Donnerstag, November 30, 2006
Herbst-Freu(n)de
Diana:
Der Herbst ist da! Ich liebe
diese Jahreszeit, wenn alles bunt wird und der
Tee noch besser schmeckt als im Juli. Abends ein paar Kerzchen anmachen und Terry
Pratchett's Scheibenweltromane in der Badewanne lesen. Hach, das Leben ist schön!
Hoffentlich bleibt es noch ein wenig so mild, denn Elwood liebt seine Wiese hinter
dem Haus. Ich sehe mich schon im Skianzug und Moonboots dastehen und mit ihm spielen
- tja, nicht jeder ist mit Fell ausgestattet ;-).
Elwood:
Der Herbst ist da! Ich liebe diese Jahreszeit, wenn ich durch buntes
Laub toben kann und es nicht mehr so heiß ist wie im Juli. Frauchen hockt dann oft da,
trinkt heißes Wasser und starrt auf ein Bündel Papier. Zwischendrin bekommt sie
Kicheranfälle und freut sich. Keine Ahnung was das soll.
Das Allerbeste hat sich aber Omi Else einfallen lassen. Das ist Frauchens Mama,
die unter uns wohnt und in mich verliebt ist. Sie knutscht und herzt mich stets
ganz lieb und kann es immer noch nicht fassen, dass ich so ein toller Hund bin,
vor dem man gar keine Angst haben muss. Aber zurück zu ihrer genialen Idee: Vor
zwei Wochen waren wir mal wieder zusammen im Garten. Da kommt sie plötzlich mit einer
großen Gartenschere und schneidet riiiesige "Stöckchen" für mich vom Haselnussbaum
ab (Foto oben). Frauchen murmelte zwar was von "Garten winterfest" machen und
"zurückschneiden",
aber das hat sie bestimmt falsch verstanden. ICH jedenfalls weiß, dass Omi Else nur
für mich die drei Meter langen Stöckchen vom Baum geschnitten hat und bin deswegen
damit herumgerannt und habe sie in Sicherheit gebracht.
Gerri, unser Nachbar hat
wohl auch was falsch verstanden. Er wollte doch tatsächlich meine neuen Riesenstöcken
zerkleinern und auf eine Grüngutdeponie fahren! Ihr könnt Euch sicher sein, dass
ich mich standhaft gewehrt habe bis Gerri keine Lust mehr hatte, hinter mir
herzurennen.
Eines habe ich aus der Sache gelernt: Wir wohnen in einer gefährlichen Gegend!
Nachts waren nämlich Räuber im Garten und haben mein Stöckchen geklaut! Ich habe
am nächsten Tag alles abgesucht, aber es war verschwunden. Frechheit!
Mein Kumpel Hakki findet den Herbst auch toll.
Hakki mag es nämlich, wenn er sich
an stinkenden Dingen reiben kann, und im Herbst findet er öfters plattgefahrene
Lurche und andere duftende Sachen. Bei seinem letzten Besuch fand er es ganz komisch,
dass ich mich einfach nur aus Freude herumwälze. Als wir dann spazieren gingen
zeigte er mir, wie ER das richtig macht. Hakki entdeckte auf dem Wanderweg etwas
schleimiges, gelb-schwarzes und rieb sich das Tier ins Fell ein...
Naja, ich bin ein Ungar, er ist Tscheche. Vielleicht ist das eine länderspezifische
Besonderheit. Frauchen hat mir ganz schockiert die Augen zugehalten und gesagt, ich
solle mir das ja nicht abgucken, sonst bekomme ich ein unbefristetes
Wasserbettverbot! Das wollte ich dann doch lieber nicht riskieren und
lies Hakki alleine den Spaß.
Seit ich Hakki kenne, weiß ich auch, was "spielen"
ist. Er hat mir beigebracht, wie man beim Raufen Spaß hat, und dass das nichts
mit "beißen" zu tun hat. Jetzt bin ich zwar schon 4 ½, aber bisher habe ich mich
das noch nicht so richtig getraut. Auf den Winter freue ich mich aber auch schon,
denn ich kanns kaum erwarten, Frauchen im Skianzug und Moonboots zu sehen ;-)
Ein herzliches herbstliches
Wuff, Elwood mit Anhang
Copyright © Cornelia Savory-Deermann
am 30ten November 2006; Email Adresse
Dienstag, November 28, 2006
Die Menschlichkeit des Bulldogs
Im letzten Beitrag schrieb ich etwas über die Besonderheiten des Bulldogs, die ihn
uns Menschen ähnlich machen. Ich fand in einem alten "Bulldog-Blatt" (Nr. 53, August 1992)
einen Text, den vor circa 20 jahren die englische Bulldog-Züchterin Sheila Alcock schrieb.
Hier ein sehr lesenswerter
Auszug dieses Textes, in dem sie ihre Beobachtungen und Erfahrungen über die
Menschenähnlichkeit des Bulldogs beschreibt.
Und nun ein paar alte Bulldog-Postkarten, die zeigen, wie "differenziert menschlich"
er schon damals wahrgenommen wurde :-)))
Text oben: "3. Person Singular: er, sie, es liebt" :-))
Copyright © Cornelia Savory-Deermann
am 28ten November 2006; Email Adresse
Sonntag, November 26, 2006
Vom Zigarrenhund zum Rosenhund ;-)
2. Teil : Der Bulldog als Modell des Typs "Ich liebe Dich"
Wie im 1. Teil (siehe vorigen Beitrag) dieses Artikels beschrieben, dominierte in der
1. Hälfte des vorigen Jahrhunderts der "Typ Zigarrenraucher" in den Kitsch-
und Kunst-Darstellungen unseres Bulldogs. Es gab aber auch schon damals hin und wider
den Bulldog mit Rosen, wenn auch der maskuline
Zigarren- und
Macht-Bulldog den Postkartenmarkt dominierte.
Heutzutage gibt es mehr Karten vom Bulldog mit Rose als
vom Bulldog mit Zigarre oder vom
Bulldog als Kämpfer, da direktes oder verstecktes
Macho-Sein nicht mehr "in" ist (höchsten noch als
"kleines Laster", wie im vorletzten Blog-Beitrag gezeigt).
Der Bulldog ist ein beliebtes, oft kindliches
Liebes-Symbol geworden. Viele Bulldogger sprechen ganz locker von ihrem
Bulldog als "unser Kind". Er schläft auch allermeistens mit im Bett seiner Menschen.
Und der Bulldog ist - wegen seines faltigen Gesichtes und seiner oft
dicken Gestalt - Symbol für die Liebe jenseits
jeden Alters geworden. Und damit erreicht er viele
Menschenherzen, denn älter werden wir ja alle, (wenn wir nicht jung sterben.)
