Cornelias 'Bulldog Blog' ...

Freitag, September 29, 2006

"Du hast es schwer bei anderen Hunden."

Anfang des Monats machten Stu und ich mit Frieda einen Tagesausflug auf einem Weserschiff - hin zu einem mittelalterlichen Jahrmarkt im Schlosshof von Fürstenberg.

Beim üppigen Frühstück in Bad Karlshafen saß ein sehr hundefreundliches, älteres Ehepaar an unserem Nachbartisch. Der Herr streichelte Frieda mit großer Freude und meinte dann :

"Du hast es schwer bei anderen Hunden. Bei deinem Eckzahn und deiner krausen Nase glauben die bestimmt, du würdest die Zähne fletschen. Dabei bist du der liebste Hund überhaupt!" - Der Herr war ein Hundekenner!
Für einen Bulldog ist es wegen seines "mißverständlichen" Gesichtsausdrucks wichtig, Beschwichtigungssignale gegenüber (dumm-dreisten) Artgenossen zu lernen.

Dieser Tagesausflug war Friedas erste Schiffsreise. Sie benahm sich wohlerzogen und versuchte meist nur bei uns, sich Streicheleinheiten einzuheimsen :-) Frieda zeigte sich zudem geduldig entspannt - wir waren immerhin insgesamt 5 Stunden auf dem Schiff. Dabei waren wir voller Freude, schließlich feierten Stu und ich unseren Hochzeitstag nach! Und das Wetter war nach der spätsommerlichen Regenzeit wieder himmlisch : viel Sonne, aber keine Hitze! Wir bräunten sogar und wurden Frieda somit ein wenig ähnlicher :-))

Jahreszeitlich typische Halsentzündungen beim Bulldog

Frieda hatte sich bei diesem wechselhaften Wetter eine Hals- und Mandelentzündung geholt, (so wie ich auch). Sie konnte plötzlich nicht mehr schlucken. Zunächst gaben wir ihr das hömopathische Mittel "Angin Heel". Nach 2 Tagen schluckte sie dann ihr Futter zwar unbehindert fröhlich wieder herunter, aber sie blieb verschleimt und schniefte ziemlich. Also zu Freund und Tierarzt Peter. Er gab ihr sofort Breitband- Antibiotika.

Halsentzündungen haben, wie Peter erklärte, oft die Neigung chronisch zu werden, wenn man sie nicht gleich zu Beginn sehr energisch, das heißt antibiotisch kappt. Und bei chronischer Halsentzündung bleiben die Mandeln stark vergrößert, und es verdicken sich die Schleimhäute einschließlich des Gaumensegels deutlich. Zudem sondern sie vermehrt zähflüssigen weißen Schleim ab im Versuch, sich selbst von der Entzündung zu befreien.

Für viele Bulldogs bedeutet eine chronische Mandelvergrößerung und Schleimhaut-verdickung mit entsprechender Verschleimung Atemnot! Also sollte man unter keinen Umständen beim Bulldog eine Halsentzündung als Kleinigkeit auf die leichte Schulter nehmen, sondern sofort mit allen Mitteln der Kunst verhindern, daß sie chronisch wird!


Mittwoch, September 27, 2006

Heute erzählt Gastblogger Jan Peters von den

Berliner "Jungs"

... oder da wächst etwas zusammen :-)

Wenn man Ceanu und Oskar so miteinander spielen sieht, hat man das Gefühl, dass sich in diesem Fall wohlmöglich zwei Freunde gefunden haben.

Wenn die Zeit es zulässt, treffen sich Familie Karakaya und wir uns ab und zu, um gemeinsam mit den beiden Hunden spazieren zu gehen. Während wir uns angeregt über alles mögliche austauschen laufen Ceanu und Oskar die Wiesen und Wege im Park auf und ab. In diesen Momenten ist jeder Versuch die Beiden zu beruhigen zwecklos. Es ist einfach herrlich zu sehen, wie ausgelassen die beiden Kraftpakete miteinander spielen.

Oskar ist zwar über ein Jahr älter als Ceanu, doch bereits jetzt schon kleiner und leichter als er. Doch auch dieser Umstand tut dem Treiben keinen Abbruch. Weder Größe, noch Gewicht, noch Alter spielen eine Rolle. Die beiden sind Bulldoggen, und damit verbunden einfach gute Freunde, die sich auch ein Spielzeug gemeinsam teilen können (mehr oder weniger :>)).

Wenn Oskar und Ceanu so durch die Teichanlagen laufen und sich auf den Wiesen wälzen, kann man ein richtig breites Lachen in deren Gesichter erkennen.

Sie lieben es auch mal dem Alltag der Großstadt zu entfliehen und Artgenossen um sich herum zu haben, auch wenn es nur für wenige Stunden ist.

Oskar ist nach Treffen mit Ceanu immer völlig aufgedreht. Auch wenn es seine Puste nicht zulässt, so würde er doch gerne den ganzen Nachmittag mit Ceanu verbringen.

Beide haben ein phantastisches Wesen, welches für diese Rasse einfach typisch ist. Einfach mal die Dominanzgeschichte vergessen und einfach nur Spaß haben!!!!!!

Murat und ich haben uns geeinigt, daß er die Bilder und ich den Text zu diesem Beitrag liefern.


Montag, September 25, 2006

"English Bulldog: Rettung einer Rasse"

UNBEDINGT die neue "WUFF Oktober 2006" kaufen!

Gerade ist die neue WUFF erschienen. Wer sich ernsthaft für den Englischen Bulldog interessiert, für den ist diese Ausgabe 10/2006 ein MUSS.

In dieser WUFF 10/2006 wird gleich dreimal auf unseren Bulldog eingegangen :-)). Ich hoffe von Herzen, daß die Artikel in dieser WUFF unserem Bulldog - als Rasse - mithelfen werden in Europa zu überleben!

Der für alle Bulldogger wichtigste Beitrag ist zweifelos der von WUFF-Redakteur Pascal Becker:

"Ist der English Bulldog, so wie er heute vielfach noch gezüchtet wird, nur mehr ein "Auslaufmodell" für ignorante Nostalgiker?" Für Tierschützer bisher Paradebeispiel einer Qualzucht mit lebenslangen Behinderungen, widmen sich einige wenige engagierte Züchter nun der Verbesserung der Gesundheit des English Bulldog."

