Cornelias 'Bulldog Blog' ...

Dienstag, Oktober 31, 2006

"Die Bulldogzunge", noch mehr darüber ;-)

Fortsetzung vom Beitrag am 2. August, siehe Archiv rechts.

Da "Zunge-Zeigen" so typisch für unseren Bulldog ist, existieren sehr viele Bilder davon. Und das heißt : heute gibt es eine weitere Fortsetzung dieser Fotoserie :-)

Bulldog-Zungen nach Leistungssport :-)

Oben : "Big Jim Riedel" direkt nach einer Wanderung von 3 km bei 30 Grad im Schatten, Kompliment!

Und links "Delius Koch-Weisgerber", nach der Wanderung ließ er sich von Peter Söhl - ganz ohne Sorge - den blutenden Fuß versorgen. Er war in eine Glasscherbe getreten, was ihn aber nicht abgehalten hatte weiter mit zu humpeln!

Und hier : Der Elwood steht im Fußballtor .... :-)

Bulldog-Zungen zeigen "gemischte Gefühle" :-)

Hier "ungemischte" Gefühle : die Panikzunge , gesehen auf einer ACEB-Schau in Dortmund. Traurig ...

Bulldog-Zungen zur Körperpflege ;-)

Oben : Bulldogs lieben Menschen mit Fell :-), hier wird Stu von einem fremden Bulldog sehr bevorzugt mit Bartpflege beschenkt :-). Links : "Gloria Miglorini" zeigt gerade alles, was sie an Zunge hat. Bemerkenswert, sie kann ihre Nasenfalte damit pflegen !!

Wer hat das schönste "Rosenblatt" im Mund ? :-)

Also, ich meine das schönste "Rosenblatt" zeigt hier Robbie :-))

Da wir gerade bei den Blumen sind, hier eine Tulpenblattzunge :-))

Zum vorläufigen Abschluß der Zungen-Serie noch zwei Postkarten, eine martialische und eine genüßliche :-))


Sonntag, Oktober 29, 2006

Heute überzeugt uns Gastblogger "Henry" Tetzlaff vom :

Luxus

Luxus ist was Feines. Na, sagen wir eher "angemessen" für so einen Titelträger wie mich. Eigentlich heiße ich ja "Sir Henry". Keine Ahnung, warum das im täglichen Sprachgebrauch weggefallen ist. Wahrscheinlich ist "Sir Henry, jetzt gib sofort den Handschuh her!" oder "Hör endlich auf, ins Sofa zu beißen, Sir Henry!" für meine Herr- und Frauschaften nicht praktisch genug.

Aber zurück zu den angenehmen Seiten im Leben eines kleinen, wohlgenährten Bulldogs. Auch ein rundes Bäuchlein gebietet ja Ansehen und Achtung - werden nicht die Sumo-Ringer in Japan wie Götter verehrt? Also pflege und hege ich meine Rundungen mit Inbrunst. Auf dem Sofa, auf dem Bett oder auch in meinem Schlafabteil. Unsereins hat natürlich ein eigenes Gemach. Für die tägliche Büroarbeit kaufte Frauchen neulich eine nette Decke im Schottenkaro-Design. Sie erzählte etwas von "angenähtem Kissen in Schaffelloptik", ich habe nur festgestellt, dass diese höhere Popo-Lagerung schlichtweg unbequem ist...

Reisen gehört leider auch zu den Pflichten eines Repräsentanten des englischen Königreiches. Von meinem angenehmen Aufenthalt im Schlosshotel Fleeßensee habe ich ja schon berichtet. Nun ergab es sich, dass Herrchen ja noch einen Hotelaufenthalt bei ebay für uns ersteigerte und ich abermals sehr gezwängt für mehrere Stunden (!!!) über Deutschlands Autobahnen geschaukelt wurde.

Inzwischen haben wir ja eine neue Karosse mit einer etwas niedrigeren Ladekante und einem hübschen Ausblick, aber im September musste wie gesagt noch die alte Kutsche herhalten.

Hatte ich schon erwähnt, dass Frauchen offenbar sehr viel Spaß daran hatte, den Kofferraum vor dem Verkauf des Wagens von meinem weichen, wonnigen Haar zu befreien?? Uih, sie schleppte zunächst einen Staubsauger und vier verschiedene Düsen heran. Dann eine Drahtbürste, danach eine Entfilz-Bürste (das hatte mit der Bernhardiner von gegenüber erklärt) und schließlich Einweg-Rasierer. Es muss recht lange gedauert haben, ich erinnere mich gerne an ein ausdauerndes Schläfchen meinerseits.

Aber zurück zu meinem letzten Kurztrip. Wir fuhren nach Rostock ins "SAS Radisson"-Hotel. Ich kann es empfehlen. Zwar fehlte hier die noch in Fleeßensee gereichte Hundebar, aber es gab einen herrlichen Panorama-Blick durch die bis zum Boden reichenden Fenster auf die Warnow (das war der Fluss) und auf die vielen Bauarbeiter und ihre Maschinen, die ich mehrmals am Tag zählte und bei neu hinzugekommenen Baggern oder Raupen dies stets meldete. Viel Zeit blieb mir allerdings nicht dafür, ich musste ständig herumspazieren und in der Ostsee baden. Eigentlich mag ich die See, wenn sie zart meine Hüften umspielt, aber hier gab es widerliche Wellen, die mich von oben bis unten durchnässten, so dass ich lieber Sandbäder nahm.

Gleich am ersten Tag trafen wir eine Baby-Bulldogge. Sie hieß "Spike" und war schon recht robust, wie ich bei einem kleinen Rempler-Test bemerkte. Ein hübsches Kerlchen, wobei ich Frauchens Verzückungs-Rufe nun etwas übertrieben fand. Auch in Warnemünde musste ich Bekanntschaft mit einer Bulldog-Dame machen. Sie wohnte in einem Geschäft mit Sanddorn-Produkten und war wohl schon ein Continental-Bulldog. So viele Muskeln... meine Güte - muss das denn sein bei einer Dame? Außerdem war sie spröde und nicht mein Typ.

Hervorragend war dagegen die Verpflegung im Hotel. Man servierte mein Wassernäpfchen beim Frühstück auf dem Tablett, die Eier waren immer so wie ich sie am liebsten mag (noch leicht weich innen!) und auch die Käseauswahl ließ auf ein besseres Haus schließen. In Warnemünde gab es zudem exquisites Vanille-Eis in einer ganz feinen Waffel.

Dem Alkohol bin ich dagegen nicht zugetan, auch nicht in Form von stark angetrunkenen Skandinaviern, die in Busgruppen auch im Hotel wohnten. Da sitzt man abends gemütlich im Hotelrestaurant und freut sich auf Leckereien, liegt so fein auf dem Boden und ahnt nichts Böses. Da kommt doch plötzlich so ein besoffener Däne und will nach mir greifen. Pech gehabt. Eigentlich mag ich ja nur keine Tierärzte und Riesenschnauzer, aber hier musste ich doch eine Ausnahme machen.... Frauchen konnte das ganze unblutig beenden, wir bekamen dann einen anderen Tisch. Aber ein Schreck war es schon. Besonders für den Dänen. Ich habe es gut überstanden.

Übrigens habe ich MORGEN Geburtstag - am 30. Oktober werde ich schon 5 Jahre !

Damit bricht dann auch das Halbjahr an, das Ruhe und Gemütlichkeit verheißt. Mal schauen, vielleicht ergibt sich für mich ja die Gelegenheit, Euch zwischen Vanillekipferln und Kerzenschein mal wieder ein paar Zeilen zu schreiben.

In diesem Sinne "Gehabt Euch wohl", Henry


Freitag, Oktober 27, 2006

Heute erzählt Gastbloggerin Diana Himmler

Elwood macht Urlaub

Anfang September war sie endlich da, die lang ersehnte Woche Urlaub im "Center Parc Het Heijderbos"! Das Auto war bepackt und es konnte losgehen. Elwood war nicht sehr erbaut darüber in aller Herrgottsfrühe aufgeweckt zu werden, und das Anschnallgeschirr war ihm auch ein wenig suspekt. Doch bereits nach wenigen Kilometern lag er schnarchend auf der Rückbank und träumte vom holländischen Käseparadies.

Nach 7 Stunden Fahrt kamen wird endlich an. Elwood liebt das Autofahren (egal mit wem, wie schon am 8. September berichtet...), aber die Fahrt war ihm trotz vieler Pausen wohl doch ein wenig zu viel. Im Häuschen angekommen legte er sich erst mal in sein Körbchen und wollte eine Siesta halten. Doch nur 5 Minuten.

Dann entdeckte Elwood, dass hinter dem Haus am Ende der Wiese ein Ententeich war - mit vielen komischen Tieren drin - die viele seltsame Geräusche machten. Hmmm...lecker, grünes, duftendes Wasser! Da konnte er natürlich nicht widerstehen, was den Enten irgendwie gar nicht gefiel. Mit lautem Geschnatter ergriffen sie die Flucht.

Da Elwood denkt, dass er nicht schwimmen kann, stand er im Dümpel und schaute seinen neuen Freunden fragend hinterher. "Na egal, dann muss eben Keanu mit mir "Bring-den-Ball" spielen". Elwoods Version vom Apportieren: Er lässt den Ball ins Wasser kullern, jagt ihm hinterher, bis der Ball in der Teichmitte ist, dreht sich flehentlich schauend zu Keanu um, und der muss den Ball dann retten!

