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Cornelias 'Bulldog Blog' ...
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Donnerstag, Juni 30, 2005
Der Bulldog spiegelt uns Menschen gut :-)Der Englische Bulldog hat ein flaches Gesicht und seine runden Augen blicken, anders als bei den meisten anderen Hunderassen, ganz gerade nach vorne. Dies macht sein Gesicht dem unseren ähnlich und fordert damit gerade zu heraus, ihn als Modell für menschliche Eigenarten - und Unarten - zu wählen. (Im 'Unarten-Bild' eine Zigarettenwerbung in Athen, von Stu aus dem fahrenden Auto heraus aufgenommen, die das Phänomen der Sucht gut deutlich macht.)Der riesige Erfolg der Zelda Wisdom Kollektion (siehe Bilder unten) beruht neben subtiler bis satirischer Kreativität auch darauf, daß das Foto-Modell eine Bulldoghündin ist.
Zum Abschluß zwei Cartoons : 'Der Hund als Mitmensch'Der Bildband 'Der Hund als Mitmensch' von Ridha H. Ridha, erschien 1989 im Verlag 'Semmel-Verlach'. Er ist nur noch antiquarisch (amazon) zu erhalten.
Im Vorwort heißt es : '... Die Zeichnungen ergreifen satirisch Partei für die
Hunde. ...'
Dienstag, Juni 28, 2005
Urlaubszeit : Reisen mit HundDie einzelnen europäischen Länder haben ziemlich unterschiedliche Spielregeln für 'Hunde als Mitreisende'.
... sind unserer Erfahrung nach die hundefreundlichsten
Reiseländer.
Deutschland, Frankreich, Österreich, Schweiz und Italien
(Bild: im Winter 1984 mit Alma vor dem Vesuv in
Pompeii) sind unserer Erfahrung nach
die hundefreundlichsten Reiseländer. In diesen Ländern wurden wir NIE in einem Hotel
oder Gasthof wegen unseres Bulldogs abgewiesen, allerdings wird in aller Regel eine
Übernachtungsgebühr (zwischen 5 Euro und 20 Euro) berechnet. Und auch in die Restaurants
konnten wir unseren Hund dort immer mit hineinnehmen. In Frankreich erlebten wir sogar
gelegentlich, daß Gäste z.B. ihren kleinen Mops während des Essens auf dem Schoß hielten
und mitfütterten. Niemand nahm daran Anstoß!
Blutuntersuchung auf Tollwut-Immunität ...
Seit ein paar Jahren ist es endlich möglich Britannien, Irland, Schweden, Norwegen und Finnland
mit Hund zu bereisen. Eine Blutuntersuchung auf Tollwut-Immunität ist vorher nötig. Die
Konsulate der einzelnen Länder geben auf telefonische- oder email-Anfrage ausführliche
Informationen und schicken alle Formulare zu, die der Amtsarzt dann noch
unterschreiben muß. Die
Hunde-Einreise nach Britannien ist kostenlos, die skandinavischen Länder verlangen aber
eine Einfuhrgebühr.
... gibt es nicht einmal mehr Hundeflöhe.
Es lohnt sich ganz unbedingt diese bürokratische Hürde zu nehmen,
denn für einen Hundeurlaub sind diese Länder einfach ideal. Das Klima ist angenehm auch für
uns Menschen, weil richtig heißes Wetter selten ist. Das Meer, irgendein See, Waldbäche
oder Wasserfälle zum Trinken oder Abkühlen - für Mensch UND Hund - sind immer
in der Nähe; und es gibt dort keine
Zecken. Ab Mittelschweden gibt es nicht einmal mehr Hundeflöhe : die überleben
die Winter dort nämlich nicht.
... steht mitten in diesem großen Sandkasten
ein Baumstamm zu Beinchenheben.
Nach England ist die CAT-Fähre Calais - Dover am angenehmsten für den Hund, da
diese Überfahrt nur 45 Minuten dauert, und der Hund in dieser Zeit im Auto bleiben muß.
Nach Skandinavien empfehlen wir die Nacht-Fähre Travemünde - Trelleborg.
Der Hund darf für circa 30 Euro mit in die Kabine! (Der Steward fragte uns gleich,
wie Wilma sich denn fühle, und ob sie zufrieden sei. Unseren Namen wußte er dagegen
nicht! :-) Es gibt auf dieser Fähre ein Hundedeck : ein Sandkasten zum Pipimachen. Und damit das auch bei Rüden klappt, steht mitten in diesem großen Sandkasten
ein halber Baumstamm zum Beinchenheben... Die Menschen in Britannien und in Skandinavien sind alle sehr hundelieb. Wilma war immer ein umschwärmter Star dort - sie genoß es sehr - wie Ihr Euch vorstellen könnt :-). Überhaupt, je weiter man nach Norden kommt, um so mehr ist der Hund geliebtes bis unverzichtbar dazu gehörendes Familienmitglied! Meistens sind es sogar mehrere Hunde pro Familie. (Je weiter man dagegen nach Süden kommt, um so mehr erscheint mir der Hund für die Leute dort nur lästiges 'Ungeziefer' zu sein :-((( Man denke nur an die verelendeten Straßenhunde z.B. in Griechenland und auf den Balearen.) Zum Abschluß heute Trauriges ...Über unsere erste Reise (2000) nach Britannien - nach dem Fall der Quarantäne für Hunde - steht ein ausführlicher Bericht auf unserer Homepage Homepage : Reisen. Ich gehe in diesem Bericht ausführlich auf die Einreisebestimmungen ein. Im letzten Teil beschreibe ich den Niedergang des Englischen Bulldogs in seinem Herkunftsland, so wie wir ihn dort wahrnehmen mußten. Es ist zu Weinen : auf unserer inzwischen 4. Reise mit Wilma nach Britannien, Sommer 2004, da gab es den Englischen Bulldog dort im Bewußtsein des 'Mannes auf der Straße' nur noch als Vergangenheit. Ich werde bei Gelegenheit mehr darüber erzählen.... und Tröstendes
Das EnglishBulldog-Land heutzutage sind die USA. Unsere Rasse ist dort sehr sehr beliebt, allein
in Kalifornien leben über 6000 Bulldogs. Und es gibt dort immer noch viele vitale,
vor Kraft und Bewegungsfreude strotzende Bulldogs, so wie der berühmte skatebordfahrende
Tyson. Hier ein kleiner, faszinierender Zeitlupenfilm seiner Kunst (nur zum Herunterladen). Übrigens lehrte niemand Tyson Skateboardfahren. Er schaute es den Kindern ab!!! Zum Abschluß heute eine kleine, zufällige Übersicht von US-Welpen, viele davon 'mit Nase', so wie Tyson sie hat. Samstag, Juni 25, 2005
Der Bulldog und die PolitikDer Bulldog ist oft von Karikaturisten als Symbol für politische Ereignisse und Absichten gewählt worden. Im Augenblick ist die Politik spannend. Ich nehme dies zum Anlass heute eine kleine Auswahl, angefangen von 1910, solcher Karikaturen vorzustellen. Der Bulldog ist dabei das Sinnbild von Kraft und das Sinnbild von Mut, aber auch von Unnachgiebigkeit und Gefahr.
