Cornelias 'Bulldog Blog' ...

Dienstag, Oktober 30, 2007

Abschied vom "Goldenen Oktober", denn ...

der "Nebel-November" steht vor der Tür!

Hinein in den November : HIER ein Zeitungsausschnitt über eine Bulldog-Halloween-Party in Philadelphia.
Danke Klaus für´s Zuschicken, und Grüße an Doris, Berta und Willie :-)


Sonntag, Oktober 28, 2007

Heute erfreut uns wieder Gastbloggerin Melanie Pfersich

Lotte, Lotte, Lotte, oder einmal Lotte immer Lotte

Wer unsere kleine Charlotte schon kennenlernen durfte, der weiß genau, wie sie sich in die Herzen schmust.

Als der Anruf von Cornelia kam, dass ein kleines Bulldogmädchen ein neues Zuhause sucht, wussten wir nicht mehr, als dass es ein kleinwüchsiges und übergewichtiges 9 Monate altes Bulldogmädchen sein würde. Herkunft und Name des kleinen Mädchens kannten wir bis dahin nicht. Schnell stand fest, wir nennen sie erst ´mal "Schnecke", das wird der Beschreibung irgendwie gerecht.

Beim nächsten Bulldog-Treff in Westfalen (siehe Bericht vom 3. Oktober 07) war unser großer Tag, das erste Treffen mit Charlotte. Meine Schwester Claudia, ich und unsere Eltern sind früher als ursprünglich geplant los, um vor dem Treffen bei Eduard "unsere" Charlotte abzuholen. Wir haben Charlotte als Pflegekind bei uns aufgenommen und schnell war klar, Charlotte muß bleiben.

Eine Woche war Charlotte der reinste Engel, ein Traumhund. Als endgültig klar war, "Lotte" bleibt bei unseren Eltern, fing sie an aufzublühen und auch den Bengel in sich zu zeigen. Der Reihe nach:

Charlotte geht geregelten Arbeitszeiten nach, was für sie heißt :

Etwa 06:00 Uhr aufstehen und für gute 30 bis 45 Minuten bei Wind und Wetter auf die Felder.
Wieder zu Hause gibt es Frühstück und dann, Charlotte hat Gleitzeit, gegen 08:45 ins Büro, wo ihre Kollegen Olly und Knut schon am arbeiten sind. Bis 13:30 wird das Knabber-Spielzeug bearbeitet, dann ist Pipipause und es gibt einen Keks. Bis etwa 18:30 müssen nun Decken sortiert und durchstöbert werden und mit den Kollegen diskutiert werden. Meist ist man sich einig, es kann aber auch mal laut werden.
Dann ist Feierabend. Die Felder warten und jeder der drei geht nach Hause.

Samstags wird dann etwas zusammen mit allen drei Bulldogs unternommen:

Am letzten Samstag stand erst der Baumarkt auf der To-Do-Liste, dann das Dänische Bettenlager gegenüber und der Fressnapf. Unplanmäßig ging es noch zur Mercedes-Werkstatt, zum Schreiner und in die Nähstube.

Als wir stolz mit den für Charlotte neu im Dänischen Bettenlager erworbenen Fleecedecken heraus kamen, saß diese breitbeinig auf dem Beifahrersitz und hatte die Mittelkonsole zerkaut. Dazu grinste sie noch irgendwie frech. Obwohl man entsprechend sauer war, wurde der Plan eingehalten und es ging in den Fressnapf.

Kurzer Rückblick:
Als wir klein waren, wurde uns eingetrichtert, unter keinen Umständen fremden Leuten die Haustür zu öffnen. Unsere Mutter ging aus dem Haus, dachten wir. Sie saß bei der Nachbarin direkt Wand an Wand zu uns und die Nachbarin klingelte bei uns. Wir haben uns standhaft geweigert, die Tür zu öffnen, aber nach langem hin und her und viel Überzeugungs-kraft der Nachbarin haben wir die Tür dann doch geöffnet, woraufhin unsere Mutter aus der Nachbarwohnung schoss, und böse meinte: "So, ihr wart nicht lieb, ihr habt die Tür aufgemacht, wir gehen jetzt kein Eis essen!"

Charlotte aber hat, obwohl sie alles andere als lieb war, im Fressnapf, sie durfte mit rein, Spielsachen bekommen, Futter und ein kleines schwarzes Höschen!

Danach ging es gleich zur Mercedes-Werkstatt, einen neuen Deckel für die Mittelarmkonsole zu bestellen.
Wieder zu Hause merkten wir, dass an der Jacke unseres Vaters am rechten Ärmel alle Lederknöpfe fein säuberlich zerlegt wurden. Also ging es noch zum Schneider, passende Lederknöpfe suchen. Unser Vater meinte, es sei sowieso eine alte Jacke gewesen, denn auf "sein Mädchen" läßt er so schnell nichts kommen.

Da "Lotte" sich zuvor derart liebevoll in unsere Herzen geschmust hatte, können wir ihr natürlich alle nicht lange böse sein. Auch nicht am nächsten Montagmorgen :

Unser Vater sitzt schon bei seinem Müsli und liest seine Zeitung, Charlotte schaut kurz rein und geht wieder. Ins Körbchen wurde vermutet. Unsere Mutter ist noch im Bad und richtet sich fürs Büro. Richtig, Charlotte ist unbeobachtet. Die 16 ½ Jahre alte Hauskatze petzt nicht gerne und somit hatte Charlotte genug Zeit, am Kleiderschrank unserer Eltern das Korbgeflecht neu zu gestalten. Künstlerische Freiheit in allen Ehren, aber unserer Mutter kamen nun doch mal 3-4 kleine Tränen. Hatte es doch der alte Schrank so viele Umzüge, Jahre und Haustiere fast unversehrt überstanden, haben ihn nun mit einem Streich die Spuren der Zeit eingeholt.

Aber das wird sicherlich bald anders, denn Charlotte kommt ab nächster Woche ihrer Schulpflicht nach. Sie ist in der Grundschule angemeldet und kommt, dem offenen Schulsystem sei Dank, mit Olly, gymnasiale Oberstufe und Knut, gymnasiale Orientierungs-Stufe, in eine Klasse. Da andere Hunde den Lernstoff meist anders verarbeiten, werden die drei zusammen unterrichtet ohne andere Hunde.

Sicherlich gibt es dann bald viel Neues zu berichten. Bis dahin grüßen Euch alle Eure Charlotte und die Jungs mit der Familie Pfersich.


Freitag, Oktober 26, 2007

Heute erzählt Gastbloggerin Nadja Schulze

"Dicker" Familienzuwachs

Hallo liebe Bulldog-Freunde,
nachdem sich unser Familienzuwachs Gwen (diesen Namen haben wir nicht mehr benutzt, da er darauf nicht reagiert - haben ihn kurzerhand in "Dicker" umbenannt) bei uns hoffentlich heimisch fühlt, atmen wir auch langsam auf. Wir haben uns sehr über die schnelle (wenn auch arg chaotische )Vermittlung gefreut. (siehe Beitrag unten vom 4. Oktober)

Das Familienleben wurde mal wieder komplett umgekrempelt, aber es hat alles gut geklappt und wir hoffen, dass unsere beiden Vierbeiner einen Bund fürs Leben geschlossen haben. Obwohl das letzte Wort in der Rangordnung sicher noch nicht gesprochen ist. Die Kastration hat unser "Dicker" auch ganz gut weggesteckt, da er von unserer Hündin Ashley gut "gepflegt" wurde. Selbst der Tierarzt ist begeistert, da er noch nie einen Hund hatte, der sich so gefreut hat, wenn er auf den Behandlungstisch muss.

Nur die lange Autofahrerei an diesem Chaosfreitag hat bei unserem "Dicken" tiefe Wunden hinterlassen. Sobald es in Richtung Auto geht, legt er konsequent den Rückwärtsgang ein. Wir hoffen das gibt sich wieder. Motorräder vertreibt er übrigens; er scheint da spezifische Erfahrungen mit zu haben.

Da unsere Ashley fast schon hyperaktiv ist, geht es auch im Garten recht sportlich zu, mal sehen welcher Charakter sich durchsetzt, und ob im kommenden Jahr wieder Gras wachsen darf. Bisher wurde der Rasen von Ashley bei der Jagd auf alles, was sich bewegt, und von unserem Sohn, der ehrgeizig Fußball trainiert, attackiert. Beides findet "Dicker" super und beteiligt sich.