Danach folgte fast immer eine Zwangsreinigung im Bad für Kind, Hund und Ball. Nach 2 Tagen war ich dankbar, dass wir zuhause nur saubere Bächle in der Nähe haben, denn der Kloakengeruch ist nicht jedermanns Sache - Elwood's schon....

Nachdem sich die Enten als langweilige Spielverderber entpuppt haben, kam schon ein neues seltsames Wesen vorbei: Klein, flink, buschiger Schwanz - boah, was ist das denn? Das unbekannte Wesen sprang auf unserer Terasse herum, schaute sich Elwood an und knabberte schamlos vor seinen Augen an einer Nuss. (Diese Dreistigkeit konnten wir uns nur damit erklären, dass die niederländischen Eichhörnchen wohl schon mehrere "wilde, gefährliche" Bulldogs auf "ihrer" Terrasse hatten.) Elwood galoppierte mit der Turbogeschwindigkeit einer Schildkröte auf den Alien zu, der sprang auf den nächsten Baum und Elwoods Blicke sagten "Huusch, huusch, weg warn´s".

Da gefiel ihm unser Ausflug nach Nijmegen schon besser:

Mitten in der belebten Fußgängerzone stürzte plötzlich eine Bedienung aus einem Cafe und rannte mit fuchtelnden Armen auf den verdutzten Elwood zu.

Wir dachten zuerst, unser Wurstl hätte das Schaufenster markiert, aber nein: Die Lady war einfach nur begeistert, und während sie ihm niederländische Komplimente zurief, hat sie ihm fast ein Loch ins Fell gestreichelt :-)).

Ja, in solchen Momenten lässt sich das stolze Grinsen im Gesicht eines Bulldog-Familienmitglieds nicht mal mit Dynamit vom Gesicht sprengen!

Die Ferienzeit war schön, aber wie immer viel zu kurz. Doch seit Elwood bei uns ist, habe ich erst richtig bemerkt, in was für einer wunderschönen Gegend wir leben. Durch die vielen Schnupperpausen beim Spazierengehen und Erkundungstouren sehe ich meine Heimat mit ganz neuen Augen. Und nicht nur die Natur: Man kann sich gar nicht vorstellen, mit wie vielen Nachbarn man plötzlich in noch viel längere Gespräche verwickelt wird :-)

Once a Bulldoggirl - always a Bulldoggirl !


Mittwoch, Oktober 25, 2006

Bulldogs und Papageien

Papageien sollen, neben den Raben, die klügsten Vögel sein. Also eine echte Heraus-forderung für jeden Bulldog ;-)

Begegnung der 1. Art :

Berta und Willie sind noch jung; sie sahen zuvor noch keinen Papagei. Willies Vogel-Freund ist ein Rabe, der mit ihm gemeinsam bellt. Das ist wirklich wahr: (Beitrag 6.6.05).
Doris erzählte mir nun neulich am Telefon (und schrieb es auch für EBI Nr.3):

Ich besuchte mit Berta und Willie Freunde, die Tiere sehr lieben. Sie haben 3 Mastiffs und 3 große Vögel. Einer davon ist ein 20jähriger Papagei. Er ist völlig bunt und höchst sprachbegabt. Er plappert nicht nur nach, sondern versteht Situationen, die er dann kommentiert - auch wenn er dabei anderen ins Wort fällt. So einen Papagei habe ich noch nie erlebt, geschweige denn Berta und Willie. Berta sieht die Vögel und verläßt erst einmal sicherheitshalber das Zimmer. Willie soll die Sache zunächt mal prüfen :-). Das tut er auch!

Er schleicht geduckt wie eine Katze auf den Papagei zu. Zwei Schritte vor, einen zurück, man weiß ja nie... wie wahr : Der Papagei sagt laut und deutlich "Bad Boy!" Willie bleibt aprupt stehen und denkt nach. Dann geht er entschlossen weiter vor. Das will der Papagei aber nicht, denn jetzt sagt er in Kommandoton: "Sit!" Willie setzt sich. Der Papagei: "Down!" Willie macht Platz und sieht mich nur verwirrt an: "Wer ist der? DARF der kommandieren??"

Schließlich sage ich "Komm Willie". Er springt auf und folgt mir rückwärts, diesen Oberkommandierer nicht aus den Augen lassend. Berta begrüßt uns im Flur mit der Miene: "Das hätte ich euch gleich sagen können; der ist doch nicht geheuer!"

Begegnung der 2. Art :

Bulldog Alex lebte mit einem Papagei, genauer gesagt Kakadu, zusammen. Ich bat damals seine Besitzerin, Ingrid Sann, mir diese Story über ihn aufzuschreiben:

Wir haben nicht nur Kinder, Schildkröten, Fische und einen Bulldog, nein, wir haben auch einen Vogel im Käfig, einen Kakadu. Dieser Zimmergenosse ist anspruchsvoll, laut, und es ist manchmal schwierig mit ihm zu leben.

Das findet Alex auch, der viel zu dulden hat, wenn Hugo, der Kakadu, im Zimmer Ausflüge macht. Auch die Eifersucht auf beiden Seiten ist groß. Alex verfolgt, auch wenn der Widersacher im Käfig sitzt, dunkle Ziele; er zernagt Hölzer, die dem Vogel aus dem Käfig gefallen sind; und eines Tages frißt er, als die Büchse mit dem Vogelfutter umfällt, fast das ganze trockene Zeug in sich hinein, als ginge es um die Henkersmalzeit.

Der Genuß dabei war, daß ihm der Kakadu notgedrungen vom Käfig aus zusehen mußte.

Begegnung der 3. Art :

Da bin ich schwer beeindruckt :

Kommunikations-Beispiel für Fortgeschrittene.
Birgit Braum mailte mir diese Fotos. Der Bulldog heißt bezeichnender Weise "Heaven" :-)

Begegnung der 4. Art :

Jetzt geht es um die Liebe. Eine Kölner Freundin von uns, Karin, hatte immer viele Tiere im Haus. Mindestens 3 Hunde, ein Hausschwein, Kleintiere - und damals auch einen schneeweißen Kakadu. Dieser Kakadu saß vorzugsweise auf der stets offenen Küchentür, oder genauer gesagt auf deren zernagten Resten. Wie gesagt, Karin ließ ihren Tieren viel Spielräume. Dieser Kakadu war bei den übrigen vierbeinigen Hausgenossen nicht sonderlich beliebt, weil er so kreischte.

Wir besuchten Karin mit unserer schneeweißen Sarah Blue. Dieser Kakadu sah Sarah - und augenblicklich schlug die Liebe bei ihm ein. Er verließ seinen hohen Türrahmen-Hochstand und sprang vor Sarah auf den Boden. Wir faßten es kaum, er begann Sarah zu umbalzen! Richtige Tanzschritte vollführte er, hob seine Schwingen stolz, drehte und wendete sich vor ihr - er hörte überhaupt nicht mehr auf! Sarah verstand, daß dies sehr freundlich von ihm gemeint war und verharrte einfach still ihm zuschauend. Der Kerl steigerte sich so weit in seine Tanz- und Balzdarbietungen hinein, daß wir schließlich Sarah aus dem Raum zogen. Sofort begann er fürchterlich zu schreien....

Wir haben uns seine Verliebtheit in Sarah mit ihrer Schneeweißheit erklärt. Sie war noch weißer als der Kakadu selbt, sie erreichte wohl sein absolutes Schönheitsideal an Weiß :-))
Und vielleicht wußte er, daß Sarah das Fliegen liebte - so wie er :-))

Begegnung der 5. Art :

Humor (aus Florida):
Ein Anstreicher soll, während die Hausbesitzer zur Arbeit aus dem Haus sind, deren Wohnzimmer neu streichen. Ein Papagei steht dort in seinem Käfig, und ein Bulldog liegt dösend auf dem Sofa. Bevor er geht ermahnt der Hausbesitzer den Anstreicher noch eindringlich : "Der Papagei kann zwar sprechen, aber Sie dürfen unter gar keinen Umständen etwas zu ihm sagen!" Der Mann wundert sich darüber. Nach zwei Stunden beginnt er sich beim Anstreichen zu langweilen und meint, es könne doch nichts ausmachen mit dem sprechenden Papagei ein paar Worte zu wechseln. "Hallo boy," beginnt er, als der Papagei ihn unterbricht: "Tyson, fass!!"

Und HIER eine 6. Begegnung - der "schamanischen" Art ;-)


Montag, Oktober 23, 2006

Heute erzählt Gastblogger Murat Karakaya

Ceanu's Freunde : jeder eine Marke für sich

Im Bulldog-Blog sind die Bulldogs die Stars aber es gibt auch Menschen und Tiere, die immer mal wieder guten Stoff für neue Stories liefern. Sie sind die heimlichen Backstage-Stars, die nicht unwesentlich dazu beitragen, dass in der Entwicklung der Persönlichkeitsstruktur unserer Kleinen nichts schiefläuft und deshalb sollen sie hier auch genannt werden. Hier kommen Ceanu's Freunde :

Shiggy muss in seinem vorherigen Leben ein Dieb oder so etwas gewesen sein. Er hat nur eines im Sinn. Flüchten - egal in welche Richtung. Und er ist der schnellste unter allen Läufern... im Direktvergleich mit Schnecken.

