Cornelias 'Bulldog Blog' ...

Sonntag, April 30, 2006

:-)(-: Walpurgis Nacht :-)(-:

Heute dreht sich alles um die Liebe (und um die Hexen)

Von Alteuropa bis nach Altchina war die Nacht in den 1. Mai die Nacht der Liebe, der Sonne und des Sommers. Die Hexen sind in alter (und wieder in neuester Zeit) die pflanzenkundigen Schicksals- und Heilfrauen : ihre Kunst wurde und wird besonders für den Liebeszauber begehrt. (Deshalb wurden sie natürlich zu den "bösen" Hexen der Kirche.) Bei uns ist von dieser uralten Mai-Tradition nur - in der Maibowle - der "Waldmeister" übrig geblieben. Er ist ein "Meister" der Liebeskunst ;-)

Nach diesem Ausflug in die menschliche Kultur wieder zurück zur Bulldog-Natur.

Im Bild links sehen wir den jungen "Goombas Dreamboy" (Bes. Birgit Braum) mit seiner Herzensfreundin "Floral Garden Rosi" (Bes. Dr. Silke Seifert). Rosi ist 8 1/2 Jahre alt.

Da heute Walpurgisnacht ist, bleiben wir bei der Liebe und der Fruchtbarkeit :-)

Dreamboy, auch Gino genannt, ist ganz schön drauf als Deckrüde. (Wo er herkommt, da wird immer natürlich gedeckt, und das merkt man ihm an :-) Hat er seine Sache erledigt, (Birgit sagt :"ruckzuck"), dann läuft er schnurstraks zurück zu Rosi und schmust mit ihr. Und Birgit bekommt auch seinen Dank ab, daß sie "es erlaubte" : er himmelt sie mit seinen schönen großen Augen noch mehr an als sowieso schon :-)...

Bald gibt es Bulldog-Babys von Dreamboy und Butterfly :-)). Ich freue mich darauf, da ich Gino-Dreamboy so mag. Dieser Hund hat einfach Charisma. Als ich ihn das erste Mal sah war ich gleich bezaubert von seinem Ausdruck und seinem ganzen Wesen.

Berta und Willie sitzen (Foto oben) im gleichen "Boot". Willie schaut ganz hoffnungsvoll drein, aber Berta zieht die Lefze schon andeutungsweise hoch :-). Ihr ist eindeutig nicht nach Walpurgisnacht zumute :-) Jaja Willie, das ist der Liebe Lust und Leid :-)
Ich meine übrigens, man kann Dreamboy und Willie ihre Verwandschaft vom Gesicht ablesen ;-)

Und noch passende Bilder ;-) zur Nacht auf den 1. Mai :

DAS passende Buch ;-))) - Es kann leider nur über Amazon USA bestellt werden.

UND ein passendes Flirt-Cartoon habe ich auch noch gefunden ;-)))

UND ein altes "Floral Garden"- Foto mit einem Fruchtbarkeitszauberer ;-) in der Mitte, das mich immer wieder lachen läßt.

UND ein Foto von Sandra König über ein vertrautes Paar ;-)

UND ein ganz anders passendes ;-) Foto schickten mir Stefan Köhn und Sabrina Schmidt von ihrem Fero : das geliebte Ungeheuer ist 1 1/2 Meter lang!

UND hier der Link zur Bulldog-Show der 'Drachen-Universität' :-) Dieser Wettbewerb der urigsten Bulldogs - in passenden Kostümen - wird jährlich von der "Drake University" in Iowa (USA) veranstaltet. Der Sieger wird für 1 Jahr das Makottchen der "Drachen :-)" :-)) 1. Platz,
2. Platz, 3. Platz, 4. Platz, 5. Platz.

UND hier ein Bild von mir selbst als -:(Drachen-Hexe):- oder (-: Glücks-Fee :-), jeder nach der ihm eigenen Optik ;-)))

UND zum guten Schluß das Lied : "Der Mai ist gekommen, die Käfer fliegen aus ..."


Donnerstag, April 27, 2006

Wilma, Frieda, Pferde und die Jungsteinzeit

(((-: and Happy Birthday to Dianne :-)))

Im Bild links ist Wilma mit ihrer guten Freundin "Blümchen" zu sehen. Es war ihre erste Bekanntschaft mit einem Pferd. Blümchen massierte mit ihrer großen Zunge gern und ausdauernd Wilmas Rücken - und Wilma genoss das sehr. Sie räkelte sich dabei richtig genußvoll :-)) Sobald wir Wilma in den Garten ließen, sah sie sich zuerst nach Blümchen auf der Weide hinter dem Gartenzaun um. Und Blümchen seinerseits schaute jeden Tag immer wieder mal am Zaun vorbei, ob Wilma draußen sei. Auf der Weide hinter unserem Garten graste auch Blümchens Mutter. Aber die war völlig uninteressiert an Wilma.

Die Freundschaft zwischen Wilma und Blümchen war ganz individuell von diesen beiden bewußt gewollt.

Wir hatten das Haus damals mit diesem gammeligen Gartenzaun gekauft. Erst als Blümchen verkauft worden war ersetzten wir diesen Zaun durch einen massiveren Holzzaun. Wir hätten es Wilma nicht antun können diesen Maschendrahtzaun zu ersetzen, solange Blümchen noch da war.

Auf dem Sofa ruht der verdiente Stammvater "Machoman" (knapp 10 Jahre alt) von Frieda, Berta, Willie und Birgit Braums Gino-Dreamboy.

Dem Sofa sieht man an, daß Machos Züchterin Dianne ebenfalls Pferde züchtet, und daß sie auch Indianerblut in sich hat :-). Ich habe Dianne ins Herz geschlossen. Sie hat unglaublich viel Humor, Herz und Natürlichkeit.

Die Bulldogs von Dianne sind Pferde gewohnt. Friedas Vater Comanche läuft jeden Morgen mit Diannes Mann Blake die Pferde füttern. Und Friedas Welpenauslauf bei der Küche grenzte gleich an eine der Pferdeweiden. Durch den Maschendrahtzaun wurden dort neugierige Zärtlichkeiten (und Informationen mir fremder Art) ausgetauscht.

