Cornelias 'Bulldog Blog' ...

Donnerstag, November 30, 2006

Herbst-Freu(n)de

Diana: Der Herbst ist da! Ich liebe diese Jahreszeit, wenn alles bunt wird und der Tee noch besser schmeckt als im Juli. Abends ein paar Kerzchen anmachen und Terry Pratchett's Scheibenweltromane in der Badewanne lesen. Hach, das Leben ist schön! Hoffentlich bleibt es noch ein wenig so mild, denn Elwood liebt seine Wiese hinter dem Haus. Ich sehe mich schon im Skianzug und Moonboots dastehen und mit ihm spielen - tja, nicht jeder ist mit Fell ausgestattet ;-).

Elwood: Der Herbst ist da! Ich liebe diese Jahreszeit, wenn ich durch buntes Laub toben kann und es nicht mehr so heiß ist wie im Juli. Frauchen hockt dann oft da, trinkt heißes Wasser und starrt auf ein Bündel Papier. Zwischendrin bekommt sie Kicheranfälle und freut sich. Keine Ahnung was das soll.

Das Allerbeste hat sich aber Omi Else einfallen lassen. Das ist Frauchens Mama, die unter uns wohnt und in mich verliebt ist. Sie knutscht und herzt mich stets ganz lieb und kann es immer noch nicht fassen, dass ich so ein toller Hund bin, vor dem man gar keine Angst haben muss. Aber zurück zu ihrer genialen Idee: Vor zwei Wochen waren wir mal wieder zusammen im Garten. Da kommt sie plötzlich mit einer großen Gartenschere und schneidet riiiesige "Stöckchen" für mich vom Haselnussbaum ab (Foto oben). Frauchen murmelte zwar was von "Garten winterfest" machen und "zurückschneiden", aber das hat sie bestimmt falsch verstanden. ICH jedenfalls weiß, dass Omi Else nur für mich die drei Meter langen Stöckchen vom Baum geschnitten hat und bin deswegen damit herumgerannt und habe sie in Sicherheit gebracht.

Gerri, unser Nachbar hat wohl auch was falsch verstanden. Er wollte doch tatsächlich meine neuen Riesenstöcken zerkleinern und auf eine Grüngutdeponie fahren! Ihr könnt Euch sicher sein, dass ich mich standhaft gewehrt habe bis Gerri keine Lust mehr hatte, hinter mir herzurennen. Eines habe ich aus der Sache gelernt: Wir wohnen in einer gefährlichen Gegend! Nachts waren nämlich Räuber im Garten und haben mein Stöckchen geklaut! Ich habe am nächsten Tag alles abgesucht, aber es war verschwunden. Frechheit!

Mein Kumpel Hakki findet den Herbst auch toll. Hakki mag es nämlich, wenn er sich an stinkenden Dingen reiben kann, und im Herbst findet er öfters plattgefahrene Lurche und andere duftende Sachen. Bei seinem letzten Besuch fand er es ganz komisch, dass ich mich einfach nur aus Freude herumwälze. Als wir dann spazieren gingen zeigte er mir, wie ER das richtig macht. Hakki entdeckte auf dem Wanderweg etwas schleimiges, gelb-schwarzes und rieb sich das Tier ins Fell ein...

Naja, ich bin ein Ungar, er ist Tscheche. Vielleicht ist das eine länderspezifische Besonderheit. Frauchen hat mir ganz schockiert die Augen zugehalten und gesagt, ich solle mir das ja nicht abgucken, sonst bekomme ich ein unbefristetes Wasserbettverbot! Das wollte ich dann doch lieber nicht riskieren und lies Hakki alleine den Spaß.

Seit ich Hakki kenne, weiß ich auch, was "spielen" ist. Er hat mir beigebracht, wie man beim Raufen Spaß hat, und dass das nichts mit "beißen" zu tun hat. Jetzt bin ich zwar schon 4 ½, aber bisher habe ich mich das noch nicht so richtig getraut. Auf den Winter freue ich mich aber auch schon, denn ich kanns kaum erwarten, Frauchen im Skianzug und Moonboots zu sehen ;-)

Ein herzliches herbstliches Wuff, Elwood mit Anhang


Dienstag, November 28, 2006

Die Menschlichkeit des Bulldogs

Im letzten Beitrag schrieb ich etwas über die Besonderheiten des Bulldogs, die ihn uns Menschen ähnlich machen. Ich fand in einem alten "Bulldog-Blatt" (Nr. 53, August 1992) einen Text, den vor circa 20 jahren die englische Bulldog-Züchterin Sheila Alcock schrieb. Hier ein sehr lesenswerter Auszug dieses Textes, in dem sie ihre Beobachtungen und Erfahrungen über die Menschenähnlichkeit des Bulldogs beschreibt.

Und nun ein paar alte Bulldog-Postkarten, die zeigen, wie "differenziert menschlich" er schon damals wahrgenommen wurde :-)))

Text oben: "3. Person Singular: er, sie, es liebt" :-))


Sonntag, November 26, 2006

Vom Zigarrenhund zum Rosenhund ;-)

2. Teil : Der Bulldog als Modell des Typs "Ich liebe Dich"

Wie im 1. Teil (siehe vorigen Beitrag) dieses Artikels beschrieben, dominierte in der 1. Hälfte des vorigen Jahrhunderts der "Typ Zigarrenraucher" in den Kitsch- und Kunst-Darstellungen unseres Bulldogs.
Es gab aber auch schon damals hin und wider den Bulldog mit Rosen, wenn auch der maskuline Zigarren- und Macht-Bulldog den Postkartenmarkt dominierte.

Heutzutage gibt es mehr Karten vom Bulldog mit Rose als vom Bulldog mit Zigarre oder vom Bulldog als Kämpfer, da direktes oder verstecktes Macho-Sein nicht mehr "in" ist (höchsten noch als "kleines Laster", wie im vorletzten Blog-Beitrag gezeigt).

Der Bulldog ist ein beliebtes, oft kindliches Liebes-Symbol geworden. Viele Bulldogger sprechen ganz locker von ihrem Bulldog als "unser Kind". Er schläft auch allermeistens mit im Bett seiner Menschen.

Und der Bulldog ist - wegen seines faltigen Gesichtes und seiner oft dicken Gestalt - Symbol für die Liebe jenseits jeden Alters geworden. Und damit erreicht er viele Menschenherzen, denn älter werden wir ja alle, (wenn wir nicht jung sterben.)