Der Bulldog liebt Menschen meist mehr als seine Artgenossen, und
kaum eine andere Rasse geht so sehr auf die Bedürfnisse und Vorlieben ihres Menschen
ein :
Er muß nicht jagen (Jagdhunde), rennen (Windhunde) oder hüten (Schäferhunde). Der
Bulldog ist genetisch nicht so in seinen Bedürfnissen festgelegt wie die allermeisten
anderen Rassen - er ist mehr "frei", könnte man sagen. Oder seine "Adaptive
Intelligenz" ist besonders ausgeprägt, wie auch manchmal geschrieben wird.
Er folgt den Hobbys seiner Menschen :
im Fußballtor steht er genau so gern wie er
mitwandert, mitfliegt, Kinder hütet und Katzen verjagt ... oder unterm
Computertisch schläft...
Das alles macht ihn so "menschlich", denn diese
relative Freiheit von genetisch festgelegten Verhaltensweisen und von
genetisch festgelegten Anforderungen ans Lebensumfeld IST menschlich.
Der Bulldog ist unser ;-) bevorzugtes Symbol für:
Spiel :-)) und
Spaß, ;-)
Lebensfreude, :-)
Begeisterung, :-))
Freßlust, ;-)))
Charme, ;-)
Kindlichkeit, :-))
Entspannung, ;-)
Häuslichkeit, :-)
Gelassenheit, ;-)
Gemütlichkeit ;-)) und
Ruhe, :-)
freundliche Neugier, :-))
Unternehmungslust, ;-)
Sanftmut, :-))
Selbstvertrauen, ;-))
Optimismus, :-)
Power, ;-)
Coolness, ;-)
Humor und Ironie, :-))
Wissensdurst, ;-)
Klugheit, :-))
Weisheit und
Liebe !!! .....
Alles das sind gute menschliche Eigenschaften! Der Bulldog liebt
die Menschen vielleicht deshalb so sehr, weil sie IHM ähnlich sind ;-)))
Diese Eigenschaften zeigen auch die vielen Postkarten und die Werbung mit dem Bulldog,
siehe dazu Beitrag 5. Juli 2005.
Dieser Wandel in der alltäglichen Symbolbedeutung des Bulldogs zeigt damit auch einen
Haupt-Trend in unserer Westlichen Kultur und Befindlichkeit an :
Weg von
Kriegsgetöse und
martialer Männlichkeit........
hin zu Frieden und
persönlicher Entfaltung ........
Individualität - statt
Uniformität - gewinnt mehr und mehr ;-)
Copyright © Cornelia Savory-Deermann
am 26ten November 2006; Email Adresse
Freitag, November 24, 2006
Vom Zigarrenhund zum Rosenhund ;-)
1. Teil : Der Bulldog als Modell des Typs "Zigarrenraucher"
Im letzten Blog-Beitrag symbolisiert der Bulldog mit Zigarre die "kleinen Laster" des -
trotz dieser Laster - Geliebten. Dies brachte mich darauf, mehr "Zigarren-Bulldogs" zu
suchen.
Als erstes fiel mir dazu
Winston Churchill ein. Sein Gesicht hatte etwas Bulldoggiges
an sich - und sein Durchhaltevermögen und unbedingter
Siegeswillen auch.
Das Bild oben ist aus einem Film, der während des 2. Weltkrieges in England
über Churchill gedreht wurde. Wir sehen den REALEN Bulldog, der im Film (und in der
Kriegszeit) Churchill und ganz England symbolisierte.
Der Zigarrenraucher Churchill hat das Image des Bulldogs in seinen positiven Aspekten
außerordentlich verstärkt. "Winston" ist noch immer ein häufiger Name für
einen Bulldog.
Drei Aspekte der Symbolkombination "Bulldog mit Zigarre".
Die Zigarre ist ein typisch männliches Räucherwerk.
Manche Politiker, Top-Manager und (wenn man den Filmen
glauben kann ;-) auch Mafiabosse bevorzugen die DICKE und LANGE
Zigarre zur Demonstration patriarchaler Macht. Ein betont maskulines Erscheinungsbild
zeigt auch der Bulldog mit seinem kraftvollem, muskelbetonendem und breitschultrigem
Körper. Bulldog und Zigarre passen also -
diskret oder auch
direkt - als Symbole simpler Männlichkeit
zusammen.
Es gibt einen zweiten, tieferen Aspekt der inneren Stimmigkeit von
"Bulldog mit Zigarre":
Selbstüberzeugung und
Entschlossenheit. Der Bulldog strahlt in seiner Kraft und in seiner Ruhe
die Entschlossenheit und den Mut einer wahren Führungsnatur aus, wie es z.B. Churchill
war!
Otti Heermann, die berühmte deutsche Bulldogzüchterin der Vor- und Nachkriegszeit, sah man
auf Ausstellungen "immer mit einigen Menschen um sich herum und sie hatte
meistens eine Zigarre an." (siehe 10. 11. 2006) Sie rettete ihre Bulldogs
wahrlich heldenhaft durch den Krieg hindurch. Von Zeitgenossen wird ihr Mut und ihre
Integrität stets betont. Sie war so etwas wie ein weiblicher "Churchill" für ihre Bulldogs.
Eine Zigarre paßte zu ihr :-)
Es gibt noch einen dritten Aspekt der inneren Stimmigkeit von "Bulldog mit Zigarre":
Genüßlichkeit - die Mächtigen "gönnen sich was". Wer kennt nicht seinen Bulldog als
genüßlichen Genießer von Sonne, Futter und Streicheln :-) ? Er kann sich faul räkeln
und in Nichtstun versinken, solange ihn nichts stärker irritiert. Der Bulldog kennt den
Wert sinnlicher Lebensfreuden genau !
Oben ist das Foto eines Bierkruges, den wir im Mai in Gmünden (Österreich) entdeckten. Der
Griff war auch als Zigarre gestaltet. Der Krug kostete 165 Euro,
was er uns aber nicht wert war. Also fotografierten wir ihn nur.
Nach dem Bierkrug nun zwei Kaffee-Becher mit Zigarren-Bulldogs. Und
hier eine
Detail-Aufnahme davon in groß. Diese witzigen Becher gehören Birgit Braum; wenn ich sie besuche
bekomme ich meinen Milchkaffee immer schmunzelnd in ihnen serviert :-) Auf diesen
Kaffeebechern ist der Zigarren-Bulldog (wie auf dem Bierkrug oben) vom gutmütigen
Typus "Genießer".
Vom reizbaren Typ "Mafiaboss" ist dagegen dieser
Zigarren-Bulldog, mit dem wir ein billiges Plastikschild "Rauchen verboten" in
unserer Garage ersetzt haben. In diesem Kontext hat es auch den Hintersinn :
"Diebe leben HIER gefährlich!!!"