Frieda ist regelrecht auf Pferde geprägt. Sie läuft immer hin, wo sie eines sieht - zu unserem Schreck, muß ich zugeben. Beim Anblick eines Pferdes gehorcht sie vor lauter Begeisterung nicht mehr! Sie übernimmt dann die Verantwortung selbstsicher selbst :

Neulich im Wald begegnete uns eine einsame Reiterin. Frieda lief hin, und wir hatten Angst das Pferd könnte sie treten. Aber Frieda blieb 2 Meter vor ihm stehen und sah es nur an. Die Reiterin hatte das Pferd auch angehalten, und das sah wiederum nur Frieda an. Als diese stumme Zwiesprache - worüber auch immer - zuende war, kam Frieda gut gelaunt zu uns zurück:-) Frieda hat es offensichtlich irgendwie gelernt Pferden "richtig" zu begegnen. Erstaunlich, denn sie war doch erst 9 Wochen alt, als ich sie von Diannes Ranch abholte.

Wir vermeiden trotzdem Pferdepfade, sozusagen sicherheitshalber, da WIR keinen Pferde-Verstand haben :-). Das freie Feld ist uns lieber, oder Kistengräber aus der Jungsteinzeit :-))

Friedas Geschwister von Papa "Golden Comanche"

Dianne, your newborn puppies are beautiful! I like most the Frieda-looking, red brindle curious one :-)
Hope you will visit us in Germany soon. Frieda, (and Dreamboy of course :-) and we would be happy :-))

Love to you and all the Goomba Bulldogs, Cornelia, Stu & Frieda

Dianne, I made this banner for your birthday today :-)


Happy Birthday, dear Dianne, Happy Birthday to you! :-)



Mittwoch, April 26, 2006

Freude im Garten :-)))

Gestern war hier der 1. sonnige Gartentag im Jahr :-)))


Dienstag, April 25, 2006

Heute erzählt Gastblogger Jan Peters

Sonntage mit Oskar :-)))

Oskar liebt jeden Tag in seinem Leben, aber einen Tag ganz besonders. Es ist der Sonntag, der es ihm angetan hat.

Sein Verhalten ändert sich schlagartig in der Nacht von Samstag zu Sonntag. Er ist morgens nicht aus dem Bett zu bekommen, denn er weiß genau, dass er ausgeruht sein muss. Sein Instinkt sagt ihm, dass es raus geht in die Natur und er liebt das Grüne zu sehr, um dann nicht zu spielen. Nach einem langen erholsamen Schlaf und einem noch ausgedehnterem Frühstück geht es dann los.

Neulich am Wochenende musste sich Oskar noch etwas gedulden. In Berlin lud der VDH zur Ausstellung. Obwohl die Welt der Ausstellungen nicht unsere Welt ist, machten wir uns auf den Weg, denn es war ja direkt vor der Haustür. Das Wetter war gestern einfach zu schön, um den ganzen Tag auf der Ausstellung herum zu laufen. Wir waren pünktlich um 10.00 Uhr dort und haben uns kurz die Bullis angeguckt. Als wir aber gesehen haben, wie sich viele quälten, bei der drückenden Luft in der Halle im Ring - und am Rande davon - zu laufen, haben wir uns noch ein wenig bei den Leonbergern vergnügt und sind dann wieder 12.00 Uhr nach Hause.

Wir haben auf der Ausstellung ein witziges Geschirr für Oskar gekauft. Das Geschirr ist Camouflage und hat gelbe Schriftzüge, die man durch einen Klettverschluss wechseln kann (Macho; Bullyzei; Bullypower; Kampfhund; Sexmachine; etc....).

Nur schnell Oskar an die Leine und dann ab mit der S-Bahn in den Humboldthain, einem sehr schönen grünen Park direkt im Wedding.

Es dauerte nur einige Ballwürfe lang, bis uns ein Paar entgegen kam, welches ebenfalls einen Bulldog bei sich führte. Oskar und Luke lernten sich schnell kennen und tobten ausgelassen bei wunderschönem Frühlingswetter.

Während Luke und Oskar miteinander spielten, unterhielten wir uns mit den anderen Haltern über Bulldogs und die Welpenzeit, da Luke erst 4 Monate alt war und noch nicht sehr lange bei seinen neuen Eltern. Es war wirklich niedlich anzusehen, wie die beiden Kraftpakete 2 Stunden lang durch den Hain liefen und sich keine Pausen gönnten. Beide waren ziemlich geknickt, als wir uns wieder auf den Weg nach Hause machten, aber als wir zu Hause ankamen, war Oskar doch froh wieder in seinem Körbchen zu liegen. Er schlief ohne Unterbrechung bis zum nächsten Morgen durch.

Sonntage mit Oskar sind schön. Sie zeigen einem, wie Bulldoggen die Freiheit und die Natur lieben. Manchmal wünscht man sich, es wäre jeden Tag Sonntag.


Sonntag, April 23, 2006

Noch einmal Gastblogger Willie (Doris Ehrenstein ;-)

Meine neue Riesen-Freundin Diva

Ich muß Euch noch einmal was Tolles erzählen!

Vor ein paar Tagen habe ich eine schöne, langhaarige neue Freundin bekommen. Die ist erst 3 Monate alt und schon so groß wie ich. Aber ich weiß viel mehr als sie. Ich werde schließlich 2 Jahre alt!

Meine neue Freundin heißt "Diva". Ich finde sie sieht auch umwerfend wie eine Diva aus! (Richtig umwerfen kann sie mich natürlich nicht. Dazu bin ich viel zu stark!) Shanny, das ist Divas Frauchen, war ja schon immer meine Freundin. Shanny züchtet solche Riesen-Hunde ! Als Doris mich im vorigen Winter, da war ich noch VIEL jünger als jetzt und Doris ließ mich nicht den Elch hintern Haus verjagen :-(, also als Doris mich im letzten Winter auf einer Schau ausstellte, da hat Shanny mich vorgeführt. Ich wurde Sieger!

Diva kommt aus Rom, eigentlich ja aus Tibet, aber in Rom ist sie geboren. Ich glaube Diva ist sehr mutig, da sie so eine Flugreise gemacht hat. Mit Umsteigen!! Doris hat mir nämlich erzählt, daß ein Bulldog, sogar ein Namensvetter von mir, nach einem Flug von New York nach San Francisco im Airport gestorben ist. Das waren böse Menschen dort, die haben ihn einfach über 5 Stunden in einer Frachthalle vergessen! Und sein Herrchen belogen!