Der Bulldog liebt Menschen meist mehr als seine Artgenossen, und kaum eine andere Rasse geht so sehr auf die Bedürfnisse und Vorlieben ihres Menschen ein :

Er muß nicht jagen (Jagdhunde), rennen (Windhunde) oder hüten (Schäferhunde). Der Bulldog ist genetisch nicht so in seinen Bedürfnissen festgelegt wie die allermeisten anderen Rassen - er ist mehr "frei", könnte man sagen. Oder seine "Adaptive Intelligenz" ist besonders ausgeprägt, wie auch manchmal geschrieben wird. Er folgt den Hobbys seiner Menschen : im Fußballtor steht er genau so gern wie er mitwandert, mitfliegt, Kinder hütet und Katzen verjagt ... oder unterm Computertisch schläft...
Das alles macht ihn so "menschlich", denn diese relative Freiheit von genetisch festgelegten Verhaltensweisen und von genetisch festgelegten Anforderungen ans Lebensumfeld IST menschlich.

Der Bulldog ist unser ;-) bevorzugtes Symbol für:

Spiel :-)) und Spaß, ;-) Lebensfreude, :-) Begeisterung, :-)) Freßlust, ;-))) Charme, ;-) Kindlichkeit, :-)) Entspannung, ;-) Häuslichkeit, :-) Gelassenheit, ;-) Gemütlichkeit ;-)) und Ruhe, :-) freundliche Neugier, :-)) Unternehmungslust, ;-) Sanftmut, :-)) Selbstvertrauen, ;-)) Optimismus, :-) Power, ;-) Coolness, ;-) Humor und Ironie, :-)) Wissensdurst, ;-) Klugheit, :-)) Weisheit und Liebe !!! .....
Alles das sind gute menschliche Eigenschaften! Der Bulldog liebt die Menschen vielleicht deshalb so sehr, weil sie IHM ähnlich sind ;-)))

Diese Eigenschaften zeigen auch die vielen Postkarten und die Werbung mit dem Bulldog, siehe dazu Beitrag 5. Juli 2005. Dieser Wandel in der alltäglichen Symbolbedeutung des Bulldogs zeigt damit auch einen Haupt-Trend in unserer Westlichen Kultur und Befindlichkeit an :

Weg von Kriegsgetöse und martialer Männlichkeit........
hin zu Frieden und persönlicher Entfaltung ........
Individualität - statt Uniformität - gewinnt mehr und mehr ;-)


Freitag, November 24, 2006

Vom Zigarrenhund zum Rosenhund ;-)

1. Teil : Der Bulldog als Modell des Typs "Zigarrenraucher"

Im letzten Blog-Beitrag symbolisiert der Bulldog mit Zigarre die "kleinen Laster" des - trotz dieser Laster - Geliebten. Dies brachte mich darauf, mehr "Zigarren-Bulldogs" zu suchen.

Als erstes fiel mir dazu Winston Churchill ein. Sein Gesicht hatte etwas Bulldoggiges an sich - und sein Durchhaltevermögen und unbedingter Siegeswillen auch.

Das Bild oben ist aus einem Film, der während des 2. Weltkrieges in England über Churchill gedreht wurde. Wir sehen den REALEN Bulldog, der im Film (und in der Kriegszeit) Churchill und ganz England symbolisierte.
Der Zigarrenraucher Churchill hat das Image des Bulldogs in seinen positiven Aspekten außerordentlich verstärkt. "Winston" ist noch immer ein häufiger Name für einen Bulldog.

Drei Aspekte der Symbolkombination "Bulldog mit Zigarre".

Die Zigarre ist ein typisch männliches Räucherwerk. Manche Politiker, Top-Manager und (wenn man den Filmen glauben kann ;-) auch Mafiabosse bevorzugen die DICKE und LANGE Zigarre zur Demonstration patriarchaler Macht. Ein betont maskulines Erscheinungsbild zeigt auch der Bulldog mit seinem kraftvollem, muskelbetonendem und breitschultrigem Körper. Bulldog und Zigarre passen also - diskret oder auch direkt - als Symbole simpler Männlichkeit zusammen.

Es gibt einen zweiten, tieferen Aspekt der inneren Stimmigkeit von "Bulldog mit Zigarre": Selbstüberzeugung und Entschlossenheit. Der Bulldog strahlt in seiner Kraft und in seiner Ruhe die Entschlossenheit und den Mut einer wahren Führungsnatur aus, wie es z.B. Churchill war!

Otti Heermann, die berühmte deutsche Bulldogzüchterin der Vor- und Nachkriegszeit, sah man auf Ausstellungen "immer mit einigen Menschen um sich herum und sie hatte meistens eine Zigarre an." (siehe 10. 11. 2006) Sie rettete ihre Bulldogs wahrlich heldenhaft durch den Krieg hindurch. Von Zeitgenossen wird ihr Mut und ihre Integrität stets betont. Sie war so etwas wie ein weiblicher "Churchill" für ihre Bulldogs. Eine Zigarre paßte zu ihr :-)

Es gibt noch einen dritten Aspekt der inneren Stimmigkeit von "Bulldog mit Zigarre": Genüßlichkeit - die Mächtigen "gönnen sich was". Wer kennt nicht seinen Bulldog als genüßlichen Genießer von Sonne, Futter und Streicheln :-) ? Er kann sich faul räkeln und in Nichtstun versinken, solange ihn nichts stärker irritiert. Der Bulldog kennt den Wert sinnlicher Lebensfreuden genau !

Oben ist das Foto eines Bierkruges, den wir im Mai in Gmünden (Österreich) entdeckten. Der Griff war auch als Zigarre gestaltet. Der Krug kostete 165 Euro, was er uns aber nicht wert war. Also fotografierten wir ihn nur.

Nach dem Bierkrug nun zwei Kaffee-Becher mit Zigarren-Bulldogs. Und hier eine Detail-Aufnahme davon in groß. Diese witzigen Becher gehören Birgit Braum; wenn ich sie besuche bekomme ich meinen Milchkaffee immer schmunzelnd in ihnen serviert :-) Auf diesen Kaffeebechern ist der Zigarren-Bulldog (wie auf dem Bierkrug oben) vom gutmütigen Typus "Genießer".

Vom reizbaren Typ "Mafiaboss" ist dagegen dieser Zigarren-Bulldog, mit dem wir ein billiges Plastikschild "Rauchen verboten" in unserer Garage ersetzt haben. In diesem Kontext hat es auch den Hintersinn : "Diebe leben HIER gefährlich!!!"