Bei der Jagd mit Ashley hat er keine Chance zu gewinnen, aber beim Fußball lässt er nichts anbrennen und hat einige Tricks auf Lager, zum Leidwesen unseres Sohnes, der nach und nach seine Bälle einbüßt, denn der "Dicker-Sieger" lässt die Luft ab.

Auch bei der Gartenarbeit hat "Dicker" ganz schön zu tun, Eimer, Gießkannen und andere Utensilien müssen immer ordentlich verteilt werden. Und das Konstruktionsprinzip vom Maschendrahtzaun (des Nachbarn) hat er erfogreich durchschaut :-)

Der "Dicke", hieß es, kennt keine Kommandos. Aber er versteht, was ich will - und er tut es! Ein Beispiel:

Unsere Ashley (auch "Dünne" genannt) ist eigentlich kein Menschenhund, sie lebte in Rumänien auf der Straße und unter deren Gesetzen, bis sie als Nothund zu uns kam. Sie mußte menschliche Lebenspielregeln erst kennen lernen. So brachte ich ihr bei, den Futtertopf nicht wie eine Jagdbeute zu behandeln, sondern so lange davor sitzen zu bleiben, bis ich "jetzt" sage.

Wie nun "Dicker" beim Füttern behandeln? Ich brauchte ihm gar nichts zu sagen, er wußte was angebracht war und wartete auf mein "Jetzt". Mein "Dicker" versteht mich aus dem Bauch heraus!

Die Nächte sind noch recht schlaflos für mich, da ich einen leichten Schlaf habe und nun zwei "Männer" neben mir um die Wette schnarchen. Morgens dann weckt mich "Dicker" mit schmatzigen, begeisterten Küssen!

Wir sind aber auf jeden Fall glücklich mit unserem "Dicker" und Ashley und möchten uns nochmals herzlich bedanken.
Viele liebe Grüße von Nadja und Familie.


Anmerkung:
"Dicker" stammt aus der Zucht von Rafaela Schuda. Er ist der Bruder des uns bekannten Caligula :-) und von Egon ;-), den wir Halloween näher kennenlernen werden. Rafaela bemühte sich sehr, dass "Dicker" zu Eduard Jegodka in die Vermittlungs- und Pflegestelle kam - und nicht sonstwo landete. Sie selbst konnte ihn nicht aufnehmen, da ihr Haus schon Bulldog-voll ist, und sie keinen Zwinger hat und auch nicht haben will. C.S.D.


Mittwoch, Oktober 24, 2007

Ratgeber:

kluge Entgegnungen auf dumme Sprüche

Eduard erzählte mir am Telefon:

"Ich ging am Ölbach hinter unserem Haus spazieren, und da kam mir ein Paar entgegen, das zunächst ganz angetan von Higgins war. Nach kurzer Zeit bemerkte die Frau dann aber ziemlich harsch : "Aber der hat ja einen kupierten Schwanz!" Ich erklärte freundlich, dies wäre beim Englischen Bulldog so, alles an Higgins sei natürlich, ein OP-Messer hätte er nie erlebt.

Aber diese Frau insistierte auf immer unerfreulichere Art, Higgins hätte den Schwanz kupiert bekommen, das sei verboten.... und schließlich gipfelten ihre Anwürfe in der fast schreiend vorgebrachten Forderung, Higgins müsse mir abgenommen werden!

Da riß mein Geduldsfaden. Im Abwenden und Weitergehen sah ich sie ernst an:

"Eigentlich wollte ich ja nicht öffentlich darüber reden. Aber .. Higgins ist gar kein Hund. Er ist eine Kreuzung zwischen einem Schwein und einem Hund. Und vom Schwein hat er den Ringelschwanz geerbt!"

Als Eduard dies erzählte, flossen mir vor Lachen die Tränen. Wir meinten ein BB-Beitrag von witzigen und klugen Entgegnungen auf solche - immer gleich dumme - Anmache sei lohnend. Er könne als RATGEBER für solche Situationen dienen. Und hier ist dieser Ratgeber nun ;-)

Eine Auswahl kluger Entgegnungen auf dumme Sprüche

  • "Pah, der sieht ja aus wie ein Schwein!"
    Stu : "Du kennst nur Schweine!"

    Der Knabe wurde, nachdem er die Bedeutung dieses Satzes endlich begriffen hatte, knallrot.
  • "Ein Schweineschwanz!"
    Petra : "Klar, bloß der Rüssel ist nix geworden."
    Oder :
    "Wir haben extra eine Sau eingekreuzt, damit ich nicht immer die Reste von den Kindern essen muß!"
  • "Der Hund ist aber häßlich!"
    Stu : "Gnädige Frau, dieser Hund ist gezüchtet so zu sein! Was ist IHRE Ausrede?"
    Kleinlaute Antwort : "Ich weiß, dass ich häßlich bin!" Betretenes Schweigen der Umstehenden.
  • "Der Hund ist aber fett!"
    Cornelia :"Sie sehen doch wohlerzogen aus. Warum sagen Sie dann etwas so Unhöfliches zu mir?"

    Erschrockene Antwort : "Sie haben Recht. Ich entschuldige mich!"
  • "Der Hund ist aber zu dick!"
    Stu : "Das hat er von mir geerbt."
    Oder : "Der ist auch nur ein Mensch!"
    Dann meist Verlegenheit beim Sprücheklopfer...
  • "Puh, ist der Hund widerlich verfettet!"
    Cornelia : "Aber immer noch weniger als Sie!"

    Da schnappte die dicke Dame nach Luft wie ein fetter Karpfen...
  • "Ist das ein Kampfhund?"
    Jutta : "Nein, aber ich bin eine Kampffrau!"

    Der Mann flüchtete.
    Stu : "Halten Sie Ihre Hand hin. Wenn Finger fehlen, dann ja!" Oder :
    "Keine Angst, er hat gerade schon einen Mann gefressen!"
    Dann wird meistend gelacht.
    Kathrin : "Sogar Internationaler und Deutscher Champion als Kampfhund!"
    Sehr dumm guckende Gesichter! Oder :
    Petra : "Das sind ZWEI Kampfhunde, ein bayerischer Kampfhund (unser Dackel), der beißt aber nur Jungfrauen. Und die andere beißt nur Leute mit einem IQ über hundert. Sie können also ganz beruhigt sein."
    Antwort: "Na dann ist es ja gut." Ich hab mich schwer zusammen reißen müssen...
  • "Beißt der?"
    Cornelia : "Nein, der küßt. Aber das ist bei diesem Maul auch ein Erlebnis!"

    Allgemeines Lachen.
    Oder : "Der beißt nur auf Wunsch!"
    Verlegenes Grinsen...
  • "Das ist ja ein Bulldog. Sie Tierquälerin, der kriegt ja keine Luft!"
    Cornelia : "Sehen Sie hin. Der EINZIGE, der hier sein Maul aufhat, das sind SIE!"

    Antwort : "Oh ja, Entschuldigung. Man hört das eben nur immer..."
  • "Der ist ja mit dem Kopf vor die Wand gelaufen!"
    Cornelia : "Der hat mehr als dumme Sprüche drauf! Was ist denn mit Ihrem Kopf passiert?"
    Oder :
    "Plappern Sie immer dumme Sprüche nach?"
    Oder :
    "Bildungs-Notstand, was ??" Oder :
    "Der einzige, der diesen Spruch noch witzig findet, sind Sie!"
  • "Ist das ein Boxer?"
    Cornelia : "Nein, aber dessen Vetter!"
  • "Ist das ein Mops?"
    Cornelia : "Fast richtig geraten! Noch ein Versuch...:-)"
    Petra : "In diesem Leben nicht mehr !"

Mehr fällt mir jetzt nicht ein. Dazu muß ich anmerken, ob wir humorvoll, scharf oder voller Spott antworten, das hängt vom Tonfall des Gegenübers und auch von seinem Gesamteindruck auf uns ab.