Shakira ist die Diva unter den Katzen und leiden-schaftliche Vertreterin der nonverbalen Kommunikation. Jeder der irgendwie mit ihr zu tun hat, kriegt wenigstens einmal im Leben eine gescheuert. Ohne Vorwarnung und ohne erdenklichen Grund. Der Einzige, der wohl nie eine fangen wird, ist Shiggy... solange er rechtzeitig in seinem "Wohnmobil" sitzt.

Mikail liebt zwei Dinge, seine Playstation,... und Ceanu. Sein drittes Hobby wäre, wenn er dürfte, Marco (unten) erwürgen. Aber er darf nicht. Wer einen Eindruck von Mikail haben möchte sollte sich mal den BB-Beitrag "Certified Bulldogsitter" (vom 14. August) durchlesen. Noch besser ist er nur life und in Farbe.

Marco der Gärtner, bringt manche Menschen auf die Las Palmas und kennt Ceanu seitdem der Kleine bei uns ist. Er ist der unsichtbare Wächter. Man weiss nie aus welchem Busch er plötzlich herausspringt. Er weiss immer alles,... und vor allem besser. Wenn Not am Mann ist, ist er der Erste der in den Startlöchern steht um zu helfen. Im Notfall sind seine Informationen schneller bei uns als ein Telefonanruf. Ceanu fährt total auf ihn ab...

Mailo (oben) ist unter allen Hunden, die ich kenne, die hellste Leuchte. Und er ist ein attraktiver, humorvoller Hund. Das ist eine unschlagbare Kombi in der Hundefrauenwelt und schart leider auch viele Neider um ihn. Kurz bevor man ihm allerdings das Fell über die Ohren zieht ist Ceanu zur Stelle. Und bevor man Ceanu das Fell über die Ohren zieht, bin ich zur Stelle... und wer passt auf mich auf?

Ozzy (Oskar): Oskar und Ceanu sind wohl sprichwörtlich die DICKSTEN Freunde. (Siehe BB vom 26. September) Jedes Treffen wird unvergesslich... und birgt ein unkalkulierbares Suchtrisiko. Wir glauben, dass Ceanu und Ozzy die Initiatoren einer kleinen Bulldoggentreffgemeinde werden könnten. In letzter Zeit laufen sie auffällig oft anderen Bulldoggen über den Weg.

Luke lieferte nach eigenen Angaben zufolge die Vorlage zu den EWOKs der Star Wars Reihe. Nach einer handfesten Auseinandersetzung mit Luke Skywalker, bei der Luke dem Skywalker in die Nase biss und dieser für die nächsten Episoden mit einer schwarzen Helm-Maske und Staubsauger auf dem Bauch als Darth Vader weiterdrehen musste, setzte man Luke kurzerhand in eine Interkontinentalrakete und feuerte ihn über den grossen Teich in Richtung Deutschland, wo man ihn vom Himmel holte.

Maxi ist der physisch kleinste unter Ceanu's Freunden und hat die grössten aller Hundeaugen. Grösser werden sie nur, wenn er Ceanu im Anmarsch sieht. Er freut sich zwar auf Ceanu, aber der ist ihm einfach zu gross. Für ihn gibt es nur einen Weg, dem Herzinfarkt zu entgehen, den Weg nach oben, entlang am Rockzipfel seines Frauchens.

Anna (oben) und Ceanu verbindet eine ganz besondere Beziehung. Wir haben nur noch nicht herausgefunden welche... Nein wirklich, sie sind zusammen aufgewachsen, sind zusammen zur Hundeschule gegangen und schmücken sogar als Hintergrundbild unseren Desktop.

Emmi ist ein gestandener Staffordterrier. Er ist die Ruhe selbst. Auch wenn man versucht ihm den Rang streitig zu machen. Ceanu's elanvoller Versuch wurde mit einem müden Wink beantwortet, worauf der auf die Seite geflogen ist, als wäre er irgendwo gegen gelaufen. Na jaaaa, Emmi ist ja auch 8 Jahre alt und riesengross und brummbärenstark. Ceanu ist 8 Monate alt und immerhin brombeerenstark.

Browny Ron (oben) ist ein junger, aufgeschlossener Pit. Er ist einer der wenigen Hunde, die trotz Bürste immer noch freundlich mit der Rute wedeln. Von Angst und Unsicherheit keine Spur, wenn die Bürste ihn nicht verraten würde. Seinem Naturell nach fackelt er nicht lange, wenn er sauer wird. Aber mit Ceanu versteht er sich ganz gut.

Gizmo (kein Foto) wäre bestimmt ein dufter Kumpel für Ceanu gewesen. Er tat keiner Fliege was zuleide. Ein superhübscher Perserkater, der leider sehr krank war, aber dafür bei Serpil das beste Leben hatte, das man als ihr Haustier bekommen kann. Er fehlt uns. Rest in peace, Gizmo.

Lea ist der Weddinger Shooting-Star,... nach Ceanu. Sie weiss sich in Szene zu setzen und liebt es fotografiert zu werden. Jede ihrer Seiten ist eine Schokoladenseite, meint Ceanu.

Mr. President ist ein Fall für sich. Keiner kennt die geheimen Fluchtwege über die Lüftungswege besser als er. Er hat einen eigenen Kopf und geht immer eigene Wege. Als er erfahren hat, dass ein Bulldog bei uns einzieht, hat er kurzerhand Reissaus genommen. Und zwar unbemerkt durch einen Fensterspalt in einer spektakulären Nacht und Nebelaktion.

Falk (kein Foto) ist einer der seltenen unkupierten Pudel. Er rastet aus vor Freude wenn er Ceanu im Park trifft. Er ist schnell wie der Wind und Ceanu hat Mühe ihn auch nur in seinem Blickfeld zu behalten.

Rednose und Bibi gehören zusammen wie Pech und Schwefel. Bibi ist ein Prager Rattler (glaubt man; dazu lese weiter unten bei Bentley) und etwa 10mal so schnell wie Falk (oben). Er pinkelt überall dorthin, wo auch Rednose seine Marke setzt. Das ist sein Exclusivrecht. Sein grosser Bruder Rednose ist ein Pit und so stark, dass man besser 3m Sicherheitsabstand hält, um nicht versehentlich vor der freudigen Rute erschlagen zu werden. Er ist absolut unbestechlich und man muss ihm sehr genau sagen wer sein Freund ist, denn er traut niemandem einfach so über den Weg, der behauptet sein Freund zu sein. Wer ihm anvertraut wird, braucht sich um nichts Sorgen zu machen. Rednose ist der beste unter den Bodyguards.

Snoopy (kein Foto) ist ein unentdeckter Athlet, er ist der Einzige Hund, der nie in Konflikte gerät, weil er jemanden angerempelt hat. Er springt einfach drüber weg. So wie jeder Hund hat auch er eine besondere Macke. Er hebt nie das Bein zum Markieren. Ernsthaft, der pinkelt beim Galoppieren. Man muss schon aufpassen, damit man beim Spielen nicht "im Regen" steht.

Kiara verkörpert Schönheit und Temperament par Excellence. Bei ihr hat man das Gefühl, sie würde mit einer Lungenfüllung Sauerstoff einmal um den Globus rennen können, ohne dass irgendwelche Ermüdungserscheinungen auftreten. Bei einer Spielrunde mit Ozzy und Ceanu pfiff sie fröhlich ´ne Melody beim Laufen nebenher. Ceanu und Ozzy pfiffen auch,... aber aus dem letzten Loch.

Krümel ist eine EB-Diva. Das liegt vermutlich an ihrem unrekonstruierbaren Adelstitel. "Gentlemen only" ist daher auch ihre Devise. Sie toleriert weder dominante Machos, noch unangemeldete Schwerenöter (räusper). Ceanu wurde bereits als Welpe von ihr unsanft aufs Kreuz gelegt, beim Versuch ihr über die Schulter zu schauen. Nun... etwa 9 Monate später steht ihr ein 27kg Powerpack gegenüber, der aber selbst bei gröberen Zwickereien durch "Madame Kruemelle" nicht die Nerven verliert. Good Boy!

Bentley hielt man bis vor kurzem noch für einen Schäferhundwelpen. Nun bei einem konstanten Widerrist von knapp 10cm nach 6 Monaten verhärtet sich der Verdacht, dass man seiner Familie ein A für ein U vorgemacht hat. Ähnlich wie bei Bibi, der seinem Herrchen als Prager Rattler verkauft wurde und sich zum kleinen Pincher gemausert hat (zum Glück wurde aus ihm kein Dobermann)... na ja, der Hundemarkt ist ja bekanntlich voll mit Dubiositäten. Wenigstens sind die beiden gesund. Hmhhhh. Also... eine gewisse Ähnlichkeit mit Mailo hat dieser Bentley ja,..Maaaaaailo?!?! - Wo ist er eigentlich hin? Mailo, wir müssen reden.... Schlitzohr.

Schneckchen ist Mutti geworden. Darf ich vorstellen: Luna (vorne im Bild) ist der leibliche Nachwuchs und Bentley ist das Adoptivkindchen. Die Erziehung der beiden ist ziemlich einfach. Wie bei uns Menschen, äffen die Kleinen den Grossen alles nach. Und da Schneckchen von Hause aus super erzogen und ein Naturtalent im Stress-, Familien-, Schutz- und Wachmanagement ist, braucht man sich ausser um die Fütterung und Gassi um nichts weiter zu kümmern.