Heute nur am Rande bemerkt:Die Symbolik des Bulldogs - unter seinem Kraftaspekt - finden wir auch in der Werbung weit verbreitet :Typische Branchen dabei sind : reale und virtuelle Sicherungssysteme, Bulldozer, Traktoren, Motorräder, Flugzeuge und sogar Rennautos - und speziell in GB (wachsende) Wirtschaftskraft. Schlamm, Dreck, Sand und Erde - alles einfach toll !Kontrastprogramm zur häufigen '(Schlamm)-Schlacht' in der Politik : Unser Bulldog und seine so harmlosen Schlammvergnügen :-)
'Das Matschfüßefoto ist in Dangast entstanden. Da fahre ich immer mit meinen
Jungs hin, wenn ich Heimweh nach dem Meer habe. Wir haben Möwenjagen im Watt
gespielt.
BigJim bevorzugt nun mal das Meer (geht mir genau so) als
RIESEN - Plantschbecken :-)
Links
ein Bild von Gismo´s Nachfolgerin, (der bis auf die Ohren) schneeweißen
Emma-Bella-Lola.
Meine Schulfreundin Bianka, als sie Ziska kennenlernte: 'Die sieht so aus, wie ich mich fühle!'
Ein Junge rief hinter Wilma
her : 'Die sieht ja aus wie ein Schwein!' Treffen sich zwei Bulldoggen, meint der eine: "Hallo, ich bin vom alten Adel, mein Name ist Alfons vom Burghof. Bist du auch adelig?" Darauf sagt die andere Bulldogge: "Ich glaube schon. Ich heiße nämlich Runter vom Sofa!"
Donnerstag, Juni 23, 2005
Der erste Bulldog kommt ins HausDie meisten Bulldogger kauften ihren ersten Englischen Bulldog bei einem Züchter; oder, leider, im Hundehandel. Leider deshalb, weil die dort niedrigeren Kaufpreise in erster Linie durch die rücksichtslose Ausbeutung der Muttertiere möglich sind. Aber es gibt auch ganz andere Erstbegegnungen mit unserem Englischen Bulldog.
September 1996, Tag der offenen Tür im Tierheim. Eigentlich sollten unsere Töchter dieses Jahr dem Tierheim keinen Besuch abstatten, denn unsere Kapazitäten in punkto 'Tieraufnahme' war erschöpft. Wir hatten einfach schon zu viele. Diesmal waren unsere Töchter gnädig, erst einmal wurde einen Englischen Bulldog 'nur' die Patenschaft übernommen. Diese gestaltete sich dann so, dass jeden Abend besagter Hund besucht und zum Spaziergang abgeholt wurde. Dann aber hatten unsere Töchter 'Rambo' so ins Herz geschlossen, dass es ihnen immer schwerer fiel ihn nach dem 'Gassi gehen' zurückzubringen. Da Rambo als schwierig galt, unter anderem rüdenunverträglich war, zudem auch keine Katzen mochte, schien es uns unmöglich, ihn bei uns aufzunehmen. Es war ohnehin ein Zeitpunkt, an dem wir eigentlich keinen Zweithund hätten gebrauchen können - denn wir hatten kurze Zeit vorher aus einem anderen Tierheim einen absoluten Problemhund bekommen (Rottweiler/Labradormischling), der all unsere Liebe und Freizeit beanspruchte. Mit diesem Hund besuchten wir die Hundeschule von Frau Dr. Blaschke-Berthold, die besonders auf dem Gebiet 'Problemhund' sehr erfahren ist.
Gismo hat bei uns die schönsten fünf Jahre seines Lebens verbracht,
egal, was er auch anstellte, ...
Während eines Spaziergangs sah Frau Dr. Blaschke-Berthold sich Rambo an und entschied,
dass das Zusammenleben
mit unserem 'Problem-Rüden' gut gehen würde. (Wie wahr!)
Wir konnten nicht anders handeln und nahmen ihn in unserer Familie auf.
Unsere Herzen hatte er ohnehin schon mit seinem Charme im Sturm erobert.
Da wir uns nicht mit seinem Namen Rambo anfreunden konnten, tauften wir
ihn um in 'Gismo'.
Wir wissen nicht wie alt Gismo war, als er zu uns kam.
Jedenfalls hat er bei uns die schönsten fünf Jahre seines Lebens verbracht, egal,
was er auch anstellte, man konnte ihm nie wirklich böse sein.
So unerwartet wie Gismo in unser aller Leben trat, so unerwartet ist er
von uns gegangen. Er hatte zuletzt zwar eine schwere Herzkrankheit, aber trotzdem
war sein Tod ein Schock.
Nach seinem morgendlichen Frühstück legte er sich neben seinen Hundefreund
aufs Sofa und schlief friedlich ein.
So erinnern wir uns, als er noch gelenkig war, wie Gismo morgens auf den Küchentisch stieg und dort die Morgensonne genoss, und am Nachmittag ließ er sich die Sonne auf dem Esszimmertisch aufs Fell scheinen. Für Gismo war es eine Selbstverständlichkeit dort zu liegen, und irgendwann war es das für uns auch!
Gismo legte sich zum Ruhen überall hin, wo es ihm gerade in den Sinn kam.
Wir fanden ihn zuweilen laut schnarchend unter dem Solarium, im frisch
bezogenen Bett, auf einer Stuhlreihe,
im Garten auf Herbstlaub, auf der Sonnenliege oder
inmitten blühender Blumenbeete. ......