Ich muß jetzt aber auch betonen, Faktor 100mal häufiger bekommen wir freundliche, herzliche und sogar bewundernde Kommentare zu unseren Bulldogs auf der Straße zu hören. Hier Beispiele :

Eine kleine Auswahl bezaubernder Begegnungen

  • "Darf mein Kind (im Kinderwagen) den Hund (Wilma) mal streicheln?"
    "Ja gerne!" "Danke, jetzt wird mein Baby schöne Träume haben!"
  • "Mama, Mama, mein Teddybär ist lebendig geworden!" rief ein Kleinkind, das jubelnd auf Alma zulief und sie fest umarmte und drückte.
  • "Mama, Mama, da ist ein Eisbär-Baby!" rief ein Kleinkind auf der Straße. Mutter und Kind kamen zu uns und streichelten die schneeweiße Ziska liebevoll.
  • "Mamma, die Lollo liebt mich- sie küsst mich!" erzählt Petra. Das sagte ihr 6-jähriger Nachbarjunge, verzückt und mit Sternchen in den Augen zu seiner Mutter, als Lollo gerade 3 Tage dort war. Er war zum "Hundebaby gucken" gekommen, und Lollo war ihm auf den Schoß gekrabbelt und hatte ihn abgeleckt.
  • "Der Hund ist GEIL!" Darf ich ihn küssen?"
    Und der junge Mann warf seine Zigarette weg und küßte Wilmas Maul, bevor wir überhaupt antworten konnten!!!
  • "So ein wunderschöner Hund!"
    Das hören wir oft. Stu antwortet dann gern "Von mir sagt das niemand!" ;-)
  • "Mein Gott, ist dieser Bulldog (Frieda) beweglich und schön! Und er bekommt ja Luft! Von so einem Bulldog träume ich schon lange... Von welchem Züchter haben Sie ihn?"
    So etwas hören wir häufiger. Dann gebe ich diese Blog-Adresse als Orientierungshilfe an.
  • usw usw usw ... Wer kann weitere solch schöne Erfahrungen erzählen?


Montag, Oktober 22, 2007

Am Donnerstag, 25. 10, um 14 Uhr, in Pro7 :

Ernest Superstar in "We are family!"

Sue Klette rief mich an und fragte, ob ich sie nicht ein paar Tage in München besuchen wolle - Pro7 würde eine Sendung mit ihr, ihren Kindern und Ernest drehen, und das würde bestimmt interessant, wahrscheinlich sogar lustig, und ich könne in Ernest´s Drehpausen ihn vielleicht auch hüten. Ok, ich fuhr Mitte August hin!

Das Thema verrate ich hier noch nicht - ihr werdet sehen ;-)) Nur soviel : Es WAR lustig !

In einer der Dreh-Szenen war Ernest der Hauptdarsteller : Drei ihm fremde Männer sollten versuchen, mit ihm einen Agility-Parcour zu bewältigen. Das Ganze spielte in der "Hundeschule am Olympiapark", deren Trainerinnen Vanessa und Rita ich als überaus freundlich und kompetent erfahren habe.

Ernest stellte eine wahre Herausforderung für die Herren dar! Wir Zuschauer lachten und grinsten! Ernest ist nämlich ganz auf Sue geprägt ... aber seht es Euch am 11. an ;-)

Am Rande:
Wir fanden bei einer weiteren Dreh-Szene - in einem Rapper-Shop in Schwabing - mehr typischer- als zufälligerweise diese US-Werbung :-))...
Ich war 1992 das letzte Mal in Schwabing gewesen und erschrak jetzt, wie weit auch dort die Amerikanisierung der Mode- und Geschäftswelt fortgeschritten ist; wohl im gleichen Maße fortgeschritten ist, wie der Anti-Amerikanismus - als allgemeiner Gegentrend - auch...

Ernest ist ein großer und starker Rüde; er und ich liebten uns vom ersten Augenblick an, und zwischen den Versuchen der drei Herren, ihn zu Slalom und anderem zu verführen, kam er zu mir, setzte sich auf meinen Fuß, sah hoch und fragte mich, was das denn bloß solle. (Sue war beschäftigt, sie mußte ihre Eindrücke vor der Kamera erzählen.) Also erklärte ich Ernest, er möge alles mit Humor nehmen, bald sei es sowieso vorbei. Ernest verstand, gab beim letzten Durchgang entschlossen Gas und zeigte, dass ein Bulldog nicht nur einen Dick-Kopf hat, sondern auch über viel Verstand darin verfügt!

Ernest zeigte sich als wundervolles Beispiel für den Charme, die Willensstärke, die Klugheit und letztlich auch die Anpassungsfähigkeit des Englischen Bulldogs. Zu Beginn des Drehs respektierten ihn alle, und zum Ende liebten sie ihn, jedenfalls mehr oder weniger ;-) Ich war stolz auf Ernest - und Sue, Tochter Caro mit Spike und Sohn Tim sowieso!!!


Nun Gastbloggerin Sue Klette über dieses Dreh-Erlebnis :

Ernests großer Auftritt, oder die Tücken mit der "Katze"

Für eine Aufzeichnung einer Folge von Pro7´s "We are Family" hatten wir fünf Tage ein Filmteam in unserer Wohnung. Ich machte mir viele Gedanken darüber, ob Ernest die Leute wohl auch in unsere Wohnung lassen würde. Nun, die Personen waren nicht das Problem, es war das mitgebrachte Equipment!

Ernest hasste vor allem die "Katze", so der Fachausdruck für den Mikrofon-Puschel, wie wir es nannten. Ein graues Fell an einer Angel, welches das Mikro vor störenden Nebengeräuschen schützt. Gleich zu Beginn, eine Szene im Wohnzimmer: wir sollten uns unterhalten, während der Hund neben mir sitzt. Ernest sieht den Puschel von oben näher kommen, ich merke wie er sich anspannt und schon springt er knurrend und Zähne fletschend hoch in Richtung Puschel....

Also, Szene abbrechen und alles auf Anfang. So ging es die ersten zwei Tage andauernd. Ernest freute sich, wenn Redakteurin Anna, Kameramann Mario und sein Bruder und Tonmann Maik unsere Wohnung betraten und begrüßte sie freundlich, ließ sich auch das Bäuchlein kraulen. Sobald sie jedoch auch nur ein Teil ihres Equipments in Hand nahmen war es vorbei mit lustig. Da half alles "schön füttern" nichts.

Cornelia, die während dieser Zeit Ernests persönliche Nanny war und sich um sein Wohlergehen kümmerte, stellte folgende These auf: In der Natur steht ja auch nicht plötzlich der gewohnte Baum woanders oder der Felsen wechselt seinen Platz. Bulldogs, jedenfalls Ernest, mögen keine Veränderungen in ihrer persönlichen Umgebung. Dies hatte ich auch schon im normalen Alltag bemerkt. Neben Ernests Fressplatz steht unsere Spülmaschine. Ist die Tür nicht ganz geschlossen, bellt er um uns darauf aufmerksam zu machen. Er frisst erst, wenn die Tür zu ist. Auch das Fenster über dem Fressplatz hat geschlossen zu sein. Steht der Mülleimer ein wenig verrutscht reagiert er ebenso mit Bellen, bis wir ihn gerade hinstellen. Er ist also ein kleiner, liebenswerter Kontrollfreak!

Am ersten Tag, der natürlich der schwierigste war, vertilgte Ernest während des Filmens drei Scheiben mittelalten Gauda (seine Lieblingssorte) in Mini Stückchen; wir gaben sie ihgm, nur damit er bei Laune blieb. - Übrigens war es bei Außenszenen kein Problem mit dem Equipment. Dort zeigte er keinerlei Groll gegen Kamera, Stativ und Co.
Und hier das Abschiedsfoto vom letzten Abend :-)

Wer sehen möchte, wie der Beitrag geworden ist, kann das am Freitag den 12.10.07 um 14:00 Uhr auf "Pro 7" tun. Die Sendung heißt: "We are family! So lebt Deutschland."


))-: Eine inzwischen leider nötige Ergänzung :-((

Leider hat Pro 7 nun zum 2. mal den Sendetermin verschoben. Der Tenor lautet: Zu positiv, zu lustig! Nun, wir sind ja auch keine Trauerklösse, Gott sei Dank auch keine besonders unglücklichen Menschen. Kurzum: Eigentlich passen wir nicht so recht in dieses "We are family"-Format. Aus der ursprünglich gedrehten Fassung wurde eine Person sogar komplett rausgeschnitten, da angeblich zu unglaubwürdig. Es wurde bemängelt, wir hätten zu wenig Konflikte eingebaut usw....

