Cornelias 'Bulldog Blog' ...

Sonntag, März 30, 2008

Bulldogs im Schnee: weitere schöne Fotos :-)

Gestern mailte uns Ina Tansley: "Hallo ihr Lieben - Ich wollte einfach mal ein paar Bilder schicken... Ich habe so viele tolle Bilder im Blog gesehen von euren beiden Süßen... Und - viele gute Dinge gelesen..."

Liebe Ina, Klein-Chilli (nun 11 Monate) ist dabei sich zu einer ganz und gar wunderschönen Bulldogge auszuwachsen! Ich habe ein Foto von Klein-Chilli mit ihrer liebster Spiel- und Schmusegefährtin Jule ausgesucht. Es tut mir so leid, es macht traurig und traurig, daß Jule jetzt so früh starb. Aber ich bin überzeugt, es geht ihr gut, dort wo sie ist, und wo ihr Vater auf sie wartete. Wie tröstend und voller Liebe ist dieses Gefühl des Abgeholtwerdens!... Danke Ina für die Fotos, liebe Grüße an Deine ganze Familie, Umarmung, Deine Cornelia

Im Harz gab es schon länger Schnee: nun Fotos von Emma, einer Hündin aus der Zucht von Rafaela Schuda.

Emmas Spuren im Schnee...

Emmas Wurfbruder Egon kennen wir schon als den Hausgenossen von Schlangen und Spinnen; (siehe Halloween-Beitrag vom 1. November 2007) Er wohnt nicht weit vom Erzgebirge entfernt, und da gibt es den meisten Schnee in Deutschland!

Tiefschnee bietet ganz besondere Vergnügen - z.B. ein Bad darin oder auch Abtauchen und Verstecken ;-) ist möglich!

Zum Schluß noch ein Foto von einem wunderschönen Schneemann, das Doris Ehrenstein uns schickte. Der herrliche Kerl wurde in Washington State gezüchtet und lebt nun in Alaska (USA) in der Nähe von Doris. Das Klima dort ist echt passend zu seinem herrlichen Weiß, würde ich sagen :-)))


Freitag, März 28, 2008

Wolfsväter - Bulldogväter

Wunderschöne Fotos von Bulldog-Mamas mit ihren Welpen gibt es reichlich - aber kaum welche von Bulldog-Papas beim Erziehungsspiel mit ihren Welpen. Das holen wir heute einmal nach.

Bei den Wölfen kommen die Welpen erstmals mit circa 5 Wochen aus ihrer Wurfhöhle heraus und können dann Erfahrungen mit dem Leitwolf und anderen Rudelmitgliedern machen.

Bei den Hunden ist es ähnlich: nur gibt es eine Wurfkiste statt einer Wurfhöhle. Aber die Mutterhündin läßt (in aller Regel) auch erst andere Hunde in die Nähe ihrer Welpen, wenn diese circa 5 Wochen alt sind und entwöhnt werden.

Wie bei Eric Zimen und anderen Wolfsexperten nachzulesen ist, spielt der Leitwolf (der in aller Regel der Vater ist) mit den Welpen und sorgt dafür, daß diese sich nicht weit von der Wurfhöhle entfernen - ja mit einer Kopfbewegung weist er die Welpen am Ende der "Spielstunde" oft an, wieder in die Sicherheit ihrer Wurfhöhle zu krabbeln.

Wieder ist es bei Hunden ähnlich: Rafaela Schuda erzählt, daß Vater Beebob hingebungsvoll mit seinen Welpen spielt und ihnen den Gebrauch von Spielzeug beibringt; Mutter Wilma erlaubt ihm das großzügig :-) ab der 4./5. Woche.

Beebob gestattet (wie ein Wolf) den Welpen nicht, weit in den Garten wegzulaufen; er beschäftigt sie in der Nähe des Hauses, zur Not rollt er sie wie einen Ball zurück zum Gehege. Schafft er es nicht alleine die gesamte Rassebande in Hausnähe zu halten, dann bellt er tief und sehr speziell Mutter Wilma zur Hilfe herbei.

Erzieherische, autoritäre Maßnahmen zum Gehorsam-Erlernen unternimmt nur Mutter Wilma, Vater Beebob hält sich da zurück. Für das Einüben der später nötigen, Aggression regulierenden Rangordnungs-Disziplin ist es noch zu früh in diesem zarten Alter :-). Das erledigen beide Eltern, bzgw. das Wolfs- oder Menschenrudel, später.

Bei den Wölfen ist nicht jedes Rudelmitglied an Welpenspielen interessiert, da gibt es ganz individuelle Vorlieben oder eben auch nicht. Bei Hunden ist auch das ähnlich:

Rafaela warnt, daß manche Rüden sich durch Welpen nur belästigt fühlen und dann durchaus für die Welpen gefährlich werden können. Ein "Welpenschutzprogramm" ist nicht in jedem Rüden instinktiv angelegt...

Beebob (von Rafaela Schuda), Ozzy (von Marion Jackson) und Fero (von Stefan Köhn) sind jedenfalls liebevolle, geduldige Väter, wie die Fotos zeigen.


Mittwoch, März 26, 2008

Jetzt bei Sabine und Georg Kilgus: Notbulldog

"Otto Coolman"

Am 8. März wurde Notbulldog Otto aus Salzgitter zu Eduard gebracht. Otto ist 7 1/2 Jahre alt und kastriert. Bis auf ein blindes Auge ist er gesund, wie uns unser Tierarzt Peter Söhl am Folgetag bestätigte. Leider ist Otto z.Z. aber viel zu fett...

Otto war als Welpe von einer jungen Familie mit drei Kindern gekauft worden. Vor zwei Jahren erkrankte sein Herrchen unheilbar und die ganze Familie zerfiel tragischerweise darüber. Otto lebte seitdem allein mit seinem todkranken Herrchen und war bei dessen ständigen Krankenhausaufenthalten auch oft und lange ganz allein in der Wohnung. Eine freiwillige Nachbarschaftshilfe kümmerte sich zwar um ihn - aber alle sahen schließlich ein, daß Otto dringend eine neue Familie braucht.

Otto war bei seiner Ankunft Higgins, Eduard und mir gegenüber sehr cool: er zeigte Selbstbewußtsein und Interesse! Mit Higgins spielte er bald selbstvergessen bis zum Umfallen ;-) im Garten und schlief die Nacht mit ihm gemeinsam auf Eduards Bett. Eduard und Kathrin nannten ihn wegen seines so coolen Verhaltens "Otto Coolman" ;-)

Ottos neue Familie in Stuttgart:

Sabine und Georg Kilgus suchten nach Georges Tod (siehe auch Beitrag vom 26. Januar 2008), der ja auch ein Notbulldog gewesen war, wieder einen Notbulldog, da sie sich gegenüber dem Elend und der Trauer von Nothunden schon immer zu Hilfe verpflichtet fühlten. Wir riefen die beiden an, und diese sagten nach sehr kurzer Überlegung "ja" zu Otto :-) Schon am Dienstag, 11. März, brachten Eduard und ich Otto nach Stuttgart zu Sabine und Georg.


Jetzt lasse ich Sabine Kilgus zu Wort kommen:

11. März: OTTO

Liebe Cornelia, lieber Eduard!
Anbei ein Bild, das mehr sagt als Worte. Wir sind glücklich! Liebe Grüße, Sabine & Georg

12. März: OTTO´s erste Nacht

Guten Morgen!! Unsere erste gemeinsame Nacht mit Otto war nicht so toll... Otto war wieder sehr unruhig und tigerte in der Wohnung herum.

Er wollte nicht ins Bett (überhaupt nicht ins Schlafzimmer), so dass ich meine Bettdecke genommen habe und auf der Couch im Wohnzimmer geschlafen habe. Irgendwann bin ich eingeschlafen, ich glaube aber, dass der arme Kerl gar nicht geschlafen hat...

Den Spaziergang heute Morgen hat er aber trotz strömenden Regens sehr genossen und ist fröhlich herum gerannt.

Ich hatte meine erste Therapie (als Logopädin) schon heute Morgen um 8.00 Uhr und habe ihn deshalb jetzt doch nicht mitgenommen und bei Georg zuhause gelassen. Nach meiner nächsten Therapie habe ich drei freie Stunden und gehe nach Hause. Georg wartet so lange. Dann werde ich Otto mitnehmen.

Ich glaube, er ist einfach total verwirrt... kann man ja verstehen... und trauert sicher auch ein bisschen. Mein kleiner Hasenmann... trotz seiner tiefen Verunsicherung ist er immer freundlich und küsst einen! Ich halte Euch weiter auf dem Laufenden.
Viele liebe Grüße, Sabine

14. März: OTTO - find ich meistens gut!

Ihr Lieben! Otto hat die letzte Nacht bestens geschlafen und wir auch...

Heute Morgen hat er sich zur Begrüßung wie ein Seehund gewälzt und ähnliche Geräusche von sich gegeben... Als ich ihm die Brust gekrault habe, hat er genussvoll die Augen geschlossen...

Unsere drei Hundebegegnungen hingegen standen unter keinem so guten Stern. Otto geht auf alles los, was er als Hund identifiziert... sogar auf unseren Bulldog-Aufkleber auf der Heckscheibe des Autos(!) Jetzt ist er zum ersten Mal in der Praxis dabei und natürlich aufgeregt, aber er hat schon das Sofa im Aufenthaltsraum erobert, den Garten inspiziert und den Hausmeister verzaubert...