Luna. Wen haben wir denn daaa? Zu guter Letzt die süsseste Versuchung unter allen Knirpsen,... nach meinem Riesenknirps. Mutig wie ein Tiger aber grad mal so gross, dass sie bequem in eine Socke Grösse 41 Platz haben würde - mit Kauknochen.

Tja das sind Ceanu's Kumpel und jeder ist wechselseitig dafür verantwortlich, dass sie eben so sind, wie sie sind.

Wir wünschen uns allen, dass sie uns noch lange erhalten bleiben und ich finde, sie geben uns oft Gelegenheit uns in einigen Dingen mal eine Scheibe von ihnen abzuschneiden.


Hinweis für Berliner Bulldogger:

Jeden Sonntag gibt es ein "Berliner English Bulldog Treffen". Näheres in der grauen Spalte rechts unter "English Bulldog Treffen". Wir freuen uns auf Euch, Murat und Jan


Samstag, Oktober 21, 2006

Frieda liebt Doris - Doris liebt Frieda :-)

Doris Ehrenstein hatte ihren Besuch in Deutschland so gelegt, daß sie am Herbst-Treffen des VdFEB teilnehmen konnte. (Siehe unten Beitrag vom 17. Oktober) Sie besuchte uns in diesem Zusammenhang für eine Woche - und verliebte sich ganz und gar in die kleine Frieda. "Die ist ja NOCH lieber als mein Willie!", meinte sie eines Abends.

Frieda ging jede Nacht kurz zwei Etagen tiefer um nachzusehen, daß Doris noch da war und es ihr gut ging. Ein Küßchen, und hopp lief sie wieder nach oben zu uns ins Bett. Morgens weckte sie Doris auf die gleiche Art - sie ist normalerweise ein Spätaufsteher, aber in dieser Woche nicht!

Und abends die große Überraschung für Doris: unmittelbar bevor Frieda sich an meiner Seite langstreckte um in den langen Nachtschlaf einzutauchen, ging sie zu Doris, legte zu einer Umarmung beide Pfoten auf deren Schultern und gab ihr einen mit Sicherheit bewußten Gutenachtkuß zum Abschluß des gemeinsamen Tages!

Doris verwöhnte Frieda im Laufe des Tages immer einmal wieder mit Leckerli - mit der Konsquenz, daß sie selbst mir lachend zum Abschied am Flugplatz riet : "Und speck Frieda wieder um ein Kilo ab :-))"

Doris lernte Frieda gleichzeitig mit mir kennen: als Frieda 9 Wochen alt und noch bei ihrer Züchterin Dianne in Pennsylvania war. (Siehe Beitrag 11. August 2005) Wir glauben, daß sich Frieda an Doris erinnerte: denn als sie Doris´ Stimme bei deren Ankunft hier hörte, da zuckte sie etwas und zögerte irgendwie verblüfft, um dann in einen Freudenrausch auszubrechen :-)

An der Märchenstraße....

Ein paar Fotos vom Ausflug mit Doris zum Dornröschenschloss Sababurg, dem Rapunzel-Gefängnis Trendelburg, beide an der "Deutschen Märchenstraße" in unserer Nähe gelegen. Dort gibt es auch den letzten mitteldeutschen Urwald Reinhardswald und einen weitläufigen Tierpark mit Bisons, Urpferden, Wölfen, Luchsen, Eulen, Ottern ... und Streichelziegen :-)


Donnerstag, Oktober 19, 2006

Heute zwei Mails von Bulldogger Jörg Knappe aus Berlin

Mit größter Begeisterung lesen wir ...

Liebe Frau Savory,
mit größter Begeisterung lesen wir Ihren "Bulldog Blog". Wir hatten selbst schon zwei Bulldog-Rüden, sind derzeit aber leider ohne. Natürlich hat uns längst der so berühmte Bulldogvirus befallen und eine Zukunft, bar eines EB's, können wir uns überhaupt nicht vorstellen. Der Schmerz über den Verlust unseres Stewart muß erst ein wenig nachlassen, bevor wir unsere kleine Familie wieder um ein neues Mitglied erweitern.

Bulldogmama Christel stellt ihre Sammlung Peopledogs vor und Sohn Marco zeigt sich mit einem seiner Stewart-Tshirts, das an unseren lieben Begleiter erinnert, den wir unglaublich vermissen.

Wir teilen Ihre, und die Liebe der vielen Bulldogfreunde aus tiefstem Herzen, und deshalb ist Ihr Blog für uns bereits zur Institution geworden.
Viele Grüße, Familie Knappe aus Berlin (12.9.2006)

Erinnerung an Stewart und seinen schönen Bulldogblick :-)

Mit größter Trauer sahen wir ...

... Wir sind gerade eben aus Rostock von der VDH/ACEB Rassehundeschau zurück. Was wir da zu sehen bekamen, hat uns alle drei gleichermaßen verstört. Die meisten der dort gezeigten Bulldogs wirkten irgendwie unförmig. Wenn dann einmal eine dabei war, die normal proportioniert war, wie "Aimee aus dem Hause Mendelssohn", wurde sie vom Zuchtrichter unter eher fadenscheiniger Begründung minder bewertet.

Am besten wurden die bewertet, die auf uns wie "Rollen auf Stummelfüßchen" wirkten. Vor der Halle waren deren Atemprobleme, trotz kühler Witterung, nicht zu überhören. Was sind das doch für bemitleidenswerte Kreaturen. Dem Zuchtrichter sollte man für alle Zeit sein Amt verbieten. Wenn das, was wir heute sahen, die Linie des ACEB ist, sind die eine Organisation, die verboten gehört. An den heutigen Eindrücken werden wir noch eine Weile zu knabbern haben...
Einen schönen Sonntagabend für Sie alle, Familie Knappe (8.10.2006)


Dienstag, Oktober 17, 2006

Gastblogger Murat Karakaya erinnert sich:

Reise in die Vergangenheit

Unglaublich! Es war unser erstes Bulldogtreffen im Ruhrpott, und es hat für uns schon jetzt einen enormen Kultfaktor. So viele Bulldoggen auf einen Schlag habe ich schon lange nicht mehr gesehen... Und ich habe eine gedankliche Zeitreise gemacht, als ich diese Bulldoggen so zahlreich sah.

Ich weiss noch genau, wie ich mich 1991 entschlossen habe, einen eigenen Bulldog zu haben. Auslöser war eine Begegnung mit einem alten Herren mit Pfeiffe, der mit seinem Albert in einem Park (die Glinder Au) in Hamburg, meiner Heimatstadt, spazieren ging. Ich traf ihn nicht oft dort an, aber ich habe es mir heimlich gewünscht, diesen freundlichen, gestromten, schnaufenden Hund wiederzusehen und zu streicheln.

... ein Bulldog wie er im Buche steht.
Es war ein Bulldog wie er im Buche steht. Er war hübsch, mutig und er strotzte vor Kraft. Er war klein, kompakt, vorne mit breiten Schultern und hinten mit schmaler Taille. Er hatte das Herz eines Gladiatoren. Denn wenn er etwas hörte das seinen Schutzinstinkt alarmierte, dann drehte er nicht den Kopf in die Richtung, sondern stellte sich direkt mit seiner Front davor. Seine Hinterläufe scharrte er in den Boden, etwa wie Olympiasprinter, die sich mit ihren Füssen in den Startvorrichtungen positionierten um mit dem Startschuss besser nach vorne schnellen zu können. Seine Mimik war ernst aber nicht erschreckend. Seine Augen strahlten Wärme aus, aber sie durchleuchteten ihr Gegenüber.

Mir sollte es recht sein, denn ich wollte diesem Bulldog Albert meine Zuneigung nicht vorenthalten, und eigentlich war es mir egal, was sein Halter mir erzählte. Ich fand alles, was er mir über diese Rasse erzählte interessant. Ich wollte diesen Hund streicheln, denn er fühlte sich anders an als andere Hunde. Mir gefiel das - und Albert auch.

... wenn ich mein ganzes Leben lang dafür sparen müsste.
So holte ich mir diverse Hundemagazine und schaute nach Züchtern. Das Internet war damals in den Kinderschuhen und die Verbindungen superlahm. In einem jener Magazine entdeckte ich eine Hamburger Züchterin und fragte auch gleich nach Käufern. Sie gab mir bereitwillig eine Telefonnummer von einem jungen Pärchen, dessen Bulldog Daisy hiess. Für mich stand fest, ein Englischer Bulldog muss es sein, und wenn ich mein ganzes Leben lang dafür sparen müsste.

So lange hat es dann Gott sei Dank nicht gedauert.
Na ja ganz so lange hat es dann Gott sei Dank nicht gedauert, wobei zwischen 1991 und 2006 schon ein paar Tage liegen. Die Rahmenbedingungen für einen Hundekauf waren in dieser Zeit einfach nicht gegeben. Dafür war ich auf einer Bulldog-Schau in Walsrode, habe in der Zwischenzeit diverse Halter, Züchter und Verbände kennengelernt und mir mittlerweile zweimal das Buch von Imelda Angehrn und eines über Genetik(Vererbungslehre) gekauft.

Nun habe ich endlich meinen Bulldogjungen. Ein stattlicher Kerl. Wenn seine Krankheiten nicht genetischer Natur wären, hätte ich ihn gerne als Deckrüden genommen. Offenbar habe ich mit Ceanu zunächst einmal eine andere Mission zu erledigen, als Bulldog-Züchter zu werden.