Liebe Vereinsfreunde, bitte erwartet keine hollywoodreife Sendung, erfreut euch einfach an Ernests Beitrag darin und nehmt nicht alles ernst, was gesprochen wird. Wir haben leider keinerlei Einfluss auf das was jetzt "zusammengebastelt" wurde, damit es ins gewünschte Klischee passt :-((

15. Oktober, herzlichst Euere Sue Klette


Samstag, Oktober 20, 2007

Bulldog-Kalender 2008

Der US-Verlag BrownTrout hat auch für 2008 wieder mehrere sehr schöne Bulldog-Kalender herausgegeben. Auf der oben verlinkten Webseite finden Sie Größe, $-Preise und sonstige Detailangeben. Erstmalig können diese Kalender auch direkt in Deutschland bestellt werden:

BrownTrout Verlag GmbH, Walter-Freitag-Str.40, 42899 Remscheid, Tel. 02191-2097257

Übersicht der Monatsbilder des Kalenders oben links, Übersicht der Monatsbilder des Kalenders oben rechts und Übersicht der Monatsbilder des Kalenders unten.

Das Januarbild des Kalenders oben rechts zeigt unseren Alaska-Willie, als er 9 Monate alt war. Er (Doris ;-) schrieb über dieses Studio-Ereignis bei der bekannten Tierfotografin Randy Hirschmann im Beitrag vom 7. Oktober 2006. Dort sehen wir das später vom Verlag ausgewählte Foto in größer. Nicht nur dem Verlag, sondern auch mir gefiel dieses Foto ganz besonders gut.

Randy Hirschmann machte in diesem Jahr erneut Fotos von Berta und Willie. Davon werden aller Vorraussicht nach welche in Kalendern für 2009 und 2010 erscheinen. Auch bei dieser Session war wieder Berta die Brave, und Willie der Lümmel :-) Mehr darüber im Beitrag vom 7. Januar 2007 ;-))

Besonders praktisch finde ich die Ringbuch-Wochenkalender von Browntrout. Ich benutze sie seit Jahren und sammele sie auch!


Donnerstag, Oktober 18, 2007

Prednisolon: Wichtig für die Not-Apotheke

Anfang September, Hochsaison der Pflaumenernte.
Eduard rief an und erzählte von seiner und Kathrins schlimmer Nacht:

Higgings fing nachmittags an zu hüsteln, so als hätte er etwas im Hals. Das klang nach einer kleinen Erkältung, aber... Im Laufe des Abends steigerte sich die Not von Higgins bis hin zu Krämpfen am ganzen Leib, die Augen quollen ihm aus dem Kopf, er bekam fast keine Luft mehr. Also sofort zur Notklinik vor Ort. Higgins wurde sogleich Cortison gespritzt und sein Zustand verbesserte sich zusehends. Vermutlich war ihm ein Insekt in den Hals geraten....... Nachmittags von Higgins Unglückstag passierte Chilli fast das Gleiche! Sie hatte sich an all dem "Süßem" unterm Pflaumenbaum vergnügt - und sie lernte dort die Wespen kennen!

Anke Teloudis mailte Eduard und Kathrin Jegodka:

Hallo, ich bin Anke, die Mutter von Ina Tansley und Chilli's "Pflegeoma", d.h. Chilli wohnt mit Ina und Rob in der oberen Etage, wir (mit unseren 3 Golden -Mädels und 3 Katzen) unten, und Chilli ist bei uns, wenn Ina und Rob arbeiten; als fester und geliebter Teil des Rudels.

Gestern stellte ich bei Chilli eine kleine rote Schwellung zwischen Auge und Nase fest, dachte "da haben die Mädels wohl etwas zu wild gespielt"... 2 Minuten später wurde das Auge dick, ich vermutete nun einen Insektenstich und gab ihr eine Kautablette mit 500 mg. Kalzium. Das Gesicht schwoll so schnell weiter an, dass man zusehen konnte !

Anruf beim TA (Landtierarzt mit Passion Kleintiere), der wurde weitergeleitet auf's Handy, er war bei einem Notfall im Kuhstall, wollte aber so schnell wie möglich kommen. Er sagte "Ihr habt doch Prednisolon im Haus (2 unserer Katzen haben ein Autoimmun-Problem und brauchen es ab und an), gib ihr sofort 15mg davon in die Backentasche, wenn es sich nicht bessert gib 10 mg nach, was anderes könnte ich auch nicht geben, würde es aber spritzen."

Hab ich gemacht - und gekühlt wie blöd, Eiswürfel lutschen lassen und damit die Lefzen von innen abgerieben, denn inzwischen war keine Chilli mehr zu erkennen - die Augen fest zugeschwollen, die Lefzen so dick, dass sie nicht mehr durch die Nase atmen konnte und die Zunge schwoll auch an !

Unsere Althündin Ronja beroch sie, legte sich vor sie auf den Boden (Chilli war auf der Couch) und wimmerte nur noch. Es war also wirklich ernst, Ronja hat das erst einmal gemacht: bevor unser Rüde Aron starb.

Chilli war unheimlich ruhig, liess alles mit sich geschehen, nur ihr Herzchen raste (Puls 180) - und dann stand die Schwellung, der Puls normalisierte sich, Ronja stand auf, schnupperte noch mal an Chilli - und ging in die Küche ;) ÜBERSTANDEN !!!

Dann konnte ich fast sehen, wie die Schwellung nachliess - nach 1 Stunde war nur noch die betroffene Lefze dick. Unser TA strahlte, als er sie sah - alles wieder OK !!!

Von der Prednisolon-(Cortison)Gabe bis zum Stillstand der Schwellung waren vielleicht 10-12 Minuten vergangen. Hätte ich es gewusst und ihr sofort gegeben, hätte ich Chilli und mir (und Ronja) die schlimmsten Minuten ersparen können.

Jeder von uns hat jetzt Prednisolon im Geldbeutel - und im Haus ist es auch oben und unten. Die Notfalldosis ist 1bis 2 mg /Kg Körpergewicht. Für den Dauergebrauch von Cortison bin ich nicht, wenn's irgendwie auch anders geht - aber es rettet im Notfall Leben !

Ich hoffe, Higgins hat sich gut erholt und Ihr könnt jetzt auch wieder durchatmen. Wegstecken lässt sich so ein Erlebnis aber nicht so schnell - dazu lieben wir "unsere Kleinen" viel zu sehr. Liebe Grüße, Anke

4 Wochen später : Chilli trifft Käthchen

Wie wir im vorletzten Beitrag erfuhren, lebt Käthchen jetzt bei Rafaela Schuda im Georgshof bei Berlin. Ina und Rob Tansley ließen es sich nicht nehmen, sie dort zu besuchen :-)

Rafaela erzählte mir, dass Spuren dieses schrecklichen Wespenstiches an Chillis Nase immer noch als Rötung zu sehen seien!

Es war wohl ein schöner Nachmittags-Besuch; Chilli fand besonderen Spaß an Rafaelas Wilma ;-) und an eines Nachbarn Schuhen ;-) Und wie wir links sehen, zeigte sie sofort einem Nachbarskind ihren schönen Bauch, um einerseits dem Kind jede Angst zu nehmen - und um andererseits (sehr schlau :-) ihren Bauch gekrabbelt und gestreichelt zu bekommen!

Ich danke dem Himmel, dass Chilli und Higgins diesen allergischen Schock überlebt haben!


Leserbrief von Petra Kellner aus Köln

Guten Abend liebes Savory-Rudel,

.... Habe den heutigen Beitrag im Blog gelesen - wir hatten das gleiche Problem am Wochenende mit Lollos Bruder Leonardo (erstes "kleines Geschwistertreffen"): scheinbar ist er hier im Garten von etwas gestochen worden - auf dem Weg von uns nach Hause schwoll sein Gesicht total an, er hatte keine Falten mehr im Gesicht.

Seine Züchterin Frau Braum riet ihnen am Telefon als Sofort-Therapie zu Calcium, sein Zustand verschlimmerte sich aber auf der Autofahrt drastisch. Da mein Mann Kinderarzt und Kinderradiologe ist, riefen sie voller Panik wieder hier an. Er schickte sie umgehend in die nächste Tierklinik (Gott-sei-Dank waren sie nur ca 800 m von der uns bekannten Tierklinik entfernt), und er meinte, als Notfallmedikament sofort Cortison spritzen lassen. Das bekam Leonardo dann auch, zusammen mit einem Antihistaminikum.

Die Tierärztin meinte zwar, es sei eine Kontaktallergie, aber er hatte ca 30 Minuten vor der Abfahrt einmal laut geschrien - und ich habe am nächsten Tag noch eine Wespe in genau diesem Beet gefunden....

Ich wünsche Ihnen noch eine schöne Restwoche,
Petra Kellner mit Leo und Lollo (mein Mann ist im Dienst).


