Cornelias 'Bulldog Blog' ...

Sonntag, September 30, 2007

Starfotos von den 4 Savorys

Wir haben, so wie schon mit Frieda-Baby, bei Star-Fotograf Thomas Schmidt (Paderborn) Fotos von uns mit unserem neuen Bulldog-Baby-Face, diesmal ist es Kosmo, machen lassen.

Wie man sieht, sind einige davon richtig lustig geworden :-)

In der grauen Spalte rechts oben sind zwei verkleinerte Fotos von mir aus dieser Serie.

Ich habe auch verschiedene Bilder aus dieser Serie hinter meinem - oder Stu´s - Namen in der Copyright-Zeile von Beiträgen "versteckt". Es lohnt sich also gelegentlich darauf zu klicken :-) Das Copyright aller Fotos hat Fotograf Thomas Schmidt.


Freitag, September 28, 2007

WUFF 9/07: "Hundeschule - Psycho-Doc" und

"Studie über selektives Verhalten von Hunden"

In der aktuellen "WUFF"-Ausgabe 9/07 sind (neben dem am 6. September schon besprochenen Artikel) zwei weitere, auf die ich hier kurz eingehen möchte:

1.) "Hundeschule - Psycho-Doc?"

Zunächst geht der Autor Jörg Tschentscher, selbst Tierpsychologe, auf die Hemmschwelle ein, die manche Menschen noch immer gegenüber einem "Psyco-Doc" haben. Es würde häufig die Meinung vertreten, ein paar Stunden Unterordnungstraining müßten reichen, damit der Hund funktioniere.... Nun, jeder weiß die Unterordnung der Hunde gelingt nicht immer so einfach, selbst bei gewalttätigen, schmerzhaften Methoden nicht. (Diese Methoden lehnen wir sowieso völlig ab; siehe auch Yasmins Beitrag unten vom 26. September.)

In Bezug auf Fehlverhalten eines Hundes bringt Tschentscher den Unterschied zwischen Hundeschule und Hundetherapie auf den Punkt: "Unterlassung versus Umlernen". Er zeigt am Beispiel des Jagdtriebes eines Hund, wie dieser therapeutisch - auf Dauer - umgeleitet werden kann, wogegen er bei schulischen Unterordnungsübungen nur immer vorübergehend unterdrückt wird.

Weiter geht Tschentscher - leider zu kurz - darauf ein, wie therapeutisch wachsam mit dem Hundehalter umgegangen werden muß, da dieser so oft Teil des Verhaltensproblems ist : "Daher können Kontakte zu Kollegen aus dem Humanbereich sehr hilfreich sein."
Dieser Ansatz gehört meiner Meinung nach unbedingt in die "Kampfhund"-Debatte hinein. Denn oft ist es der neurotische Hundehalter, der "Kampfmensch", der den Hund erst zum "Kampfhund" macht, um seine eigene Aggression über diesen auszuleben! (Siehe auch Yasmins Beitrag zum Thema "Kampfhunde" vom 15. August.)

2.) "Studie über selektives Verhalten von Hunden"

In dieser "WUFF" informiert Dr. Friederike Range vom Department für Neurobiologie und Kognitionsforschung der Universität Wien im Einzelnen über die Versuchsanordnungen und deren Ergebnisse bei Kindern und Hunden:

Bei kleinen Kindern und Hunden sei es "überraschender Weise" gleichermaßen ergebnisrelevant, wenn ihre Zielgerichtetheit durch die Kommunikation mit Menschen gefördert wird: "Unsere Ergebnisse sind vergleichbar zu denen der Kinderstudie, zumindest auf der Verhaltensebene."

Und weiter: "Werden Kleinkinder also in eine Situation gebracht, in der sie darauf aufmerksam gemacht werden, dass etwas Wichtiges passiert und ihnen dann eine Handlung gezeigt wird, die eigentlich nicht die einfachste Methode ist und die nicht durch die Situation geklärt werden kann, ahmen sie trotzdem eine nicht effiziente Methode nach. Bis heute wird angenommen, dass nur Menschen diese Fähigkeit besitzen. Auf der anderen Seite sind auch Hunde ... in der Lage vom Menschen auch kausal nicht begründbare Dinge zu lernen... und auf die menschliche Kommunikation zu achten."

Mein Kommentar: Nun, wir Bulldogger wußten schon immer, dass unser Hund "Menschliches" an sich hat:
denn wie soll man sie sonst nennen, seine Art von uns zu lernen und mit uns zu kommunizieren ? :-))


Montag, September 24, 2007

Wer hilft ?

Der 4-jährige Mecki braucht ein Zuhause !

Ricky Prößel schrieb an den Verein der Freunde Englischer Bulldogs e.V.:

Guten Tag,
ich habe seit drei Jahren einen Bulldog, der Mecki heisst. Er ist ein ganz lieber, der überhaupt keine Probleme mit anderen Hunden oder Menschen hat. Er ist kinderlieb, und wenn es nach mir gehen würde, würde ich ihn gerne behalten.

Mecki ist ca 4 Jahre alt. Ich habe eine Lehre begonnen und bin teilweise 9 Stunden unterwegs. Im Moment kümmert sich eine Freundin um Mecki, wenn ich keine Zeit habe. Diese zieht nun um, und ich möchte den Hund nicht alleine lassen. Er hat es sehr schwer gehabt : er lebte zuvor bei einer Dame, die sich gar nicht um den Hund kümmerte. Er wog mit 9 Monaten 26 Kilo und hatte zudem Probleme mit der Hüfte. Er war mit 9 Monaten nicht stubenrein und kannte keine Kommandos.

Ich habe Mecki aufgenommen und aus ihm ist ein sehr braver, lieber, aktiver Kerl geworden, der gerne mit anderen Hunden spielt und tobt. Ich möchte, dass Mecki in gute Hände kommt, am liebsten bei jemanden mit Garten, und der vieleicht noch einen zweiten Hund hat. Es ist mir wichtig, dass Mecki da auch bleibt, er hat ein gutes Zuhause verdient.

Ich würde mich freuen, wenn Sie mir helfen können, da ich leider ab dem 1.11.07 auch in eine kleinere Wohnung ziehen muss, da mein Azubigehalt nicht mehr ausreicht. Da ich in diese Wohnung Mecki nicht mitnehmen darf eilt es sehr. Wir wohnen in Düsseldorf und mir wäre es lieber, wenn er weiter weg kommen würde, weil ich ihn dann nicht irgendwann auf der Strasse sehen möchte. Für mich ist es nicht leicht ihn abzugeben. Ich will nur, dass er es gut hat... Liebe Grüsse, Ricky Prößel

Eduard Jegodka, engagiertes Mitglied im VdFEB, nahm sofort Kontakt mit Ricky auf. Heute, Montag, bin ich mit Eduard nach Düsseldorf unterwegs, um Mecki abzuholen. Ab heute abend wartet er in Eduards privater Pflegestelle im Raume Bielefeld darauf, dass einer von Euch Lesern sein Herz für ihn entdeckt und ihm ein gutes Zuhause schenkt.

Ein Nachtrag

Mecki ist ein ganz großer Schmuser. Er saß während der Rückfahrt auf meinen Füßen - und wenn er nicht schlief, dann versuchte er mein Ohr zu erreichen, um dort sanfte Küßchen zu geben.