Um die Spannung ;-) auf diesen längeren, solide recherchierten und klug die Verhältnisse analysierenden Artikel nicht zu mindern, gehe ich hier im "BB" nur punktuell mit ein paar Zitaten darauf ein, welche einen guten Vorgeschmack :-) von der Aufklärungsarbeit in diesem Artikel geben können :

Einerseits wird die Zucht des Bulldogs zu einem "degenerierten Wesen", wie sie die Mehrheit der Züchter speziell im ACEB/VDH trotz gegenteiliger Beteuerungen betreiben, angeprangert. Aber es wird andererseits darauf hingewiesen, daß es "nur eine Frage der Zeit ist, bis sich die im Verband verbliebenen Züchter gesunder Linien - wie viele vor ihnen - verabschieden und sich einer Zucht ohne VDH-Siegel widmen, da die interne Opposition auf Dauer ermüdend ist und die Nichtberücksichtigung bei einer Prämierung zermürbt."

Die Vereinszielsetzung und die Vorgehensweise des "Verein der Freunde Englischer Bulldogs e.V." wird als "Lobbying für den gesunden Bulldog" sehr positiv bewertet und seine Kritik an den Verhältnissen als "angenehm differenziert" bezeichnet. Ganz persönlich freuen wir Mitglieder des VdFEB uns darüber, daß zwei "unserer" ;-) Bulldogs in dieser WUFF verewigt wurden: Big Jim und Frieda (Am Rande: das "Bulldog-Blog" wird auch kurz erwähnt.)

Pascal Becker klärt auf über Verbotsmöglichkeiten von Zuchten unter den sich verschärfenden gesetzlichen Bedingungen zur Verhinderung von Qualzuchten. In diesem Zusammenhang informiert er auch über verschiedene Rückzüchtungs-Versuche, wie z.B. den "Olde English Bulldog". Er geht auf die vergangene, spezifische Entwicklung des Bulldogs ein und wirft einen Blick in seine mögliche Zukunft : "Angesichts einer lächerlich kleinen Zuchtbasis in Mitteleuropa ... Bezieht man zukünftig jedoch gesunde Linien aus den USA in entsprechende nationale Zuchtprogramme ein, so könnte es für die Erhaltung der qualitativ bestandsgefährdeten Rasse noch nicht zu spät sein."

In der Serie "der Wandel der Hunderassen" ...

... geht Dr. Hans Räber in dieser WUFF 10/2006 auch auf den English Bulldog ein. Er macht besonders die Englischen Verbände und Ausstellungsrichter für den Niedergang der Rasse mitverantwortlich. Hier ein kleiner Auszug daraus.

last not least : ein Leserbrief von mir

Thema : Kommunikation mit Hunden. Ich schreibe von Wilma :-)))

Kauft Euch diese WUFF - Ihr werdet auch von den Nicht-Bulldog-Artikeln ;-) mit Sicherheit angetan sein. Rechtsfragen, Gesundheitsthemen, Tipps jeder Art, Ausflüge in die Geschichte und vieles mehr ...
dieses Hundemagazin WUFF ist wirklich "klasse, super, cool, geil und steil, ..." ;-)))


Samstag, September 23, 2006

Das Europäische Hundemuseum

Und anderes aus der "WUFF 9/2006"

Im sehr zu empfehlenden Hundemagazin WUFF wird in der Ausgabe "September 2006" auf das "Europäische Hundemuseum" in Kloster Marienberg, Oberösterreich, hingewiesen.

Das Museum basiert auf den Sammlungen von Dr. Fleig und Dr. Hauck. Dieter Feig war Liebhaber speziell der Molosser-Rassen und der Autor mehrerer Bücher über diese, inklusive des Bulldogs. Unser Bulldog dürfte in dieser Sammlung deshalb gut vertreten sein. Im WUFF-Bericht sind, aus dem Besitz des Museums, zwei sehr schöne Zeichnungen von Elisabeth Peterlik abgebildet, die ich hier wiedergebe.

Einen Museumskatalog kann man kaufen!
Hier näheres darüber.

Bezugsadresse des Kataloges und weitere Infos zum Hundemuseum HIER.

WUFF 9/2006 : "Hat der Rassehund noch Zukunft?"

"Die Freude des Menschen an der Übertreibung körperlicher Merkmale in der Hundezucht ist im Laufe der Zeit etlichen Hunderassen zum Verhängnis geworden. Während die großen Rassezuchtverbände jahrzehntelang die Zeichen der Zeit nicht erkannten und tatenlos blieben, nimmt ihnen nun die Politik zunehmend das Gesetz des Handelns aus der Hand."

u.a. auch mit einem Leserbrief von Chris Jung, dem 2. Vorsitzenden des VdFEB.

Bild-Rätsel

In "WUFF 9/2006" ist dieser lustige Schnappschuß eines pferdküssenden Bulldogs. In was für einem Bunker steckt hier bloß das Pferd ????
Meine Auflösung :-)))

Außerdem ist in dieser WUFF ein kleiner Bericht über den auch schon im "BB" erwähnten
"Superstar Tyson". :-))


Zum Abschluß mal wieder Werbung; aber nicht aus der WUFF :-)


Donnerstag, September 21, 2006

Heute erzählt Gastbloggerin Ilona Tetzlaff

Herbst ("Bulldog-Blatt" Nr. 109, 2003)

Ein jahreszeitlicher Bericht von Henry Tetzlaff

Puh! Das wäre geschafft. Welch ein grausliger Sommer! Ich habe bestimmt 800 Gramm zugenommen - Ihr wisst schon, wenig Bewegung und dieses Eisschlecken... Geht doch ein wenig auf die Hüfte ;-)

Aber nun ist meine Lieblingsjahreszeit angebrochen, und ich genieße es wirklich, am Wochenende endlich mal länger schlafen zu können, weil Herrchen und Frauchen nicht schon um 8 Uhr (unhundlich!!) auf der Terrasse frühstücken wollen und mich VORHER (!!!!) zu meinem Geschäftchen-Platz schleppen.