Jutta Nolte : FORTSETZUNG FOLGT Wilma Queen - 'in between' :-))*** 'Floral Garden Quality Wilma Queen' wollte immer im Bett in der Mitte zwischen uns liegen - daher gaben wir ihr den Spitznamen 'in between'. Heute wäre sie 11 Jahre alt geworden. 'Liebe ist unsterblich', das ist (und war) ihre uns verzaubernde Botschaft. ***
Humor
... und Spielzeug ;-)
Dienstag, Juni 21, 2005
Fliegende BulldoggenStu schrieb im Samstag-Blog kurz über unsere vielen Jahre des Fliegens mit unserem Bulldog. Das animierte mich eine Flieger-Geschichte herauszukramen, die ich 1989 schrieb; Alma war damals gerade 8 Jahre alt geworden. Während ich diese Geschichte jetzt wieder lese, da erinnere ich mich fast schmerzhaft deutlich daran, von welch wunderbar starker und leidenschaftlicher Natur Alma Joy gewesen war.Stu sagte einmal von ihr : 'Wenn Alma ein Adler wäre, dann würde sie uns in ihre Krallen packen uns die Schönheiten der Erde zeigen.'
Alma's Urlaub in Zell am SeeAm Flugplatz heult und tobt sie vor Freude gleich los.
Reisefieber - Alma sitzt hechelnd mit geschwollenem Hals neben dem Pilotenkoffer. Sie verläßt
den Koffer nicht mal zum schnellen Frühstück - ohne Alma könnte die Reise losgehen, aber nie
ohne diesen Koffer, schließlich hat sie Erfahrung !
Am Flugplatz heult und tobt sie vor Freude gleich los. Stu zieht de 'Foxi' ( das Flugzeug D-EHFS, im Funk
genannt 'Fox Sierra') aus dem Hangar, Alma jagt um ihn herum, vor Leidenschaft und
Abenteuerlust beißt sie ihn in die Füße, jetzt schreit Stu und ich lache schallend -
eine laute Familie!
Noch aufregender als ein Start ist für Alma eine Landung.
Alma gibt sofort Ruhe, sobald sie auf der hinteren Sitzbank liegt. Sind wir in der Luft,
schläft sie friedlich, auch die gut drei Stunden bis Zell am See, wohin es diesmal geht.
Noch aufregender als ein Start ist für Alma eine Landung. Abenteuer, los, raus, anfangen!
Sie steht dann auf der Hinterbank, Füße auf meiner Schulter, Kopf an die Scheibe gedrückt
und bellt mit so schrecklichen Obertönen, daß es in den Ohren weh tut. In Zell hatte kein
anderes Flugzeug den Motor an, also lassen wir sie als Erste rausstürmen. Der
österreichische Zollbeamte ist so beeindruckt von Almas wütender Energie, er vergißt nach
unseren Papieren zu fragen, nur über Alma will er viel wissen, ob sie geimpft ist, fragt er
vor lauter allgemeinem Interesse auch nicht.
Mit der Arietbahn fahren wir in die Höhe, auf circa 1150 Meter. Abwärts ist es leichter für uns Flachlandtiroler, denken wir. Wir haben Sandalen an, und es wird steil. Stu kapiert bald : das verspricht Blasen am Fuß, aber es ist zu steinig um barfuß abzusteigen. Ich habe wenigstens Gesundheitssandalen an, mein Glück. Stu blickt neidisch auf unsere begeistert wandernde Alma : 'die hat Vierbeinantrieb'. Vor uns läuft schon eine Zeitlang ein Mann mit einem merkwürdig großen Rucksack. Er murmelt in Berlinerisch etwas wie: 'Endlich was steiler als der Teufelsberg.' ?. Am ersten freien Skihang macht er seinen Rucksack auf und entfaltet einen großen roten Gleitschirm. Dann 20 Schritte hangabwärts rennen, und der Mann fliegt. Er peilt den Parkplatz in der Talstation an. Im Laufe unseres so mühevollen Abstiegs überholt er uns 7mal.
Wir stellen fest, in Zell am See gibt es jeden Tag pünktlich um 4 Uhr nachmittags ein Gewitter. Danach ist die Luft frisch
gewaschen, weite Sichten. Ein Alpenflug : wir steigen auf Flugfläche 100 (3100 Meter).
Sachte Kurven, der Foxi geht langsam die Puste aus, sehr viel höher kann sie nicht, denn
dazu gibt es in dieser Höhe zu wenig Sauerstoff für ihren Motor. Wir fliegen um den
Kitzhornstein, am Gletscher vorbei, wir bleiben immer nah an den Felswänden, um
den Aufwind zu nutzen. Die Gipfel sind zackig und scharf wie Messerkanten. Wir
sind glücklich,
soviel Schönheit und Frieden.
... mir wird es mulmig, Stu
ist sehr konzentriert und Alma voller Gott- und Stuvertrauen...
Einige Tage später fliegen wir knapp 3 Stunden vor dem '4-Uhr-Standard-Gewitter' los,
durch die Täler nach
Osten. Die 'CB´s' (cumulus nimbus = Gewitterwolke) stehen zwischen den Bergen südlich, wir
verlassen uns auf die '4-Uhr-Regel'. Ein unerklärbarer fliegerischer Instinkt zwingt Stu nach 20 Minuten einen Vollkreis zu drehen, um sich das Wetter hinter uns anzusehen. Die CB´s stehen schon fast im Tal, der Höhenwind ist offenbar wesentlich stärker als sonst. Jetzt aber schnell, der nächste Platz ist Zell, unser Startplatz, mir wird es mulmig, Stu ist sehr konzentriert, und Alma voller Gott- und Stuvertrauen. Zell antwortet uns, noch 6 km Sicht, aber der Wind hat gedreht, die erste CB wird in kurzer Zeit den Platz erreicht haben. Eine Landung ist dann nicht mehr möglich, so gut wie keine Sicht. In dem Fall müßten wir uns nach Salzburg Richtung Norden durch ein Seitental durchschlagen. Die CB ist inzwischen direkt vor uns, aber noch hinter dem Platz - die gute Foxi ist schneller als das Unwetter. Wir landen in dem Moment, als der Sturzregen beginnt, zurren die Foxi fest und rennen ins Hotel. Alma schaut uns empört an, ihr kostbares Plüschfell wird nass! Wasser ... entwurzelter Wald, überschwemmte
Straßen und Häuser fast ganz im Schlamm begraben... ist nur schön, wenn es von
unten kommt, aber keinesfalls von
oben. Wie können wir das nur vergessen, sagt ihr Blick.