Alles in allem braucht er meiner Meinung nach noch ein gerüttelt Maß an Erziehung, um sein rüpelhaftes Verhalten anderen Hunden gegenüber abzulegen und das Betteln am Tisch sowie das Knurren in der Küche (er knurrt, wenn er etwas fressen will) abzustellen. Ansonsten sind wir überglücklich mit unserem Coolman... es war eine gute Entscheidung, den Fettl zu nehmen... Glückliche Grüße, Sabine, Georg & Otto Coolman

16. März: OTTO - finden wir immer besser!!!

Liebe Cornelia, lieber Eduard! Wir haben nicht nur einen "Coolman", sondern einen "Superman" in Otto bekommen! Nachdem er gestern über eine Stunde mit uns spazieren war, ging er heute - zusammen mit den Bulldoggen Paulchen und Spikey - 1,5 Stunden spazieren!!!

Danach gab es Kaffee und Kuchen bei Börney und Anette. Die drei Rüden haben sich gut verstanden, nachdem Herr Otto natürlich erst mal wieder den grimmigen alten Herrn gemimt hatte. Aber Paulchen ist ein Vorbild an Sozialverhalten, Spyke ebenfalls und so blieb Otto gar hts anderes übrig, als mitzumachen...

Uns gegenüber ist er nach wie vor sehr fürsorglich: wir werden jeden Tag mit Hingabe gepflegt, er nimmt unsere Hände zwischen seine Vorderpfötchen, hält sie dort wie einen Knochen und reinigt sie dann mit Hingabe... Heute hat er zum ersten Mal mit seinem Bällchen gespielt - es war urkomisch, wie er wie ein dicker Hase den Ball durch die Luft warf und herumhopste.
Viele liebe Grüße, Eure Ottomanen

21. März: OTTO - die ersten 10 Tage!

Otto hat sich schon ganz gut eingelebt. Er pflegt seine und unsere Rituale, dazu gehört auch, dass man seiner Meinung nach um 20.00 Uhr ins Bett geht. Gestern hat er sich zum ersten Mal davon überzeugen lassen, etwas später schlafen zu gehen... Morgens hingegen bekommt man ihn kaum wach. Erst das Anlegen des Halsbandes signalisiert ihm, dass es Zeit ist aufzustehen. Vorher muss man allerdings ausgiebig schmusen...

Unser Sportsman absolviert täglich sein Abspeck-Programm - mindestens 45 Minuten Gassi gehen und deutlich reduzierte Futter-Portionen zeigen schon erste Wirkung. Außerdem spielt er gerne mit seinem Bällchen und saust damit im Wohnzimmer umher - ein herrlicher Anblick, weil die ganze Bulldogge dabei wackelt.

Otto pflegt uns mit Hingabe: jeden Abend werden wir von ihm minutenlang gereinigt.... Neulich hörte ich Hilfeschreie aus dem Schlafzimmer - Georg war im Bett und Otto bekam einen großen Liebes- und Pflegeanfall. Georg versuchte, der langen Otto-Zunge zu entkommen, indem er sein Gesicht unter dem Kopfkissen versteckte. Er hatte keine Chance: Otto hat ihn immer wieder ausgegraben...

Er ist ein großer Schmuser, fürsorglich und liebevoll, dabei auch sehr wachsam. Fremden gegenüber ist sein Verhalten noch von Unsicherheit geprägt - wir werden daran arbeiten, dass er Vertrauen entwickelt und uns das Bewachen überlässt...
Viele liebe Grüße Sabine, Georg & Otto


Montag, März 24, 2008

...wie Weihnachten und Ostern zusammen...

Hi Freunde, da habe ich, Kosmo, Euch vorgestern Frühlings-Ostern gewünscht - und gekommen ist ein Weihnachten-Ostern! IRRE!!! Mein erster Schnee!!!

Zunächst war nur Schnee unter meinen Pfoten, das war lustig. Aber dann war Schnee überall, und das war einfach aufregend toll : Schnee tief untersuchen und darin rumtoben!

Frieda kannte ja schon Schnee. Sie meinte, der sei trinkbar!!! Naja, ich weiß nicht, eher eßbar, würde ich sagen! Und Neli freute sich auch wie verrückt über den Schnee; sie lachte laut und sang tatsächlich: "...north to Alaska..." Da wären Frieda und ich auch mal gerne: da gibt es nämlich ein halbes Jahr lang Schnee! ...

Natürlich habe ich auch heute wieder versucht, Frieda auszuziehen. Aber diese Pferdedecke war noch schwieriger über ihren Körper wegzukriegen als ein Geschirr. Halb ist es mir gelungen - aber ein Vorderbein von Frieda klemmte dann im Halsloch fest und sie kam deshalb nicht mehr aus einer Schneewehe raus... Stu mußte ihr helfen.... er rutsche aus und kam auch nicht mehr hoch! Bei mir klemmte nichts, ich konnte aus dem Schneeloch rausklettern und begann sofort alles zu regeln, damit Neli nicht auch noch bei Hilfeversuchen hinfliegt.

Ich stupste Stu ganz heftig von allen Seiten an, damit er aufsteht und nicht erfriert. Ich schaffte es endlich, nachdem er (ungeschickt!) bei meinen Rettungsversuchen - über mich - noch mal ausgerutscht war!

Um Neli konnte ich mich in der Zeit natürlich nicht kümmern. So fiel die Arme auch auf dem Po! Sie wollte Stu und Frieda ebenfalls helfen, dabei schaffe ich sowas doch alleine! Also mußte ich jetzt auch noch Neli auf die Beine helfen. Und damit sie nicht auch über mich - wie Stu - stolpert, habe ich sie nur ermutigend geküßt und nicht angestupst. Das war toll, sagte sie mir dann :-)))

Neli zog Frieda wieder die Pferdedecke richtig an, und gleich stapfte Frieda zurück in den Tiefschnee... meine Mutter ist eine tolle Bulldogge!!!

Nach einer Stunde Schneespaß für uns alleine kamen mehr und mehr Leute hierhin auf den "Kahlen Asten". Frieda und ich sprangen einige Wanderer vor lauter Freude an. Niemand schimpfte, alle fanden uns "süß... lieb... herrlich". Stu meinte: "Hunde, die so angezogen sind, die hält niemand für gefährlich!" Ich habe den Verdacht, Frieda und ich sahen wie bunte Ostereier aus. Und das in Weihnachtsschnee!

Das war noch nicht alles, der Schnee-Spaß ging gestern, am Ostersonntag, noch weiter:

Agility im wilden Wald - bei uns ganz nah zuhause! Besonders hat mir die Mutprobe gefallen, über eine verrottete Brücke zu laufen. Frieda war stolz auf mich, ihren Indianer-Sohn!

Also, ich wünsche Euch - nach diesen außergewöhnlichen Oster-Erfahrungen - jetzt schon ein schönes weißes Weihnachtsfest! Euer glücklicher Kosmo Savory


Samstag, März 22, 2008

Frohe Ostern ! Frohe Ostern ! Frohe Ostern !

Liebe Freunde,
dieser laue Frühlingswind, der riecht so gut! Das ist der Duft von Wiese und Hase, klärte Caligula mich auf!

Kein Wunder, wenn die Luft schon nach Hasen riecht, daß sie mir dann meine schönen Rosenohren zu hohen langen Hasen-Löffeln hochwirbelt. Gut, das erspart mir wenigstens diese künstlichen Plüsch-Riesenlöffel! Die sind nämlich ein widerliches Hindernis beim Windsurfen über die Felder und ein Gute-Laune-Bremser, wie Berta mir erzählte.

Aber es gibt noch Schlimmeres! Seht Euch mal an, was Knuti, Charlotte und Olly Pfersich für Oster-Helden sind: die haben sich nicht nur lange Löffelohren antun lassen, sondern sich von Claudia dazu auch noch Hasenzähne verpassen lassen müssen! Ob die Drei dafür delikate Fleisch-Ostereier versprochen bekamen? So aus schottischem Oster-Lamm zum Beispiel???

Ob Neli nachher auch Überraschungseier für Frieda und mich hat?

Schön anziehen will sie uns jedenfalls, habe ich mitgekriegt. "Black and white - dark and light" hat sie gesummt. Ich glaube sie meint unsere neuen Halsbänder damit. Also, ich bin gerne schön angezogen! Und white-light, das bin zweifellos ich! Mama Frieda ist eher eine dunkle Schöne in Black :-)))). Ich bin der strahlende Held - auch ohne Hasenzähne! Oder?

Euch allen ein herrlich duftendes Osterwochende!

Euer österlich-kosmisch gestimmter Held Kosmo!


Donnerstag, März 20, 2008

Heute ein Urlaubsbericht von Gastbloggerin Gabi Mill-Rogel

Let´s go north ...

Es war mal wieder soweit - wir brauchten Urlaub. So waren wir im März eine Woche an der Nordsee - genauer gesagt, hatten wir in Struckum bei Husum ein wunderschönes Ferienhaus gemietet. 150 qm Wohnfläche ebenerdig, liebevoll eingerichtet und gut 1000qm eingezäunter Garten drumherum - also ideal für Mensch und Tier.