Unten zwei Postkarten mit Zigarrentypen aus der 1. Hälfte des vorigen Jahrhunderts.
Der linke Zigarren-Bulldog bringt sehr genau den Typ des "der was zu sagen hat" zum
Ausdruck. Der Rechte ist dagegen der Typ des Genußmenschen, der ein faules Leben
liebt.
Der Bulldog zeigt diese zwei Lebensaspekte wirklich in seiner Natur :
einerseits kann er wild und verbissen seinen Siegeswillen zeigen, andererseits aber
auch passiv bis faul sein Leben genießen. Dies beschreibt Eric H.D. Aldington sehr gut in
seinem Buch "Von der Seele des Hundes", siehe Spalte rechts.
Zum Abschluß der Bulldog als
treuer Gefährte seines betrunkenen Zigarren-Herrn :-)
Copyright © Cornelia Savory-Deermann
am 24ten November 2006; Email Adresse
Mittwoch, November 22, 2006
"I love you" - ein schönes Geschenkbüchlein

Dies ist ein so schönes wie witziges Fotobüchlein zum Thema "Liebe";
und unser Bulldog kommt zweimal darin vor.
Hier im Foto symbolisiert er den Geliebten mit seinen kleinen Lastern,
und in dem zweiten Foto, das eine Überraschung bleiben soll, die Schlechtgelaunte, weil der Geliebte auf sie sauer ist :-(.
Auch alle anderen Tierfotos sind supertypisch für
die unterschiedlichsten (Liebes-)Gefühle... ;-) Ein nettes Schmunzelbüchlein ! Verlag "Groh",
ISBN 3-89008-427-3
Im Groh-Verlag gibt es noch eine Reihe anderer Geschenkbüchlein im gleichen Format und Stil,
in denen ebenfalls einige passende ;-) Fotos von Bulldogs sind. Ein Stöbern im Buchladen
lohnt sich - und macht auch Spaß.
Copyright © Cornelia Savory-Deermann
am 22ten November 2006; Email Adresse
Montag, November 20, 2006
Heute berät uns Gastblogger Jan Peters
Tipp bei Falten- und Ohren-Entzündungen
Liebe Blog-Leser und Bulldogfreunde,
Ich möchte diese Möglichkeit nutzen, um euch auf ein Mittel aufmerksam zu machen,
welches auch euch eventuell bei der Behandlung von entzündeten Ohren und
Gesichtsfalten helfen könnte.
Oskar ist zwar vom körperlichen Zustand her ein recht fittes Kerlchen, (besonders nach
seiner OP in Leipzig, siehe Beitrag vom 2. Oktober), hat
aber bei genauerem Hinsehen auch des öfteren kleine Problemchen.
Ein ständiges Problem sind seine Falten.
Trotz täglicher Reinigung haben wir es nicht geschafft
Entzündungen vorzubeugen. Oskar hat sich in Abständen immer wieder die Falten
blutig gekratzt. Wenn wir dachten, wir hätten die Entzündungen und den Juckreiz
gestoppt, belehrte uns Oskar mit seinen Kratzattacken wieder eines Besseren.
Wir probierten alle möglichen Präparate, in der Hoffnung auf eine Besserung. Als
wir wegen einem anderen (akuteren) Problem in der Tierklinik Potsdam waren,
sprachen wir den Doktor vor Ort auch auf Oskars Problem mit Ohren und Falten an.
Er guckte sich die entzündeten Ohren und Falten genau an und gab uns 2 Fläschchen
Ohrentropfen namens "Aurizon" mit. Herr Dr. Hahnisch meinte, dass es auch sehr
gut für die entzündeten Falten wäre. Wir geben Oskar dieses Mittel seit ca.
Anfang August und sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Wir geben Oskar die
Tropfen immer Abends, damit er nach dem Verabreichen immer unter unser Beobachtung steht.
Seine Falten sehen seit dem sehr vital und gesund aus. Auch Haare wachsen seit langem
wieder um das Ohr und auf den Falten.
Kombinationspräparat gegen Bakterien, Pilze, Schmerzen und Juckreiz
Falls ihr noch weitere Infos braucht, kann
ich euch nur die WEB-Seite
des Herstellers empfehlen,
auf der auch noch genauer (mit Bildern) auf die Anwendung eingegangen wird.
Ich hoffe, dass ihr nie in die Situation kommt, dieses Mittel nutzen zu müssen.
Falls doch, wisst ihr jetzt, was helfen könnte.
Anwendungseinschränkungen
Nicht anwenden bei Hunden mit perforiertem Trommelfell.
Nicht anwenden bei tragenden oder säugenden Hündinnen. Nicht
anwenden bei Hunden mit Morbus Cushing oder Diabetes mellitus.
Zusammensetzung
1 ml enthält :
Marbofloxacinum 3.0 mg;
Clotrimazolum 10.0 mg;
Dexamethasonum acetas 1.0 mg;
(Dexamethasonum 0.9 mg) Antiox. E310
Weitere Infos HIER.
Copyright © Jan Peters
am 20ten November 2006; Email Adresse
Montag, 20. November 2006 05:11
Hi Cornelia and Stu.
Heute Nacht schon ein weiterer Tipp von Helen aus Kalifornien
Just a quick note re Oskar's skin problem. Three of my four Bulldogs had
similar skin problems and my Vet prescribed two medicines which were pretty
effective: Neopredef Powder and Panalog Creme.
I want to be really clear and say that I am NOT AT ALL UP TO DATE on the
latest meds. I'm just suggesting that Oskar's owner consider asking his vet
about these meds. They can be googled and might help Oskar.
Hope all is well with you both and darling Frieda! Helen
(BB: 5. August 2005,
Winston Montana Brown)
Copyright © Helen B. Abby
am 20ten November 2006; Email Adresse
Samstag, November 18, 2006
Heute erfreut uns Gastblogger Jörg Knappe :
Otto, das Urgestein in der Nachbarschaft
Bekannte von uns haben, ganz in unserer Nachbarschaft, einen Bulldogrüden,
der am 9.9.06
9 Jahre alt geworden ist. Er hat keine Ahnentafel und ist kaum
erzogen, doch liebt er meine Frau Christel, die ihn oft mit Leckerchen beglückt.
Die Leute sind schon etwas älter und Herrchen ist nach und nach zum Pflegefall
geworden. Vermutlich läßt deshalb Otto's Pflegezustand derzeit
zu wünschen übrig, das
war nicht immer so. Christel hat nun, ohne zu brüskieren, Pflegemittel
gekauft und ihre mütterliche Freundin in der Anwendung unterwiesen. Immerhin war
sie Otto's einziger Geburtstagsgast in diesem Jahr. (Otto und Frauchen waren
tröstend zur Stelle, als Buci und Stewi starben. Siehe Beitrag unten vom 4. November.)