Sie zeigt uns, daß sie uns heute für
Versager hält : der Ausflug endete unbefriedigend, nämlich nass! Wir sind anderer Meinung, besonders als wir am nächsten Tag in allen Zeitungen lesen können: 'Das Jahrhundertunwetter im Ponzgau' - mit schrecklichen Fotos von entwurzeltem Wald, von überschwemmten Straßen und von Häusern fast ganz im Schlamm begraben. ... Rückflug, Alma bejubelt die Hangarhalle zu Hause, hilft Stu durch Füßebeißen die Foxi herein zu schieben, ... bebellt den Amselweg, ihre Heimatstraße : 'ich bin wieder da, bloß aufpassen, wer hier vorbei will - ich könnte mich für Blutzoll entscheiden...'
Eine Episode :-) mit Wilma bei der Einreise nach Schweden
Zurück von den Büros zu unserem Abflug-Gate lief neben uns eine deutsche Reisegruppe den gleichen Weg zu ihrem Flugzeug. Eine echte 'Dickmadame' sprach uns empört an : 'Hat der Hund etwa einen eigenen Sitz?' Stu sehr gelassen :'Dieser Hund hat ein eigenes Flugzeug !' Zum Abschluß heute wieder Bulldogkunst
Engländer BigJim scheint mir hier ein wenig nachdenklich zu sein.
Vom Treffen her kenne ich ihn als lebenslustigen Draufgänger; naja, dann ist es wohl seine
verborgene Seite, über die Welt und die Menschen sich so seine eigenen :-)
Gedanken zu machen. ... Die beiden wurden nach einer schönen Foto-Vorlage gemalt von der Firma apelt-design.
Samstag, Juni 18, 2005
Fliegende Hunde
Zu unseren Hobbies gehören Bulldoggen und die Fliegerei; ich
war ¼ Jahrhundert lang Fluglehrer.
Über 25 Jahre lang hatten wir ein Kleinflugzeug, und unsere
Bulldoggen sind immer mitgeflogen.
Schön brav haben sie auf dem Hintersitz geschlafen und sind in dem
Moment wachgeworden, als ich das Gas rausnahm, um eine Landung
einzuleiten :-)
Manchmal sind wir mit Freunden
in Formation geflogen,
und dann ist unsere
Alma
hellwach gewesen und hat vom Hintersitz aus das andere Flugzeug
(in ihrem Luftraum!) stets
im Auge behalten (sie ist gerade noch in dieser
Ausschnittvergrößerung
des obigen Formationsfotos zu sehen).
Immer grossen Spaß auf dem leeren Strand neben dem Flugplatz hatte Wilma auf der Insel Juist. Sie genoß das Fliegen sehr und sie bellte immer bei Landungen, damit sie schneller an den Strand käme. Sie ärgerte sich über andere Flugzeuge (fliegende *rschl*ch*r!) in 'ihrem' Luftraum aber nur in berechtigten Ausnahmefällen ;-)
Tiefflugangriffe auf
Feuerhydranten :-)
Nun, neulich habe ich jemanden anders im
Internet entdeckt, der die beiden
Hobbies, Fliegerei und Bulldoggen, kombiniert.
Jim Leroy
ist professioneller Kunstflugpilot, der seine
Firma Bulldog Airshows nennt!
Jim's Bulldogge heisst
Opus (Werk). Opus muß aber während
Jim's Vorstellungen am Boden bleiben, und wird stets angeleint, weil
er die Gewohnheit hat, Tiefflugangriffe auf
Feuerhydranten zu fliegen ;-) Ist der Flugplatz matschig
genug, gibt auch Opus Autogramme ;-)Klickt man auf Jim's Webseite 'Bulldog Airshows' auf Multimedia, gibt es viele aufregende Kunstflug-Kurzfilme in Mpeg und Avi Format zum Herunterladen. Der Tiefflugangriff :-) ist über 'Opus the dog' anzuklicken. Viel Spaß beim Zuschauen!
Mittwoch, Juni 15, 2005
Vor 60 Jahren KriegsendeIch erwähnte im letzten Blog-Eintrag Otti Heermann. Sie schrieb wundervolle Geschichten über ihre Bulldoggen. Hier nun ein Ereignis, das direkt nach Kriegsende geschah :
Otti Heermann erzähltEifersüchtig war er wie ein Othello. Wollte mir jemand die Hand geben, so war er zur Stelle, um es zu verbieten. Niemand durfte mir in meinen Mantel helfen, in allem sah er Gefahren für mich. In der Gastwirtschaft mußte ich dem Kellner meinen Teller reichen, kein Kellner durfte ihn mir fortnehmen. Manchmal war es unangenehm, und ich hätte gerne gewünscht, er wäre friedlicher gewesen. Es war unmöglich Blackman zu verändern, und bis zu seinem Tod blieb er scharf und temperamentvoll. Er war einer meiner allertreuesten Bulldogs, und das will bei unserer Rasse etwas heißen.Ex war dagegen anders. Wieviel Angst habe ich ausgestanden, wenn wir Vollalarm hatten und Ex in aller Ruhe die Treppe zum Keller ging, das konnte man nur für einen Zeitlupenfilm verwenden. Kein Anfeuern half, er blickte mich höchstens an, als ob ich leicht verblödet wäre, meine Erregung war ihm unverständlich. Aus dem auf der Treppe stehenden Wasser-Reservoir goss ich Wasser hinter ihm her, aber auch das lief an ihm ab, ohne irgendwelche Veränderungen in seiner Gangart hervorzurufen. Eiche, seine Schwester, war etwas verständiger, jedenfalls war sie längst im Keller, bevor Ex erschien. Wieviel Angst habe ich ausgestanden, wenn wir Vollalarm hatten und Ex in aller Ruhe die Treppe zum Keller ging, Aus allen Angriffen habe ich meine Hunde retten können, aus dem brennenden Haus in der Kaiserstraße holte ich sie heraus, schloss sie ein in ihre Reisekisten, welche eigentlich nur zum Besuch der Hundeausstellungen angeschafft waren. Eine ganz böse Nacht lang standen meine Hunde in ihren Kisten auf der Straße. Immer waren sie geduldig und folgsam, immer fügten sie sich in Unabänderliches, was ich auch von meinem temperamentvollen Blackman sagen konnte. Dann bekamen wir Notquartiere in einer kleinen Villa in der Schlossreichstraße. Alle drei Bulldogs fügten sich, nahmen auch zeitweise mit dem Aufenthalt in der Waschküche des Hauses vorlieb. Bei Regenwetter konnten sie nicht im Garten sein, und die zwei uns zugewiesenen Wohnräume waren teilweise Schlaf- und Büroraum. Die Küche wurde von anderen ausgebombten Familien mitbenutzt. Ich mußte auch alles verhüten, Mitbewohner zu verärgern. Wenn man Hunde hat, muß man immer den untersten Weg gehen. Der Krieg war zu Ende, die Sieger zogen ein. Es mußte wohl bekannt geworden sein, daß ich Englische Bulldogs hatte - auch bei den Herren der Besatzung. Schon wenige Tage nach dem Einzug der Besatzung kam in der Frühe ein deutscher Offizier a.D. zu mir. Es war Herr von Beesten. Sehr offiziell teilte er mir mit, daß einige Herren von der Besatzung meine Englischen Bulldogs zu sehen wünschten. Er ermahnte mich, absolut zu gehorchen, meine Hunde vorzuführen, deren Papiere zu zeigen alles weitere würden die Herren dann entscheiden. Er selbst habe die Rolle des Dolmetschers übernommen.