Gibt es etwas Herrlicheres, als morgens den Wind und den Regen zu hören, sich leise vom eigenen ins Familienbett zu schleichen und sich wohlig auszubreiten? Rücken an Rücken mit meinem Frauchen, die kleinen Pfötchen fest an Herrchens Bauch gestemmt :-), das entlockt mir doch so manches zarte Schnarcherchen.

Ach, und wenn man erst einmal wach ist macht es sogar richtig Spaß im Garten zu toben und das Laub zu fangen. Frauchen buddelt dann immer so komische Zwiebeln ein, ich finde, sie schmecken gar nicht und Frauchen schimpft auch immer, das seien Osterglocken und kein Spielzeug für eine Bulldogge. Komisch, die machen gar kein Geräusch, die Glocken, obwohl ich sie gerne gaaaaanz doll schüttle !

Den Herbst mag ich auch deshalb so gerne, weil wir dann immer an die Ostsee fahren. Ich bin ehrlich: WOHIN wir fahren, ist mir relativ egal, Hauptsache, ich bin der Star der Promenade.

Beim letzten Urlaub hab ich aber einen ziemlichen Schreck bekommen, denn ich bin meinem Spiegelbild begegnet! Mitten in Kellenhusen, einem wirklich kleinen Örtchen an der Lübecker Bucht, kommt mir doch einer entgegen, der zumindest so aussieht wie mein Bruder, bloß nicht ganz so rank und schlank wie ich natürlich. Er hieß Anton und kam wohl aus gutem Hause, und ich muss zugeben, ich war ein bisschen neidisch auf seinen Geländewagen...

Am Schicksten ist es ja in Timmendorfer Strand, Herrchen hat mir extra dafür ein wirklich superschönes Halsband mit meinem Namen drauf geschenkt (so wie Britta, ich fand ihr´s schon immer toll!). Am Anfang hab ich mich schon gewundert, wieso so viele Leute meinen Namen kennen, aber Frauchen hat es mir dann erklärt, und ich freue mich ja sowieso über jeden.

Wir haben da so ein mondänes Café entdeckt, in dem wir ab und an mal frühstücken, und ich glaube, sie haben dort nur für mich diese herrlich schmeckenden Leckerchen besorgt ;-) Hier geht das zackizacki, kaum sind wir da, bekomme ich schon ein Wassernäpfchen und sämtliche Bedienungen bestaunen, wie groß ich doch geworden bin.

In diesem Jahr hat meine Familie eine neue Ferienwohnung gebucht, es ist ja unverständlicherweise wohl schwer, eine hübsche Wohnung zu finden, in der wir Vierbeiner erlaubt sind. Frauchen hat jedenfalls ganz oft mit dem PC geschimpft, aber dann doch noch eine adäquate Unterkunft in Grömitz gefunden. Die Vermieterin hat uns sogar die Wohnung mit dem größten Balkon versprochen, "damit der Henry auch schön draußen mal liegen kann". Ich werde ihr sicher lieb übers Gesicht schlecken und freudig an ihr hochspringen, wenn wir da sind.

Frauchen hat gesagt, in Grömitz gibt es auch ein Hotel, dass "Sir Henrys Villa" heißt, das werde ich mir mal anschauen. Find ich ja irgendwie lieb, dass Leute mir ihr Haus widmen, ohne dass wir uns kennen..

Herrchen und Frauchen werden im Herbst auch viel gemütlicher als im Sommer, ständig sind sie da Fahrradfahren oder Schwimmen oder bei der Gartenarbeit oder sitzen abends endlos draußen, obwohl ich gerne schlafen möchte und das ja dann nicht kann, weil ich ja draußen jedes Grasbüschel anbellen muss.

Aber jetzt, jetzt ist die Zeit der langen Sofaabende gekommen, an denen ich mich so herrlich neben Frauchen ausstrecken kann, an denen abends die Gassi-Runde wegen Regens meist erfreulich kurz ausfällt und an denen Frauchen schon mal anfängt, aus ihrem neuen Hundekeks-Backbuch die Rezepte auszuprobieren...jam!!!

Ja, ich kann nur betonen: Der Herbst ist meine Lieblingsjahreszeit! Nicht so heiß wie der Sommer, nicht so empfindlich kalt wie der Winter und nicht so unbeständig wie das Frühjahr. Ich werde Euch weiterhin berichten, wie es mir in den Jahreszeiten geht, und jetzt geh`ich Blätter jagen!! Euer Henry


Mittwoch, September 20, 2006

Mode aus Frankreich - speziell für Bulldogs !

Nachdem ich Mode MIT Bulldog gezeigt habe, heute Mode FÜR den Bulldog !

"Fashion Victim Bulldogs" mit Modell "Victoire" zeigt unter anderem Modelle der Serie
"Die vier Jahreszeiten"; als Kostprobe hier (unten) einige im BB :-)).
Weitere Kreationen findet Ihr HIER :-)

Im letzten Beitrag erwähnte ich die TShirt-Sammlung ...

... von Andreas Riedel. Andreas mailte mir gestern in seiner witzigen Art dazu :

... Du hast es doch tatsächlich (mit dem BB) geschafft, einem anstrengenden Tag ein kleines Krönchen aufzusetzen. Mit einem Lächeln im Gesicht beende ich den heutigen Arbeitstag und fahre jetzt nach Hause, um meine Bullies zu knuddeln.

