Cornelias 'Bulldog Blog' ...

Donnerstag, November 29, 2007

Wie sich ein Bulldog-Kopf entwickeln sollte

Kosmos Portraits aus seiner Welpenzeit erscheinen ab diesem Monat anzahlmäßig reduziert in der grauen Spalte rechts, einfach weil es zu viele Bilder wurden. Deshalb hier jetzt noch einmal diese Gesamtübersicht der bisherigen Entwicklungsphasen seines schönen Kopfes :-)

Hinweise für den Welpenkäufer

1.) Die Kopfgröße

Der Bulldogkopf ist groß, größer als der Kopf anderer mittelgroßer Rassen. Der Bulldog-Welpenkopf sollte aber nicht von Anfang an sehr groß sein, sondern sich langsam auswachsen : das heißt ein Rüdenkopf kann bis zu 2 1/2 Jahren zur vollen Ausprägung brauchen. Hier ein Beispiel eines guten Bulldogkopfes. Großköpfigere Zuchtlinien sollten gemieden werden. Die Gründe :

  • Der Bulldog-Schädel ist zwar groß, das Gehirn darin ist aber nicht größer als bei Hunden vergleichbarer anderer Rassen. Der Rest ist Hirnwasser (Liquor).

    • Gehirnschäden durch zu viel Hirnwasser
      Der Bulldogkopf hat wegen des Größenverhältnisses von Schädel zu Gehirn große Räume für das das Gehirn "polsternde" Hirnwasser. Daraus abzuleiten (wie es manche Züchter tun), dass sowieso jeder Bulldogkopf ein Wasserkopf sei, ist natürlich medizinischer Unsinn. Von einem Wasserkopf wird nur dann gesprochen, wenn mehr Hirnwasser produziert als resorbiert wird, wenn also im Schädel ein das Gehirn schädigender Druck besteht. Die Liquor-Produktion muß der Liquor-Resorption entsprechen. Diese Balance kann durch unterschiedliche Gründe gestört sein, z.B. manchmal durch einen schon riesigen Welpenkopf. Dann beeinträchtigt der Druck auf das noch unentwickelnde Gehirn dessen Entwicklung.
    • Defizite im Instinktbereich
      Die Schäden durch den möglichen Druck von zu viel Liquor aufs Gehirn ausgesprochener "Großkopfwelpen" müssen nicht immer sehr auffallend sein. Sie können sich auch so äußern : die Welpen entwickeln sich zu etwas dümmeren, uninteressierteren Bulldogs oder zeigen Defizite im Instinktbereich wie dem Unvermögen zu Decken, oder sie haben Sauberkeitsprobleme und andere Verhaltens-Behinderungen. Außerdem ist in diesen Fällen meist auch die Adaptive Intelligenz, das Lernvermögen, beeinträchtigt.

  • Extreme Großköpfigkeit, also ein Riesenschädel, geht oft mit einem Teilverlust der gesunden Proportionen einher:

    • zu enge Gehörgänge
      Zu ausgeprägtes Schädelwachstum bewirkt häufig sehr enge - bis zu enge - Gehörgänge, die dann später wegen chronischer Entzündungen operativ vergrößert werden müssen.
    • zu große Augenhöhlen
      Und dies gesteigerte Schädelwachstum bedingt oft auch Fehl-Proportionen bei den Augenhöhlen, die dann der Größe des Augapfels nicht mehr angemessen sind. Die Folge können z.B. Nickhautprobleme sowie das sogenannte "Cherry-Eye" sein.

2.) Die Nase:

Der Naserücken sollte kurz, aber nicht extrem kurz sein! Außerdem ist eine übergroße Nasenfalte von Übel.

  • die Atmung behindert
    Schon bei neugeborenen Welpen sieht man Unterschiede bei der Nasenlänge, allerdings im mm-Bereich. Eine extrem kurze (überzüchtete) Bulldognase ist einer der Faktoren, die die Atmung behindert. Kommt ein sehr kurzer Hals hinzu, dann kann es kritisch werden. Mehr über die Atmungsbehinderung speziell im Nasenbereich kann nachgelesen werden im BB-Beitrag des Medizinischen Beirats des VdFEB, Peter Söhl, vom 3. Oktober 06.
  • Herd für chronische, oft juckende ...
    Eine doppelte, feine Nasenfalte ist rasse-korrekt und gilt als schön, die übergroße Einzelnasenfalte dagegen ist unerwünscht und oft problematisch. Solch eine übergroße Nasenfalte ist meist schon beim Welpen erkennbar. Beim erwachsenen Bulldog reicht sie bis an den vorderen Nasenrand, drückt somit auf die Nasengänge und belastet die ohnehin oft kritische Atmungsfähigkeit zusätzlich. Sie ist zudem ein potentieller Herd für chronische, oft juckende und eiternde Entzündungen unterschiedlichster Genese. Häufig muß sie beim ausgewachsenen Bulldog operativ entfernt werden.

3.) Der Unterkiefer

Der Unterkiefer des Bullgogs soll hochgewölbt und die unteren Schneidezähne wie mit dem Lineal gezogen in einer Reihe stehen, so wie beim Wolf.

  • untertypisierter Ausdruck
    Manche Bulldogs haben einen nach vorne zugespitzten Unterkiefer, was man an einem halbkreisförmigem Stand der unteren Schneidezähne erkennt. Das spielt aus Gesundheitssicht zwar keine Rolle, ist aber ein Schönheitsmangel : solch ein unerwünschter Unterkiefer verstärkt, wenn es sich insgesamt um einen Bulldog mit schmalerem Kopf und Körper handelt, den untertypisierten Ausdruck. Diese im Sinne des Standards unkorrekte Kieferausprägung zeigt sich schon ansatzweise bei den Milchzähnen.
  • die Elterntiere ansehen
    Ob der Unterkiefer gerade bleibt oder sich schief entwickelt, das ist dem Welpen in aller Regel noch nicht anzusehen, da dies typischerweise erst mit dem Wachstum der 2. Zähne geschieht. Solch ein schiefer Unterkiefer ist aber vererblich; auch deshalb sollte man sich als Welpenkäufer die Elterntiere ansehen.

4.) Die Kopfform insgesamt

Der Welpen-Bulldogschädel sollte länglich sein und noch nicht so quadratisch, wie der ausgewachsene Bulldogschädel.

  • nicht kompetent in Geburtshilfe
    Ein länglicher Schädel des Bulldogwelpen macht seine natürliche Geburt möglich (sofern die Mutterhündin kein unnatürlich enges Becken hat). Leider ist dies vielen Züchtern gleichgültig : sie sind oft nicht kompetent genug, um Geburtshilfe leisten zu können, und so befürchten sie, einen "geldwerten" Welpen durch die eigenen Inkompetenz oder durch Schicksal zu verlieren. Da ist es einfacher gleich einen Kaiserschnitt zu planen - der Kunde zahlt dann eben mehr...
  • widernatürliche Qualzucht
    Es gibt tatsächlich Züchter, die ihre Kaiserschnitte dumm-dreist so rechtfertigen : "es ist Tierquälerei, beim Bulldog KEINEN Kaiserschnitt zu machen." Diese Züchter geben damit zu, dass IHRE PERSÖNLICHE Zucht eine widernatürliche Qualzucht ist....
    Diesem Mißbrauch von Hündinnen, denen riesenköpfige Welpen angetan werden (oder deren enges Becken sie von vornherein gebärunfähig macht), wird in Österreich z.Z. ein gesetzlicher Riegel vorgeschoben. Deutschland dürfte früher oder später - im Rahmen der EU-Konvention über die Qualzucht - mit dieser und/oder ähnlichen Regelungen folgen.
    Unter "Neuigkeiten" (November) der Seiten des VdFEB sind die in Österreich gerade verschärften Gesetze gegen die Qualzucht zusammengefaßt. Züchtern von Bulldoggen und ähnlich belasteten Rassen ist eine Anpassungszeit von 10 Jahren gewährt.
  • Kopfform der Eltern und Großeltern
    Ob sich der Welpenschädel zum guten, ziegelsteinförmigen Bulldogkopf entwickeln wird, das kann man nur aus der Kopfform seiner Eltern und Großeltern ableiten. Also nicht "blind" entscheiden :-)

Diese Welpen konnten natürlich geboren werden :-)

Friedas Züchterin Dianne Benham (USA) behält nur Hündinnen, die nach menschlichem Ermessen natürlich werfen können. Hier ein Foto natürlich geborenen Geschwister von Frieda. Ach ja, ihre prächtige Cousine Berta darf ich hier natürlich nicht vergessen :-)

Zum Foto links noch ein besonders schönes Foto von Mutter Wilma mit Tochter Fajita :-) aus dem F-Wurf von Rafaela Schudas Zucht vom Georgshof.