Dienstag, Oktober 16, 2007

Heute Gastbloggerin Claudia Pfersich-Schöneshöfer zu :

Atemnot und Durchfall durch Allergie

Im August hatten wir das Glück Cornelia mit Familie, ihren Bulldog-Blog und den VdFEB e.V. kennenlernen zu dürfen. Endlich war es möglich, sich kompetent über Bulldogs zu informieren. Sogar der Kontakt zu einem Tierarzt mit Bulldogerfahrung konnte hergestellt werden. So ergab es sich, daß Knut, unser 1,5 jähriger Bulldog-Rüde, in der Tierarzpraxis von Dr. Peter Söhl untersucht wurde.

Knut hatte schon sehr oft starken Durchfall oder ungeformten, breiigen Stuhl. Zudem hat er viele sehr starke Anfälle von Atemnot bekommen, so daß wir bereits viele Ängste um ihn durchstehen mußten. Es ist schrecklich, wenn einen große, ängstliche Bulldog-Augen ansehen, in denen die nackte Angst um das Überleben steht, die Zunge blau anläuft und der geliebte Hund verzweifelt nach Luft schnappt, seine Bronchien aber vollkommen verkrampfen und ein Atmen unmöglich machen. Diese Hilflosigkeit, die man in diesem Moment durchlebt, ist grausam.

Der Tierarztbesuch in der Praxis von Dr. Peter Söhl konnte uns zumindest die Angst um das Leben von Knut nehmen, auch wenn eine vollständige Heilung nicht möglich ist. Knut leidet sehr stark unter Allergien, auf die er im schlimmsten Fall mit einem allergischen Asthmaanfall reagiert. Im weniger schlimmen Fall bekommt er Probleme mit der Verdauung. Ein Bluttest bei Dr. Söhl brachte eine nicht endende Liste von Allergenen hervor, auf die Knut reagiert.

Jetzt gehen wir ohne Asthmatropfen und Allergietabletten nicht mehr aus dem Haus. In einem kleinen Täschchen sind diese lebenswichtigen Medikamente fest an der Leine angebracht. Ein Gefühl von Sicherheit und das Wissen, im Notfall nicht der Hilflosigkeit ausgesetzt zu sein, beruhigen und der Spaziergang macht wieder Spaß.

Da Knut auch auf Futtermittel stark reagiert und nur noch Pute und Rind sowie etwas Gemüse verträgt, kochen und backen wir öfter selbst für unseren kleinen Schatz. Denn wo Pute oder Rind draufsteht, ist es zwar auch drin, aber leider oft nicht mehr als 5%!!! Da 4% genügen, um der Dose den Namen "Pute", "Rind" oder sonst was zu geben, das hat uns sehr verärgert. Viele Hersteller sind auch so clever und schreiben vor den Fettdruck Rind (oder andere Sorten) sehr klein "mit". Pute wird zudem meist grob unter Geflügel gefaßt, aber Huhn ist ebenfalls Geflügel und steht auf Knut's "Verboten-Liste".

Jetzt erstaunt es uns nicht mehr, daß Knut manchmal eine Dose regelrecht verschlungen hat und an anderen Tagen die kleine Nase gerunzelt hat - die restlichen 96% haben den Geschmacksunterschied verursacht. 4% Rind mit 96% Schwein schmecken eben nicht wie 4% Rind mit 96% Huhn.

Es kommt noch schlimmer.

Die 4% müssen noch nicht mal Fleisch sein!!! Auch Darm, Hirn oder andere Schlachtabfälle sind zugelassen. Ebenso kann eine Dose "Rind" zu 96% aus Fischabfällen bestehen! Die Hersteller nehmen einfach, was sie gerade günstig bekommen, da wundert es uns nicht mehr, daß fast allen großen Lebensmittelkonzernen auch Firmen für Tierfutter gehören wie z.B. "Hills" - ein nicht billiges Futter - zum Colgate-Palmolive Konzern gehört, Mars, Heinz und Nestlé sind ebenfalls im Tierfuttergeschäft vertreten. Inzwischen wird der Fleischanteil sogar durch pflanzliche Produkte immer mehr ersetzt. Sogar Füllstoffe ohne Nährwert wie etwa Erdnußschalen sind im Futter zu finden. Es wurden sogar schon Rückrufaktionen für Futtermittel gestartet, da fast 30 Hunde durch mit Pestiziden, Fungiziden und anderen Schadstoffen kontaminierten Weizen gestorben waren.

Wen wundert es da noch, daß immer mehr Hunde an Allergien leiden und auf Fertigfutter mit Durchfall reagieren. Und warum ist in so vielen Fertigfutterdosen eigentlich dann oft noch Zucker mit im Futter? Der übrigens erst angegeben werden muß, wenn er einen gewissen Prozentsatz übersteigt! Warum viele Futterdosen dennoch beim Öffnen doch recht appetitlich duften glaubt man kaum, aber auch die Ölabfälle von Restaurants und "Schlemmer-Oasen" haben irgendwo ihre Abnehmer!!!

Sicherlich gibt es auch gute Produkte am Markt, aber die zu finden dauert lange, weil man die Dosen erst richtig studieren muß. Also ist Selbermachen angesagt, das spart Zeit und erstaunlicher Weise sogar Geld, denn die speziellen Diät-Futter sind oft sündhaft teuer. Knut merkt übrigens ganz genau, wann für ihn oder für uns gekocht wird. Das, so denke ich, liegt daran, daß ich mit viel Freude die Hunderezepte teste und variiere. Knut muß es einfach spüren, wann ich mit Liebe für ihn koche, dann sitzt er direkt am Herd und verfolgt jeden Handgriff der nötig ist, um sein Futter oder die Leckerchen fertig zu stellen.

Am schönsten aber ist es, wenn ein Rezept für Hund und Mensch geeignet ist, natürlich muß man für uns Menschen etwas nachwürzen, aber mit dem Gedanken, daß alle das gleiche bekommen, schmeckt es noch besser.


Donnerstag, Oktober 18, 2007

Käthchen - oder manche Träume erfüllen sich :-)

Rafaela Schuda, die Züchterin vom Georgshof, hatte sich schon in Käthchen verliebt, als diese erst ein paar Tage alt war : Rafaela sah ihr Bild am Muttertag im Blog (siehe Beitrag 13. Mai 2007) und wußte tief im Herzen: "Das ist Meine :-))"

Solche Liebe auf den ersten Blick ist selten - und so geduldig wie beharrlich. Es dauerte lange, bis Birgit Braum, die Käthchen (Mutter: Frieda, Vater: James) gezüchtet hat, dem Bitten und Drängen Rafaelas nachgab. Jetzt ist Käthchen bei Rafaela, westlich von Berlin.

Rafaelas Liebe zu Käthchen beruht auf Gegenseitigkeit : Käthchen ist aufgeblüht, da sie nun IHREN Menschen hat, denn Rafaelas Rudel ist klein, sie hat nie mehr als 4 bis 5 Bulldogs im Haus, und keine weiteren zusätzlich außerhalb des Wohnhauses.

Käthchen ist sehr stark auf Menschen bezogen, und IHRE Menschen hat sie nun bekommen :-) Auch Papa Bernd liebt Käthchen sehr :-)

Rafaela verwöhnt ihr "Traum-Käthchen" mit riesengroßer Liebe - vergleichbar - natürlich nur so in etwa - mit diesem Superleckerli ! Und Käthchen läßt Rafaela aus Angst, sie und ihre Liebe wieder zu verlieren, kaum aus den Augen und heult wie ein Wolf, wenn Rafaela rausgeht.

Rafaela schmust und herzt sie aus lauter Glück, sie zu haben, auch wirklich viel. - Wie ein Wolf heult Käthchen übrigens auch, wenn sie raus muß zum Pippi machen :-)) Ihre Geschwister Chilli und Kosmo brummen dagegen in den verschiedensten Tonlagen, so wie kleine Bären :-)

Käthchen im Glück - bei Rafaela

Rafaela und Käthchen, das ist eine erstaunliche Liebesgeschichte, die ihr Happy End fand, als Käthchen 5 Monate alt war. Auch ich bin glücklich darüber :-) Und noch einmal Dank an Birgit Braum, dass sie dieser Liebe nachgab und Käthchen hergab.

Käthchen im Glück - bei Rafaela´s Nachbarinnen

Rafaelas ganze Nachbarschaft ist bezaubert von der Kleinen. Das liegt wohl auch daran, dass sie zu jedem so liebenswürdig ist, einfach weil sie Menschen sehr liebt - und braucht. "Sie hat Charisma", sagt Rafaela, "das ist ihr Geheimnis."