Hannibal, unser Hundesenior (10) - könnte er sprechen, würde er uns wohl Heuchelei vorwerfen - weil wir ihm sagten, wir hätten extra für ihn ein besonders seniorenfreundliches Feriendomizil gewählt. Wenn wir ehrlich sind, müssen wir schon zugeben, dass nach einer Woche weder Jung noch Alt, Mensch noch Hund nach Hause zu den Treppen wollte. Aber das nur am Rande.

Für alle, die auch ein hundefreundliches Urlaubsdomizil suchen - einfach mal bei Lenareisen auf die Website gucken. Dort hat man sich auf Reisen für Hunde- und Pferdebesitzer spezialisiert. Übrigens, wir hatten die "Friesenkate".

Struckum liegt recht günstig an der B5 - es ist weder weit nach Dänemark, noch zur Ostsee. Es gibt in einem 1-Stunden-Radius viel zu sehen und zu besichtigen, was wir im Wechsel mit täglichen Strandspaziergängen - bei jedem Wetter - reichlich ausgenutzt haben.

Am meisten haben unseren Beiden natürlich die Spaziergänge am Deich und Strand gefallen - ca. 9 km entfernt. Der Sturm "Emma" hatte netterweise viel Schnüffelstoff an Land geschmissen und zwischen Algen und Tang gab es unwahrscheinlich viel zu erschnuppern und auszubuddeln. Daneben boten das Treibholz und geruch- wie geschmacklich hoch interessante Schiffstaue jede Menge Möglichkeiten zum Knabbern, Tauziehen und Spielen, Zerren und Ziehen - Connor trug ein Schiffstau sicherlich 2 Kilometer mit sich herum, ..., bis er etwas noch interessanteres fand.

Und bei einem Ausflug nach Dänemark - Römö - konnten die beiden gar nicht genug bekommen vom riesigen Strand, den vielen Wellen, den Muscheln, den Möwen, den Dünen und was es dort sonst noch zu entdecken gab. Die meisten Bulldogger kennen das sicherlich - wenn ihre Bulldogs Wasserfans sind, scheuen sie auch winterliche Brandung nicht. Sie gehen nur nicht ganz so weit hinein, wie im Sommer, aber mit trockenen Füßen und Bauch nach Hause kommen - no way!

Für unsere Jungs geht nichts über einen Urlaub an der See. Und das Schönste ... der nächste Urlaub im Norden ist schon in Sicht.


Dienstag, März 18, 2008

Heute trauern wir mit Gastblogger Harald Diel

Lady Gina - sie ging über die Regenbogenbrücke

Eine Brücke verbindet den Himmel und die Erde. Wegen der vielen Farben nennt man sie die Brücke des Regenbogens. Auf dieser Seite der Brücke liegt ein Land mit Wiesen, Hügeln und saftigem Gras.

Regenbogenbrücke

Englischer Originaltext: Paul C. Dahm, Übersetzung und Erweiterung: Harry Diel

Teil 1

Wenn Dein geliebter Bulldog auf der Erde für immer eingeschlafen ist, geht es zu diesem wunderschönen Ort.

Dort gibt es immer zu fressen und zu trinken, und es ist warmes schönes Frühlingswetter.

Die alten und kranken Bulldoggen sind wieder jung und gesund.

Sie spielen den ganzen Tag zusammen.

Es gibt nur eine Sache, die sie vermissen.
Sie sind nicht mit ihren Menschen zusammen, die sie auf der Erde so sehr geliebt haben.

So rennen und spielen sie den ganzen Tag zusammen, bis eines Tages plötzlich eine von ihnen innehält und aufsieht.

Die Nase bebt, die Ohren stellen sich auf und die Augen werden ganz groß!

Plötzlich rennt Sie aus der Gruppe heraus und fliegt über das grüne Gras. Die Füße tragen Sie schneller und schneller.

Sie hat Dich gesehen!!

Und wenn Du und Deine Freundin sich treffen, nimmst Du Sie in Deine Arme und hältst Sie ganz fest.

Dein Gesicht wird geküsst, wieder und
wieder, und Du schaust endlich wieder in die Augen Deiner über alles geliebten Bulldogge, die so lange aus Deinem Leben
verschwunden war, aber niemals aus
Deinem Herzen.

Dann überschreitet ihr gemeinsam die
Brücke des Regenbogens und ihr werdet nie wieder getrennt sein.

Ein bewegtes Leben ging zu Ende.
Wir danken ihr, dass wir ihr ein Stück des Lebens angenehm gestalten durften. Wir vermissen sie sehr!! Ihre bewegte Lebensgeschichte folgt in einem späterem Beitrag.

Teil 2

Ich sehe das Licht, und frag mich, was es ist. - Es ist alles so leicht, kein Schmerz mehr der frisst.

Ich gehe zum Licht, mal schauen was da ist. - Dort sehe ich ein Land, ich schau wie gebannt. - Eine Brücke führt mich dorthin, es macht alles Sinn.

Ich gehe hinüber und schaue mich um, - es sind viele Tiere die laufen herum. - Ich geh auf sie zu und frage ganz scheu: - wo bin ich, was ist das, das ist mir so neu?

Die Antwort ist einfach, ich bin in dem Land, - was auch von den Menschen hinterm Regenbogen genannt.

Hier geht es mir gut, meine Schmerzen sind weg, - es gibt hier kein Leid und doch will ich weg ... - Ich kann nicht, ich weiß, ich freunde mich an, - doch warte ich auf jenen Tag an dem es geschieht, - dann kommst du zu mir über die Brücke herbei, - ich höre und sehe dich, die Zeit ist vorbei ...

Ich laufe zu Dir und freue mich, dass Du bei mir bist. Wir gehen ein Stück in den Tiefen des Tales, dort sind kleine Hütten, immer für Mensch und Bulldog eines. Manche sind größer und manche ganz klein, doch dort zieht der Mensch mit seiner geliebten Bulldogge dann ein.

Vereint nach den Tod in einem wunderbaren Land, - das nur durch die Regenbogenbrücke Himmel und Erde verband.


Sonntag, März 16, 2008

"Käthchen ist mein 6er im Lotto!"

"Käthchen ist mein 6er im Lotto!", das sagt Rafaela Schuda immer wieder, seit sie Käthchen hat. Und das ist heute auf den Tag genau ein halbes Jahr her: mehr über den Beginn dieser Liebesgeschichte zwischen Rafaela und Käthchen könnt Ihr im Beitrag vom 14. Oktober 2007 lesen. Er hat den bezeichnenden Titel "Manche Träume erfüllen sich!"

"Zuckerwatte", so wird Käthchen mit verliebtem Blick von Rafaela charakterisiert. Jetzt einige Geschichten über die 'Zuckerwatte', wie Rafaela sie mir erzählte:


Käthchen: eine Bulldogge voll Charme und Charisma ;-)

Kommt Besuch, so fragen alle zuallererst nach Käthchen. Jeder liebt sie, jeder will sie anfassen, jeder will von ihr immer wieder um den Finger gewickelt werden.

Rafaela sagt: "Sie kann Mensch und Tier verzaubern - ganz besonders mit ihren Augen. Wer sich ihr zuwendet, der schmilzt in ihrem Blick wie Zuckerwatte im Mund :-))"

Käthchen läßt sich durch nichts abhalten, Herzen zu gewinnen. Mit Engelsgeduld nimmt sie sich alle Zeit, bis z.B. ängstliche Menschen vergessen, daß sie ängstlich vor ihr sind. Oder bis knöterjanige Einzelgänger wie Satchmo sich hingebungsvoll um ihre Gunst bemühen.

Rafaela kann nicht mit ihr schimpfen, das ginge einfach nicht, sagt sie. "Käthchen sieht mich an, zwinkert mit den Augen, und dann muß ich sie küssen, egal was sie angestellt hat!" und "Käthchen schafft alles, was sie will mit Geduld, mit Charme und mit unerschütterlicher, aufmerksamer Freundlichkeit!"

Käthchen: eine Bulldogge voller Spielfreude :-)

Käthchen spielt, sie spielt für ihr Leben gern - mit Spielzeug genau so, wie ihr auch einfaches Rumtoben mit ihren Rudelfreunden Freude macht.

Rafaela sagt: "Was Käthchen auch tut, es ist Spiel!" Satchmo, der als Einzelkind aufwuchs und nie spielen lernte, ja der ist bei ihr "in einen Jungbrunnen gefallen." "Er holt jetzt seine Kindheit nach!"

Derzeitiges Lieblings-Spielzeug ist übrigens ein Riesenschnuller!

Käthchen will auch immer mit Rafaela spielen. Wenn diese auf Anwackeln und Spielzeug-Bringen einmal nicht reagiert, weil sie was zu tun hat, dann packt Käthchen sie (mit ihrem Zähnen) an der Hand und zieht sie zu sich runter auf den Boden um sie abzuküssen. Wen wundert es, dass sie damit oft Erfolg hat ? ;-)

Käthchen erlaubt auch jedem alles: sie z.B. vom Hundebett zu schupsen oder ihr den Schnuller zu klauen. Wie Rafaela sagt: "Alles ist Spiel für sie!"