Der Bursche hatte kein Spielzeug und machte so offensichtlich auf diesen Mangel
aufmerksam, indem er Gegenstände seiner Leute stibitzte, in sein Körbchen
verfrachtete und zum Suchen aufforderte. Deshalb bekam er von uns nun sein
erstes Spielzeug, mit dem er voller Stolz durch die Wohnung tobt. Neun Jahre
und ein Spieltrieb wie ein Junghund, einfach schön!
Otto ist ein richtiges Bulldog-Urgestein. Ihn zu händeln verlangt sehr viel Kraft,
denn wenn er erst einmal einen Entschluß gefaßt hat, dann
setzt er diesen auch, koste es, was es wolle, durch.
Als Christel ihn vor einiger Zeit an der Leine führte, kam es genau zu einer
solchen Situation. Ein anderer Hund hatte sein Mißfallen erregt und Otto
beschloß urplötzlich, die Machtfrage zu stellen.
Auf ging es also mit Christel
im Schlepp. Die menschliche Hackenbremse tat ihr Bestes, konnte aber über eine
erhebliche Strecke keine Wirkung erzielen. Mit qualmenden Schuhsohlen brachte
sie Otto schließlich zum Stillstand, der Schlepp war ihm vermutlich auf Dauer
dann doch zu ermüdend. Christel kann durchaus sehr beherzt zufassen, aber
Otto ist 44 kg Kraft pur.
Sein Frauchen hatte schlicht vergessen, sie in das
Notbremsprogramm einzuweisen. Um den Kerl zum Stehen zu bringen, wird in solchen
Fällen Anker geworfen. Das heißt die Leine wird, sofern sich Konfliktpotential am
Horizont zeigt, schnellstens um einen feststehenden Gegenstand geschlungen.
Bäume, Bänke oder Pfeiler sind dann sehr willkommen.
Ottos Frauchen muß ihren Mann seit einiger Zeit sehr intensiv betreuen und ihn oft
an die Hand nehmen. Aber er kann manchmal noch den Gassigang mit Otto mitmachen.
Leicht ist es für Ottos Frauchen nicht.
Copyright © Jörg Knappe
am 18ten November 2006; Email Adresse
Donnerstag, November 16, 2006
Heute erzählt Gastbloggerin Gabi Mill-Rogel (und Connor :-)
Welpenspielstunden
Hallo Freunde,
in der letzten Augustwoche war ich erstmals zur Welpenspielstunde. Frauchen hatte
das zwar EUCH schon angekündigt
(siehe unseren Beitrag vom 28. August,) aber MIR nicht.
Sie hatte mich ohne mein
Wissen einfach dort angemeldet. Sie meinte, es wäre ganz gut, wenn ich ein wenig
meiner enormen Energiereserven an Gleichaltrige verschwende, statt ausschließlich
Hannibal zu ärgern. Im Nachhinein muss ich sagen: Super Idee!
In meiner Altersgruppe waren wir zu zehnt,
alles unterschiedliche Rassen, aber
außer mir nur Langschnauzen und davon zwei Drittel noch größer als ich. Aber das
war mir völlig egal. So ein Bulldog-Dickschädel hat schon so manches Hindernis
einfach überrannt. (Ich denke bloß an den Zaun um unseren Gartenteich, hi, hi,
nachdem ich ihn geplättet habe, hat Frauchen ihn wieder abgebaut).
Zwischen den Spielphasen gab es auch ein paar Übungen, z.B. bei Fuß gehen. Also
das konnte Frauchen noch nie besonders gut; sie hält sich selten an meine
Geschwindigkeit, ich muss sie entweder ziehen oder bremsen. Und nun sollte ich
mich hier auch noch ihr anpassen. Na ja, für eine kleine verdaubare Bestechung
habe ich mir leidlich Mühe gegeben.
Beeindruckt habe ich alle mit
"Sitz" und "Bleib", sogar inmitten einer klatschenden Menschenmenge. Und
als ich mich völlig unbeeindruckt in einem Bollerwagen ziehen lies, über
eine Wippe ging, durch den Tunnel sauste und sogar mit Frauchen auf dem
Trampolin war, fanden mich alle nur noch "cool".
Eins steht fest, da will ich wieder hin. Tschüß, Euer Connor
Ja, seine erste Welpenspielstunde - eigentlich waren es sogar fast zwei -
war wirklich toll. Alle waren beeindruckt von der Energie und Ausdauer eines
Vertreters einer sonst als Krüppel angesehenen Rasse.
Und natürlich begeisterte er mit seinem Auftreten an den "Hindernissen". Wenn die
wüssten. Wer auf einem solch wunderschönen, abwechslungsreichen
Welpen-Abenteuerspielplatz im
Blumengarten von Birgit Braum seine ersten
Schritte ins Hundeleben gemacht hat, der ist nicht ängstlich und verschreckt.
Connor war ein richtiger kleiner Held, und solange wir auf dem Platz waren,
zeigte er sich als nimmermüder Athlet. Sobald wir allerdings den Platz verlassen
hatten, keine Bewunderer oder Gegner mehr in Sicht waren, fiel plötzlich jede
Agilität von ihm ab und übrig blieb ein müder Krieger, der sogar im offenen Kofferraum
(den er sonst ausdauernd nach etwas zernagbarem absucht) schlief. Und auch zum
Abendessen musste ich ihn wecken.
Nachts hörte ich dann ab und zu einige Geräusche, die zeigten, dass er im Traum
noch mal eine wilde Jagd erlebte, einige Kämpfe zu seinen Gunsten entschied.
Connor braucht sich keine Sorgen zu machen. Er wird seine neuen Freunde bald wieder
treffen.
Fotos gibt es von diesem denkwürdigen ersten Mal allerdings kaum. Einen wibbeligen
Haufen quirliger Welpen auf Film zu bannen, ist fast unmöglich. Entweder ist alles
verschwommen oder man findet nur noch an den Rändern ein paar halbe Popos. C´est la vie.
Mittlerweile sind einige Wochen vergangen. Connor ist nicht mehr der kleine "Neuling".
Er ist voll integriert in diese quirlige, bunte Hundemeute, und der Kleinste ist er auch
nicht mehr.
Gehörten anfangs noch gleichgroße Hunde zu seinen bevorzugten Spielpartnern,
so nimmt er sich heute auch gerne mal einen gewaltigeren zur Brust. Sein bevorzugter
Spielkamerad ist ein bedeutend größerer Bobtail, "Jack". Meist geben die beiden sich
nichts. Setzt Connor aber seine geballten Kilos voll ein, dann hat Jack keine Chance.