... durch die furchtbaren Angriffe
hatte ich sie gerettet, manche Nacht sie heimlich im Keller des
Finanzamtes untergebracht, immer gezittert ...
Ich war wie gelähmt vor Schreck - denn sah das nicht aus wie eine
Enteignung, sollte ich jetzt noch meine geliebten Bulldogs verlieren?
Durch die Nationalsozialisten war mir nichts weiter geschehen, trotz
allem Hass auf meine Auslandsrasse. Durch die furchtbaren Angriffe
hatte ich sie gerettet, manche Nacht sie heimlich im Keller des
Finanzamtes untergebracht, immer gezittert, daß man sie mir auf
die Straße setzen würde, allem preisgegeben, sie dann wieder im
eigenen Keller untergebracht, der starke Mauerrisse bekommen hatte
und für Menschen untauglich als Luftschutzkeller erklärt worden war
- immer wieder gerettet, und was kam nun?Sicher war es für mich, jetzt mußten meine Bulldogs sich selber retten, jetzt mußten sie voller Wut gegen jeden fremden Menschen vorgehen, der ihnen Halsband und Leine anlegen wollte, um sie fortzuführen. Blackman unbesehen ja, der war zu Fremden wie ein reißender Löwe, da brauchte ich nur ein leises , 'Pass auf' zu flüstern, dann war alles gemacht, aber der phlegmatische Ex, der in aller Seelenruhe angelatscht kam und möglicherweise noch seine breite Patschpfote fremden Menschen hinhielt, Eiche war vielleicht nicht ganz so freundlich, aber sie war keine Kampfhatur. Ich wußte es, wenn man mir jetzt noch meine Hunde nehmen würde, die ich so unsagbar liebte, auf eine solche Art nehmen würde, das hätte ich nicht überstehen können, war ich doch durch das viele Erleiden in der Kriegs- und Bombenzeit gesundheitlich vollkommen erledigt. ... jetzt mußten meine Bulldogs sich selber
retten, jetzt mußten sie voller Wut gegen jeden fremden Menschen
vorgehen, der ihnen Halsband und Leine anlegen wollte ...
Der Tag ging zu Ende, nichts geschah, also wohl am anderen Morgen?
Die halbe Nacht probte ich mit meinen Hunden in der Waschküche: 'Gut
aufpassen, fass an, jeden fasse, der kommt, Black, Ex, Eiche,
fasst, fassen, passt auf..!' Alle meine Kommandos waren unter
Tränen hervorgebracht, da saß ich bei meinen Hunden auf dem
Steinboden in der Waschküche, ein Bild des Jammers. Meine Hunde
hörten gut zu, Blackman wollte gleich los, seine rotunterlaufenen
Augen zeigten mir schon seine ganze Wut. Ex und Eiche waren
aufmerksam, sahen auch umher, fanden aber nichts Aufregendes,
rollten sich wieder zusammen zum üblichen Schnarchkonzert.
Das wußte ich bestimmt, Black war richtig, der hatte mich
verstanden! Aber Ex und Eiche, die waren für mich verloren!
Der andere Morgen kam und mit ihm Herr von Beesten und drei amerikanische Offiziere. Gefasst ging ich ihnen entgegen. Ja, Englische Bulldogs vorführen mit ihren Papieren - ich hatte die Ahnentafeln alle gerettet, gehütet wie meine eigenen Papiere. Ich holte Blackman, 'flüsterte' nochmal, weinte ihm in seine Ohren - und Black, vorsichtigerweise von mir angeleint, tobte wie ein Irrsinniger los, auf die Herren zu- Ich schrie: 'gehen Sie alle weg, ich kann den Hund nicht halten, er zerreißt Sie alle.' Black wirbelte mich nur so herum, tapfer hielt ich seinen Riemen. Die Schaumflocken seines Maules flogen umher, die Herren liefen zur Gartenpforte und machten sie von außen zu, riefen mir übers Gitter zu, ob der Hund immer so wäre, ob er sich nicht beruhigen ließe? Ich verneinte, sagte, daß nur ich mit ihm fertig würde, daß er ein schwerer Angreifer sei. Weiter sagte ich: 'Wenn Sie ihn anfassen wollen, müssen Sie ihn erst totschießen'. Man befahl mir, den Hund wegzubringen, die Türe zu ihm zu verschließen und die anderen Bulldogs zu holen! Schnell drückte ich Black an mich, vor Dankbarkeit, er hatte sich gerettet, er blieb bei mir, mein tapferer Black ... ! Und als ich in die Waschküche kam, traute ich meinen Augen nicht, da saßen Ex und Eiche wie zwei Wahnsinnige, brüllten vor Wut, waren nicht zu halten - was war denn das - die Veränderung durch das Wutgeschrei meines Black, wollten sie nun genau so tapfer sein, mir und sich helfen? Schnell leinte ich sie an und heraus mit ihnen, bevor die Zorneslust verrauschen würde. Friedlich standen die Herren wieder im Garten, aber als ich mit den beiden Wütenden kam, da liefen sie schnell wieder zum Gartentor hinaus und hielten den Griff von außen fest. Der eine Offizier meinte zu mir hingewendet: 'Haben Sie gemacht Pepper unter die Schwanzen wie bei Pferde?' Ich verneinte und sagte nur, daß meine Hunde immer so wären! (Frechheit hilf mir!) Die Herren wollten nicht mehr bleiben, ich hörte nur ihre abfälligen Worte. 'Nix got, slechte, falschen Dogs, nix got...' Die Herren gingen und mir zitterten die Hände und Beine, wir stolperten zur Waschküche, Ex und Eiche gingen rückwärts, immer die Augen noch zum Gartentor, ob nicht doch noch eine Gefahr vorhanden .....