Käthchen: eine kluge "Schmeckleckerin" ;-)

Wie kommt man an viele Leckerli, und das möglichst oft? Darüber hat Käthchen nachgedacht!

Der Schlüssel zu solchem Erfolg liegt bei Rafaela, das war ihr schnell klar ;-) Also morgens freundlich 10 Sekunden Rafaela begrüßen, dann diese zum Kaffeekochen gehen lassen - aber nur, weil der Weg dorthin an der Brötchentüte vorbei führt.

In Höhe dieser Tüte stellt Käthchen sich dann mit vollem Gewicht auf Rafaelas Füße, damit diese nicht einfach an der Tüte vorbeigehen kann zur Kaffemaschine dahinter. Erst wenn Rafaela ein Brötchen als Wegezoll in Käthchens Maul gegeben hat, gibt Käthchen als "Gegenleistung" die Füße wieder frei und is(s)t zufrieden!

Satchmo hat von Käthchen nicht nur das Spielen gelernt: seit kurzem versucht er auch Rafaela auf die Füße zu treten, um Leckerli zu "erpressen" ;-)))


Käthchen: die große Schmuserin :-)

"Wen ich liebe, der ist mir nah!" : das könnte man Käthchens Liebes-Motto nennen!

Käthchen lebt mit Wilma, Beebob und Satchmo zusammen mit Rafaela und Bernd Schuda in einem schönes Haus auf riesigem Grundstück am Rande eines wilden Naturschutzgebietes in der Nähe von Potsdam. (Zucht vom Georgshof)

Je nach Hormonspiegel von Wilma und Käthchen leben die beiden mit dem kastrierten Satchmo oder dem Zuchtrüden Beebob in "Wohngemeinschaft Wohnzimmer" oder "Wohngemeinschaft Küche+Büro". Käthchen liebt beide Rüden gleichermaßen, zieht aber aus naheliegenden Gründen die Wohngemeinschaft mit der Küche vor ;-).

Auch Wilma und Käthchen verstehen sich übrigens gut. Zeigt Wilma als die ältere Hündin Dominanz, so legt sich Käthchen sofort ergeben hin :-)

Käthchens Lieblings-Schmusepartner ist ununstritten Rafaela. Sie küßt, sie bepfotet, sie umarmt Rafaela sobald sie sie nur sieht und "zu fassen kriegt" ;-))))....


Mein Wiedersehen mit Käthchen :-)

Gestern machte mir Rafaela eine Riesenfreude: sie gab Käthchen Bernd mit auf eine Geschäftstour, weil diese in unserer Nähe vorbeiführte. So konnte ich Friedas Tochter Käthchen wiedersehen!

Käthchen ist nun 11 Monate alt, und ich sah sie zuletzt mit 9 Wochen. Ich war sicher, sie würde mich an meiner Stimme wiedererkennnen, denn ein Welpe vergißt die erste Menschenstimme seines Lebens nie. Meinen Singsang in den ersten Wochen nach der Geburt der Welpen: "Wo sind Friedas schöne Kinder? Wo sind Friedas schöne Kinder?", ja den hatte sie schon neulich am Telefon wiedererkannt - Rafaela sagte, sie küßte das Telefon so leidenschaftlich, als säße ich leibhaftig darin :-)

Meine ganz besondere Erinnerung an Baby-Käthchen: Sie war gerade 4 Wochen alt. Ich streckte meine Hand in die Wurfkiste, und Käthchen wackelte (als erste) zum ersten Mal in ihrem Leben heftig mit ihrem Schwänzchen! So schwanzwackelnd lief sie schnurstraks zu meiner Hand hin und leckte selig daran. Ihr könnt Euch meine Freude vorstellen ???!!!:-)))

Käthchen ist eine Zuchthündin geworden, wie ich sie mir nur erträumen kann. Alles an und in ihr ist in Balance. Nichts an ihr ist über- oder untertypisiert. Ihr Becken ist breit, sie wird sicherlich wie Frieda natürlich werfen können. Sie ist Standard ohne jede Übertreibung. Und ihre Augen sind leuchtendes Leben. Überhaupt wirkt sie so gegenwärtig, so aufmerksam allem Großem und Kleinem gegenüber, dass es aufregend und eine riesige Freude ist, sie zu beobachten und mit ihr zu schmusen.

Rafaela sagt zu Recht: "Käthchen ist mein 6er im Lotto!" :-))


Freitag, März 14, 2008

Kastrieren lassen? Wenn ja, dann wann?

Die Frage der Kastration wird oft emotional behandelt, (besonders bei Rüden ;-).
  • Die Einen sagen: "Alles lassen, wie die Natur es macht!"
  • Die Anderen meinen: "Unsere Hunden leben nicht mehr in der Natur. Also an die nicht mehr naturbezogenen Lebensbedingungen anpassen!"

Ich selbst gehöre der 2. Gruppe an. Warum?

Hormonstörungen, Hormongaben: alles nicht ungefährlich.
Meine 1. Hündin, Ziska, wurde nicht kastriert, da ich sie 1972 (mit 11 Monaten) von ihrer Züchterin aus ihrem tristen Zwinger übernommen hatte mit der Verpflichtung, sie bei dieser Züchterin zweimal werfen zu lassen... Nach ihrem 2. Wurf starb Ziska an einer Gebärmuttervereiterung, mitverursacht durch Hormongaben, die eine nächste Läufigkeit verschieben sollten und die als ungefährlich galten... Das alles habe ich nie ganz verwunden...

Unsere späteren Bulldoghündinnen Sarah, Alma und Wilma wurden kastriert, da sie alle nach ihrer 1. Läufigkeit hormonell bedingte Scheiden-Infekte hatten. Ich wollte kein Risiko gynäkologischer Art mehr eingehen. Friedas Hormone arbeiten korrekt. Trotzdem wurde sie (nach ihrem einen Wurf) - ebenso wie Kosmo inzwischen auch - kastriert, da ich nie vorhatte selbst zu züchten, und damit wäre der hormonell diktierte Fortpflanzungstrieb - für beide - zu mehr Last als Lust geworden.
Übrigens wurde keiner unserer Bulldogs nach der Kastration fett oder träge.

Was heißt überhaupt "Kastration" ?

Dazu zunächst eine Begriffsklärung, denn sogar eine (an der Anzahl ihrer Würfe gemessen) erfahrene Züchterin überraschte mich damit, dass sie nicht wußte, was eine Kastration genau ist. Sie behauptete eine ihrer Hündinnen sei kastriert, habe aber natürlich ihre Eierstöcke noch. NUR die Gebärmutter sei entfernt worden, und deshalb sei sie auch nicht wesensverändert. Ich klärte diese Züchterin auf, dass ihre Hündin dann nicht kastriert, sondern nur sterilisiert sei... Nun, die Hündin war kastriert und hatte keine Eierstöcke mehr, wie die Nachfrage beim behandelnden Tierarzt ergab :-((...

  • Kastration ist die Entfernung der Keimdrüsen, also der Eierstöcke oder der Hoden.
  • Sterilisation ist die Teilentfernung, Unterbindung oder Herausnahme der Samen- oder Eier weiterleitenden Wege oder der Gebärmutter.

Medizinische Argumente für eine Kastration der Hündin

  • Eine zu starke Läufigkeit

    Eine länger als 3 Wochen dauernde Läufigkeit ist ein Alarmsignal, das sehr ernst genommen werden muß! Ein Beispiel dafür ist die Geschichte von Flöckchen, wie im letzten Beitrag beschrieben.

    Eierstockzysten sind eine häufige Ursache solch einer Fehlfunktion. Dieses Foto einer Eierstockzyste schickte uns Chillis Frauchen Ina Tansley. Chillis Läufigkeit zog sich (wie bei Flöckchen) in die Länge, ihre Gebärmutter war aufgeschwollen, und sie wurde sogleich kastriert. Jetzt ist sie, wie Flöckchen, wieder quietschfidel und aus jeder gynäkologischen Gefahrenzone heraus!

  • Eine zu schwache Läufigkeit

    Eine seltener als circa alle 6 Monate auftretende Läufigkeit, zumal wenn diese auch noch sehr schwach augeprägt ist, ist ebenfalls ein Alarmsignal. Ich rate in solchen Fällen zur Kastration, denn die verursachenden Hormonstörungen können lebensbedrohlich werden, so wie wir es jetzt gerade bei Emma Nolte erlebten. Sie ist 6 Jahre alt, und ihre sonst immer viel zu schwache Läufigkeit war diesmal extrem stark. Als ihre Dauer-Blutung nach 5 Tagen lebensbedrohlich stark wurde, fuhr Jutta Nolte mit ihr zu Peter Söhl, dem Medizinischen Beirat des VdFEB. Sie wäre fast auf dem OP-Tisch verblutet, und zwar aus einer Zyste in der Gebärmutter heraus. Es war eine Meisterleistung von Peter, wie er Emma noch rettete....

  • Entzündungen im Scheidenbereich

    Scheidenentzündungen können immer in eine Gebärmutterentzündung umschlagen. Dies geschieht oft unmerklich, da die Gebärmutter lange geschlossen bleibt und der Eiter deshalb nicht nach außen abfließen kann. Das Desaster wird deshalb oft erst dann bemerkt wird, wenn es (fast) schon zu spät ist.... Ein Hinweis: die Hündinnen entwickeln in dieser schlimmen Situation immer einen auffallend starken Durst.