Unten zwei Postkarten mit Zigarrentypen aus der 1. Hälfte des vorigen Jahrhunderts.

Der linke Zigarren-Bulldog bringt sehr genau den Typ des "der was zu sagen hat" zum Ausdruck. Der Rechte ist dagegen der Typ des Genußmenschen, der ein faules Leben liebt.

Der Bulldog zeigt diese zwei Lebensaspekte wirklich in seiner Natur : einerseits kann er wild und verbissen seinen Siegeswillen zeigen, andererseits aber auch passiv bis faul sein Leben genießen. Dies beschreibt Eric H.D. Aldington sehr gut in seinem Buch "Von der Seele des Hundes", siehe Spalte rechts.

Zum Abschluß der Bulldog als treuer Gefährte seines betrunkenen Zigarren-Herrn :-)


Mittwoch, November 22, 2006

"I love you" - ein schönes Geschenkbüchlein

Dies ist ein so schönes wie witziges Fotobüchlein zum Thema "Liebe"; und unser Bulldog kommt zweimal darin vor.

Hier im Foto symbolisiert er den Geliebten mit seinen kleinen Lastern, und in dem zweiten Foto, das eine Überraschung bleiben soll, die Schlechtgelaunte, weil der Geliebte auf sie sauer ist :-(. Auch alle anderen Tierfotos sind supertypisch für die unterschiedlichsten (Liebes-)Gefühle... ;-) Ein nettes Schmunzelbüchlein ! Verlag "Groh", ISBN 3-89008-427-3

Im Groh-Verlag gibt es noch eine Reihe anderer Geschenkbüchlein im gleichen Format und Stil, in denen ebenfalls einige passende ;-) Fotos von Bulldogs sind. Ein Stöbern im Buchladen lohnt sich - und macht auch Spaß.


Montag, November 20, 2006

Heute berät uns Gastblogger Jan Peters

Tipp bei Falten- und Ohren-Entzündungen

Liebe Blog-Leser und Bulldogfreunde,
Ich möchte diese Möglichkeit nutzen, um euch auf ein Mittel aufmerksam zu machen, welches auch euch eventuell bei der Behandlung von entzündeten Ohren und Gesichtsfalten helfen könnte.

Oskar ist zwar vom körperlichen Zustand her ein recht fittes Kerlchen, (besonders nach seiner OP in Leipzig, siehe Beitrag vom 2. Oktober), hat aber bei genauerem Hinsehen auch des öfteren kleine Problemchen.

Ein ständiges Problem sind seine Falten. Trotz täglicher Reinigung haben wir es nicht geschafft Entzündungen vorzubeugen. Oskar hat sich in Abständen immer wieder die Falten blutig gekratzt. Wenn wir dachten, wir hätten die Entzündungen und den Juckreiz gestoppt, belehrte uns Oskar mit seinen Kratzattacken wieder eines Besseren. Wir probierten alle möglichen Präparate, in der Hoffnung auf eine Besserung. Als wir wegen einem anderen (akuteren) Problem in der Tierklinik Potsdam waren, sprachen wir den Doktor vor Ort auch auf Oskars Problem mit Ohren und Falten an. Er guckte sich die entzündeten Ohren und Falten genau an und gab uns 2 Fläschchen Ohrentropfen namens "Aurizon" mit. Herr Dr. Hahnisch meinte, dass es auch sehr gut für die entzündeten Falten wäre. Wir geben Oskar dieses Mittel seit ca. Anfang August und sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Wir geben Oskar die Tropfen immer Abends, damit er nach dem Verabreichen immer unter unser Beobachtung steht. Seine Falten sehen seit dem sehr vital und gesund aus. Auch Haare wachsen seit langem wieder um das Ohr und auf den Falten.

Kombinationspräparat gegen Bakterien, Pilze, Schmerzen und Juckreiz
Falls ihr noch weitere Infos braucht, kann ich euch nur die WEB-Seite des Herstellers empfehlen, auf der auch noch genauer (mit Bildern) auf die Anwendung eingegangen wird. Ich hoffe, dass ihr nie in die Situation kommt, dieses Mittel nutzen zu müssen. Falls doch, wisst ihr jetzt, was helfen könnte.

Anwendungseinschränkungen
Nicht anwenden bei Hunden mit perforiertem Trommelfell. Nicht anwenden bei tragenden oder säugenden Hündinnen. Nicht anwenden bei Hunden mit Morbus Cushing oder Diabetes mellitus.

Zusammensetzung
1 ml enthält :
Marbofloxacinum 3.0 mg; Clotrimazolum 10.0 mg; Dexamethasonum acetas 1.0 mg; (Dexamethasonum 0.9 mg) Antiox. E310

Weitere Infos HIER.



Montag, 20. November 2006 05:11

Hi Cornelia and Stu.

Heute Nacht schon ein weiterer Tipp von Helen aus Kalifornien
Just a quick note re Oskar's skin problem. Three of my four Bulldogs had similar skin problems and my Vet prescribed two medicines which were pretty effective: Neopredef Powder and Panalog Creme.
I want to be really clear and say that I am NOT AT ALL UP TO DATE on the latest meds. I'm just suggesting that Oskar's owner consider asking his vet about these meds. They can be googled and might help Oskar. Hope all is well with you both and darling Frieda! Helen

(BB: 5. August 2005, Winston Montana Brown)


Samstag, November 18, 2006

Heute erfreut uns Gastblogger Jörg Knappe :

Otto, das Urgestein in der Nachbarschaft

Bekannte von uns haben, ganz in unserer Nachbarschaft, einen Bulldogrüden, der am 9.9.06 9 Jahre alt geworden ist. Er hat keine Ahnentafel und ist kaum erzogen, doch liebt er meine Frau Christel, die ihn oft mit Leckerchen beglückt.

Die Leute sind schon etwas älter und Herrchen ist nach und nach zum Pflegefall geworden. Vermutlich läßt deshalb Otto's Pflegezustand derzeit zu wünschen übrig, das war nicht immer so. Christel hat nun, ohne zu brüskieren, Pflegemittel gekauft und ihre mütterliche Freundin in der Anwendung unterwiesen. Immerhin war sie Otto's einziger Geburtstagsgast in diesem Jahr. (Otto und Frauchen waren tröstend zur Stelle, als Buci und Stewi starben. Siehe Beitrag unten vom 4. November.)