Wenn 18 entschlossene Kilos auf seinem Hals liegen, kann er nur kapitulieren.
Weniger gefallen Connor die leidigen "Episoden" zwischen den Spielen, wenn er lernen
soll bei Fuß zu gehen, nicht an der Leine zu ziehen und auf Zuruf zu kommen. Dann
schaut er mich immer mit großen Augen an, die zu fragen scheinen "Hey, was soll das?
Wozu der ganze Sch.."! Ich mag nicht bei Fuß gehen. Warum soll ich so blöd um die
anderen herumlaufen? Warum kann ich nicht spielen???"
Ja, ich kann ihn verstehen. Und dumm genug, es wird - da er ja nun sechs Monate
alt ist - bald darauf hinauslaufen, dass wir in die Junior-Gruppe müssen und da
ist "aus mit lustig". Es wird zwar ein wenig gespielt, aber das Gruppenziel ist "Lernen",
da viele der anderen Teilnehmer später mit ihren Hunden Prüfungen ablegen wollen.
Als man uns - Connor und mir - diesen in Kürze bevorstehenden Wechsel "androhte",
muss man wohl unseren Gesichtern angesehen haben, wie "begeistert" wir waren. Wir
besuchen diese Stunden, damit sich Connor mal so richtig austoben kann. Dressur und
Prüfungen, das wollen wir eigentlich nicht. Ah, richtig
austoben: das geht toll mit Vater Gino und Cousine Frieda, wie Ihr seht :-)
Wir haben Englische Bulldoggen, keine dressierten Hunde, die an der Hosennaht laufen
müssen, statt gemütlich überall zu schnüffeln. Uns reicht es, wenn unsere zwei kommen,
wenn wir rufen und sich ansonsten anständig benehmen, ein gesundes Sozialverhalten
anderen Hunden gegenüber zeigen und allen Menschen freundlich begegnen.
So wird die heutige wahrscheinlich eine der letzten Stunden gewesen sein. Wir gehen
ungern, und ungern lässt man uns gehen. Connor hat im Laufe der Wochen alle Herzen im
Sturm erobert. Gerade seine gemütliche Art bei den Übungen und der Überschwang beim
Spielen, der Mut bei neuen Hindernissen und der schelmische Ausdruck auf seinem
Gesicht haben nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Alle lieben ihn, Hunde wie Menschen.
Jeder kennt ihn und wer ihn noch nicht persönlich kennt, der hat zumindest von ihm gehört.
Ja, Bulldoggen sind Botschafter für Lebensfreude,
Gemütlichkeit, Mut und mit seiner
Lebendigkeit hat Connor davon überzeugt, dass Bulldoggen durchaus eine
Rasse mit Zukunft sein können,
wenn Mensch sie lässt....
Daher meine Bitte an alle Züchter - mehr Klasse als (Körper-)Masse; zurück zu einer
gesunden Rasse mit Zukunft, damit wir auch in vielen Jahren noch diese einzigartigen
Hundepersönlichkeiten im Straßenbild antreffen können.
Copyright © Gabi Mill-Rogel
am 16ten November 2006; Email Adresse
Dienstag, November 14, 2006
Ungewöhnliche Begegnungen
Am Erntedankfest (1.Oktober) fand in Lichtenau ( in OWL !) ein kleiner Jahrmarkt statt.
Für uns war dort der Höhepunkt ein UHU,
den ich auf dem Arm halten durfte, und der sich von mir
streicheln und kraulen ließ. Für Frieda war das der Höhepunkt des Beleidigtseins :
ein Vogel, der auch noch genau wie sie "gekleidet" war - grrrr. Und er stahl
ihr JEDE Aufmerksamkeit - kkkrrrrrr.
Weiter die Dorfmeile entlang : Frieda wurde fotografiert und
gestreichelt, wie sie es inzwischen von aller Welt
erwartet :-)). Dann kam ein Stand, vor dem gesponnen und gefilzt wurde. Ich
verschwand darin und kam mit einem Hut heraus, der eine Kreuzung zwischen
"Harry Potter- und Wilddieb-Hut" genannt werden muß ;-)
Ab sofort sah niemand mehr Frieda an :-(((, obwohl sie doch so fein mit ihrer schußsicheren
Bullyzei-Weste angezogen war! Ihr Freund und Tierarzt
Peter hatte die für sie besorgt!
Denn den Leuten fiel nur noch das Kinn herunter (wörtlich),
als sie mich in diesem Hut sahen. Ich wurde gleich mehrfach um Fotoerlaubnis gebeten -
und Friedachen stand unbeachtet am Rande des Geschehens...
Eine weitere ungewöhnliche Begegnung :
Am nächsten Morgen waren wir zum Frühstücken in ein schönes altes Renaissance-Hotel
an den Paderquellen gefahren. Einige amerikanische Hotelgäste frühstückten auch gerade :
eine der Damen sprach uns an, weil sie (welch Zufall :-) 2 Bulldogs zuhause hat!
Einen aus Virginia und den anderen aus Kalifornien, wie sie erzählte; und sie selbst lebt
mit ihren Bulldogs in Hawaii.
Sofort fragte Stu sie nach Jim und Lilly Gribbins,
Bulldogzüchtern in Hawaii, die uns
1994, während
unseres Urlaubs dort, zu einer Dinnerparty eingeladen hatten; (darüber
erzähle ich ein andermal.) Ja, da trifft
man mitten in Paderborn Bulldogger aus Hawaii, und hat als gemeinsamen Bekannten auch
noch den Bulldogzüchter dort, der die Hunde der Serie "Der Dicke und ich" gezüchtet
hatte. Jim und Lilly sind
inzwischen uralt, wenn sie überhaupt noch leben, erzählte die Dame, und ihre Zucht gibt
es nicht mehr. Einer
der früheren Bulldogs dieser Bulldoggerin war aus Gribbins Zucht. Diese Bulldogs waren
tropenfest, das kann ich Euch sagen. Wunderbare typvolle Bulldogs - ohne Atemnot sogar
im heißen und feuchten Klima dort!
Copyright © Cornelia Savory-Deermann
am 14ten November 2006; Email Adresse
Sonntag, November 12, 2006
Heute erzählt Gastblogger Stu Savory
Es geht 'runter und 'rüber hier, Leute ;-)
C
ornelia ist in Urlaub diese Woche (sie hatte eine Reise in der Türkei gewonnen),
also bin ich Strohwitwer und Hundeaufpasser, eine sehr angenehme Pflicht,
zumal Rüde Gino für die Woche auch hier zu Besuch ist :-)
Hier geht's rund, das kann ich euch sagen!