Wir fuhren mit Mecki gleich bei unserem Vereins-TA Peter Söhl vorbei, um ihn u.A. auch impfen zu lassen. Das Ergebnis der Untersuchung: Sein Herz und Kreislauf ist völlig gesund; und gegen eine leichte Bindehaut-Entzündung an einem Auge bekam er Salben mit auf den Weg. Er war friedlich und freundlich bei allen Untersuchungen, nur die Fußnägel wollte er sich nicht kürzen lassen. Sein Verhalten klang bei diesem Versuch nach schlechten Erfahrungen :-)

Mecki gehorchte Eduard beim Gassigehen auf´s Wort und ließ ihn auch nicht aus den Augen. Ich bin sicher, Mecki hat seine Situation verstanden und ist voller guter Erwartung und Vertrauen! Ein Bulldog, wie er im Buche steht :-)

Die Pflege- und Vermittlungsstelle ist unter der Nummer

05207 / 7691 zu erreichen.

Mecki ist vermittelt. Mehr darüber in einem Beitrag Anfang Oktober.


Samstag, September 22, 2007

Heute erzählt Gastblogger Andreas Schönbeck

Wilson: Brite mit französischem Akzent

Schon lange liebäugelten meine Frau und ich mit dem Gedanken, uns eine Englische Bulldogge zuzulegen. Eines Tages fand meine Frau im Internet beim Verein der Freunde englischer Bulldoggen e.V. eine Inserat. (Siehe auch unten BB-Beitrag vom 10. September.) Gemeinsam waren wir gleicher Meinung: dieser Hund passt zu uns; stand hier doch, dass Wilson mit einer Französichen Bulldogge groß geworden ist, denn auch wir sind stolze Besitzer eines Pärchens dieser liebenswerten Rasse.

Ich nahm kurzerhand das Telefon in die Hand und erreichte auch sofort jemanden unter der angegebenen Telefonnummer. Die Dame am anderen Ende der Leitung war sehr nett und hilfsbereit. Zu unserer Enttäuschung war just in diesem Moment jemand dort vorort, um Wilson abzuholen. Hmm, irgendwie waren wir verärgert und enttäuscht zugleich. Nicht nur über die Tatsache, dass man diese Anzeige auch ein paar Tage eher hätte entdecken können, nein vielmehr über das Dilemma, dass diese Englische Bulldogge absolut perfekt zu uns gepasst hätte. Wir waren uns einig - so einen Hund bekommen wir nie wieder!

Ich hatte für alle Fälle meine Telefonnumer hinterlassen, sollte wieder ein Findelkind zu vermitteln sein.

Es vergingen 2 Tage und etliche Momente, in denen man sich kurz über die verpasste Chance ärgerte, da klingelte das Telefon. Eduard, der überaus charmante, liebenswerte Mensch von der Pflegestelle war am Apparat. Als er sagte: "Wilson ist wieder da, es hat leider nicht geklappt mit der Vermittlung", traute ich meinen Ohren nicht. Meine Frau, die ganz in der Nähe war, bekam große Augen und zeigte den Daumen hoch.

Wir verabredeten uns kurzerhand für den nächsten Tag um 16.00 Uhr, um zu sehen, wie Wilson sich mit Lou Lou und Flaubert (unseren Französischen Bulldoggen) vertragen wird. Die einzigen Bedenken überhaupt galten Flaubert. Er ist ein sehr dominantes Männchen, der kleine Kerl. Doch das hatten wir erst einmal verdrängt und hofften einfach, dass er sich zusammenreissen würde.

Gegen 16.00 Uhr trafen unsere Gäste dann endlich ein. Hatte meine Frau doch ernsthaft Probleme in der Nacht zuvor einzuschlafen, weil Sie sich so auf Wilson freute und wir immer noch eine gewisse Skepzis hatten, dass irgendetwas nicht passen könnte. Vorsichtshalber brachten wir unsere Frenchies erst einmal zur Oma und konnten so in aller Ruhe endlich Wilson in Augenschein nehmen.

Er übertraf unsere Erwartungen bei weitem. Schüchternheit ist für ihn ein Fremdwort. Überschwenglich begrüßte er uns, aufgeregt durchschnüffelte er alle Zimmer. Sofa rauf - Sofa runter. Nach einem kurzem Gespräch entschlossen wir uns die 3 Hunde auf neutralem Boden zusammen zu lassen. Wir fuhren ein kurzes Stück mit unseren Autos und hielten an der Weser. Ein netter Feldweg ohne viele Fußgänger oder anderen Vierbeinern. Nun wurde es Ernst: wir liessen die 3 Hunde zusammen.

Man beschnüffelte sich sehr angeregt, doch ohne einem Anzeichen von Aggression. Puh, wir atmeten erleichtert durch, der erste Schritt ist geschafft. Nach einem schönen Spaziergang entschlossen wir uns zum nächsten Schritt. Wir werden die 3 sich im Haus vertragen?

Bei den Autos angekommen, machte Wilson einen Satz und sprang zu uns ins Auto - und nicht in Eduards! Wir waren allesamt sprachlos und deuteten dies als eindeutiges Zeichen. Wilson wollte uns sagen, ich mag Euch. Wir waren endlos glücklich über diese kleine Geste, und die Zuneigung wuchs von Minute zu Minute.

Zuhause angekommen, ging alles viel entspannter, als angenommen. Wilson und Flaubert vertrugen sich unheimlich gut und machten schon erste Faxen. Lou Lou beobachtete alles noch von einer gewissen Distanz aus. Selbstvertsändlich waren alle drei und auch wir den Abend sehr aufgedreht und man kam sehr spät zur Ruhe. Wilson schlief dann in der ersten Nacht bei Lou Lou und kuschelte sich sehr eng an sie. Meine Frau und ich mussten immer wieder lachen und konnten uns gar nicht satt sehen, an den Grimassen, Faxen und Gesten unseres neuen Familienmitgliedes.

Boah, waren wir stolz und sind es heute um so mehr, da Wilson der absolute Traumhund ist. Um so mehr man ihn kennenlernt, desto mehr lernt man ihn lieben. Wilson ist ein absolutes Schätzchen. Einfühlsam wie ein Lamm, hat er sich so in unser Familienleben eingegliedert, dass man wirklich das Gefühl hat, er wäre schon immer da gewesen. Es ist sehr schwierig in Worte zu fassen, wie lieb dieser Bulldog ist.

Mittlerweile sind 6 Tage vergangen, seitdem Wilson zu uns gekommen ist. Es ist sehr harmonisch und Wilson ist, nachdem er eine kleine Erkältung auskuriert hat, in Topform. Wir haben einen Ausflug nach Kiel zu unserem Wochenendgründstück unternommen. Ein Paradies für Hunde. Wilson geniesst die Luftveränderung und hilft kräftig bei der Gartenarbeit. Kann man doch nicht einen einzigen Ast in die Hand nehmen, ohne dass Wilson schneller wäre und mit Einsatz seines Körpergewichts kräftig an jedem Ast, sei er noch so groß, mitzieht.

Sehr interessant war der Besuch bei meinen Eltern. Diese haben zwei Amerikanische Cocker. Das Männchen kannte ja bereits unsere Franzosen, nicht aber den neuen Briten. Prompt ging das Cocker Männchen auf unseren sanftmütigen Wilson los. In der gleichen Sekunde ging Flaubert auf den Cocker los und verteidigte seinen Wilson mit aller Entschlossenheit.

Wilson hat eine neue Familie, in der er zu 100 % integriert ist und bis ans Ende seiner hoffentlich noch vielen, glücklichen Hundejahre bleiben wird.

Wir sind immer noch ein wenig darüber erstaunt, wie schnell Wilson von unseren Franzosen angenommen wurde. Vielleicht liegt es wirklich daran, dass Wilson mit einer Französischen Bulldogge groß geworden ist und Englisch mit französichem Akzent spricht?