Und ein besonders schönes Foto aus dem G-Wurf vom Georgshof, auf dem man Vater Beebob mit Sohn Egon sieht. Auch dieser Wurf kam ohne Kaiserschnitt zur Welt! Beebobs Kopf ist ein guter, ziegelsteinförmiger Standard-Rüdenkopf, sein Sohn hat den noch etwas länglichen Welpenkopf. Wie schön - im Sinne des Standards - Egons Kopf geworden ist, das können wir HIER sehen :-)

Und dass diese Welpen viel Verstand in ihren Köpfen haben, das erzählen die Geschichten, die ihre begeisterten Besitzer über sie für diesen Bulldog-Blog schreiben :-)



Dienstag, November 27, 2007

Lesenswert : "Die Zukunft des Rassehundes"

4-teilge Artikelserie, 3.Teil in "WUFF" November 2007


Jetzt im November erschien der 3. Teil der Artikelserie des renomierten Wiener Hundefachmanns und Genetikers Dr. Hellmuth Wachtel im Hundemagazin WUFF zum Thema :

"Die Zukunft des Rassehundes:"
"Gefährliche Klippen umschiffen..."


Hier die Übersicht, welche Schwerpunkte und welche Fragen in den einzelnen Artikel-Teilen behandelt werden.
Im Beitrag vom 6. September können Sie die Ausführungen zum 1. Teil: "Gesündere Rassehunde durch natürliche Zucht" nachlesen.
Über den 2. Teil: "Der genetische Sicherheitsgurt" berichtete ich vor ein paar Tagen, siehe unten.

Aus der Einleitung des 3. Teils der Artikelserie:
"War Inzucht zu Beginn der Hundezucht eine Notwendigkeit, um rassespezifische Merkmale zu festigen, ... so stellt sie heute eine der großen Geißeln in der Rassehundezucht dar..." Um Inzuchtschäden zu verhindern, sollte die Inzucht daher zumindest in den letzten zehn Generationen so gering sein, wie in der Rasse überhaupt möglich ist.... Dies wird in der Hundezucht aus verschiedenen Gründen vielfach mißachtet..."

"Reduktion genetischer Vielfalt"

Dr. Wachtel erklärt diese Fehlentwicklung zur Gen-Verarmung bei Rassehunden damit, dass lange Zeit geglaubt wurde, man müsse nur die allerbesten Exemplare (im Sinne von Ausstellungspreisen) zur Zucht verwenden, um "gute" Nachkommen zu produzieren.
Das war - und ist - naheliegend, hat aber leider dazu geführt, dass verdeckte Schadgene ebenso vermehrt wurden; bis hin zur Gefährdung der Rasse an sich.
Nur in Einzelfällen sollte ein Hund mehrfach zur Zucht eingesetzt werden, und zwar dann, wenn seine genetischen Positivseiten populationsgenetisch die möglichen Nachteile überwiegen. Gäbe es solch überragend gesunde Genträger gar nicht mehr in einer Rasse, dann sollte der genetische Verlust in einer Rasse durch wohlüberlegte Einkreuzung einer passenden anderen Rasse wettgemacht werden.

"Die zweite Gefahr: Extremzüchtung"

Dr. Wachtel zitiert den schwedischen Genetiker Per-Erik Sundgren mit der Feststellung, dass in der Natur nicht die extremen Individuen einer Art bevorzugt werden, sondern solche mit durchschnittlichen Eigenschaften. Denn nur diese Tiere sind genetisch noch anpassungsfähig genug an die verschiedensten Umweltbedingungen. Die ständige Bevorzugung extremer Individuen ist unnatürlich und gefährdet die Existenz der davon betroffenen Population.
Dr. Wachtel geht davon aus, dass wir weiter - trotz nationaler (Österreich) und EU-Qualzuchtparagraphen - mit einer weiteren gesundheitlichen Verschlechterung bei Extremrassen rechnen müssen.

Meine Anmerkung dazu:
Es ist so traurig wie ehrlich, dass zu diesem Absatz über die Extremzucht ein Bulldog-Foto gezeigt wird. Es wäre so leicht die Extremmerkmale wieder herauszuzüchten, denn es gibt auf der Welt genügend "nicht-extreme" Standard-Bulldogs. Sie müßten auf Aufstellungen nur nach vorne statt nach hinten plaziert werden. Auf NICHT-VDH Ausstellungen geschieht das gottseidank auch oft. Die VDH-Austellungen dagegen sind - zumindest beim Bulldog - eher Jahrmärkte mit Schaustellern des mehr oder weniger Extremen. Ich erlebe das in Bezug auf die Schausteller als "peinlich daneben"; und als Tragödie für die Hunde selbst.

"Arbeit macht und hält gesund!"

Dr. Wachtel führt aus, dass bis vor etwa 100 Jahren fast alle Hunde Gebrauchshunde waren. Es wurde auf Arbeitsleistung gezüchtet, und nicht auf das äußere Erscheiningsbild des Hundes. Inzucht und die Überverwendung eines Deckrüden kam selten vor. Es wurde zudem häufiger experimentell gekreuzt, da es den Wunsch nach absoluter Rassereinheit des Rassehundes noch nicht gab. Dieser entwickelte sich erst nach der Einführung von Zuchtbuchregistrierungen.
Nicht wenige Rassehunde-Organisationen widersetzten sich diesen Registrierungen, da sie befürchteten, dass die Bevorzugung der Schönheitszucht zum Niedergang ihrer Rasse führen könnte....
Arbeit, Zucht auf Leistung, hat die Hunde jahrtausendlang gesund gehalten. Und diese fehlt heute. Dr. Wachtel schlägt deshalb vor, rassetypische Leistungskriterien für die Erteilung eines Championats einzuführen. Er befürchtet aber, dass diese Leistungskriterien, falls sie überhaupt eingeführt würden, nicht den tatsächlichen gesundheitlichen Notwendigkeiten angemessen sein würden.

Meine Anmerkung dazu:
Zu Beginn des Ausstellungswesen mußten Bulldogs noch zeigen, dass sie einige Kilometer weit laufen konnten. An solch einer Hürde würden heute so ziemlich alle VDH-Ausstellungs-Bulldogs scheitern...

"Hunde 'natürlich' züchten?"

Dr. Wachtel schriebt, dass es unter Umgehung des natürlichen biologischen Gen-Schutzes in der Zucht zu unvermeidlichem gesundheitlichem Rückgang kommt. Deshalb würden ohne strenge, zukünftige Zuchtauflagen Rassen bis in ihre Existenz gefährdet.
Die meisten Hunderassen seien seit circa 150 Jahre mehr oder weniger ingezüchtet. Es wäre daher zum Erhalt der Rassen dringend erforderlich, diese primär nach gesundheitlichen Kriterien weiter zu züchten.
Dr. Wachtel empfiehlt dafür die geradezu geniale Zuchtmethode der Eskimos :
Einer ausgesucht gesunden, läufigen Hündin werden mehrere ausgesucht gesunde, nicht oder kaum verwandte Rüden vorgestellt, die in größerem Abstand voneinander im Freien angebunden sind. Dann lassen sie die Hündin selbst ihren Partner aussuchen. Wie in der Natur läuft die "läufige" Hündin dann aufgrund ihrer natürlichen Instinkte zu dem Rüden, der ihr optimal-gesunden Nachwuchs schenken kann.



Brief eines Kindes zu Überzüchtungen
17. 11. 07 an den Verein der Freunde Englischer Bulldogs e.V.

Wen berührt die Trauer dieses Kindes nicht ?
Guten Tag ! Ich wollte Sie um etwas bitten : viele Hunde sind total überzüchtet ! Das ist dann schon reinste Tier-Produktion ! Ich hatte auch einen überzüchteten Hund, der schon mit 4 Jahren gestorben ist ! Leider, ich finde das sehr traurig, die armen Tiere haben Schmerzen wegen Herzfehlern, Gelenkfehlern und so weiter. Sie könnnen sich bald schon gar nicht mehr bewegen und sterben dann ! Einige sterben auch an Schwäche ! Vielleicht können Sie sich ja gegen so etwas einsetzen. Ich jedenfalls nicht, denn ich bin noch ein Kind !

Mit freundlichen Grüßen Jil Seifert (12 Jahre alt) und hier Jils HP



Sonntag, November 25, 2007

Zum Totensonntag : Rusty´s Letzter Wille

Wir können soviel von unseren Hunden lernen, und besonders auch den schweren Umgang mit dem Tod.

Hunde wissen oft, wann es bei ihnen selbst oder anderen soweit ist. Ich erinnere mich an eine ganz besondere Erfahrung mit Rusty, einem amerikanischen Import-Bulldog, der Großvater von Kimberly, der Urgroßvater unserer Wilma und der Urur... großvater unseres Kosmo ist.
Nun zu dieser bewegenden Geschichte, die ich über all die Jahre nicht vergaß :

Rusty war damals bei Floral Garden der Rudelchef und er schlief, ganz seiner Stellung gemäß :-), mit im Ehebett. Dieses Privileg schützte er konsequent; er erlaubte keinem einzigen anderen Bulldog des Rudels auch nur die Treppe nach oben ins Schlafzimmer zu betreten!