English Bulldog - Treffen in Berlin

Sonntags, 13 Uhr, sind wir hier im Humboldt-Hain !

Den Link zu genaueren Infos über diese Treffen, die Jan Peters und ich hiermit initiieren :-)), findet Ihr in der grauen Spalte rechts unter "English Bulldog - Treffen" !


Sonntag, Oktober 15, 2006

Herbsttreffen der Bulldogfreunde in Marl

Es waren 16 Bulldogs angereist - mit Hilfe ihrer Frauchen und Herrchen :-). Sie kamen nicht nur aus NRW, sondern auch von Berlin, Schwerin, aus der Pfalz, aus dem Schwarzwald und aus Alaska. Das nenne ich Bulldogfreu(n)de :-))).

Es waren auch viele Neumitglieder des VdFEB gekommen. Ein kleiner Bericht über das Treffen ist dort unter "Neuigkeiten" zu lesen. Ausführliche Geschichten über dies schöne Wochenende werden im nächsten "EBI" erscheinen. Bitte alle Fotos vom Treffen an Gabi schicken :-))
Hier noch großen Dank an Andreas Riedel, der dies zauberhafte Wochenende organisierte.

Übrigens: unsere Vereinsbulldogs waren fit! Sich selbst zu schwere, röchelnde Extrembulldogs kamen erst am Sonntag zum allgemeinen NRW-Bulldogtreffen...

Frieda flirtete hingebungsvoll mit Fero

Frieda hatte Gefallen an Fero ;-) Er ist bestimmt noch nie von einer "Mädchen-Tatze" so viel gestreichelt worden :-)

Samstag war Frieda nur zu den Bulldogs, die sie schon kannte, freundlich. Alle anderen erfuhren eine Abfuhr nach dem Motto "Mein Hintern gehört mir!" (O-Ton Gabi ;-) Am Sonntag dann hatte sie sich an das "Meute-Dasein" gewöhnt und war besonders an der hübschen Gloria interessiert :-).

Als jüngster Teilnehmer genoß Baby "Connor Mill-Rogel" viel Aufmerksamkeit :-)

Diana Himmler mailte uns am nächsten Tag:

Elwood hat es wohl auch gut gefallen, er war trotz langer Heimfahrt kein bisschen müde und wollte noch nachts Ball spielen. Man merkte aber, dass er das Spielen mit anderen Hunden nicht kennt. (Siehe Berichte über Elwood vom 24. Juli und vom 8. September 2006)

Meistens stand Elwood nur da und staunte wie z.B. Connor und Gloria miteinander herumbalgten. Nachdem Connor das Pony auf der Wiese beim Hotel beschnupperte, traute er sich zum ersten Mal überhaupt in die Nähe eines Pferdes. Ganz mutig schnüffelte er an den Nüstern und markierte danach gleich mal den Zaun (und das Pony!!)

So viele unterschiedliche Bulldogs habe ich zum ersten Mal gesehen, und ich war wirklich geschockt, was es da am Sonntag (Allgemeines NRW-Bulldogtreffen) für übergewichtige Fäßchen gab! Da tut einem richtig das Herz weh, was für arme Geschöpfe :-( Ich dachte immer, Elwood sei ein wenig zu dünn..... jetzt finde ich ihn noch schöner :-)

Eine Hotelempfehlung : "Loemühle" bei Marl

Diese alte Wassermühle mit Kornspeicher ist ein ganz wundervolles Anwesen mit Gebäudeteilen aus dem Jahr 1230! Mittelalterliche Deckenbemalungen schmücken einige Gasträume und die Küche ist hervorragend! Vom Hotel aus führen Holzbrückchen direkt über klare, sandgrundige Bäche zu einem Naturschutzgebiet mit uralten Bäumen, lichtem Unterholz und Teichen. Die Bulldogs badeten und tobten in den Bächen herum; es war eine große Freude! Einige unserer Bulldogfreunde verbrachten mehrere Tage hier als Kurzurlaub. Eine gute Entscheidung :-)


Freitag, Oktober 13, 2006

Heute erzählt Gastblogger Murat Karakaya

Freitag, der ein-dreizehntel-te

Es gibt Dinge die man einer, oder besser SEINER Frau niemals sagen sollte; nur was, wenn es die Wahrheit ist? Tja, in unregelmässigen Zeitabständen muss jeder mal die Pflichtschelle des Schicksals abgeholt haben, die kommt unangemeldet und das beste : völlig frei Haus.

Hier kommt ein Erlebnis der besonderen Art, haargenau so wie sie das Leben schreibt; und man als Mann seiner Frau an solchen Tagen nach Möglichkeit nicht mehr sagt als: "Ich liebe dich - ähmm wirklich!!", bevor sie dir die Lichter ausknipst ;-)

Eine Frau ist etwas Einzigartiges, und sie erhebt diesen Anspruch auf Exklusivität NUR für sich.

Also.... auch wenn sie ihren Bulldog totschic, süss oder wie auch immer findet, so bedeutet das noch lange nicht, dass man sie mit dem totchicen, süssen oder was auch immer Bulldog im Schlaf verwechseln darf.

Der Vorabend war phänomenal. Wir sind an den berühmten Schäfersee geschlendert, haben eine schöne Runde gedreht, mit Ceanu auf dem neuen Hundespielplatz (darüber gibt’s ne eigene Story) getobt, und als dann die Sonne den gesamten Horizont in ein tiefes Orange tauchte, bevor sie sich gänzlich verabschiedete, haben wir den Abend mit einem schönen Essen und Lambrusko beim nahegelegenen Italiener beendet. Romantischer geht’s ja gar nicht mehr, wir hatten endlose Gespräche über alles Erdenkliche bei Kerzenschein mit leiser Eros Ramazotti-Musik, und wir haben das Restaurant als letztes lachendes Pärchen verlassen.

Dann war Schluss mit Lustig. So was passiert normalerweise nur in schlechten Comedyschinken.

Verliebte Pärchen haben die Angewohnheit sich im Schlaf zu umarmen. Ich mache das auch,... naja nicht oft, aber ich mache es. Nur diesmal war das Timing falsch, denn ich hatte nicht gemerkt, dass Ceanu in meinen Armen lag (der Lambrusko ist schuld) und schnarchte, wie mir Serpil entsetzt berichtete und überhaupt nicht verstehen konnte, dass ich im Schlaf einen lauthals schnarch- grunzenden Bulldog nicht von einer nie schnarchenden Frau auseinanderhalten konnte.

Mir fehlen ja sonst nie die Worte, aber da musste ich erstmal ´ne Runde gröhlen (also lachen). Serpil nahm es mit Humor und ging in die Frühschicht mit den Worten: "Fast hätte ich euch beide geknipst, ´nen Foto war es ja wert."

Vielleicht möchte irgendjemand, dass wir uns an unsere Ursprünge erinnern, indem wir uns ab und an "zum Affen" machen. :-)


Mittwoch, Oktober 11, 2006

Murat Karakaya mailte mir am 12. Sep. diesen Bericht :

"Tribut an Birgit Braum!"

In der nächtlichen Ruhe ...
Gestern Abend bin ich mit Ceanu um den Schäfersee spaziert. In der nächtlichen Ruhe der Natur hat man Gelegenheit wieder zu Kräften zu kommen und abzuschalten, während die halbe Stadt schläft. Diese Stille... kurz nach Mitternacht... wundervoll.... kein lärmender, stinkender Verkehr... niemand der möchte, dass ausgerechnet DEIN Hund an die Leine muss... kein Geschrei... das Einzige was man ab und an hört sind die Enten, die aufschrecken, weil Fische und Frösche sie ärgern...

Auf dem Rückweg huschte eine Radfahrerin an uns vorbei. Sie hielt ganz unverhofft mitten auf der Strasse an und sagte: "Guten Abend,... sagen Sie, darf ich den mal streicheln?", während sie sich ihre Mini-Kopfhörer ihres MP3-Players aus den Ohren stöpselte. "Nur zu" erwiderte ich. Und so kamen wir ins Gespräch...

... auch mal Bulldoggen besaß ...
Es stellte sich heraus, dass sie auch mal Bulldoggen besaß und Sie zeigte mir sogar ein sehr altes, aber schönes Potrait-Foto von ihrem Süssen, welches Sie feinsäuberlich in einer transparenten Kunststoffhülle ihres Portemonnaies versteckte. Es war ein Foto aus der Zeit der späten 80er und ich hatte zuerst Mühe etwas zu erkennen, da sich auf dem nach-Hause-Weg Dunkelheit und Strassenlaternenleucht-röhrenlicht abwechselten.

genaues Alter ... 16 Jahre!
Etwa 1983, wie sie sagte, kaufte sie sich ihren Welpen. Sie erzählte mir ihre Hunde wären sehr alt geworden und auf meine Frage nach dem genauen Alter sagte sie "16 Jahre!"

"16 Jahre?" - Das grenzt ja schon bald an ein Wunder... Da hab ich aber nicht schlecht gestaunt, und natürlich wollte ich wissen, wer es denn fertig brächte, so uralt-werdende Bulldoggen zu züchten. Ich hatte eine Vermutung....
Ich finde das ist eine gute Gelegenheit, die züchterische Leistung und Arbeit von Birgit Braum zu würdigen.