... ich hätte sie alle drei
totdrücken können vor Glück, alles war gut, ...
Ja, also das waren Bulldogs, in der Not doch keine Phlegmatiker,
sie hatten mich und Black verstanden, ich hätte sie alle drei
totdrücken können vor Glück, alles war gut, da saß ich wieder
auf dem Steinboden mit meinen Bulldogs, gelacht und geweint habe
ich. Liebe gute Bulldogs, konnte ich denn jemals zweifeln an eurem
Verstand, an eurer Treue, wie habe ich euch Unrecht getan!
Bleiben wir beim Thema Militärs ...:-)
Alma siegt !Stu und Alma spazieren am frühen Abend am Waldrand entlang. Da wir Dezember haben, ist es stockdunkel. Stu hat für alle Fälle eine Taschenlampe dabei. Alma läuft vorweg, schnüffelt plötzlich intensiv an einem Gestrüpp, beginnt tiefdröhnend zu grollen und ins Gelände zu drohen. Stu denkt, da ist vielleicht ein Dachs drin; die Jäger in der Dorfkneipe sprachen neulich von mehreren Dachsfamilien, die es hier wieder gäbe. Leise Sorge. Alma ist circa 50 Meter voraus.
Plötzlich erscheinen Almas breites Gebiss und ihre drohenden Augen
voll erleuchtet im Schein mehrerer starker Taschenlampen. Ihr Grollen
wird wild : 6 Männer in Uniform springen vor ihr hoch und rennen in
alle Himmelsrichtungen kopflos vor ihr weg. Alma läuft hochzufrieden
mit fliegenden Ohren zu Stu zurück. Sie hat ein Nest von Soldaten
aufgestöbert !
Stu sieht jetzt im Schein seiner eigenen Taschenlampe belgische
Militärwagen am Rande der Lichtung stehen.
Samstag, Juni 11, 2005
Noch einmal Vorkriegs-Bulldoggen
Nach der Wende 1989 lernte ich die Hobbyzüchterin Martina Schubert
aus Schlettau im Erzgebirge kennen. (In der DDR gab es einige wenige
English Bulldogs
: gezüchtet mit staatlich importierten Hunden. Im Bild 'Kari von
Yokeheighwood')
Martina wiederum wußte von einem 89jährigen Herrn aus Thüringen,
Hans Drechsel, der vor dem Krieg schon Englische Bulldogs gezüchtet
hatte. Martina und ich schrieben Herrn Drechsel an und besuchten in Anfang 1991 in Krölpa. Er starb im Oktober 1991; ich war froh die Gelegenheit gehabt zu haben, ihn über den Englischen Bulldog in den Vorkriegszeiten erzählen zu hören. Auf einem kleinen Diktiergerät nahm ich damals einige seiner Geschichten auf. Beim Aufräumen fand ich heute diese alte Diktierkassette wieder. Der Ton ist ziemlich schlecht, aber das meiste noch verstehbar. Hans Drechsel wurde 1902 in Thüringen
geboren. Er liebte den
Bulldog
schon als Kind und züchtete ihn auch später.
In dem 30er Jahren lernte er die berühmte Züchterin
Otti Heermann auf Ausstellungen kennen und schätzen. In diesem
Zusammenhang nur am Rande : Otti Heermann
baute nach dem Krieg mit ihren wenigen Bulldogs, die sie in ihrem
Kasseler Zuhause unter riesigen Schwierigkeiten über die Kriegsjahre
versteckt am Leben erhalten hatte, die
Bulldogzucht in Deutschland
und den Bulldog-Zuchtverein CEB wieder auf.
"Bulldoggen kenne ich seit meiner Schulzeit. Ich war 10 Jahre alt, da hatte der Pferdeschlächter aus Plauen eine Bulldogge. Ich durfte sie ausgeführen, und seitdem bin ich närrisch auf die Bulldoggen.... und 1917 war da ein verückter Kerl, der auch Rennfahrer war, der hatte eine Bulldogge.....
1929 kaufte ich meinen ersten Bulldog, 'Afra von der Alle'
(jedenfalls klingt der Name auf dem Band so). Ich hatte
annonciert, und sie wurde mir angeboten. In einem scheußlichen
Zustand. Aber artgerecht gebaut. ...
'Und gleich im Bordell hat der Bulldogrüde meine
Bulldoghündin gedeckt.'
Ich wurde eine Treppe hochgeführt, eine wunderschöne Dame kam,
und gleich kam der Hund mit. Die Bordellmutter war die Besitzerin
des Bulldogs. Und gleich im Bordell hat der Bulldogrüde meine
Bulldoghündin gedeckt. Ein solcher kleiner Bulle war das, ich hatte
richtig Angst um meine 'Afra', sie war so schmal.
Dann habe ich mich bei der Polizei bedankt.