Nebenbei darf ICH endlich wieder hier einen Blogbeitrag leisten. Dabei wollte ich euch
berichten vom Besuch von Gabi's Connor bei seinem Vater Gino (der Gasthund dieser Woche)
und wie die beide Racker unsere Flirtmädel Frieda überfallen. Aber dieses
Bild sagt mehr als 1000 Wörter ;-)
Sie spielen heftig aber friedlich. Oh, und ich will euch
Gabis tolle Sweatshirt nicht enthalten.
Um fair zu sein, muß ich auch sagen, daß es zwischendurch kurze friedliche
Pausen auch gibt . . .
Copyright ©
Stu Savory
am 12ten November 2006; Email Adresse
Freitag, November 10, 2006
Ein Vorbild
So triste, wie im letzten und vielen vorherigen Beiträgen beschrieben,
(siehe im "Inhaltsverzeichen Themen", unter "Zucht und
Zuchtvereine") sah es für den Bulldog in Deutschland nicht immer aus.
Hier nun ein Bericht des früheren VDH-Allgemeinrichtes, Karl F. Lohmann (Kaflo), den er
1982 für das damalige "Bulldogblatt" (Nr. 2, Mai 1982) des 1980 gegründeten
VdFEB schrieb:
Otti Heermann
... gibt es Menschen, die sich einer Sache verschrieben haben,...
In jedem Klub, jedem Verein, der sich aus Gleichgesinnten, Idealisten, zusammensetzt
gibt es Menschen, die sich einer Sache verschrieben haben, die sie wachhalten wollen,
der sie neue Akzente setzen möchten. In diesen Kreis sind wiederum Menschen, die
eben aus Idealismus Arbeiten übernehmen und Zeit opfern der Sache wegen. Nun, bei uns
haben wir es nicht mit einer Sache zu tun sondern mit Wesen aus Fleisch und Blut,
vielleicht sogar mit Seele, wenn man den Ausdruck oder den Blick unserer Lieblinge
so deuten will.
Unsere uralte Hundrasse, auf die viele Menschen unwissend, abfällige ja sogar hin
und wider mit Verachtung herabblicken, hatte es einer Frau, einer ganz außerordentlicben
Frau, besonders angetan. Diese Frau, die in ihrem Leben soviel für leidende, kranke,
behinderte oder auch in Not geratene Menschen und Tiere getan hat, das war Otti Heermann.
"Es ist unmöglich diese Frau nicht zu bewundern !"
Diese vitale, mit immer neuen Impulsen uns überraschende und überzeugende Frau war
für mich die größte in unserem Klub. Ein Ausspruch von Harald Diekmann:
"Es ist unmöglich diese Frau nicht zu bewundern !" Sie nur z. B. von 1911 bis 1019
Krankenschwester in Davos, Unfallschwester für Bergunfälle mit möchentlichen
Besteigurgen von 3-4 Tausesendern, Oberin in einem Lungensanatorium im Odenwald
und später Oberin des Nervensanatoriums in Kassel. Können Sie sich vorstellen mit
welchen Menschen sie es zu tun hatte, wieviel Hilfe und Rat sie vielen Menschen
geben konnte ? Sie hat das alles gemeistert mit Offenheit, mit Fröhlichkeit.
Und dabei war sie immer einfach geblieben, ...
Sie stellte sich etlichen Ehrenämtern zur Verfügung wie z.b. als 1.Vorsitzende
unseres Vereins und des Tierschutzvereins in Kassel. Viele viele Aufsätze,
Abhandlungen und Vorträge geben Aufschluß über ihre Bereitschaft immer da zu
sein für Menschen, die sie brauchten. Und dabei war sie immer einfach geblieben,
keine Spur von Großspurigkeit, im Gegenteil. Jahrelang hat sie im "UR"
(Verbandszeitung des VDH) äußerst interessante Artikel geschrieben, die nicht nur
Klubmitglieder lasen. Noch heute lese ich hin und wider nach in ihren Abhandlungen
über die Rassekennzeichen unseres Englischen Bulldogs.
Als Zuchtrichterin war sie unbestechlich, stets tolerant, aber bestimmt. Dabei
immer das Ziel der Verbesserung unserer Rasse im Auge.
... Vorbild für viele.
Ich selbst wurde durch meinen Vater auf sie aufmerksam gemacht. Den klaren
freien Blick, der beim Vorstellen auf mir ruhte, werde ich nicht vergessen. Er
war eine Forderung und Weisheit zugleich. Sie war mir auf zwei drei Ausstellungen
schon aufgefallen, denn sie hatte immer einige Menschen um sich herum und
meistens eine Zigarre an. Jeder, der sie kannte, verehrte sie. Sie war eben
eine außergewöhnliche Frau, Vorbild für viele.
... unvergessen bleiben.
Viel zu früh schloss sie am 23.7.1964 für immer ihre Augen, die soviel Leid und
Elend, aber auch Schönes gesehen hatten. Sie ist es wert und mir ist es eine Ehre
etwas über sie zu schreiben, denn sie wird mir und vielen anderen wirklich
unvergessen bleiben.
Im "Bulldog-Blog" findet Ihr eine bewegende Geschichte über Otti Heermanns Probleme
- und Charakterstärke - als Zuchtrichterin während der Nazizeit, geschrieben von dem
früheren Präsidenten des Holländischen Bulldog-Zuchtvereins: "Ein Zeitgenosse
spricht über Otti Heermann"
siehe: 5. Oktober 2005
Otti Heermann selbst schrieb oft humorvoll, und immer voller Liebe und Einsatz über
ihre Bulldoggen. Unten sind Links zu Texten und Briefen von ihr, die ich schon im BB
brachte. Einige weitere werden noch folgen.
"Ein gesalber Hintern ..."
siehe: 28. November 2005
"Vor 60 Jahren Kriegsende"
siehe: 15. Juni 2005
Copyright © Cornelia Savory-Deermann
am 10ten November 2006; Email Adresse
Mittwoch, November 8, 2006
Spielen, spielen und glücklich sein
Wie schön spielen
Floral Garden´s "I´m Beauty" und "Jeeny" zusammen!
Beauty ist hier 5 Monate und Jeenie gerade zwei Monate alt.
November-Medizin: eine alte Bulldogge inmitten
junger Bulldoggen zu beobachten :-))
Entwicklungen beim Schweizer Bulldog-FCI-Zuchtverband
Im Schweizer FCI-Bulldog-Zuchtverband (SCEB) ist einiges in Bewegung geraten.