Als er 10 oder 11 Jahre alt war bekam er Krebs. Er wurde schwach und baute langsam aber stetig ab. Eines Abends schubste und drängte er seine Lieblingsenkelin Kimberly die Treppe zum Schlafzimmer hoch. Kimberly wagte schließlich seiner Aufforderung zu folgen, ja sogar sich endlich neben ihn ins Bett zu legen, weil er sie immer wieder dazu animierte. Birgit war über sein Verhalten sehr erstaunt, ließ die beiden aber gewähren, da sie wußte, Rusty würde es nicht mehr lange machen... Am nächsten Abend folgte Kimberly Rusty zügig ins Schlafzimmerbett. Und am 3. Abend schon ganz selbstverständlich - und Rusty starb ganz ruhig neben ihr....

Wir verstanden, Rusty hatte Kimberly seinen Bettplatz vererbt! Und Birgit & Manfred Braum akzeptierten natürlich Rustys letzten Willen...


Freitag, November 23, 2007

Heute schreibt Gastblogger(in Elsa) Emmanuel Müller

Luxemburgs Next Top Bodyguard

Lieber Bruder Egon,
Lass mich dir mal erzählen, was ich täglich durchmachen muss. Du kannst dir dann dein eigenes Bild machen.

Seit unserer Trennung von den Eltern, Vati Beebob und Mutti Wilma, lebe ich, wie dir aus einem älteren Bulldog-Blog-Bericht (siehe Beitrag vom 6. März 07) über meine Kindheit bekannt sein müsste, zusammen mit zwei Menschen, in einer Kleinstadt im Süden Luxemburgs. Mein Frauchen hört auf den päpstlichen Namen Carole, mein Herrchen auf den nicht weniger spirituellen Namen Emmanuel. Damit wäre dann aber auch schon Schluss mit allem Geistlichen und Geistigen ! Denn als der liebe Gott die Intelligenz an sämtliche Lebewesen verteilte, waren diese beiden nicht anwesend. Sie begreifen nämlich immer noch nicht die einfachsten Grundsätzen des Hundelebens. Man muss der Wahrheit ins Auge sehen. Und auch Herrchens Brille ändert nichts an dem, was ich sehe.

Jedes mal nachdem es bei uns geklingelt hat, springt einer meiner beiden Mainzel-männchen auf und rennt sichtlich erfreut zur Tür, welche sofort ganz ohne Bedenken aufgerissen wird. Wildfremde Exemplare der aufrecht gehenden Spezies treten ein. (Zu selten kommt ein Hund zu Besuch, aber darauf komme ich später noch zurück.)

Die Fremden gehen in die Küche, bekommen gleich was zu trinken und manchmal sogar was zum naschen vorgesetzt, ohne dass meine Meinung gefragt wird. Doch damit nicht genug: Tue ich meine hündische Pflicht und betrachte die Neuankömmlinge zunächst skeptisch, aus sicherer Entfernung, versteht sich, bevor ich einmal kurz belle um klar zu stellen, wer im Haus das Sagen hat, dann - das glaubst du mir bestimmt nicht, Egon, ist aber so - entschuldigen Herrchen und Frauchen sich in meinem Namen bei diesen Eindringlingen ! Das muss man sich mal vorstellen ! "Die will bloß Aufmerksamkeit", heißt es dann, oder "die kennt dich jetzt nicht wieder". Von wegen "nicht wieder erkennen", ich weiß noch genau welcher Zweibeiner mir letzte Woche die schöne weiße Wurst aus dem Kühlschrank geklaut hat !

Noch blauäugiger und ahnungsloser reagieren die beiden auf die super fiesen Tricks der unsichtbaren Räuber. Kennst du die, Egon ?

Meistens abends, wenn wir auf dem Sofa liegen, und Frauchen und Herrchen hypnotisiert vor diesem Flimmerkasten sitzen, passiert es. Dann hört man auf einmal Schreie, Gewehrschüsse, und sogar quietschende Autoreifen ! Unser einer würde doch nie einen solchen Krach überhören, oder ? Dann sagen die Mainzelmännchen einfach "Das ist doch nur ein Krimi" oder so ähnlich. Was das auch immer heißen mag, naiver als ein Mensch kann man gar nicht sein.

Es gäbe tausend weitere Beispiele die zeigen würden, wie sehr ich auf diese ahnungslosen Geschöpfe aufpassen muss. Knochenarbeit, mein Lieber ! Da kannst du froh sein, dass du nur die Riesen-Schlange im Glaskasten bewachen musst.

Es sei nur noch kurz bemerkt, dass meine Carole und ihr Emmanuel auch voll auf die Masche ihrer Artgenossen aus dem Nachbarhaus hereinfallen. Die stehen nämlich immer wieder an unserem Gartenzaun und machen auf freundlich und lachen laut. Prompt fallen meine beiden drauf rein.

Ich dagegen belle diese listigen Geschöpfe natürlich entschlossen an, wenn sie mit uns reden :
erstens wollen sie in Wirklichkeit ja nur eines, nämlich unseren wunderschönen Garten besetzen (wo ich doch so gerne im Sommer ein Nickerchen neben dem Lavendelstrauch halte), zweitens sollen mein Frauchen und mein Herrchen sowieso mit mir und nicht mit diesen Nachbarn reden, oder ?

Wie gesagt, sie sind sich absolut nicht bewusst, welche Gefahren draußen auf sie lauern. Was soll ich sagen, Menschen wie mein Frauchen und mein Herrchen sind leichte Beute für Nepper, Schlepper und Bauernfänger. Kurz gesagt, was das Aufpassen angeht ist bei denen Hopfen und Malz verloren.

Aber auch in Sachen Rangordnung ist ihr Einschätzungsvermögen als eher gering zu bezeichnen. Aussagekräftig für Versäumnisse dieser Art ist der erst kürzlich zu Ende gegangene Besuch von meiner Labrador-Freundin Tina. Im Oktober hat Tina nämlich vorübergehend bei uns gewohnt.

Meine Freude, als endlich einmal ein Hund zur Tür hereinspaziert kam, sollte aber nicht lange andauern.

Gleich am ersten Tag schnappte die schokoladenbraune Labrador-Dame sich nämlich mein Herrchen und ging mit ihm in den Wald. Der Schock war selbst-verständlich groß. "Ist das der Dank für meine Gastfreundlichkeit ?", fragte ich mich. Wenigstens hatte ich so mein Frauchen Carole einen Tag für mich alleine.

Trotzdem, erneut musste ich die Erfahrung machen, dass Menschen im Vergleich zu uns nicht das geringste Taktgefühl besitzen. Wissen die wirklich nicht, dass eine Neue im Rudel überhaupt nichts zu melden hat, keine Ansprüche zu stellen hat ? Anscheinend nicht, denn bald schon stand Tinas Korb in meinem Flur. Samt Trink- und Essnapf und buntem Spielzeug. Nee, aus Freundschaft zu Tina hab ich halt nicht gebellt, aber den Korb hab ich trotzdem mal eine Stunde in Beschlag genommen. Man hat ja seinen Stolz als Bulldog.

Nun, das weißt du ja genau so gut wie ich, Egon. Du bist es ja, der sein Bett neuerdings mit einer Maus teilen muss, nachdem man dir schon die Schlange, eine Riesenspinne und eine Ratte vor die kurze Schnauze gestellt hat. (Siehe Beitrag unten vom 1. November)
Dicker Schmatzer, Deine Elsa



Mittwoch, November 21, 2007

1. Folge: - pragmatisch - praktisch - klug -

Heute erzähle ich drei erstaunliche Geschicklichkeits- und Intelligenztaten von Bulldogs :-)


Willie und der Wassertopf

Doris Ehrenstein berichtete mir von einer Intelligenzleistung ihres Willie, die fast nicht zu glauben ist!

Doris benutzt dunkelblaue, relativ schwere und kochtopfgroße Emaille-Töpfe als Wasserbehälter für Berta und Willie. Diese Wassertöpfe stehen jeweils auf einem dunkelblauem Handtuch, damit das "Schlabber-Wasser" von diesem aufgesaugt werden kann.

Im letzten Sommer: Doris kommt nach Hause und Willie begrüßt sie freudewackelnd und handtuchschwenkend an der Tür. Ein dunkelblaues Handtuch, ein Handtuch, wie es nur unter den Wassertöpfen liegt... Doris schwant Böses, sie erwartet einen umgeworfenen Wassertopf und einen klatschnassen Teppich........ Aber: der Wassertopf an der Treppe steht immer noch voller Wasser da, nur ein Stückchen weiter weg von der gewohnten Stelle. Und es ist kein blaues Handtuch mehr darunter! Und der Teppich rundherum ist knochentrocken! ...???...