... Balduin aus dem B-Wurf von "Floral Garden" ...
Gleichzeitig möchte ich ihr die besten Grüsse von Silvia Schmidt aus Berlin übermitteln, einer zufriedenen und Bulldog-begeisterten Käuferin, die sich mächtig ins Zeug legen musste um ihren Balduin aus dem B-Wurf zu bekommen.

Balduin freut sich bestimmt auch und ich bin sicher, er und Birgit's Mann sind sich irgendwo im Himmel schon längst über den Weg gelaufen und warten nun gemeinsam auf ihre Liebsten.
Murat und Ceanu.

Ich antwortete Murat :

Hi Murat, jetzt ist es soweit! Auch DU ziehst magisch Bulldoggen und Bulldogger an :-)))

Erinnerungen

Ich erinnere mich vage an Sylvia Schmidt aus Berlin und den schneeweißen Balduin. Sylvia und ihr Mann waren damals Mitglied im VdFEB. Zu einem Treffen kam Balduins Herrchen einmal mit diesem schön bemalten Gipsbein an.

Das Welpenbild oben (Balduin in der Mitte) fand ich in einem alten "Bulldog Blatt", das ich 25 Jahre lang für den VdFEB herausgab. Heute heißt dies Info-Blatt "EBI", und Gabi Mill-Rogel gestaltet es wundervoll :-) Das "BB" existiert aber in gewandelter Cyber-Form weiter : als "Bulldog Blog", in dem Ihr gerade lest ;-)

Es freut Balduins Züchterin Birgit Braum und uns alle SEHR, daß Balduin 16 Jahre alt wurde! Seine Wurfschwester "Bianca" wurde 15 Jahre alt, und seine Wurfschwester "Bine" 13 Jahre! Liebe Birgit, viel Dank an Dich, daß Du Dein Leben so engagiert auf die Zucht von GESUNDEN BULLDOGS ausgerichtet hast! Ich möchte in diesem Zusammenhang auch noch einmal auf den Blog-Beitrag "Alte Bulldogs :-)))" (12. Februar 2006) hinweisen.

Dies Foto oben fand ich ebenfalls in einem alten "BB", es zeigt ein Treffen 1987 im Taunus.
Balduin, an der Leine bei Sylvia Schmidt, ist ganz rechts im Bild. Daneben stehe ich mit unserer Alma. Stu ist ganz links zu sehen und Birgit Braum, in blauer Jacke, in der Mitte. Es war ein kalter, feuchter Mai-Tag.

Hier noch ein altes Foto von sonnigeren Mai-Tagen in 1987 :-). Dies witzige Foto hatten wir ein paar Jahre als Poster an der Wand hängen. Von hier (Flugplatz Ahden) flogen wir wochenends oft nach Juist. Alma war 1987 sechs 6 Jahre alt. Sie starb mit knapp 13.

Und zum Abschluß :

Fotos vom wunderschönen "Floral Garden J-Wurf" (in 25 Jahren das Alphabet fast 1 1/2 mal gerundet :-), dessen erste drei Tage ich begleitete; siehe "BB" vom 18. August 2006.


Montag, Oktober 9, 2006

Heute erzählt Gastblogger Murat Karakaya

Schlagzeilen um jeden Preis :-)

"Stunkmagnet"

Bulldogs sind Botschafter des Friedens. Sie sind bspw. vergleichbar mit Menschen, die einst die Torturen und menschenunwürdigen Taten in abgelegenen Gefängnissen selbst am eigenen Leib erfahren mussten und sich nun für ihresgleichen einsetzen.
So als würde ein Bulldog sagen wollen: "Ich habe das alles hinter mir. Ich habe gegen Bullen, Bären, Dachse, Menschen und Hunde gekämpft. Hört auf damit, Streitereien haben noch keinem genutzt. Ich weiss wovon ich rede!"

Ceanu hasst Streit.
Ceanu hasst Streit. Es spielt keine Rolle ob verbal oder nonverbal. Es spielt auch keine Rolle ob Mensch oder Tier. Wenn Ärger bevorsteht, steht Ceanu Gewähr bei Fuss. Und er tut alles, was in seiner Macht steht, um eine eskalierende Situation zu entschärfen. Das passiert öfter als mir lieb ist, denn manchmal lenkt das den Ärger in eine ungewollte Richtung!

Lesen Sie selbst:

Es ist schon eine Weile her, da haben wir einen kleinen Mischling kennengelernt. Er heisst Mailo und ist ein aufgeweckter, flinker und sehr lieber Hund.
Und er ist Ceanu’s Kumpel. Wir treffen uns häufig morgens beim Gassigehen.

Es war kein Spiel ...
Ein Rottweiler-Schäferhund-Mix kreuzte unseren Weg und machte auch keinen bösen Eindruck im ersten Moment. So eine Hundelaune kann aber schneller umschlagen als man denkt : und so ging die Jagd auf Mailo los. Es war kein Spiel und Mailo gab seine Angst und Unterwerfung klar körpersprachlich zu erkennen. Der Halter des grossen Hundes jedoch interpretierte das Knurren, Zähnefletschen, Lefzen hochziehen und Fixieren seines Hundes ganz salopp als Spiel. "Blödsinn!", dachte sich Ceanu und rannte los.

... wie eine Kanonenkugel ...
Ehe Mailo im Fang des Rüpels landen konnte krachte ihm Ceanu wie eine Kanonenkugel in die Seite. Also ich hätte nicht gedacht, dass ein Hund mit solchen Dimensionen sich auch nur einen Millimeter von der Stelle bewegen würde, geschweige denn, dass er auf dem Rasen entlangkullert.

... Laune vehement verfinsterte ...
Der fand das natürlich überhaupt nicht witzig und man hat selbst als Nicht-Hund gemerkt, wie sich seine Laune vehement verfinsterte. Ceanu hatte ihn lediglich weggeschubst. Noch nichtmal gebissen. Daher fand ich seine Reaktion überzogen und habe mich mit noch finsterer Miene zwischen ihm und Ceanu gestellt.

... hat sich’s anders überlegt ...
Wer meinem Kleinen ans Leder will muss erstmal an mir vorbei. Er hat sich’s anders überlegt und ist mit seinem Herrchen, der nun auch endlich aus seiner Starre erwacht ist, kommentarlos weitergezogen.

Nun haben Menschen ab und zu ja auch mal Meinungsverschiedenheiten. Meine Frau und ich haben allerdings kaum Gelegenheit zu so etwas, denn Ceanu schnauft die "Dicke Luft" einfach davon. Wenn Ärger im Anflug ist, ist Ceanu im Anmarsch und schubst uns mit seinen 25kg in alle Himmelsrichtungen.

Noch ein triftiger Grund, sich für einen Engländer zu entscheiden.

"Bienenstich"

Neues von unsrem Skandal-Bulldog Ceanu:
Wie so oft im Leben beschwört man Dinge, vor denen man sich am dollsten fürchtet, geradezu hinauf. Meine grösste Sorge war immer, dass Ceanu nach einer vorbeisausenden Wespe schnappen würde. Solche Aktionen können im schlimmsten Fall mit dem Erstickungstod enden - für die Wespe :-))

Während ich an der Story oben tüftelte habe ich ihn nur einen kurzen Moment aus den Augen gelassen, da hörte ich schon ein Schnappen. Als ich ihn skeptisch anstarrte schaute er mich an als wollte er sagen: "Wat is? Hab ik wat verpasst?" (Nein Ceanu ... Wie es aussieht, habe ICH etwas verpasst :-) ... als ihm dann auch schon eine vollgesabberte Wespe aus der linken Lefze hinabtriefte ... Was für ein grauenvoller Abgang.

... mit ´ner dicken Lippe ...
Ceanu hingegen kam mit ´nem blauen Auge, oder sagen wir: mit ´ner dicken Lippe davon. Dieser Bulldog tut einfach alles, um eine gute Story zu liefern.
Scherz beiseite, aber DAS hätte auch nach hinten losgehen können ...


Samstag, Oktober 7, 2006

Ein Bericht von Gastblogger "Willie" (Doris) Ehrenstein :

Besuch im Foto-Studio (2005)

Guten Morgen Wilma,
Doris hatte herausbekommen, daß einer der Fotografen, die regelmäßig Kalenderbilder für den tollen Hundekalender-Verlag "BrownTrout" machen, in Alaska in unserer Nähe wohnt: Randi Hirschmann. Sie telefonierte mit Randi und ein Fototermin wurde ausgemacht; wie ich heute abend weiß : für heute morgen!

Es war ein sooo aufregender Tag. Der begann damit, dass Berta und ich Vaseline auf die Nase bekamen. Wir bekommen dies niemals morgens, sondern immer abends. Also, irgend etwas war los. Wir wurden ins Auto gehoben und Doris fuhr mit uns, kurz nach 9,00 Uhr, los.

"Können diese Bulldogs denn allein hierauf.... ?"
Es dauerte ca. 2 Stunden, und dann waren wir mitten im Busch vor einem wunderschönen Loghaus (Blockhaus). Daneben war noch ein kleineres, allerdings war dort eine riesige Treppe (außen), um nicht zu sagen, eine breite Leiter. Eine sehr nette Dame stand oben auf der "Leiter" und meinte: "Können diese Bulldogs denn allein hierauf oder sollen wir sie tragen?" So etwas zu sagen, wo wir doch so sportlich sind! Im Nu waren wir oben. Aber genau wie Berta habe ich nicht zwischen die Stufen (Sprossen) geguckt.