  • Minderung des Krebsrisikos

    Es gibt Hormonmittel, die eine Läufigkeit verschieben. Diese Mittel sind nicht unbedenklich zu nehmen. Sie können den Hormonhaushalt nachhaltig stören und zu Entzündungen und sogar zu Krebs führen.

    Nicht kastrierte Hündinnen entwickeln im Alter häufig Tumore, besonders an den Milchleisten. Und dann als nötige Konsequenz eine alte Hündin am Tumor operieren und als Therapie auch kastrieren zu müssen, das ist viel risikoreicher als eine junge Hündin zu kastrieren.

  • Die Frage des Zeitpunktes

    Liegt kein medizinisch zwingender Grund für eine sofortige Kastration vor, dann immer in der Mitte zwischen zwei Zyklen die Eierstöcke entfernen. Eine nicht auffällige Gebärmutter wird von einem verantwortungsvollen Arzt dagegen nicht entfernt. Es gilt das Motto: "So viel wie nötig, so wenig wie möglich." Ich selbst empfehle beim Bulldog eine Kastration nach der Pubertät, also nach der 1. Läufigkeit. So wird die Hündin ein richtiges Weibchen :-) und bleibt nicht partiell infantil. Aber diese Frage der vor- oder nachpubertären Kastration ist unter Medizinern umstritten.

Medizinische Argumente für eine Kastration des Rüden

  • Ein zu ausgeprägter Sexualtrieb

    Manche Rüden sind "oversexed", sie kommen über Stunden nicht zur Ruhe, wenn eine Hündin, die nicht einmal läufig sein muß, in der Nähe ist. Sie leiden selbst unter ihrem Getriebensein, besonders unter der damit verbundenen langandauernden Atmungs- und Kreislaufbelastung.

    Manche "oversexed" Rüden sind zudem leicht und schnell aggressiv zu anderen Rüden. In diesen Fällen rate ich immer zur Kastration. Ist der Rüde allerdings schon ein paar Jahre alt, vermindert eine Kastration aggressives Verhalten oft nicht mehr, weil es durch jahrelange "Einübung" fest im Gehirn verankert ist.

  • Lebenserwartung allgemein

    Einer Statistik nach leben kastrierte Rüden im Durchschnitt zwei Jahre länger als unkastrierte, da sie weniger anfällig gegenüber stressbedingten Herzkrankheiten sind.

  • Minderung des Krebsrisikos

    Alte Rüden entwickeln häufiger Hodenkrebs und/oder Circumanal-Tumore. Auch hier gilt: es ist risikoreicher einen alten Hund zu operieren und zu kastrieren als einen jungen Hund.

  • Starker, entzündlicher Ausfluß

    Viele Rüden leiden an starkem, gelblich-weißem, dicken Ausfluß aus dem Penis. Es handelt sich dabei um ein Sekret, dass eigentlich die Gleitfähigkeit des Penis sichern soll. Im Übermaß produziert und von entzündlichen Prozessen begleitet ist es aber sehr unangenehm. In der Regel helfen Spülungen und Antibiotika nur wenig und nur kurzfristig, da hormonelle Prozesse beteiligt sind. Nach einer Kastration verschwindet dieser Ausfluß.

  • Die Frage des Zeitpunktes

    Liegt kein medizinisch zwingender Grund für eine ganz frühe Kastration vor, dann empfehle ich diese erst nach der Pubertät, also beim Bulldog erst nach circa 7 Monaten, vorzunehmen. So wird der Rüde mental ein richtiger "Hund" und bleibt nicht partiell infantil. Aber diese Frage der vor- oder nachpubertären Kastration ist unter Medizinern umstritten.


Mittwoch, März 12, 2008

Heute berichtet Gastblogger Leo Geurtsen über die

Not-OP bei Flöckchen

Moin aus Bad Zwischenahn,
wie Ihr in meinem Beitrag vom 26. 1.2008 lesen konntet, haben wir das Flöckchen als Nothund adoptiert und lieben es sehr. Als wir im Januar am Übergabeort in Gießen ankamen eröffnete uns die Vorbesitzerin, dass Flöckchen läufig sei. Im Laufe des Gespräches sagte sie dann so nebenbei, eigentlich sei die Läufigkeit ja schon vor drei Wochen beendet gewesen. Jetzt sei sie noch mal neu gekommen, aber das habe bei Flöckchen nichts zu bedeuten....

Bei Cornelia gingen sofort die Alarmlampen an. Sie riet uns dringend, Flöckchen sofort untersuchen zu lassen, einschließlich einer Ultraschalluntersuchung der Gebärmutter. Solche Hormonstörungen seien oft in ihrer Wirkung katastrophal... Dieses sollten wir später genau so erleben...

Wie in meinem letzten Beitrag berichtet sind wir einen Tag, nachdem wir Flöckchen mitgenommen und in unser Herz geschlossen haben, zum Tierarzt gefahren, um sie untersuchen zu lassen. Auch um den Status der Läufigkeit feststellen zu lassen. Soweit sei alles OK, sagte die Tierärztin: die Läufigkeit würde noch ca. 9 Tage dauern.

Eine Woche später bemerkten wir einen leichten Ausfluss aus Flöckchens Scheide. Sie ins Auto ab zum Tierarzt. Eine leichte Entzündung war vorhanden, sollte aber mit Medikamenten behoben werden können. Durch eine Blutabnahme konnte geklärt werden, dass keine weiteren Entzündungen im Körper vorhanden und die Vitalfunktionen in Ordnung sind. Blut wurde an das Labor der Uniklinik Hannover eingeschickt, und es wurde eine Bakterienkultur angelegt, um dann zu sehen welches Medikament am besten auf den Erreger wirkt.

Uns wurde aber auch gesagt, dass es keinen Weg an einer Kastration vorbei gibt. Wir wollten aber versuchen, diese noch 6 Wochen hinauszuzögern, um eine Entfernung der Gebärmutter zu vermeiden, das heißt um nur die Eierstöcke entfernen zu müssen.

Also mit Medikamenten nach Hause. Nach ein paar Tagen war eine Verbesserung zu bemerken. Dann kam der Befund über die Blutuntersuchung und über die angelegten Bakterienkultur: das Medikament musste gewechselt werden, da die Bakterien dagegen nicht empfindlich waren. Wir bekamen ein anderes Präparat.

Dann sah alles vielversprechend aus - bis ich beim Toben mit Flöckchen und Mecki bemerkte, wie ein Faden aus Eiter aus Flöckchens Scheide lief. Man merkte, dass Flöckchen das sehr unangenehm war. Ich war sehr bestürzt und machte sofort einen Termin bei Tierarzt.

Leider konnte der Termin nicht gleich stattfinden, da die Ärztin noch operierte. Also noch zwei Stunden warten und dann noch eine dreiviertel Stunde Fahrt zum Tierarzt. In dieser Zeit veränderte sich Flöckchens Verhalten extrem: Sie trank sehr viel, in Übermaßen viel. Sie konnte auch nicht mehr Ihren Urin bei sich halten. Es lief so aus Ihr heraus. Die Arme! Selbst im Auto schaffte Sie es nicht das was bei sich zu halten.

Nach einer kurzen Untersuchung haben die Tierärztin und wir beschlossen, dass Flöckchen keine Zeit mehr bleibt und am Abend operiert werden muss. Durch das viele Trinken könnte es nun sein, dass die Nieren einen Schock bekommen, und dann könnte es passieren, dass eine Fehlfunktion zustande kommt und man nicht mehr operieren kann...

Also erst mal wieder nach Hause, und dann später am Abend um 18.30 Uhr wieder zum Tierarzt... Nach 1,5 Stunden kam der ersehnte Anruf. Alles sei gut gelaufen, wir könnten Flöckchen abholen. Die Ärztin erzählte, dass alles gut verlaufen ist - nur die eine Sache: ihre Milz ist schon leicht entzündet gewesen, was darauf deutet, dass die Entzündung länger vorhanden gewesen sein muß. ...

Die Milz brauchte nicht entfernt zu werden, sagte die Tierärztin. Die Entzündung wird jetzt mit Medikamenten behandelt und weitere Untersuchungen werden folgen. Am nächsten Morgen, nach eine fast ruhigen Nacht, erbrach Flöckchen erst mal ihr Futter vom Vortag. Aber das ist normal, da bei und kurz nach einer Narkose die Funktion des Magens aussetzt. Aber der Schock folgte. Plötzlich fing Flöckchen an mit dem Kopf an zu zittern. Angst machte sich bei uns breit und wir riefen direkt bei der Tierärztin an. Sie erklärte uns, dass der Zuckergehalt in dem Blut abgesackt sei und wir Flöckchen Traubenzucker oder warmes Wasser, in dem Honig aufgelöst ist, geben sollen. Gesagt, getan. Flöckchen nahm erst widerwillig das Wasser an. Wir benetzten unsere Finger damit, und sie leckte es ab. Dann trank sie ein wenig davon. Man merkte aber sofort, dass es ihr danach besser ging. Damit war wieder Ruhe, und es sollte auch unser letzter Schock gewesen sein.

Alles in Allem hatten wir es irgendwie geahnt, dass Flöckchen nicht ganz gesund war. Und Cornelia hatte dies voraus gesehen. Ich werde mich nicht über die Vorbesitzer auslassen - aber es ärgert einen schon, "wie sehr einige Ihre Tiere lieben"...