Willie kann nur so an dies Handtuch gekommen sein: er muß den Wassertopf - offensichtlich behutsam - mit dem Kopf vom Handtuch herunter geschoben haben, sodass er dies mit den Zähnen greifen konnte, es also nicht wegzerren mußte. Er wollte kein Wasserbad, sondern er wollte nur das Handtuch; und seine Vorgehensweise war dem entsprechend durchdacht!


Camilla´s Mäusespielzeug

'Anonyma' erzählte mir von einer Beobachtungsleistung ihrer damals 3monatigen Milla, die so manches Kleinkind nicht bringen würde!

Milla hat eine Katzenfreundin im Haus, und diese Katze besitzt ein Mäuse-Spielzeug. 'Anonyma' kann an einem Faden an dieser Maus ziehen, dadurch wird eine Feder gespannt, und dann rennt diese Maus 2/3 Meter weit los. Und die Katze hinterher.

Mehr zufällig als beabsichtigt spielte 'Anonyma', wie sie erzählte, mit dieser Aufzieh-Maus und der Katze das "Jagen-und-Fangen-Spiel", während Milla die ganze Zeit still zusah.

Am nächsten Tag beobachtete 'Anonyma' Milla, wie sie die Pfote auf die Maus legte, mit den Zähnen den Faden herauszog, dann die Pfote wegnahm - und der losrennenden Maus hinterherjagte. Und das wiederholte sie vielleicht 10 Minuten lang mit offensichtlich größtem Vergnügen !!!

16.1.08 Anmerkung: Die Erzählerin möchte anonym werden, da sie es falsch findet, dass ich meine Bedenken gegenüber einigen neuen Zuchthündinnen bei Floral Garden öffentlich ausgesprochen habe.


Kosmo´s Halsband-Befreiungstechnik

So wie unser Kosmo gerne an unseren Schuhen rumzieht, so macht er es bei Frieda mit ihrem Halsband. Leder ist eben was Tolles :-)

Frieda hat ein Indianerlederhalsband, welches ihr herrlich steht. Kosmo ist anderer Meinung! Trägt Frieda dies Halsband, dann zieht er es ihr innerhalb von 5 Minuten aus. Das geht so schnell, weil sie erstens damit einverstanden ist; und zweitens weil er es sehr geschickt macht. Wir beobachteten ihn einmal heimlich dabei, da wir uns wunderten, wie er das bewerkstelligte.

Er legte eine Pfote auf das Halsband hinter der Schnalle, und die andere Pfote auf das Halsband vor der Schnalle. So lag die Schnalle selbst fest und unverrutschbar vor ihm. Mit den Eckzähnen zog er jetzt abwechselnd rechts und links am Rand des Lederteils, in dem der Haltestift im umnieteten Loch steckte. Er zog nur in eine Richtung - und zwar in die richtige - um das Halsbandende aus der Schnalle und dann den Stift aus dem Loch zu bekommen. War das geschafft, nahm er beide Pfoten vom nun lockeren Halsband und zog es Frieda ganz herunter.

Nach vollbrachter Tat interessierte ihn das Halsband nicht mehr; er ließ es liegen und balgte triumphierend mit der von ihm "befreiten" Frieda rum ! Konsequenz: nun tragen beide Geschirre. Die hat er bislang noch nicht "knacken" können :-)


Anfrage: Wer schreibt oder erzählt mir für den Blog ähnliche Glanzleistungen seines Bulldogs?


Montag, November 19, 2007

Erfolg im Huckepack :-)

Käthchen und Beebob (siehe Zucht vom Georgshof) leben und residieren :-) als glückliches Paar im Wohnzimmer und Garten von Rafaela Schuda. Vor einer Woche gelangen Rafaela diese Bilder von der klugen und sehr zielgerichteten Kooperation der beiden, mit der sie ein hoch hängendes Seil, mit zwei Kongs daran, vom Baum ergatterten.

Rafaela mailte: "Käthchen und Beebob springen im Huckepack. Sowas habe ich bis heute auch noch nicht gesehen :)))"

Abends im Wohnzimmer möchte sich Käthchen auch gerne auf Beebobs Fernsehsessel ausruhen von Herumspielen, Nachbarschaftsbesuchen und sonstigen Ereignissen - aber dort liegt Beebob immer schon unverrückbar und schwer! Also was machen? Käthchen springt hoch auf ihn drauf und macht es sich auf seinem Rücken gemütlich - wo auch sonst? ;-) Und Beebob bleibt oft geduldig unter ihr liegen wie ein Sofakissen! Die beiden lieben sich!

Nur wenn Rafaela sich auf´s Sofa setzt, dann kommt Käthchen von ihrem Beebob runter: Rafaela schmusen ist der Hit jeden Abends :-)) Und der Hit jeden Morgens? Gemeinsam frühstücken :-))


Samstag, November 17, 2007

Lesenswert : "Die Zukunft des Rassehundes"

4-teilge Artikelserie, 2.Teil in "WUFF" Oktober 2007

Im Oktober erschien der 2. Teil der Artikelserie des renomierten Wiener Hundefachmanns und Genetikers Dr. Hellmuth Wachtel im Hundemagazin WUFF zum Thema :


"Die Zukunft des Rassehundes:"
"Der genetische Sicherheitsgurt"


Hier die Übersicht, welche Schwerpunkte und welche Fragen in den einzelnen Artikel-Teilen behandelt werden.
Im Beitrag vom 6. September können Sie die Ausführungen zum 1. Teil, (Zuchtfehler usw.) nachlesen.

Aus der Einleitung des 2. Teils der Artikelserie:
"Die Natur hat zur Sicherung der genetischen Vielfalt einiges vorgesehen, dessen Summe Dr. Wachtel als "genetischen Sicherheitsgurt" bezeichnet... Diese Sicherung der genetischen Vielfalt erfolgt in der Tierwelt auf verschiedenen Ebenen und beginnt bereits bei der Paarung durch Bevorzugung nicht verwandter Paarungspartner durch das Weibchen..."

"Eizellen suchen sich ein Spermium aus, die Uteruswand einen genetisch vielseitigen Embryo"

Die nächste Sicherungsstufe liegt im biochemischen Bereich. Dr. Wachtel führt aus, dass die Millionen Spermien keineswegs eine Verschwendung der Natur sind, sondern der Eizelle eine größtmögliche Auswahl an genetischer Vielfalt anbieten.
Auch die Eizellen selbst unterliegen einem Wettbewerb: je weniger sie genetisch dem Phänotyp der Mutter gleichen, um so eher können sie sich - über biochemische Steuerungen - in der Gebärmutterwand einnisten. Spezielle Eiweiße im Blut der Mutter schützen zudem diese körperfremden Föten vor der mütterlichen Immunabwehr; auch hier also ein "Sicherheitsgurt" zum Schutz der genetischen Vielfalt.
Dr. Wachtel erklärt weiter, dass sogar die Ausbildung der Plazenta durch die genetische Andersartigkeit der Föten angeregt wird. Bei Inzucht könne dagegen der Stimulus zur Plazentabildung einfach zu schwach sein.
Eine genetisch vielseitige Mutter sei auch deshalb ein wesentlicher Vorteil für die Welpen, da diese besser entwickelte Mutterinstinkte und oft auch mehr Milch habe.

"Die Wirkung des Identitäts-Codes"

Jeder Hund hat einen besonderen Genkomplex, MHC genannt, der einen individuellen Duftstoff erzeugt; (siehe dazu Teil 1 dieser Artikelserie).
Der MHC ist auch dafür verantwortlich, dass eine ungeheure Anzahl von Bakterien, Viren und Parasiten vom Körper erkannt, und dass die sogenannten Killerzellen des Immunsystems dagegen aktiviert werden. Diese Abwehrkraft ist aber nur so stark, wie der MHC komplex angelegt ist. Vielfalt der Gene bedeutet in diesem Zusammenhang, dass auch der "Identitätscode" (MHC) vielfältig und nicht simpel angelegt ist : und das wiederum bedeutet, dass der MHC ein hochwirksames - und nicht eingeschränktes - Erkenntnismuster gegen Krankheitserreger darstellt.
Das heißt, je geringer die genetische Vielfalt in einem Hund ausgeprägt ist, um so geringer ist seine Abwehrkraft gegen Krankheitserreger jeder Art. Hunde aus einer Linienzucht (abgemilderter Inzucht) sind damit Hunden aus Fremd-Paarungen in ihrem Abwehrsystem unterlegen.

Meine Anmerkung dazu:
Die Risiken der Linienzucht werden in der letzten Zeit mehr und mehr der Allgemeinheit bekannt gemacht. Hier möchte ich besonders dem Magazin "WUFF" für seine Aufklärungsarbeit danken. Hunde aus einer Linienzucht (abgemilderte Inzucht) haben alle einen sehr ähnlichen "Phänotyp", und dadurch alle einen reduzierten "Genotyp". Auf Grund der neuen Einsichten über die biologischen Konsequenzen eines verarmten Genotyps empfehle ich heute für den Welpenkauf vorzugsweise kleine Familienzuchten, bei denen alle Bulldogs mit im Haushalt leben, wie zB vom Georgshof. In diesen kleinen Zuchten spielt die Wirtschaftlichkeit der Zucht selten eine Rolle, und es wird deshalb meist aus natürlichem Instinkt heraus fremdverpaart - und damit die Genvielfalt und Immunkraft gefördert.