Der Bursche hatte kein Spielzeug und machte so offensichtlich auf diesen Mangel aufmerksam, indem er Gegenstände seiner Leute stibitzte, in sein Körbchen verfrachtete und zum Suchen aufforderte. Deshalb bekam er von uns nun sein erstes Spielzeug, mit dem er voller Stolz durch die Wohnung tobt. Neun Jahre und ein Spieltrieb wie ein Junghund, einfach schön!

Otto ist ein richtiges Bulldog-Urgestein. Ihn zu händeln verlangt sehr viel Kraft, denn wenn er erst einmal einen Entschluß gefaßt hat, dann setzt er diesen auch, koste es, was es wolle, durch.

Als Christel ihn vor einiger Zeit an der Leine führte, kam es genau zu einer solchen Situation. Ein anderer Hund hatte sein Mißfallen erregt und Otto beschloß urplötzlich, die Machtfrage zu stellen.

Auf ging es also mit Christel im Schlepp. Die menschliche Hackenbremse tat ihr Bestes, konnte aber über eine erhebliche Strecke keine Wirkung erzielen. Mit qualmenden Schuhsohlen brachte sie Otto schließlich zum Stillstand, der Schlepp war ihm vermutlich auf Dauer dann doch zu ermüdend. Christel kann durchaus sehr beherzt zufassen, aber Otto ist 44 kg Kraft pur.

Sein Frauchen hatte schlicht vergessen, sie in das Notbremsprogramm einzuweisen. Um den Kerl zum Stehen zu bringen, wird in solchen Fällen Anker geworfen. Das heißt die Leine wird, sofern sich Konfliktpotential am Horizont zeigt, schnellstens um einen feststehenden Gegenstand geschlungen. Bäume, Bänke oder Pfeiler sind dann sehr willkommen.

Ottos Frauchen muß ihren Mann seit einiger Zeit sehr intensiv betreuen und ihn oft an die Hand nehmen. Aber er kann manchmal noch den Gassigang mit Otto mitmachen. Leicht ist es für Ottos Frauchen nicht.


Donnerstag, November 16, 2006

Heute erzählt Gastbloggerin Gabi Mill-Rogel (und Connor :-)

Welpenspielstunden

Hallo Freunde,
in der letzten Augustwoche war ich erstmals zur Welpenspielstunde. Frauchen hatte das zwar EUCH schon angekündigt
(siehe unseren Beitrag vom 28. August,) aber MIR nicht. Sie hatte mich ohne mein Wissen einfach dort angemeldet. Sie meinte, es wäre ganz gut, wenn ich ein wenig meiner enormen Energiereserven an Gleichaltrige verschwende, statt ausschließlich Hannibal zu ärgern. Im Nachhinein muss ich sagen: Super Idee!

In meiner Altersgruppe waren wir zu zehnt, alles unterschiedliche Rassen, aber außer mir nur Langschnauzen und davon zwei Drittel noch größer als ich. Aber das war mir völlig egal. So ein Bulldog-Dickschädel hat schon so manches Hindernis einfach überrannt. (Ich denke bloß an den Zaun um unseren Gartenteich, hi, hi, nachdem ich ihn geplättet habe, hat Frauchen ihn wieder abgebaut).

Zwischen den Spielphasen gab es auch ein paar Übungen, z.B. bei Fuß gehen. Also das konnte Frauchen noch nie besonders gut; sie hält sich selten an meine Geschwindigkeit, ich muss sie entweder ziehen oder bremsen. Und nun sollte ich mich hier auch noch ihr anpassen. Na ja, für eine kleine verdaubare Bestechung habe ich mir leidlich Mühe gegeben.

Beeindruckt habe ich alle mit "Sitz" und "Bleib", sogar inmitten einer klatschenden Menschenmenge. Und als ich mich völlig unbeeindruckt in einem Bollerwagen ziehen lies, über eine Wippe ging, durch den Tunnel sauste und sogar mit Frauchen auf dem Trampolin war, fanden mich alle nur noch "cool".
Eins steht fest, da will ich wieder hin. Tschüß, Euer Connor

Ja, seine erste Welpenspielstunde - eigentlich waren es sogar fast zwei - war wirklich toll. Alle waren beeindruckt von der Energie und Ausdauer eines Vertreters einer sonst als Krüppel angesehenen Rasse.

Und natürlich begeisterte er mit seinem Auftreten an den "Hindernissen". Wenn die wüssten. Wer auf einem solch wunderschönen, abwechslungsreichen Welpen-Abenteuerspielplatz im Blumengarten von Birgit Braum seine ersten Schritte ins Hundeleben gemacht hat, der ist nicht ängstlich und verschreckt.

Connor war ein richtiger kleiner Held, und solange wir auf dem Platz waren, zeigte er sich als nimmermüder Athlet. Sobald wir allerdings den Platz verlassen hatten, keine Bewunderer oder Gegner mehr in Sicht waren, fiel plötzlich jede Agilität von ihm ab und übrig blieb ein müder Krieger, der sogar im offenen Kofferraum (den er sonst ausdauernd nach etwas zernagbarem absucht) schlief. Und auch zum Abendessen musste ich ihn wecken.

Nachts hörte ich dann ab und zu einige Geräusche, die zeigten, dass er im Traum noch mal eine wilde Jagd erlebte, einige Kämpfe zu seinen Gunsten entschied. Connor braucht sich keine Sorgen zu machen. Er wird seine neuen Freunde bald wieder treffen.

Fotos gibt es von diesem denkwürdigen ersten Mal allerdings kaum. Einen wibbeligen Haufen quirliger Welpen auf Film zu bannen, ist fast unmöglich. Entweder ist alles verschwommen oder man findet nur noch an den Rändern ein paar halbe Popos. C´est la vie.

Mittlerweile sind einige Wochen vergangen. Connor ist nicht mehr der kleine "Neuling". Er ist voll integriert in diese quirlige, bunte Hundemeute, und der Kleinste ist er auch nicht mehr.

Gehörten anfangs noch gleichgroße Hunde zu seinen bevorzugten Spielpartnern, so nimmt er sich heute auch gerne mal einen gewaltigeren zur Brust. Sein bevorzugter Spielkamerad ist ein bedeutend größerer Bobtail, "Jack". Meist geben die beiden sich nichts. Setzt Connor aber seine geballten Kilos voll ein, dann hat Jack keine Chance. Wenn 18 entschlossene Kilos auf seinem Hals liegen, kann er nur kapitulieren.