"Noch nie habe ich ein so schönes Gesicht bei einem Bulldog gesehen."
Und dann kamen wir in ein ganz tolles Zimmer. Du kannst Dir nicht vorstellen, was da tolles Hundespielzeug war, und es roch so gut. Wir haben zunächst nur geschnüffelt. Ein netter Herr kam auch herein. Dann wurden 4 Scheinwerfer angemacht, Berta lief weg, guckte um die Ecke und langsam, ganz langsam war sie wieder da. Nun, Randi (so hieß die Dame) saß auf der Erde und streichelte Berta. Und weißt Du, was sie sagte? "Noch nie habe ich ein so schönes Gesicht bei einem Bulldog gesehen. Faszinierend." Da war ich sauer und dachte, warte mal ab, was ich alles kann.

Er machte Geräusche wie ein Wolf, ...
Nun ging es los, Berta wurde in einen Korb gesetzt, dann blitzte es, sie sprang raus. Der nette Herr hob sie wieder rein. Er machte Geräusche wie ein Wolf, oder Ente - da lief ich los, Kopf runter, der Korb fiel um, Berta raus, ich biss rein und rannte weg. Alle lachten und meinten, wir nehmen jetzt auch Willie. Ich wurde zu Berta in einen Wäschetopf reingesetzt und siehe da: "Was hat Willie einen tollen Gesichtsausdruck, und er hält seine Ohren so nett." Ich war beruhigt.

Sie saß wie ausgestopft.
So ging es 4 Stunden. Berta und ich zusammen auf ein Hundesofa, dann hatte ich einen großen Knochen, herrlich, ich rannte wieder weg, legte mich hin und schnarchte. Berta war wieder dran. Sie kam in einen Korb mit roten Rosen und hatte eine rote Schleife an. Sie saß wie ausgestopft. Mit mir ging gar nichts, ich biss in alles, was ich anziehen sollte. Also wieder Berta: Sonnenblumen auf dem Kopf, an der Wand, auf dem Fussboden, ja so richtig was fuer Mädchen. Dann kam das Osterbild, Ostereier rund um Berta, ich wurde festgehalten und stell Dir vor, sie hatte lange Bunny-Ohren auf dem Kopf. Und sie war so stolz.

Der nette Herr spielte Hampelmann, ...
Allmählich wurde es mir zu langweilig, ich durchwühlte alles, was in dem Zimmer war. Das war wie in einem tollen Krimi. Ich war wieder sauer, immer nur Berta, Berta. Der nette Herr spielte Hampelmann, Berta sollte den Kopf zur Seite legen, aber das war meine Chance, ich biss ihn in die Füße, das mache ich zu Hause auch, wenn ich spielen will. Er lachte und sagte, "Du bist ein ganz toller Boy, und du bekommst gleich ein Treat (Leckerchen)." Nicht gleich, ich wollte es sofort. Ich machte "Shake" (Pfötchen geben), immer und immer wieder, im Sitzen und dann auch im Stehen. Ich bekam was ich wollte und wurde dann auf eine ganz flauschige Decke gesetzt mit Hundepfoten. Eigentlich was für Babies. Aber ich ließ es geschehen.

Von mir haben sie 3 oder 4 Filme gemacht. Aber von Berta das doppelte.

Ich kann nun nicht mehr schreiben, ich bin so müde. Berta schnarcht schon - ich habe bereits im Auto ein Nickerchen geschnarcht - Doris wird mit Cornelia telefonieren und den Rest erzählen.

Dein Freund Willie, und Grüße von Berta

PS:
Als wir nach Haus fuhren hörte ich noch: "Was sind das tolle Bulldogs. So gut erzogen, die raufen nicht und sind so schön." Da war ich auch mit gemeint! ((Haha, "raufen", sie haben uns noch nicht in Action zuhause gesehen !))

Fotos von zuhause, Willie 9 Monate alt:

Willie findet es toll, mal oben von Berta zu sein :-)) Und im Bild unten sehen wir eine Lieblingsposition der Beiden :-). Willie liegt links.

Doris am nächsten Tag (Februar 2005) am Telefon:

... Der Bulldogkalender 2006 von "Brown Trout" ist allerdings, wie Randi sagte, schon zu 80 % fertig - aber im Kalender 2007 werde Berta mit Sicherheit erscheinen. ... Ich stimmte zu, daß Bertas Bilder auch als Werbeträger eingesetzt werden dürfen. ... Berta als Model :-)))! Sie eignet sich gut dafür, da sie vor Schreck, wenn man ihr etwas anzieht, wie zur Salzsäule erstarrt stehen oder sitzen bleibt. Willie nimmt das lockerer, zu locker vermutlich für ein Model :-)... Ich habe selten so viel gelacht wie heute...

Doris am Telefon, 4. Oktober 2006 :

... ich habe mit Randi vereinbart zu ihr zu fahren - sobald ich von Euch zurück bin - diesmal um vorzugsweise Fotos von Willie zu machen. Er ist erwachsen und kann nun auch ruhig sitzen :-)) ...
Jetzt muß ich los nach Anchorage zum Flugplatz, wir sehen uns übermorgen, Freitagmorgen, am Düsseldorfer Flugplatz :-)))


Donnerstag, Oktober 5, 2006

Bulldog-Kalender 2007

und Grüße vom Cartoonisten Uli Stein

Wie schon im Juli angekündigt, ist in den Bulldog-Kalendern 2007 von Browntrout Publishers "Berta Ehrenstein" verewigt.

Dieses lustige Bild links ist das April-Bild im großen Wand-Kalender "For the love of Bulldogs".

Und hier die Rückseite dieses Wand-Kalenders gesamt. (Siehe zu diesen Kalendern auch in der grauen Spalte rechts)

Im etwas schmaleren Wand-Kalender "Bulldogs" ziert Berta als Valentinsgirl :-) das Februar-Bild, wie an all den Herzchen im Bild (auf der Kalender-Rückseite) zu erkennen.

Für Mitglieder des 'VdFEB' haben wir einen kleinen Vorrat an Kalendern da, den Doris uns zugeschickt hatte. Die Kalender können aber auch in Buchhandlungen oder bei "www.amazon.com" bestellt werden. Unabhängig von Berta sind diese Kalender sehr schön und auch oft lustig in ihrer Motivauswahl.

Die Geschichte der Foto-Session bei der Tierfotografin Randi Hirschmann, die in Alaska lebt, kommt im nächsten Blog-Beitrag.
UND : ab 2007 kann man "Browntrout-Kalender" auch direkt in Deutschland kaufen!

Willie und Berta gestern in der Herbstsonne

In Talkeetna, wo Willie und Berta leben, hat es den ganzen September nur geregnet. Doris mailte: Endlich wieder Sonne für einen Dorfbesuch und ein Outdoor-Leben :-))

Vor ein paar Tagen in einer Zeitung entdeckt:

Der bekannte Cartoonist Uli Stein mit einem Bulldog! Ich mailte ihn daraufhin an:

2. Oktober : Hallo Herr Stein,
in der "TV Hören+Sehen" Nr. 40 sind Sie mit Bulldog abgebildet. Wenn Sie ein Bulldogger sind, dann sind Sie mir NOCH sympatischer :-) Ich selbst liebe Bulldogs seit fast 40 Jahren und führe ein Bulldog-Blog : www.bulldog-blog.de Ich kenne keine Cartoons mit Bulldog von Ihnen. Wenn es welche geben sollte, können Sie mir dann einen Tipp geben, wo ich diese finden kann?
Weiter viel Spaß im Dasein ;-),
Cornelia Savory

3. Oktober :
Liebe Cornelia,

Bulldog-Cartoons gibt's leider nur ganz sporadisch. Die Bulldogge Emma, die auch auf dem Cover von Uli Steins neuem Buch: 'Mein Tagebuch' drauf ist, gehört Uli Steins Assistentin, kommt jeden Morgen mit ins Studio und ist der gute (meist schnarchende) Geist des Hauses. Als Anhang ein Cartoon von Uli Stein, das Sie mit freundlichen Grüßen von ihm in Ihrem Blog bringen können.
Grüsse, auch an Frieda, Katja Seifert, Geschäftsführerin Catprint Media GmbH


Dienstag, Oktober 3, 2006

Heute informiert unser Freund und Tierarzt Peter Söhl über:

Neues zur Verbesserung des Atemstromes

bei kurzköpfgen (brachyzephalen) Hunderassen

52. Jahreskongress der DGK-DVG (Deutsche Gesellschaft für Kleintiermedizin) in Düsseldorf am 23.09.2006

Anatomische Grundlagen:

Durch die Zucht kurzköpfiger Hunde- bzw. Katzenrassen wurde der Schädel so verändert, dass er eine Rotation nach oben und dadurch eine Stauchung der gesamten Nase erfuhr. D.h. die gesamten Anteile der Nase müssen in einem kurzköpfigen Hund vergleichsweise zu einem normalköpfigen Hund auf ca. ein fünftel des sonst vorhandenen Platzes auskommen.

Vergleich: Man zieht mit seinem kompletten Mobiliar von einer 200 qm Wohnung in eine 40 qm Wohnung um, dann steht der Flur (Atmungsgang der Nase) voll.