Phänotyp: Das äußere Erscheinungsbild eines Tieres.
Genotyp: Die Gesamtheit aller Erbanlagen eines Tieres.

"Genetische Drift"

Dr. Wachtel führt aus, dass bei vielen Rassen mit nur wenigen Individuen gezüchtet wird. Das vermindere unweigerlich die genetische Vielfalt, oft sogar unwiederbringlich. Bei Rassen mit geriner Individuenanzahl wird diese Entwicklung "Drift" genannt. Irgendwann sind dann alle Tiere miteinander verwandt.
Wie bei jeder Inzucht wird dadurch der Identitäts-Code jeden Hundes (siehe oben) immer einfacher und dadurch für Bakterien, Viren und Parasiten leichter zu knacken. Die Rasse insgesamt kann durch diese Drift, diese Inzuchtdepression, in ihrem Bestand gefährdet sein.

Meine Anmerkung dazu:
Linienzucht, Beschränkung auf wenige Champion-Deckrüden, künstliche Besamung und Kaiserschnitte sind im Milieu der Bulldog-Züchter, die mehr oder weniger von ihrer Zucht zu leben versuchen, auch heute noch an der Tagesordnung. Die Konsequenzen all dieser Praktiken für den Bestand des Bulldogs interessiert in diesem Milieu nicht wirklich. Hier entscheiden der Absatz, die Kosten und der Gewinn...
Der Bulldog hat in Europa nur eine Überlebens-Chance, wenn sich seine Liebhaber seiner annehmen und Welpensucher aufklären. Das erzeugt Druck auf seine "Züchter", sprich Produzenten! Deshalb hier ein Link zur Seite des Verein der Freunde Englischer Bulldogs e.V.


Donnerstag, November 15, 2007

Heute erzählt Gastbloggerin Silke Funke

Dänemark : Endlich Urlaub !!!

Breite Sandstrände, frische Luft und herrliche Natur - das alles durfte Goldie gemeinsam mit der ganzen Familie erleben. Wie jedes Jahr im Herbst zog es uns auch dieses Jahr wieder für 1 Woche auf die Insel Romo (DK).

Hatten wir anfangs noch Bedenken, wie Goldie die lange Fahrt und vor allem unsere langen Strandspaziergänge verkraften würde, so wurden wir in allen Belangen eines Besseren belehrt. Man könnte es einfach so beschreiben:

Auf der Hinreise hatte sich Goldie ausgiebig ausgeruht, um dann als energiegeladenes Kraftpaket über den Strand zu rasen, durchs Wasser zu springen und mit anderen Hunden zu toben. Ob lange Spaziergänge am Strand, der an manchen Stellen bis zu 4 km breit ist, oder Wanderungen über die Insel, egal welche Hürden es auch zu überwinden gab, ob flache Wasserarme oder Windstärke 9 --- Goldie zeigte keine Schwäche !

Doch kaum hatte sich die Tür unseres Ferienhauses geöffnet, war sie die Erste auf dem Fernsehsessel, von dem sie dann auch nur schwer herunterzubewegen war. Hatte dann doch mal einer von uns Zweibeinern das Glück, einen der zwei heiß begehrten Sessel zu ergattern, gab es nur eine Möglichkeit diesen zu behalten, indem man sich nämlich nicht mehr davon fortbewegte. Doch selbst das war nicht immer der Weisheit letzter Schluß, denn auf dem Schoß von Herrchen oder Frauchen ist ja auch ganz bequem.

Sehr interessant waren natürlich auch die vielen fremden Hunde, welche Goldie mit sehr viel Interesse beschnüffelten, denn wie es der Zufall so wollte, hatte sie gerade ihre 1. Läufigkeit. Das war auch für uns eine neue Erfahrung, denn bisher hatten wir einen Rüden und das Ganze daher immer aus der anderen Perspektive betrachtet.

Am Abreisetag setzte bei uns jedoch nicht die übliche Abschieds-Stimmung ein, denn wir hatten an diesem Tag noch ein großes Highlight vor uns - das Mitgliedertreffen des VdFEB in Petersdorf. Cornelia hatte uns dazu eingeladen, und da der Ort sowieso fast auf unserer Reiseroute lag, stand für uns von vornherein fest, auf jeden Fall mal vorbeizuschauen. Gespannt waren wir auf das Wiedersehen mit Goldies Geschwistern Chilli und Kosmo und natürlich Mutter Frieda.

Während Goldie sich nach der Autofahrt in Petersdorf wahnsinnig freute, Frieda zu sehen, war die Wiedersehensfreude bei Frieda und später auch bei Chilli doch etwas verhaltener, was mit Goldies Läufigkeit zusammenhing, wie uns Cornelia sagte.

Und Kosmo? Der hat sich natürlich gefreut und mußte immer wieder zurück gehalten werden. Es war schön die drei mal wiederzusehen, Gemeinsamkeiten zu vergleichen und Unterschiede festzustellen. Wir lernten aber auch noch viele andere Bulldogs kennen, ihre Herrchen und Frauchen natürlich nicht zu vergessen. Es war ein sehr schöner Nachmittag, von dem wir sehr viel Wissenswertes und viele neue Eindrücke mit nach Hause nahmen.

Obwohl es Goldie mit all ihren Bulldogfreunden super gefallen hat, ist es zu Hause dann doch am besten, vor allem wenn man eine so liebe Freundin wie Olli hat.


Dienstag, November 13, 2007

Heute erzählt Gastbloggerin Susanna Frösch

Unser erstes Bulldogger Herbstfest

Donnerstag, der 18.10.2007, morgens um 4.00 Uhr in Blaustein : es geht endlich los!! Unsere grosse "Deutschland-Tour", mit Ziel Petersdorf in Mecklenburg-Vorpommern.

Wir hatten mit 8-9 Stunden Fahrt gerechnet und waren überrascht, als wir um kurz vor 11.00 Uhr am Donnerstag schon unser Ziel erreicht hatten. Bei der Einfahrt auf den Hotelparkplatz hatte ich gerade noch zwei hübsche Bulli-Popos auf dem Weg Richtung Plauer See davonhüpfen sehen und mir gleich gedacht, dass das eigentlich nur Jans und Sophies Uschi und Oskar sein können... Wir natürlich hinterher, und hatten sie auch gleich eingeholt. Uschi, Oskar und Spike haben sich gleich verstanden, und so gingen wir zusammen schon mal den für Sonntag geplanten Spaziergang zum Lenzer Krug ab.

Da Jan und Sophie erst am Freitag abend wieder zu uns stossen wollten, beschlossen wir die Gunst der Stunde zu nutzen, und machten uns auf den ca 1-stündigen Weg nach Warnemünde. Spike hat sich wie immer riesig gefreut am Meer zu sein und stürzte sich auch gleich in die sehr stürmischen und noch viel kälteren Fluten ...

Als wir abends zurück ins Hotel kamen, erfuhr ich vom netten Herrn an der Rezeption (an dem ich sehr demonstrativ Spikes Hundebett vorbei geschleppt hatte, damit er auch ja nicht denkt, der Hundling würde im Hotelbett nächtigen...), dass Gabi mit Familie (-: auch schon da sei. Ich hinterließ meine Nummer und wir gingen ins wunderschöne benachbarte Insel-Städtchen Malchow, Pizzaessen..

Abends trafen wir Günther und Gabi dann im Hotelrestaurant, und es wurde sogleich drauflosgequatscht, so als ob man sich schon deutlich länger kennen würde als ein paar Minuten und Emails.. Extreem nett!!!

Am nächsten Tag, Freitag also, war ich schon morgens sehr gespannt weil ich ja wusste, dass Cornelia (mein Bulldog-Guru) im Laufe des Nachmittags anreisen würde. Zuerst hatten wir jedoch einen tollen Vormittag mit Günther und Gabi, wir waren in Malchow, wo wir ein schönes Kloster angeschaut haben, und dann in Röbel auf einem Kirchturm, von dem aus wir einen wunderbaren Rundum-Blick auf die wundervolle Seenlandschaft hatten!

Gabi und Günther sind dann alleine weitergezogen, und wir sind nochmal an die Ostsee, haben einen ganz langen Strandspaziergang in Graal-Müritz gemacht und uns wunderbar entspannt. Spike ist wie ein Wahnsinniger am und im Wasser entlanggerannt und hat sich richtig seines Lebens gefreut, hatte ich den Eindruck... Das freut uns dann natürlich, wenn das Hundebaby so einen Mordsspaß hat!!