Flöckchen geht es erstaunlich gut. Man muss sich wundern wie schnell sie sich wieder erholt hat. Und wir merken ihr an, dass sie sich sehr wohl und gesund fühlt. Sie springt und tobt draußen herum, als wäre nie etwas gewesen! Sie ist eine sehr frohe Erscheinung, und ich glaube auch zu merken, dass sie uns danken möchte. Dies ist für ein Zeichen dafür, wie sie sich schon lange mit dieser Gebärmutter-Entzündung gequält hat.

Eines möchte ich auf diesem Weg auch mal hier los werden. Ich weiß, man geht ein Risiko ein, wenn man einen Nothund aufnimmt: manche Überraschungen können auf einen zukommen. Aber diese können auch bei einem Hund auftauchen, den man als Welpe kaufte.

Manche Menschen lehnen z.B. einen Not-Bulldog ab, wenn er schon älter ist. Das ist für mich auch nicht nachvollziehbar. Unser Mecki ist auch nicht mehr der Jüngste, (siehe Beitrag vom 17. 11. 2007), aber wir freuen uns mit jedem Tag, den wir mit ihm und den anderen Hunden erleben dürfen. Auch wenn es vielleicht nur ein paar Jahre sind. Aber die kann man genießen.

Und das Wichtigste ist, man schaut jeden Tag in ein dankbares faltiges Gesicht! Und das ist bei weitem das größte Geschenk, was man von einem Bully bekommen kann. Ich hatte es auch kaum für möglich gehalten. Aber diese Treue, Liebe, die einem der Bulldog entgegen bringt... es ist nicht zu beschreiben. Wir würden es jederzeit genauso wieder tun!


Montag, März 10, 2008

Heute erzählt Gastblogger Klaus G. Fink :

Wie alles anfing; "OTTO" ist gut ...

An besten fange ich am Anfang an. Wie schon erwähnt (siehe Beitrag vom 15. 2. 2008), hatte ich mich schon in früheren Zeiten in das Knautschgesicht eines Bulldogs verguckt und auch etwas über das Wesen dieser Kerle gelesen. Es gefiel mir, dass es keine Kommandohunde sind, einen Sturkopf haben, eher ruhig und gelassen sind, keine Kläffer etc etc ..alles Dinge die ich sympathisch finde.

Nun, da die Zeit gekommen war, wollte ich mich informieren und habe versucht, im Internet über eine Website einen Züchter in der Nähe zu finden. Ich bekam fälschlicherweise eine Antwort mit dem Inhalt, dass in Berlin eine Züchterin gerade Welpen zu verkaufen hat, und ich solle mich an diese wenden. Da war zwar nicht die Information, die ich erhofft hatte, aber man kann ja mal fragen, ob diese einen Züchter bei uns in der Nähe kennt.

Ich rief dort an und hatte sogleich ein mindestens einstündiges nettes und tolles Gespräch mit Tina (der Züchterin). Wir haben uns am Telefon gleich richtig gut verstanden, sie hat mich ausgefragt, um herauszufinden, wes Geistes Kind ich bin, ob ich wohl der Richtige für einen Bulldog sein könnte. Am Schluss teilte sie mir mit: "Ihnen würde ich jederzeit einen geben, obwohl ich sie nicht persönlich kenne, was sonst eine Voraussetzung ist." Ich fühlte mich geehrt!

Wie auch immer... es war kein Welpe mehr frei; macht ja nichts, ich wollte mich ja nur erkundigen. Leider (oder im Nachhinein Gottseidank) kannte sie keinen Züchter in der Umgebung. Nach zwei Tagen kam eine Mail, sie hätte eine Zusage zurückgenommen, jetzt sei doch noch ein kleiner Rüde zu haben. Aber wir wollten uns ja zunächst nur informieren und für das nächste Jahr erst einen anschaffen. Ich lehnte mit dieser Begründung ab.

Perfide war, dass am nächsten Tag eine Mail mit einem Foto kam... ich sollte ihn mir mal wenigstens anschauen!!! Ich öffnete die Datei und da war er nun!!!!! Eine Knutschkugel, wie ich sie zuvor noch nicht gesehen hatte. Ich druckte das Foto aus. Es lag einen Tag lang vor mir auf dem Tisch, und ich konnte meinen Blick nicht mehr davon abwenden. Ein traurig dreinblickendes Häuflein Hund mit einem Blick, als wollte er sagen: "Keiner will mich, keiner spielt mit mir!!!"

Ich sprach zwar mit meiner Frau... aber eigentlich war die Entscheidung schon gefallen... Ich griff zum Telefon: "Hallo Tina... bitte rufen sie den Kleinen ab jetzt "OTTO", wir holen ihn ab, wenn er 8 Wochen alt ist." Jaja, so schnell kann`s gehen.

Als es dann soweit war, wir waren entsetzlich nervös und gespannt auf dem Weg nach Berlin. Dort angekommen, war die Spannung kaum noch auszuhalten. wir gingen die Treppe hoch und schon kam uns Mama Else entgegen, ein Spielzeug im Maul, und begrüsste uns überschwänglich. Als wir zur Tür hineingingen (ich hatte kurz zuvor in einem Buch gelesen, dass (Bulldog)-Welpen allzu gerne mit Schnürsenkeln spielen) hingen auf der Stelle 4 Welpen an meinen Schuhen, pro Schnürsenkel einer, der Rest versuchte sich auch noch mit dranzuhängen. Es hat nicht viel gefehlt und ich wäre schon am allerersten Tag wegen eines Bulldogs auf dem Allerwertesten gelandet. (Das hat Otto später noch nachgeholt.) Ein Einstand, der nicht mehr zu toppen war.

Wir blieben mehr als doppelt so lange wie vorgesehen, weil wir uns an der Welpenschar nicht satt sehen konnten und machten die ersten Erfahrungen mit dem Wesen der Bulldogs: Mama Else, von der quirligen Meute doch sehr erschöpft, lag laut schnarchend auf dem Sofa, streckte sich gähnend und schnaufend, drehte sich um....und plumpste mit einem Rrumms auf den Boden und schlief dort einfach weiter . Wir waren heftig erschrocken, aber Tina beruhigte uns mit den Worten..." das kommt schon mal vor, ist nichts besonderes"! Aha, wieder was gelernt. Das kannte ich noch nicht.

Als es Zeit wurde zu gehen, wir hatten ja noch eine längere Reise vor uns, nahm ich Otto das erste Mal auf den Arm... das Gefühl werde ich nie vergessen! Er legte seine kleine Schnauze an mein Ohr, die Pfötchen auf die Schultern und schmiegte sich an. Tja... und da war es dann restlos um mich geschehen. Er zog in mein Herz ein und ist bis heute drin geblieben und wie es so Bulldogart ist... hat sich rumpelnd und schnaufend einen immer grösser werdenden Platz darin verschafft.

Der Rest ist schnell erzählt... Otto kam in einen Wäschekorb auf den Rücksitz neben Frauchen Heike, Mama Else wollte sogleich auf dem Beifahrersitz Platz nehmen und war nur schwer zurückzuhalten, nicht auch noch mitzufahren und zurück blieb eine traurig blickende Else und eine weinende Tina winkend am Straßenrand. Später mehr...


Samstag, März 8, 2008

Heute gute Neuigkeiten von Gastblogger Eduard Jegodka

"Spike in Paradise"

Heute steht ein Besuch bei Familie Rühl in Reiskirchen bei Frankfurt a.M. auf dem Programm. Die "Neu-Bulldogger" aus Hessen gaben Spike, dem ehemaligem Rudelgefährten von Bulldogdame Flöckchen, die jetzt im "Schatten des Papageis" bei Familie Geurtsen in Bad Zwischenahn lebt, ein neues Heim. (Siehe Beitrag vom 26. Januar 2008.)

Vor dem Anwesen der Rühl's döst eine Katze, die auf einem Fell ruht. Ich verspüre plötzlich eine tiefe Ruhe in mir, die von dem Haus der Rühl's ausgeht. Der Gastgeber öffnet die Tür und begrüßt mich freundlich. Nun fliegen Cyra, eine 5 Jahre alte (erblindende) Miniatur Bullterrier Hündin, und Spike heran. Es beginnt das Begrüßungsritual mit der Hundefraktion. Es wird wechselseitig geknuddelt und beschnüffelt. Danach zeigen mir die Hunde ihre Schlafstätte, worin sie sich dann auch postwendend zurückziehen. Die Harmonie zwischen den Beiden ist deutlich spürbar. Es herrscht eine friedliche Atmosphäre!

"Die ersten Tage hat Spike arg getrauert nach der Trennung von seinem alten Rudel, in dem er sich sicher sehr wohl gefühlt hat." führt Frau Rühl aus. Glücklicherweise arbeiten beide von ihrem Home-Office aus zu Hause und konnten sich Spike zeitlich voll und ganz widmen. Mit Liebe, viel Zuwendung, aber auch mit der Hundeerfahrung von über 25 Jahren haben die beiden Spike geholfen, sich in seinem neuen Rudel einzugewöhnen und seinen Platz zu finden.