Aber Diva hat einen tollen Flug gehabt: von Rom nach Atlanta, dann nach Seattle, und dann zu uns nach Anchorage in Alaska. Shanny hat Diva in Seattle abgeholt und durfte im gar nicht ungemütlichen Spezial-Frachtraum sehen, wie diese kleine Diva standesgemäß untergebracht wurde.

Ich bin ja auch mit 3 Monaten über den Kontinent geflogen. Aber ich erinnere mich nur an Doris, die mich auf dem Schoß hatte. Der Pilot hat das erlaubt, weil ich so ein lieber Bulldog bin!

Euer guter Freund Willie.

Berta grüßt Euch auch. Das nächste Mal will SIE wieder schreiben.


Freitag, April 21, 2006

Heute schreibt uns Gastblogger Willie (Doris Ehrenstein ;-)

Eine Hunde-Geburtstagsfeier

Guten Morgen Cornelia, Stu und Frieda!
Heute muss ich, Euer guter Freund Willie, was ganz Tolles berichten. Ich war auf einer Hundegeburtstagsfeier eingeladen. Penny wurde 91 (13) Jahre.

Ich glaube Ihr kennt Penny und Doc Yates schon: im Winter tragen beide einen Bärenfell-Parka auf dem Snowmobil. Da hab auch ich gestaunt! Aber meine Pferdedecke gefällt mir besser!

Ihr müßt wissen, hier in den USA dürfen Hunde nicht in Restaurants oder Hotels, und deshalb war es besonders aufregend nicht privat, sondern in einem PUB zu feiern. Doc Yates hat deshalb gleich den ganzen Pub für uns gemietet. Und Kauknochen zwischen die Luftballons an die Decke gehängt. Das war dumm, denn da kam ich nicht dran !

Doris hatte eine Geburtstagstorte für Penny gebacken (das Rezept hierfür schreibt sie am Schluss), und wir fuhren zum WEST RIB PUB. Ich war so aufgeregt, dass ich mich ganz geduckt, wie ein Tiger, leise in den großen Raum schlich. Ich hatte Recht vorsichtig zu sein, denn ich bekam ein Hütchen aufgesetzt! Doris meinte auf meinen kritischen Blick, das sei in Amerika so. Und es stünde mir gut! Und Doris hat fast immer Recht!

Da waren viele Menschen und Hunde. Alle Hunde hatten so ein Hütchen auf. So etwas hatte ich noch nie gesehen. Ich beschnüffelte Penny und sie bekam die Torte. Die Würstchen darauf schenkte sie ihrem Herrchen Doc Yates, alles andere teilte sie mit uns. Das war nett von ihr! Auf ihrem Halstuch stand geschrieben: "If you can read this, pet me!" Natürlich kann ich inzwischen mit meinen fast 2 Jahren lesen und schreiben! Also habe ich ihr noch ein Küßchen gegeben.

Dann guckten mich die Menschen an und tuschelten; ich konnte nichts verstehen. Aber Doris sagte, das ist "Pretty Boy Floyd", aber ihr könnt auch Willie zu ihm sagen. Und dann sah ich so viele Hunde, Labradore, Schäferhunde, Border Collies - um nur einige zu nennen. Jedenfalls hatten alle lange Schnauzen und ich dachte, so wie die aussehen, bin ich doch etwas Besonderes. Wir waren insgesamt 26 Hunde. Jeder bekam einen HOT DOG zu essen, einige bekamen 2, auch ich durfte 2 essen. Das war gut so, denn von Doris´ Kuchen sind wir 26 Hunde nicht ganz satt geworden. Bei mir ist das ja selbstverständlich, aber auch von den anderen Hunden hat keiner gebellt oder gezankt, um einen Hot Dog zu bekommen!

Anschließend habe ich jeden Menschen begrüßt und fast alle Hunde beschnüffelt. Doc Yates mag ich am liebsten, deshalb ging ich immer wieder zu ihm. Er sah mich lange und freundlich an und dann sagte er: "Ich weiß warum Willie immer zu mir kommt, ich sehe ihm ähnlich : klein und breit!" Alle lachten; ich auch, denn so hatte ich das noch nicht betrachtet.

Da wir alle friedlich waren und keiner von uns bellte, durften wir auch von der Leine. Ich habe auf dem Barstuhl an der Theke gesessen, Kopf an Kopf mit den Menschen, so eine Party ist jedoch sehr aufregend, und ich wollte wieder auf den Boden und mich ein wenig ausruhen. Das bedeutete laut schnarchen. Alle lachten, ich war wieder wach.

Wer wollte, durfte auch etwas Bier trinken, habe ich auch probiert, schmeckte mir aber nicht (die Langschnauzen-Hunde tranken alle Bier).

Inzwischen war es 22.30 Uhr und ich war seit 19 Uhr da. Doris meinte, wir müssen nun nach Hause fahren, denn Berta war ja zuhause bei Klaus geblieben. Nach diesem tollen Ereignis bin ich heute noch müde, habe fast den ganzen Tag geschlafen. Ich hätte niemals gedacht, daß eine Party so müde macht. Doris schimpft mit der Kamera, weil das Starbild von mir mit Penny nicht scharf ist. Wenn sie will, zerbeiße ich die Kamera sofort für sie !

Liebe Grüße, Euer Willie.
PS: Jetzt schreibt Doris Euch das Rezept für diesen tollen Geburtstagskuchen auf.

Zutaten: 500 gr Rindergehacktes (mager), 1 Ei, klein gehackte Petersilie, 2 Möhren geraspelt, Haferflocken. Alle Zutaten in einer Schüssel gut vermengen und den Teig in eine Springform füllen. Im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad 30 -35 Minuten backen. Erkalten lassen und dann aus der Form nehmen. Als Kerzenersatz den Kuchen mit Cocktailwürstchen bestücken - in der Anzahl der Geburtstagsjahre.