Käthchen im Glück - bei Rudelfreund Beebob

Beebob ist in Käthchen verliebt! Bei der 1. Begegnung der Beiden wieß sie ihn in seine Schranken: "Überfallen unerwünscht!" Das akzepierte er sofort und brachte ihr galant einen Kong als Begrüßungsgeschenk :-) Die Beiden sind ein herrliches Paar, und ich bin gespannt auf die zukünftigen Babys von ihnen.

Käthchen im Glück - bei Rudelchefin Wilma

Rafaela erzählte mir am Telefon, dass die 1. Begegnung zwischen der "Hausherrin Wilma" und Käthchen zeigte, wie intelligent und sozial angepaßt Käthchen ist. Nach ganz kurzem Bürstezeigen auf beiden Seiten habe sich Käthchen untergeordnet und somit waren alle zufrieden!

Noch etwas zum Namen Käthchen:

Es gab ein wunderschönes und hochprämiertes "Käthchen" in den 70er Jahren. Sie war die Tochter von Anka, der ebenfalls hoch prämierten Zuchthündin von Doris Ehrenstein. HIER ein Foto von diesem früheren Käthchen, seiner Mutter Anka und seiner Großmutter Pearl. (Das Foto stammt aus dem Jahrbuch 77/78, welches ich damals für den ACEB herausgab.) Alle 3 Hündinnen konnten natürlich gebären und wurden weit über 10 Jahre alt. Dieses Käthchen war der Liebling aller. Sie war mein Vorbild bei der Namensgebung für (Friedas und James´ Tochter) Käthchen, welches nun glücklich bei der es so sehr liebenden Rafaela lebt :-)


Freitag, Oktober 12, 2007

Heute erfreut uns Gastbloggerin Melanie Pfersich

Ausflug auf den Krewelshof

Am Samstag war es mal wieder so weit, unsere übliche Samstagsrunde stand an. Also erst ins Küchenstudio, dann ins Weindepot die Vorräte aufstocken und im Anschluss auf den Krewelshof, der immer eine Reise wert ist.

Besonders im Herbst, wenn die Tage kürzer und die Abende länger werden ist es herrlich, bei Sonnenschein die leuchtende Kürbis-Pyramide (exakt 6 sitzende Bulldogs hoch) zu bestaunen. Kürbisse soweit das Auge reicht.

Im Hofladen gibt es immer was zu entdecken, aber, wie in jedem Laden mit Lebensmitteln, nicht für Hunde. Aber das ist auch wirklich der einzige Ort, an dem auf dem Krewelshof Hunde nicht mit stöbern dürfen. Ansonsten sind 4-Beiner willkommen. Auch im Café, wo man die Sachen vom Hof direkt probieren kann. Also das ideale Ausflugsziel für die ganze Familie.

Da es doch ein recht sonniger Herbsttag war, saßen wir mit den Hunden etwas im Schatten, als plötzlich 4 Motorräder vorrauschten. Die Motorradfahrer stiegen von ihren Maschinen und wir merkten schon, wie eine Motorradfahrerin ständig zu Knut und Olly blickte. Als sie dann den Helm abnahm, hielt sie nichts mehr. Sie kam auf uns zu, grüßte freundlich und fragte, ob sie die Hunde mal anfassen dürfe. Klar, war unsere stolze Antwort.

Es stellte sich heraus, dass die Frau, Alexandra, auch einen Bulldog hat, den sie sich in diesem Moment sehnlichst herbei wünschte. Die Truppe zog weiter und für uns wurde die Sicht auf die Motorräder frei. "Mensch", meinte Frank, "die sind ja aus Gummersbach, wie wir." Also schnell eine Runde über den Hof und Handynummern ausgetauscht.

Schon am nächsten Tag kam eine sms: "Treffen wir uns mit den Hunden? Um 14:00 Uhr im Kurpark?" Die Antwort war natürlich "Ja, wir kommen." Als diese sms kam, saß ich gerade bei meinen Eltern im Wintergarten und mein Vater war erstaunt. Er meinte: "So etwas kenne ich nicht, das hab´ ich noch mit keiner Rasse erlebt, dass muss an den Menschen liegen, die sind doch spontaner und kontaktfreudiger als bei anderen Hunden."

Als wir am Kurpark ankamen haben wir nicht lange warten müssen und Alexandra kam mit ihrem Bulldog Stanley, der sofort zu Olly und Knut zog, angeflitzt. Die drei waren gleich Kumpels, was wir nicht verwunderlich fanden. Im Gegenteil: versteht sich Stanley scheinbar nicht immer mit anderen Rüden, so aber doch immer mit anderen Bulldogs. Kommt einem bekannt vor, oder?

Wir beschlossen dann aber, da im Kurpark Leinenzwang herrscht, uns eine schöne Wiese für die Jungs zu suchen. Natürlich bot sich die herrliche Wiese direkt hinter dem Haus von Claudia und Frank an, also sind wir mit den Hunden auf "unsere" Gassi-Wiese. Wir waren alle begeistert. Was für ein schöner Tag. Zum Abschluß sind wir zu Claudia und Frank, wo es auch für die Menschen etwas zu trinken gab.

Angeregt durch unseren Ausflug und die herrlichen Eindrücke hat Claudia gleich ihre Hundekochbücher nach Kürbisrezepten durchforscht, die für Hund und Mensch köstlich sind. Natürlich will sie Euch diese Rezepte nicht vorenthalten:

Kürbissuppe, Kürbis mit Hack : Zutaten und Zubereitung
Geschnetzeltes ohne Fleisch : Zutaten und Zubereitung

Die Rezepte sind aus: "Pizza Pansen" von Arden Moore und "Koch mal was für Bello!" von Andrea Packulat
Mehr zum Thema Selberkochen schreibt Claudia im übernächsten Beitrag (16. Oktober).


Mittwoch, Oktober 10, 2007

Der Erntedank- und Kürbismonat

Um beim Thema "Endlich mal satt" (siehe unten die Story über Spike) zu bleiben, geht es heute um den traditionellen Erntedank im "Goldenen Oktober".

Zur Zeit werden bei uns auf den Dörfern (wohl nicht nur in Westfalen) die Erntedankfeste gefeiert. Der christliche Anstrich ist dünn geworden, uralte Dankesopferrituale mit ihren Weisheitssprüchen herrschen vor.

Der Kürbis als Symbol für Fruchtbarkeit und Fülle hat in Herbstdekorationen Haus und Hof von inzwischen fast jedermann erreicht ;-)

Aus Menschen- wie aus Bulldogsicht bedeutet solch ein Erntedankfest: Sattsein!!!

Oder, wie uns Freund Willie auf den Fotos unten mit seiner langer Zunge demonstriert: Endlich satt saatt saaatt saaaatt werden !!! Denn satt sein ist, wie ich meine, ein meist unerreichbares Tagesziel für einen Bulldog ;-)

Auf dem Foto unten riechen Frieda und Kosmo unter dem Tisch die Sahne auf dem Pflaumen-Kuchen oben auf dem Tisch. Kosmo fallen die Augen fast aus dem Kopf vor Erwartung des Genusses :-) Bei Tisch bettelt er nie aufdringlicher als hier - gelegentliches Hochspringen überläßt er Frieda - denn er weiß, NACH ihr bekommt auch er IMMER etwas ab!

Das ist übrigens bei Berta und Willie das Gleiche. Die Jungs sind immer brav; das können sie auch sein, da die Mädchen schon alles mit dem Tisch-Leckerli-Futter regeln ;-)

Frieda und Kosmo, Berta und Willie, alle 4 zeigen ihren Dank nach den regulären Fütterungen durch ausgelassenes Glücklichsein : nie tollen sie so unbeschwert und kraftvoll herum, wie immer direkt nach diesen Fütterungen....

Am Rande: Bulldogs erbrechen sich relativ leicht, wenn sie sich zum Toben tatsächlich zu "voll" fühlen sollten. Magendrehungen sind dagegen extrem selten.

Dies Foto (links) von Caligula läßt bestimmt jeden Bulldog vor Futterneid erzittern!

Verwöhnt Eure Bulldogs alle mal ganz heftig zum Erntedankfest: Völlerei sei ausnahmsweise erlaubt !

Vielleicht beglückt Ihr Eure Bulldogs sogar mit selbstgekochten Mahlzeiten und selbstgebackenen Leckerlis? Claudia Pfersich-Schöneshöfer bringt im nächsten Beitrag von Olly und Knut empfohlene Rezepte, die dazu geeignet wären :-) !