Die Gesundheitsprobleme
werden nicht mehr länger totgeschwiegen, und erste Anweisungen an Zuchtrichter, in Zukunft die
Atmungs- und Bewegungsfähikeit bei ihren Bewertungen mehr zu beachten, sind
schriftlich rausgegangen. Das ist ein erster Schritt in Richtung Hoffnung :-)))
auf eine Zukunft für unseren Bulldog. Mehr dazu von
Chris Jung
unter "Neuingkeiten" (und dann scrolen) beim
Verein der Freunde Englischer Bulldogs e.V..
Dagegen TOTEN-Stille beim Deutschen FCI-Zuchtverband
Lesen Sie hierzu den Bericht über die
ACEB-Ausstellung in Rostock von Jörg Knappe, Blog-Beitrag
vom 19. Oktober 2006. Und Sie können sich auch im "Inhaltsverzeichnus Themen",
siehe graue Spalte rechts, noch mehr Beiträge zum "Züchterischen Trauerfall Bulldog"
heraussuchen...
Copyright © Cornelia Savory-Deermann
am 8ten November 2006; Email Adresse
Montag, November 6, 2006
Heute erzählt Gastblogger Jörg Knappe
Bulldogkontakt zum "Georgshof" bei Berlin
Heute (18. 10.) hatten wir, was uns in letzter Zeit so sehr fehlte (siehe vorigen Beitrag),
ausgiebigen und reichhaltigen Bulldogkontakt. Fünfzehn Minuten von uns entfernt
gibt es die kleine Bulldogzucht :
Vom Georgshof.
Vor einigen Wochen, als
Christel noch sehr unter Stewarts
Tod litt, fuhren wir, um etwas Trost zu finden, zum ersten mal dort hin.
Frau Schuda,
die Züchterin, kannte uns nicht und wir waren auch nicht angemeldet,
wurden aber dennoch sehr freundlich empfangen. Die Unterhaltung mit jemand
Gleichgesinntem, und daß wir wieder Bulldogs knuddeln konnten, hob unsere Stimmung doch
merklich.
Und obwohl wir derzeit noch nicht für einen neuen Bulldog bereit sind,
machten wir heute dort einen Welpenbesuch. Das erste mal sahen wir eine
Bulldogmama,
mit ihrem noch so jungen Nachwuchs, in natura. Alle Welpen wurden auf
natürlichem Wege entbunden und werden von ihrer Mama Wilma und Frau Schuda
liebevoll umsorgt.
Auch die anderen Bulldogs vom Georgshof sind von sehr liebem
Wesen und hingebungsvolle Seelentröster, hat die Natur sie doch, wie alle
Bulldogs, mit den besten Voraussetzungen für diese Funktion ausgestattet.
Was uns
besonders beeindruckt ist, daß ein nicht zuchttauglicher Rüde in dieser
Familienzucht ebenso liebevoll behandelt wird, wie die Zuchthunde. Um ungewollten
Nachwuchs zu vermeiden, wurde er natürlich kastriert, sonst genießt er aber
die gleichen Privilegien wie alle.
Immer dann, wenn uns die Bulldogsehnsucht packt, dürfen wir den Georgshof
frequentieren. Wir finden das eine sehr liebe Geste von Frau Schuda, sie hilft
uns sehr damit. Es war ein wirklich schöner Nachmittag mit Bulldogs.
Hinweis für Welpen-Interessierte:
Näheres zur Zucht von Frau Schuda und Link zur Webseite,
siehe unter "English Bulldog Züchter" in der grauen Spalte rechts.
Copyright © Jörg Knappe
am 6ten November 2006; Email Adresse
Samstag, November 4, 2006
Heute erinnert sich Gastblogger Jörg Knappe an :
... unsere zwei verstorbenen Bulldoggen
Über unseren vor einem halben Jahr verstorbenen Bulldog Stewart sprach ich schon (siehe
Beitrag vom 28.10.2006). Heute etwas mehr über ihn und seinen Vorgänger Bruce.
2001 erfüllten wir uns einen lang gehegten Wunsch, wir kauften bei einer
kleinen Familienzucht einen Bulldogwelpen. Züchter und Hunde lernten wir zuvor
auf der VDH-Rassehundeschau in Berlin kennen. Da hatten wir nun unseren Bruce,
einen bildschönen Bulldogjungen. Gut, dass wir ebenso unerfahren waren wie
seine Züchter, sonst hätten wir ihn vielleicht nicht mitgenommen.
Bruce war athletisch gebaut, doch sehr klein und leicht. Er
war einerseits sehr mutig und andererseits unglaublich
ängstlich; im ersten
Lebensjahr fantastisch agil, leider mit sehr stark abnehmender Tendenz.
Er konnte schnarchen und pupsen, daß es einem schlichtweg Sprache und Atem verschlug.
Er war herzkrank.
Bruce brachte Leben und noch mehr Liebe in unsere Familie und eines Morgens
wachte er einfach nicht mehr auf. Bruce, unser erster Bulldog, starb noch vor
seinem dritten Geburtstag.
Das traf uns derart unvorbereitet, daß wir uns noch völlig unter Schock
stehend, sofort auf die Suche nach einen neuen Bulldogwelpen machten. Wir hofften
so den schmerzlichen Verlust besser ertragen zu können.
Auch diesmal entschieden wir uns wieder für einen Welpen aus einer deutschen
Zucht. Und so kam Stewart zu uns.
Der war völlig anders, groß und stark, kein Hinterherläufer, sondern immer
vorne weg, quirlig und fordernd, eben einer der sagte, was er wollte.
Sehr schnell allerdings mußten wir erkennen, daß auch Stewart kein gesunder
Hund war. Er war herzkrank.
Dennoch entwickelte er sich zu einem stattlichen Rüden, der uns mit seinem
Dickkopf und seiner Unbeugsamkeit
in der Pubertät einiges an Kraft abverlangte.
Aber auch schon in dieser Zeit der Pubertät hatte er sehr zärtliche und liebe Seiten.
Diese Eigenschaften nahmen mit dem Erwachsenwerden beständig zu und wurden so zu
seinem eigentlichen Wesen. Das führte dazu, daß Christel ihn nur noch
"Mamas Baby" oder "Bärchen" nannte, kein Wunder, daß unser Ehebett
selbstverständlich auch unserem Stewi als bevorzugtes Nachtlager diente.
Die Körperbehinderung unseres Sohnes Marco
macht es erforderlich, daß er auf
seinem Bett liegend gepflegt werden muß. Das ist nun ein recht turbulenter
Vorgang mit viel Körperkontakt, und für Stewart war dies immer Anlaß genug, sich
ebenfalls auf den Rücken zu legen und Bauchstreicheln einzufordern.