Ab ca 15.00 fing ich an zu quengeln, ich wollte zurück ins Hotel, falls Cornelia schon da sein sollte, wollte ich sie gleich begrüssen und ihr Spike zur Begutachtung vorsetzen... Wir haben dann mit Gabi und Günther zusammen im Hotelrestaurant gegessen, und nach dem Essen kamen dann auch endlich Cornelia mit Frieda und Kosmo, Kathrin und Eduard und Higgins an (Stu war krank und zuhause geblieben), nach stundenlangem Stau! Freitag abend sind wir alle relativ früh in die Heia,...

... denn das eigentliche Programm fing ja erst am Samstag an!

Samstag haben wir dann alle zusammen (alsoooo: Karin & Thomas mit Britta, Nihal & Stefan mit Freezy, Monika & Angelo mit Gloria, Gabi & Günther mit Hannibal und Nicht-mehr-ganz-Baby Connor, Eduard & Kathrin mit Baby Higgins, Ina & Rob mit Baby Chilli, Cornelia mit Mama Frieda und Baby Kosmo, Jan & Sophie mit Uschi Und Oskar-Ossi (-:, und Carsten & ich mit Spike, erst einen tollen Gang am See entlang gemacht, um schließlich noch einmal beim bzw im "Lenzer Krug" zu landen, um dort bei Tee und heisser Schoki ein bisschen aufzuwärmen...

Die Hunde lagen entspannt in der Sonne oder friedlich auf dem Schoss, als ich plötzlich aus dem Augenwinkel heraus etwas so unnormal hoch und so abartig schnell durch unsere Tischgruppe springen bzw hüpfen sah, dass ich sofort wusste, das kann - beim Besten Willen - keiner unserer Bullis gewesen sein.

Freezy war sofort im Jagd-Modus, und wäre sie nicht am Stuhlbein festgeschnallt gewesen, hätte es sich auch durchaus für ALLE Bullis lohnen können, denn so ein saftiger Braten von zwei jungen Geisslein... Naja. Die Aufregung hatte sich schnell gelegt, bei uns gar so schnell, dass ich Spike ohne Leine liess, und der dann ca zehn Minuten später, als diese zwei irren - ich möchte fast sagen selbstmörderischen Ziegenviecher sich zum zweiten Mal durch unser lauschiges Grüppchen hopsten, die Chance auf lecker Ziegenbraten noch einmal versuchte zu nutzen.. (ohne Erfolg natürlich..)

Samstag nachmittag ging es dann, nachdem wir alle von Stefan & Sabrina (die ihre drei Rüden Charlie, Fero und den jungen Boss dabeihatten), unsere tollen Vereins-T/Sweat-Shirts bekommen hatten, in das wunderschöne Naturschutzgebiet "Nossentiner Hütte".

Dort, wo wir ursprünglich parken wollten, an einem Gartenzaun, zwischen Dörfchen und Waldrand, auf einem Stück Land, das genausogut eine Art Parkplatz hätte sein können, (...) wollte uns aber der Besitzer des Zaunes partout nicht parken lassen, und er ereiferte sich ziemlich. Wir parkten natürlich sofort die Autos um, aber Ina, tough und klasse wie sie ist, (Du bist unser Held, Ina!!!!) ging noch schnell die Hausnummer und Strasse des wirklich unfreundlichen Herrn herausfinden, um dann am Sonntag in ihrer Sendung (sie ist Radio-Moderatorin) nochmal die ein oder andere Spitze auf ihn abzuschiessen!!! Toll!!!

Samstag abend gab es dann ein gemeinsames Abendessen im Hotel, da gab es natürlich viel zu erzählen, wir haben alle viel gelacht und es wurde ein wirklich wunderschöner Abend.

Und am Sonntag ging es dann, leider ohne Gabi, Günther, Rob und Ina samt Chilli, Hannibal und Connor, zum finalen Essen in den Lenzer Krug. Es war ein schöner großer Tisch in der Mitte des Restaurants für uns vorbereitet, (Dank Jan und Sophie) und dort liessen wir uns nieder, um noch einmal wunderbar lecker zu essen und zu trinken.

Eduard hielt eine für mich sehr rührende kleine Ansprache, in der er noch einmal von seiner relativ frisch ins Leben gerufenen Pflegestelle für Bullis in Not berichtete, und er machte uns deutlich, dass, egal was wem wann auch immer passieren sollte, unsere Hunde selbstverständlich erst einmal zu ihm nach Hause in die Pflegestelle kommen würden, und von dort gegebenenfalls selbstverständlich nur in allerallerbeste Hände vermittelt werden. Das hat mich sehr berührt, denn man weiss nie was passiert. Eduard und Kathrin: Danke, Ihr seid auch Helden!!!

Dann ging es auch schon sehr schnell dem Ende zu, die meisten hatten eine lange Fahrt vor sich, und wir gingen zum Hotel zurück, noch einmal ein schöner Spaziergang mit wundervoll offenen und herzlichen Gesprächen, und dann mussten wir alle schweren Herzens Abschied voneinander nehmen.

Im Allgemeinen: Es war WUNDERSCHÖN, Euch alle kennenzulernen, so viele unterschiedliche und total verschiedene Menschen so harmonisch, gefühlvoll und zufrieden vereint, wir sind froh, im Verein VdFEB zu sein, fühlen uns dort richtig gut aufgehoben und akzeptiert, und haben das Wochenende total genossen!! Danke!!

Im Speziellen: Ich bin glücklich, dass doch fast alle unsere Bullis so gesund und munter sind - ES GEHT DOCH, würde ich sagen!! Ossi Oskar hat ein bisschen Probleme mit der Haut, und auch seine Öhrchen machen ihm Probleme, aber das Ohrenproblem hatte Spike auch und die OPs sind an beiden Ohren gut gelaufen und mit viel Pflege und noch mehr Liebe kriegt man das sehr gut in den Griff. Die süße Freezy hat leichtes Übergewicht, aber auch da sind wir mit Spike schon durch, das ist wirklich hart (die böse böse Diät), aber danach macht es umso mehr Spaß! Und Übergewicht ist ja kein "typisches Bulldogproblem".

Im noch Spezielleren: Hätte man so einen Haufen sich zum Teil unbekannter z.B. Schäferhunde (gut, mein Lieblings-schlechtes-Beispiel..) zusammengelassen, würde danach nach meiner Meinung mindestens die Hälfte tierärztliche Hilfe oder sogar noch Schlimmeres in Anspruch nehmen müssen.. Unsere Hundis haben sich alle verstanden, manche sehr gut, andere nicht soo gut, aber es gab überhaupt keine ernstzunehmenden Probleme. Die Babys toben eben gerne, und das ist auch gut so. Toll, toll, toll.

Wir freuen uns wie blöd aufs nächste Treffen!!!! Und noch einmal an Jan und Sophie: dieses Treffen war spitze organisiert, ich war wirklich beeindruckt. DANKE!!! Ich hoffe, dass, wenn wir mal eines bei uns im Schwarzwald organisieren dürfen, dieses dann auch so gut läuft!!

Allerliebste Grüße an Alle, drückt die Hunde von uns! Bis möglichst bald, Susanna

Anmerkung:
Unser Hotel Haus Waldesruh kann ich nur SEHR für einen Ferienaufenthalt mit Hund empfehlen! C.S.D.


Mittwoch, November 7, 2007

Heute berichtet Gastblogger (Mecki ;-) Leo Geurtsen

Hi, ich bin´s, der Mecki.

Ich lebe nun schon seit Mitte Oktober bei der Familie Geurtsen. Ich habe mich hier gut eingelebt und werde umsorgt wie ein 3. (nee das 3. Kind ist doch schon die kleine Paula) na gut, wie ein 4. Kind der Familie. Auch nicht : es gibt ja noch die Nele und den Lukas, also bin ich ein 6. Kind der Familie. Mir gehts hier richtig gut, und ich glaube mein Herrchen Leo liebt mich. Gut, manchmal wahrscheinlich weniger... aber dazu später.

Da mein Herrchen völlig unerfahren ist was Englische Bulldoggen betrifft, musste ich ihm erstmal zeigen und beweisen, wie gut sich meine Rasse verhält.

Da ich ein "Nothund" war (Siehe Beitrag vom 24. September), und ich unverhofft hierher gekommen bin, fühlte ich mich hier bereits nach kurzer Zeit zuhause. Es war wie in meinem alten Heim, nur nicht in einer Großstadt. O.k., dafür viel größer und mit einem schönen Garten. Aber es gibt hier auch, so wie in meinem früheren Heim, einen Papageien. Der Frechdachs ruft mich schon ständig und pfeift nach mir. Aber ich lass´ mich da nicht beirren, und wie die Bullis das so können, ignoriere ich ihn.

Das musste Leo auch lernen. Zu harte Worte oder Schimpfen lassen mich äußerlich kalt. Ich setzte mich schön in mein Körbchen und ignoriere alle, indem ich mich demonstrativ so hinsetze, dass sie nur noch mein Hinterteil sehen. Ich schaue dann einfach durch das große Fenster nach draußen.