In der Tat habe ich mittlerweile übrigens eine ebenfalls (außer den Gürtelschnallen) große T-Shirt Sammlung. Allerdings muss ich gestehen, daß ich neulich FAST eines nicht genommen hätte :

Ich war in Bremen in einem neuen Laden, habe ein superschönes T-Shirt mit einem Bulldog darauf entdeckt und gehe freudig erregt zur Kasse und da sagt der Verkäufer (ebenfalls sehr freudig erregt) : 59,90 Euro zu mir, und ich wirklich ganz blöd: "Äh, nee, ich hab nur dieses T-Shirt...." Tja, aber es war ein echtes Ed Hardy T-Shirt (wer auch immer das ist). Ich werde es voller Stolz beim Treffen (des VdFEB und des Marler Treffs 2006) tragen und mich von jedem, der die Marke kennt, zum Idioten erklären lassen ;-), Gruß Andy

Xenia klärt auf über "Ed Hardy" .-)

21.9.2006, Hallochen,
Nachdem ich heute den Blog gelesen habe wollte ich Euch nur mal aufklären wer Ed Hardy ist. Ed Hardy ist einer der weltweit bekanntesten und renommiertesten Tätowierer. Er tätowiert schon seit über 40 Jahren und wird als "Godfather" des Tattoos angesehen. Er macht vor allem "Oldscholl-Designs" wie das auf Deinem T-Shirt. Es gibt da diverse HP's über ihn und die jetzt erschienene Modelinie mit seinen Designs. Hoffe ich konnte Euch Erleuchtung bringen.
Liebe Grüsse aus der Schweiz, Xenia mit Yumi


Montag, September 18, 2006

Bulldog-Gürtelschnallen

und anders für den Mann :-)

Andreas Riedel zeigte seine beeindruckende Sammlung von Bulldog-Gürtelschnallen beim Frühlingstreffen des VdFEB. Was für Frauen Ringe und Ketten sind (wie im letzten Blog-Beitrag gezeigt), das scheint für Männer ihr Gürtelgeschmeide zu sein :-)

Andreas Riedels Bulldog-Outfit beim Treffen :-)))

Stu Savorys gelegentlich gezeigter "English Humour" :

Wortspiele ... ohne Worte ;-)


Und geeignet für die "Black Tie" Abendeinladung :

Manschetten-Knöpfe von Dunhill !

Dunhill hat auch Seidenkravatten mit Bulldogs kreiert. Stu und mein Vater haben einige davon :-)

Mehr über Bulldog-Garderobe (nicht NUR TShirts ;-) ein andermal.

Wer möchte mir Fotos von sich in seiner Bulldog-bedruckten oder bulldog-bestickten Kleidung schicken ?


Samstag, September 16, 2006

Bulldog - Schmuck

Bulldoggerinnen schmücken sich gern mit Bulldogs

"Was man liebt, das zeigt man" ;-)
Hier ein paar Beispiele ...

Spaß muß sein : Der Anhänger (kreiert von Fudeus, Berlin) ist ein Geschenk von Doris.

oben: Das Auge glitzert (fast wie lebendig;-), da es ein winziger Diamant ist.

oben : Dieser Ring von Gabi ist den Giftringen
"á la Lucretia Borgia" nachgearbeitet.
Er kann (theoretisch ;-) mit Gift gefüllt werden
und eine Nadel sorgt dafür, daß der (theore-tische) Feind damit verletzt wird und stirbt!


Die Brosche links: hinten sind die Namen "Ziska", "Sarah" und "Alma" eingraviert. Und da der Platz auf der Rückseite damit voll war, ließ ich "Wilma" in Form eines Halsbandes eingravieren. Für "Frieda" und den Rüden "Bombadil", den wir uns wahrscheinlich bald zulegen, muß dann eine neue Brosche her :-).

Diese Verkleinerung der Goldbrosche links ist als Anstecknadel gearbeitet und ohne Gravur; ich habe sie Stu einmal zu Weihnachten geschenkt.
Aber wie das so ist, jetzt trage ich sie öfter als er :-))


Donnerstag, September 14, 2006

Delius in Zeitungen : Sylt und Köln

Unser Bulldog-Freund und von mir sehr geschätzter Kulturliebhaber Peter Koch-Weißgerber schickte mir diesen Artikel aus dem "Kölner Stadt Anzeiger" zu, in dem mittig Bulldog Delius strahlt :-). Neben "Delius" geht es im Artikel um eine kleine Kunstkritik von Peter K.W. an Wagner und an Bayreuth.

Delius war in diesem Sommer schon einmal in der Zeitung abgebildet :

23. Juli, Peter mailte:

Hi Ihr Drei, ... das Strandkorbphoto erschien als Titelblatt des Trend-Magazins "Sylt Life". Als ich andertags mit Delius durch Westerlands Fußgänger-Zone schlenderte, sprachen mich soviele Leute auf das Bild an, daß ich schon wähnte, ich sei mit Claudia Schiffer unterwegs...... Euch liebe Grüße aus dem ziemlich stickigen Köln.

Die meiste Zeit des Sommers leben Delius und Peter in ihrem Sylter Zuhause.


Dienstag, September 12, 2006

Heute spricht Gastblogger Jan Peters (auch als Oskar :-)

Ein Iglu, ein See und ein glücklicher Bulldog !

Oskar im "Iglu" :-)

Ich, Bulldog Oskar, bin nicht leicht zufrieden zu stellen. Selbst kleine Belohnungen, wie z.B. Leckerlis etc., erzielen oft nicht mehr die gewünschte Wirkung. Ich weiß genau, was ich zu tun habe, damit Mama und Papa mich wieder richtig verwöhnen. Ich muss nur so tun, als wüsste ich nichts mit mir anzufangen oder als würde es mir so richtig schlecht gehen... Sobald sie dann aber mit mir ins Futterhaus und in eine Fressnapf-Filiale fahren geht es mir plötzlich wieder besser.

Ich frag mich nur warum die Beiden dann immer so lachen, anstatt böse auf mich und meine Schauspieleinlagen zu sein. Egal! Ich bin dann glücklich, Sophie ist glücklich, Jan auch - also sind alle gut drauf!

Letztens haben sie mich wieder völlig aus der Fassung gerissen. Andere Hunde bekommen eine tolle Hundehütte oder sonst etwas hingezimmert.... und ich? Ich bekomme ein Zelt für Kleinkinder aus dem IKEA! Erst fand ich es überhaupt nicht gut, weil ich nicht wusste ob ich da jemals wieder rauskommen würde, aber als ich erstmal drin war fand ich es klasse.

Es sieht aus wie ein Iglu. Mein Körbchen passt da auch rein. Und alle meine Spielsachen. Das ist echt praktisch! So habe ich endlich alles auf dem Haufen, muss nichts lange suchen und nicht einmal aufstehen um auf etwas herum zu knabbern.