Dienstag, April 18, 2006

"Uncle Sam"

Am 15. März veröffentlichte die FAZ (Frankfurter Allgemeine) dieses Bild mit der Unterschrift:

Ist Amerika unter Bush endgültig auf den Hund gekommen? Bagel, eine elfjährige Bulldogge, kandidiert als Uncle Sam für den "Coco Chanel Best Dressed Award"

Der Bulldog scheint vom Symbolhund des kriegerischen Englischen Empires langsam zum Symbolhund der friedlieben Bevölkerungsteile der USA zu werden. (Das gelinkte Bild ist aus dem Zelda Wisdom Büchlein Survival Guide, das ich sehr empfehle. Siehe Spalte rechts.)

Wer verkündet glaubwürdiger den Frieden als ein kampfgeschundener Krieger, wie es der Bulldog - als Rasse - früher in England war ?


Der "Bulldog Club of America", gegründet 1890

Der Bulldog Club of America (BCA) hat über 2800 Mitglieder, die sich auf annähernd 60 lokale Einzel-Zuchtvereine verteilen. Das gelinkte Dokument mit allgemeinen Informationen zum Bulldog und zur Bulldog-Zucht (vom BCA) bekamen wir vom American Kennel Club (AKC) mit Friedas Papieren zugeschickt. Auf der Rückseite steht, siehe auch Blog-Beitrag 2.7.2005, daß ein verantwortungsvoller Züchter Welpen, die zur Weiterzucht zu untypisch oder zu fehlerhaft sind, nicht zur Weiterzucht mit AKC-Papieren zuläßt - und zwar durch die Vergabe einer nur eingeschränkten Registrierung (limited registration) beim AKC. Gute Regelung!

Die Kastration wird für solche Nicht-Zuchthunde vom AKC empfohlen. In der Regel wird in den USA schon ganz früh kastriert: für die Hündin bedeutet das vor der 1. Hitze. Europäische Tierärzte halten dies meist für verfrüht. Der als noch Jugendlicher kastrierte Hund wird nämlich - wenigstens statistisch gesehen - ein ewig Jugendlicher in seinem Wesen bleiben.

Wir vermuten, daß die amerikanische Empfehlung zu solch einer frühen Kastration mit den US-Versicherungspolicen zu tun hat : die Haftpflicht-Versicherungskosten sind dort für jugendlich kastrierte Hunde niedriger als für später kastrierte Hunde. Was aus meiner Sicht nur bestätigt, daß die als Jugendliche kastrierten Hunde ihr Leben lang - mehr oder weniger - unterwürfige Jungtiere bleiben. Deshalb ließen wir unsere Hündinnen immer erst nach der 2. Hitze kastrieren. Sie blieben "richtige Weibchen" und wurden auch nicht dick danach.


Praktische Produkte für den Hund

Verglichen mit hiesigen Geschäften für Tier-Zubehör sind die Pet-Marts in den USA eine Schatztruhe. So viel gut durchdachtes Spielzeug, Liegen, Pflegeartikel u.s.w., speziell für Hunde, sah ich hier noch nie. Die Amerikaner lieben ihre Haustiere sehr und geben viel Geld für sie aus.

Doris Ehrenstein schickt mir immer aus den USA Katalogseiten mit Produkten für die Hundehaltung, in denen ein Bulldog Modell ist :-) Diese beiden Produkte möchte ich hier weiter zeigen.

Katalog Hunde : Firma "sahalie" Portland, OR


Diesen blauen Topf oben, mit nach innen geschwungener Lippe, finde ich sehr praktisch, denn in der Regel ist um einen normalen Topf herum alles vollgeschlabbert :-)

Und für solch einen Tarnfarben-Hund wie Frieda, da ist eine Halsband-Taschenlampe sinnvoll. Jedenfalls sinnvoller als mit einer Taschenlampe in der Hand bei Nacht in Gebüsch und Gestrüpp nach ihr zu suchen ;-) ...... Wo ist Frieda im Foto unten ???
Hier noch ein tolles 'Bulldog-Nest :-)'. Der online Katalog dieser Firma "in the company of dogs" ist von wirklich beeindruckender Vielfalt!


Sonntag, April 16, 2006

Frohe Ostern - Frohe Ostern - Frohe Ostern

Sehr geehrte
Frau und Herr Savory,

ich lese nun schon seit einigen Monaten ihre Seite. Sie gefällt mir sehr gut. Sie berichten sehr interessant und liebevoll über Bulldogs.

Auch gefällt mir, dass Sie ab und an über Reisen und über die USA berichten. Sie machen das sehr schön. Deshalb möchte ich ihnen einen Ostergruß senden.

Viele Grüße, Dorothea Long und Roxana


Und viele bunte Eier für Euch Bulldogger !

wünschen Cornelia, Stu und Frieda Savory allen Bulldoggern auf der Welt, ganz besonders aber allen Gastbloggern und den Mitgliedern der "Freunde des Englischen Bulldogs e.V."


Freitag, April 14, 2006

Heute läßt uns Gastbloggerin Jutta Nolte schmunzeln

Niederwildjagd - im Schlamm

Nach der langen Winterzeit wollen wir uns auch mal wieder melden. Sehr zur Freude von Emma und Jockel kehrt endlich der Frühling ins Land. Emma und Jockel haben schon die ersten Sonnenbäder im Garten genommen.

Emma hat zu unser aller Übel die Schnee-Schmelze und die damit verbundenen aufgeweichten Felder für ihre so heißgeliebten "Schlammpackungen" genutzt. (Sie glaubt wirklich, diese seien gut gegen Falten.) Es war, wie Ihr Euch denken könnt, mal wieder eine riesen Sauerei. (Emma kommt jetzt immer in die Waschmaschine ;-).

Auch ist Emma wieder zusammen mit Jockel "jagdlich" auf Abwegen; aber jetzt gekenn-zeichnet mit einem knallorangefarbenen Halsband, das eigentlich ganz speziell nur Jagdhunde tragen sollten oder dürfen. Lassen wir ihr ab und an diesen Freizeitspaß :-) natürlich immer auf der Hut, daß nicht ein schießwütiger Jagdpächter in der Nähe ist.

Mal darauf angesprochen erklärten wir, dass Emma - in Bezug auf Niederwild - top ausgebildet ist. Dass es sich dabei zuweilen um Feldhamster oder Mäuse handelt, haben wir dann doch für uns behalten.