Zu einer weiteren Eigenschaft, "den Dickkopf", kann man nicht so viel sagen. Ich versuche einfach, diesen durchzusetzen. Manchmal klappt es. Wie z.B.: ich habe durchgesetzt, dass ich im Bett schlafe. Aber das war doch eher wohl mein Charme, den ich gegenüber meinem Frauchen Tanja versprüht habe. Ich habe Sie um den Finger gewickelt und den Trick angewandt, den man bei Frauen anwenden sollte : allgemein ist doch bekannt, dass Frauen kalte Füße haben, und so habe ich meinem Frauchen nachts die Füße gewärmt.... glaubt Sie.... eigentlich ist es mir ein wenig warm im Bett, und ich kühle mir nur den Bauch ab! Aber so habe ich es geschafft mir einen Stammplatz im Bett zu sichern. (Anmerkung von Leo: "Schön, dass Du wenigstens Platz hast!").

Eine weitere Eigenschaft von mir : ich tobe gerne! Aber ich glaube, Leo liebt das an mir! Jedenfalls tobe ich nur mit ihm herum, denn er ist richtig stark, so wie ich!

Aber es passieren auch komische Dinge. Wie mit unserem Nachbarn : als der mich zum ersten mal gesehen hat, da dachte der, ich wäre der Mops Paula. Er hat doch allen Ernstes Leo gefragt, ob wir dem kleinem Mops Kraftfutter gegeben haben, und der dann zu meiner Größe herangewachsen ist. Kopfschüttel... hallo geht´s noch ??? Ich bin doch kein Mops! Aber lass die Beiden nur reden. Ich hatte mich in der Zwischenzeit schon in den Bulli (passt ja vom Namen her) meines Nachbarn gesetzt und wartete auf die große Fahrt. Aber leider wurde daraus nichts. Leo hat mich aus dem Auto gezogen. Spielverderber! Wobei wir nun bei einem meiner Lieblingsthemen sind. Auto fahren!

Mann, ich könnte den ganzen Tag mit dem Auto durch die Gegend fahren. Wenn ich einen Autoschlüssel klappern höre, dann stehe ich gespannt als erster vor der Haustür. Und hier kommt keiner vorbei ohne mich mitzunehmen! Ich fahre gerne mit, und mir macht es auch nichts aus kurz beim Einkaufen im Auto zu warten. Dann döse ich vor mir hin. Hauptsache ich bin dabei.

Leo hat noch einen alten Mini. Den pflegt er immer und schraubt daran rum. Ich gehe dann jedesmal mit in die Garage und setze mich in den Mini und warte, bis es zu Probefahrt los geht. Es ist zwar alles ein wenig kleiner in dem Mini, auch diese Kopffreiheit! Ich hab´ einen super Ausblick, so wie es sich für einen Bulldog gehört. Apropo im Auto sitzen und warten : Einmal kam mein Frauchen und hat mich im Mini sitzen sehen. Leo schraubte was daran. Als Sie mich gesehen hat fing ich an zu zittern. Da habe ich noch ein wenig traurig geschaut.... und siehe da... sie brachte mir eine Decke, hüllte mich in diese mit den Worten "Du Armer, frierst Du so? Lässt der Leo dich einfach so frieren? Du wärmst mir ja Nachts auch die Füße! Bitte schön!"

Das ist es für heute. Aber ich erzähle Euch später mal noch mehr von meinem schönen neuen Leben! Mecki


Montag, November 5, 2007

Heute zwei Mails von Gastbloggerin Gabi Mill-Rogel

Hunde sind auch nur Kinder...

An Cornelia und Stu, 29. 8. 07 :

... Heute haben mir meine Kinder bereits viel Freude gemacht. In der Nacht bin ich wach geworden, weil ich ein Würgen hörte. Bis ich am Tatort war, lag bereits ein gut 2 Kg. großer unverdauter Futterberg auf unserem besten Teppich und wurde von Hannibal - mit der Intention, ihn zu vergraben - gewissenhaft breit gestrichen. Mußte also eine kurzfristige nächtlich Putzaktion einlegen, der heute morgen noch das komplette Shamponieren und Absaugen des Teppichs folgte. Natürlich musste ich eine Möbelbarriere drumherum aufbauen, denn beide Vierbeiner lieben es interessanter weise, sich auf frisch shamponierten Teppichen zu aalen.

Connor wollte auch nicht vernachlässigt werden oder hintenanstehen und sprang beim mittäglichen Spaziergang in einen Straßengraben, der nach den vielen Hochwassern mit recht viel Gülle und ähnlich attraktiven Geruchsträgern belastet war. Ich konnte ihn also dann erst einmal duschen und danach das Bad putzen und mich in die Waschmaschine stecken - denn so ganz ohne Kampf wollte er nicht geschrubbt werden. Bei seinem überhaupt ersten Duschgang vor eineinhalb Wochen war das einfacher. Aber da wußte er auch noch nicht, was ihn erwartet. Wie die kleinen Kinder ...

Nochmal hat Hannibal bisher aber nicht gebrochen - hat allerdings auch nichts zu futtern bekommen, außer gerade Schonkost aus Huhn, Reis und Quark. Drückt mal die Daumen, dass ich heute Nacht nicht wieder solch ein "Ei" wegmachen muss und sich die Sache mit diesem einmaligen Erbrechen erledigt hat. Je nachdem, wie es sich bei ihm weiterentwickelt, weiß ich noch nicht, ob ich ihn Freitag mitbringe oder nicht. Das Wetter soll ja recht bulldog-freundlich, also nicht so heiß, werden...

So, nun kommt gleich Günter von der Arbeit - ich gehe noch einmal mit Connor an die Laterne - Hannibal wird das nicht wollen und einen gekonnten "Sitzstreik" hinlegen.

Einen schönen Abend und liebe Grüße, Gabi

Hunde sind auch nur Kinder..., aber wundervolle!

29. 10. 07: Hallo Cornelia,

... Es ist schon interessant ... mit Connor habe ich mir den Wunsch erfüllt, einen Hund zum Schmusen zu haben.

Connor liebt seit Kleinauf den Kontakt, egal wie unbequem es manchmal ist. Er liegt dann so verdreht auf dem Sofa, dass man schon vom Hingucken einen Krampf bekommt, und im Bett hat er seine derzeitige Endposition in meinen Kniekehlen gefunden.

Aber was soll ich sagen ... nun hab ich zwei Schmuser :

Ich weiß nicht, ob es am Alter liegt oder nur daran, dass er auch seinen "Anteil" an uns haben will, aber seit einiger Zeit legt Hannibal wesentlich mehr Wert auf Körperkontakt. Lautete zu meinem Leidwesen früher sein Motto "rühr mich nicht an", so hat er sich nun auf intensivstes Kontaktliegen eingestellt und ständig pfötelt er uns an, damit wir ihm den Bauch, oder - welch höchste Wonne :-) den Bürzel kraulen. Dann kann er nicht genug bekommen.

Was gibt es Schöneres - gerade in der trüben Jahreszeit - als vor dem Kamin zu sitzen und rechts und links einen Bulldog ... So könnte man die derzeitigen Abende beschreiben ..., Liebe Grüße und bis bald, Gabi


Anmerkung: Das Copyright aller Fotos in diesem Beitrag hat der Paderborner Fotograf Thomas Schmidt.
Bitte seht Euch auch noch das neue Foto - unten unter "Copyright Gabi M.-R." - an. C.S.D.


Samstag, November 3, 2007

Heute eine Mail von Gastbloggerin Doris Ehrenstein

Es liegt an dem Mercedes ;-)

----- Original Message -----
From: Doris Ehrenstein
To: m.pfersich@hpp.de
Sent: Sunday, October 28, 2007 7:13 PM
Subject: Gruesse aus Alaska

Hallo Melanie, als ich heute Deinen Bericht ueber Charlotte (siehe Beitrag vom 28. Oktober) gelesen habe, wurden bei mir so manche Erinnerungen wach.

Es ist kaum zu glauben, aber meine Berta (jetzt 4 Jahre alt) hat nie etwas kaputt gemacht. Aber dafuer unser Sonny-Boy Willie (jetzt 3 Jahre) um so mehr.

Ich selbst fahre einen Mercedes ML 500 und dieser hat das gleiche Leder und Mittelkonsole wie der Mercedes im Bild (Deines Blog-Beitrages). Ich war vielleicht 5 Minuten im Geschaeft, und als ich heraus kam und in mein Auto einsteigen wollte traute ich meinen Augen nicht. Der Deckel der Mittelkonsole war sozusagen aufgefressen (vielleicht hat Willie Frau Holle gespielt) aber das war nicht genug, der linke Ledergriff an der Fahrerseite war zur Unkenntlichkeit zerfressen. Inzwischen ist alles wieder neu, aber nach Deinem Bericht bin ich fast der Meinung es liegt nicht an "Carlotte oder Willie", nein es liegt an dem Mercedes!!!.