Wir möchten uns hiermit bei Cornelia und Eduard und allen Leuten im "Hintergrund" bedanken, die soviel Liebe und Zeit für die Aufklärung über diese Rasse und ihren Schutz aufwenden.


Donnerstag, September 20, 2007

Heute stellt Gastbloggerin Isabelle Borgert vor :

Caligula und...

die "100;-)" anderen Tiere bei ihm zuhause

Hallo Ihr lieben Leser,
heute erzähle ich von "First Caligula vom Georgshof", einem Bruder von Elsa, über welche ihr Herrchen Emmanuel Müller (Luxemburg) schon berichtete (siehe Beitrag vom 6. März 07).

Caligula hat sich zu einem recht sportlichen Bulldog entwickelt, liegt es daran, dass ich eigentlich immer sportliche Hunde hatte, z.B. Boxer, Spaniel und eine Heidewachtel, und selber Sport treibe ?

Nun denn, die Entscheidung wieder einen Hund zu bekommen lag bei meinem Mann, eigentlich überhaupt keinem Hundefreund - eher Hundegegner! Ich weiß nicht warum, aber plötzlich kam von ihm der Vorschlag, mir wieder einen Hund zu schenken, aber: es durfte nur eine Englische Bulldogge sein. Für mich ein recht gewöhnungsbedürftiger Gedanke, denn einen so dicken unsportlichen Hund wollte ich gar nicht so recht.

Ein Buch, ein Anruf beim VDH, unzählige Infos eingeholt, das Internet bemüht, Anzeigenblätter studiert, alles ließ mich zunächst nicht glücklich werden. Der VDH sprach von dieser Rasse mit den Worten: "Meine Zuchthündin macht gerade mal "SITZ", mehr kann man einem Bulldog nicht beibringen!", aber auch viele dubiose Gesprächspartner gab es am Telefon und Internetantworten fielen nicht besser aus.

Durch einen Zufall fand ich dann die Seite von Rafaela Schuda: Eine Mail, ein Telefonat, eine so ganz andere Auskunft über die Rasse, aber auch Verständnis für unsere Berufstätigkeit, die es galt mit dem Hund in Einklang zu bringen. Und dann auch noch bald ein Wurf! Nach den ersten kritischen Tagen folgte das erste Bild der Kleinen, und es hat nicht eine Minute gedauert, dann war "Caligula" reserviert.

Und das ist er nun: Ein sehr agiler Kerl, der leidenschaftlich Agility betreibt, mit Frauchen quer durch den Badesee schwimmt, die Begleithundeprüfung ablegen kann, im Wald jede Fährte aufnimmt, sein Tierrudel abgöttisch liebt, neben dem Rad gut 2-3 km mitläuft, 25 km Wanderungen munter wegsteckt und so gut wie kaum am Tage schläft, es sei denn, Frauchen muß arbeiten.

Caligula ist wirklich sehr ungewöhnlich, denn er passt auf alle seine Tiere (so meint er es) den ganzen Tag auf.

Unser Tierarzt, übrigens kein Freund dieser Rasse auf Grund der häufigen gesundheitlichen Probleme, ist begeistert von "seinem Caligula". (Dieser liebt übrigens jeden Gang zum Tierarzt - für Caligula ist es das Schönste überhaupt, zu unserem Tierarzt zu gehen!) Da ich im Polizeidienst bin, gestaltet sich bei Einsätzen manchmal der Tagesablauf chaotisch: da muß Caligula schon mal mit zum Dienst oder muß plötzlich 10 Stunden allein sein. Alles steckt er unkompliziert weg.

Er ist einfach ein Traum und der Stolz von Frauchen und Herrchen:
Der beste Hund, den es gibt!

Ganz liebe Grüße, Isabelle Borgert


Dienstag, September 18, 2007

Heute spricht Gastbloggerin Jutta Nolte

Hundehandel, Bestellung per Internet!

Mit zu den schmutzigsten Geschäften gehört der Handel mit Hunden im großen Stil, mit Tieren jeglicher Art überhaupt.

Gemeint sind hiermit nicht seriöse Züchter (es gibt sie wirklich noch), sondern jene Hundevermehrer, die unter unvorstellbaren hygienischen Verhältnissen auf Teufel komm raus Welpen wie am Fließband in heruntergekommenen ausgedienten Kuh- oder Schweineställen auf Bestellung produzieren; sowie Hundehändler, die alles aus diesen sogenannten Züchtungen, was sich gerade gut verkaufen läßt, hauptsächlich aus dem osteuropäischen Ausland, aufkaufen.

... jedes Mittel recht!
Der "Modetrend Hund" ist zu einem einträglichen Geschäft geworden. Um an das schnelle Geld zu kommen ist diesen "Menschen" jedes Mittel recht. Wer versucht gegen diese Mißstände vorzugehen, sie öffentlich zu machen, der muss mit schlimmen Folgen rechnen. Wie man hört ist diese Palette groß und unerschöpflich. Von Anschlägen auf Häuser und Personen bis hin zu Morddrohungen ist alles vertreten.

Anzeigen werden diese Hundehandel-Mafia nicht von ihren gewalttätigen, kriminellen Methoden abhalten! Diese Täter tauchen einfach immer wieder ab.

Schuld an all dem großen Tierelend ist mal wieder der Mensch! Der Mensch unter uns, der ohne viel nachzudenken ein Tier für wenig Geld, ja fast zum Nulltarif, dafür aber mit "1 A Papieren" haben möchte. Der Mensch, der jedem nach außen hin zeigen muß, was er sich leisten kann...

"Geiz ist geil", aber nicht immer billig!

... schwerkrankes Tier eingehandelt ...
Dass man im Osteuropäischen Ausland an jeder Ecke für ein paar Euro die Papiere bekommt, die dem "Dummen Käufer" samt Hund mitgeliefert werden, darüber macht sich keiner Gedanken. Oft entwickelt sich das "Schnäppchen" als Faß ohne Boden, nämlich dann wenn man merkt, dass man sich ein schwerkrankes Tier eingehandelt hat, dessen Tierarztkosten den Welpenpreis eines verantwortungsvollen Züchters um ein vielfaches übersteigen, hinzu kommt das Bangen um das Leben des Tieres. (Siehe z.B. den Beitrag unten über die Demodikose.)

"Geiz ist geil", und oft auch dumm!

Als nichts mehr ging dann ins Tierheim ...
Mir selbst ist ein Fall bekannt, wo vor Jahren ein bestellter Welpe von Belgien in eine süddeutsche Großstadt per Fracht geschickt wurde. Unvorstellbar, aber dem Tierheim lag später bei der Abgabe des Hundes der Frachtbrief vor. Also verpackt wie eine Ware, in einer Kiste mutterseelen allein verschickt ging der kleine Kerl auf Reisen. Dieser Hund war dann schwer verhaltensgestört. Wurde von seinen Besitzern, weil sie nicht mit ihm fertig wurden, auf dem Balkon gehalten. Als nichts mehr ging dann ins Tierheim abgeschoben. Mehrere Vermittlungsversuche schlugen fehl.

... die dem "Dummen Käufer" samt Hund ...
Mitte März diesen Jahres wurde Dank eines aufmerksamen Menschen ein illegaler Hundehandel vorerst von der herbei gerufenen Polizei gestoppt. Man hatte beobachtet wie ein rumänisches "Züchterpaar" an einer Raststätte Bulldog-Welpen verkaufte. (Ein Handel, der per Internet zu Stande gekommen war) Im Kofferraum eines Kleinwagens (Seat Marbella) befanden sich 13 Welpen. Auf Grund Ihres Alters (unter acht Wochen) natürlich nicht geimpft. Dafür aber mit "besten" (gefälschten) Papieren ausgestattet. Der Preis 195 Euro pro Stück.