Emma ist nach wie vor ein Bulldog außer "Rand und Band". Zusammen mit Jockel sind beide ein unschlagbares Team. Viele liebe Grüsse, Emma-Bella-Lola und der Rest vom Rudel :-)

Tel.: 0561 516473


Dienstag, April 11, 2006

"Warnung vor den Bullen"

steht auf dem Schild im Foto geschrieben.

Das war im Winter, und wir haben darüber gelacht, weil ich gerade ein "Knöllchen" wegen zu schnellen Fahrens bekommen hatte.

Wir erinnerten uns auch an ein Episode vor Jahren, als wir mit Alma in die damalige DDR einfuhren und uns der unfreundliche Grenz-Uniformierte fragte: "Was ist das für ein Kapitalisten-Hund?" Stu antwortete mit leicht bissigem Unterton: "Das ist ein Bullenbeißer!" Der Uniformierte zuckte und winkte uns noch verbissener durch. Alma starrte ihn nämlich in diesem Sinne an :-))

Vor kurzem bekam diese Warnung vor den Bullen einen ganz neuen Sinn für uns. Frieda war beim ersten Frühlings-Sonnenschein nicht zum Trödeln aufgelegt: beim Wandern haute sie auf einen Acker ab, der zum Umpflügen mit frischem Mist aus dem Kuhstall bedeckt war. Hoffnungslos, sie gehorchte nicht, sondern sah uns nur herausfordernd - zwischen zwei "Leckerbissen" - mit triumphalem Bulldog-Blick ;-)) an.
Also Methode Nr. 2 : wir gingen sie ignorierend weiter. Der Trick klappte, sie vergaß ihren Mist und rannte uns nach. Und da mußten wir sie auch noch loben, daß sie gekommen war !!!

Naja, Mist und Mageninhalt von Vegetariern ist für Fleischfresser wichtig. Frieda wußte das offensichtlich und jetzt stank sie gewaltig aus dem Maul -- nach Bullshit :-))))

Ich befürchtete noch Schlimmeres: all das klein geheckselte Stroh würde wohl mitsamt dem Bullshit nicht in ihrem Magen bleiben... Die Nacht verlief ruhig, ich hoffte das Zeug würde doch durchgehen. Aber zu früh gefreut: Als wir aus dem Badezimmer kamen lag ein großer dicker Klumpen - braun mit curryfarbenem Stroh darin, mitten auf meinem Kopfkissen - und stank nach Bullshit!! Frieda hatte es glücklich ausgekotzt!

Ich war glücklich, daß alles auf dem Kopfkissen gelandet war - und nicht nachts auf meinen Haaren! Außerdem, das Kopfkissen paßt in unsere Waschmaschine. Das Oberbett nämlich (2m x 2,20m) hätte mal wieder in die Wäscherei gemußt. Und da waren wir gerade vor 3 Wochen schon - zum 3. Mal - mit diesem Riesenteil gewesen. Das 1. Mal hatte Frieda, sie war erst seit kurzem bei uns, darauf gepinkelt. Wollte wohl sagen: MEIN Bett!

Das 2. Mal waren während Friedas Läufigkeit Blutflecken, wegen eines verschobenen Höschens, auf diesem Oberbett gelandet - wieder in die Wäscherei damit. Und das 3. Mal hatte Frieda ein ziemliches Stück weichgekauten Kauknochens verschluckt. Und mitsamt Abendessen landete dieses labbrige Ekelstück mitten in der Nacht genau zwischen Stu und mir auf dem Oberbett : also das Oberbett auswechseln und beziehen; wir lachten uns schließlich in den Schlaf - Galgenhumor :-)). Die Frau von der Wäscherei guckte uns nur noch mitleidig an...

Und während ich den letzten Absatz oben schrieb, knallte es laut und wir hatten einen totalen Stromausfall! Bullshit !!!



Redaktionelles :
Da inzwischen viele Beiträge von Gastbloggern hier erschienen sind, habe ich ein weiteres, spezielles "Inhaltsverzeichnis Gastblogger" angelegt - damit die Suche nach den Beiträgen der Gastblogger erleichtert ist :-). Ihr erreicht es von der Spalte rechts (Blog Index) aus.


Sonntag, April 9, 2006

Heute spricht Gastblogger Michael Brath für den Bulldog

Einige Bemerkungen zum Hundekauf

Hallo Cornelia, Deinen Beitrag "Aktuell" vom 28. März 2006 möchte ich noch ergänzen.

Hundekauf: Es stimmt ja leider, viele Leute wollen etwas Exklusives, obwohl sie es sich nicht leisten können. Das Problem ist die Geldfrage. Der "Billig-Bulldog" aus einer Wurffabrik oder Hinterhofzucht, der dann gekauft wird, ist oft ein kranker oder untypischer Bulldog. Wer so auf den falschen Hund setzt, der wird bestraft : hohe Tierarztkosten oder keine Freude am Tier.

Und statt Glück holen sie sich dann Unglück ins Haus... Sie eben wissen nicht, daß Glück nicht kaufbar ist ...

Man muss die Leute, die sich einen Bulldog kaufen wollen, schon im Vorfeld aufklären (wie Du im Blog). Aber die Problematik ist, viele Leute befassen sich im Vorfeld nicht mit den Hunden und den Bedingungen, unter denen ein Hund billig zu haben ist. Sie folgen einer Laune.

Qualität ist auch in der Hundezucht wichtig. Nicht Welpen aus billiger und oft grausamer Massen-Produktion (Hauptsache das Label "Bulldog" stimmt), sondern Welpen von ausgesucht gesunden Zuchttiere bringen Qualität, d.h. Gesundheit und Glück ins Haus.

Neben dem Kauf von "Billig-Bulldogs" gibt es ein weiteres Problem: manche Leute wünschen sich einen Bulldog als etwas Besonderes, auch als etwas besonders Wertvolles. Geld ist diesmal nicht das Problem. Sie gehen auf VDH-Ausstellungen, weil dessen Werbung - im Gegensatz zu Händlern und Hinterhofzüchtern - Qualität und Wert verspricht. (In Bezug auf die Belastung der Muttertiere stimmt das auch : hier wird der Tierschutz respektiert.)

Auf diesen VDH/ACEB-Shows sehen sie dann massige, extrem breite, kurzbeinige und tiefergelegte "Bullig-Bulldogs", die gewinnen. Sowas wollen sie dann auch.