Montag, Oktober 8, 2007

Heute unsere fassungslose Gastbloggerin Susanna Frösch

Endlich mal satt ...

Samstag abend, 21.30 Uhr... Wir sitzen mit Besuch und Wein im Wohnzimmer, hören Musik und unterhalten uns.. Ich höre immer wieder ein Geräusch in der Küche, dass ich nicht recht zuordnen kann, bin aber zu faul oder zu gut unterhalten, um aufzustehen und nachzusehen.

Irgendwann hört Carsten es auch...steht auf.... geht in die Küche.. und lässt einen Mordsbrüller los...

Spike hat es endlich, nach sechs harten und vor allem entbehrlichen Jahren der Planung und Observation... geschafft, sich seinen mit Sicherheit grössten Traum zu erfüllen:

Er hat den Deckel vom Futtereimer in der Küche abbekommen. Und er hat sich ca eine halbe Stunde - oder länger??? keine Ahnung!! - vollkommen ungehindert und vollkommen frei (was muss das für ein Glücksgefühl für ihn gewesen sein...) mit seinem Trockenfutter vollgefressen! Endlich mal satt!!!

Ich hab ein bisschen Angst bekommen, hatte den Eimer erst am Morgen aufgefüllt und er hat wirklich über die Hälfte rausgefuttert.. Sah aus als hätte er einen Basketball verschluckt!! Das war ungefähr die Ration von einer Woche, die er da mal kurz verschlungen hat.. Dafür gab es gestern nur Gurken und Karotten, und abends ein paar Reisflocken.. Und einen zwölf-Kilometer-Gewaltmarsch durch den Wald.. (-:


Samstag, Oktober 6, 2007

A(uto) + B(ulldog)

Bulldogs lieben es Autozufahren - gelegentlich auch selbst. Mir ist nur eine einzige Hündin (Which-One) bekannt, die Autofahren als Höllenunternehmen betrachtet. Sie war aber auch die ersten Jahre ihres Lebens eine Zwingerhündin gewesen und schlecht sozialisiert.

Alle anderen Bulldogs, die ich kenne oder kannte, lieben oder liebten das Autofahren wirklich sehr :-))

Der aller-verrückteste Auto-Bulldog aber, den ich je erlebte, war der Bully (1971-1978) meiner Eltern.

Ging das Garagentor auf, dann stürzte er sich in rasender Vorfreude auf die Nebellampe hinten auf der Stoßstange und zerbiß sie vor Leidenschaft. Meine Eltern bekamen das nicht in den Griff : und nach der 5. Erneuerung dieser Nebelleuchte meinte der Werkstatt-Mann voller Mitleid: "Die nächste schenke ich Ihnen!" ... Was er auch tat! Übrigens schnitt sich Bully bei diesen Freude-Attacken nie! Er schien unverwundbar in seinem Autofahren-Glücksrausch zu sein!

Auto mit Bulldog 2007 und 1902

Die 1. Querung Nordamerkas mit einem Auto (1902) wurde mit einem Bulldog an Bord vollbracht. Diese Tour war damals noch hochabenteuerlich und gefährlich. Bulldog Bud + Fahrer wurden danach als große Pioniere gefeiert! Hier der Text in Deutsch.

Bulldogs scheinen immer schon so etwas wie eine "Treibende Kraft" gewesen zu sein. Sie wurden gern mit Kutschen und Fahrrädern dargestellt - und seit Anfang des 20. Jahrhundert auch mit Autos. Denn der Bulldog war (und ist) ein sehr mutiger Hund - mutig wie die Menschen, die diese neumodischen 'Geräte' zu steuern lernten - und sie sich leisten konnten! Autofahren hob den Status;-))

Der Käfer und der Beetle: "Bulldog Design" :-))

Cabrios sind sexy - Spielzeugautos sind lustig - und ...

... Geländewagen sind doggy-mobil, aber ...

... Kutschen sind immer noch am gemütlichsten ;-)


Donnerstag, Oktober 4, 2007

Mecki´s und Gwen´s neues Zuhause :-))

Der letzte Freitag war Chaostag, aber der Reihe nach :

Morgens früh um 9 brachte eine junge Frau aus Brandenburg überstürzt und weinend 2 Bulldogs nach Bielefeld zu Eduard als Nothunde: den 1jährigen, wunderschönen Gwen und die 9monatige, superliebe "Dicke Charlotte". Die Frau hatte (sie sagte zu ihrer Begleitung bei der Rückfahrt) noch eine dritte, läufige Bulldoghündin im Wagen mitgenommen. Für Gwens Hormonspiegel war das allerdings eine Katastrophe gewesen.

Der Kontakt mit dieser Frau war erst kurz vorher zustande gekommen : sie hatte mich weinend und um Hilfe bittend angerufen. Kurz gesagt: nach allem, was sie erzählte, lag eine familiäre Überforderung vor, und sie wollte oder mußte sich deshalb von dreien ihrer 5 Hunde trennen. Ich sagte der Frau, dass mir ihre und ihrer Hunde Situation sehr leid täte und versicherte ihr, dass wir durch einen Hilfeaufruf über ihre und ihrer Hunde Nöte, wie in allen anderen Fällen auch, gute und liebevolle Neubesitzer finden würden.

Ich bot ihr auch an an die 2 Bulldogs, die sie abgeben wollte, mit Eduard am Wochenende bei ihr abzuholen. Aber sie wollte nicht bis zum Wochenende warten, sondern die Bulldogs umgehend selbst herbringen. So kam es dann zu diesem "Chaosfreitag" bei Eduard....

Die stundenlange Fahrt neben der läufigen Hündin hatte aus Gwen einen wahren Sex-Gott gemacht. Er war kaum zu bändigen in seiner Kraft und Begehrlichkeit. In Eduards Haus machte er gleich seinen Männlichkeits-Konkurrenten Mecki (siehe Beitrag vom 24. September) platt, warf sich auf die kleine Charlotte, und Eduards und Kathis Higgins, gerade 5 Monate alt, verstand garnichts, wollte aber mitmachen!

Gottseidank ist Eduard ein starker Mann; er packte Gwen und steckte ihn in einen Kennel, währenddessen Mecki seine Chance witterte und nun seinerseits Charlotte erregt verfolgte. Diese flüchtete und war plötzlich verschwunden... nach 20 Minuten Suche fand Eduard sie tief und mucksmäuschen-still im Kleiderschrank versteckt. Gwen hatte während dieser Suche den Stahl-Kennel halb auseinander gerissen .... und Eduard tat das einzig Richtige: er flüchtete mit Gwen zu uns!

Zur Begrüßung beknurrte Frieda Gwen, und Kosmo hing ihm verspielt in den Lefzen... Gwen blieb ganz ruhig, besänftigte Frieda durch völligen Dominanzverzicht und spielte mit Kosmo gleich los - nur Eduard, dessen Hose wohl noch nach der läufigen Hündin roch, bekam zwischendurch immer wieder mal eine kraftvolle Rubbelei ab... aber wie gesagt, gottseidank ist er ein starker Mann und beendete das erfolgreich - für 10 Minuten!

Ich muß sagen, ganz selten sah ich einen so schönen Standardbulldog, der gleichzeitig so voller faszinierender Bewegungskraft und Ausdauer ist. Eduard und ich waren begeistert von ihm, zumal er sich hier bei uns - außerhalb der Reichweite weiblicher Verführungsdüfte - rücksichtsvoll und angepasst gegenüber Frieda und Kosmo verhielt.

Inzwischen konnte - gottseidank - telefonisch einiges geregelt worden:

Nadja aus dem Erzgebirge, die sich um Wilson (siehe Beitrag vom 10. September) beworben hatte und hundeerfahren ist, war seit Mittag mit Mann und Sohn aus dem Erzgebirge unterwegs, um Gwen zu übernehmen. Und Charlotte würde morgen, Samstag, von ganz lieben Bulldog-Vereinsfreunden übernommen werden. Ein ausführlicher Hilfeaufruf war für diese beiden Bulldogs also garnicht mehr nötig, die Hilfe kam sofort :-)

Eduard und ich - mit Gwen im Autoheck - trafen dann nachmittags Nadja und ihre Familie in der Höhe von Kassel bei strömendem Regen auf einem Parkplatz. Wasserfreund Gwen spazierte gleich forsch mit uns allen los.