Übrigens kaufen auch manche "Züchter" solche Welpen auf, und verkaufen sie dann an den "Dummen Kunden" zum "preisgünstigen Züchterpreis" von 1000 bis 1500 Euro weiter. Der normale Züchterpreis liegt bei 1500-2000 Euro. (Siehe dazu BB-Beitrag von Chris Jung am 3. April 2007: Der Hundehandel ist aktiv und gefährlich!)

... naive oder verantwortungslose zukünftige Hundehalter ...
Die Tatsache, dass die Welpen bekanntermaßen nach nur wenigen Wochen von Mutter und Geschwistern getrennt wurden läßt auch darauf schließen, um welch naive oder verantwortungslose zukünftige Hundehalter es sich hier handeln würde : denn dass diese zu frühe Trennung später negative Auswirkungen auf das Sozialverhalten der Tiere haben wird, das schien niemand wirklich zu interressieren.

Solange es einen Markt für diesen tierquälerischen "Geiz ist geil"-Hundehandel gibt, solange wird dieses Elend so weitergehen!

Soviel zum günstigen Kauf per Internet!
Vorerst wurden die Tiere in amtliche Verwahrung genommen und im hiesigem Tierheim unter Quarantäne gestellt. Es stellte sich heraus, dass in der Heimatregion der Welpen im Jahre 2005 insgesamt 27 Fälle von Tollwut registriert wurden. Sämtliche Hunde waren von Kopf bis Fuß total verwurmt. Der rumänische Tierarzt hatte dem Transport und der Abgabe der Tiere zugestimmt. Soviel zum günstigen Kauf per Internet!

"Geiz ist geil", und oft gewissenlos!

Tiernothilfen oder Tierheime sind gegenüber diesen "Geiz-Hundekäufern" immer noch die bessere Alternative für den Hund, denn von dort können sie von tatsächlichen Hunde-Freunden übernommen werden.

Als absolute Rottweilerfans kamen wir über eine Tierheim-Nothilfe Mitte der 90ger Jahre zu unserem ersten über alles geliebten Englischen Bulldog 'Gismo'.

Viele liebe Grüße, Jutta, Emma-Bella-Lola und der Rest vom Rudel


Anmerkung: Vor drei Tagen griff auch die "BILD" dieses Thema warnend auf: Elend durch die furchtbare Hundehändlermafia.

Tel.: 0561 516473


Sonntag, September 16, 2007

Ein Bulldog-Gemälde

Doris Ehrenstein schenkte ihrem Mann Klaus Steigler, zum Geburtstag am 1. Juli, dieses Gemälde ihrer Bulldoggen Willie und Berta :-)

Der Gesichtsausdruck der beiden Bulldogs trifft ihr Wesen beeindruckend gut:
Willie - der Träumer, der Beobachter und auch der Lustige.
Berta - die Entschlossene, die Skeptische und auch die Wachsame.

Besonders beeinduckt mich an diesem Gemälde, wie "buchstäblich" der Künstler die Ausstrahlung der Beiden, hintergrundfüllend, realisiert hat! Im letzten Beitrag (siehe unten) sind Fotos von Berta und Willie, so daß man gut feststellen kann, wie gelungen der Gesichtsausdruck von Beiden in diesem Gemälde eingefangen wurde.

Der Künstler lebt ganz und gar naturbezogen im Busch, ohne Telefon, ohne TV, dafür bei Brunnenwasser und mit Tieren. Seine malerische Thematik basiert im Allgemeinen auf der symbolhaften, ornamentalen Kunsttradition der Indianer Alaskas. Er lebt im Umland von Talkeetna in Alaska, an dessen Peripherie auch Doris, Klaus, Willie und Berta leben.


Freitag, September 14, 2007

Heute Fotos von Gastbloggerin Doris Ehrenstein

Warten ... oder Bulldog-Mimik ...


Mittwoch, September 12, 2007

Demodikose : Ausprägungen, Behandlungen

und Konsequenzen für den Welpenkäufer

Der "Notfall Cinderella" (BB-Beitrag 14. Juni von Börney) hat das Thema Demodikose hochgespült, deshalb gehe ich heute einmal etwas genauer darauf ein. Cinderella lebt übrigens seit Ende Juni glücklich bei einer Kölner Familie, und ihr holländischer Züchter hat alle Kosten ihrer Demodikose-Behandlung übernommen.


Was ist eine Demodikose?

Unter Demodikose versteht man den Befall mit Haarbalgmilben, früher einfach Räude genannt. Diese Milben leben in geringer Anzahl in der Haut jeden Hundes. Der Welpe bekommt sie in seinen ersten Lebenstagen von der Brusthaut seiner Mutter mit.
Zum Massenbefall, Demodikose genannt, kommt es immer nur dann, wenn eine Schwächung des Immunsystems - genetisch oder sonstwie bedingt - vorliegt.

Die Demodikose tritt in 3 Erscheinungsformen auf:

  1. Lokale Demodikose

    Darunter versteht man den örtlich begrenzten Befall bei jungen Hunden, der circa zwischen dem 4. und 6. Monat in Form von kleinen kahlen Stellen vorzugsweise im Hals-, Gesicht- und Brustbereich auftritt.

    Mögliche Ursachen :

    • Noch nicht voll entwickeltes Immunsystem bei Junghunden.
    • Temporäre Immunschwäche des Welpen, die weiter keine große Bedeutung hat: Lokale Demodikose als "Kinderkrankheit".
    • Umwelt-Stress im Welpenalter : Welpen aus Massenzuchten haben deshalb sehr häufig diese Krankheit, da sie in aller Regel Stress erleiden mußten (schlechte Haltung, minderwertiges Futter, zu frühe Trennung von Mutter und Geschwistern... usw.) Dieser Stress schwächt das Immunsystem und ermöglicht so den Ausbruch der Demodikose.
    • Zuchtfehler (z.B. Verengungen der Luftwege... usw), da diese Stress für den heranwachsenden Organismus des Hundes bedeutet kann, denn "Extremes" muß vom Körper kompensiert werden (z.B. erhöhte Herzfrequenz wegen Sauerstoffmangels bei zu enger Luftröhre... usw).
    • Vorliegen einer organischen Grunderkrankung, die das Immunsystem schwächt.
    • Vererbung : in einem "autosomal-rezessiven Erbgang wird eine spezifische Abwehrschwäche gegen diese Milben vererbt." (WUFF 9/07). Diese "Lokale Demodikose" generalisiert sich!!!

  2. Generalisierte Demodikose

    So nennt man den Befall mit diesen Milben, wenn diese sich so ausgebreitet haben, daß mehr als 5 Körperstellen davon befallen sind. Früher war dieser generalisierte Befall tödlich, heute gibt es wirksame Mittel dagegen. Trotzdem gibt es aber auch heute noch Fälle, die nie ausheilen. Es gilt die Regel : je jünger der Hund bei Behandlungsbeginn ist, um so aussichtsreicher ist die Behandlung!