Keiner weist sie darauf hin, dass dies nicht der korrekte Standard ist. Keiner klärt die Leute auf, daß diese "Bullig-Bulldogs" erhebliche gesundheitliche Risiken mit sich bringen (lockere Ellebogen- Schulter- und Kniegelenke, Kugelherzen, Atemprobleme).

Aber ich kann auch in gewisser Weise diese sogenannten Züchter verstehen, denn wenn viel Geld mit "Bullig-Bulldogs" zu machen ist, da kann man sich als sogenannter Züchter einfach auf die Nachfrage berufen und sein Gewissen schlafen legen.

Ob dieses "Für-den-Markt-Züchten" richtig oder falsch ist, muss jeder selber wissen. Ich weiß nur diesen Menschen ist klar, daß sie auf dem falschen Weg für die Hunde sind, aber auf dem richtigen Weg des Geldgewinns. (Man muss die Kuh melken, solange es sie noch gibt - man muß den Extrem-Bulldog züchten, solange es ihn noch gibt ...:-((( Mir geht es aber um den Hund!

Darum gehe ich auf Ausstellungen : damit die Leute auch einmal den sportlichen, vitalen Standard-Bulldog sehen. Nicht um zu gewinnen, sondern um angesprochen zu werden und um dann aufzuklären, stelle ich Mini aus. Ich zeige den Leuten mit Mini einen kerngesunden, fröhlichen Standard-Bulldog, damit sie im Vorfeld einen Vergleich zu den schnaufenden, schweren "Bullig-Bulldogs" der Ausstellungen haben. Sie erfahren so, wie es um die Zucht bestellt ist.
Und Mini und ich haben Erfolg mit unserer Aufklärungsarbeit vor Ort!!

Ganz oben zwei Bilder vom Glück - nach einer Stunde "Kämpfen im Wohnzimmer", nun im Gang Verschnaufpause. Darunter zwei Bilder vom Glück - "Sieg durch Zerstörung" des Balls :-))

Ob "Billig- oder Bullig-Bulldog", beide bringen meist Unglück ins Haus. Wie ich sagte:
Glück ist nicht käuflich. Die Glücks-Währung heißt Liebe und Respekt.

Herzliche Grüße 3xM (Michael, Marcel, Mini)


Donnerstag, April 6, 2006

Kleiner Ausflug in die Kunst des Züchtens

Will ein Züchter zu einem bestimmten Typ hin züchten, oder will er die Gesundheit seiner Rasse verbessern, so ist ein Basiswissen über die Vererbungsprozesse nötig. Hier ein paar Stichworte zu diesen Grundregeln - und wie man diese in Zuchtmethoden nutzen kann :


Warum Welpen nicht immer die Erwartungen erfüllen

Das Aussehen vererbt sich nicht so einfach, da ist anderes wichtig.
Unter Phänotyp versteht man die äußere Erscheinung des Tieres. Wenn man Glück hat, ist es ein prachtvoller und ausdrucksstarker Vertreter seiner Rasse. Unter Genotyp versteht man die Gesamtheit der Erbanlagen des Tieres. Der Phänotyp eines Hundes ist also genetisch betrachtet eine Untermenge seines Genotyps. Andere mögliche Untermengen - die er vererben würde - können sowohl einen gesünderen Nachkommen ergeben, als auch einen kranken oder sonstwie belasteten. Bei Wikipedia ist das etwas genauer nachzulesen.

Entscheidend für die Zucht ist das Bild der Erbanlagen, nicht die äußere Erscheinung des Hundes.
Wegen dieser Unterschiede zwischen dem Phänotyp und dem Genotyp eines Zuchthundes spricht man landläufig von diesem auch als einem Guten Vererber oder einem Schlechten Vererber. Ein in seiner Erscheinung weniger standardkorrekter Bulldog kann ein sehr Guter Vererber sein und Champions hervorbringen - und umgekehrt kann ein Champion ein Schlechter Vererber sein und kranke oder sonstwie belastete Nachkommen haben. Der Traum eines Züchters ist natürlich ein Champion, der auch ein guter Vererber ist.

Für die Zucht ist der Genotyp, das Bild der Erbanlagen eines Zuchthundes entscheidend - und nicht sein Phänotyp, seine individuelle Erscheinung. Deshalb ist es für einen Züchter wichtig zu wissen, wie die Vorfahren und die Geschwister eines Hundes sich ganz allgemein entwickelt bzw. vererbt haben. Das unterscheidet ihn vom "Vermehrer", der meist simpel nur vom Phänotyp ausgeht, und dafür auch noch unanständig viel Geld für die Welpen verlangt - nach dem Werbe-Motto: "der Vater ist ein Champion!"

Eine größere oder kleinere Rolle spielt immer auch der Zufall.
Manche Eigenschaften vererben sich zudem dominant und andere rezessiv. Das heißt, manche Gene dominieren, sodaß der Phänotyp fast aller Nachkommen diese dominanten Eigenschaften zeigen. Die rezessiven Gene bestimmen dagegen nur das Erscheinungsbild (den Phänotyp) eines Nachkommen, wenn beide Eltern diese (sozusagen zufällig) an einen Nachkommen weitergeben.

Ein einfaches Beispiel : die Fellfarbe "schwarz" ist bei den Bulldogs verboten, da "schwarz" sich dominat vererbt und so auf Dauer nur noch wenige "braune" Bulldogs übrig blieben : und zwar nur dann, wenn beide Eltern einem einzelnen Nachkommen (sozusagen zufällig) die rezessiven Gene für "braun" mitgeben. Dabei können beide Eltern selbst in ihrem Erscheiningsbild, also als Phänotyp, schwarz gefärbt sein.

Sogar Dispositionen sind vererbbar
Und um alles noch komplizierter zu machen, gibt es genetische Eigenschaftskoppelungen und genetisch bedingte Dispositionen zu Krankheiten, die nur eventuell im Laufe des Lebens zum Tragen kommen; z.B. die Hüftgelenksdysplasie.