Das hat einen schönen Wurf gegeben. Da hatte ich 4 Stück. Ich hab annonciert. Aber niemand wollte einen Welpen. Dann hab ich sie an einen Händler verkauft, das Stück für 50 Mark. Zum zweiten Decken fuhr ich nach Chemnitz zu einem Fabrikanten, der einen Rüden aus England hatte. Aber da hatte ich Pech damit. Die 4 Welpen sind nach der Geburt gleich eingegangen. Das war traurig. ..." Schöne Frauen mit Bulldog
Kontraste ;-)- Kontraste ;-)
Wie ich im Mai in einem Blog-Eintrag schrieb:es gibt so viele Bulldogtypen wie Menschentypen, in diesem Fall Frauentypen ;-) : Dies Bild links stammt aus dem Buch 'Hunde wie du und ich; Galerie der bellenden Doppelgänger'. Es ist vergriffen, aber bei Amazon noch gebraucht zu haben. Der Autor Ulrich Klever schreibt zu dieser Zeichnung von Willi Glasauer: Fräulein Anni - Die Perle
... Ein
Lebewesen, das man nur schätzen und liebhaben kann, auch wenn
sie manchmal sehr herrsüchtig erscheint. Befehlshaberisch aus lauter
Güte und zum Besten aller. ..... Eine Familie, bei der eine solche
Perle lebt, gibt sie
freiwillig für alles in der Welt nicht mehr her. Oder : Einmal
Haushalt mit Perle, immer Haushalt mit Perle...
Mittwoch, Juni 8, 2005
Ein altes Kinderbuch
Als Kind liebte ich ein Buch ganz besonders, 'Peter und sein
Freund
Bulli'. Es war mein einziges Buch über einen Hund, und der Hund war,
wen wundert es, ein Bulldog!Das Buch bekam ich 1954, ich war also neun Jahre alt. So einen Freund wie Bulli, den wünschte ich mir auch! Gemeinsam mit Peter rettete er Lerchenkinder im Feldnest vor der Heusense, ein Uhubaby wurde im Wald gefunden und aufgezogen, der Ziegenbock mußte nicht zum Metzger, die beiden befreiten einen armen Kettenhund, ... alles Geschichten so richtig für mein tierliebendes Kinderherz.
Erst vor ein paar Jahren, als ich den Speicher in meinem Elternhaus nach meinen Kinderbüchern ganz allgemein durchwühlte, fiel mir dies Buch wieder ein. Aber es war verschwunden. Leider. Das machte mich richtig traurig. Und am letzten Wochenende, ich besuchte meine Schwestern und meinen alten Vater, da fand ich dies Buch zufällig unter ganz anderen Büchern in der elterlichen Bibliothek wieder. Ich freute mich riesig. In Kinderschrift steht mein Name, ganz bescheiden am Rand, hinein geschrieben.
Der wichtigste Satz (bestimmt schon damals für mich)
in diesem Buch ist : 'Bulli ist nämlich ein sehr gescheiter Hund,
von dem der alte Knecht Franz sagt : 'Der hat Menschenverstand!''
In den 60/70er Jahren gab es diesen vitalen Typ des Englischen Bulldogs noch in England
und auch in Deutschland : hier besonders in der Cincinatti-Zucht,
die wesentlich auf dem mit 6 Monaten aus Wales importierten Welt-Champion
Dewrie Drummer Boy
basierte. Bully und meine erste Hündin Ziska waren seine Kinder.
Deshalb liebe ich genau diesen Typ des Englischen Bulldogs auch
heute noch so sehr. Frieda wird auch solch ein Typ Bulldog
werden, denn das war ein
Entscheidungskriterium für den US-Zwinger Goomba (Goomba ist ein
Eingeborenenwort und heißt 'Freund'), in dem sie am 20. Mai 2005 geboren
wurde :-))) Doris Ehrensteins Willie wurde im gleichen Zwinger genau
ein Jahr vorher, am 20. Mai 2004, geboren : welch ein gutes Omen !
Denn, wie Ihr hier im Bulldog-Blog lesen könnt,
Willie ist ein wirklich besonderer Hund ;-) In Rußland überlebte dieser kernig gesunde 'Vorkriegs-Typ' des English Bulldog bis heute, wie ich im Mai-Blog (siehe Blog-Archiv) an Beispielen zeigte. BigJim, einer dieser bulldoggigen 'Ur-Typen ;-)' ist unten auf der Seite von seiner sanften Seite :-)) zu sehen. Ein weiteres Beispiel dieses früheren, vitalen Standard-Bulldog-Typs ist Bonzo . Er wurde in Wien im Hobby-Zwinger Charming Huge gezüchtet. Er gehört Gertrud Warner und bezauberte mich bei einem Besuch durch seinen Charme und seine ungebremste Lebendigkeit.
'Der hat Menschenverstand!'
Wie hieß es über den Bulldog-Verstand
so treffend im Kinderbuch? Das meinen die Werbeleute auch! Deshalb bleiben wir jetzt mit der Werbung beim Lesen ;-) Zum Abschluß Aktuelles
Andreas Riedel´s Marler Juni 2005 Treffen der 'Bulldoggigen'
BigJim (links) hat sich Lucy als seinen Liebling
ausgesucht ;-)
'Happy birthday to you, Stu !'
Ganz herzliche und liebe Glückwünsche zum heutigen
Geburtstag für
Stu Savory !
Stu, die Motorrad-Geburtstagstour wartet auf uns, Neli :-)
Text zur Karte von Doris : 'Deine Mutter hat immer gesagt, du bist der Schönste in der Familie.' ;-)))
Montag, Juni 6, 2005
Raben und andere Vögel :-)
Tierliebe einmal andersWillie beeindruckt mich besonders durch seine Tierliebe! Vögel, Erdhörnchen und im Winter die Elche am Haus sind sowas wie interessante Zeitgenossen für ihn. Er bedrängt sie nie, sondern er beobachtet sie ganz konzentriert, lange und oft geduldig wartend, immer vorsichtig und aus angemessenem Abstand heraus.Im Winter ist sein Beobachtungsposten die Terrasse : hier im
Bild bestaunt er einen an der Fensterscheibe abgeprallten kleinen Vogel,
bis der sich erholt hatte und wegflog. Jetzt im Sommer will er immer
auf dem Rasenstück am Rande das Busches (Urwald, würden
wir sagen) hinter dem Haus sitzen. Eine Stelle, an der einmal ein Erdhörnchen
herauskam, vergißt er nie. Er behält sie hoffnungsvoll im Auge; ebenso die
Vogelnester, die er ausgemacht hat. Er ist 'typisch Alaskaner',
eben ein Naturbursche.
RabenbesuchHeute morgen erzählte mir Doris am Telefon:... Auf einem der
Pfosten des Terrassengeländers saß ein Rabe -
Sie war gerade oben im Bad, und die Bulldogs lagen in ihrer Nähe im Flur
oben. Da bellte es von unten, von der Terrasse her. Willie und Berta
bellten gleich aufgeregt zurück. Wieder ein Bellen von draußen, wieder
die Antwort der beiden, die jetzt nach unten zur Terrassentür stürmten.