Wenn draußen gutes Wetter ist steht das Zelt manchmal anders. Ich glaube, dass Sophie und Jan das Zelt drehen damit ich rausgucken kann. Im Schlafzimmer, wo mein Zelt steht, gibt es einen "Französischen Tritt" (ein Balkonfester ohne Balkon, also nur mit einem Gitter davor). Ich kann in meinem Korb liegen und die ganze Nachbarschaft beobachten. Wenn ich diese Möglichkeit habe fühle ich mich wie ein Inspektor auf Observation. Ich fühle mich sehr wohl in meinem neuen "Heim"!

Als wir vor kurzem innerhalb Berlins umgezogen sind hatte ich erst Angst davor, dass mir die neue Wohnung nicht gefallen könnte. Doch nun habe ich eine tolle Möglichkeit mich auch mal in Ruhe zurückzuziehen. Das möchte man auch, wenn man langsam erwachsen wird !

Oskar ist kein "Seehund" :-)

Oskar ist ein glücklicher Bulldog! Man merkt es an Tagen wie diesem.

Meine Eltern waren seit langem mal wieder zu Besuch in Berlin und wir wollten natürlich zusammen etwas unternehmen. Doch was??? Das Wetter war sehr gut. Zu gut um durch die Innenstadt zu schlendern. Also beschlossen wir zusammen an einen See zu fahren. Oskar kann mit seinen 2 Jahren immer noch nicht wirklich schwimmen. Er ist zwar schon 3 x bei kleineren Bootstouren über Bord gegangen, aber zum Glück immer wieder schnell aufgetaucht.

Als wir am See ankamen war die Luft einfach traumhaft. Es war angenehm warm und Oskar lief immer zügig, einem Ball hinterher, den Waldweg entlang. Wir merkten schon auf diesem Weg, dass Oskar besonders gut drauf war : er markierte jeden 3. Baum und rannte ständig vor, um als Erster am Wasser zu sein.

Als wir am Strand ankamen bemerkten wir, dass wohl viele Leute die gleiche Idee hatten, an diesem sonnigen Tag ans Wasser zu fahren. Weil der Liebnitzsee keinen öffentlichen Hundestrand hat entschlossen wir uns mit einem Boot raus zu fahren, um uns eine abgelegenere Stelle zu suchen. Oskar saß immer vorne und hielt Ausschau nach einer guten Stelle, um plantschen zu können (und schwimmen zu lernen :-). Er beobachtete ganz genau das Treiben auf dem See. Jedes andere Boot und Kanu wurde sofort auf seine Gefährlichkeit geprüft. Als wir anlegten sprang Oskar sofort ins Wasser, denn er liebt es im Wasser zu toben. Jedoch geht er nie tiefer ins Wasser, als er stehen kann.

Ich versuchte es mit seinem Lieblingsball, doch er schaute nur hinterher. Dann versuchten wir vor zu gehen und ihm zum Nachkommen zu animieren, aber auch dieser Versuch scheiterte. Nun versuchte ich ihn leicht am Gesäß und Brustkorb stützend zum Schwimmen zu bringen, aber sobald ich ihn los ließ, schwamm er sofort wieder zum Boot. Ich belohnte ihn mit Leckerlis für seine kleinen Schwimmeinlagen, aber es war nichts zu machen. Ich glaube er ist einfach kein "Seehund".

Als wir ihn in ein Handtuch gehüllt wieder im Boot sitzen hatten, da war die Welt für Oskar wieder in Ordnung. Auch wenn er an diesem Tag es wieder nicht verstanden hat, dass Hunde durchaus schwimmen können, wenn sie wollen, war es ein sehr gelungener Tag. Oskar war selbst auf dem Rückweg kaum zu bremsen. Als wir dann aber zu Hause ankamen kuschelte er sich zu mir in den Sessel und schaute (mehr oder weniger :>) mit mir Fußball. Und an seinen Bewegungen im Schlaf merkte ich, dass er gerade im Traum schwamm.


Sonntag, September 10, 2006

Bulldog - Familienbesuch :-)))

"Floral Garden I´m Connor" besucht seine Cousine "Goomba Happy Miss Frieda"

Gabi Mill-Rogel besuchte uns mit ihrem inzwischen 19 Wochen alten Connor. Er ist jetzt völlig stubenrein, jedenfalls bei uns :-)) Frieda und er sehen sich sehr ähnlich : die Verwandschaft springt sofort ins Auge :-))
Gabi gelang während des Rumtobens der Beiden im Garten ein ganz verrückter und auch leicht rätselhafter "Kopf-an-Kopf"-Schnappschuß der beiden ;-)

Die überwältigende Sensation für Connor war : er entdeckte an diesem Nachmittag, daß es WEIBCHEN gibt.

Zuhause erlebt er ja nur Bruder Hannibal. Und hier hat er mit Frieda einen weiblich duftenden Kumpel unter sich : wie Ihr auf dem Fotos seht fielen ihm darüber vor Begeisterung fast die Augen aus dem Kopf :-)

Und noch eine Riesen-Überraschung für Connor : aus seinem Bauch wuchs plötzlich ein großes rosa Etwas heraus, er starrte es fassungslos an ;-)...
Leider gelang uns kein Foto von diesem Erkenntnisprozess :-)) ... Dann begann es zu regnen und so wurde drinnen weiter gespielt und "exploriert" (Bild unten :-)

So langsam wurden dann beide Bulldogs müde. Connor zeigte (zu Friedas Erleichterung :-) an Stu und mir kein Interesse, sondern nur an IHR. Er verließ den Platz an ihrer Seite NUR, als Gabi zur Toilette ging. Da wartete er heulend vor der Tür, bis Gabi wieder raus kam - er war kurzfristig wieder der Welpe, der Mama vermißt ;-)

Auf der Homepage des VdFEB könnt ihr - etwa ab Mitte der Woche - ein kleines Video von diesem Nachmittag anklicken. Titel : "Früh übt sich, wer ein Meister werden will." ;-)


Freitag, September 8, 2006

Heute bringt Gastbloggerin Diana Himmler die Fortsetzung:

Elwoods glückliches Bulldogleben :-)

Seit dem 11. Juni 2006 haben wir ein neues Familienmitglied: Elwood ist ein 4 jähriger Rüde aus dem Tierheim und wir lieben ihn über alles (siehe 24. Juli 2006). Noch vor ein paar Jahren hätte ich nie gedacht, ein solcher Hundefan zu werden - aber von vorne:

Nach einigen beängstigenden Schnapp-Erlebnissen mit Hunden in meiner Kindheit habe ich immer einen großen Bogen um alle Vierbeiner gemacht, die größer als ein Dackel waren. Hunde haben mich fasziniert - aber doch lieber mit Sicherheitsabstand!