Gebräuchliche Zucht-Methoden

Etwas zu den gängigen 4 Zuchtformen, mit denen das Erscheinungbild - der Phänotyp - der Nachkommen beeinflußt werden kann : Fremdzucht, Linienzucht, Inzucht, Inzestzucht

Fremdzucht
Fremdzucht: Verpaarung von nicht miteinander verwandten Hunden gleicher Rasse. Der Verwandtschaftsbegriff wird auf die ersten drei Ahnengenerationen beschränkt.
Vorteil: Auffrischung und Bereicherung des Genotyps
Nachteil: Die Nachkommen können ganz unvorhersehbare Eigenschaften aufweisen.
Beispiel:
eine zu kurzatmige Linie sollte z.B. mit einer Line gekreuzt werden, die lange Hälse und längere Nasen, und damit eine bessere Atmung hat. Zur Weiterzucht ist es sinnvoll dann die etwas mehr langhalsigen/längernasigen Nachkommen zu nehmen, damit sich die Kurzatmigkeit nicht weiter im Genotyp stabilisiert.

Linienzucht
Linienzucht : ist eine abgeschwächte Verwandtschaftszucht, bei der die Zuchttiere innerhalb der engeren oder weiteren Verwandtschaft sorgfältig nach ihren Körper- und Wesensmerkmalen ausgewählt wurden, um genetische Stabilität eines bestimmten Typus zu erreichen. Es gibt in der Wissenschaft Inzuchtkoeffizienten, die optimale Ergebnisse der Linienzucht voraussagen.
Vorteil: der Genotyp entspricht in hohem Maße dem Phänotyp, Überraschungen seltener.
Nachteil: Nicht nur die gewünschten Eigenschaften sind verstärkt im Genotyp angelegt, sondern auch kritische und unerwünschte Eigenschaften verstärken sich. Es kommt deshalb fast immer früher oder später zum "Umkippen" eines guten Phänotyps in einen belasteten oder kranken.
Beispiel:
Eine breite Front kann bei immer wieder Einzüchtung der gleichen Linie zu einer extrem breiten Front führen, was eine gesundheitliche Beeinträchtigung bedeutet. In diesem Fall wäre eine Fremdkreuzung mit einer Nicht-Extremlinie sinnvoll. Weiterzüchten dann mit den Nachkommen, die weniger extrem tiefgelagert und ausladend sind, und somit im Alter weniger Gelenkprobleme haben werden.

Inzucht
Inzucht : ist eine Verwandtschaftszucht, wobei ein Ahne mindestens je einmal auf der mütterlichen und auf der väterlichen Seite innerhalb der ersten drei Ahnengenerationen vertreten ist.
Der Vorteil, besonders aber die Nachteile der Linienzucht treten hier verstärkt auf. Inzucht kann im Einzelfall sinnvoll sein - höchstens für 1 oder 2 Generationen - wenn sich sehr gewünschte Eigenschaften - bei guter allgemeiner Gesundheit - zeigen. Aber es ist immer ein stark erhöhtes Risiko, daß rezessiv vorhandene, unerwünschte Merkmale der verpaarten Tiere aufeinandertreffen und einen geschädigten Phänotyp hervorbringen.

Inzestzucht
Inzestzucht : ist eine Paarung zwischen Verwandten 1. Grades, zwischen Eltern und deren Kinder oder Geschwister.
Nachteil: Inzestzucht wird in der Regel von den Zuchtverbänden verboten, da die Gefahr von degenerativen Erscheinungen auf Grund starker Verarmung der Gen-Vielfalt wächst.


Wer züchtet statt nur vermehrt, der hat ein Zuchtziel

Ein so verbreitetes wie verblendetes Zuchtziel ist :
dem Standard einer Rasse - in der gerade modischen Interpretation - im Phänotyp immer mehr und mehr entsprechen zu wollen.
Wer so züchtet ist meiner Meining nach kurzsichtig oder leidet an einem sozialen Anerkennungs-Defizit, denn dieses Ziel ist ein zweischneidiges Schwert :
Einer modischen Standardinterpretation im Phänotyp immer mehr, mehr, mehr pro Hunde-Generation entsprechen zu wollen bedeutet in der Praxis : irgendwann über den korrekten Standard ins Extreme hinauszuschießen - und den Genpool in Bezug auf diesen korrekten Standard, der einen vitalen und lebenstüchtigen Hund beschreibt, zu verarmen. So entstand der Typus des Extrembulldogs (auf VDH-Shows leider oft zu beobachten) mit seinen so traurigen Konsequenzen für den Hund und seinen Halter.

Dieses Zuchtziel erinnert mich an den Hochleistungssport : "immer mehr Rekorde" gibt es irgendwann nur noch zum Preis gesundheitlicher Schäden oder mit Hilfe von Doping. ... :-(((
Gottseidank weht dem Extremen - auf allen Ebenen - inzwischen der Gegenwind ins Gesicht!

Ein wirklich respektables und sich langfristig auszahlendes Zuchtziel ist dagegen:
die Vitalität und Lebenstüchtigkeit einer Rasse - in ihrer spezifischen Eigenart - durch körperliche und charakterliche Gesamtharmonie des Hundes zum Ausdruck zu bringen. Gesundheit macht stark, Harmonie macht schön, und Lebensfreude macht charismatisch.


Beim Züchten ist Erfahrung so wichtig wie Wissen

Ein Züchter, der über viele Hundegenerationen typische und gesunde Nachkommen gezüchtet hat, der versteht ganz offensichtlich etwas von dieser "Kunst des Züchtens", so wie in Deutschland zum Beispiel Birgit Braum mit ihrer Zucht Floral Garden.

Einige gute Würfe, das sind meistens Glücksfälle. Den hohen Gesundheits- und Schönheits-Standard der Zucht aber über viele Jahre zu halten, das ist Talent, Wissen und Erfahrung.

Resume

Ein selbstkritischer - und nicht selbstverblendeter - Züchter sagte mir einmal:

"Vererbung zeigt sich beeinflußbar, aber immer wieder auch nicht beherrschbar.

Deshalb hat Züchten etwas mit dem Glücksspiel gemeinsam. Manche Züchter werden sogar süchtig danach. Sie können nicht mehr aufhören immer wieder 'auf ein neues Glück' zu produzieren. Der Spielgewinn ist dann Geld, ein Ausstellungs-Pokal und die Illusion von Ansehen. Dieses 'Ansehen' gilt aber nur unter Ihresgleichen. Solche Züchter sind ihre eigenen Opfer, für sie gilt: 'I can´t get no satisfaction'..."