    Nicht die Milben selbst sind übrigens die Gefahr für das Leben des Hundes, sondern ihre Ausscheidungen sind toxisch (giftig):

    Von den Milben wird u.A. eine Substanz in deren Serum produziert, welche zu einer generalisierten Unterdrückung der T-Zellen führt, welche Teil des Immunsystems sind (zellvermittelte Immunität). Behandelt man die Milben, normalisieren sich die T-Zellen wieder. (In über 90 % der Fälle schafft das der Körper bei der jugendlichen "Lokalen Demodikose" alleine.)
    Liegt dagegen ein genetisch bedingter Grund-Defekt der T-Zellen vor, wie oft bei der "Generalisierten Demodikose", dann ist die Stituation bedrohlich für den Hund.

    Eitrige oder juckende Hautausschläge an den befallenen Stellen sind bakterielle Sekundär-Infektionen, die mit Antibiotoka behandelt werden müssen.

  3. Mögliche Ursachen :

    • Vererbung : in einem "autosomal-rezessiven Erbgang wird eine spezifische Abwehrschwäche gegen diese Milben vererbt." (WUFF 9/07) Die Lokalisation des erblichen Defekts, der zur Generalisierten Demodikose führt, ist noch nicht abschließend geklärt, man vermutet ihn im Bereich der T- Zellen.
    • Krankheiten, die das Immunsystem schwächen, z.B. Schilddrüsenstörungen, Tumore... usw.
    • Längere Behandlungen (z.B. gegen Allergien) mit Cortison, da Cortison das Immunsystem schwächt.
    • Fehlerhafte Diagnose, oder falsche bzg. inkonsequente Behandlung der "Lokalen Demodikose".
    • Immer wiederkehrender Stress, auch z.B. durch Läufigkeiten und/oder Geburten.
    • Stetiger Stress durch z.B. Leiden an Auswirkungen der Extremzucht. Oder stetiger Stress durch z.B. schlechte Zwingerhaltung.

  4. Demodikose Pododermatitis

    In den Haarbälgen der Zehenbehaarung leben die Demodexmilben besonders gern, manchmal auch ausschließlich. Dies wird dann die "Zehen-Demodikose" genannt. Die Ursachen dieses Zehen- und Zwischenzehenbefalls sind die gleichen wie oben.

    Die Milben sitzen in den Zehen-Haarbälgen oft so tief, daß sie nur durch eine Biopsie nachgewiesen werden können! Manche Zwischenzehengeschwüre, die als "Immunschwäche" abgetan werden, weil bei deren Behandlung einfach nichts wirklich greift, können durch solche tiefsitzenden Demodexmilben verursacht sein. Ich empfehle bei solchen Geschwüren auch auf die Demodexmilben untersuchen zu lassen!
    Übrigens sind die Haarbälge der Zehenbehaarung oft das letzte Rückzugsgebiet der behandelten "Generalisierten Demodikose". Dort überleben diese Milben am hartnäckigsten.

Behandlung

Bei Welpen verschwindet die "Lokale Demodikose" in über 90 % der Fälle von allein. Früher empfahl ich bei "Lokaler Demodikose" immer eine Behandlung, da man als Käufer selten weiß, ob die jugendliche "Lokale Demodikose" duch von Mutter und/oder Vater ererbte Immunschwäche, oder nur durch Stress und/oder Aufzuchtfehler bedingt ist.

Heute weiß man, dass eine "Generalisierte Demodikose" mit einem Defekt der T-Zellen des Immunsystems einhergeht, bzgw. darauf basiert. Deshalb kann man ggf. bei der jugendlichen "Lokalen Demodikose" auf eine Behandlung verzichten, wenn eine Blutuntersuchung ergibt, dass kein Defekt der T-Zellen vorliegt. Das heißt dann auch, es liegt - nach heutigem Wissensstand - keine ererbte Immunschwäche gegenüber diesen Milben vor.

Alle Demodikose-Formen werden mit den gleichen Mitteln behandelt, nur die Dosierung ist sehr unterschiedlich.

  • Großen Erfolg bei der Bekämpfung der Milben erreicht man mit regelmäßigen Ganzkörperbädern - über lange Zeiträume hinweg - mit AMITRAZ (MITABAN). Das Besondere an diesem Mittel ist, daß es die Zugänge zu den Haarbälgen öffnet, sodaß die Milben überhaupt vom Mittel erreicht werden können. Die verordnete Häufigkeit der Bäder schwankt je nach Stärke des Milbenbefalls.
    Warnung: dieses Mittel hat eine leberschädigende Wirkung.

  • Die Tabletten INTERCEPTOR haben sich in den USA und in Europa (außer in Deutschland, da hier nicht offiziell zugelassen) außerordentlich bei der Bekämpfung der Demodikose bewährt. Ursprüglich ist dies Mittel zur Bekämpfung von Herzwürmern verordnet worden. Vor Jahrzehnten zeigte sich aber schon, daß andere Parasiten, wie eben diese Demodex-Milben, daran ebenso zugrunde gehen.
    Die nötige Dosierung schwankt von 1mal pro Monat bis zu 1mal täglich - je nach Schweregrad des Befalls. Diese Pillen sind teuer, aber sie machen das ständige Baden in "Amitraz" in den allermeisten Fällen überflüssig. "Interceptor" kann vom Tierarzt über eine Internationale Apotheke bezogen werden. (Keine gefährlichen Nebenwirkungen.)
  • ADVOCATE (Bayer) ist ein erst 2 Jahre altes Mittel, das erfolgreich bei Lokaler Demodikose, bei Sarcoptes-Milben und Ohrmilben eingesetzt wird. Wie INTERCEPTOR wirkt es auch gegen viel Wurmarten. Die Lösung wird auf den Nacken geträufelt (spot on) und hält 4 Wochen in ihrer Wirkung an. Bei einer voll ausgebrochenen Generalisierten Demodikose allerdings ist dies Mittel in der Regel zu schwach. (Keine gefährlichen Nebenwirkungen)
  • Warnung: Demodikose bzg. die daraufsitzende bakterielle Sekundärinfektion darf nie mit Cortison behandelt werden! Der Grund: Cortison schwächt das Immunsystem, und die Demodexmilben selbst tun das auch schon!
  • Das Mar Vista Animal Medical Center, Los Angeles (CA), Tel. 001 310 391-6741 hat auf seiner Webseite eine sehr gut zusammengefaßte Info über die Demodikose veröffentlicht. HIER der Link dorthin.
  • In der WUFF 9/07 wurde eine sehr gute Übersicht vom international renomierten Veterinär-Hautspezialisten Dr. Ulrich Wendlinger veröffentlicht.

Wie gehen Züchter mit der Demodikose um?

Hunde mit "Generalisierter Demodikose", auch wenn diese ausgeheilt sein sollte, sowie deren Eltern und Geschwister dürfen nicht zur Zucht eingesetzt werden, da das Risiko der Vererbung der speziellen Immunschwäche gegen diese Milben viel zu hoch wäre. Solche Hunde werden aber nicht selten aus finanziellen Gründen trotzdem zur Zucht eingesetzt!

Manchen Züchtern ist es egal, ob eine Zuchthündin demodexkrank ist - besonders dann, wenn sie auf Zuchtschauen prämiert wurde. Das gibt es tatsächlich!

Andere Züchter behandeln eine "Lokale Demodikose" bei ihren Junghündinnen (z.B. mit Interceptor) - ohne sie auf einen T-Zellen-Defekt untersuchen zu lassen - um sie in die Zucht zu nehmen.
Konsequenz : Sie wissen ohne diese Untersuchung der T-Zellen nicht, ob es sich bei der Zuchthündin um die von allein ausheilende Form der "Kinderkrankheit" handelte, oder um die vererbbare Form der generellen Abwehrschwäche (defekte T-Zellen) gegenüber diesen Milben.