Weniger gefallen Connor die leidigen "Episoden" zwischen den Spielen, wenn er lernen soll bei Fuß zu gehen, nicht an der Leine zu ziehen und auf Zuruf zu kommen. Dann schaut er mich immer mit großen Augen an, die zu fragen scheinen "Hey, was soll das? Wozu der ganze Sch.."! Ich mag nicht bei Fuß gehen. Warum soll ich so blöd um die anderen herumlaufen? Warum kann ich nicht spielen???"

Ja, ich kann ihn verstehen. Und dumm genug, es wird - da er ja nun sechs Monate alt ist - bald darauf hinauslaufen, dass wir in die Junior-Gruppe müssen und da ist "aus mit lustig". Es wird zwar ein wenig gespielt, aber das Gruppenziel ist "Lernen", da viele der anderen Teilnehmer später mit ihren Hunden Prüfungen ablegen wollen.

Als man uns - Connor und mir - diesen in Kürze bevorstehenden Wechsel "androhte", muss man wohl unseren Gesichtern angesehen haben, wie "begeistert" wir waren. Wir besuchen diese Stunden, damit sich Connor mal so richtig austoben kann. Dressur und Prüfungen, das wollen wir eigentlich nicht.
Ah, richtig austoben: das geht toll mit Vater Gino und Cousine Frieda, wie Ihr seht :-)

Wir haben Englische Bulldoggen, keine dressierten Hunde, die an der Hosennaht laufen müssen, statt gemütlich überall zu schnüffeln. Uns reicht es, wenn unsere zwei kommen, wenn wir rufen und sich ansonsten anständig benehmen, ein gesundes Sozialverhalten anderen Hunden gegenüber zeigen und allen Menschen freundlich begegnen.

So wird die heutige wahrscheinlich eine der letzten Stunden gewesen sein. Wir gehen ungern, und ungern lässt man uns gehen. Connor hat im Laufe der Wochen alle Herzen im Sturm erobert. Gerade seine gemütliche Art bei den Übungen und der Überschwang beim Spielen, der Mut bei neuen Hindernissen und der schelmische Ausdruck auf seinem Gesicht haben nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Alle lieben ihn, Hunde wie Menschen. Jeder kennt ihn und wer ihn noch nicht persönlich kennt, der hat zumindest von ihm gehört.

Ja, Bulldoggen sind Botschafter für Lebensfreude, Gemütlichkeit, Mut und mit seiner Lebendigkeit hat Connor davon überzeugt, dass Bulldoggen durchaus eine Rasse mit Zukunft sein können, wenn Mensch sie lässt....

Daher meine Bitte an alle Züchter - mehr Klasse als (Körper-)Masse; zurück zu einer gesunden Rasse mit Zukunft, damit wir auch in vielen Jahren noch diese einzigartigen Hundepersönlichkeiten im Straßenbild antreffen können.


Dienstag, November 14, 2006

Ungewöhnliche Begegnungen

Am Erntedankfest (1.Oktober) fand in Lichtenau ( in OWL !) ein kleiner Jahrmarkt statt.

Für uns war dort der Höhepunkt ein UHU, den ich auf dem Arm halten durfte, und der sich von mir streicheln und kraulen ließ. Für Frieda war das der Höhepunkt des Beleidigtseins : ein Vogel, der auch noch genau wie sie "gekleidet" war - grrrr. Und er stahl ihr JEDE Aufmerksamkeit - kkkrrrrrr.

Weiter die Dorfmeile entlang : Frieda wurde fotografiert und gestreichelt, wie sie es inzwischen von aller Welt erwartet :-)). Dann kam ein Stand, vor dem gesponnen und gefilzt wurde. Ich verschwand darin und kam mit einem Hut heraus, der eine Kreuzung zwischen "Harry Potter- und Wilddieb-Hut" genannt werden muß ;-)

Ab sofort sah niemand mehr Frieda an :-(((, obwohl sie doch so fein mit ihrer schußsicheren Bullyzei-Weste angezogen war! Ihr Freund und Tierarzt Peter hatte die für sie besorgt! Denn den Leuten fiel nur noch das Kinn herunter (wörtlich), als sie mich in diesem Hut sahen. Ich wurde gleich mehrfach um Fotoerlaubnis gebeten - und Friedachen stand unbeachtet am Rande des Geschehens...

Eine weitere ungewöhnliche Begegnung :

Am nächsten Morgen waren wir zum Frühstücken in ein schönes altes Renaissance-Hotel an den Paderquellen gefahren. Einige amerikanische Hotelgäste frühstückten auch gerade : eine der Damen sprach uns an, weil sie (welch Zufall :-) 2 Bulldogs zuhause hat! Einen aus Virginia und den anderen aus Kalifornien, wie sie erzählte; und sie selbst lebt mit ihren Bulldogs in Hawaii.

Sofort fragte Stu sie nach Jim und Lilly Gribbins, Bulldogzüchtern in Hawaii, die uns 1994, während unseres Urlaubs dort, zu einer Dinnerparty eingeladen hatten; (darüber erzähle ich ein andermal.) Ja, da trifft man mitten in Paderborn Bulldogger aus Hawaii, und hat als gemeinsamen Bekannten auch noch den Bulldogzüchter dort, der die Hunde der Serie "Der Dicke und ich" gezüchtet hatte.

Jim und Lilly sind inzwischen uralt, wenn sie überhaupt noch leben, erzählte die Dame, und ihre Zucht gibt es nicht mehr. Einer der früheren Bulldogs dieser Bulldoggerin war aus Gribbins Zucht. Diese Bulldogs waren tropenfest, das kann ich Euch sagen. Wunderbare typvolle Bulldogs - ohne Atemnot sogar im heißen und feuchten Klima dort!


Sonntag, November 12, 2006

Heute erzählt Gastblogger Stu Savory

Es geht 'runter und 'rüber hier, Leute ;-)

C ornelia ist in Urlaub diese Woche (sie hatte eine Reise in der Türkei gewonnen), also bin ich Strohwitwer und Hundeaufpasser, eine sehr angenehme Pflicht, zumal Rüde Gino für die Woche auch hier zu Besuch ist :-) Hier geht's rund, das kann ich euch sagen!

