde bewundert, gestreichelt, am Bauch gekitzelt, bejuchst. Es war einfach himmlich, wie ich beachtet wurde!!
Papa flippte auch aus : über einer anderen tollen Kneipe war ein Motorradmuseum. Er verschwand strahlend darin. Diese tolle Kneipe hatte aber noch nicht auf, also verschwanden Mama und ich in einer anderen am Fluß. Wir teilten uns ein Eis.

Dann kam nur noch Regen, und Papa wollte deshalb nach Hause.
Und jetzt habe ich Mühe hier zuhause wieder 6 km am Tag zum Laufen zu kommen.
Aber ich kriege sie noch soweit !!! Schließlich bin ich ein ganz hartnäckiger Bulldog !!!

Auf der langen langweiligen Hinfahrt traf ich nette Polizisten, wie ich euch erzählte. Und auf dieser langen langweiligen Rückfahrt traf ich einen seltsam angezogenen Menschen mit weißer Lockenperücke. Der war sehr interessiert an mir, obwohl ich ja keine Perücke aufhatte. Mama lachte : "Das ist Weimar! Du bekommst jetzt ein Thüringer Würstchen:-"
Das Würstchen war SEHR lecker!

Hallo ihr Fans, noch was !

Papa sagt mir, da ich euch dies so bunt erzählt habe, sähe man nicht mehr, wo ich die Bilder alle versteckt hätte.
Also, ich verrate es euch : hinter den lila Worten in meiner Geschichte oben, die in etwas kleineren Buchstaben geschrieben sind, und die beim Anklicken blau werden, hihi ;-)

Eure Happy Miss Frieda Fay


Dienstag, Juni 6, 2006

Heute durchschaut uns Gastblogger Murat Karakaya ;-)))

Wie man zum Bulldog-Fan(atiker:-) wird ...



Hallo Frau Savory,

hier noch einige Denk-anstösse zur Frage, wie man zum Bulldog-Fanatiker wird....

Manche sind aus dem Leben gegriffen und manche hoffnungslos übertrieben.

Aber manchmal liegen Wahrheit und Fiktion sehr nahe beieinander.

  • ... wenn man allen Vorurteilen, Meinungen, Ratschlägen, Kritiken und noch so schlechten Erfahrungen zum Trotz aus tiefstem Herzen sagen kann: "Ich werde mich immerwieder für einen Engländer entscheiden!"

  • ... wenn man zu seinem Bulldog sagt: "...aber im nächsten Leben will ICH du sein"

  • ... wenn man sich selbst um seinen Bulldog beneidet.

  • ... wenn dein Bulldog zu deinem heimlichen Vorbild wird.

  • ... wenn dein Bulldog dir jeden Tag aufs neue den Beweis dafür liefert, dass man nicht gross sein muss, um GROSS zu sein (...sondern ein Bulldog LOL)

  • ... wenn man zu der unumstösslichen Erkenntnis kommt, dass es Hunde und dass es Bulldoggen gibt.

  • ... wenn man alle Bulldoggen liebt, aber englische Bulldoggen vergöttert!

  • ... wenn man öffentliche Verkehrsmittel benutzen muss, weil ER auf dem Beifahrersitz des Zweisitzers deiner Frau einfach besser aussieht als DU!!

  • ... wenn DU mitfahren darfst, und dein Bulldog auf deinem Schoss immer noch eine bessere Figur macht als du.

  • ... wenn dein Bulldog-Welpe in die Wohnung macht und du behauptest: "Ich war's..."

  • ... wenn dein Bulldog-Welpe dabei erwischt wird, wie er in die Wohnung macht und du hoch und heilig versicherst, er sei es nicht gewesen.

  • ... wenn man als Kind sagt: "Wenn ich gross bin will ich einen Bulldog!" - und sich dann diesen Traum verwirklicht.

  • ... wenn man mit dem Gedanken spielt seinem Bulldog einen Heiratsantrag zu machen.

  • ... wenn man für seinen Bulldog sprichwörtlich vor die Hunde geht.

  • ... wenn man in Erklärungsnot kommt, weil Frauchen und Bulldog dich fragen: "Wen von uns beiden hast du mehr lieb?"

Grüsse aus Berlin - Serpil Kan, Murat Karakaya und Ceanu


Samstag, Juni 3, 2006

Die Bulldog-Zunge :-)


Die lustigsten Fotos von Bulldogs sind die mit rausgestreckter Zunge;-)))<

Als Alma Joy einmal - noch in Narkose - aus dem OP-Saal herausgefahren wurde, da hatte ihr Freund und Tierarzt Peter mit einem Gummi, (das mich an das Gummi eines Einmachglases erinnerte :-) ihre ganz herausgezogene Zunge mit dem Unterkiefer zusammengebunden. (Das war sinnvoll, damit diese während der Narkose nicht in den Rachen fallen konnte.) Ich war fassungslos, wie lang diese Zunge war : bestimmt 10 cm länger als der Unterkiefer. Ich hatte bislang nur circa 6 cm davon gesehen - wenn Alma Joy tief und entspannt schlief. Wir machten Witze : "So viele cm Zunge, so viele Tiefen Schlaf!" :-)

Bei "Big Jim Riedel" und "Fero Köhn" können wir erkennen, warum die Bulldog-Zunge "Rosenblatt-Zunge" heißt : diese Zunge kann sich wie ein schönes Rosenblatt entfalten.
(Bei so viel Poesie fällt mir ein: Eos, die griechische Göttin der Morgenröte, wurde die "Rosenfingrige" genannt.)