Doris war neugierig, welcher Hund bloß so weit zu ihnen gelaufen sein
könnte. Aber vor der Terrassentür stand kein Hund ! ??? und bellte ... Auf einem der Pfosten des Terrassengeländers saß ein großer Rabe - und bellte ! Offensichtlich beobachtet Willie nicht nur Tiere, sondern er versucht auch mit ihnen zu kommunizieren. Und dieser Rabe hat offensichtlich Spaß an Gesprächen (und Spielen) mit Willie! Er übernahm dessen 'Sprache', das Bellen, um ihn heraus zu rufen... (Dieses Erlebnis hätte sogar Konrad Lorenz fasziniert!)
RabenspieleVor vielen Jahren besuchte ich mit Ziska meine Schwester Gunda in Berlin. Es war Sommer und wir lagen auf einer Parkwiese mit Käse, Weißwein, grünen Äpfeln und tiefsinnigen Gesprächen über die Liebe ;-) beschäftigt.
... Ganz klar, er spielte 'Fang mich'
mit ihr ! ...
Immer wieder ließ er sie bis auf Tuchfühlung an sich heran -
und hops, saß er einige cm weiter weg, hinter ihr, neben ihr, aber nie
über ihr. Ziska bekam den Frust, sie bellte und sprang und rannte
schließlich im Kreis, erfolglos. Dann beschloß sie einen Abgang in
Würde. Sie kam auf unsere Liegedecke, machte klar, daß sie ein Stück
Käse wollte, und dann spielte sie - demonstrativ - wild mit uns herum.
In die Richtung
des Raben, der lange auf einem Ast saß und abwartete, schaute sie den
ganzen Nachmittag - extra - nicht mehr hin !
Wer hat da die Gans gestohlen ? ;-)
Heute wieder Bulldog-WerbungEssen und Trinken hält Leib und Seele zusammen - sogar in der Hitze bei 'Ayers Rock'.In diesem Sinne: Hoffentlich wird das Wetter bald wieder sommerlich!
Mittwoch, Juni 1, 2005
Mücken und GänseblümchenMit dem Sommer kommt nicht nur der Urlaub, sondern kommen auch die Mücken - besonders in Alaska, wo Berta und Willie leben (Fotos von Randi Hirschmann).
KopfstandDoris rief heute morgen an und erzählte vom Kopfstand der Beiden : Gestern war wieder 'Adventix' (Antimückenmittel von Bayer, hoch wirksam!) fällig, alle 4 Wochen muß das dort sein. Berta haßt ja Medizin, besonders wenn diese nach Chemie stinkt:-( . Sie rennt weg, sobald Doris nur die Schublade aufmacht. Willie dagegen genießt alles, wenn er dabei nur im Mittelpunkt von Doris´ Aufmerksamkeit steht :-)Also Berta austricksen! Sie ist verfressen, das ist ihr Schwachpunkt. Und den mußte Doris ausnutzen. Die Flasche mit Adventix also schon eine Stunde vorher rausgeholt, geöffnet und neben der Spülmaschine griffbereit versteckt. Dann Teller, mit ganz viel Fleischsauce drauf, mehr hinten in die Spülmaschine gestellt - und schwups war Berta halb darin im Gerät und mit Ablecken abgelenkt. Sofort und blitzschnell bekam sie in dieser fluchtungünstigen Lage ihre Portion Adventix über den Rücken. Dann ging es los: sie rannte wie eine Wilde herum, zitterte, wütete, warf sich auf den Rücken um all dies Stinketeufelszeug abzurubbeln ... Dann kam Willie dran: der staunte über Berta, normalerweise rennt er mit, wenn sie so drauf ist. Aber er hielt still, denn Rückenmassage - und sei es mit Adventix - ist doch schließlich sooo schön. Als Doris fertig war, beschloß er Bertas Rasespiel mitzumachen.
...Berta sprang nun auf das Sofa und machte dort einen Kopfstand : alle
vier Beine in der Luft...
Berta sprang nun auf das Sofa und machte dort einen Kopfstand : alle
vier Beine in der Luft, den Rücken dabei an der Sofalehne abreibend.
Und,
Doris glaubte es kaum, Willie fand das eine spannende artistische
Herausforderung! Er sprang auf das andere Sofaende, machte auch einen
Kopfstand, hielt auch alle Viere in die Luft, rieb auch den Rücken an
der Lehne... Doris konnte nur staunen und bedauern, daß kein Fotoapparat
griffbereit lag.
Ich fragte Doris, ob Berta ihr denn diesen medizinischen Angriff verziehen hätte.
Das Geheimnis des GänseblümchensBirgit Braum hat sich viel mit Pflanzenheilkunde für Hunde beschäftigt. Sie hat inzwischen auch große praktische Erfahrung damit sammeln können. Hier einer ihrer Tipps:Doris´ Willie war gegen Ende des Winters im Rachen häufiger verschleimt. Sein Tierarzt Bob stellte fest, daß keine Entzündung vorlag, das Gaumensegel auch nicht behindernd lang sei, daß die Verschleimung einfach eine Folge der trockenen Heizungsluft im Winter ist.
Doris und ich telefonierten mit Birgit darüber, und sie wußte
gleich Rat: Ich selbst neige im Winter auch zu Verschleimung meiner Nasennebenhöhlen. Also nahm ich 30 Gänseblümchen (bin ja deutlich schwerer als Willie ;-) - und auch mein Rachen wurde auf Anhieb von Schleim befreit. Ich erbrach mich aber nicht :-) dabei. Jutta Nolte hat auch gute Erfahrungen mit der entschleimenden Wirkung des Gänseblümchens gemacht, wie sie mir auf unserem Mai-Treffen erzählte. Sie lieh mir inzwischen das Kräuterbuch (siehe rechts), es ist billig, praktisch und gut; lohnt sich zu kaufen. Zum Abschluß Bulldog-KunstStu mit 'Wächterhündin Garda', Wilma stand Modell. Frau Menze aus Haldensleben ist die Künstlerin. Wir besuchten sie vor ein paar Jahren bei einem Vereins-Herbsttreffen in der alten Ziegelei in Hundisburg. Dort hat sie Werkstatt und Ausstellung.
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Cornelia
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