Es gibt aber auch Züchter, die NUR Hündinnen, die auch keine "Lokale Demodikose" hatten, in die Zucht nehmen.


Konsequenzen für den Welpenkäufer

Wie können Sie beim Welpenkauf das Risiko vermindern, einen Demodex-Welpen zu erhalten?
  • Verzichten Sie darauf, billig bei einem Hundehändler oder aus der Grauzone Händler/Züchter einen Welpen zu kaufen.
  • Seien Sie vorsichtig mit dem Kauf bei einem Züchter von dem sie den Eindruck haben, dass er von seiner Zucht leben will. Finanzielle Zwänge sind ein extrem schlechter Rahmen für eine verantwortungsvolle Zucht.
  • Gestalten Sie den Kaufvertrag so, dass bei Ausbruch einer Demodikose (oder bei Herzkrankheit usw) - im Rahmen des deutschen Gewährleistungsrecht - der Kaufpreis reduziert wird, oder die Behandlungskosten vom Züchter übernommen werden, oder...
    Solch ein Paragraph im Kaufvertrag ist sinnvoll, da die rechtliche Standardregelung die Rückgabe des Hundes gegen Erstattung des Kaufpreises ist. - Und viele Welpenkäufer wollen den Bulldog nicht zurückgeben sondern behalten, da sie ihn liebgewonnen haben. Geht der Welpenverkäufer nicht darauf ein, dann NICHT dort kaufen!

    Bei Käufen im Ausland sollten Sie diese deutsche Gewährleistungsregelung im Kaufvertrag aufnehmen und dann ebenso weiter verfahren wie oben.

  • Informieren Sie sich vor dem Kauf ausgiebig über die verschiedenen Zuchtszenen und Risiken persönlich und im Internet. Und erst dann treffen Sie eine Entscheidung.


Montag, September 10, 2007

Heute ein Aufruf unseres Gastbloggers Eduard Jegodka

Wer hilft ?

Der 1 1/2 jährige Wilson braucht ein Zuhause !

Ich heiße Wilson und suche ein neues Heim:

Durch die Trennung meiner Eltern habe ich mein Zuhause verloren. Ich darf nicht in die neue Wohnung von meinem geliebten Frauchen mit einziehen. Und mein Herrchen ist einfach weggegangen. Frauchen war sehr traurig und weinte, als Sie mich hier (bei Bielefeld) bei meinen Pflegeeltern abgegeben hat.

Ich bin ein 1 1/2-jähriger Bulldog-Rüde und suche auf diesem Wege ein neues Heim. Meine Pflegeeltern sagen, ich sei verschmust und lieb. Und ich habe kein Problem mit anderen Hunden, da ich mit einem Französischen Bully zusammen gelebt habe, und wir ein tolles Rudel waren. Auch bei meiner Pflegefamilie lebe ich mit einem Artgenossen zusammen, und wir verstehen uns echt prima.

Ich gehe gerne spazieren und man sagt, ich wäre richtig sportlich... Manchmal möchte ich gerne hinter Autos oder Fahrädern herlaufen... deshalb gehe ich zur Zeit nur an der Leine. Aber das lässt sich sicher noch mit etwas Training ändern. Abends möchte ich gerne auf dem Sofa lange gestreichelt werden. Tagsüber ist es kein Problem, mich auch mal alleine zu lassen... denn ich schlafe gerne.

Wer gibt mir eine Chance auf ein Leben in einer neuen, lieben Familie ??

Wilson ist kastriert und sein Gaumensegel wurde gekürzt. Er hat auch eine Ahnentafel.

Die Pflege- und Vermittlungsstelle ist unter der Nummer

05207 / 7691 zu erreichen.

12. September :
Bitte nicht mehr anrufen, Wilson hat ein neues Zuhause gefunden. Ein Bericht darüber folgt.


Samstag, September 8, 2007

Heute eine Mail von Gastbloggerin Anke Teloudis

kleine Chilli - große Seele :-)

18. August 2007 : Ihr Lieben, es gibt mal wieder etwas von / über Chilli zu erzählen :
Vorab, würde ich die Kleine nicht schon so gut kennen, hätte ich gesagt : "das gibt's nicht !"

Ich hatte ja schon erzählt (siehe 22. 7. 07), dass Chilli sensibel und sehr differenziert im Umgang mit Mensch und Tier ist. (Jeder bekommt die "Chilli", die er gerade braucht ;-)

Nun haben wir seit Donnerstag Abend einen neuen "Pflegling", Anfang März geboren in einem Abrisshaus, von der Hündin unterm Bretterboden versteckt, vom Rüden verteidigt, wenn Menschen in die Ruine wollten. Der Rüde biss irgendwann und wurde "verjagt". Hündin und die 2 noch lebenden Welpen zuerst ins Tierheim, dann, als man den Rüden gefangen hatte, in die Tierklinik. Quarantäne wegen Tollwutverdacht. Da waren sie 10 Wochen alt. Sie blieben "gesund", die Mutter wurde kastriert und kam wieder auf die Strasse. Der Vater, der sich nur ganz normal verhalten hat ...? :(((

Die Welpen kamen ins Tierheim zurück ... die beste Zeit im Leben der Kleinen war bisher die, als sie sehr krank war und im Haus einer Tierschützerin untergebracht war. Kurzum die kleine Paris ist (war) von der Nasen- bis zur Rutenspitze voller Ängste.

Am ersten Tag traute sie sich nicht aus der Transportbox, wenn noch ein Mensch anwesend war. Am 2.Tag liess sie sich anfassen ohne zu zittern und kam im Beisein unserer "Grossen" auch aus der Box. Nachmittags erkundete sie ganz vorsichtig unsere Räume. Und heute, ...

als Chilli mit Ina aus Berlin kam ... wurde sie Welpe :-)))

Chilli sah die kleine Paris (schrecklicher Name) und stürzte begeistert auf sie zu. Die erschrak furchtbar, machte sich klein, knurrte und schnappte in die Luft ! Und was machte Chilli ? Die setzte sich hin, als ob gar nichts wäre - machte es sich gemütlich und liess Paris langsam herankommen und sich beschnuppern.

Draußen im Garten hat Chilli sich richtiggehend "gekümmert" - ist immer ein Stückchen vorausgegangen und hat dann auf Paris gewartet und ihr so fast alles gezeigt.

Immer wieder geht sie zu der Kleinen, die doch eigentlich älter und grösser ist, und ermuntert sie zärtlich mit der Schnauze oder der Pfote. Chilli zeigt dabei eine Engelsgeduld und fängt nie ein wildes Spiel mit Paris an. Zögert Paris, ist Chilli diejenige, die sich setzt, abwartet und freundlich anstubst. Ein wirklich grossartiges Hundemädchen !

Ich weiss ja, dass Chilli noch so jung ist (4 Monate) - um wieviel erstaunlicher ist da ihr Verhalten ! Es ist ja nicht wirklich erlernt, wie sie mit Schwächeren umgeht, es ist ihr Wesen - ihre Natur. Demut ist wohl das passende Wort für das, was ich empfinde, wenn ich erleben darf wie heilsam Chilli's Verhalten für Paris ist.

Vielen Dank - ohne Eure und Birgits kluge Auswahl der Eltern und die liebevolle Aufzucht von Chilli hätten wir das nicht erleben können. Herzlichst Anke


Donnerstag, September 6, 2007

Lesenswert : "Die Zukunft des Rassehundes"

4-teilge Artikelserie, Beginn in "WUFF" September 2007

In diesem Monat beginnt im Hundemagazin WUFF eine Artikelserie des renomierten Wiener Hundefachmanns und Genetikers Dr. Hellmuth Wachtel zum Thema :

"Die Zukunft des Rassehundes:"
"Gesündere Rassehunde durch natürliche Zucht"

Es lohnt sich deshalb unbedingt sich die aktuelle Ausgabe und die nächsten 3 zu kaufen!