Also dann ist mir ein brillanter Billardspieler lieber als ein professionelles Pokerface :-)))


Buchempfehlung

Wer sich intensiver mit den Vererbungsprozessen speziell des Hundes beschäftigen möchte, dem empfehle ich das Buch "Die Vererbung des Hundes", siehe Büchertipps Spalte rechts.

Meine Ausführungen oben sind Basiswissen aus meinem Schuluntericht in Biologie (es war allerdings eine sehr gute Schule :-). Die gewählten Beispiele und meine Einschätzungen von "Züchter-Qualitäten" entstammen meiner 34-jährigen Beobachtung der Bulldogzucht. Die Welpenfotos sind von Birgit Braum, die unsere wunderbare Wilma Queen gezüchtet hatte.


8. Januar 2008: Wichtiger Nachtrag

Meine Empfehlung der Zucht von Birgit Braum´s "Floral Garden" kann ich leider so nicht aufrechterhalten. Die Gründe:

Die Forschung in der Genetik ist inzwischen zu der Erkenntnis gekommen, dass Linienzucht als eine Form der Inzucht nach einigen Generationen zu deutlichen Beeinträchtigungen bei allen Lebensprozessen führt: Sie vermindert die Möglichkeiten der Enzymbildung, und Enzyme steuern einfach alle Lebensprozesse - vom Immun- bis hin zum Verdauungssystem!

Trotz dieser Erkenntnisse und entsprechender Empfehlungen der Gesellschaft für Kynologische Forschung (Präsidentin Dr. Eichelberg) schreibt B. Braum auf ihrer HP, an der Linien-Inzucht weiterhin festhalten zu wollen. Außerdem betont sie auf ihrer HP den Vorteil der "Heterosiszucht", einer speziellen Methode des Auskreuzens. Diese Zuchtform meint das Kreuzen zweier unterschiedlicher Zuchtlinien, wie sie zB in der Hühnerzucht zur Steigerung der Eierproduktion üblich ist. Da es beim Hund nicht auf die Steigerung einer speziellen Produktivität (wie Eier oder Milch) ankommt - sondern auf seine Gesamtheit - ist die Heterosiszucht bei ihm ungeeignet!

Ich will hier nicht weiter auf die genetischen Gründe eingehen sondern empfehle dazu die Blog-Beiträge (September 07 - Januar 08) über die Artikelserie im "Hunde-Magazin WUFF" vom Genetiker Prof. Wachtel zu lesen. Und das gerade (2007) erschienen Buch von Dr. Eichelberg (VDH) "Hundezucht" ist unbedingt zu empfehlen um zu erfahren, welche Fragen man einem Bulldogzüchtern stellen sollte, bevor man einen Welpen bei ihm kauft.


Montag, April 3, 2006

Tollwut-Impfung

Es gibt eine wichtige Änderung der Vorschriften

In der Kindermedizin und in der Tiermedizin wird in zunehmendem Maße vor einer Überimpfung gewarnt. Die Vielfachimpfungen stehen besonders in der Kritik, denn das Immunsystem könne dadurch überlastet und geschädigt werden. Da die Milz Teil des Immunsystems ist, werden auch die vielen Milztumore bei Hunden zunehmend von Tiermedizinern auf Überimpfung - zumindest als Mitverursachung - zurückgeführt.

Die Wissenschaft ist sich nicht einig. Aber für mich heißt das : Vorsicht ist geboten. (Alma starb mit knapp 13 Jahren an einem Milz-Lebertumor. Wilma starb mit knapp 11 Jahren an zwei geplatzten Blutgefäßen in der Milz.)

Wir lassen Frieda nicht mehr in einer Impfung gegen Tollwut und gleichzeitig gegen andere Krankheiten impfen, sondern sie bekommt nur noch zeitlich versetzte Einzel-Impfungen.

Bislang galt in Deutschland rechtlich die Tollwut-Impfung nur für jeweils 1 Jahr. Und das, obwohl medizinisch längst klar war, daß die Immunisierungswirkung für mindestens 3 Jahre anhält. Möglicherweise steckten auch wirtschaftliche Interessen der Pharmaindustrie hinter dieser Rechtsregelung, möglicherweise auch einfach nur wieder einmal Überregulierung.

Das hat sich seit Anfang 2006 - dank Europäischem Recht - geändert:
In Anpassung an EU-Recht gilt auch für Deutschland seit Anfang 2006 eine Tollwut-Impfung rechtlich so lange, wie der Hersteller des jeweiligen Impfstoffes - auf dem Beipackzettel - die medizinische Wirksamkeit bescheinigt.

Jetzt kann jeder Tierarzt in Deutschland Tollwut-Impstoff bestellen, für den eine maximale dreijährige Wirkungsdauer im Beipackzettel bescheinigt ist :
Die Pharma-Firma "Pfitzer" hat diese Zulassung bereits von den Behörden erhalten. Die neuen Chargen (ab Mai/Juni 2006 im Handel) werden diese dreijährige Wirkungsdauer im Beipackzettel vermerkt haben.

Wir empfehlen jedem von Euch Euren Hund - nach dieser Änderung der Gesetzeslage - nur noch alle 3 Jahre gegen Tollwut impfen zu lassen. Das ist gut für Euren Geldbeutel ;-) und gut für die Milz Eures Hundes :-))

Für Hunde-Einreisen nach Großbrittanien und nach Skandinavien gilt allerdings noch nach wie vor, daß die Tollwut-Impfung nicht länger als 1 Jahr zurückliegen darf. Wir planen unsere Reisen in diese Länder deshalb so, daß sie in das jeweils 1. Jahr nach der Dreijahres-Impfung fallen. ;-))

Unsere reise- und abenteuerlustige Frieda kann es kaum abwarten, wie ihre Augen oben sagen, daß es losgeht :"Egal wohin! Das Leben ist spannend ! Und wenn man dabei einmal naß werden sollte - schließlich kann man sich trockenschütteln, wie Ihr seht ;-)))"

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, geboren 1945 in Wuppertal, hat seit 34 Jahren Englische Bulldoggen. Jetzt sollen die Bulldoggen hier ihr eigenes deutsches Weblog bekommen. Eure Bulldog -Anekdoten, -Fotos und -Tipps für's Blog sind willkommen.




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Beitrag 12. 2. 2006
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