"Es ist unglaublich, wie man in sechs Wochen einen Hund so lieb gewinnen kann. Durch das sehr ausgeprägte Bulldogwesen, vor allem aber durch die Ruhe, die von Spike ausgeht, wurde das gesamte Familien-Rudel harmonisiert. Auf der anderen Seite ist Spike bei Spaziergängen sehr agil und hält mit Cyra locker mit." sagt Herr Rühl.

Mittlerweile haben sich Cyra und Spike zu den Rühl's aufs Sofa gesellt. Cyra leckt Spike inbrünstig die Lefzen. "Da müssen wohl noch Essensreste sein." witzelt Herr Rühl.

Nach einer letzten Tasse Kaffee und einem Rundgang durch den großzügig angelegten Garten mit hundesicherer Teichanlage verabschiede ich mich. Ich fahre nach Hause mit dem guten Gefühl, dass English Bulldog Spike sein Paradies gefunden hat.


Donnerstag, März 6, 2008

Heute erfreut uns Gastbloggerin Nicole Borheier

Emma lernt Reiki (kennen)

Hallo, ich bin Emma, eine fünf Jahre alte Bulldogge. Zu meiner jetzigen Besitzerin Kathrin Gawlik kam ich, als ich ein Jahr alt war. (Siehe Beitrag vom 17. Januar 2007.)

Bei meiner ersten Besitzerin wurde ich nicht gut behandelt und habe aus dieser Zeit einige seelische Wunden zurückbehalten. Dazu gehört auch, dass ich große Angst vor lauten Geräuschen habe. Wie Kathrins Chef Uli Stein so schön sagt: "Unser Emmchen fällt schon in Ohnmacht, wenn im Nachbargarten jemand ein Buch zuklappt." (Haha, Uli. Dafür zerreiße ich dir bei Gelegenheit einen Karton! Aber er hat leider recht.)

Außerdem habe ich oft Schmerzen in der Hüfte, vor allem bei nasskaltem Wetter - und eine merkwürdige Neigung, mir beim Spazieren gehen die Augen zu verletzen. Das passiert öfter. Kathrin pflegt mich dann immer aufopfernd und das genieße ich trotz der Schmerzen sehr.

Über Uli haben sich Kathrin und Nicole kennen gelernt. Nicole wohnt in Worms, praktiziert Reiki und Pranaheilung und hat mir mit beidem schon sehr geholfen. Und da Kathrin alles tut, damit es mir gut geht, hat sie sich bei Nicole erkundigt, ob die mir nicht helfen kann.

Bei den Hüftschmerzen hat Nicole mir mit Reiki geholfen, das geht auch per Fernbehandlung ganz prima und hat gute Wirkung gezeigt. Bei meiner Angst vor lauten Geräuschen ist sie dann aber lieber mit Pranaheilung rangegangen - Silvester ist nämlich für mich der schlimmste Tag des Jahres. Kathrin fährt dann schon immer mit mir raus in die Pampa, aber man hört die Knaller doch überall und für mich ist das einfach nur schrecklich.

Silvester 2007 haben Kathrin und Nicole verabredet, dass sie mir helfen wollen. Nicole hat gegen 21.30 Uhr mit einer Prana-Fernbehandlung angefangen. Tja, was soll ich sagen? Was immer sie da gemacht hat, mir ging es prima! Ich war entspannt, die Knaller gingen mir an meinem kleinen Hundehintern vorbei und ich hab den Abend für ein gemütliches Schläfchen genutzt. Meine Angst ist viel besser geworden, aber wir werden da trotzdem noch dran arbeiten.

Leider habe ich ein paar Tage später beim Laufen im Wald mein Auge an einem Ast verletzt. Damit hab ich Kathrin ganz schön in Sorge versetzt. Mehrmals sind wir beim Tierarzt aufgetaucht und Kathrin hat mir das Auge täglich mit Antibiotikasalbe eingerieben. Uli hat sich auch ganz schöne Sorgen um mich gemacht.

Nicole hat dann davon erfahren und mir abends eine "Turbo-Notfall-Fernpranabehandlung" gemacht. Das war gut, am nächsten Morgen sagte der Arzt, ich bräuchte die Salbe nicht mehr. Ich konnte wieder gucken und das Auge war abgeschwollen.

Nicole machte dann Kathrin den Vorschlag, dass sie doch selbst Reiki lernen sollte, damit sie unabhängig ist und mich jederzeit selbst behandeln kann. Ist ja umständlich, wenn Kathrin erst mailen oder telefonieren muss. Kathrin fand die Idee prima und so nutzte Nicole ihren Urlaub in Niedersachsen, um einen Tag bei uns zu verbringen und Kathrin und mir Reiki zu beizubringen.

Wir haben jetzt den ersten Reikigrad, Kathrin und ich. Klar, ich auch, ich war ja maßgeblich beteiligt!

Zwar haben die beiden Frauen ziemlich viel zusammen besprochen und geübt, aber hinterher war ich das eigentliche Lernobjekt für Kathrin. Es geht hier ja schließlich um mich! Nicole hat ihr gezeigt, wie und wo sie mir Reiki geben kann und hat ihr erklärt, was "Chakren" sind und wie man die reinigt - keine Ahnung, was das sein soll, tut aber saugut. Irgendwann hatte ich das Gefühl, ich brumme wie ein Akku vor lauter Energie und musste erst mal in den Garten. (Schnee! Eisregen! Bäh!)

Seitdem gibt Kathrin mir jeden Tag Reiki. Es fühlt sich klasse an und ich habe viel mehr Energie. Bin immer zu Späßen bereit und kann längere Strecken laufen. So macht das Leben einfach mehr Spaß - und Kathrin freut sich an mir.

Wenn ihr euch mit Reiki helfen lassen wollt: hier ist Nicoles Homepage. Eure Emma!


Dienstag, März 4, 2008

Heute erzählt Gastbloggerin Melanie Pfersich über

Knuts Geburtstagsfeier

Nur zu gern hätte Knuti im Juni Olly´s Geburtstagsgeschenke ausgepackt (3 Bade-Enten, einen Bademantel, Badegutscheine für den Hundesalon und ein kleiner Teddy-Bär), wurde sein eigener Geburtstag im Februar 2007 doch irgendwie nicht ganz richtig gefeiert. Schwer konnte man ihm klar machen, dass jeder Hund nur einmal im Jahr Geburtstag hat und auch nur einmal im Jahr Geschenke bekommt. So mussten wir ihm fest versprechen, dass sein nächster Geburtstag, also der 19.02.2008 auch groß gefeiert wird.

Endlich war es soweit. Der große Tag für Knut war da, sein 2ter Geburtstag. Die selbstgemachten Einladungen an die Gäste wurden rechtzeitig verschickt, und so kamen
am 19.02.2008 seine Freunde Charlotte und Olly mit ihren Familien pünktlich zur Feier in Knut´s Elternhaus.

Die kleinen Gäste konnten wild im Garten und auf den Sofas toben und die großen Gäste haben kräftig auf Knut angestoßen.

Knut bekam ein neues Lederhalsband mit Cabochons und viele viele Kekse von seinen Gästen. Von seinen Eltern Claudia und Frank hat er ein neues Mäntelchen bekommen, damit seine kranken Hüften immer schön warm sind. Für die großen Gäste gab es zur Feier des Tages einen pausbackigen Kuchen, der aussah als wollte er Mundharmonika spielen - und stellte doch den liebevollen Versuch seiner Mama dar, einen Bulldog-Kuchen zu backen. Wenn man bedenkt, dass der Kuchen in nur 15 Minuten zum Bulldog werden sollte, ist er doch ganz gut gelungen.

Als am folgenden Wochenende Frieda und Kosmo mit Cornelia und Stu zu uns kamen, haben die Hunde einfach weiter gefeiert. Zwar hatte das Geburtstagskind - wegen eines übermütigen Sprungs aus dem Auto - einen Hexenschuss und konnte daher nicht mit auf die Felder, aber bei der anschließenden Kissenschlacht war Knut wieder mittendrin dabei.

Es war ein wunderschönes Wochenende für Hund und Mensch , mit schönen Spaziergängen bei herrlichem Sonnenschein, guten Gesprächen - auch zwischen Mensch und Hund, wobei Frieda Frank ihre Geheimnisse anvertraute - und kulinarischen Freuden.

Wir hoffen sehr, dass wir nicht bis zu Kunt´s drittem Geburtstag warten müssen, um dieses herrliche Zusammensein wiederholen zu können. Bis dahin verkürzen wir uns die Zeit mit den schönen Fotos, die Knut´s Opa für uns gemacht hat.


Sonntag, März 2, 2008

Heute läßt uns Gastbloggerin Isabelle Borgert schmunzeln

Herrchens Jagdschein und Valentine

Bulldogge Caligula schreibt uns wieder:

Gestern war ich, Caligula, wieder mit Herrchen und Frauchen im Wald, um für Herrchens Jagdschein zu trainieren - stellt Euch vor, ich habe meine erste Fährte verfolgt und an meiner Schleppleine schön in Richtung einer Gruppe Hirsche geschnüffelt.

Na ja, Schweiß (Jägersprache: Blut) interessiert mich als Fährte dafür gar nicht, da lege ich mich lieber rein.