Beim Gähnen rollt und faltet sich die Rosenblattzunge :-)
"Hannibal Mill-Rogel" (links) und "Dexter Fessel" (oben) sind rekordverdächtig ;-))

Die Zungen von "Wilma Queen Savory" und von "Anton Knolle" zeigen gemütlichen Schlaf, bzw. seine Vorbereitung an. Und "Oskar Peters" Zunge unten scheint den Spruch zu bestätigen : "Was kann schon an einem Tag dran sein, der mit Aufstehen anfängt!" :-))))

Links zeigt uns der noch winzige "Ceanu Kan" auch schon eine gewaltige Zunge beim Gähnen - jedenfalls für so einen kleinen Welpen, der noch saugt und (deshalb) noch keine Zähne hat, ist sie schon gewaltig breit.

Man sieht auf diesem Foto gut, wie die Welpenzunge deutlich von vorne und von den Seitenrändern aus nach innen gehöhlt ist. Dieser Hohlraum bildet beim Saugen eine Unterdruck-Zone, sodaß die Muttermilch über dieses physikalische Prinzip des Druckausgleichs leicht aus der Zitze herausgepumpt und sofort in dieser "Löffelchen-Höhlung" aufgefangen werden kann, sodaß der Welpe sich nicht verschluckt. Die Zungen der erwachsenen Bulldogs zeigen keine solche runde "Löffelchen-Höhlung" mehr, sondern sie sind eingerollt, gefaltet - oder eben wunderschön rosenblättrig entfaltet :-)

Da wir gerade bei der Mutter-Milch sind, paßt der Übergang zur Mutter-Sprache : die Bulldog-Zunge hat nämlich so ihre ganz eigene :-) "mother tongue". Zu diesem Wortspiel die passende Werbung : 'Love is a female force.'
Wir Bulldogger :-) verstehen DIESE "Mutter-Zunge" gut - und sie spricht längs nicht nur vom Schlafen oder Schläfrigsein :

FORTSETZUNG FOLGT :-)


Donnerstag, Juni 1, 2006

Heute gratuliert Gastbloggerin Berta (Doris Ehrenstein) ;-)

Happy Birthday liebe Frieda !


Nun bist Du ja 1 Jahr alt und schon ein bißchen erwachsen.
Cornelia hat das schön über Dich geschrieben.

Ja es dauert eben lange bis man vernünftig ist. Ich habe jeden Tag Ärger mit Willie, er ist 2 Jahre alt, aber dauernd rennt er mich um, wenn ich gar nicht daran denke. Er schleicht sich ran und dann springt er los. Gestern sollten wir in die Badewanne. Doris meinte es wäre mal wieder Zeit. Willie sprang direkt hinein. Ich natürlich nicht. Ich gehe doch nicht mit einem Jungen gleichzeitig in die Wanne. Ich gehe überhaupt nicht in die Wanne. Habe kurz um die Ecke geguckt und dann war ich weg.
Schade, dass wir uns nicht sehen können, es wäre schon toll, denn dann könntest Du mir helfen.

Vor 4 Wochen waren wir beim Tierarzt. Ich musste Pfotenpflege haben, und was mit Willie war, weiss ich nicht, er blieb mit Doris fast eine Stunde in der Praxis. Dann kamen beide heraus und Willie war noch sehr müde. Doris sagte mir, er würde jetzt nicht mehr hinten auf mich draufspringen und mich festklammern.
Eine Woche benahm Willie sich recht gut und dann ging es los. Überfälle von hinten auf mich drauf, das läßt er jetzt, aber dauernd will er spielen oder raufen oder was er am liebsten tut, mich zanken. Dann müssen wir beide in den Garten, und das Schlimmste ist, er rennt jetzt genauso schnell wie ich.

Z.Zt. ist es hier so heiß, wir haben seit einer Woche 28 - 30 Grad Celsius, und da ist es zum Spazierengehen zu heiß. Irgendwo sind auch Waldbrände, ich rieche das. Doris sagt es sind sogar 2 große Brände. JT soll den Busch um uns herum noch mehr roden, das wäre sicherer, sagt Doris auch noch. Vonwegen kaltes Alaska.

Nun wünsche ich Dir einen schönen Geburtstag - und ein herzliches WauWau von Deiner Cousine Berta aus Talkeetna in Alaska.

PS. Willie weiß nicht, dass ich Dir geschrieben habe.
PPS. Wenn wir genug gespielt haben, dann ruhen wir uns auf der Treppe nach oben aus. Hier liege ich oben, manchmal ist auch Willie auf der Top-Dog-Stufe. Ich erlaube ihm das!

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, geboren 1945 in Wuppertal, hat seit 34 Jahren Englische Bulldoggen. Jetzt sollen die Bulldoggen hier ihr eigenes deutsches Weblog bekommen. Eure Bulldog -Anekdoten, -Fotos und -Tipps für's Blog sind willkommen.




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