Nebenbei darf ICH endlich wieder hier einen Blogbeitrag leisten. Dabei wollte ich euch berichten vom Besuch von Gabi's Connor bei seinem Vater Gino (der Gasthund dieser Woche) und wie die beide Racker unsere Flirtmädel Frieda überfallen. Aber dieses Bild sagt mehr als 1000 Wörter ;-)

Sie spielen heftig aber friedlich. Oh, und ich will euch Gabis tolle Sweatshirt nicht enthalten.
Um fair zu sein, muß ich auch sagen, daß es zwischendurch kurze friedliche Pausen auch gibt . . .


Freitag, November 10, 2006

Ein Vorbild

So triste, wie im letzten und vielen vorherigen Beiträgen beschrieben, (siehe im "Inhaltsverzeichen Themen", unter "Zucht und Zuchtvereine") sah es für den Bulldog in Deutschland nicht immer aus. Hier nun ein Bericht des früheren VDH-Allgemeinrichtes, Karl F. Lohmann (Kaflo), den er 1982 für das damalige "Bulldogblatt" (Nr. 2, Mai 1982) des 1980 gegründeten VdFEB schrieb:

Otti Heermann

... gibt es Menschen, die sich einer Sache verschrieben haben,...
In jedem Klub, jedem Verein, der sich aus Gleichgesinnten, Idealisten, zusammensetzt gibt es Menschen, die sich einer Sache verschrieben haben, die sie wachhalten wollen, der sie neue Akzente setzen möchten. In diesen Kreis sind wiederum Menschen, die eben aus Idealismus Arbeiten übernehmen und Zeit opfern der Sache wegen. Nun, bei uns haben wir es nicht mit einer Sache zu tun sondern mit Wesen aus Fleisch und Blut, vielleicht sogar mit Seele, wenn man den Ausdruck oder den Blick unserer Lieblinge so deuten will.

Unsere uralte Hundrasse, auf die viele Menschen unwissend, abfällige ja sogar hin und wider mit Verachtung herabblicken, hatte es einer Frau, einer ganz außerordentlicben Frau, besonders angetan. Diese Frau, die in ihrem Leben soviel für leidende, kranke, behinderte oder auch in Not geratene Menschen und Tiere getan hat, das war Otti Heermann.

"Es ist unmöglich diese Frau nicht zu bewundern !"
Diese vitale, mit immer neuen Impulsen uns überraschende und überzeugende Frau war für mich die größte in unserem Klub. Ein Ausspruch von Harald Diekmann: "Es ist unmöglich diese Frau nicht zu bewundern !" Sie nur z. B. von 1911 bis 1019 Krankenschwester in Davos, Unfallschwester für Bergunfälle mit möchentlichen Besteigurgen von 3-4 Tausesendern, Oberin in einem Lungensanatorium im Odenwald und später Oberin des Nervensanatoriums in Kassel. Können Sie sich vorstellen mit welchen Menschen sie es zu tun hatte, wieviel Hilfe und Rat sie vielen Menschen geben konnte ? Sie hat das alles gemeistert mit Offenheit, mit Fröhlichkeit.

Und dabei war sie immer einfach geblieben, ...
Sie stellte sich etlichen Ehrenämtern zur Verfügung wie z.b. als 1.Vorsitzende unseres Vereins und des Tierschutzvereins in Kassel. Viele viele Aufsätze, Abhandlungen und Vorträge geben Aufschluß über ihre Bereitschaft immer da zu sein für Menschen, die sie brauchten. Und dabei war sie immer einfach geblieben, keine Spur von Großspurigkeit, im Gegenteil. Jahrelang hat sie im "UR" (Verbandszeitung des VDH) äußerst interessante Artikel geschrieben, die nicht nur Klubmitglieder lasen. Noch heute lese ich hin und wider nach in ihren Abhandlungen über die Rassekennzeichen unseres Englischen Bulldogs.

Als Zuchtrichterin war sie unbestechlich, stets tolerant, aber bestimmt. Dabei immer das Ziel der Verbesserung unserer Rasse im Auge.

... Vorbild für viele.
Ich selbst wurde durch meinen Vater auf sie aufmerksam gemacht. Den klaren freien Blick, der beim Vorstellen auf mir ruhte, werde ich nicht vergessen. Er war eine Forderung und Weisheit zugleich. Sie war mir auf zwei drei Ausstellungen schon aufgefallen, denn sie hatte immer einige Menschen um sich herum und meistens eine Zigarre an. Jeder, der sie kannte, verehrte sie. Sie war eben eine außergewöhnliche Frau, Vorbild für viele.

... unvergessen bleiben.
Viel zu früh schloss sie am 23.7.1964 für immer ihre Augen, die soviel Leid und Elend, aber auch Schönes gesehen hatten. Sie ist es wert und mir ist es eine Ehre etwas über sie zu schreiben, denn sie wird mir und vielen anderen wirklich unvergessen bleiben.


Im "Bulldog-Blog" findet Ihr eine bewegende Geschichte über Otti Heermanns Probleme - und Charakterstärke - als Zuchtrichterin während der Nazizeit, geschrieben von dem früheren Präsidenten des Holländischen Bulldog-Zuchtvereins:
"Ein Zeitgenosse spricht über Otti Heermann"
siehe: 5. Oktober 2005

Otti Heermann selbst schrieb oft humorvoll, und immer voller Liebe und Einsatz über ihre Bulldoggen. Unten sind Links zu Texten und Briefen von ihr, die ich schon im BB brachte. Einige weitere werden noch folgen.
"Ein gesalber Hintern ..." siehe: 28. November 2005
"Vor 60 Jahren Kriegsende" siehe: 15. Juni 2005


Mittwoch, November 8, 2006

Spielen, spielen und glücklich sein

Wie schön spielen Floral Garden´s "I´m Beauty" und "Jeeny" zusammen! Beauty ist hier 5 Monate und Jeenie gerade zwei Monate alt.

November-Medizin: eine alte Bulldogge inmitten junger Bulldoggen zu beobachten :-))

Entwicklungen beim Schweizer Bulldog-FCI-Zuchtverband

Im Schweizer FCI-Bulldog-Zuchtverband (SCEB) ist einiges in Bewegung geraten. Die Gesundheitsprobleme werden nicht mehr länger totgeschwiegen, und erste Anweisungen an Zuchtrichter, in Zukunft die Atmungs- und Bewegungsfähikeit bei ihren Bewertungen mehr zu beachten, sind schriftlich rausgegangen. Das ist ein erster Schritt in Richtung Hoffnung :-))) auf eine Zukunft für unseren Bulldog. Mehr dazu von Chris Jung unter "Neuingkeiten" (und dann scrolen) beim Verein der Freunde Englischer Bulldogs e.V..