Nun denn, danach habe ich mich schön ablegen lassen, damit Herrchen alles beobachten kann. Wir haben ca 30 Stück (Hirsche) gesehen. Mann, war ich erledigt, weil ich mich so aufgeregt habe - es war toll !

Zuhause hat Duggy dann meine ganze Restenergie abbekommen, Ernst-August genauso! Dafür habe ich heute mit ihnen "Gummi-Maus-Jagen" geübt. Zu meinem Kumpel Duggy habe ich gesagt, dass er sich als Balg im Hundefang auch gut machen würde, da war er kurz sauer.

Duggy hat jetzt einen Laufstall in Frauchens Tierzimmer bekommen - er klebt an mir und keiner bringt es fertig, ihn in den kalten Stall zurück zu setzen. Ich auch nicht, denn schon beim ersten Versuch heute, uns zu trennen, hat er geschriehen, wie am Spieß. Also alles wieder zurück. Mein Herrchen meinte nur schlau und besserwissend, er hätte das schon gewußt, dass Duggy ein Weichei ist und hinter mir her heult.

Anbei ein Foto von Bolle. Er ist inzwischen auch ein klasse Kumpel von mir geworden. Ich sage es ja: Wir sind unschlagbar!

Ach so, Frauchen hat es geschafft und Duggy fast stubenrein bekommen - da soll mal einer von doofen Enten reden... stimmt doch gar nicht!

Liebe Grüße von uns allen, Euer Caligula, Duggy und Ernst-August Borgert

P.S. von Frauchen Isabelle: Für die Verwandten unter Euch: Euer Schwager, Cousin und Bruder hat wirklich die Wandlung vom "fast Tierfeind" zum stolzen Herrchen gemacht. Kaum zu glauben!
Schuld an dieser ganzen Geschichte sind natürlich vor allem Rafaela und Anne, die uns Hund und Ente "angedreht" haben..... Eure Isa

Ein paar Tage später schreibt Isabelle:

An einem schönen Freitag Ende Februar traf Caligula im Wald einen echten Jagdhund, nämlich genau so einen, wie sein Frauchen früher hatte: Einen kleinen Münsterländer! Und da das ein 7 Monate altes Hundemädchen war, mußte Caligula ihr zeigen, was man im Wald so alles machen kann:
1. Bild oben: Über Holz klettern -
2. Bild hinter "Isabelle" unten: Frauchen Küsschen geben -
3. Bild links: Sich in einer Wildschweinsuhle wühlen -
4. Bild HIER: Danach eine Belohnung erwarten, weil man sich hat abrufen lassen -
5. Bild HIER: Im warmen Mantel - da Bad im See zwingend notwendig wurde - nach Hause gefahren werden! .... Soviel dazu! Euch allen ein schönes Wochenende, Isabelle

Caligula mailt wieder: Mensch Leute,

nicht nur, dass Frauchen jetzt in meiner Küche jeden Abend mit einem riesen Ball komische Rückenübungen macht, sich dazu eine Liegematte gekauft hat, die ich auch gerne hätte - nein es kommt viel schlimmer:

Herrchen und Frauchen waren in der Zoohandlung; ich mußte im Auto bleiben, damit es nicht so lange dauert... haha - von wegen.... die kamen mit "Valentine" da wieder raus... ein Notfall, der morgen als Schlangenfutter abgeholt werden sollte. Frauchens Kumpeline arbeitet doch da und hat Frauchen um Hilfe gebeten. Herrchen sauer, Frauchen fast am Heulen, riesen Aktion-Ende der Geschichte:

Valentine ist da! Putzmunter, Ernst-August begeistert von ihr - schaut mich gar nicht mehr an... toll! Egal, wieder einer mehr, der mich nervt, obwohl süß ist sie ja, die Kleine, oder? Ist ganz zutraulich, frißt schon in ihrem Stall - und: Sie hat die geliebten Schlappohren von Horsti! Na denn: Herzlich Willkommen! Ach so, die Turnmatte liegt jetzt vor meiner Hütte in der Küche - lege mich da drauf, dann wird mein Bauch nicht so kalt....
Liebe Grüße, Euer Caligula

Auch Hasenartige können mailen: "Guten Tag - heute muß ich mich mal selber vorstellen: Ich heiße Valentine und bin ein kleines Farbzwergwiddermädchen.

Seit Freitag wohne ich nun hier und habe mich schon vom ersten Tag an gut eingelebt. Vor Caligula habe ich überhaupt keine Angst, und Ernst-August fürchtet sich eher vor mir - warum, das weiß keiner so genau! Mensch, habe ich ein Glück gehabt in meinem gerade 10 Wochen altem Leben. Bin zwar noch schrecklich klein, aber irgendwie schon zu groß, als dass mich jemand kaufen möchte - außer das Herrchen der Boa Costrictor.

Aber da hatte ich Glück, denn ich war auch im Zooladen schon ein ganz liebes Häschen, so dass Frauchens Kumpeline Mitleid hatte. Auch Herrchen streichelt mich und beim Namen für mich gab es dieses mal kaum Diskussion, denn Herrchen und Frauchen waren sich sofort einig - ist ja schließlich bald Valentinstag....

Also, anbei ein Bild von meiner Spiel-und Kennenlernstunde heute morgen. Liebe Grüße, Valentinchen"

Ende Februar: wieder 2 Mails von Caligula

Meine Valentine..... endlich habe ich wieder ein Häschen ganz für mich! Jetzt bin ich nicht mehr allein, denn Valentine darf tagsüber bei mir wohnen. Ernst-August lässt uns beide ungern ins Wohnzimmer - egal, wir haben unsere eigene Kuschelecke in der Küche. Ich liebe diese Schlappohren, ganz wie bei meinem Freund Horsti früher. Und Valentinchen hat mich auch lieb. Also, meine Bulldoggenwelt ist wieder in Ordnung, sollen Herrchen und Frauchen doch arbeiten gehen - jetzt bin ich ja nicht mehr allein!

Seit gestern übrigens existiert wieder ein Schreihals in unserem Leben - ein japanisches Möwchen! Seine Mama hat es kurzerhand aus dem Nest geworfen - ganz kalt war der Kleine - die erste Nacht hat er gut überlebt - kein Wunder - alle 3 Stunden ging ja Frauchens Wecker zum Füttern. Der Kleine frißt wie ein Weltmeister und liegt schön unter seiner Rotlichtlampe.... der eine kommt, der andere geht, so scheint das im Leben wohl zu sein!
Gruß, Euer Caligula

Guten Abend,
Frauchen und ich haben heute den Schrecken unseres jungen Lebens bekommen....

Wir waren mit Kumpel Terry verabredet, laufen so los, und auf einmal haut Terry ab. Frauchens Freundin ist nicht so schnell, also hat Frauchen mich zum Suchen losgejagt und ist hinterher. Terry, der doofe Hund, hat sich nicht Mal nach uns umgesehen und ist doch glatt über die Bundesstrasse gerannt.

Frauchen hat mich vorher in Platz gerufen, was ich auch gemacht habe - und wir beide haben nur noch weggesehen. Reifen quietschten - und Gott sei Dank, es ist nichts passiert. Terry saß vor Schreck auf der Strasse und Frauchen hat ihn am Nackenfell hochgenommen und so wie er war, den Hintern vermöbelt!

Ich war natürlich der Held, weil ich so toll am Strassenrand immer noch im Platz geblieben bin (wäre ich aufgestanden, wäre ich Frauchens nächstes Opfer gewesen.... - besser ist da immer, das Frauchen nicht noch mehr zu ärgern!!).

Frauchens Freundin war den Tränen nahe, und jetzt hat sie eingesehen, dass man als Hund - ohne Kompromiß - gehorchen muß.

Gestern haben Frauchen und ich einen entlaufenen Hund wiedergefunden. Beim Spaziergang haben wir am Baum einen Zettel gelesen, auf dem "Hund entlaufen" stand.

Kurze Zeit später - mitten im Wald - sehen wir den kleinen Jack-Russel-Terrier in Begleitung unserer dorfältesten Hundedame. Die schien läufig zu sein.

Sonst rege ich mich zur Zeit über Rüden immer auf, aber diesen habe ich nicht ernst genommen. Er mich umso mehr... greift der mich an: Kurzer Nacken-Warnbiß von mir - ruhig war er. Ich mit Frauchen nach Hause gerannt, die Besitzer angerufen und ab ging es, zur Nachsuche. Die beiden haben wir an der Strasse einfangen können.

Komisch, bin ja auch ein Mann, aber einer Frau nachlaufen? Über Tage meine Hasen und Frauchen alleine lassen? Im kalten Wald? Nee, nicht mit mir! Sowas kommt nicht vor: Ich spiele lieber mit meiner Valentine; allerdings mischt Ernst-August sich öfters ein! Mittlerweile gibt es abends richtige Wettrennen durch´s Haus - bis Herrchen schreit "Ruhe"...
Nun denn: Euch allen einen schönen Abend! Euer Caligula

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, geboren 1945 in Wuppertal, hat seit 34 Jahren Englische Bulldoggen und ist Gründungsmitglied des "Verein der Freunde Englischer Bulldogs e.V.". Jetzt sollen die Bulldogs zusätzlich hier ihr eigenes deutsches Weblog bekommen. Eure Bulldog -Anekdoten, -Fotos und -Tipps für's Blog sind willkommen.


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