Hier die Übersicht, welche Schwerpunkte und welche Fragen in den einzelnen Artikel-Teilen behandelt werden.

Aus der Einleitung des 1. Teils der Artikelserie:
"Während Infektionskrankheiten bei Hunden durch die Fortschritte der Veterinärmedizin heute weitgehend ihren Schrecken verloren haben, sind die Erbkrankheiten erschreckend im Zunehmen...... Immer neue schwerwiegende Erbkrankheiten tauchen auf, und der allgemeine Gesundheitszustand der Rassehunde läßt zu wünschen übrig..."

"Die genetische Falle"

Dr. Wachtel geht hier auf die Probleme der Inzucht ein - auch beim Menschen : Die Rassehunde-Zucht sei seit circa 150 Jahren vergleichbar mit der Heiratspolitik früherer Herrschaftshäuser - und die durch Verlust der Gen-Vielfalt bedingten Krankheitsfolgen ebenso.
Er führt weiter aus, wenn wir gesündere Rassehunde haben wollen, dann müssten wir ohne Inzucht - auch ohne entferntere Inzucht - züchten.
Helfen würde dabei nur eine Selektion auf "athletische und mentale Leistung und Wesens-Merkmale." Er stellt weiter fest, dass das Interesse an solchen Zuchtzielen gering ist, und dass deren Vernächlässigung oft an "fahrlässige Qualzucht" grenzt.

"Gefahr durch Champions"

Dr. Wachtel betont, daß der hohe Zucht-Einsatz von sogenannten "Champions" einer Rasse besonders schade, da dadurch die meisten Hunde dieser Rasse miteinander verwandt werden. Durch Paarung dieser Hund untereinander entsteht dann keine Qualitätsverbesserung, sondern das genaue Gegenteil, die Zunahme von Erbkrankheiten durch Inzuchtdepression.
Heute würde diese Zunahme der Erbkrankheiten verniedlichend "Rassendisposition" genannt.

Meine Anmerkung dazu:
Wir kennen diese Züchter-Ignoranz gerade beim Englischen Bulldog. Bulldoginteressierte erzählen mir immer wieder, dass auch renomierte FCI-Züchter erklären würden: "Schnaufen und wenig Bewegung, das ist eben beim Bulldog so und überhaupt nicht schlimm. Tierärtze haben keine Ahnung!"
Da wundert es nicht, dass der Bulldog auf der Qualzuchtliste weit oben steht.

"Ignoranz: Lieber krank als einkreuzen?"

Dr. Wachtel führt am Beispiel der Dalmatiner aus, daß es zur Gen-Auffrischung nötig sein kann, Angehörige einer verwandten Rasse einzukreuzen. In den USA wurde so ein sehr schädliche Stoffwechsel-Gen aus einigen Dalamtinern-Zuchten wieder herausgezüchtet, was der dortige Zuchtverband aber bis vor kurzem noch massiv ablehnte und diese Hunde als Mischlinge bezeichnete. Gottseidank sei aber dort inzwischen ein Umdenken im Gange.

Meine Anmerkung dazu:
Die frühere English Bulldog Züchtern I. Angehrn versuchte vor einigen Jahren den gleichen Weg. Aber unter dem üblem, bisweilen bösartigem Widerstand speziell der Englischen Zuchtverbände scheiterte dieser Versuch. Stattdessen wurde eine neue Schweizer Rasse für diese Mischlingen definiert, die "Contis" (Continental Bulldogs), die dem English Bulldog in Standard möglichst wenig ähnlich sein sollen - so die Vorgabe der Verbände.
Der Einschluß ähnlicher Rassen in Zuchtprogramme sollte nur in wirklichen Notfällen, wie z.B. bei den Dalmatinern, praktiziert werden.
Schlimm ist allerdings, daß viele Zuchtverbände sogar die Paarung mit Hunden aus anderen Zuchtverbänden der GLEICHEN RASSE verbieten! Ein solches Verbot hat nichts mehr mit Zuchtzielen, sondern nur noch mit Verbandszielen zu tun, und die sind in aller Regel auf Marketing und Verkauf ausgerichtet!
Wer einen gesunden Bulldog sucht, der sollte dort kaufen, wo Auskreuzung mit ganz und gar unverwandeten Zuchttieren, auch aus anderen Zuchtverbänden, bewußt zur Gesundheits-Verbesserung eingesetzt wird.
Hier empfehle ich die Zwinger Floral Garden, und Vom Georgshof, und Wellington.

"So erhielt der Wolf seine Gesundheit / So schützt die Natur die genetische Vielfalt / Der natürliche 'identitätsausweis' des Hundes":

In diesen Abschnitten des Artikels erklärt Dr. Wachtel, wie die Natur und insbesondere der Wolf Erbkrankheiten vermeidet. Besonders interessant fand ich die Erklärungen, wie die Wölfin und auch nicht wenige Hündinnen durch Informationen über Duftstoffe, die ganz individuell einem Hund zugehören, Verwandschaften erkennen und Paarungen in diesen Fällen nicht vollziehen bzgw. nicht akzeptieren wollen.


Dienstag, September 4, 2007

Monatsbild und: Ein Bulldog läuft Fahrrad

Unsere Alma Joy hatte eine Obsession : Fahrrad-Rennen !

Alma ist schon 13 Jahre tot : dieses Monatsbild von Rudi Kuhfeld läßt mich wieder voll Liebe an sie denken und über ihre große Rennleidenschaft schreiben, genauso wie das August-Monatsbild (siehe letzen Beitrag) mich über die Gärtner-Bulldoggen schreiben ließ :-)

Alma war schon 7 Jahre alt, als wir 1988 in unser heutiges Haus einzogen. Damit begann ein neues, wundervoller Leben für sie : ein großer Garten und zwei Fahrräder in der Garage!

Als Stu und ich das erste Mal auf diese Fahrräder stiegen und damit eine Geschwindigkeit erreichten, die Alma zuvor - für uns - als unerreichbar gehalten hatte, da explodierte irgendetwas in ihrer Seele vor lauter Glück.

Bulldogs powern sich gerne aus, das wissen wir alle; sie können dann wie Hochleistungssportler einem Adrenalinrausch verfallen. Alma erlebte diesen Rausch, wenn sie neben unseren Fahrrädern rannte. "Daneben herrannte" würde die Situation falsch beschreiben. Sie feuerte uns an unser Bestes zu geben! Waren wir ihrem Leistungsbedürfnis nach nicht schnell genug, dann biß sie uns in die Pedale, bis wir schnauften vor Anstrengung!

Stu kaufte einen Fahrradtacho, wir wollten wissen, wo ihre Leistungsgrenze war : 26 km/h war ihre Spitzengeschwindigkeit - und 18 km/h ihre Marschgeschwindigkeit - und das über mehr als 10 Minuten!

Wenn wir uns zum Spazierengehen fertig machten, dann war sie immer auf der Lauer Anzeichen zu finden, ob es nicht vielleicht mit dem Fahrrad losgehen würde. Hatten wir dies tatsächlich vor, dann beantworteten wir ihre ihr ins Gesicht geschriebene Frage mit einem "Jaaa!"

Das Wort "JaAAaaa!" wurde für sie zum Synonym für Fahrradrennen : für exessive Lebensfreude. Sagten wir es, dann begann sie zu zittern und zu fiebern, sie konnte es nicht abwarten, bis es losging!