Dann hat sich eine Freundin einen Hovawart-Welpen gekauft : Buddy. Das süße schwarze Bällchen hat mein Herz erobert und wurde mein "Therapiehund". Buddy wuchs und wuchs und meine Angst wurde kleiner und kleiner. Jetzt ist er mein wunderschöner, riesiger Freund, der mich bei jeder Begrüßung über den Haufen rennt. Man kann nicht genau sagen, wer dann wen mehr abknutscht :-). Seit Buddy kam mir immer wieder der Gedanke in den Kopf, wie schön doch ein eigener Hund wäre. Mein Mann hatte früher Hunde, und so manifestierte sich immer mehr ein Vierbeiner in unserem Lebensplan.

Dann kam Paulchen. Nach einem Besuch bei Börney und Anette waren wir total fasziniert. (Und erstaunt über die Geräusche und Gerüche, die das kleine Paulchen so von sich gab :-)

Bulldogs sind einfach "ganz andere Hunde". Die Liebe und Freude über ihren Hund, die Börney und Detta ausstrahlten, war überwältigend. Hmm.. ja... so einer müsste es sein...

Ein gutes Jahr später: Unser Tierheim berichtet jede Woche in der Zeitung über zu vermittelnde Tiere. Und da war er: "Bulli ist ein EB-Rüde, der abgegeben wurde, weil seine Besitzerin mit dem Wesen eines Bulldogs nicht zurechtkam...." Mein Mann breitete die Zeitung mitten im Wohnzimmer aus und wir haben den ganzen Tag draufgeschielt. Sollen wir...?. Unser Freund Börney hat uns viele gute Tipps gegeben und uns bestärkt, siehe Beitrag 24. Juli 2006.

Nun sind zwei Monate vergangen. Elwood ist der tollste Hund des Universums und jeden Tag gibt es Neues zu erleben. Es fasziniert uns immer wieder, ihn noch ein Stückchen besser kennenzulernen:

Autofahren:
Jedes offene Auto ist eine Einladung zum spazieren fahren! Egal ob beim Nachbarn, der gerade Sprudelkisten einladen will, oder bei wildfremden Menschen: Ein Satz und Elwood sitzt im Auto. Es gab schon mehrere verdutzte Gesichter, so auch meines: Nach dem Einkaufen lies ich die Heckklappe offen, um die Einkäufe hochzutragen. Elwood kam mir entgegen und verschwand dann hinters Haus in den Garten. Als alle Tüten oben waren, war Elwood verschwunden. Panisch rannten wir ums Haus und schrien uns fast heiser. Und er? Ohne mit der Wimper zu zucken lag er platt im Kofferraum mit fragenden Blick...

Schärfster Wachhund der Stadt:
Sobald unbekannte Menschen im Treppenhaus laufen, springt er auf wie eine Rakete und bellt 1-2 Mal die Wohnungstür an. Danach rennt er noch schneller zu uns und will beschützt werden. Unter "pass auf!" versteht er er wohl: "ja, wir passen auf Dich auf!"

Schlitzohr:
Morgens bevor ich zur Arbeit muss, gehen wir eine kleine Runde um den Block laufen. Diese endet mit seiner "großen Morgentoilette". Danach sitzen wir zusammen auf der Couch und es gibt Streicheleinheiten. Wenn er nun keine Lust zum Laufen hat, schlürft er zum nächsten Gebüsch, hockt sich rückwärts ins Grün rein und "tut so, als ob er was tut". Danach dreht er sofort um und will nach Hause galoppieren. Nur leider sind 3 Sekunden etwas kurz für ein großes Geschäft und sein Trick fällt auf... Dann bekomme ich den "Spielverderber-Blick" und die Runde geht weiter.

Angst:
Es hat 2 Wochen gedauert bis er nicht mehr zusammenzuckte, wenn man ihn am Kopf streicheln wollte. Es hat 3 Wochen gedauert, bis er sich auf die Couch getraut hat. Es hat 8 Wochen gedauert, bis er sich getraut hat, eine angelehnte Türe mit einem leichten Schubser zu öffnen, dass er durchpasst. Bei vielen Dingen schaut er uns immer noch fragend an, als ob er sagen will "Wirklich? Ich darf das jetzt?"

Nachholbedarf:
Achim, Keanu und ich scheinen die albernsten Zweibeiner zu sein, die er bis jetzt kennen gelernt hat. Er will immer immer immer mit uns spielen - am liebsten "Kampf um den Ball". Er liebt alles was rund ist. Das gehört dann automatisch ihm, und er legt sich erst mal mit der Brust drauf. Seine neueste Entdeckung: Es gibt kleine Bälle, die sind innen saftig! Von jedem Spaziergang bringt er nun einen Apfel mit nach Hause, den er in sein Körbchen legt.

Stöckchen:
Wie? Stöckchen? Bei Elwood darf es schon mal ein armdicker Ast sein. Im Bach jagt er gerne einem geworfenen Stöckchen hinterher. Liegt aber was Größeres in der Nähe, versucht er schon mal, einen halben Baum herzuschleifen. Was für ein selbstbewusster Engländer!

In den ersten Wochen habe ich oft geweint, weil dieses sanfte, liebevolle Wesen eine "nicht so schöne" Vergangenheit hatte. Ich bin auch ein sanftes, liebevolles Wesen. Aber wenn ich daran denke, was Elwood in seinen ersten 4 Lebensjahren schon erleben musste, macht sich das Charles-Manson-Gen in mir bemerkbar...