Überhaupt war Marco, weil immer in Stewarts Leben präsent, der
unangefochtene Rudelchef. Er wurde immer als erster begrüßt, indem sich Stewi
vorsichtig aufrichtete
und ihm einen "Begrüßungskuß" gab. Wenn Christel und ich die Wohnung
verließen, nahm Stewart dies lediglich gelassen zur Kenntnis, doch wenn Marco
Anstalten dazu machte, geriet er immer in helle Aufregung und versuchte, das zu
verhindern, indem er sich vor den Rollstuhl warf. Wenn er aber mit durfte, dann
war alles in bester Ordnung.
Stewi war auch Chefkoch, das konnte man zumindest annehmen, denn er
überwachte das Werkeln in der Küche mit grenzenloser Ausdauer. Sofern Christel die
Küche zum kochen betrat, folgte er ihr auf dem Fuß und verließ sie erst, wenn
das Essen aufgetragen wurde. Natürlich wurde in dieser Zeit viel verkostet!
Er war auch ein Quälgeist. Christel geht sehr regelmäßig früher ins Bett als
ich, nämlich erst, wenn Marco zur Nacht gebettet ist. Ich schaue dann noch etwas
fern oder sitze am Computer. Stewi mochte diese Aufteilung überhaupt nicht. Er
wollte zwar zu gerne ins Ehebett, doch auch Papa sollte mit. Schniefend und
stupsend forderte er Christel auf, mich ins Bett zu beordern. Abgewiesen tauchte
er dann bei mir auf und stänkerte umher. Das wiederholte er so lange, bis
ich genervt aufgab und wir dann gemeinsam ins Bett gingen.
Stewart liebte die Jahresfeste, denn dann brachte der Postmann immer ein
Paket mit so leckeren Sachen. Den Postmann allerdings betrachtete er mit größtem
Argwohn, den Inhalt der Pakete hingegen, liebte er.
Weihnachten und Ostern war alles immer so schön bunt und sogar in der Wohnung
gab es dann vieles zu erkunden. An diesen Tagen war er auch Entdecker.
Halloween allerdings mochte er
nicht. Es klingelt an der Tür, Stewart folgt Christel zum öffnen. Jeder der
"gewöhnlich" kommt, muß ja in Augenschein genommen werden. Mit Hexen und
Teufeln aber hatte er wohl nicht gerechnet, die fand er so gruselig, daß er
schleunigst das Hasenpanier ergriff um sich in Sicherheit zu bringen. Der Schreck
war so groß, daß er sich auch gleich noch erbrach. Da war Stewart auch mal ein
Hasenfuß.
Mutig war er immer beim Tierarzt, den er viel zu oft in Anspruch nehmen
mußte. Da war er unser Held.
Auch Stewi starb vor seinem dritten Geburtstag. Er hatte viele Krankheiten, aber
letztendlich starb er an Herzversagen. Jeder Tag mit ihm ist uns
wertvoll und in liebster Erinnerung. Wir möchten keine Stunde missen und sind
dankbar, daß wir ihn haben durften.
Bruce und Stewart werden wohl immer einen
Platz in unserem Herzen haben. Beide ruhen an einem schönen Ort Seite an
Seite im Schatten einer großen, immergrünen Eibe. Die Wurzeln werden sie
erreichen und wenn der Wind durch die Zweige zieht, hören wir es rauschen und
manchmal glauben wir, unsere beiden lieben Bulldogs im Schlaf seufzen zu hören.
Unser Bruci und unser Stewi haben uns mit ihrem unendlich lieben Wesen geradezu ein
Vermächtnis hinterlassen, das da lauten könnte, "was versagt ihr euch doch alles,
wenn ihr ohne einen Bulldog bleiben werdet."
Liebe Frau Savory, liebe Blog-Leser, natürlich ist dies nur ein winziger und sehr
unvollkommener Ausschnitt aus unserem Leben mit unseren Bulldogs.
Viele Grüße, Familie Knappe
Copyright © Jörg Knappe
am 4ten November 2006; Email Adresse
Donnerstag, November 2, 2006
Heute überrascht ;-) uns Gastblogger Murat Karakaya
Halloween, oder
die Wandlungs
- Fähigkeit des Bulldogs
In einer meiner letzten Stories hatte ich ja erwähnt, dass Bulldoggen äußerst
anpassungsfähige Hunde sind.
Ceanu hat übrigens seine Ellenbogen-OPs
(siehe Beitrag 19. Juli 2006) super überstanden
... schaut unten, was man mit ihm alles anstellen kann...
Eine der herausragenden Eigenschaften der Bulldoggen ist ihre
Wandlungsfähigkeit. Sie
verwandeln sich förmlich in alles, was ihnen grad so in den Sinn kommt.
Sie können ein Kürbis-Liebhaber sein - oder
mit einem Rachen wie einem Höllenschlund zeigen, daß sie Halloween-Fans des Grusel-Klans
sind. Und zaubern können sie sowieso ;-)))
Bis auf diesen einen Novembertag sind sie ganz friedliche :
Seehunde,....
Kuscheltierchen,....
MickyMaus,....
ein dufter Kumpel,....
eine Haushaltshilfe,....
ein Flughund,....
ein Kinderliebling,....
das Original,....
das ... ääähhm... nein, das ist nicht das Original,....
ein Vorstehhund,....
ein Hurricane,....
ein Frosch,....
sogar das Ungeheuer von LochNess,....
Glücksdrache aus der Unendlichen Geschichte,....
ein Rettungshund,....
ein Bootskapitän,....
ein French Bulldog,....
ein Bodyguard,...
ein VorderlaufLäufer,....
ein Ballfetischist,....
eine Dampflok,....
ein Hundeflüsterer
sein.
Das ist hier nur eine kleine Auswahl, und es könnte unendlich
so weitergehen,... denn sie tun es jeden Tag, und immer fällt ihnen etwas Neues
ein.
Doch am allerliebsten sind sie immer noch das, wofür wir sie sehr lieben :
Echte Englische Bulldoggen !
An Halloween sind sie begehrte Hexen und Zauberer.
Das heißt Liebes-Zauberer sind sie immer!
Den Bericht über das "1. Berliner English Bulldog Treffen"
findet Ihr verlinkt unter "English Bulldog Treffen" in der grauen Spalte rechts.
Viel Spaß beim Lesen ! Und wer in Berlin wohnt : mal mitmachen und selbst erleben :-).
|
Am besten in 800 x 600
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Opera V9)
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Cornelia Savory-Deermann, geboren 1945 in Wuppertal, hat seit 34 Jahren Englische Bulldoggen.
Jetzt sollen die Bulldoggen hier ihr eigenes deutsches Weblog bekommen. Eure Bulldog
-Anekdoten, -Fotos und -Tipps für's Blog sind willkommen.
English Bulldog, (AKC) "Goomba´s Happy Miss Frieda",
oben 5 Wochen,
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