Die Abbildung (oberes Bild) eines langköpfigen Hundeschädels, eines mittellangköpfigen Hundeschädel (Bild darunter) und die Abbildungen eines Bulldogschädel von 1920 (unteres Bild links) und eines Bulldogschädels von 1980 (unteres Bild rechts) zeigt, daß durch diesen Verkürzungsprozess eine Stauchung der inneren Nasenorgane zwangsläufige Folge war.

Ziel der neuen Operationsmethode der Uni Leipzig:

1. Schaffung einer besseren Atemsituation vom Nasengang bis zum Rachen.
2. Verbesserung der Gehirnkühlung durch Abkühlung des Blutes (im Nasenbereich), das das Gehirn versorgt.
3. Verminderung von Spätfolgen der schlechten Ventilation wie Kehlkopfkollaps, Luftröhrenkollaps, Lungen- und Herzprobleme, Kreislaufprobleme bei Hitze (Kühlung des Gehirns).

Funktionsverlust post OP?

Da nur geringgradig Riechschleimhaut entfernt wird, sondern hauptsächlich Atmungsschleimhaut, erfolgt durch den verbesserten Luftstrom auch eine Verbesserung der Geruchswahrmehmung.

Operations Methode:

OP Kosten: ca 2.000 - 4.000 Euro
Nach eingehender Untersuchung der anatomischen Verhältnisse erfolgt die Entfernung der den Atemstrom ungünstig beeinflussenden Hindernisse unter Endoskopie mit einem Diodenlaser. Kontrolle und Nachoperation nach ca 6 Monaten. OP Kosten: ca 2.000 - 4.000 Euro

Vorbeugende Maßnahme zur Erfassung der Atemsituation:
Untersuchung der Atemwege per Endoskopie. Beratung über die Operation und deren Umfang, sowie Durchführung der OP bei Ihrem Tierarzt (apparative Ausstattung vorausgesetzt).

Konsequenzen

Wie vermeidet man die Zucht weiterer krankhaft veränderter Bulldogs, und wie fördert man die Zucht gesunder Bulldogs?

Dringend erforderlich ist die Aufklärung der Käufer ...
Dringend erforderlich ist die Aufklärung der Käufer hinsichtlich der Problematik, dadurch wird eine Veränderung des Kaufverhaltens bewirkt.
Dem Käufer muß klar gemacht werden, daß beim Kauf eines Tieres bei unseriösen Züchtern (eine Vereinszugehörigkeit sagt zunächst gar nichts über Seriosität aus) oder aus Zuchtanlagen zwar das Tier günstiger erworben werden kann; er darf jedoch nicht vergessen, daß dem Welpenpreis oft noch Operationskosten (bis zu 4.000 Euro) folgen. Der kranke Hund verursacht natürlich zusätzlich hohe Folgekosten!

Nicht zu vergessen ist der Tierschutzgedanke (Qualzucht?)

Bei den Zuchtschauen dürfen nur noch seriöse, unabhängige Richter ...
Eine Verbesserung der Situation kann nur durch einen Boykott der unseriösen Züchter und kommerziellen Vermehrer stattfinden!!
Verändert sich der Anspruch der Käufer, kann eine Änderung des Zuchtzieles der Züchter bewirkt werden.
Daraus wird sich zwangsläufig auch eine Änderung der Auslegung des Rassestandards einstellen müssen. Bei den Zuchtschauen dürfen nur noch seriöse, unabhängige Richter eingesetzt werden.
Nur so gehen wir in kleinen Schritten in Richtung "Zucht gesunder Bulldogs"...


Sonntag, Oktober 1, 2006

Heute informiert uns Gastblogger Jan Peters

Prof. Oechtering verhalf Oskar zu einem neuen Leben

Oder: Das brachyzephale Syndrom

Hallo liebe Vereinsmitglieder (VdFEB), Bulldog Freunde und Bulldog-Blog Leser !

Viele von euch kennen unseren Oskar bereits und wissen, dass er zwar ein sehr dynamischer und fröhlicher, aber auf der anderen Seite auch oft kränklicher Bulldog ist. Die kleineren "Probleme", die Oskar bisher hatte (Schnupfen, Milben, Hautentzündungen, etc.) haben wir alle gut überstanden. Was uns jedoch seit geraumer Zeit als scheinbar unlösbare Aufgabe erschien, waren seine starken Atemprobleme.

Oskar hat keine große Nasenfalte und ist mit 22,5 Kilo ein sehr sportlicher Rüde, der mit 2 Jahren auch noch nicht das Alter hat, um solche Krankheiten aufzuweisen. Er verlor in manchen Momenten (viel Bewegung, hohe Temperaturen, etc.) durch die Verengung seiner Atemwege das Bewusstsein und brach zusammen. Er fiel auf den Boden und urinierte. Nur durch einen Würgreflex konnten wir ein Erbrechen erzwingen und ihn mit kühlem Wasser zum Bewusstsein verhelfen.

Wir waren bei vielen Tierärzten, die uns zwar oft Tipps gaben, welche aber nicht die Genesung brachten, die wir uns für Oskar erhofften. Dr. Harnisch, ein sehr netter Arzt aus der Potsdamer Klinik, stellte bei Oskar sehr starke Atemprobleme fest und empfahl uns eine sofortige Operation bei Prof. Oechtering, einem Speziallisten auf diesem Gebiet von der Uni Leipzig.

Nachdem ich Prof. Oechtering die Symptome von Oskar genannt hatte, empfahl er mir einen sofortigen Eingriff in der Universitätsklinik Leipzig. Er räumte uns einen Termin zum 05.09.2006 ein, an dem Oskar operiert werden sollte. Wir hätten sicherlich Bedenken gehabt, ob Oskar diese Zeit alleine in der Klinik aushält, wenn wir nicht auf der anderen Seite genau gewusst hätten, dass Oskar in den Händen von Prof. Oechtering und seinem Team gut aufgehoben ist.

Der Tag, an dem wir Oskar in der Klinik abgaben, war trotzdem sehr schwierig für uns, weil wir noch nie so lange von ihm getrennt waren. Prof. Oechtering erleichterte uns die Zeit, in dem er immer wieder anrief, um uns über den genauen Gesundheitszustand zu informieren. Wir waren sehr dankbar darüber, dass Prof. Oechtering persönlich bei uns anrief und sich die Zeit nahm uns immer wieder über alle Dinge zu unterrichten. So brachten wir schließlich die knapp 2 Wochen hinter uns und freuten uns immer mehr auf den Tag des Wiedersehens.

Wir fuhren so früh als möglich los, um Oskar abzuholen. Als wir ankamen waren die Erwartungen riesig. Als Oskar dann endlich durch die Tür auf uns zu kam, waren alle überglücklich. Als wir uns dann abschließend von der Klinik verabschiedet hatten, war es wie eine Fahrt in ein neues Leben. Sophie drehte sich auf der Fahrt ständig nach Oskar um, um zu gucken, ob er noch lebt, da keine Atemgeräusche zu hören waren.

Seit Oskar jetzt wieder bei uns ist, sind auch wir als "Eltern" glücklicher. Wir lieben unseren Oskar über alles und sind nun optimistisch, nie wieder solche Momente durchleben zu müssen.

Wir wollen natürlich nicht vergessen uns bei allen, die uns beigestanden haben, zu bedanken. Es hat uns viel Auftrieb gegeben diese zwei Wochen durchzustehen. Außerdem wollen wir uns ganz herzlich bei Prof. Oechtering und seinem Team bedanken. Dieser kurzfristige OP Termin war nicht selbstverständlich, und auch die Betreuung über diese Zeit war unbeschreiblich. Wir sind froh und stolz, dass wir die Möglichkeit hatten so schnell etwas gegen Oskars Leiden zu unternehmen.
Wir bedanken uns von ganzem Herzen bei Prof. Oechtering für ein neues Leben.
Kontakt: Prof. Dr. Gerhard Oechtering, Telefon: 0341 97-38700, Uni Leipzig

Mail vom 20. 9. 2006

Hallo Cornelia,
Oskar ist ganz anders als vorher. Er hat kaum Ruhepausen. Wir haben uns gestern mit Murat das erste Mal nach der OP getroffen und die beiden Dicken zusammen spielen lassen. Oskar hat ein wirklich dominanteres Auftreten als vorher. Wir haben sogar noch "Krümel", eine Bulldog-Hündin getroffen, die den Beiden ganz schön den Kopf verdreht hat. :>)

Als wir relativ lange unterwegs und danach wieder zu Hause waren, da rannte er immer noch die ganze Zeit von einem Zimmer zum anderen. Er schnappte sich ein Spielzeug und legte es uns ständig vor die Füße. :>)

Auch Nachts sind keine Schnarchgeräusche zu hören. Er atmet ganz leise und ruhig. Sophie ist heute extra zu Hause geblieben, um ihn auch am Tag mal richtig fordern zu können. Man merkt, dass er jetzt mehr Beschäftigung benötigt als vorher. Ihr habt ja das Glück, es nicht anders zu kennen. :>))
Liebe Grüße auch an Frieda, Jan


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Cornelia
Savory-Deermann
, geboren 1945 in Wuppertal, hat seit 34 Jahren Englische Bulldoggen. Jetzt sollen die Bulldoggen hier ihr eigenes deutsches Weblog bekommen. Eure Bulldog -Anekdoten, -Fotos und -Tipps für's Blog sind willkommen.









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