Dagegen TOTEN-Stille beim Deutschen FCI-Zuchtverband

Lesen Sie hierzu den Bericht über die ACEB-Ausstellung in Rostock von Jörg Knappe, Blog-Beitrag vom 19. Oktober 2006. Und Sie können sich auch im "Inhaltsverzeichnus Themen", siehe graue Spalte rechts, noch mehr Beiträge zum "Züchterischen Trauerfall Bulldog" heraussuchen...


Montag, November 6, 2006

Heute erzählt Gastblogger Jörg Knappe

Bulldogkontakt zum "Georgshof" bei Berlin

Heute (18. 10.) hatten wir, was uns in letzter Zeit so sehr fehlte (siehe vorigen Beitrag), ausgiebigen und reichhaltigen Bulldogkontakt. Fünfzehn Minuten von uns entfernt gibt es die kleine Bulldogzucht : Vom Georgshof.

Vor einigen Wochen, als Christel noch sehr unter Stewarts Tod litt, fuhren wir, um etwas Trost zu finden, zum ersten mal dort hin. Frau Schuda, die Züchterin, kannte uns nicht und wir waren auch nicht angemeldet, wurden aber dennoch sehr freundlich empfangen. Die Unterhaltung mit jemand Gleichgesinntem, und daß wir wieder Bulldogs knuddeln konnten, hob unsere Stimmung doch merklich.

Und obwohl wir derzeit noch nicht für einen neuen Bulldog bereit sind, machten wir heute dort einen Welpenbesuch. Das erste mal sahen wir eine Bulldogmama, mit ihrem noch so jungen Nachwuchs, in natura. Alle Welpen wurden auf natürlichem Wege entbunden und werden von ihrer Mama Wilma und Frau Schuda liebevoll umsorgt.

Auch die anderen Bulldogs vom Georgshof sind von sehr liebem Wesen und hingebungsvolle Seelentröster, hat die Natur sie doch, wie alle Bulldogs, mit den besten Voraussetzungen für diese Funktion ausgestattet.

Was uns besonders beeindruckt ist, daß ein nicht zuchttauglicher Rüde in dieser Familienzucht ebenso liebevoll behandelt wird, wie die Zuchthunde. Um ungewollten Nachwuchs zu vermeiden, wurde er natürlich kastriert, sonst genießt er aber die gleichen Privilegien wie alle.

Immer dann, wenn uns die Bulldogsehnsucht packt, dürfen wir den Georgshof frequentieren. Wir finden das eine sehr liebe Geste von Frau Schuda, sie hilft uns sehr damit. Es war ein wirklich schöner Nachmittag mit Bulldogs.

Hinweis für Welpen-Interessierte:

Näheres zur Zucht von Frau Schuda und Link zur Webseite, siehe unter "English Bulldog Züchter" in der grauen Spalte rechts.


Samstag, November 4, 2006

Heute erinnert sich Gastblogger Jörg Knappe an :

... unsere zwei verstorbenen Bulldoggen

Über unseren vor einem halben Jahr verstorbenen Bulldog Stewart sprach ich schon (siehe Beitrag vom 28.10.2006). Heute etwas mehr über ihn und seinen Vorgänger Bruce.

2001 erfüllten wir uns einen lang gehegten Wunsch, wir kauften bei einer kleinen Familienzucht einen Bulldogwelpen. Züchter und Hunde lernten wir zuvor auf der VDH-Rassehundeschau in Berlin kennen. Da hatten wir nun unseren Bruce, einen bildschönen Bulldogjungen. Gut, dass wir ebenso unerfahren waren wie seine Züchter, sonst hätten wir ihn vielleicht nicht mitgenommen. Bruce war athletisch gebaut, doch sehr klein und leicht. Er war einerseits sehr mutig und andererseits unglaublich ängstlich; im ersten Lebensjahr fantastisch agil, leider mit sehr stark abnehmender Tendenz. Er konnte schnarchen und pupsen, daß es einem schlichtweg Sprache und Atem verschlug. Er war herzkrank.

Bruce brachte Leben und noch mehr Liebe in unsere Familie und eines Morgens wachte er einfach nicht mehr auf. Bruce, unser erster Bulldog, starb noch vor seinem dritten Geburtstag.

Das traf uns derart unvorbereitet, daß wir uns noch völlig unter Schock stehend, sofort auf die Suche nach einen neuen Bulldogwelpen machten. Wir hofften so den schmerzlichen Verlust besser ertragen zu können.

Auch diesmal entschieden wir uns wieder für einen Welpen aus einer deutschen Zucht. Und so kam Stewart zu uns.

Der war völlig anders, groß und stark, kein Hinterherläufer, sondern immer vorne weg, quirlig und fordernd, eben einer der sagte, was er wollte. Sehr schnell allerdings mußten wir erkennen, daß auch Stewart kein gesunder Hund war. Er war herzkrank. Dennoch entwickelte er sich zu einem stattlichen Rüden, der uns mit seinem Dickkopf und seiner Unbeugsamkeit in der Pubertät einiges an Kraft abverlangte.

Aber auch schon in dieser Zeit der Pubertät hatte er sehr zärtliche und liebe Seiten. Diese Eigenschaften nahmen mit dem Erwachsenwerden beständig zu und wurden so zu seinem eigentlichen Wesen. Das führte dazu, daß Christel ihn nur noch "Mamas Baby" oder "Bärchen" nannte, kein Wunder, daß unser Ehebett selbstverständlich auch unserem Stewi als bevorzugtes Nachtlager diente.

Die Körperbehinderung unseres Sohnes Marco macht es erforderlich, daß er auf seinem Bett liegend gepflegt werden muß. Das ist nun ein recht turbulenter Vorgang mit viel Körperkontakt, und für Stewart war dies immer Anlaß genug, sich ebenfalls auf den Rücken zu legen und Bauchstreicheln einzufordern. Überhaupt war Marco, weil immer in Stewarts Leben präsent, der unangefochtene Rudelchef. Er wurde immer als erster begrüßt, indem sich Stewi vorsichtig aufrichtete und ihm einen "Begrüßungskuß" gab. Wenn Christel und ich die Wohnung verließen, nahm Stewart dies lediglich gelassen zur Kenntnis, doch wenn Marco Anstalten dazu machte, geriet er immer in helle Aufregung und versuchte, das zu verhindern, indem er sich vor den Rollstuhl warf. Wenn er aber mit durfte, dann war alles in bester Ordnung.