Nie hätte ich gedacht, dass es so schön ist von einer Riesenzunge die Ohren ausgeschleckt zu bekommen.

Nie hätte ich gedacht, dass es Hunde gibt, die wie ein echter Löwe brummen können, wenn man sie krault.

Nie hätte ich gedacht, dass ich einmal lachen muss, wenn die Wände zittern, weil neben mir etwas grunzt und schnarcht...

Wir sind so glücklich, dass er zu uns durfte und können uns ein Leben ohne unseren Wurstl gar nicht mehr vorstellen!

Diana Himmler : "once a Bulldoggirl - always a Bulldoggirl"


Mittwoch, September 6, 2006

Heute erzählt Gastblogger Murat Karakaya

Von Goldfingern und Heldentaten

Manche graben nach Gold. Andere nach Holz oder nach sonstigem Zeugs, was sich so im Darm unangenehm bemerkbar machen könnte.

Die Geschichte beginnt so: Heute Abend waren wir durch einen Kumpel eingeladen zu einer Waldparty. Wir dachten, da wir uns in der Natur befinden, nehmen wir unseren Kleinen mit. Und los gings.

Dort angekommen haben wir uns erstmal durch die wildwuchernde Botanik gekämpft, entlang einem Weg aus Teelichtern über stillgelegten S-Bahn-Schienen, vorbei an einer kleinen, schwarzen, würstchenklauenden, läufigen, zickigen "Prager Rattler-Dame", die Ceanu zur Begrüssung in die Lefzen zwickte. Er nahm´s mit Fassung.

Leider war die Party recht schnell für uns vorbei, denn Ceanu wurde innerhalb nur einer halben Stunde zunehmend unruhiger. Wir dachten die Insekten fallen bestimmt grad über ihn her, aber wir alle saßen ja auf dem Waldboden, jeder von uns wurde mal von einer Mücke geküsst, aber keiner war so zappelig wie Ceanu.

Er kaute mal an seinem linken Hinterlauf, dann an seinem rechten Hinterlauf herum und versuchte seinen Unterleib mit der Zunge zu erreichen. Es war nichts eindeutiges erkennbar. Wir haben uns eine Taschenlampe gegriffen und geschaut, ob wir etwas an den Gliedmassen oder am Unterleib an unzugänglichen Stellen entdecken könnten : Zecken, Ameisen oder sonstige hundefressenden Insekten. Nichts zu sehen.

Ceanu war das alles außerordentlich peinlich, denn er wollte partout nicht aus dem Gebüsch kommen. Da halfen auch keine Leckerlis oder motivierende Gesten, die an denen der Hochglanzramsch-Verkäufer der Shopping-Kanäle im TV erinnern.

Also haben wir uns wieder durch die wildwuchernde Botanik gekämpft, entlang einem Weg aus Teelichtern über stillgelegten S-Bahn-Schienen vorbei an einer kleinen, schwarzen, würstchenklauenden, läufigen, zickigen "Prager Rattler-Dame", die Ceanu zum Abschied in die Lefzen zwickte. Er nahm´s mit Fassung.

Meine Frau hatte sehr gut beobachtet, dass Ceanu schon im Wald Anstalten machte sein "Großes Geschäft" zu erledigen. Es klappte aber nicht, also musste dort etwas im Darmtrakt sein, das den Weg nach draußen versperrt.

Zuhause angekommen griff sie sich kurzerhand ein Paar Gummihandschuhe, ein Abführmittel, und eh wir uns versahen war die erste Runde Klackeradatsch ganz souverän raus, die zweite Runde ging wenig später an Ceanu : das Abführmittel zeigte nämlich unmittelbar Wirkung und Ceanu machte das "Geschäft seines Lebens". Das lautstarke Konzert war phänomenal, und zum ersten Mal konnte ich hören, wie Ceanu vor Erleichterung nach verrichteter Dinge aufseufzte. Sonst hören wir das immer nicht, weil er sich dazu im Busch versteckt.

Ich würde mich nicht wundern wenn man das im Umkreis einer halben Meile gehört hat, denn wir waren die einzigen, die um die Zeit noch durch die Straßen geisterten. Und meine Frau war der Held des heutigen Tages.

So ging wieder ein turbulenter Abend und die Nacht mit Gelächter zuende.

Hintergrund-Info (E-mail) zur "Goldgräberei" ;-)

... ach, Ceanu knabbert doch gerne an dicken Ästen und Zweigen, eigentlich so wie andere Hunde auch, aber er hat wohl zu große Stücke verschlungen, die ihn hier und da gepickst haben, den armen Kerl. Mit der Watte verstehe ich das auch nicht... sowas frisst er garnicht. Ich denke er hat wieder an seinem Bettchen rumgerrissen. So etwas hat er schonmal gemacht. Da hat er eine Riesenfreude dran, wenn da etwas rauskommt, das durch die Luft fliegt :) Ich habe das Ding schon entsorgt.

Ceanu kommt jetzt in die Phase wo er wie die kleinen Jungs auch mit mir immer kämpfen und raufen möchte. Er fordert mich direkt auf, kurz nachdem er sich im Busch entleert hat. Danach beenden wir den Spaß mit Gehorsamsübungen und Leckerlies, damit er die Hierarchie nicht durcheinanderbringt.

Ach, es ist so schön die verschiedenen Entwicklungsstufen mitzuerleben.
Schöne Grüße, Murat


Montag, September 4, 2006

Heute berät uns Gastblogger Murat Karakaya ;-)

Runter mit den Pfunden - oder ...

... der Futterblick Deines Bulldogs :-))

Ach ja, der Sommer ist da und man(n) überlegt, wie man seine unliebsamen Speckröllchen von "den Hüften" bekommt. Nicht, dass es ihren Couchkojoten irgendwie interessieren würde, aber SIE vielleicht.

Es gibt ja unzählige Methoden, um abzunehmen. Hier die einfachste : Alles was man dazu braucht ist einen gefrässiger Bulldog. Und das Beste, dazu muss man weder sportlich sein, noch sportlich werden!