Als Gwen merkte um was es ging, rubbelte er gleich begeistert seines neuen Herrchen Andreas Bein: und dieser zauberhafte Mann empfand das als eine zwar unerzogene, aber doch als eine Sympathiekundgebung! Und Frauchen Nadja, ganz souverain und pragmatisch, organisierte sogleich die Kastration. Schon am nächsten Morgen, obwohl Samstag, geschah diese dann auch!

Das weitere Einleben von Gwen verläuft erfolgreich und ist nicht ohne Schmunzel- und Aha-Effekt ;-) Ich hoffe Nadja erzählt - als Gastbloggerin - einmal selbst darüber :-).

Und Mecki ?

Um es gleich zu sagen : Mecki kommt in sein Traum-Zuhause!

Freitag abend telefonierte Eduard mit der jungen Frau aus Bayern, die gerne Mecki (siehe Beitrag vom 24. September) haben wollte, und mit der die Übergabemodalitäten für die Wochenmitte auch schon verabredet waren. Ja, doch nun eine scheue Absage, ihr Mann wolle leider keinen schon etwas älteren Hund.... Also erst mal tiefes Luftholen bei Eduard und mir...

Dann rief Eduard das Ehepaar in Oldenburg an, denen er vor Tagen Mecki schon abgesagt hatte - wegen dieser Bayerin eben. Dort brach gleich Freude aus, dass es nun doch etwas mit Mecki werden würde - auch als ruhiger Spielgeselle ihrer gleichaltrigen Möpsin. Es wurde verabredet, dass wir Mecki Sonntag nach Oldenburg bringen.

Meckis Vorbesitzer Ricky wünschte sich für Mecki eine Familie mit Kindern: hier bei Tanja und Leo hat er 2 Kinder zum Spielen.

Ricky wünschte sich für Mecki einen Zweithund : hier hat er ein etwa gleichaltes Mopsmädchen als Hausgenossin.

Und Mecki wünschte sich am allerliebsten "sollte dort auch ein Papagei sein, denn Mecki hat bei mir immer mit meinem Papagei zusammengelebt." ... Und bei seinen neuen Menschen lebt Sam, ein Papagei !!!

Als ich bei Tanja und Leo - schon vom Flur aus - den Papagei erblickte, ja da juchste ich vor Freude für Mecki ! Für mich war in diesem Moment alles klar...

Tanja und Leo sind zauberhafte Menschen und Tierfreunde (2 kleine Schweine leben auch noch dort in einer echten Suhle hinterm Haus!) - und sie mochten Mecki !

Sie haben übrigens auch schon organisiert, dass Mecki bei Peter Söhl sein Roll-Lid und die zu tiefe Nasenfalte operiert bekommt. Alles wird hier für den so sanften und lieben Mecki getan werden.

Eduards und mein Resumée

In jeweils völlig kurzer Zeit wurden 4 Bulldogs (Wilson, Mecki, Gwen, Charlotte) in ein neues, ganz individuell für sie perfekt geeignetes Zuhause vermittelt. Diese 4 sind glücklich, und ihre "neuen" Menschen sind es ebenso !
Eduards Vermittlings- und Pflegestelle ist eine gute Sache :-))))


Redaktionelles

Die Adressen der Regionalseiten (Berlin, München, Westafen, Baden) haben sich geändert. In der grauen Spalte rechts sind sie neu verlinkt; bitte von dort aus anklicken und dann ggf. neu als Favoriten speichern.


Dienstag, Oktober 2, 2007

Heute berichtet Gastblogger Bernhard Lorenzen

Cinderellas neues Leben :-)

Was ist aus Cinderella geworden?

Mein Blogbericht über die Notsituation von Cinderella (siehe Beitrag vom 14. Juni) ist eingeschlagen wie eine Bombe! Ich bekam Mails aus dem In- und Ausland. Über alle Vereine oder Interessengruppen hinweg wurde mir Unterstützung bei der Suche nach einem guten Zuhause zugesagt und auch praktiziert. Der Züchter von Cinderella, Hugs-and-Kisses aus den Niederlanden, hat mir sofort die Therapiekosten für die notwendige Langzeitbehandlung der Demodikose überwiesen, und wir vom VdFEB konnten die nötigen Medikamente über einen Tierarzt besorgen. Ich sage allen ein herzliches Dankeschön für die Unterstützung!

Cinderella lebte ungefähr 14 Tage bei mir. In dieser Zeit habe ich mir alle Interessenten gut angesehen, soweit das möglich war. Und dann habe ich mich nach vielen Mails und Telefontaten für ihre jetzigen Eltern entschieden. Und die werden es bestätigen, dass ich es ihnen nicht leicht gemacht habe!

In dieser Zeit bei mir schlossen sich ihre durch Demodex verursachten kahlen Stellen im Fell schon merklich. Ich habe ihr natürlich ein Leben gegönnt, wie es Paulchen sowieso kennt: Viel Auslauf, mit vielen Hunden. Die Kleine ist regelrecht aufgeblüht. Stand sie anfangs noch staunend neben sich, traute sie sich schnell unter die Meute. Und sofort konnte sie schwimmen! Der Ausbruch von Demodex kann viele Ursachen haben. Eine davon ist bestimmt eine psychosomatische. (Siehe auch Beitrag vom 12. September.) Die Arbeit ihrer sozialen Desorientierung war etwas anstrengend.

Auch ihre Ernährung mußte umgestellt werden. Ihr Halter hatte mir das Superfutter "Matro" (Name bewusst verändert!) mitgegeben. Die ganze Hündin stank nach "Matro", die Haufen waren fast pures "Matro" - und davon 3 Riesen-Portionen am Tag. Sie hatte überhaupt keine Verdauung, sondern ein Durchschleusen des Futters durch den Körper. Egal wo, sie machte einfach überall hin!

Bei mir wurde sofort eine Diät begonnen und nach zwei Tagen waren ihre Haufen klein und fest, wie üblich bei einem Welpen. Und ich habe ihr beigebracht, dass ein Bulldog nicht auf dem Gehweg macht! Und so erwies sich die Stubenreinheit bulldoggenüblich als nicht so grosses Problem.

Es kamen ganz andere Probleme auf: Die Eifersucht des Paulchen - und sie bekam ihre Läufigkeit! Paulchen erwies sich nicht unbedingt als netter Gastgeber: entweder er beobachtete sie kritisch oder er hat sie verkloppt!

Und ich musste mich mit einer läufigen Hündin abgeben! Da musste ich mich erst einmal bei Cornelia erkundigen, was denn nun zu tun sei. Aber auch das bekamen Paulchen und ich in den Griff! Morgens nach dem ersten Rundgang erledigten die beiden Hunde einträglich ihre Morgentoilette. Ansonsten ging Paulchen ihr wieder aus dem Weg.

Dann war es Sonntags so weit und sie wurde abgeholt. Kein leichter Augenblick für mich. Aber in ihrem neuen Zuhause hat sie schnell eine Bulldoggen-Freundin gefunden und die zwei sind ein Herz und eine Seele! Ihr Fell ist sehr gut verheilt, sie ist schlank und ihr neuer Papa Mark hat alles, was ein Bulldogpapa braucht: Liebe für den Hund und ein bisschen Einfühlungsvermögen für die Bulldogge.

Paulchen und ich ziehen aus diesem Abenteuer auch unsere Lehren; Wir bleiben allein! Nur Annette erlauben wir noch in unserem Leben!

Familie M., die Verursacher von Cinderellas Unglück (siehe Beitrag vom 14. Juni), forderte inzwischen erfolglos die Kosten für den Kauf des Bulldogs zurück, und der hoch motivierte Filius wird nicht müde, mich überall schlecht zu machen und hat mir dieser Tage noch gesagt, wer zuletzt lacht, lacht am Besten!

Ein persönliches Wort von mir zum Schluss: Wer einen Bulldog zum Gegenstand eines Streites macht, oder wer 4 mal einen Welpen kauft und ihn dann wieder weggibt (so wie Familie M.), aus welchen Gründen auch immer, und ihm kein soziales Leben gönnt, ist nie wieder eines Englischen Bulldogs wert!

Bernhard Lorenzen,
Paulchens Home Page


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, geboren 1945 in Wuppertal, hat seit 34 Jahren Englische Bulldoggen und ist Gründungsmitglied des "Verein der Freunde Englischer Bulldogs e.V.". Jetzt sollen die Bulldogs zusätzlich hier ihr eigenes deutsches Weblog bekommen. Eure Bulldog -Anekdoten, -Fotos und -Tipps für's Blog sind willkommen.


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