Stewi war auch Chefkoch, das konnte man zumindest annehmen, denn er überwachte das Werkeln in der Küche mit grenzenloser Ausdauer. Sofern Christel die Küche zum kochen betrat, folgte er ihr auf dem Fuß und verließ sie erst, wenn das Essen aufgetragen wurde. Natürlich wurde in dieser Zeit viel verkostet!

Er war auch ein Quälgeist. Christel geht sehr regelmäßig früher ins Bett als ich, nämlich erst, wenn Marco zur Nacht gebettet ist. Ich schaue dann noch etwas fern oder sitze am Computer. Stewi mochte diese Aufteilung überhaupt nicht. Er wollte zwar zu gerne ins Ehebett, doch auch Papa sollte mit. Schniefend und stupsend forderte er Christel auf, mich ins Bett zu beordern. Abgewiesen tauchte er dann bei mir auf und stänkerte umher. Das wiederholte er so lange, bis ich genervt aufgab und wir dann gemeinsam ins Bett gingen.

Stewart liebte die Jahresfeste, denn dann brachte der Postmann immer ein Paket mit so leckeren Sachen. Den Postmann allerdings betrachtete er mit größtem Argwohn, den Inhalt der Pakete hingegen, liebte er.

Weihnachten und Ostern war alles immer so schön bunt und sogar in der Wohnung gab es dann vieles zu erkunden. An diesen Tagen war er auch Entdecker.

Halloween allerdings mochte er nicht. Es klingelt an der Tür, Stewart folgt Christel zum öffnen. Jeder der "gewöhnlich" kommt, muß ja in Augenschein genommen werden. Mit Hexen und Teufeln aber hatte er wohl nicht gerechnet, die fand er so gruselig, daß er schleunigst das Hasenpanier ergriff um sich in Sicherheit zu bringen. Der Schreck war so groß, daß er sich auch gleich noch erbrach. Da war Stewart auch mal ein Hasenfuß.

Mutig war er immer beim Tierarzt, den er viel zu oft in Anspruch nehmen mußte. Da war er unser Held.

Auch Stewi starb vor seinem dritten Geburtstag. Er hatte viele Krankheiten, aber letztendlich starb er an Herzversagen. Jeder Tag mit ihm ist uns wertvoll und in liebster Erinnerung. Wir möchten keine Stunde missen und sind dankbar, daß wir ihn haben durften.

Bruce und Stewart werden wohl immer einen Platz in unserem Herzen haben. Beide ruhen an einem schönen Ort Seite an Seite im Schatten einer großen, immergrünen Eibe. Die Wurzeln werden sie erreichen und wenn der Wind durch die Zweige zieht, hören wir es rauschen und manchmal glauben wir, unsere beiden lieben Bulldogs im Schlaf seufzen zu hören.

Unser Bruci und unser Stewi haben uns mit ihrem unendlich lieben Wesen geradezu ein Vermächtnis hinterlassen, das da lauten könnte, "was versagt ihr euch doch alles, wenn ihr ohne einen Bulldog bleiben werdet."

Liebe Frau Savory, liebe Blog-Leser, natürlich ist dies nur ein winziger und sehr unvollkommener Ausschnitt aus unserem Leben mit unseren Bulldogs.
Viele Grüße, Familie Knappe


Donnerstag, November 2, 2006

Heute überrascht ;-) uns Gastblogger Murat Karakaya

Halloween, oder

die Wandlungs - Fähigkeit des Bulldogs

In einer meiner letzten Stories hatte ich ja erwähnt, dass Bulldoggen äußerst anpassungsfähige Hunde sind.
Ceanu hat übrigens seine Ellenbogen-OPs (siehe Beitrag 19. Juli 2006) super überstanden ... schaut unten, was man mit ihm alles anstellen kann...

Eine der herausragenden Eigenschaften der Bulldoggen ist ihre Wandlungsfähigkeit. Sie verwandeln sich förmlich in alles, was ihnen grad so in den Sinn kommt. Sie können ein Kürbis-Liebhaber sein - oder mit einem Rachen wie einem Höllenschlund zeigen, daß sie Halloween-Fans des Grusel-Klans sind. Und zaubern können sie sowieso ;-)))

Bis auf diesen einen Novembertag sind sie ganz friedliche : Seehunde,.... Kuscheltierchen,.... MickyMaus,.... ein dufter Kumpel,.... eine Haushaltshilfe,.... ein Flughund,.... ein Kinderliebling,.... das Original,.... das ... ääähhm... nein, das ist nicht das Original,.... ein Vorstehhund,.... ein Hurricane,.... ein Frosch,.... sogar das Ungeheuer von LochNess,.... Glücksdrache aus der Unendlichen Geschichte,.... ein Rettungshund,.... ein Bootskapitän,.... ein French Bulldog,.... ein Bodyguard,... ein VorderlaufLäufer,.... ein Ballfetischist,.... eine Dampflok,.... ein Hundeflüsterer sein.

Das ist hier nur eine kleine Auswahl, und es könnte unendlich so weitergehen,... denn sie tun es jeden Tag, und immer fällt ihnen etwas Neues ein. Doch am allerliebsten sind sie immer noch das, wofür wir sie sehr lieben : Echte Englische Bulldoggen !

An Halloween sind sie begehrte Hexen und Zauberer. Das heißt Liebes-Zauberer sind sie immer!


Den Bericht über das "1. Berliner English Bulldog Treffen"

findet Ihr verlinkt unter "English Bulldog Treffen" in der grauen Spalte rechts. Viel Spaß beim Lesen ! Und wer in Berlin wohnt : mal mitmachen und selbst erleben :-).

Sonntags, 13 Uhr, sind wir hier im Humboldt-Hain !

Die Bulldog-Blog-Beiträge werden monatlich archiviert. Die Vormonate erreichen Sie vom Blog-Index oder von den Inhaltsverzeichnissen aus - alles in der grauen Spalte rechts.
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Cornelia
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, geboren 1945 in Wuppertal, hat seit 34 Jahren Englische Bulldoggen. Jetzt sollen die Bulldoggen hier ihr eigenes deutsches Weblog bekommen. Eure Bulldog -Anekdoten, -Fotos und -Tipps für's Blog sind willkommen.









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