Aber es funktioniert eben hier wieder nur unter der Prämisse, dass Sie ein großes Herz haben und ihnen das Essen sprichwörtlich im Halse stecken bleibt, wenn ihr Schatz sie erwartungsvoll mit diesen wunderschönen grossen, braunen, alles zum Zerschmelzen bringenden Kinder-Augen anstarrt. (Seufz)Es sind einfach die schönsten der Welt :-)

!!!ACHTUNG!!! – Aufwachen!!! Jetzt aber bloss nicht schwach werden! Weggucken und nicht daran denken, ...

Also dank Ceanu esse ich heute nur noch die Hälfte von dem, was ich gegessen habe bevor Ceanu ins Haus kam. Damit wir uns richtig verstehen, Ceanu bekommt nichts von MEINEM Essen. Vorher nicht und nachher auch nicht. Ich kann immer NICHT WEITERESSEN, wenn Ceanu neben mir sitzt und mich dabei anschaut. (Das kann ich aber generell nicht, weil ich immer gern etwas abgebe, wenn ich sehe, dass ich der einzige bin, der etwas isst. Zumindest biete ich aber etwas an.) Ceanu soll so konditioniert werden, dass er Menschen ignoriert, die essen. Ich finde es ja lustig wenn mir ein großer sabbernder Molosser mit fliegenden Lefzen entgegenrennt, wenn ich ein HotDog in der Hand halte :-), aber ist ja nicht jeder so....

Ein Hasenfuß ist hier noch begraben:
Diese Erziehungs-Übung bei Tisch muss natürlich recht schnell zur Routine werden, noch bevor ihr Wauzi begriffen hat, dass es nix vom Tisch gibt, und er Sie in Ruhe (essen) lässt. Irgendwann findet er es nämlich doof, wenn er ständig vor einem Berg zerbrochener Herzen steht, statt vor einem Berg Essen.

So hat man mindestens einen guterzogenen Gentleman am Tisch und entledigt sich ganz nebenbei seiner überflüssigen Pfunde.

Liebe Freunde vom VdFEB, denkt an den Fotowettbewerb "Der Futterblick deines Bulldogs", den Gabi im "EBI" ausgeschrieben hat. Ich finde die zwei Fotos von Ceanus Futterblick oben verführen zu MEHR ... hm (Fotos natürlich :-))


Samstag, September 2, 2006

Heute unterhält uns Gastbloggerin Ilona Tetzlaff

Henrys Futterklau und Futtersegen :-))

Liebe Frieda, Cornelia und Stu,

... im Oktober sind wir wieder an der Ostsee in einem hundefreundlichen Hotel, in dem man sich schon sehr auf Henry freut. Ich glaube, Henry mag das Hotel-Leben: Immer feines Freßchen (am Frühstücksbuffet wird natürlich ein Ei eingesteckt..), weiche Schlafunterlagen (bevorzugt auf dem Sofa oder im Bett) und sehr freundlicher Service.
Im "Radisson SAS" in Fleeßensee, wo wir im Mai waren, gab es sogar Türklinkenanhänger mit der Aufschrift "Achtung, unser Hund befindet sich im Zimmer!" für das House-keeping. Sowas ist echt Klasse, wenn auch ein Hund gerne gesehen wird :o)

Ob Henry sich außer auf das Hotel auch sonst auf den Urlaub freut wage ich nicht zu beurteilen, Urlaub ist ja doch sehr stressig für ihn und bedeutet eine erhebliche Einschränkung seiner Schlafstunden :o)) ....

Ihm geht es gut, die heißen Tage hat er gut überstanden, oft in der Weser gebadet, und bei unserem Sommerfest aß er ein dreiviertel Blech Donauwellenkuchen mit Schokolade auf; natürlich heimlich. Wir befürchteten Schlimmes, aber außer einer dunkleren Verfärbung des Geschäftes hat er diese Eskapade überlebt.

Ebenso glimpflich lief sein Diebstahl einer Aprikose ab, die er fein säuberlich abmümmelte, um uns dann den Kern vor die Füße zu spucken. Meine Melonen im Gewächshaus habe ich schon hoch gelegt - im letzten Jahr fanden wir ihn mit dem einzig großen Exemplar laut schmatzend auf dem Rasen....

Leider läßt sich der Herr bei seinen Schand-taten nicht fotografieren. Aber immerhin konnte ich ihn für dies eine Foto dazu bringen, das Gänseblümchen 2 Millisekunden im Maul zu lassen :o)) Nächste Woche schaue ich dann mal in meinem "Archiv" - unser "Mützchen" (so nenne ich ihn, wenn er lieb ist / also selten :o)) ist doch in allen Lebenslagen digitalisiert :o)

Henrys Luxus-Eis ;-)

Im Sommer bevorzugt er auch gerne mal eine erfrischende Eistüte, wie beigefügtes Bild meiner Mutter beweist: Wir waren auf einer von mir organisierten Landpartie unterwegs, als die Bedienung im Café-Zelt Henry sah und sehr verzückt war. Sie sagte ihm, er dürfe leider nicht ins Zelt, aber ob er wohl ein Eis "auf die Hand" mögen würde. Ich bejahte für ihn (er war mit der Produktion einer großen Sabberpfütze beschäftigt), woraufhin sie ihm eine Kugel Bourbon Vanille (nur das beste!!!) auf einer Eistüte hinhielt. Zur Freude aller Umstehenden schleckte und leckte er sehr sorgfältig das Kügelchen weg, bevor er mit drei vorsichtigen Bissen auch die Eistüte vernichte....

Henry schien danach sehr zufrieden mit sich und seinem Besuch bei "Garten & Ambiente"...

Euch noch einen schönen Tag - bei uns regnet´s, und der Herr seufzte vorwurfsvoll, als er nach minutenlangem Kampf mit seinem Augenlidern das Wetter sah...

Ganz liebe Grüße von Holger, Henry & Ilona

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, geboren 1945 in Wuppertal, hat seit 34 Jahren Englische Bulldoggen. Jetzt sollen die Bulldoggen hier ihr eigenes deutsches Weblog bekommen. Eure Bulldog -Anekdoten, -Fotos und -Tipps für's Blog sind willkommen.







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