Beim Herausholen der Räder aus der Garage verlor sie den letzten Rest an Geduld und biß in die Sättel - als Ventil sozusagen ihrer Erregung. Und sie kam viel schneller von 0 auf 26 km/h als wir.

Wir zogen schon immer feste Schuhe an, um ihre Geschwindigkeitsanfeuerungsbisse in die Pedale ohne blaue Flecken an den Füßen zu überstehen. Ich hatte immer Angst, sie würde sich dabei einmal an den Fahrradspeichen verletzten, aber das passierte erstaunlicherweise nie!

Stu und ich sind ziemlich unsportlich - aber Almas Begeisterung steckte uns an : Fahrradfahren wurde unser Dreiervergnügen. Seit Almas Tod sind wir nicht mehr Fahrrad gefahren. Zunächst geschah es aus Trauer um sie; später fanden wir es einfach völlig reizlos ohne sie ... Das Rad mit seinem zerbissenen Sattel steht als Erinnerung an sie aber immer noch in der Garage...


Sonntag, September 2, 2007

Heute erzählt Gastbloggerin Melanie Pfersich

Wie kam ich zu Olly, oder besser Olly zu mir?

Es war ein schönes Wochenende, ein Samstag. Meine Eltern holten mich ab, um mit mir auf einem Hofladen in der Nähe des Küchenstudios meiner Schwester einkaufen zu gehen.

Ich wohne unter dem Dach eines Bürohauses und im angrenzenden Gebäude befinden sich ebenfalls Büroräume. Am Wochenende ist es also recht leer in den Häusern. Als meine Eltern mich nun holten, stand im Nebenhaus eine Seitentür auf. Unheimlich. Rein wollten wir nicht, dachten an Einbruch und Polizei, entschlossen uns dann aber, den Eigentümer anzurufen. Der fand das alles nicht so wild und meinte, er würde sich kümmern. Bei mir machte sich jedoch Unbehagen breit.

Mein Vater, Hundefan ohne Grenzen, seit 25 Jahren von Hunden umgeben, meinte, ich solle mir einen Hund kaufen, einen der Eindruck macht, nicht so was Kleines. Ich könnte den Hund am Tag auch mit ins Büro bringen.
(Ich arbeite im Büro unter meiner Wohnung.)

Zuerst dachte ich: ich, einen Hund, nein. Der Gedanke ließ mich dann aber doch nicht los. Ich fing an im Internet nach Rassen und Rassebeschreibungen zu suchen. Es kam mir auf den Charakter an, Aussehen und Größe war zunächst egal. Der Hund meiner Träume sollte friedlich, aufgeschlossen, lieb zu Mensch und Tier sein, keinen Jagdtrieb haben und keine Hummeln im Hintern haben, sondern auch mal im Büro dösen wollen. Ich wolle einen Hund, dem meine Nähe reicht, keinen, der den ganzen Tag nicht zu bändigen ist.

So blieb von einer DIN A4 Seite voller möglicher Hunderassen nur eine, meine ideale Rasse übrig, "Der English Bulldog". Eingereiht in der Familie zwischen dem kleinen Mops und dem großen Mastiff. Mein kleines Knautschgesicht.

Nie hatte ich wirklich an so einen Hund gedacht. Eine Züchterin in der Nähe war zu meiner Überraschung schnell gefunden, wußte ich doch nun, dass es sich in Deutschland um eine seltene Rasse handeln soll. Nicht weit vom Reiseziel des besagten Samstages gab es eine Züchterin. Voller Spannung habe ich angerufen. Und... ja, zwei sind noch da, ein 9 Monate altes Mädchen und ein 5 Monate alter Junge. Schade dachte ich, zu alt, ich will doch einen Welpen, aber Anschauen schadet ja nicht, also habe ich einen Termin gemacht.

Mit großer Spannung und meiner Schwester im Gepäck ging es auf die Reise. Wir hatten den Pferdehof schnell gefunden. Die ersten Rabauken haben uns schon am Zaun empfangen - bullig, mittelgroß, vom toben schmutzig - rein in den Vorhof. Umzingelt von Mastiffs, die Feuerprobe. Wir haben sie bestanden und unser Ziel, den kleinen Jungen und das Mädchen erreicht.

Ob Junge oder Mädchen war mir egal, ich wollte den, der als Erster freudestrahlend auf mich zu rennt. Gerannt kam Lilly, das Mädchen. Der kleine Junge, mit Abstand der süsseste Hund vom Hof, und es gab schon den einen oder anderen Bulldog und Mastiff, blieb lieber in seinem Korb in der Ecke und kaute auf seinem Snack, aber sein Blick war das Größte. Er schaute mir ins Gesicht, wirkte fast lächelnd und als ob er sagen wollte, wer bist denn Du, warte ich komm gleich, mach nur noch den Teller leer. Und schon war er da. Freundlich und direkt anhänglich, meine kleine Knutschkugel.

Eine Nacht wollte ich ´drüber schlafen und mich dann entscheiden, aber innerlich war die Wahl getroffen. Meine Schwester hat auch die ganze Zeit für den kleinen dicken Jungen gesprochen, obwohl die Wahl mehr als schwer war. Am liebsten hätte ich beide genommen. Aber die Wahl fiel auf Olly, damals noch Trabbi (Trouble-maker) genannt, was meiner Meinung nach für diesen Hund völlig unpassend war (und ist).

Schon am nächsten Tag habe ich meinen Olly abgeholt. Was für eine Aufregung. Er war nicht, wie versprochen gebadet, sondern noch voll mit den Spuren der letzten Hundespiele rund um den Hof. Egal, er saß ja bei meiner Schwester auf dem Schoß und ich bin so vorsichtig wie lange nicht mehr nach Hause gefahren. Mit Pippi-Stop alle 5 bis 10 Minuten.

Vier Wochen später, Heiligabend 2005, die große Beichte. Die ganze Familie rund um den feierlichen Tisch, meine Schwester schaut mich an und sagt: "Also, jetzt kann ich es Dir ja sagen, aber ich war mehr als geschockt, als ich diese Hunde gesehen hatte. Schrecklich dachte ich, so was will sich meine Schwester kaufen."

Vier Monate später, meine Schwester ist dem Liebreiz der Rasse verfallen und hält ihren eigenen Bulldog "Knut" (schon lange vor dem Eisbären getauft!) voller Liebe in den Armen.

Seither sind wir beide süchtig. Haben in unseren Büros Tür an Tür unsere Bulldogs und gehen in der Mittagspause zusammen Gassi. Perfekt.

Übrigens, der Einbruch, es stellte sich heraus, dass die Putzfrau, welche samstags kommt, vergessen hatte, die Fenstertür zu schließen - Gott sei Dank!


Anmerkung: Auf dem Foto hinter dem Copyright-Vermerk (unten) sehen wir Olly mit einem Ohrverband. Mehr über diese durch TA-Inkompetenz bedingte Entwicklung, die schließlich eine Ohr-OP nötig machte, ist auf der Westfalenseite des BB, Beitrag vom 3. 9. 07, beschrieben! C.S.D.


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, geboren 1945 in Wuppertal, hat seit 34 Jahren Englische Bulldoggen und ist Gründungsmitglied des "Verein der Freunde Englischer Bulldogs e.V.". Jetzt sollen die Bulldogs zusätzlich hier ihr eigenes deutsches Weblog bekommen. Eure Bulldog -Anekdoten, -Fotos und -Tipps für's Blog sind willkommen.


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