Nun kommen wir zu den Lederknoepfen. Als ich mir vor 2 Jahren mit Cornelia in Paderborn eine neue Lederjacke mit Lammfell gekauft hatte (Alaska ist kalt) und sie bei meiner Ankunft hier zuhause ueber den Stuhl gelegt hatte, waren nach einigen Minuten keine Lederknoepfe mehr vorhanden. Auch hier liegt es wohl an den Knoepfen!!.

Allerdings moechte ich sagen, beide Bulldogs haben bis heute eine Vorliebe, Lederknoepfe, Lederriemen, Reissverschluesse, Plastikutensilien ect. zu zerbeissen. Ebenfalls wird dauernd Jagd auf Schuhe gemacht.

Unbekannterweise meine herzlichsten Gruesse aus dem z.Z. leicht verschneiten Alaska (- 10 Grad C), Doris, Berta und Willie



Weitere kluge Entgegnungen auf dumme Sprüche

(siehe BB vom 24. Oktober):

  • "Beißt der?"
    Anke : "Nein, sie beißt nicht - sie schluckt im Ganzen !

  • "Ist das ein Kampfhund?"
    Anke : "JA, er kämpft täglich gegen Vorurteile !"


Donnerstag, November 1, 2007

Egon und sein "Halloween-Zoo" :

Schlangen, Ratten, Spinnen, Kröten, ...

Wir kennen schon Caligula und seinen Streichelzoo. Als ich Caligulas Züchterin Rafaela Schuda, (Zucht vom Georgshof) gegenüber voller Entzücken darüber sprach, meinte sie augenzwinkernd: "Und sein Bruder Egon hat sowas wie einen Horrorzoo ;-)"

Klar, ich bat Julia, Egons Frauchen, sofort um ungewöhnliche Tier-Fotos für den Blog. Und heute ist das passende Erscheinungdatum ;-)

Julia mailte viele Fotos ihrer Mitbewohner und schrieb:

Hallo liebe Cornelia,
Egon ist der absolute Sonnenschein und die perfekte Mischung aus Mutter Wilmas Verschmustheit und Vater Beebops Lebensfreude.

Als Egon zu uns kam, lebte noch die kleine Rattendame Erna bei uns. Sie war extrem lieb und Egon konnte sie stundenlang beobachten. Aus Sicherheitsgründen blieb es aber bei einer Gitterfreundschaft.

Das große Terrarium mit dem Buntpython ist
für Egon nur interessant, wenn sich etwas bewegt. Da der Python aber nicht nur
nachtaktiv, sondern auch faul ist, gibt es
keine Probleme. Die Spinnen ignoriert Egon
auch. Wenn ich die kleinen Spinnen füttere,
sitzt Egon immer auf der Couch neben mir und schaut genau zu. Sollte dann mal ein Heimchen entwischen, stellt er es aber sofort. Er spielt es aber nicht kaputt, sondern hält es in Schach bis ich komme. Das gleiche hat er auch mit einer Maus (Schlangenfutter) gemacht, die unbemerkt abhauen wollte.

Ansonsten ist Egon extrem verspielt. Seine Spielsucht schlägt die angeborene Bulldog-Verfressenheit um Größenordnungen.

Abends geht Egon dann oft mit ins Labor, manchmal auch in den Laborschank. Hier kann er auch schön toben und hat seinen Lieblingsball, den er jedem auf den Fuss hält um darauf rumzukauen.

Einen riesigen Freudentanz mit minutenlangem Kopfschütteln gibt es, wenn eine Weintraube verlockend durch das Wohnzimmer kullert. Die Weintraube wird oft "eingesaugt" und kullert auch wieder raus, um dann irgendwann gefressen zu werden.

Egon ist wie auch seine Eltern kerngesund und läuft und springt durch die Gegend. Er liebt es mit uns auf der Couch zu kuscheln und sein Köpfchen an uns zu schmiegen. Und so geht dann ein anstrengender Bulldog-Tag zu Ende.

Ich will noch ein Foto von Egon machen, wo man seine Statur erkennen kann. Und hier steht Egon unter seinem Portrait. Auf Hundeschauen hat er auch schon zwei Preise gewonnen.
Ganz liebe Grüße und ein zünftiges Halloween ;-), Julia

Die Bulldog-Blog-Beiträge werden monatlich archiviert. Die Vormonate erreichen Sie vom Blog-Index oder von den Inhaltsverzeichnissen aus - alles in der grauen Spalte rechts.
Hier die Bulldog-Blog Beiträge vom Oktober 2007.

Am besten in
800 x 600
(und mit Opera V9)
betrachten !


Blog Index

Inhaltsverzeichnis chronologisch

und hier
Inhaltsverzeichnis thematisch :
- Wesen des Bulldogs
- Gesundheit und Pflege
- Zucht, Zuchtvereine
- Bulldogs in Not
- Der Bulldog weltweit
- Reisen mit Bulldogs
- Geschichte d. Bulldogs
- Der Bulldog als Symbol
- Kunst, Fan-Artikel

und hier
Inhaltsverzeichnis Gastblogger

und hier
Suche innerhalb unserer Webseiten


English

FAQ/Bedienungshilfe
Impressum

Tel.: 05292 1291
Stus Blog
Wohnort


Cornelia Savory-Deermann Cornelia Savory-Deermann

Cornelia
Savory-Deermann
, geboren 1945 in Wuppertal, hat seit 34 Jahren Englische Bulldoggen und ist Gründungsmitglied des "Verein der Freunde Englischer Bulldogs e.V.". Jetzt sollen die Bulldogs zusätzlich hier ihr eigenes deutsches Weblog bekommen. Eure Bulldog -Anekdoten, -Fotos und -Tipps für's Blog sind willkommen.


Blog Leser-Spiegel

Herkunft der Blog Leser
Herkunft der Blog Leser


Blog Archiv

Mai 2005
Juni 2005
Juli 2005
August 2005
September 2005
Oktober 2005
November 2005
Dezember 2005

Januar 2006
Februar 2006
März 2006
April 2006
Mai 2006
Juni 2006
Juli 2006
August 2006
September 2006
Oktober 2006
November 2006
Dezember 2006

Januar 2007
Februar 2007
März 2007
April 2007
Mai 2007
Juni 2007
Juli 2007
August 2007
September 2007
Oktober 2007



English Bulldog
Treffen

BERLIN

Infos + Berichte
Inhaltsverzeichnis


English Bulldog
Treffen

MÜNCHEN

Infos + Berichte
Inhaltsverzeichnis


English Bulldog
Treffen

Westfalen

Infos + Berichte
Inhaltsverzeichnis


English Bulldog Verein

Die Lobby für den Bulldog und seine Halter :
Verein der Freunde Englischer Bulldogs e.V., gegründet 1980


Vermittlungs- und Pflegestelle für Bulldogs in Not


Eduard Jegodka
Tel.: 05207 / 7691
Weitere Infos


Tierarzt

Klinik Peter Söhl
Lichtenau/Paderborn

Medizinischer Beirat des Verein der Freunde Englischer Bulldogs e.V.



Cornelia´s Bulldogs

"Frieda Fay Happy Day"








"Kosmo Key Feeling Free"





Cornelia´s Bulldogs aus Künstler-Sicht




English Bulldog
Link-Liste

Ernest und Familie
Oskar und Uschi
Yacuma
Boerney and Bulldog
Hector the Bulldog
Churchill
Henrys Blog

Bulldog-Seiten voller Infos und Humor (USA)
bulldoginformation
bulldogwrinkle


English Bulldog
Züchter

Genauere, aktualisierte Einschätzungen der unten genannten Zuchten und allgemeine Hinweise zur Welpensuche:
vom Georgshof,
Floral Garden,
Wellington Bulldogs,
v.d. Stubentränke,
a.d.H. Mendelssohn,
Moonlight Shadow

Update: 24. 11. 2007

Allgemeiner Hinweis:
Betrugswarnung



Neuer EB Standard


Links zu den schönsten
Bulldog-Videos

befinden sich auf der Startseite des
VdFEB e.V.


Kynologische und
Bulldog-Neuigkeiten
aus aller Welt

erscheinen unter "Neuigkeiten" auf der HP des VdFEB e.V.


Zum Abonnieren empfohlen :

Hunde Magazin WUFF
informativ, interessant, engagiert und fachlich hochstehend



Buchtipps
Unterhaltung, Gefühl, Kultur und Kunst

Eine Auswahl aus unserer Bibliothek


Buchtipps
Haltung, Zucht und Gesundheit

Eine Auswahl aus unserer Bibliothek


Für alle Seiten, die auf dieser Website verlinkt sind, möchte ich betonen, daß ich keinerlei Einfluß auf deren Gestaltung und Inhalte habe. Deshalb distanziere ich mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten und mache mir ihre Inhalte nicht zu eigen!

Die Beiträge der Gastblogger müssen nicht immer meiner eigenen Meinung entsprechen; deshalb schreibt jeder Gastblogger unter seinem eigenen Copyright.

Cornelia Savory-Deermann


Site Meter